Konferenz-Rede von Nigel Farage

Deutsche Übersetzung der Rede von der Volksinitiative-Konferenz „Der Euro vor dem Zusammenbruch – Wege aus der Gefahr“ am 25.9.2010 in Berlin


Nigel Farage, Chef der United Kingdom Independent Party (UKIP, über 16 Prozent bei der letzten Europa-Wahl in Großbritannien) war einer der von den 670 Zuhörern umjubelten Redner auf unserer Konferenz. Hier folgt ein Auszug seiner Ansprache auf deutsch. Die komplette Rede gibt es im Kongress-Dokumentationsband in der Reihe COMPACT  (Sandra Müller Hrsg., Wege aus der Euro-Falle. Die Referate und Diskussionen der Konferenz vom 25. September 2010, 110 Seiten, 8.80 Euro) und auf der Kongress-DVD (8 Stunden Film, 24.95 Euro), beide auch bestellbar überinfo@juergen-elsaesser.de .


REDE VON NIGEL FARAGE, MEP

Präsident der Gruppe „Europa des Friedens und der Demokratie“ im Europäischen Parlament, Sprecher der UK Independence Party (UKIP)

Euro Aktions Konferenz in Berlin, 25. September 2010

Herzlichen Glückwunsch zu Ihren ehrenhaften Bemühungen

Zu aller erst meinen Glückwunsch an jene Professoren, die mutig genug waren, diesen Streit vor das Deutsche Bundesverfassungsgericht zu bringen.
Es bedarf großer Stärke und Mut gegen den Strom von Medien und Akademischem Umfeld zu schwimmen, der unaufhörlich und fanatisch eine Agenda der politischen Integration in die EU fordert. Sie kluge und visionäre Menschen haben klar Stellung bezogen, worauf Sie stolz sein können, eine Stellungnahme mit hohen Grundsätzen und die höchsten Ideale der Deutschen Demokratie bewahrend. Ich bin heute hier um meine Unterstützung zu zeigen und Ihnen allen Mut zu machen, diese wichtige Arbeit, die Sie begonnen haben, weiterzuführen.

Imperien mit politischer Einheit funktionieren nicht

Sie haben den ersten Schritt im Kampf gegen die Errichtung eines EU Imperiums, dessen Zentrum in Brüssel liegt, unternommen.
Wenn man heute nach Nordafrika reist, kann man, zum Beispiel in der heißen Wüste Ägyptens, die Ruinen üppiger Gebäude des ehemals mächtigen Römischen Imperiums sehen. Die Überreste der Gerichtsgebäude, der Paläste und Sportstätten der Römischen Imperiums sind über diesen gesamten Kontinent verteilt, und über andere.
Den Leuten wurde damals beigebracht, dass das Römische Imperium für immer bestehen würde, dass es unbesiegbar, unzerstörbar – und vor allem unvermeidbar wäre. Dass es keine Alternative gäbe, außer gehorsam zu sein und sich seiner politischen und militärischen Macht zu unterwerfen. Das war nicht der Fall.

Das Studium der Geschichte zeigt, dass große, Multi-nationale Imperien, oder politische
Zusammenschlüsse, nicht gelingen. Sie funktionieren nicht richtig und außerdem überleben sie nicht. Wo ist denn heute das Römische Imperium, das Osmanische Reich, Österreich-Ungarn? Sie sind alle abgetan, ihre ehemals stolzen Monumente sind vom Sand der Zeit bedeckt…

Von Ereignissen angespornt, haben die Völker dieser ehemals mächtigen politischen Unionen, die Initiative ergriffen, um eines der kostbarsten Güter, die ein Volk besitzen kann – ihre Freiheit und die Möglichkeit, ihre eigene Zukunft zu bestimmen.

Beim EU-Projekt geht es nicht um Frieden, sondern darum, dass eine Elite mehr
Macht erhält

Oft appellieren die Erbauer dieser Imperien an jene, über die sie herrschen, indem sie sagen, dass sie einen Pakt verschiedener Völker in eine Union des Friedens und Wohlstands aufbauen wollen – dass die Völker ihre eigenen nationalen Interessen vergessen sollen, zum Wohle des größeren Friedens.

An seinem 80. Geburtstag kündigte ein alternder Helmut Kohl an, dass es beim Schicksal der schwächelnden EU-Währung um Leben und Tod ginge. Er sagte: „Die Europäische Einigung ist eine Frage von Krieg und Frieden… und der Euro ist Teil unserer Garantie für Frieden.“

Ich selbst bin fasziniert vom Effekt und der Geschichte des Ersten Weltkrieges. Ich war schon oft in Verdun, wo ich regelmäßig Gruppen von Geschichtsenthusiasten herum führe, die wissen möchten, was dort passierte und warum es geschah.

Wer kann schon das Ikonenbild von Kanzler Kohl und Präsident  François Mitterrand vergessen, die im Jahr 2004 händchenhaltend am Schlachtfeld von Verdun sagten: “Nie wieder!”
Was eigentlich damit gemeint war, ist natürlich, dass die EU nötig ist, um Krieg auf dem Euro-päischen Kontinent zu verhindern. Nur haben sie vergessen zu erwähnen, das entwickelte Demokratien höhst selten, wenn überhaupt, einander bekämpfen. Sie nutzten das ehrenhafte Verlangen der Völker nach Frieden aus, um ihren Feldzug in Richtung politischer Einheit der europäischen Staaten und die Zerstörung nationaler Demokratien zu rechtfertigen.
Ich würde behaupten, dass der Frieden in Europa das Resultat verschiedener Faktoren ist: zuerst durch den Überdruss an Krieg nach den traumatischen Ereignissen des Ersten Weltkrieges,  zweitens der Besitz nuklearer Waffen als Abschreckungsmittel und drittens das Vorhandensein der NATO. Freier Handel zwischen Ländern kann auch als Abschreckungsmittel gegen Krieg fungieren, aber politische Einheit ist nicht notwendig für freien Handel.
Natürlich zeigt die EU jetzt ihr wahres Gesicht: der Präsident der EU-Kommission Barosso hat vor ein paar Wochen nach einer Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik  eingefordert.
Die Behauptung, dass die EU für den Friedensgewinn aufgebaut wurde, ist ein komplett falscher Gründungsmythos. Wenn uns eine genaue Betrachtung der ehemaligen Republik Jugoslawiens etwas klar macht, dann dass das unnatürliche und undemokratische Zusammenpressen verschiedener Völker gegen ihren Willen in eine politische Union mit Sicherheit nur zu Bitterkeit, Wut und schließlich, im Falle Jugoslawiens, zu schrecklichem Blutvergießen führt.

Die Welt hat gelernt Deutschland zu lieben

Die Propagandisten des EU-Projektes haben jahrzehntelang das Deutsche Schuldgefühl über den Krieg benutzt und gefördert, um Sympathie und Unterstützung für ihr politisches und bürokrati-sches Projekt aufzubauen. Dennoch wird dieses Projekt scheitern – aus den unterschiedlichsten Gründen.
Zuerst einmal wird die Zahl der jungen Menschen, die nie einen Krieg erlebt haben, ständig größer. Und zweitens – weil während der letzten 60 Jahre die Welt begonnen hat, das Deutsche Volk wieder zu lieben.
Deutschland muss seinen Schuldkomplex endlich überwinden. Der Rest der Welt hat sich offensichtlich weiterentwickelt und begangenes Unrecht verziehen. Sehen Sie sich um wie eine junge deutsche Sängerin, Lena, beim Eurovision Wettbewerb gewonnen hat, während die Katholische Kirche einen deutschen Gelehrten, Kardinal Joseph Ratzinger, zum Papst erwählt hat. Ein humorvoller Katholik könnte sogar sagen, dass Deutschland nun sogar den Heiligen Geist auf seiner Seite hat!
Es ist dieser Kriegsschuldkomplex, der viele deutsche Politiker emotional dazu gepresst hat, die EU-Intergration zu unterstützen und zu finanzieren.
Aber die gute Nachricht ist, dass die Welt Deutschland verziehen hat und dass die Zeit der Kriegs- reparationen, (die nun als EU-Subventionen gezahlt werden) vorbei ist.
Die momentane Situation sieht so aus, dass die EU entscheidet, während Deutschland zahlt.

Die Deutschen sollten es rechtmäßiger weise ablehnen, einen Haufen Geld für die Rettung einer bankrotten Währung zur Verfügung zu stellen. Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Deutschen die Trottel von Europa gewesen. Sie haben für viel zu viel bezahlt. Es ist Zeit, den schwächeren Wirtschaftsräumen zu sagen: Genug ist genug, ihr müsst euch wieder um euch selbst kümmern. Es ist Zeit erwachsen zu werden und selbst Verantwortung zu übernehmen. „Du bist jetzt 50 Jahre alt – es gibt kein Taschengeld von Papa mehr!“

Wie die Dinge gerade liegen, kauft die EZB unnütze Staatsanleihen auf dem Markt, was unzweifelhaft Probleme bringen wird. Milliardeninvestor George Soros, der das ein oder andere über Währungen weiß, hat kürzlich gesagt: „Wegen seiner Geschichte ist Deutschland mehr über eine Inflation als über eine Rezession besorgt. Beim Rest der Welt ist es gerade anders herum.“ (1) Deutschlands Interessen werden in einer Union mit anderen Ländern, die andere Bedürfnisse und Ziele haben, überhaupt nicht bedient. Um einem ökonomischen Desaster vorzubeugen, muss Deutschland die Mark wieder einführen und die Kontrolle über seine Währung zurückgewinnen.

Kanzlerin Merkel hat das Konzept einer „nützlichen Krise“ erwähnt (2) und hat diese Situation einer Finanzkrise als Ausrede benutzt, um mehr Macht für die EU-Föderalisten zu bekommen. Sie und ihre Mitreisenden wie Martin Schulz manipulieren auf zynische Art und Weise die Situation so, dass sie mehr von dem bekommen, was sie möchten. Die EU und das schlecht durchdachte Euro-Projekt haben zu einem großen Ausmaß diese Krise heraufbeschworen, dennoch schreien diese Manipulatoren nach mehr Europa, mehr zentralisierte EU-Kontrolle – mehr vom gleichen.

Die Deutschen sollten sich schützen, ihr Land, und diese Eurofanatiker wie Merkel und Schulz loswerden, und den Euro genauso.

Was das Griechische Rettungspaket angeht: um ihre eigene Zukunft zu schützen und um vorzubeugen, dass noch mehr von ihrem schwer verdienten Geld in ein Schwarzes Loch ohne Wiederkehr geschüttet wird, müssen die Deutschen ihren Politikern sagen: „Kein Pfennig mehr. Wenn die Griechen das Geld brauchen, sollen sie den IMF allein holen. Wir haben schon genug bezahlt.“

Die starken Wirtschaftsräume von Nordeuropa und die schwachen Wirtschaftsräume des Mittel-meeres sind inkompatibel. Man kann keine zwei Wassermelonen auf einmal in der selben Hand halten. Es ist eine große Geldverschwendung sie retten zu wollen.

(Ende des Rede-Auszuges; Übersetzung: Sandra Müller)

13 Kommentare zu „Konferenz-Rede von Nigel Farage

  1. Nigel Farage und seine Partei möchte aus der EU. Das ist mehr als verständlich.

    Leider ein Schönheitsfehler von Farage in diesem Absatz: „Ich würde behaupten, dass der Frieden in Europa das Resultat verschiedener Faktoren ist: zuerst durch den Überdruss an Krieg nach den traumatischen Ereignissen des Ersten Weltkrieges, zweitens der Besitz nuklearer Waffen als Abschreckungsmittel und drittens das Vorhandensein der NATO“.

    Das NATO-Angriffsbündnis ist abzulehnen. Freie neutrale Staaten wäre die Friedenssicherung. Nukleare Waffen gehören vernichtet. Friede durch Bildung und ehrliche Hilfe, sowie durch Industriealisierung der unterentwickelten Länder.

  2. Ich bewundere Leute, die so etwas übersetzen können. Ich kann Nigel Farage gut verstehen. Aber übersetzen kann ich das nicht. Das ist mir zu kompliziert. Entweder bin ich im Englischen oder Deutschen. Aber nicht beides ständig mixen kann ich leider nicht.

    Ich habe vor einigen Monaten mal das Formular auf der UKIP ausgefüllt. Ich warte heute noch auf mein Willkommenspaket. Allerdings wurde die Email, die ich an die auf der Website angegebenen Emailadresse prompt 24 Stunden später beantwortet. Ich finde Nigel Farage auch gut, mutig. Und seine Beiträge im EU-Parlament sind amüsant. Aber gerade deswegen habe ich auch ein bißchen Angst um ihn. Ich hoffe mal, daß sein Flugzeugabsturz wirklich nur auf einem reinen Zufall beruhte…
    Und hoffen wir, daß er auch weiterhin im EU-Parlament intervenieren kann.

  3. „Das deutsche Gegenstück ist übrigens BIW“

    Seh ich nicht so. Beim Ansehen des Programms sind mir einige Dinge aufgefallen, die ich kategorisch ablehne.
    Nur zwei davon möchte ich herausgreifen, da es zu sehr offtopic wird:
    BIW spricht sich nicht grundsätzich gegen Auslandseinsätze der BW aus, sondern fordert lediglich, dass sie „auf dem neuesten Stand gehalten“ wird.

    Ferner fordern sie einen „einen ständigen Sitz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat“

    Dagegen. Und zwar bin ich dagegen, dass ÜBERHAUPT ein Land einen „ständigen Sitz“ haben soll, egal ob das GB USA oder Deutschland ist, da es schlicht eine Ungerechtigkeit bedeutet, bestimmten Ländern so eine Vorzugsstellung einzuräumen!

  4. Grosses KOPFSCHÜTTELN! Vorweg: Ich bin gegen die EU und gegen Imperien! Aber was findet ihr nur an diesem Typ??? So viel Mist auf einem Haufen begegnet mir selten! Nur 2-3 Beispiele, mehr lohnt sich einfach nicht:

    „Imperien mit politischer Einheit funktionieren nicht“

    Unter diesem Titel versucht er sich erstmal an einem superflachen, pseudohistorischen Beleg und verstrickt sich schon beim römischen Reich in eine absurde Widersprüchlichkeit, die den weiteren Text durchzieht:

    „Die Überreste der Gerichtsgebäude, der Paläste und Sportstätten der Römischen Imperiums sind über diesen gesamten Kontinent verteilt, und über andere.“

    Tja, wenn das keine schlagende Beweise dafür sind, daß das römische Imperium über Jahrhunderte sehr gut funktioniert hat! Oder man denke an China! Daß sich jedes Imperium als „Ewig“ imaginiert und trotzdem irgendwann zu Ende geht (und da gibt es ja innere und äußere Gründe), heisst doch nicht, daß es nicht funktioniert! Ein Auto fährt auch nur solange, bis es auf dem Schrottplatz landet. Daraus leitet sich doch nicht ab, daß es als Fortbewegungsmittel nichts taugt.

    Er faselt von multi-nationalen Imperien als gäbe es Nationen schon seit Jahrtausenden und kaum hat im Rundumschlag jeglichem derartigen politischen Zusammenschluss die friedenserhaltende/-schaffende Funktion abgesprochen, kommt der nächste Clou: Der Prozess der europäischen Integration auf keinen Fall, aber die NATO hat entscheidend den Frieden in Europa erhalten. Also der höchste, nämlich militärische Ausdruck des US-Imperiums! Hätte er wenigstens den Warschauer Pakt genommen, wäre der Widerspruch zu vermeiden gewesen, daß nach dessen Wegfall die NATO anfing, in Europa Krieg zu führen. Aber für den Jugoslawien-Krieg hat der Märchenonkel ja auch schon was parat:

    „Wenn uns eine genaue Betrachtung der ehemaligen Republik Jugoslawiens etwas klar macht, dann dass das unnatürliche und undemokratische Zusammenpressen verschiedener Völker gegen ihren Willen in eine politische Union mit Sicherheit nur zu Bitterkeit, Wut und schließlich, im Falle Jugoslawiens, zu schrecklichem Blutvergießen führt.“

    Aha, daran lag’s also! 😉 Seine „historisch-politische Analyse“ ist die eines völkischen Rassisten! Ich bemühe mich um bewusst sparsamen Umgang mit derlei Vorwürfen, aber der lasst einem einfach keine andere Wahl. Bitte, wenn mir irgend jemand verständlich machen kann, warum das kein völkischer Rassismus ist: ich bin ganz Ohr!!

    Über die „tieferen Beweggründe“ deutscher Politik hat er dann auch noch eine esoterische Psychotheorie im Gepäck:

    „Es ist dieser Kriegsschuldkomplex, der viele deutsche Politiker emotional dazu gepresst hat, die EU-Intergration zu unterstützen und zu finanzieren.“

    Die Interessen Frankreichs und anderer Nachbarländer? Die Interessen der deutschen (Export)industrie? … Fehlanzeige! Stattdessen das hierzulande seit Jahrzehnten bekannte Märchen vom liebenswürdigen deutschen Trottel, der in ganz Europa selbstlos Almosen verteilt.

    … puhh, keine Lust mehr! 😦

  5. Ganz so negativ sehe ich es nicht. Man kann von Nigel Farage denken, was man will, aber wo er Recht hat, hat er Recht, zumindest in Teilen.

    Grundsätzlich kann man aber wohl kaum die EU mit dem Osmanischen oder dem Römischen Reich vergleichen. Dass mehrere Kulturen / Ethnien nicht in eimem Staat leben können, dem würde ich ebenfalls widersprechen. Der Iran zeigt es doch deutlich, dass es geht, da er ein Vielvölkerstaat ist. US-gesteuerte Angriffe, die einzelnen Bevölkerungsgruppen aufeinanderzujagen, scheiterten bis jetzt kläglich, da sie sich nicht auseinanderdividieren lassen wollen.
    Ich glaube auch, dass der Jugoslawienkrieg andere Ursachen hatte als die verschiedenen Völker.

    Das mit dem Kriegsschuldkomplex würde ich ähnlich sehen, ebenso mit der Wiedereinführung der D-Mark.

    Helmut Schramm:
    „Das NATO-Angriffsbündnis ist abzulehnen. Freie neutrale Staaten wäre die Friedenssicherung. Nukleare Waffen gehören vernichtet. Friede durch Bildung und ehrliche Hilfe, sowie durch Industriealisierung der unterentwickelten Länder.“

    Das sehe ich genauso.

  6. biw_ bürger in wut? jaja, die bösen techtspopulisten- ich behaupte, die haben mehr ahnung von politik als die gesamte bande der etablierten! rassisten sind die übrigens nicht, sie unterscheioden nur nach kulturen!!

  7. Ich möchte noch ein bißchen was zur Sache ergänzen.
    Ich habe heute morgen auf der Arbeit gefragt, was man hier von Nigel Farage hält. Das Echo war etwas gemischt. (Ich arbeite im UK, nicht Germany). Und das ich den Euro nicht so toll finde und am liebsten meine D-Mark wieder hätte und auch Deutschland nicht mehr in der EU sehen möchte, hat sie dann vollends erstaunt.
    Als Antwort bekam ich dann auch, daß ich möglicherweise nicht mehr im UK wohnen könnte, wenn Nigel Farage mehr zu sagen hätte. Obwohl, das glaube ich nicht. Die unterscheiden hier genauso zwischen Ausländer – und Ausländer.
    Deutsche Ausländer trifft man eher selten, obwohl es eine ganze Menge gibt. Denn die integrieren sich so, daß man sie nicht bemerkt. Bei den Muslimen, Arabern, Chinesen und auch teilweise Farbigen sieht die Sache anders aus. Auch die Polen, von denen immerhin über 600,000 hier hergekommen sind, bleiben eher unter sich. Letzter sprechen kaum bis wenig Englisch, bzw. nur notgedrungen.

  8. Ribi:
    hat hier irgendwer was von „Rassisten“ geschrieben? Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mich sachlich auf Programmpunkte bezogen, Sie sticheln nur wieder ohne nur etwas zur Sache beizutragen. Was versprechen Sie sich davon?

  9. fatima: da haben sie mich falsch verstanden. wollte die nur kurz beschreiben. es ist in der politischen debatte doch so, dass alles in einen topf geworfen wird!rechtspopulist gilt heute fast schon als nazi, s. die berichterstattung aus den niederlanden!anders als etablierte konservative sind die nicht durchgehend für die usa, können kulturell unterscheiden, sind für die kündbarkeit fauler staatsdiener etc. von einem angriff auf ihre person war ich in diesem punkt weit entfernt, mein bedauern, sollte dies so angekommen sein!!

  10. „rechtspopulist gilt heute fast schon als nazi, “

    Langsam komme ich so weit, dass mir Nazis fast lieber sind, bei denen weiß man wenigstens woran man ist, und die tarnen sich nicht als Demokraten.
    Ob man nun eine völkische oder eine anti-islamische, -jüdische oder sonstwie -Haltung hat, da sehe ich wenig Unterschied.

  11. UKIP für NATO, US-Dominanz, massive Aufrüstung und modernisierte Nuklearbewaffnung:

    Defence: UKIP policy, Tuesday, 23rd February 2010
    http://www.ukip.org/content/ukip-policies/1453-defence-ukip-policy

    UKIP beklagt sich über verheerende Kürzungen des Militärbudgets und strebt eine 40%ige Erhöhung der Militärausgaben an, entsprechend zusätzlichen Ausgaben von 1% des BIP. Sie betonen eisern ihr Militärbündnis mit der USA und verteidigen die NATO in ihrer bisherigen Form gegen jede „Europäisierung“, also die mögliche Schwächung der US-Militärmacht in und über Europa. Sie bestehen auf eine schlagkräftige Nuklearbewaffnung, die sie demnächst mit US-Atomwaffen modernisieren wollen.
    Die Partei hält die NATO auch für sehr geeignet für weltweite Auslandseinsätze, vorausgesetzt, daß es britischen Interessen dient.

  12. fatima: ich hoffe, sie verstehen, dass ich sie nicht angreifen wollte? es besteht ein unterschied, ob jemand sich zur gewalt bekennt- oder nicht! kulturelle unterschiede kann man vielleciht angleichen, rassige nicht!!deshalb sehe ich angriffe auf die rasse als scchlimmer an als solche auf die religion, kultur etc.!

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