Juden im Iran

Gegen die Kriegshetze: Auszug aus dem Buch: Jürgen Elsässer, IRAN – Fakten gegen westliche Propaganda

In der Vorbereitungsphase eines Krieges wird gehetzt und gelogen. Der Knüller: Wer als erster Auschwitz sagt, hat gewonnen. Mit diesem Dreh wird auch gegen Iran gearbeitet. Ein Antidot ist mein COMPACT-Buch „IRAN – Fakten gegen westliche Propaganda“, das erstmals im November 2009 erschien und im April 2010 in überarbeiteter und aktualisierter Auflage (104 Seiten, 7.50 Euro, bestellbar auch über info@juergen-elsaesser.de) herauskam. Daraus stammt das folgende Kapitel.



Jürgen Elsässer

Juden im Iran

Heute leben etwa 25.000 Juden im Iran, das ist – zusammen mit der Türkei – die größte jüdische Gemeinschaft im Nahen Osten. Allein in Teheran gibt es mehr als ein Dutzend Synagogen, in  Isfahan fünf. In den Jahrzehnten seit der Gründung Israels 1948 und der Islamischen Revolution 1979 ist die Zahl der iranischen Juden von 100.000 auf das heutige Niveau zurückgegangen. Aber der Exodus war längst nicht so total wie jener aus arabischen Ländern, wo ungefähr 800.000 Juden vor 1948 lebten.

Auch in der Mainstreampresse finden sich bisweilen Artikel, die um Objektivität bemüht sind.  So berichtet Roger Cohen, ein US-amerikanischer Jude, in der New York Times vom 23. Februar 2009 von einer Reise nach Teheran.

Er sprach in einer Synagoge am Palästina-Platz mit Soleiman Sedighpoor, einem Antiquitätenhändler. Wie fühle er sich, wenn er Rufe wie „Tod Israel“ – „Marg bar Esraeel“ – höre?
„Lass sie sagen ‚Tod Israel’“, sagte er. „Ich bin in diesem Geschäft seit 43 Jahren und hatte nie ein Problem. Ich habe meine Verwandten in Israel besucht, aber wenn ich so etwas sehe wie den Angriff auf Gaza, dann demonstriere ich auch, als Iraner.“

Ähnlich war die Antwort, die Cohen von Muris Motamed, einst jüdischer Majlis(= Parlaments)-Abgeordneter, bekam. Ob er sich in seiner Funktion als Feigenblatt fühle, wie ein iranischer Quisling, wollte Cohen wissen. „Nein,“ antwortete er. „Tatsächlich spüre ich hier eine starke Toleranz gegenüber Juden.“ Er sagte, dass die „Tod Israel“-Rufe ihn bedrücken, aber kritisierte im weiteren den „doppelten Standard“, wonach Israel, Pakistan und Indien Atomwaffen erlaubt sind, nicht aber dem Iran.

Cohens Fazit aus seinen Gesprächen: „Es ist wichtig zu entscheiden, was prägender ist: die annihilistischen Anti-Israel-Kampfrufe, die Holocaust-Leugnung und andere iranische Provokationen – oder die Tatsache einer jüdischen Gemeinde, die in relativer Ruhe lebt, arbeitet und Gottesdienst hält. Vielleicht gebe ich Fakten gegenüber Worten zu viel Gewicht, aber ich sage, dass die Realität iranischer Zivilität gegenüber Juden uns mehr über den Iran berichtet – als all die rhetorische Zündelei. Das könnte daher kommen, weil ich Jude bin und selten so durchgängig mit Wärme umfangen wurde wie im Iran. Oder vielleicht hat es mich beeindruckt, dass die Wut wegen Gaza, die auf Plakaten und im iranischen TV hinaustrompetet wurde, niemals zu Beleidigungen oder Gewalt gegenüber Juden führte. Oder vielleicht, weil ich überzeugt bin, dass die Karikierung des Iran als ,Verrücktes Mullah-Regime‘ und das Gleichsetzen jedes Kompromisses mit ihm mit München 1938 – eine Position, die in einigen amerikanisch jüdischen Kreisen populär ist – in die Irre führt und gefährlich ist.“

(Quelle: http://www.nytimes.com/2009/02/23/opinion/23cohen.html)

Aufschlussreich ist auch der Aufsatz von Farshid Delshad, „Religiöse Minderheiten im Iran“, aus der Wochenzeitung Das Parlament, der offiziellen Zeitung des Deutschen Bundestages (Ausgabe 26/2008). Darin kommen jüdische Abgeordnete zu Wort, die seit Mitte der achtziger Jahre dem iranischen Parlament angehören.

Manuchehr Nikrooz (gewählt 1984):  Drückte gegenüber Delshad „sein tiefes Bedauern anlässlich des Todes des Generalsekretärs der Hizbollah im Libanon, Mostafa Chamran, im Juni 1981 aus“ und pries ihn als akademischen „Kämpfer“.

Kurosh Keyvani (gewählt 1992):  Missbilligte das „zionistische Regime“ Israels und bezog sich auf die „historische Rede Ajatollah Khomeinis“, in der dieser sagte, dass es einen Unterschied zwischen dem Zionismus und den iranischen Juden gebe. Am Schluss betonte er: „Die persischen Juden glauben und haben sich immer darauf verlassen, dass die gehisste Fahne des Islam und die erhabenen Ulama die Beschützer dieser religiösen Gemeinschaft sind.“

Manuchehr Eliasi (gewählt 1996): Delshad erinnert sich, dass er „seine Reden immer mit einem Segensspruch für den verstorbenen Ayatollah Khomeini begann“. Er meinte, dass die prophetischen Aussagen des Ajatollah „die iranischen Juden dazu ermutigten, sich an die Spitze der islamischen Revolution 1979 zu stellen“.

Muris Motamed (gewählt 2002): Taucht auch im eingangs zitierten Artikel von Cohen auf.  Delshad hat Vorträge von Motamed untersucht. Darin beruft sich dieser „wiederholt auf die Reden von Khomeini und die Loyalität der persischen Juden zur Islamischen Republik“.

(Quelle:http://www.das-parlament.de/2008/26/beilage/005.html)

62 Kommentare zu „Juden im Iran

  1. Und selbst wenn die ganze Propaganda stimmen würde, dass Juden im Iran diskriminiert oder verfolgt werden:
    Würde ein Krieg denn ihre Situation ändern?

  2. Super Jürgen, ich hoffe inständig, das die bösartigen Unterstellungen, „Hasskappenkommentare“ und Diffamierungen aus Gründen des eingestellten Artikels endlich gegen diesen Blog verschwinden. So langsam sollte es auch der letzte „bezahlte Bogschreiber/Kommentarschreiber“ begriffen haben.
    😉

  3. Sehr geehrter Herr Elsässer,

    ein etwas älteres, aber sehr neutrales und der Realität entsprechendes 15 minütiges Video über Juden im Iran. Hier wird weder der Schwachsinn der Israelis und der westlichen Medien wiedergegeben, noch wird Ahmadinejad für seine damaligen Provokationen geadelt.

    p.s. ich kann mich erinnern als damals Israel jedem Juden im Iran 10.000 Dollar (wenn ich mich recht erinnere) angeboten hatte, wenn er Iran verlässt und nach Israel kommt. Ich glaube ein Dutzend hat das Angebot angenommen und die „Heimreise“ nach Israel durch ein mediales Feuerwerk gefeiert.

    Der Rest der 25.000 Juden hat das beleidigende Angebot in die Toilette geschmissen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Homayoun

  4. Ok, habe die Nachrichten von damals gefunden:

    40 iranische Juden kommen in Israel an:

    http://www.ynet.co.il/english/articles/0,7340,L-3486683,00.html

    Und selbstverständlich wurde Das bei WeltOnline mit dem Titel „Iranische Juden wandern nach Israel aus“ gefeiert:

    http://www.welt.de/politik/article1288339/Iranische_Juden_wandern_nach_Israel_aus.html

    Eine absolute Blamage:

    http://derstandard.at/3164693

    „Beamter der Einwanderungsbehörde in Israel: „Wir haben ihnen so viel geboten, aber nur so wenige kommen.“

  5. @Homayoun:

    Danke für das Video. Den Holocaust an sich hat Ahmadinejad allerdings nicht geleugnet, sondern er hat die Art, wie der Westen ihn darstellt, als „Märchen“ bezeichnet.

    Einiges war wirklich interessant. Es wurde die Aussage gemacht, dass Juden im Iran ihre eigenen Schulen und sogar ein Krankenhaus haben. Da schreit doch auch keiner „Parallelgesellschaft“ oder warnt vor drohender Judaisierung.

    Es wird ferner bemängelt, kein Jude könne im Iran „sensible“ Positionen im Militär oder im Geheimdienst bekleiden, und nennt das „Diskriminierung“. Kann man sich in Deutschland einen muslimischen General vorstellen? Hier werden Islamophobiker ja schon hysterisch, wenn nur eine Frau mit türkischen Wurzeln , die noch nicht mal den Islam sonderlich praktiziert, Sozialministerin wird (Aygül Özkan).

    Hier noch ein schönes Video, als Antwort auf „Fitna“ von Wilders, darin kommen auch iranische Juden vor:

  6. es ist schon was dran an dem was fr. özoguz sagt, mit dem muslimischen general. in der tat versaeumt es der westen, über seinen eigenen tellerrand hinauszugucken und mal die zustände umgekehrt zu beleuchten.

  7. Sehr geehrte Frau Özoguz,

    die Holocaust-Konferenz war Dumm.

    Und Ahmadinejad hat auch (ganz am Anfang) einige Aussagen getätigt die ich auf persisch im iranischen Fernsehen im Original gesehen habe, und die man so oder so deuten kann.

    Ich brauche also keine Übersetzungen von Ihnen die entweder das Eine noch das Andere beweisen sollen.

    Ich wiederhole: das waren alles dumme Aktionen.

    Ich akzeptiere aber dass Er das nicht so gemeint hat, wie er es ab und zu gesagt hat.

    Aber warum war das alles Dumm?

    Alles was man benötigt, um die Verbrechen des Staates Israel öffentlich zu machen und anzuklagen, befindet zur Genüge nach Gründung von Israel. Und zwar relativ unabhängig davon was davor passiert ist. Denn Palästina hatte mit dem Ganzen Nichts zutun. Ab HIER, hätte Ahmadinejad ansetzen sollen, und das Andere weglassen sollen. Das wäre politisch Klug gewesen.

    Das Ergebnis dieser Konferenz war, dass sehr viele zwielichtige Gestallten wie Nazis, Kuk-Klux-Clan Typen, etc.
    dort erschienen sind und eine Plattform bekommen haben. Und deshalb konnte man im Westen auch danach Alles Mögliche an Lügen über Iran und Ahmadinejad auftischen, die weit über dem hinausgingen was eigentlich beabsichtigt war.

    Ahmadinejad muss noch viel lernen, wie man Medial in dieser Welt kämpft. Er hat zwar sehr viel dazu gelernt, aber seine kleinen Fehler verfolgen Ihn Heute noch.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Homayoun

  8. Das ist keine „Übersetzung“, werter Herr Homayoun, lediglich eine Deutung.
    Natürlich ist Ahmadinejad nicht unfehlbar, und Fehler sind leider unausweichlich, wenn man falsch beraten wird.

  9. Sehr geehrte Frau Özoguz,

    Sie haben (leider) einen Hang dazu Ahmadinejad, Khamenei und überhaupt alles nach der Revolution 79 im Iran zu vergöttern. Deshalb haben Sie sich da wieder die zwei kleinen Kritikchen im Film ausgesucht und liefern gleich auch die Antworten darauf und schustern sich die Doku dann zurecht, so dass sie dann 100% ihrem Geschmack entspricht und nicht nur 95%. Das ist ja fast schon so eine Art voraussehbarer Reflex bei Ihnen.

    Ihnen müsste man schon einen Liebesfilm mit Ahmadinejad zeigen, damit Sie zufrieden sind.

    Sie haben doch sicherlich bis jetzt gemerkt dass das zumindest mit mir nicht läuft. Ich genieße im Gegensatz zu Ihnen und vielen Anderen mittlerweile den Luxus von allen Zwängen die mich in meinem Urteilsvermögen beeinflussen könnten, befreit zu sein.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Homayoun

    p.s. die Idee mit der Holocaust Konferenz kommt nicht von seinen Beratern. Wenn Sie Ahmadinejad kennen würden, wüssten Sie dass er bei solchen Geschichten eher Andere berät als sich beraten zu lassen. Das läuft bei uns nicht so wie in USA! 😉

  10. Juden in Deutschland waren vor 80 Jahren auch deutsche Patrioten. Das war bevor sie vernichtet wurden.

  11. Der Iran leidet unter seiner theokratischem Staatsform.
    Die Bevölkerung ist ist liberaler als ihre Staatsvertreter. Das zeigen u.a. eindrucksvoll die Wahlergebnisse des ehemaligen Präsidenten Khatami (Chatamii) Ende der 90ger/Anfang der 2000er Jahre. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass sich Juden oder auch andere Minderheiten im Iran durchaus wohlfühlen können.
    Die Politik wird aber (wie bei uns ja auch) nicht vom Volk gemacht und auf der politischen Ebene hat man es dann eben mit anderen Leuten, als mit dem Volk zutun.
    Eine Annährung der Politik an das Volk im Iran würde bedeuten, dass sie sich über die geistigen Führer hinwegsetzen müsste. Deshalb wird im Iran im Falle eines Angriffskrieges der Amerikaner das Volk der tragische Verlierer sein, woran die geistigen Führer jedoch nicht unerheblich mitschuldig wären.

  12. In den USA ist kürzlich ein Propaganda-Film angelaufen, der den Iran als Haupthindernis auf dem Weg zur vollständigen nuklearen Abrüstung darstellt: «Countdown to Zero».

    Erinnert sehr unangenehm an den „Pearl Harbour“ Film, der ein paar Monate vor 9/11 lief.

    Im Alles-Schall-und-Rauch-Blog wird darüber berichtet:
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/08/hollywood-bereitet-den-krieg-gegen-iran.html

    Bezeichnend der völlig unkritische wikipedia-Eintrag:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Countdown_to_Zero

  13. Sehr geerhter Herr Kai W.,

    das ist teilweise richtig.

    Nur muss man zugeben dass es im Vergleich zu den Anfangsjahren nach der Revolution, eine erhebliche Annäherung der Politik zum Volk gegeben hat. Ob das nun allein aus überlebenstechnischen Gründen gemacht wurde und wird oder nicht, ist nicht so wichtig. Hauptsache es tut sich was. Desweiteren bin ich davon überzeugt dass (wenn man den Iranern Zeit lässt), sie in den nächsten Jahren weitere erhebliche Anpassungen der Politik an die Menschen erzwingen werden! Die Generation der Hardcore Fanatiker im Iran ist am aussterben. Und Ihnen fehlt der Nachwuchs. 80% der Menschen sind Jung und sie sind nach der Revolution 1979 geboren. Sie sind nicht von Hass zerfressen, weil sie weder den Shah noch irgend etwas anderes persönlich erlebt haben. Sie haben nur die Mullahs erlebt. Diese Menschen haben (wenn überhaupt), dann eine sehr liberale Interpretation des Islams als Lebensweg zum Ziel. Ich glaube sogar Ahmadinejad hat das erkannt. Und neuerdings spricht er nicht nur über den tollen Islam, sondern über die viel ältere iranische Geschichte und Kultur und versucht dadurch die Herzen der jungen Menschen zu gewinnen. Oder seine Aussagen dass die Sittenpolizei schwachsinn ist. Sowas war vor 20 Jahren undenkbar.
    Khomeini hat damals gesagt: „Der persische Golf muss in islamischer Golf umbenannt werden“. Heute kämpft die iranische Regierung dafür dass der Name Persischer Golf nicht angetastet wird.

    Das Problem ist allerdings dass man den Iranern diese Zeit nicht geben will, weil es dem Ausland garnicht um solche Fragen geht. Sie wollen ihre geostrategischen und ausbeuterischen Kriege weiterführen. Und sie wissen dass die Iraner das wissen. Und die Iraner sind im Angesicht solcher Gefahren dann auch nicht bereit ihre eigene Regierung zu schwächen (auch wenn sie mit dieser Regierung Probleme haben). Das ist das Dilemma in dem die Iraner stecken. Allerdings entscheiden sie sich wie gesagt im Angesicht solcher Gefahren aus dem Ausland, sehr schnell dafür alle zusammen zu halten und die innerpolitischen Kämpfe auf später zu „verschieben“. Deshalb sieht man ja auch die Zurückhaltung z.B. der echten Grünen Bewegung (nicht diese Auslandsoppositionen). Es ist mit nichten so dass diese Bewegung tot ist oder nur das Werk ausländischer Kräfte war (wie es auch hier in diesem Blog vielfach behauptet wurde). Nur ist sie schlau genug dem größeren Feind aus dem Ausland nicht in die Hände zu spielen. Die echte grüne Bewegung wollte einfach nur Verändrungen im Iran. Sie wurde allerdings von Einigen missbraucht und in den Dreck gezogen. Leider auch hier in diesem Blog.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Homayoun

  14. also ich weiß nicht ob das so ist und der iran wirklich leidet oder ob auch nur der „theokratismus“ des iran das eigentliche übel sein soll, ob das überhaupt eine rolle spielt. das volk ist doch geeint unter der führung von ahmadinedschad und die stimmung unter den bürgern lässt nicht darauf schließen, daß es ein sehr verbreitetes klima gegen ihn gibt. im gegenteil, es wurde doch einiges für die armen schichten getan und ahmadinedschad bemüht sich, die bevölkerung in ihrem zusammenhalt angesichts der zahlreichen äußeren und inneren gefahren, die das land und den frieden insgesamt bedrohen, der fremdpropaganda , die von westen kommt, zu bestärken.
    daher kann ich keine diskrepanz zwischen dem empfinden der mehrheit der iraner und den beschlüssen ihrer geistigen führung erkennen – sie sind ja nun mal ein religiöses volk und haben ihren weg so gesehen, gewählt. ich wünschte, wir hätten in deutschland eine regierung, sie sich an den „grundlagen“ des konfessionellen/kulturellen empfindens der hiesigen regionen orientiert, das ja auch einmal (vor langer, langer zeit) ganz anders war als heute. aber es ist ja hier „wichtiger“, für solche mätzchen wie „eu-regeln“, homo,
    „integration“, popmusik, disco-epidemien, tupperparties, nagelstudios, dubiose sendungen und ähnlichen scheiß von dem die fetten untertanen beherrscht werden, zu sorgen.
    brrrrrrrrrr…..

  15. Es gibt m.E. noch zu viele Demokratie-Junkies – auch hier. Sie glauben felsenfest an die Parole von der (parlamentarischen) Demokratie als der beste aller Staatsformen. Dieses Dogma ist so tief in die Hirne verpflanzt, daß jede andere Staatsform einem permanentem Verbrechensverdacht unterworfen ist und Gleiches ungleich bewertet wird. Die gleiche Tat verübt von einer Nichtdemokratie wird dann als schweres Menschenrechtsvebrechen angesehen, bei einer „Demokratie“ als kleine Sünde. Dadurch ist jeder Gerechtigkeitssinn vernebelt.

    Man möge mir glauben, daß ich kein Freund des Kommunismus bin, doch die Chinesen taten gut daran, keine „demokratische“ Revolution a la Jelzin einzuführen. Die pragmatische Diktatur hat den Seelen und den Geldbeuten der meisten Chinesen sehr gut getan.

    Ruanda, vernahm ich, soll heute das sauberste Land Afrikas sein. Der regierende Präsident bekämpft vehement jeden Versuch der Hetze Hutu gegen Tutsie und hält seine Staatsbürger zu Ordnung und Reinlichkeit an. Die Bewohner dort sind zufrieden und zukunftsfroh.
    Doch man beginnt bereits mit leiser Hetze gegen ihn: er wäre nicht demokratisch genung, er würde die Opposition unterdrücken. Es wurde eine Luxus-Schickse gezeigt, die sich bitter beklagte, daß sie nicht an der Macht wäre. Nur Verschwörungstheoretiker wittern da sofort wieder den Duft orangener Besserpolitisiererei…

    Dabei hätten unsere sauberen superdemokrattischen Journalisten genug Themen im eigenen Lande, wie man „rechtsstattlich“ mit der Opposition hier umgeht.
    Ich komme immer mehr zur Überzeugung, daß die Parteiendemokratie tatsächlich die korrupteste aller Regierungsformen ist.

    Zurück zum Thema: Ich besorge meine Tee und einige Gewürze in einem iranischen Laden. Dabei befragte ich den Inhaber, wie es denn im Iran so wäre. Er selbst ein Bahai, auf die Mullahs nicht gut zu sprechen, meinte es gäbe sehr viele andere Religionen im Iran, die nahezu unbehelligt ihren Kult leben dürften. Er glaube sogar, daß echte Islamisten unter 50% wären, da der Islam Staatsreligion wäre und auch viele Nichtmohamedaner auf dem Papier als „islamisch“ gälten – so wie er.
    Zudem wären viele bekennende Islamis auch nur Papierislamis, also nicht sehr fromm, ebenso wie die meisten Christen hierzulande nur Papierchristen sind.

  16. fatima: entscheidend ist doch, was für eine politik die dame in niedersachsen macht! sie trägt kein kopftuch, ginge eh nicht, wirkt clever und modern! wichtig ist weniger ihre herkunft- als vielmehr ihre politik! wie steht sie zu einem grundeinmkommen, wie sieht sie die rentenfrage, wie will sie die arbeitslosigkeit abbauen, wiestellt sie sich die integration von zuwanderern vor, wie soll ein altergerechtes leben in zukunft aussehen, behinderte etc?ß dies ist doch wichtig! sie scheint ihren glauben auch nicht vor-sich-herzutragen, also kein problem! allerdings: einwanderung und jahrhundertelange verwurzelung in einem land ist doch was anderes!!

  17. @Sehr geehrter Herr Homayoun

    Bitte sein sie so nett und überlassen sie Frau Özoguz wie sehr sie wem „vergöttert“ oder nicht.
    Herr Ahmadinejad ist eine respektable Person, ich habe ihn persönlich kennenlernen dürfen im Jahr 2007 in Teheran, ihn zu mögen fällt einem nicht schwer. Wenn es aber für sie keine Vorbilder oder keine Nachahmer mehr gibt und sie sich befreit haben von allen „Zwängen“(was eher unwahrscheinlich bis unmöglich ist), so lassen sie doch anderen ihre Symphatien für Menschen.
    Herr Khamenei ist für mich aber wirklich jemand, der sich von vielen Zwängen befreit und ein äußerst spirituelles Leben vorlebt und angestrebt hat. Man orientiert sich deshalb gerne an solchen Menschen und hat mehr als nur ein nettes Wort übrig. Schwärmerei ist nämlich ein Reflex, der ausgelöst wird, wenn man von einer Sache oder einer Person besonders eingenommen oder besonders beeindruckt ist.
    Nun aber zu den Kritikpunkt ihrerseits:

    -Ich gebe ihnen als Iraner total Recht, die Holokaustkonferenz hätte so nicht stattfinden dürfen. Zunächst war ich begeistert von dieser Idee und sogar von einigen Teilnehmern. Enttäuscht wurde ich dann aber von der Vielzahl angereister Holokaustleugner(!) und Faschisten.
    Diese Konferenz hätte der Grundstein einer sehr interessanten Auseinandersetzung zwischen „Siegerüberlieferungen“ und kritischer Geschichtsforschung werden können, wären da nicht diesen dubiosen Mistkerle wie David Duke aufgekreuzt, denn ich hochkant in seine Südstaatenprovinz zurückgeschickt hätte.
    Und ja, Herr Ahmadinejad hat Berater und wie ich von Freunden erfahren habe, die im Inneministerium Irans arbeiten, wurde er von persichen Nationalisten dazu „angehalten“ jene Personen einzuladen!
    Die iranische Politik verläuft eben nicht wie man sich das wünscht. Es gibt Fraktionen und Interessengruppen, so was nennt man Demokratie, ein Begriff, den viele mit Iran nicht in Verbindung bringen können.
    Herr Ahmadinejad hat aber allerdings nicht die systematische Tötung von Juden angezweifelt, sondern den Umfang des Holokausts und die „Siegersaga“ vom Holokaust.
    Desweiteren hinterfragt Herr Ahmadinejad den zusammenhang zwischen dem Leiden der Palästinenser und der Judenverfolgung in Europa durch den Nationalsozialismus.

    Juden im Iran:
    Es gibt keinen „iranischen Antisemitismus“ den Juden gefährlich werde könnte. Das persiche Reich war Juden immer ein Rückzugsgebiet.
    Der antizionistische Kurs der Regierung ist gegen ein Konzept gerichtet das sich „Israel“ nennt. Fromme Juden im Iran lehnen das Konzept Israel schon aus der Thorasicht ab. 2007 war ich zu Besuch in der Yousef Abad Synagoge in Teheran und suchte das Gespräch mit den dortigen Synagogenbesuchern. Ich bekam ganz unterschiedliches zu hören, je nach Wissensstand über den Zionismus und Israel, verstanden manche die „Hetztiraden“(?) der iranischen Regierung falsch, während andere genau wussten, das es um ein Regime geht, das das Judentum in Geiselhaft genommen hat und eine unheilige Allianz zwischen Judentum und Zionismus geschaffen hat, dessen sich immer mehr Juden(auch iranische) erwehren.
    Die jüdischen Abgeordneten und jüdisch religiösen Führer im Iran sind sehr gut unterrichtet, das der wehrte Herr Khomeini
    nicht das Judentum attackiert hat, sondern den Zionismus.
    Geben dennoch manche iranische Juden Israel so etwas wie eine Existenzberichtigung, so kann ich verstehen, warum manche sich über die „Parolen“ des islamischen Staates echauffieren.
    Juden werden im Iran, neben den Christen sehr geachtet, die persiche Mentalität ist nicht rauhbeinig oder rüppig. Religiöse Gruppen werden nicht nur toleriert, sondern ganz einfach in ihre Mitte aufgenommen, nur hier im Westen, werden Juden aus der persichen Gesellschaft propagandistisch ausgelöst. Im Alltag wird bei Iranern nicht zwischen Juden oder christlichen Iranern unterschieden, man treibt Handel miteinander und man sitzt bei Tee beisammen, islamische Feste werden auch von Christen und Juden besucht.
    Die Hofpropaganda des Westens hat einfach keine andere Wahl, als das Märchen von dem angeblichen „iranischen Antisemitismus“ zu erdichten.
    Ich als muslimischer Iraner käme nie auf den Gedanken, Juden generell als Zionisten zu betrachten, noch ihnen irgendwelche Absonderheiten anzudichten.
    Es geht um Israel als Besatzerstaat und das ist es auch was Herr Ahmadinejad permanent betont
    Mfg
    Nadi

  18. Ich verstehe nicht was die Juden mit Kriegshetze zu tun haben. Hier wird unterschwellig vermittelt, dass Juden etwas mit dem Gaza-Krieg, Israel-Sauereien oder Iran-Krieg-Vorbereitungen in Verbindung bringen soll. Dem ist nicht so. Vielmehr müssen die Augenmerke auf die okkult gesteuerten USA, Vatikan und Anhängerstaaten, wie Deutschland, Italien, Frankreich und vor allem Groß Btitanien gerichtet werden. Denn hier werden Kriege geschmiedet, das sich die Balken biegen. Ohne die USA gäbe es weder Kriege noch Schweinegrippe, noch Finanzkriese, noch Lügen-Demoktatie.
    PerlHabour, Mondlandung, 9/11 und Iran-Schurkenstaat, alles Fake. … Die meisten Leute glauben, es seien Flugzeuge im WTC geflogen, das haben wir doch gesehen! Wenn das stimmt, dann sind auch die Juden, die Bösen, aber nur dann.

  19. „Der Knüller: Wer als erster Auschwitz sagt, hat gewonnen. Mit diesem Dreh wird auch gegen Iran gearbeitet.“
    Leider ist die neuere Geschichtsschreibung im Westen und speziell in der Brd völlig politisiert und praktisch eine eine Art Staatsreligion der herrschenden Lobbys.
    Wenn jemand dieses Dogma durchbricht und auf Basis von Vernunft die Geschehnisse bewertet, wird sofort diffamiert und kriminalisiert. Und prompt wird dann auch die Holocau$t-Keule ausgepackt.
    Die Probleme in Palästina und auch in der Brd werden durch eine voreingenommene Erforschung der Geschichte einsichtig . Ansonsten bleiben wir Sklaven der herrschenden NWO.

  20. @Homayoun H.
    „Sie haben doch sicherlich bis jetzt gemerkt dass das zumindest mit mir nicht läuft. Ich genieße im Gegensatz zu Ihnen und vielen Anderen mittlerweile den Luxus von allen Zwängen die mich in meinem Urteilsvermögen beeinflussen könnten, befreit zu sein.“

    WoW! was Worte er da spricht. Ist er sich dessen bewusst, dass selbst seine eigenen Aussagen, im eigenen Ohr immer gut sich anhören? Und wehe dem sich ein Knecht aufmüpfig wird?

  21. @Kai W.

    Es ist doch vielmehr so, dass Sie sich das Bild des undemokratischen Irans aus der Presse holen, anstatt mal zu schauen wie die Medien überhaupt funktionieren. Der USA ist daran gelegen den Iran als Schurkenstaat hinzustellen, damit ein Krieg im Osten verrifizierbar wird. Der Iran ist kein Schurkenstaat, kein AtomBomben hersteller, kein inhaber irgendwelcher Massenvernichtungswaffen. Das Alles trifft aber auf die USA und Israel zu. Schalten Sie ihren Fernseher aus!

  22. „Sie haben (leider) einen Hang dazu Ahmadinejad, Khamenei und überhaupt alles nach der Revolution 79 im Iran zu vergöttern.“

    Wenn Sie das „vergöttern“ nennen wollen, will ich Sie nicht daran hindern, jedem das Seine, nicht wahr? Wenn so viele diese beiden kritisieren, kann es nicht schaden, wenn wenigstens EINER auf diesem Blog das Gegenteil tut 😉 Es geht auch nicht darum, ob ich oder Sie „zufrieden“ sind, ich sehe die Dinge halt anders als Sie und die meisten anderen hier. Wer meint, mich deswegen herablassend behandeln zu müssen, soll er das meinetwegen tun, das wird mich nicht von meiner Sicht abbringen. Ich habe genug – persönlichen ! – Kontakt zu anderen Iranern als die, die normalerweise in den westlichen Medien zu Wort kommen.

    @Kai W: Waren Sie überhaupt schon mal im Iran? Es scheint mir, Sie reden nur nach, was Sie in den deutschen NAchrichten sehen oder CNN / Fox. Sonst wüssten Sie, dass die paar Demonstranten im Zuge der inszenierten Unruhen nur einen geringen Bruchteil der Gesamtbevölkerung ausmachen.
    Ein Beispiel gefällig?

    http://www.muslim-markt.de/forum/messages/1390.htm

  23. @ Lothar Sommer, fatimaoezoguz
    Chris Sedlmair und schnehen

    Rückblende; Linke zu Demo – Böller

    Also Leute, hat mit dem Thema heute nichts zu tun..und falls mir Herr Elsässer die gelegenheit einräumt, möchte ich dazu etwas schreiben.
    Habe seinerzeit, nach meinem beitrag den Blog verlassen, und die Diskussion nicht weiterverfolgt. Es war nur ein Denkansatz meinerseits.. mit kommentaren oder fragen, hatte ich nicht gerechnet. an dieser stelle vielen Dank!

    Aber trotzdem, es war unhöflich, womit ich mich jetzt aufrichtig Entschuldige.

    @ schnehen
    Sie haben recht, stimme ihnen zu. Einzige Ausnahme; Generalstreik nicht unter umständen, sondern ein muss! denn sie ist das einzige Beweismittel, welches das Volk hat.
    @ fatimaoezoguz
    Die Werte, die man nicht per Computer generiert, sondern mit körpelicher Arbeit erschaffen werden, davon rede ich. die Arbeit der Sklaven = Kapital in der Wirklichkeit (Realkapital) das ist ihre Heiligkeit. Die Menschen bekommen von dem Vermögen was sie erschaffen nichts mit, werden systematisch/Nebulös ausgegrenzt. Bekommen Lohn bis eine Automatisierte Produktion sie ersetzt. Die Herrscher haben Verführungsmacht durch Drucken von Papier(Geld) aber eben keine Verfügungsmacht über das, was mit den Händen erschaffen wird. vorausgesetzt, die Executive bleibt auf der volksseite. Und hier könnte man ansetzen, und nur hier! sonst sehe ich keine andere möglichkeit. Die Menschen müssen an dem was sie erschaffen(nicht zu verwechseln mit erwirtschaften) beteiligt werden. Belegschaftsbeteiligung das währe doch was!
    Viva Venezuela kann ich nur sagen, schnehen hat recht. Ich sehe keine andere möglichkeit.. entweder Weltdiktatur(wenig warscheinlich), oder Revolution. Entweder friedlich(Iran), oder Blutig (Frankreich, Russland).
    @ Chris Sedlmair
    ja, die Vorsitzenden…vielleicht sollten wir sie mal wirklich, „Vorsetzen”, bei der nächsten Demo als Provokatore, damit sie endlich auch offiziell was zu tun haben.:-)
    @ Lothar Sommer
    Wie wahr, wie wahr..mal ehrlich haben wir etwas anderes erwartet?
    lg

  24. @ Nadi
    Sie schreiben:
    „Ich gebe ihnen als Iraner total Recht, die Holokaustkonferenz hätte so nicht stattfinden dürfen. Zunächst war ich begeistert von dieser Idee und sogar von einigen Teilnehmern.“

    Von welcher Idee? Den Holocaust zu erforschen? Zu prüfen, ob er tatsächlich stattgefunden hat?
    Es gibt kein historisches Ereignis im 20. Jahrhundert, das so intensiv erforscht wurde! Kennen Sie Raul Hillbergs „Vernichtung der europäischen Juden“? Was wollen Sie denn noch erforschen? Und vor allem: Wer von diesen intellektuellen Totalausfällen, die zur Konferenz eingeladen wurden, soll das leisten? Der französische Holocaustleugner Garaudy? Der Nazi Mahler (war eingeladen, durfte nicht reisen), der NPD-Mann Deckert, der Revisionist Irving (war eingeladen, saß in Österreich im Knast),der Ex-KKK-Führer Duke?

    Sie irren sich gewaltig. Die Nazis sind nicht „aufgekreuzt“ oder einfach „angereist“, sie wurden eingeladen und zwar nicht obwohl, sondern weil sie Nazis waren.

    Nennen Sie doch bitte einmal den Namen der Teilnehmer, von deren Teilnahme Sie, wie Sie schreiben „begeistert“ waren.

    Was Ahmadinejad über den Holocaust denkt, kann sich jeder auf youtube selbst ansehen, Ahmadinejad bei Larry King. Es gelingt jenem nicht, auf die einfache Frage „Hat der Holocaust stattgefunden?“ zu antworten. Stattdessen 8 1/2 Minuten hohle Phrasen und Ausflüchte und Ungeheuerlichkeiten wie die, in Europa würde es kritischen Wissenschaftlern verboten, unvoreingenommen über den Holocaust zu forschen. Das ist, mit Verlaub, die Sichtweise der Holocaustleugner.

    Ständig wird behauptet, Ahmadinejad habe dieses nicht so gesagt, jenes sei falsch übersetzt worden, seine Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden usw.. Hier im Interview (und zu jeder anderen Zeit natürlich auch) hätte er die Möglichkeit alles klar zu stellen. Er macht es nicht.
    Er sagt, er könne über den Holocaust nichts sagen, weil er kein Historiker sei. Um in seiner „Logik“ zu bleiben: Worin liegt denn dann seine Qualifikation über den nur einige Jahre später gegründeten Staat Israel zu sprechen?

  25. > Kreuzweis: Der Präsident von Ruanda ist ein CIA-Mann.

    Danke für den Hinweis!
    Das sollte einen bewegen, die systemische Berichterstattung noch kritischer anzusehen.

    Doch laufen „CIA-Männer“ – von Arminius bis Saddam Hussein – immer wieder mal aus dem Ruder und entwickeln einen eigenen Kopf.
    Der Prüfstein für ruandas präsidiale Gesinnung wird für mich sein, ob die Rohstoffe des Landes marktwirtschaftlich an den Besten verkauft werden oder ob die westliche Hochfinanz alles zugeschanzt bekommt.

  26. Sehr geehrte Frau Özoguz,

    Sie schreiben: „Wenn so viele diese beiden kritisieren, kann es nicht schaden, wenn wenigstens EINER auf diesem Blog das Gegenteil tut“

    Bitte sagen Sie nicht dass Sie die Einzige sind, die in diesem Blog Ahmadinejad vergöttert, sonst breche ich noch irgendwann in Tränen aus. Sie wissen ganz genau, dass es genau umgekehrt ist, und ich einer der Wenigen in diesem Blog bin der mehr oder weniger „aus der Reihe“ tanzt. Dass Herr Elsässer mich schreiben lässt, spricht für ihn. In ihrem Forum (von dem Sie immer diese wunderbaren Links posten) muss man ja sogar eine Telefonnummer hinterlassen um angerufen zu werden bevor man etwas schreiben darf, damit man es ja nicht waagt „aus der Reihe zu tanzen“. Fehlt nur och eine Kopie vom Passport den man Herrn Özoguz ukommen lassen muss. Ganz im Sinne eines demokratischen Forums! Also bitte hören Sie auf, auf die Tränendrüse zu drücken. Das steht Ihnen und ihren Positionen einfach nicht.

    Und hören Sie bitte endlich auf alle Regimekritiker (ob nun stille Gegner die nicht auf die Strasse gehen, oder friedliche Demonstranten) als irgendwelche vom Westen ferngesteuerte Finanzjunkies zu degradieren. Damit machen Sie genau den Fehler, den viele iranische Oppositionelle und Regimegegner machen in dem Sie alle Wähler Ahmadinejads als kleine wilde Basiji-Schläger degradieren bzw. in dem sie so tun, als wären es sehr Wenige.

    Bis wann soll denn diese Linie fortgeführt werden, um der anderen „Fraktion“ vermeintlich zu schaden? Beide Seiten machen sich in den Augen von vielen vielen Iranern lächerlich und teilweise zu Mittätern. Ich habe es schon einmal gesagt und ich sage es nochmal: alle sollten endlich aufhören die Iraner für Dumm zu verkaufen. Und zwar auf allen Seiten.

    Man kann emotionale Reaktionen auf beiden Seiten direkt nach der Ereignissen verstehen. Sowohl die Position der Menschen die nach dem Tot der Demonstranten ausgerastet sind und alle Regimebefürwörter beschimpft haben, als auch die Position der Regimebefürwörter die das Verhalten der sogenannten „Grünen Bewegung“ als Verrat an ihrer Stimme an Ahmadinejad angesehen haben und sie alle als westliche Marionetten und Discojunkies bezeichnet haben.
    Aber jetzt darf Niemand mehr so reden. Die Zeit solcher Vorwürfe ist vorbei.

    Ich bin ja ein „Ungläubiger“ der sowieso in die Hölle kommt, aber Sie und Ihr Mann als bekennende Moslems sollten sich
    davor hüten einen Pauschalurteil über Millionen Menschen zu fällen. Ich sage nicht die Mehrheit, ich akzeptiere sogar dass
    die Mehrheit der Menschen im Iran Ahmadinejad gewählt haben und das System genau so behalten wollen wie bis jetzt, aber es sind trotzdem immer noch Millionen die im Iran mit dem aktuellen Regime und überhaupt das ganze System im Iran unzufrieden sind. Sie sind nicht alle Marionetten des Westens und es war nicht alles insziniert! Der Westen hat diese Bewegung allerdings für sich zu nutzen gewusst.

    Genau so wie ich kein Pauschalurteil mehr über Regimebefürwörter fälle sondern versuche zumindest gedanklich einen Mittelweg zu finden um der Problematik auf den Grund zu gehen, sollten auch Sie und Ihresgleichen endlich den gleichen Weg einzuschlagen.

    Sehr geerhter HAML,

    Wenn ich sage „frei von Zwängen“, dann meine ich diese Entwicklung die ich oben beschrieben habe und nicht irgend etwas Übernatürliches dass nur ich erreicht habe und sonst Niemand. Vielleicht ist das Falsch rübergekommen. Sehen Sie es mir nach.

    Sehr geerhter Nadi,

    Sie haben damit recht dass es für mich aktuell keine Vorbilder gibt. Weder ein Ahmadinejad, noch ein Moussavi, noch sonstwer im Iran sind es Wert, vergöttert und idolisiert zu werden. Dafür haben sie alle viel zu viel Unrechtes getan (auch wenn sie auch Gutes getan haben).

    Sehr geehrter Kreuzweis,

    es gibt zwischen der Love parade-Demokratie im Westen und dem aktuellen System im Iran auch andere Alternativen!

    Mit freundlichen Grüßen,

    Homayoun

  27. „Das Alles trifft aber auf die USA und Israel zu. Schalten Sie ihren Fernseher aus!“

    Sagen wir, schalten Sie die Mainstreammedien aus und lieber Press TV an, der einzige englischsprachige Sender der Islamischen Republik.

  28. Herr Homayoun,

    ich muss sagen, dass mich ihre art und weise, ohne einem bestimmten lager anzuhängen, ihre eigene meinung vertreten und das ohne diese anderen aufzwängen zu wollen.
    in den allermeisten punkten stimme ich voll mit ihnen überein.

    man merkt, dass es ihnen fern jeder ideologie, um die gerechte sache und den gesunden menschenverstand geht. das und ihre diffenrezierungen sind erfrischend!

    mfg

  29. Die erstaunlich selbstsichere Haltung Irans angesichts der immer massloseren Kriegsdrohungen mag viele erstaunt haben.
    Die nachfolgende AP Nachricht kann einem die Augen aufreissen:
    Für wirkliche Unruhe bei den Kriegstreibern sorgte eine AP Meldung vom 4.8.. Danach soll der Iran über 4 russische Fla-Raketen-Systeme S-300P verfügen. S-300-Raketen sind für die Verteidigung großer Industrieanlagen und Ortschaften bestimmt und können unter anderem auch ballistische Langstreckenraketen in einer Entfernung von 150 km und in bis zu 27 km Höhe abfangen. Niemand will dem Iran die Waffen geliefert haben. Der Hersteller hatte 2005 mit dem Iran einen Kaufvertrag über die Systeme geschlossen, war aber bisher auf Druck Israels und der USA an seiner Einhaltung gehindert worden. Raketensysteme dieses Typs stehen in der Ukraine, Weißrussland, Kasachstan, der Slowakei, Bulgarien, Griechenland und China. Russland lieferte Fla-Raketen an diese Staaten unter dem Vorbehalt des Verbots, sie weiterzuverkaufen. Die Führung in Teheran enthielt sich bislang jeden Kommentars.

    Vielleicht sollten wir den Schmugglern dankbar sein, weil sie die Latte für einen Kriegsbeginn wieder ein wenig höher gehängt haben: Eine gute Botschaft in Krisenzeiten.

    Quelle: http://www.spatzseite.com/

    Zudem hat sich die USA dazu durchgerungen, dass die Iranischen Erdölexporte NICHT unter die Sanktionen fallen sollen. Ach wie schön! Die 4.5 Mio. Fass Erdöl täglich darf der Iran also exportieren, ohne diesen Export die Weltwirtschaft logischerweise implodieren würde. Danke Hillary Clinton.

  30. Wenn man sich mit der jüngeren Geschichte vom nahen Osten beschäftigt, wird man sehr bald auf den roten Faden aufmerksam, der sich durch die Geschichte bis zu Gegenwart zieht.
    Dieser Faden, löst sich auch dann nicht auf, wenn wir, wie uns nahegelegt wird, das die Israelische Expansionspolitik, auf einer Ideologie fußt und diejenigen die an der Macht sind, im Hinblick auf groß-israel sozusagen, eine Politik an den Tag legt, und alles notwendige dafür tut, um diesen Sollzustand zu erreichen.
    Das ist ungefähr das, was wir annehmen sollen…annehmen deswegen, weil sie nie darüber reden.
    Aber ist es wirklich so einfach?
    Wenn ja, was machen wir dem roten faden?
    Wenn nein, warum ist er dann vorhanden?
    Um ehrlich zu sein, sollten wir uns weigern das zu glauben, weil ich denke, dass das unsere, „Erkenntnis”, beleidigt.
    Denn die Strategie von Israel das ja gerade auf steigern setzt, währe ja kontraproduktiv bei dem Projekt was sie vorhaben. Im falle des konventionellen Angriffs auf Iran, müssen sie mit einem Vernichtendem Gegenschlag rechnen(das Heer von Iran inklusive reserve ist schätzungsweise, um den faktor sieben bis neun mal größer).
    Denke wir sind uns einig das in diesem Fall groß-israel ohne, „Bevölkerung”, nicht zu stande kommen würde…
    Dann doch lieber Plan b; atomare Waffen?
    Bei einem Atomkrieg währe die region um Jahrhunderte verseucht, was erst recht gegen das Projekt sprechen würde…ja dieser roter faden will einfach nicht verschwinden…
    Aber dann ein gedankenschweif, am anfang sehr klein und winzig aber je mehr man ihr nachgeht(recherchiert), um so klarer und Größer wird er. Und siehe da, mit dieser Betrachtungsweise gibt es keine Wiedersprüche mehr und der rote faden löst sich einfach auf, unabhängig davon ob es wahr ist oder nicht.
    Nämlich, dass das jetzige Israel, seit seiner Gründung, von anfang an, ein Amerikanisches Projekt gewesen sein könnte. Um es noch einmal klar und deutlich zu unterstreichen; meiner meinung nach könnte Israel, der verlängerte Arm der usa sein wie abwegig das, auf dem ersten blick auch erscheinen mag.
    So gesehen macht dann auch die Kriegsdrohung der Friedensnobelpreis-tragenden, amerikanischen Präsidenten mit der Atombombe aus seiner Sicht natürlich sinn. Und nicht nur dieser, sondern alles was Israel bisher getan(krieg), und nicht getan hat(frieden), die Mauer, der Landraub, nichtfruchtende Friedensgesräche, Ermordung von unzähligen Palestinensern und Jitzchak Rabin. Der ganze Verlauf der Geschichte im nahen Osten, bis zu der zuspitzung heute, einfach alles!

  31. Sehr geehrter Herr Homyaoun,

    immer wenn Sie nicht mehr weiterwissen, werden Sie unsachlich und unverschämt, ist doch immer dasselbe. Welchen Weg ich und „meinesgleichen“ einschlagen, bitte ich uns zu überlassen. Ich schreibe hier auch niemandem vor, was er zu denken und zu schreiben hat.

    Wenn Sie Probleme mit dem Muslim-Markt haben, dann äußern Sie das an entsprechender Stelle, der hat nämlich auch eine Mailadresse.
    Weiter will ich mich zu Ihrem virtuellen Wutausbruch nicht mehr äußern.

  32. Sehr geehrte sassusi,

    das mag einen Sinn ergeben. Aber auch nur weil die Projektleiter von diesem „amerikanischen Projekt“ von dem Sie reden unabhängig von ihrem Aufenthaltsort Zionisten waren und sind. Man muss sich nämlich fragen: wer war/ist überhaupt ein Amerikaner und was war/ist Amerika?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Homayoun

  33. Sehr geehrte Frau Özoguz,

    nicht mehr weiter wissen? was weiss ich denn nicht mehr weiter?

    (Vom Hausmeister zensiert. Homayoun, dieses Ping-Pong mit Fatima müssen Sie woanders spielen. Fatima wills nicht, und sonst interessiert es eh keinen. Ansonsten sind Sie weiter eingeladen).

  34. „Homayoun, dieses Ping-Pong mit Fatima müssen Sie woanders spielen. Fatima wills nicht…“

    Genau. Fatima wills nämlich auch woanders nicht.

  35. @ sassusi
    Wenn man sämtliches Wissen über historische Ereignisse ausblendet und auch sonst eine lebhafte Fantasie hat, dann kann man natürlich auch zu solchen Ansichten gelangen. Ich wette Sie können ohne weiteres den missing link von der Mayflower zur Gaza-Flotille herstellen. Alles eine Frage des Willens. Was das mit „Juden im Iran“ zu tun hat? Hm, wohl den roten Faden verloren…

    Interessanter als „Juden im Iran“ wäre „Bahai im Iran“. Die massive grundlose Unterdrückung dieser friedliebenden Religionsgemeinschaft ist die wahre Tragödie.

  36. @annan
    „als „Juden im Iran“ wäre „Bahai im Iran“. Die massive grundlose Unterdrückung dieser friedliebenden Religionsgemeinschaft ist die wahre Tragödie.“

    Die Bahai sind ein Komplott der Briten gegen die Muslime nach dem Prinzip DIVIDE ET IMPERA. Von den Briten ins leben gerufen um das Gemeinschaftsdenken der Muslime aufzubrechen, fast Zeitgleich entstanden nämlich die Ahmadiyya(AHMAD GULAN: „Ich habe den größten Teil meines Lebens in der Unterstützung der englischen Regierung verbracht. Viele Bücher und Broschüren habe ich über das Verbot des Dschihads, sowie über die Pflicht, den englischen Herrschern gehorsam zu sein, geschrieben.
    Sie könnten fünfzig Bücherschränke füllen. Ich ließ sie in den arabischen Ländern, in Ägypten, in Syrien, in Kabul und auch in den römischen Ländern veröffentlichen.“ (Quelle: Tiriaq Al Quluub, von Ghulam Ahmed dem Qadjanen, Seite 15)

    und die Wahabiten unter der Schirmherrschaft der Briten. Aus islamischer Sicht stellen die Bahai einen Affront gegen alles heilige im Islam dar.
    Ihr Buch das „Kitabul Aghdas“ weist an, das alle sämtlichen Offenbarungsgesetze des Quran null und nichtig sind. Er hebt zb das Alkoholverbot auf, das Verbot des Essens von Schweinefleisch, das Beten, das Fasten und die Pilgerfahrt, schlussendlich: er dezimiert die gesamte Religion des Islam und ihr Basisglaube!
    Bahaullah, auch „Sir Bahaullah“ genannt, weil die Briten ihm diesen Titel gaben, spielte den Iran den Briten mit dubiosen Methoden in die Hände. Sämtliche großen schiitischen Gelehrten seiner Zeit verfassten Aufklärungsschriften gegen die Bahai und unterrichteten die Massen über die Zusammenarbeit der Bahai mit dem damaligen Britischen Imperialismus. Nachweislich waren die engsten Berater des Shahs immer Bahais. Ihr „heiliges Zentrum“ liegt heute in Haifa-Israhell.
    Die islamische Republik Iran betrachtet die Bahai zu recht als Agenten der Briten, es gibt eine lange Verschwörungsakte der Bahai gegen den Iran auch schon lange bevor die islamische Republik Iran existierte!
    Versuch mal ihr „heiliges Buch“ in die Hände zu bekommen, du wirst es nie bekommen außer ein paar Zitaten, denn das Buch darf nur gedeutet und gelesen werden von einem neunköpfigen Bund der Bahai, ihnen obliegt die Bedeutung und das lesen der Quellen.

  37. Bezüglich Bahai: ich teile die Meinung dass die Gründung dieser Pseudoreligion ihren Ursprung in der Destabilisierung bestehender Machtverhältnisse hatte (Einige halten sie für Britische Spione, andere für Zionistische, etc.). Allerdings gibt es mittlerweile viele „Irregeleitete“ die absolut keine Ahnung haben, woran sie da eigentlich glauben. Für sie ist diese Religion so eine Art Budhismus-FriedeFreude-Mischmasch Ding. Diesen Menschen (auf der unteren Skala der Bahai-Hirarchie) gegenüber ist es Unrecht sie so zu behandeln wie einen Bahaullah, Britischen Spion oder sonstwas, wie es im Iran oft geschieht. Etwas mehr Differenzierung wäre hier wirklich angebracht um nich Unschuldige umzubringen oder jahrelang hinter Gittern zu bringen!

    Dass der Shah ein Freund der Briten war, ist absoluter Schwachsinn. Er hat die Briten gehasst und verachtet und sie zum Schluss nur noch „genommen“ um Waffen zu kaufen. Der Sturz des Shahs war unter anderem durch Briten initiert! Genau so wie der Sturz Dr. Mossadeghs durch die Briten initiert wurde! Nur weiss das mit dem Shah hierzulande Niemand. Es steht ja auch bei Wikipedia nur das mit Mosssadegh. Bei Shah steht dort die 08/15 Geschichte für Doofe.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Homayoun

  38. Sehr geehrter Herr Homayoun

    Sind das, die einzigen rückschlüsse, die sie aus dem Text ziehen konnten, sind sie sicher, das sich diese frage stellt?
    Die Frage, ist doch nicht wer sie sind, sondern was sie vorhaben..und das was sie vorhaben, fügt sich in die Ideologie Herzl,s nicht hinein.

  39. @Nadi
    Mir ist völlig unverständlich, warum Sie die Verfolgung der Bahai auch noch rechtfertigen. Ich kann es nur durch Ihr Unwissen oder Nichtwissen-Wollen erklären. Sie geben nur die iranische Propaganda wider.
    Komplott der Briten? Oder doch der Russen? Gar Zionisten?
    Alles alte Hüte mit denen wahlweise der iranische Nationalismus im 19. Jahrhundert oder die Theokratie heute mit absolutem Herrschaftsanspruch in weltanschaulichen Fragen die Bahai als „Brunnenvergifter“ denunzieren möchte. Sieht manch einer schon die Parallele zu einer anderen Religion? Alles schon dagewesen.
    Die Bahei ist eine Religionsgemeinschaft mit mehreren Millionen Mitgliedern auf allen Kontinenten mit der grössten Gemeinde in Indien und ca. 300 Tsd. im Iran. Viele haben das Land aufgrund der dortigen Unterdrückung verlassen.

    Ihr letzter Punkt entbehrt jeglicher Grundlage. Ohne Experte für die heiligen Schriften der Bahai zu sein (ich bin Katholik) kann jeder mittels einfacher Internetrecherche darauf zugreifen:
    http://recherche.bahai-studien.de/
    Übrigens ist auch den Bahai Alkohol verboten und Fasten Teil ihrer Glaubensausübung. Da hat man Ihnen wirklich Märchen erzählt. Leider verbreiten Sie diese auch noch unbesehen. Das ist schwach. Genauso ist es ein Zeichen der Schwäche eines Staates, wenn er willkürliche Verhaftungen/Strafen vornehmen muss, um seinen Herrschaftsanspruch zu sichern, wie eben mit sieben Bahai geschehen.
    http://www.stern.de/news2/aktuell/iran-verurteilt-bahai-zu-langen-haftstrafen-1591483.html

    Die Perser sind ein sehr tolerantes Volk. Der iranische Staat ist es leider nicht.

  40. @ annan
    Solche Kommentare, die nicht an die Sache gehen sondern an die Person selbst, bestätigen mich in der Annahme, daß ich auf dem richtigen Weg bin..was das mit dem Iran zu tun hat..? ..Alles und Nichts!

  41. und du nadi, scheinst die wahrheit für dich gepachtet zu haben. fakt ist, die bahai bestanden schon vor dem britiscen kolonialismus als religion und glaubensgemeinschaft. von einer „verschwörung“, gar ferngesteuert mit den tommys als drahtziehern, kann da keine rede sein.

  42. nadi schrieb:

    „schlussendlich: er dezimiert die gesamte Religion des Islam und ihr Basisglaube!“

    das tut der islam mit dem christentum auch, mein herr!

    denn ein christentum ohne jesus als sohn gottes, kann es definitiv nicht geben. das wissen sie doch gewiss.

    soll der islam deswegen nun verfolgt werden?

  43. Zu der Bahai „Religion“:

    Es ist völlig irrelevant ob die Schwein essen dürfen oder nicht. Es stimmt zwar dass das Fundament für die Bahai-Bewegung schon viel früher gelegt wurde von einem namens Sayyed Ali Muhammad, der behauptet hatte , der erwartete 12. Imam zu sein und auch Prophetentum beanspruchte und sich „Bab“ nannte:

    http://www.eslam.de/begriffe/b/bab.htm

    http://www.eslam.de/begriffe/b/bahaullah.htm

    Der Grund der Verfolgung vieler hochrangiger Bahais war u.a. deren enge Verflechtung mit dem Schah.
    Und dass ihr vorwiegend Reiche und Mächtige angehörten, sollte schon skeptisch stimmen.

  44. chicano: nicht der islam, sondern der nihilismus scheint mir die größte gefahr für das christentum zu sein, oder?

  45. Die aktuelle Verfolgung der Bahais hat aber Nichts mehr mit dem Shah zutun. Der Shah liegt seit Jahren unter der Erde.
    „Reich und Mächtig“ sind sie auch nicht (auch wenn Einige es wären, es wäre kein Grund sie umzubringen und ins Gefängnis zu stecken).

    Aber sie sind gebildet. Die Bahais gehörten und gehören fast immer zu den „Musterschülern“ in der Schule.

    Akh ja, noch etwas zu DIVIDE ET IMPERA:

    Die Muslime haben selbst genug Stoff dazu geliefert mit ihren Sunniten und Schiiten. Damit kann man die Muslime lange genug beschäftigen ET IMPERA.

  46. Homayoun et. al.: So, jetzt wollen wir den Boohai um die Bahai mal langsam auslaufen lassen …

  47. @chicano u. Jürgen Elsässer:
    „denn ein christentum ohne jesus als sohn gottes, kann es definitiv nicht geben. das wissen sie doch gewiss.

    soll der islam deswegen nun verfolgt werden?“

    „chicano: nicht der islam, sondern der nihilismus scheint mir die größte gefahr für das christentum zu sein, oder?“

    Richtig. Es ist nicht der Islam, der das Christentum „zersetzt“, sondern in der europäischen Welt sind es im Prinzip die Zustände die Sie in Ihrem „Alien-Artikel“ dargelegt haben. Es sind doch fast nur noch Muslime, die die von Politikern vielbesungenen „jüdisch-christlichen Werte“ ausleben.
    Statt sich gegenseitig im Net oder sonstwo zu bekriegen, wer den wahren Glauben hat, sollten wir gemeinsam gegen Gottlosigkeit und Werteverlust kämpfen, aber leider lehnen die meisten das ab und betonen lieber die Unterschiede, vor allem auf christlicher Seite, was ich sehr schade finde. Im Iran gehts doch auch. Wie im von Homayoun verlinkten Video schon gesagt wurde, fühlen praktizierende Juden sich in einer grundsätzlich religiösen Gesellschaft wie der iranischen wohler als in einer säkularen, und auch Juden und Christen haben sich für die Werte, die die Islamische Revolution vertritt, immer eingesetzt, sogar im Krieg gegen Irak .

    Außerdem gibt es durchaus auch Strömungen aus dem Christentum selbst heraus, auch wenn sie keinen Namen haben, die das Christentum und seinen Basisglauben zersetzen, wie etwa „christliche Theologen“, die die Jungfrauengeburt ablehnen, Pfarrer , die homosexuelle Paare trauen und ähnliches.

    Die Gefahr bei Sekten wie Bahaismus oder Ahmadiyya bestand ja hauptsächlich darin, dass sie Kolonialmächte unterstützten.

  48. Niemand ist „Gottlos“, nur weil er nicht an Islam, Christentum, etc. glaubt. Es gibt auch Menschen die an Gott glauben, aber nicht an ihren selbsternannten Vertreter wie Mohammad, Jesus, etc. und ihren Büchern und Religionen.

    Woher nehmen sich Einige bloß das Recht über andere diesbezüglich zu urteilen und zu sagen wer Gottlos ist und wer nicht?

  49. Herr Elsässer, Bohei bedeutet „unnötiges Aufheben um eine Sache machen“.
    Meinen Sie wirklich, dass es unerheblich ist, wenn Menschen nur aufgrund ihres Glaubens (Bahai)oder Nichtglaubens (generell Abkehr vom Islam) verfolgt und inhaftiert werden? Um nichts anderes geht es hier.

    Wenn eine (Staats-)Religion meint, physische Gewalt gegen religiös Andersdenkende ausüben zu müssen, hat sie ihre moralische Legitimation schon verspielt. Denn dann geht es nur noch um Ausüben von Herrschaft um jeden Preis.

  50. Homayoun: Jetzt gehen wir von den religionswissenschaftlichen Finessen wieder zur Politik über,ok? Bitte!

  51. Sie haben mich völlig falsch verstanden, werter Herr Homayoun. Ich habe keine einzelnen Menschen gemeint, die hier abqualifiziert werden sollen, sondern die gottlose Gesellschaft, die letztendlich dafür sorgt, wie Herr Elässer beschreibt:

    „Um die Atomisierung der Gesellschaft voranzutreiben, propagieren die alienistischen Medien den Individualismus als höchste Tugend und stellen jede Form von Kollektivität unter Faschismusverdacht. Familie gilt als die Brutstätte von Neurosen, Psychosen und autoritären Charakteren; Religion und Kirche sind Synonyme für Abtreibungsverbot und Fundamentalismus…“

  52. Sehr geehrter Herr Homayoun

    „…unabhängig von ihrem aufenthaltsort, zionisten waren und sind”.

    Weshalb sollte Juden, ob mit oder ohne zionistischer Ideologie ihr eigenes Volk gefährden, wo sie es doch dringend bräuchten, um groß Israel zu gründen?

    oder mit anderen Worten;

    Warum macht ein Israel,(7mio.) der USA, Russland, China, England, fast die ganze islamische Welt und die gesammte Westliche Welt, ganz Afrika und der Australischer Kontinent dazu große teile von Nordamerika, einige von Südamerika von Asien wie Japan und Südkorea. Der mit insgesammt fast sechs Milliarden Menschen nach seine pfeife Tanzen und Springen, sie am nasenring durch die Manege ziehen zulassen, ein Freibrief für jedes Verbrechen zu haben, kein Völkerrecht kennen, weder Resolutionen noch Konventionen beachten Geschweige den einzuhalten, „Mehr Sinn”,…

    …als ein Land, das unzählige Kriege hinter sich, (zwei Atombomben gegen Meschen benutzt, und Millionen schon getötet hat), einige Kriege zur Stunde noch laufen, und den nähsten schon längst geplannt vor sich hat?
    Wenn wir die zionistische Brille ab, und die US Brille aufsetzen, sehen wir nicht wie bisher, peres und netanjahu sagen obama wo es langgeht, sondern wie alle drei Marionetten, (obama und die anderen zwei), aus Washington kontolliert werden.(nix mit Israel kontrolliert usa) Und ich meine, das es den Puppenspielern aus Washington gleich ist welches Volk oder ethnie, dabei dezimiert wird solange USA gewinnt.

    Es wird Zeit, endlich diesen Mantra den wir von Weltweit operierenden Denkfabriken(think tanks)wie ein immerwährender Kreislauf. Über die Medien, bis nach Hause eingeflöst bekommen, loszulassen für eine „geistige Revolution”.
    Wie sagte einst, ein aufrechter Mann;
    Wir sehen den Wald vor lauter Bäume nicht..

  53. „chicano: nicht der islam, sondern der nihilismus scheint mir die größte gefahr für das christentum zu sein, oder?“

    schon möglich, herr elsässer, schon möglich…aber das eine hat ja nichts mit anderem zu tun, oder?

    es ging ja darum, dass nadi den bahai unterstellte (zu recht möglicherweise) dem islam gewisse glaubengrundlagen abzusprechen. im gleichen atemzug benannte er diesen „frevel“ als einen grund die bahai zu bekämpfen, ganz unabhängig von sonstigen (möglicherweise stattfindenden) politischen aktivitäten der bahai.

    fakt ist, dass der islam dem christentum sämtliche existenziellen dogmen aberkennt (gottes dreieinigkeit und jesus gottessohnschaft) und damit selbst in reinkultur dem christentum antut, was die bahai, nach nadis worten, dem islam antun.

    mehr wollte ich nicht anmerken und belass es jetzt auch dabei 😉

  54. @ deinweckruf

    Ach wie schön, wenn alles zusammenpasst nicht wahr? da wãhre zum einen der link, den sie hinterlassen haben, der aber nur zu ihrem Artikel führt, der Artikel selbst aber nicht verlinkt ist. Da drängt sich doch die frage auf, weshalb sie diesen verlinkt, und nicht einfach gepostet haben?
    Und zum anderen; Weshalb sind sie so unkritisch bei dem Time-Bericht was macht sie so sicher, dass es ihr Mann war?
    Ja die wilden moslems mal wieder oder wie? Wir müssen endlich dieses Dogma überwinden um zu verstehen, dass für uns die einzige Gefahr,in unserem fall seit ’45, sowie in vielen anderen Länder auch, bereits im Land befindet.

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