Euro-Konferenz: Ein toller Erfolg

670 Besucher, hochkarätige Referenten

Ein riesiger Erfolg für die „Volksinitiative“: Die gestrige Konferenz „Der Euro vor dem Zusammenbruch – Wege aus der Gefahr“ zog 670 Besucher an, die von 9 bis 19 Uhr konzentriert den Referaten hochkarätiger Fachleute wie Hankel, Schachtschneider, Nigel Farage, Otte, Mross, Most, Eichelburg, Hamer, Blessing, Clauss lauschten und engagiert mitdiskutierten. Damit ist es uns als relativ kleiner Organisation gelungen, eine Veranstaltung in der Größenordnung etwa des „Banken-Tribunals“ von attac (im April 2010) auf die Beine zu stellen, das mit massiver Unterstützung aus spendierfreudigen Parteien wie SPD, Grünen und LINKEN hochgezogen wurde, und mit freundlicher PR der Mainstream-Medien. Wir wurden von den deutschen Medien boykottiert, aber immerhin berichtete Russia Today live und machte Interviews mit vielen Referenten (kommen auf diesem blog in den nächsten Tagen).


Für eine ausführliche Auswertung fehlt heute die Zeit, ich poste einfach die ersten zwei Emails von Besuchern, die mich heute Nacht noch erreichte. Eine Konferenz-Dokumentation in Buch- und DVD-Form ist übrigens über http://www.euro-konferenz.de bestellbar.

Original-Email Beginn:

Sehr geehrte Konferenz-Organisatoren,

nach der wunderbar organisierten und bestens gelaufenen Konferenz bin ich spät abends zurück nach Braunschweig gefahren und gratuliere Ihnen allen zu dem glänzenden Ereignis. Die morbide Umgebung paßte genau zum Tagungsthema; hätte besser nicht sein können.

Ende Email 1 / Anfang Email 2

„Hiermit möchte ich Ihnen zunächst ein herzliches Dankeschön für die Organisation der Euro-Konferenz zukommen lassen. (…)
Die Defizite beim Komfort wurden  schnell durch die geballte Kompetenz aus Wirtschaft, Recht und Politik, die Sie auf die Bühne gebracht haben, mehr als ausgeglichen. Die Referenten, deren Ansichten und Äußerungen sich durchaus auch in wichtigen Fragen wie zu erwarten war kontrovers darstellten (Bsp.: Transaktionssteuer, Ausstieg aus dem Euro, etc.), haben allesamt zu einem sehr inhaltsreichen und anregenden Tag beigetragen.
Trotzdem ich die Ausführungen der meisten Redner bereits prinzipiell kannte, in der Nacht zuvor nur 4 Stunden Schlaf hatte und darüber hinaus über kein Vermögen verfüge, welches ich vor dem Kollaps retten müßte, ist es mir in keinem Moment gelungen, die Aufmerksamkeit zu senken. Und die scheinbar unerwartet hohe Anzahl der Teilnehmer, die rege Teilnahme bei den Podiumsdiskussionen, das Verharren der überwiegenden Mehrheit bis zum Ende trotz miserablem Wetter, die Resonanz der Konferenzbesucher auf den Spendenaufruf zur Kostendeckung, etc. … all dies bestärkt mich in der Aussage, dass diese Veranstaltung im Hinblick auf den Umgang mit der derzeitigen Krise beispiellos vorangeht. Von „Alternativlosigkeit“ keine Spur. Chapeau! (Email Ende)

49 Kommentare zu „Euro-Konferenz: Ein toller Erfolg

  1. Ich habe nach der Veranstaltung folgenden Kommentar auf meine Internetseite gesetzt (mit Bildern):
    Die Anstrengungen der Organisatoren um Jürgen Elsässer, Michael Vogt, Sandra Müller und vieler Mitstreiter und Symphatisanten der Volksinitiative zur Vorbereitung der Aktionskonferenz „Euro“, am 25.09.2010 in Berlin, haben sich gelohnt.

    Am Ende des Tages kann auf eine gut besuchte – ca. 600 Teilnehmer – inhaltsreiche und lehrreiche Veranstaltung zurückgeblickt werden.

    Zahlreiche Redner trugen durch ihre Beiträge zum Gelingen der Veranstaltung bei – sowohl ähnliche Auffassungen, als auch gegensätzliche Ansichten, wurden erläutert – im Bild die Redner des ersten Diskussionsblockes im Podium (von links nach rechts): die Herren Mross, Otte, Farage, Moderator, Schachtschneider und Hankel.
    Im zweiten Block kamen die Herren Most, Hamer, Eichelburg, Blessing und Clauss zu Wort.

    Am Rande der Konferenz konnte ich zahlreiche Gespräche führen und auch das Anliegen NEUTRALES DEUTSCHLAND einbringen.
    Besonders interessant waren die Begegnungen mit Herrn Edgar Most und Eike Hamer und natürlich der glückliche Umstand, Frau Inge Rauscher und Herrn Helmut Schramm, vom Volksbegehren zum EU-Austritt Österreichs persönlich kennen zu lernen.

    Lothar Sommer

  2. wie immer : BIN AN EURER SEITE UND DIE BESTEN HOFFNUNGEN UND WÜNSCHE FÜR DAS GELINGEN IN DER ABSICHT, EINE WELT FREI VON EU, PROTEKTION, WESTLICHER DEKADENZ, NATO UND FINANZHERRSCHAFT ANZUSTREBEN !!!
    FÜR NATIONALE SOUVERÄNITÄT, VÖLKERRECHT UND EINE EHRLICHE FORM DER GEMEINSCHAFT unter DEN MENSCHEN.

    wenn das – im augenblick – auch nicht sofort kommen wird…

  3. Hallo,
    wer kennt sie nicht, die Namen der Referenten die dort lange Reden hielten.Allein der Auftritt von Nigel Farage hat die Fahrt gelohnt.
    Doch das war es auch.
    Zielgruppe der Veranstaltung waren mit Sicherheit die vor mir sitzenden Akademiker, die , einigermaßen gut versorgt in diesem Lande, sicher noch den einen oder anderen Euro beiseite schaffen können und nicht Gefahr laufen möchten auf das falsche Pferd zu setzen. Ob die auf ihre Kosten gekommen sind, kann ich nicht beurteilen, denn für mich war im Saal der „Hartgeld-Guru“ nicht zu verstehen.
    Die absolute Härte war der Herr Most.
    Jahrelang in der zweiten Reihe der Zentralbank der DDR, dann aalglatt ins „neue System“ gerutscht und dort auch jahrelang vor sich herumgedümpelt. Der Mann erklärt uns, das er in der DDR nichts verbessern konnte-weil alles böse Kommunisten – und nach der „Wende“ konnte er nichts machen weil der „Dicke“ alles bestimmt hat, ja und nun ist er in Pension, da kann er ja auch nichts mehr machen. Als er noch anfing zu referieren wie ER die Neue Weltordnung organisieren wollte, ist mir fast schlecht geworden.
    Dieser Mann ist das Paradebeispiel eines „Wendehalses“.
    Um es kurz zu machen, wer Neues oder Wegweisendes bei dieser Veranstaltung erwartet hatte wurde mit Sicherheit enttäuscht. Aber wie soll es auch anders sein, wenn die Hälfte der Referenten jahrelang von dem System gelebt haben oder noch davon leben, welches sie jetzt kritisieren.
    Fazit: was für Omi die Kaffeefahrt mit Lama-decke, ist für politisch Interessierte die „Eurokonferenz“.
    —>im Prinzip überflüssig !

  4. Spatensoldat: Sie haben über zwei Redner geurteilt, Farage und Most. Was ist eigentlich mit dem halben Dutzend anderen? Mir scheint, Sie waren gar nicht auf der Konferenz.

  5. Herzlichen Glückwunsch zum Erfolg!

    Zum Thema EURO könnte man noch erwähnen, dass sich das zionistische Lügenblatt SPIEGEL reichlich spät entschieden hat, dem Leser mitzuteilen, dass die Einführung des EUROs ein Zugeständnis Kohls an Mitterand war, damit dieser die Wiedervereinigung akzeptiert (man fragt sich welche Druckmittel der französische Politiker hatte, doch wohl nicht den Einsatz der force der frappe?). Lustigerweise hat der SPIEGEL diesen seit Jahren bekannten Zusammenhang als neue Erkenntnis verkauft.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,719608,00.html

    Wieder einmal stellt man fest, dass die Dreistheit der Medien und die Geduld des Publikums anscheinend unbegrenzt sind, weshalb man sich fragt, wie ein Ausbruch aus dem Orwell-Lügenkäfig gelingen kann.

  6. Leider konnte ich ja nicht auf die Veranstaltung. Aber ich habe mir das Verlinkte Video angesehen.
    Das muß also Russia Today gewesen sein?
    Die blonde Interviewerin hat einen starken britischen Accent, so wie ich ihn höre, sobald ich vor die Tür gehe. Konnte also Russia Today schon hier im UK Mitarbeiter rekrutieren? Sie finden also Leute hier im UK, die bereit sind für den „früheren Feind“ zu arbeiten? Das heißt also, es gibt noch ein bißchen Hoffnung auch hier. Denn die Leute, die mir sonst in Tesco begegnen sehen alle sehr wie Tiefschlaf-Schlafschafe aus, deren größtest Ziel im Leben Mortegages, Kinder und Fußball am Samstag ist…

    Dann ist in dem Video von einem Referendum die Rede? Gibt es jetzt doch noch ein Referendum zum Euro für Deutschland?
    Und ist die D-Mark wirklich näher als viele das glauben?
    Problem ist allerdings dann, daß die Verschuldung trotzdem bleibt. Ich denke, außer der Namensänderung der Currency muß noch mehr getan werden. Denn die Verschuldung ist doch so hoch, daß eigentlich zusätzlich ein Haircut erfolgen müßte, wie Herr Eichelburg es fast jeden Tag auf seiner Website predigt und wie Prof. Bernd Senf und Nicolas Hofer es auch sagen. Mehr oder weniger direkt.
    Solange wir in einem Schuldgeldsystem leben, werden die gleichen Symptome immer wieder kehren. Denn positives Geld gibt es ja gar nicht. Jedes Geld ist eine Schuld. Eine Verbindlichkeit. Ich denke, das ist den meisten Menschen gar nicht klar.
    Ob sich aber die Hochfinanz eine derartige Wende gefallen läßt??

    Wird da DVD ein paar Antworten liefern? Bitte seien sie so nett und schreiben eine kurze Notiz ab wann man diese DVD bestellen kann.

    Vielen Dank!

    MGC51

  7. Hallo Jürgen,

    herzlichen Glückwunsch zu der gelungenen Veranstaltung und der hohen Teilnehmerzahl. Dieer Erfolg spricht für Euch und freut mich.

  8. Herr Elsässer,
    ich war auf dieser Veranstaltung bis zu dem Zeitpunkt als sich der Herr Blessing am Mikro zu schaffen machte. Da ich ihn in mehreren Videogesprächen schon vorher gesehen hatte und die Akustik im Saal derart schlecht war, ließ ich es dabei bewenden. Den Herrn Claus und alle danach habe ich demzufolge auch nicht mehr gesehen.
    Dafür habe ich den Herrn Hörstel gesehen, obwohl er nicht auf der Redner-Liste stand.(nur als Beweis das ich wirklich da war)
    Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, es ist sicher für den Einen oder Anderen etwas Interessantes dabei gewesen (für mich z.B. Herr Farage) nur bei der geballten Kompetenz hätte ich gehofft mal einen kritischen Beitrag zu unserem Wirtschaftssystem zu hören und eventuell einen Lösungsvorschlag (z.B. „Bandbreitenmodell“). Stattdessen ging es zum überwiegenden Teil um Finanzmärkte.
    Herr Schachtschneider und Herr Farage mal ausgenommen.

    Fakt ist:
    Die EU ist tot. Der Euro ist ebenfalls gescheitert. Das Wirtschaftssystem, wie wir es heute vorfinden, ist eigentlich auch schon tot, nur weiß es das noch nicht.
    In meiner Gegend gehen Leute im 3-Schicht-System mit 800,-€ brutto nach Hause.Meinen Sie denen helfen zu können, wenn ihre Referenten von regulierenden Maßnahmen an den Finanzmärkten sprechen ?
    Wir können in unserem Land nur etwas ändern,wenn wir grundsätzliches ändern und nicht dauern am Vorhandenen herum doktern.
    Ich werde mich weiterhin regelmäßig über Ihre (und ihrer Mitstreiter) Aktionen informieren, nur diese war nichts für mich.
    Und wenn es mal Kämpfer wie Herrn Farage (gerne auch aus Deutschland) bei Ihnen in der Referenten-liste gibt, bin ich auch wieder dabei. 🙂

    Grüße aus’m Spreewald

  9. Ein Lichtblick für positive Entwicklungen für das Finanzsystem von unten. Denn wie in den Referaten deutlich gemacht und auch bewiesen, haben wir heute bereits eine Finanzdiktatur. Der eine spürt sie heute schon mehr, der andere weniger. Die zukünftigen Entwicklungen hängen von jedem einzelnen ab.

  10. Man fragt sich, warum ausgerechnet die für die Eurokakastrophe (und weitere Sch…äden) Verantwortlichen nicht teilgenommen haben.

    Angela M. Honecker musste wohl Prof. Hankels 2. Offenen Brief beantworten und ihr Bundesfinanzgollum seinen (noch vorhandenen?) Gold-Schatz bewachen,

    Erzsigmar Gabriel war vermutlich damit beschäftigt, den Sarratan aus dem SPD-Himmel zu schaffen,

    Waren wenigstens IM-en oder IM-innen da?

  11. @Anti-Anti-Deutscher:
    „… Lügenblatt SPIEGEL reichlich spät entschieden hat, dem Leser mitzuteilen, dass die Einführung des EUROs ein Zugeständnis Kohls an Mitterand war, damit dieser die Wiedervereinigung akzeptiert“ … „Lustigerweise hat der SPIEGEL diesen seit Jahren bekannten Zusammenhang als neue Erkenntnis verkauft. …“

    Mal den Mund nicht zu voll nehmen! Das stand auch am 02.03.1998 schon im Spiegel:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7833746.html

  12. @ Zwischen allen Stühlen

    Auf jeden Fall hat man dann versucht, zwei mal eine Sensation zu verkaufen:

    1998 schrieb man:

    „Hinter der Fassade ihrer deutsch-französischen Freundschaft haben Helmut Kohl und François Mitterrand erbittert um Einheit und Euro gerungen, wie jetzt neue Dokumente aus dem Kanzleramt zeigen.“

    2010 schreibt man:

    „Die Wiedervereinigung hatte ihren Preis. Aus bisher geheim gehaltenen Protokollen geht nach SPIEGEL-Informationen hervor: Erst die Bereitschaft der Kohl-Bundesregierung, ihren Widerstand gegen die Einführung des Euro aufzugeben, ebnete den Weg zur Einheit.“

    Auch das ist eine journalistische Unredlichkeit, welche freilich bei all der täglichen Herumlügerei kaum mehr ins Gewicht fällt.

  13. wo ist eigentlich unser gesprächskumpel SCHNEHEN ? ich vermisse ihn schon (chicano vermisse ich AUCH)

  14. Sei froh Jürgen, dass die Medien dich nicht verrissen haben. Ich war nicht dort, weil ich das Programm der Referenten schon kenne. Auf ein Thema wie Eurokollaps haben wir sowieso keine Einfluss, machen wir uns nicht verrückt! Wenn die Wahrheitsbewegung schon 1992 existiert hätte, hätten wir den Maastricht-Vertrag als Sargnagel der Freiheit empfunden. Aussagen wie: „Es ist doch eh alles zu spät!“, „Kauft Gold und Nahrungsmittel“, dienen nur der Panikmache, wobei es natürlich nicht verkehrt ist, diese Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Jeder sollte vor Ort aktiv werden, es gibt genügend Möglichkeiten. Man muss sich nur einbringen.

    http://www.zeitbank.net

    In Thüringen wird diesen November eine gegründet. In Mc Pom und Bayern existieren sie schon.
    Ständig kommt mir der Wunsch und das Bedürfnis nach einer Vereinigung des Widerstandes zu Ohren. Aus persönlicher Erfahrung sind solche Bemühungen sinnlos, weil selbst untereinander die verschiedenen Gruppierungen höchst heterogen sind. Würde man sie alle einen Tisch bringen, gäbe es eine Parlamentsdebatte. Deswegen sollten wir Konsens- und Lösungsorientiert arbeiten.

    Gruß aus Ostthüringen

  15. @MGC51 – ich kann Russia Today morgens eine Stunde empfangen. Es gibt eigentlich nur Oxfordenglischsprechende Reporter und Moderatoren mit englischen Namen, die sind meistens hübsch und blond. Die Themen sind hochinteressant, immer ist eine Dokumentation dabei, heute morgen ging es um einen Rassisten-Führer in den USA. Ich würde auch gerne Näheres darüber wissen, wie der Sender aufgebaut wurde.

  16. Man kann zu dieser gelungenen Veranstaltung nur gratulieren!
    Speziell Schachtschneider und Hankel führten dem Publikum eindrucksvoll die Notwendigkeit des Ausstiegs aus der Euro vor Augen. Beide ernteten dafür Riesenapplaus. Die Volksinitiative sollte sich in verzetteln: Der Ausstieg aus dem EURO sollte die zentrale Forderung sein.

  17. @Anti-Anti-Deutscher & Alle

    „Auf jeden Fall hat man dann versucht, zwei mal eine Sensation zu verkaufen“
    „… bei all der täglichen Herumlügerei kaum mehr ins Gewicht fällt.“

    Klar, das ist journalistisches Alltagsgeschäft: aus einer Sache mehr zu machen als tatsächlich drinsteckt. In der Marktwirtschaft sind Nachrichten, Informationen und journalistische Erzeugnisse Waren, die „sich verkaufen“ müssen. In reinster Ausprägung sieht man, was da abgeht bei Fernseh-Reklame und sonstiger Werbung, die uns auch ne dämliche Margarine noch als den Inbegriff des „Wahren, Schönen, Guten“ verkauft. So läuft es leider nicht nur da, wo’s von vornherein um’s Kohle machen geht. In der politische Welt und selbst in zwischenmenschlicher Kommunikation sehe ich meistens und allzu oft die gleichen Muster. „Übertreibung macht anschaulich“? – Ja von wegen! Zum technoiden Getöse der politischen, ideologischen Marktschreier kann man vielleicht gut tanzen, aber man wird auf Dauer taub davon. „Schweigen ist Gold“ ist aber auch keine Lösung 😦 Das gemeine an den Lügen ist, daß man nicht durch schlichten Vorzeichenwechsel zur Wahrheit kommt! Der Spiegel der Lüge ist die Lüge, nur seitenverkehrt. Zu sagen „Alles Lügen“ kann nicht wahr sein! Keiner ist so genial, daß er nur lügt und alles falsch macht! Denn das würde implizieren, daß er immer weiss, was wahr und richtig ist.

    Jede vernünftige Idee läßt sich durch einseitige Verabsolutierung, extrem(istisch)e Interpretation, etc. ad absurdum führen, letztlich in ihr Gegenteil verkehren. Jedes Kind lässt sich mit dem Bade ausschütten, wenn man die Wanne nur weit genug kippt. Auch wenn die Erkenntnis schmerzlich ist und irgendwas in mir gelegentlich raunt „schau nicht hin, verdräng’s!“ Ich kann einfach nicht wegsehen: In der Frontstellung zwischen den „grauen Herren“ und pastellschattierten Gralshütern der „politischen Korrektheit“ und einer schillernden, schreiend bunten „Wahrheitsbewegung“ bleibt die Redlichkeit doch wieder zwischen den Stühlen sitzen 😦 Man sagt ja so schön: „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche“ – Nein! Sind SIND meistens immer noch welche!

    Ich will aber raus aus diesem hyperideologischen „good cop, bad cop“-Theater, jedenfalls so weit wie möglich. Aber an jeder Ecke wird immer wieder neu irgendein Popanz aufgebaut. Die Zutaten sind dabei immer wieder die selben:

    – Übertreibung
    – Diffamierung
    – Pauschalisierung
    – Dämonisierung
    – Skandalisierung
    – Einseitigkeit
    – Schwarz-Weiss-Denken
    – Beliebigkeit
    – (Unter)bewusstes Missverstehen
    – Etikettierung
    – Tabuisierung
    – Dominanz qualitativer gegenüber quantitativen Argumenten/Denken
    – Verabsolutierung
    – Mystifikation
    – Emotionalisierung
    – Überzogener Kritizismus
    – Zuviel entweder/oder, zuwenig sowohl/als auch oder umgekehrt
    – Selektive Wahrnehmung, Scheuklappendenken
    – u.v.m.

    Die Liste der „Don’t“s wird lang, wenn man erstmal anfängt. Und man merkt bei der Aufzählung schon, welche Gefahren auch da schon wieder lauern: Die Liste der „Tu’s Nicht“ ist selbst wieder ein „Tu’s nicht“, wenn man sie strikt bzw. im Sinne einer Verbotsliste befolgen würde. Die Spiegelung des Falschen ist eben nicht das Richtige! 😉 Mist, wie komm ich jetzt da wieder raus? Ich probier’s mal so: „Tu das nicht so oft!“ Die Liste der „Do“s wäre dann die Aufforderung: Tu DAS öfter:

    – Hinterfrage, was dir wahr und gewiss erscheint
    – Suche und benenne (das Stückchen) Wahrheit in jeder Lüge
    – Informiere dich so breit und umfassend wie möglich
    – Frag mehr nach dem „Wieviel?“, nach dem Aussmaß und der relativen Bedeutung einer Sache
    – Versuche, dich nicht provozieren zu lassen
    – Betrachte jede Sache immer AUCH von einem globalen Standpunkt
    – Versuche, dich in die Lage und Befindlichkeit anderer hineinzuversetzen
    – Hab Mut zuzugeben, daß du bei vielen Sachen eigentlich eher ein „Sowohl – als auch“ siehst und
    – Gründe deine Schlüsse auf quantitative Einschätzung der relativen Bedeutung von Fakten/Alternativen
    – Frag‘ immer „Wem nützt es?“, aber hüte dich vor der Illusion, daß man damit immer die Wahrheit findet
    – Lass Vernunft und Wissenschaft dein Freund sein, aber hüte dich davor, daraus eine Ersatzreligion zu machen
    – Versuche, immer „mit dem gleichen Maß zu messen“
    – Versachliche soweit wie möglich
    – Praktizieren Kritik mehr als Kopf der Leidenschaft, weniger als Leidenschaft des Kopfes
    – Ein bisschen Humor und Wohlwollen können oft auch nicht schaden
    – … ähh, finde bei jeder Aufzählung auch mal ein Ende, auch wenn du sicher noch was vergessen hast 😉 😉

    Zu naiv? Zu kritisch? Zu abstrakt? Zu trivial? Zu paranoid? Prosaisch? Nihilistisch? Defätistisch? Idealistisch?
    Zu viele Worte? … The answer, my friend, is blowing in the wind … 🙂

    „We don’t need a wheatherman to know which way the wind blows!“ – Zu schön, um wahr zu sein??

  18. @ contragena:
    „Sei froh Jürgen, dass die Medien dich nicht verrissen haben.“
    Gibts da nicht so einen Spruch: Es gibt keine schlechte Propaganda. sinngemäß ist es stets gut, wenn die Leute über jemand reden, weil er so im Gespräch bleibt.
    oder B.Warner:“They love U, when you’re on all the covers, when you’re not, then they love another“.

  19. @ individualist

    (chicano vermisse ich AUCH)

    ich würde ja auch lobend von der veranstaltung schreiben aber meine letzten kommentare wurden kommentarlos zensiert, das finde ich echt schei…!

  20. chicano: Sie wissen wohl ganz gut, warum ich Sie pausieren ließ! Sie sind mein Gast, also benehmen Sie sich auch so!

  21. @ ZwischenAllenStühlen

    Ein schöner Beitrag, wenn er mir vielleicht auch etwas zu aporetisch-die-Hände-in-Luft-werfend ist.

    Wie Sie richtig festgestellt haben, ist Schweigen auch keine Lösung. Und die Welt ist nun einmal so komplex, dass man sie mit der Sprache nicht richtig erfassen kann (und die menschliche Erkenntnisfähigkeit ist zudem noch begrenzt). Außerdem befinden wir uns immer in Kommunikationssituationen, in denen wir vereinfachen müssen, um verstanden zu werden. Außerdem mögen machmal auch die eigenen Interessen eine selektive Quellenauswahl vorschreiben etc.

    Das Kämpferische ist auch eine Tugend. Der Deutsche neigt in gewisser Weise zu einer Über-Objektivität, die ihn im Vergleich zu fanatischeren Völkern leicht ins Hintertreffen geräten lässt, da er beim nach-allen-Seiten-räsonnieren seine eigenen Interessen ins Hintertreffen geraten lässt.

    All die erkenntnistheoretischen Aporien mögen zutreffen, dennoch müssen die Herausforderungen der Zeit gemeistert werden, wenn man überleben will. Der philosophische Trost ist für die Zeit nach der Niederlage sinnvoll (wobei man natürlich trefflich streiten kann, ob es für die Deutschen noch etwas zu gewinnen gibt).

    Und um wieder zum SPIEGEL zurückzukommen: Auch wenn eine Zeitung nicht die Komplexität der Zusammenhänge erfolgreich vermitteln kann, ist dies keine Entschuldigung, um so dreist gewohnheitsmäßig zu lügen, wie dies der SPIEGEL tut!

    MfG

  22. „chicano: Sie wissen wohl ganz gut, warum ich Sie pausieren ließ! Sie sind mein Gast, also benehmen Sie sich auch so!“

    das meinte ich ja auch gar nicht. die sperre hatte ich akzeptiert ohne zu murren. es geht um zwei postings die nach dem „urlaub“ nicht freigegeben wurden. eines steht immer noch unter dem modus „wird nach prüfung freigeschaltet“. etliche andere antworten sind aber in dem thread schon freigeschaltet.

  23. Chicano: Auf das Thema, auf das Sie anspielen, werde ich ZU GEGEBENER ZEIT zurückkommen … Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich damit noch ein bißchen warten und mich nicht von Ihnen in Zugzwang bringen lassen will.

  24. @Anti-Anti-Deutscher & Allgemein

    „Ein schöner Beitrag, wenn er mir vielleicht auch etwas zu aporetisch-die-Hände-in-Luft-werfend ist.“

    Danke für die Blumen! 🙂 Hmm, „zu aporetisch“? Okay, das muss ich jetzt erstmal nachschlagen (wikipedia):

    „Die Aporetik (griechisch: aporetike, „zum Zweifeln geneigt“) bezeichnet die Auseinandersetzung mit schwierigen oder unlösbaren philosophischen Fragen und Problemstellungen. Im Besonderen ist Aporetik die Kunst, Probleme als solche ohne Rücksicht auf ihre mögliche Lösbarkeit oder Unlösbarkeit zu untersuchen und zu durchdenken. Siehe auch: Skeptizismus.

    Unter Aporie (a poros eigtl. „Ausweglosigkeit“) versteht man im Zusammenhang mit Sokrates eine unauflösbare theoretische Problemstellung, die die paradoxe Erkenntnis des eigenen Nichtwissens ermöglicht: Sokrates führt seine Gesprächspartner dabei … auf die Suche nach Wahrheit zu leiten.

    In der Rhetorik ist die aporia eine Redefigur, die die Zweifelhaftigkeit einer Aussage durch den Sprecher verdeutlicht.
    Aporetische Struktur und Funktion hat im weiteren Sinn auch das Koan in der zenbuddhistischen Meditation.
    Die Aporetik ist die Kunst, unlösbare oder schwer zu lösende Probleme zu durchdenken und zu erörtern.“

    – „Schwierig“? ja! „Unlösbar“? nein!
    – „ohne Rücksicht auf ihre mögliche Lösbarkeit“? Na auf keinen Fall!
    – „Skeptizismus“ gehört auf die „Don’t“-Liste, in die Richtung ging „Überzogener Kritizismus“
    – „Erkenntnis des eigenen Nichtwissens“? Ich steh‘ auf jede Erkenntnis, die Erkennbares kenntlich macht
    – „auf die Suche nach Wahrheit zu leiten“ – Darum geht’s ja. Eine ehrenvolle Aufgabe.
    – „Zweifelhaftigkeit verdeutlichen“ – Gut und richtig, solange man’s nicht übertreibt!
    – „die Kunst, unlösbare oder schwer zu lösende Probleme zu durchdenken und zu erörtern“ – Na die Kunst sollten wir auf jeden Fall entwickeln und entfalten. Von nix kommt nix!

    Okay, war also keine Stinkmorchel im Blumenstrauss! 😉 ETWAS ZU apologetisch muss manchmal sein, da versuch‘ ich einfach nur im konstruktiven Sinne notwendiger Ergänzung/Erwiederung zu betonen, was aus meiner Sicht ungerechtfertigterweise quantitativ nicht den nötigen Stellenwert bekommt. Ich halte den Zweifel zwar nicht für die Quelle der Wahrheit, aber sehrwohl für einen notwendigen Teil des Wegs. Ausgehend davon zweifle ich an Tendenzen/Positionen, die meinen oder vorgeben, eine Abkürzung zur Wahrheit gefunden zu haben (göttliche Inspiration, esoterische Schwingungen, Glauben statt Wissen, Wille statt Weisheit).

    Meine Kritik richtet sich ja letztlich genau dagegen, daß da eine „Wahrheitsbewegung“ (truthers, infowarrior, anti-pcler, sucht euch was aus) daherkommt, die mir – leider nicht nur etwas – zu aporetisch sind. Da verwandelt sich der Zweifel gern von der Kunst in den Popanz, kippt um in Ideologie und Propaganda. Wenn der Zweifel richtig ist, kann der Zweifel am Zweifel nicht falsch sein! Ich bin für Zweifel und gegen Verzweifel 🙂
    Wenn man sich irgendwann ein Bild von einer Welt macht, in der man einer allgegenwärtigen, allumfassenden, allmächtigen Lügenphalanx gegenübersteht, dann hat man den Zweifel übertrieben. Da wird die Kritik unkritisch. Das Kritisierte wird dämonisiert und verabsolutiert während die Gewissheit damit nur als Illusion, als Glaube wächst. Zum Beispiel dann, wenn der Zweifel gleichzeitig zu pauschal und zu selektiv wird. Das ist der Weg in den Zweifel, der sich selbst abschafft!
    Der Moment der (scheinbaren) Unlösbarkeit oder Ausweglosigkeit ist für mich nur ein Durchgangsbahnhof, keinesfalls ein Standpunkt. Um den angedeuteten Lösungsansatz nochmal auf einen Punkt zu bringen: Die Parole möge lauten „Das rechte Maß, das gleiche Maß“! Und zwar „recht“ im Sinne von richtig und angemessen, nicht politisch oder juristisch 😉

    „Und die Welt ist nun einmal so komplex, dass man sie mit der Sprache nicht richtig erfassen kann (und die menschliche Erkenntnisfähigkeit ist zudem noch begrenzt). … All die erkenntnistheoretischen Aporien mögen zutreffen, dennoch müssen die Herausforderungen der Zeit gemeistert werden, wenn man überleben will.“

    Ja, die Welt ist komplex und die Herausforderungen ebenso! Wie sollte man sie also meistern können, wenn man schon im Vorfeld das Bestreben aufgibt, diese Komplexität wenigstens so gut wie eben (ohne Übertreibung) möglich in Sprache, Bildern und Vorstellungen abzubilden? Ich will keinen dazu aufrufen, sich in herumphilosophierender Melancholie zu suhlen. Gerade WEIL es darum geht, diese komplexe „Welt zu verändern“ und nicht nur „verschieden zu interpretieren“, ist es wichtig, die begrenzte Erkenntnisfähigkeit so gut wie möglich und umfassend wie nötig einzusetzen. Zu Erkenntnis und Herausforderungen halte ich immer noch/wieder die Feuerbach-Thesen für lesenswert:

    http://www.mlwerke.de/me/me03/me03_005.htm

    Allein schon deshalb, weil da ein schlappe Seite Text Anregung zu vielen Stunden Zweifel und Erkenntnis liefert, ohne daß man auf die Reise ins philosophische Lulliland geschickt wird.

    „Der philosophische Trost ist für die Zeit nach der Niederlage sinnvoll“

    Wenn’s was zu trösten gibt, ist ein bisschen Trost fast immer gut 🙂 Allerdings fand ich mein letztes Posting eher das Gegenteil von tröstlich. Aber von Vernunft, Liebe, Fürsorge und Hoffnung lass ich mich gern auch mal trösten. Vermeidbare/unnötige Niederlagen finde ich dagegen eher untröstlich. Es gibt einen phil. Trost der eher lähmt (Kulturpessimismus), aber auch einen, der aktiviert (Geschichtsoptimismus), und noch andere mehr. Verantwortlich, realistisch und richtig ist eine angemessene Dosis aktivierenden Trosts allemal, wenn’s um Praxis geht – vorher!

    „Das Kämpferische ist auch eine Tugend.“

    … die sich tunlichst ins rechte Maß und Verhältnis setzt, sonst geht’s in die Hose. Kampf haben wir ja schon: In der konsequenten Entfaltung der Marktwirtschaft (aka Kapitalismus) jeder gegen jeden, Tag für Tag. Auf den Kampf könnte ich in den meisten Fällen durchaus verzichten. Stattdessen wir gegen die anderen – okay, schon besser. Aber auch klar, daß das jeweilige Verständnis von „wir“ und „andere“ dem umfassenden Zweifel und der sorgfältigsten Prüfung ausgesetzt werden muss, weil das sonst zu Verbrechen und Katastrophen führt.

    „Der Deutsche neigt in gewisser Weise zu einer Über-Objektivität“

    Ach ja? Ich dachte, das wäre eher „der Engländer/Angelsachse“. 🙂 Übertriebene Objektivität als prägende oder dominierende kulturelle/intellektuelle Eigenschaft kann ich hierzulande nicht entdecken! Und ein gewisses Bemühen um Objektivität dürfte wohl keinem Menschen oder Volk schaden, oder?

    „, die ihn im Vergleich zu fanatischeren Völkern“

    Ich dachte, wir wären die Fanatischen („furor teutonicus“ und so). Da hatte der Deutsche doch durchaus Gelegenheit, Erfahrung zu sammeln. Nee, jetzt mal im Ernst: Ich würde nie ganzen Völkern die Eigenschaft „fanatisch“ zuschreiben. Warum? 1. Es entspricht nicht meinen persönlichen und abgeleiteten Erfahrungen mit vielen Ländern und Leuten aus noch viel mehr Ländern. 2. Es ist abwertend und dazu geeignet, Leute (vorübergehend) fanatisch zu machen, die es bis dahin gar nicht waren. Fast jeder Mensch und vermutlich fast jedes Volk kann mehr oder weniger fanatisiert werden. Aber das ist kein stabiler Zustand. Wo es mir sinnvoll erscheint, überhaupt eine verallgemeinernde Aussage über irgendein Volk zu machen, würde eher eine Beschreibung wählen, die nicht von vornherein und ausschließlich negativ besetzt ist. Sowas wie leidenschaftlich, tiefsinnig, offenherzig, eigensinnig, …

    „.. leicht ins Hintertreffen geräten lässt, da er beim nach-allen-Seiten-räsonnieren seine eigenen Interessen ins Hintertreffen geraten lässt.“

    Ich glaube nicht, daß Fanatismus ein Erfolgsrezept darstellt, gegenüber dem die weniger fanatischen ins Hintertreffen geraten. Das ist zu billig, um wahr zu sein. Schon gar nicht auf längere Sicht. Gäbe es denn historische Belege?

    Objektivität kann auch ein Deckmantel sein, unter dem Interessen umso erfolgreicher verfolgt werden 😉 Zuwenig Objektivität kann jedenfalls dazu führen, daß man für Interessen kämpft, die gar nicht die eigenen sind. Weder die deutschen noch überhaupt.

    „… (… ob es für die Deutschen noch etwas zu gewinnen gibt).“

    Naja, eine (nachhaltig) bessere Zukunft für dieses Land und seine Bewohner. Eins ist klar: Zu Lasten und auf Kosten anderer Länder und deren Bewohner gibt es auf Dauer nichts zu gewinnen, noch nicht mal unabhängig davon!

  25. @Anti-Anti-Deutscher

    Ach und wegen SPIEGEL: Ich muss zugeben, daß der mir vor 10-20 Jahren schon auf’n Sack ging und ich seither sehr selten reinschaue. Deswegen kann ich zur allgemeinen Einschätzung des Magazins nicht so viel sagen. „Zionistisches Lügenblatt“ oder so würde ich den jedenfalls nicht titulieren, selbst wenn da mit falschen oder fragwürdigen Aussagen prozionistische Auffassungen vertreten werden. An eine versteckte, allgegenwärtige, quasi-dämonische jüdische Weltherrschaft glaube ich nicht, das is zu dusselig!

  26. Sehr geehrter Herr Elsässer,

    ich würde mich über eine Stellungnahme für das kommentarlose Löschen meines Kommentars recht freuen.

  27. @Spatensoldat: Höre ich da einen fundamentalen DDR-Haß aus Deinen Zeilen heraus? In diesem Falle wäre ja alles klar – Herr Most ist dann für Dich der Quoten-Ossi, den Du hassen musst, weil er ja mal in der DDR ein gewisses Rädchen im Getriebe war und nicht militant gegen das System revoltiert hat. Wenn Most für Dich ein Wendehals ist, dann bist Du für mich ein Betonkopf, der immer noch im Kalten Krieg lebt! Herr Most ist ein feiner Kerl mit riesigem Sachverstand. Alles andere ist unsachliche, demagogische Hetze!

    Im Übrigen: Herzlichen Glückwunsch an Herrn Elsässer zur gelungenen Veranstaltung!

  28. „Chicano: Auf das Thema, auf das Sie anspielen, werde ich ZU GEGEBENER ZEIT zurückkommen … Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich damit noch ein bißchen warten und mich nicht von Ihnen in Zugzwang bringen lassen will.“

    habe ich eine wahl? aber zugzwang ist schon eine heftige formulierung finde ich. ich habe ja nur auf einen ihrer artikel reagiert.

    das finde ich jetzt wirklich seltsam ohne gespielte verwunderung. entgegen meiner eigentlichen lebensphilosophie, wenn es um umstände wie diesen hier geht, und ich weiß wirklich nicht warum, vertraue ich darauf das sie wirklich darauf zurückkommen und das sie kein falsches spiel spielen wollen.

    mfg

  29. Die Konferenz war super. Es war klasse, soviele kompetente Referenten auf einmal versammelt zu sehen. Das war das „who is who“ der Euro-Kritiker. Schön auch die Vielfalt der Referenten, die ja nicht alle derselben Meinung waren.

    Nur würde ich es begrüßen, wenn die „eurokritische Bewegung“ sich etwas von Leuten wie Ulfkotte u.ä. distanzieren würde. Das würde mir auch das Werben um Mitstreiter im Bekanntenkreis erleichtern.
    Wojna von der Bandbreite hatte ganz recht mit seiner kurzen Ansprache am Schluss, als er sich von „diesem Samuel Huntington für Arme“ (oder so?) distanzieren mochte.
    Ähnliches gilt meiner Meinung nach auch für Herrn Sarrazin, der von den „Eliten“ gehypt wird, um eine Sündenbockhatz vorzubereiten.

  30. Sehr geehrter Herr Elsässer,

    Ihr Engagement in allen Ehren und auch ob des Respektes Ihrer bisherigen Arbeit und des teilweisen Erfolges der EURO-Konferenz, so würde ich es denoch begrüßen,wenn Sie zur kommentarlosen Löschung meines Kommentars Stellung beziehen würden.

    pG

  31. gg: Die von Ihnen angestoßene Diskussion ist destruktiv und führt in die Irre. Versuchen Sie, positiv zu denken und zu formulieren. Für Nihilismus ist dieser blog zu schade.

  32. @fatimaoezoguz
    nein, aber seine Bücher lagen aus an einem fetten Stand vom Kopp-Verlag (wobei der Kopp-verlag ja nicht nur komische Bücher hat sondern auch hochinteressantes. Aber gewisse Tendenzen behagen zumindest mir gar nicht).

  33. redlope: Der Kopp-Verlag hatte gar keinen Stand auf der Konferenz. Vielleicht meinen Sie den Stand eines Buchhändlers? Wollen Sie, dass wir einem Buchhändler, der Standgebühr bezahlt hat, vorschreiben, welche Bücher er auslegen darf? Das ist nicht unsere Vorstellung von Meinungsfreiheit. Ihre?

  34. Grenzwertig ist das auf jeden Fall, da muss ich redlope Recht geben. Meinungsfreiheit schön und gut, auch wir lassen im allgemeinen jeden auf unseren Veranstaltungen seine Schriften ausstellen, auch wenn die nicht immer unserer Richtung entsprechen.
    Aber bei wirklich widerlichen, menschenverachtenden Gedankengut, die bei dem sauberen Herrn zu lesen sind, Analysen davon hier:

    http://www.muslim-markt.de/forum/messages/2022.htm

    http://meryemdeutschemuslima.wordpress.com/2010/09/08/vergesst-sarrazin-schlimmer-geht%C2%B4s-immer/

    wäre bei mir definitiv Ende der Fahnenstange. Auch mich stimmen gewisse Tendenzen im höchsten Maße besorgt.

  35. fatomaoezoguz: Amen. Jetzt kommen die Bedenkenträger, die die Haare in der Suppe suchen, ohne die Suppe gekostet zu haben.

  36. J.’E:

    Zur „Suppe“ an sich habe ich mich doch gar nicht geäußert, lediglich zu einem Begleitumstand, dass dort jemand Hetzschriften verkaufte. Mit keinem Wort habe ich damit die Konferenz AN SICH schlecht gemacht. Der Unterschied dürfte doch klar sein…
    im übrigen interessant, dass Sie auf meinen anderen Beitrag, bei dem es um ein Post des gefakten Arthur ging, nicht reagiert haben, wohl aber auf diesen.
    Wer sucht da das „Haar in der Suppe“? 😉

  37. @juergen & fatima:

    Um das Haar in der Suppe noch mal zu spalten 😉
    Wenn ein Veranstalter bzw. Gastgeber von kommerziellen Dienstleistern oder Gästen (zahlend oder nicht) erwartet oder fordert, sich an wohlerwogene Regeln bezüglich Meinungsäußerung/-verbreitung zu halten, ist das völlig legitim! Das ist KEINE FRAGE DER MEINUNGSFREIHEIT, denn es richtet sich in keiner Weise gegen die Freiheit, entsprechende Meinungen ausserhalb der Veranstaltung zu vertreten und zu verbreiten! Da geht es um Meinungsvielfalt und Souveränität/Toleranz. Das ist ne gute Sache und ein prima Ziel.
    Aber ich kann fatimaoezoguz nur zustimmen, daß ab einem gewissen Maß Menschenverachtung definitiv Ende der Fahnenstange sein sollte! (Unabhängig davon, ob da am Wochenende irgendein entsprechendes Buch lag oder nicht. Das ist so erstmal wirklich nur ein Häärchen in der Suppe)

  38. ribi: Ich hoffe, das meinen sie nicht als aufruf zur gewalt? dann müsste ich sie sperren! bitte drücken sie sich klar aus.

  39. @ fatima

    „Auch mich stimmen gewisse Tendenzen im höchsten Maße besorgt.“

    auch wenn ich in nur wenigen punkten mit ulfkotte berührungspunkte habe, aber auch ihn beunruhigen gewisse tendenzen in höchstem maße. diese gänzlich von der hand zu weisen (wie es meist geschieht) ist nicht förderlich 😉

    welches ziel

  40. „ribi: Ich hoffe, das meinen sie nicht als aufruf zur gewalt? dann müsste ich sie sperren! bitte drücken sie sich klar aus.“

    ribi will wohl sagen das deutsche ohne migrationshintergrund selten den gerichtssaal als freie männer verlassen, nachdem ihnen eine straftat bzw. gewaltdelikt nachgewiesen wurde 😉 oder ribi?

  41. jürgen: ich bin nur dann für gewalt, wenn sie zur selbstverteidigung dient. ich wollte damit sagen, u. kritisiert, dass jugendliche( oftmals mit isalmischen hintergrund) ohne strafe bzw. „richtige“ strafe ein gerichtsgebäufe verlassen dürfen. macht man ihn hier zur unperson, sollte man doch eher betrachten, ob er nicht recht hat! gebe zu, satz war für ein polit. forum zu flapsig, widersprüchlich und nichtssagend!man soll den übebringer schlechter daten, fakten etc) hier u.) nicht schlechter machen, als die „täter“- mehr sage ich nicht!

    fatima: u. fordert heute, ausländische arbeitslose aus nicht.eu-staaten raus, dem kann ich so nicht zustimmen- was kann ein türke im ruhrgebiet dafür, dass seine zeche dicht ist!

    chicano: grüße dich, bist meiner intention ziemlich nahe gekommen!

  42. @Atheist
    grundsätzlich „hasse“ ich nichts und niemanden schon gar nicht mein Vaterland.
    Ich habe nur deswegen mit dem Mann ein Problem weil er BEIDE Systeme kennt und in keiner Weise etwas während seiner aktiven Zeit gegen das eine oder das andere (Finanz-) System unternommen hat. Und gerade deswegen hätte ich von IHM etwas mehr erwartet.Und gerade weil er so ein feiner Kerl mit riesigem Sachverstand ist hätte er mal sowas wie das „Bandbreitenmodell“ diskutieren/vorstellen sollen.Natürlich hätte ich die anderen „Börsengurus“ genauso kritisieren können, nur haben die nicht dieselbe Vorgeschichte.
    Und übrigens, die „Ossi-Wessi“-Masche zieht bei mir nicht, genausowenig wie dieses Links-Rechts-Gequatsche, alles nur Methoden uns Deutsche gegeneinender auszuspielen !

    Grüße aus’m Spreewald

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