Irland: Nächste Bombe im Euro-System

Elsässer referiert morgen / Freitag in Wien über sein Buch „DER EURO-CRASH. Griechenland war erst der Anfang“


Jürgen Elsässer am 27. August in Wien: Restaurant Berger, Himmelstraße 19, 1190 Wien, Beginn 19.00 Uhr

Der „Spiegel“ glaubt noch immer an das Sommermärchen. Heute liest man in seinem Online-Portal: „Die Krise in Deutschland scheint vergessen. Auftragseingänge, Produktion, Unternehmensstimmung – alle Konjunkturindikatoren zeigen eine rapide Erholung an. Im laufenden Jahr sind für die deutsche Wirtschaft nun Wachstumsraten von drei Prozent oder mehr abzusehen.“


Dabei ziehen die Herbststürme schon herauf. Natürlich nicht über der Realökonomie, sondern über das Spekulationscasino (was in der Realökonomie aber auch die Dächer abdecken wird!). In der FAZ ist heute zu lesen: „Die Schuldenkrise in Irland spitzt sich zu. (…) An den Finanzmärkten wachsen die Sorgen um die Zahlungsfähigkeit Irlands. Der Renditeaufschlag irischer Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen ist am Mittwoch über das Niveau der Griechenlandkrise im Mai gestiegen. (…) Auslöser war eine Herabstufung der Bonitätsnoten für irische Staatsschulden durch die Ratingagentur Standard & Poor’s (S & P), die noch höhere Kosten zur Rettung der maroden irischen Großbanken befürchtet. (…)  Irland zählt wegen seiner rapide gestiegenen Verschuldung zu den größten Wackelkandidaten in der Europäischen Währungsunion. (…) Die Renditen griechischer Anleihen stiegen am Mittwoch ebenfalls stark. Die Zehnjährige rentierte mit 11,47 Prozent um 38 Basispunkte über ihrem Stand von Dienstag. Portugal gelang es zwar, neue Staatsanleihen zu plazieren, allerdings nur zu höheren Renditen als zuvor. S & P hat das langfristige Rating von Irland von AA auf AA- nach unten gesetzt und versah die Einschätzung zugleich mit einem „negativen Ausblick“, warnt also vor möglichen noch weiteren Herabstufung. Im Juli hat bereits die Ratingagentur Moody’s ihre Bonitätseinschätzung für Irland nach unten revidiert. (…) S & P befürchtet, dass die Stabilisierung des Bankensektors die irische Regierung insgesamt 90 Milliarden Euro kosten wird und damit noch 10 Milliarden Euro mehr als bisher angenommen. Dies entspricht rund der Hälfte der gesamten irischen Wirtschaftsleistung.“

Das selbe Spiel wie gegen Griechenland: Die Ratingagenturen, die Kettenhunde der Privatbanken vom Schlage Goldman&Sachs, stürzen sich auf das waidwunde Tier. Nur mit dem Unterschied: Im Frühjahr war Irland im Vergleich zu Griechenland noch wegen seiner Sparsamkeit gelobt worden. Das Beispiel zeigt: Es geht nicht um Sparsamkeit. Es geht darum, ob ein Land der Wallstreet die Platzierung von Defizitbomben in seinem Finanzsystem gestattet hat – in Griechenland durch korruptes Mittun der eigenen Politiker, in Irland durch idiotische Liberalisierung. Dass Griechenland mit unseren Geldern „gerettet“ wurde – in Wirklichkeit wurden die Gläubigerbanken gerettet, während die griechische Schußfahrt sich fortsetzt! -, ermutigte die Spekulanten zur Wiederholung ihres Va Banque im Falle Irland. Demnächst: Spanien, Portugal, vielleicht Italien.

Die angloamerikanischen Finanzgruppen feuern in die offenen Flanken, die das Euro-System seit Gründung hat. Dagegen hilft vermutlich nur der Rückzug in gut verschanzte Nationalwährungen. Mehr dazu in meinem Buch „DER EURO-CRASH“ (100 Seiten, für 7.50 Euro über info@juergen-elsaesser.de) und morgen Abend live in Wien.

6 Kommentare zu „Irland: Nächste Bombe im Euro-System

  1. videos vom referat in wien wären sehr erwünscht – können Sie das auf youtube oder gleich hier reinsetzen ?

  2. wie man jetzt lesen konnte , bringt sich griechenland mit seiner sparerei an den rande der existenz, kaputtsparen nennt man so etwas! nunja, autos kaufen keine autos !

  3. Ich liebe Irland. Trotzdem habe ich es als Wirtschaftsfaktor immer irgendwo im Nano-Bereich gesehen. Dass die Ökonomie von Staaten, die realwirtschaftlich nun aber auch gar nichts „auf den Rippen“ haben, die gesamte Weltwirtschaft zum Kippen bringen können, beweist für mich vor allem nur wieder die Perversität und Realitätsabkopplung des Kasinokapitalismus und der ganzen EU-phorie.

  4. Wie offensichtlich muss man es noch gestalten, bis jeder merkt, dass s.g. Rettungsgelder in den Taschen der amerikanischen Luziferanbeter transferiert wird? Gerettet wird hier nicht ein mal das blanke Überleben des Volkes. Nein, es wird sogar noch hingerichtet, zum Spott aller Nationen getrieben und wir glauben dann, es sei Misswirtschaft der Nationalen Kräfte.
    Die Banken in den USA lassen die europäischen Nationen ausbluten, für ihre Ideen arbeiten und sammeln munter das Geld ein. Und wir machen alle mit. Das hat Strategie bis zur Reduzierung und Versklavung der Weltbevölkerung. Nichts kann dem mehr entgegenwirken, die Luziferianer sind einfach zu mächtig geworden, sie erdrücken uns mit ihrer Macht über das Geld und dem Gesundheitswesen. Sie machen uns glauben, dass Geld und Gesundheit wichtig ist. Vielmehr ist Geld nur ein Mittel zur Ausbeutung und Gesundheit ein Mittel zur Unterdrückung. Fazit: Geld kann man nicht essen und Krankheiten gibt es nicht. Selbstbestimmung und Selbstheilung muss wieder im Glauben in einem und an Gott Einzug halten, dann wird der Geist freier für wichtigere Dinge.
    Seit dem ich weiß, dass es keine Viren gibt, bin ich schon mächtig beruhigt. Ich habe keine Angst mehr vor initiirte Grippen durch die WHO. Ich habe keine Angst mehr vor Krebs, seit ich die neue Medizin kenne, ich bin frei !!

  5. Freie Marktwirtschaft könnte so wunderbar funktionieren..doch daran haben offensichtlich einige sehr einflußreiche Kreise oder Mächte kein Interesse…. Mann darf gespannt sein wie weit sich die Pleite- und Schuldenspirale noch dreht!

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