Nigel Farage kommt zur Volksinitiative-Konferenz EURO VOR DEM ZUSAMMENBRUCH

25. September, Berlin, 9 Uhr bis 22 Uhr: Die große Aktionskonferenz zur Krise des Euro.

Nigel Farage sprechen zu hören, ist ein Genuss: Seine Reden in bestem Oxford(?) Englisch sind wie messerscharf, unterhaltsam, manchmal regelrecht lustig. Populismus von seiner besten Seite. (Hier eine der neuesten aus dem Europarlament zur Götterdämmerung des Euro …) Um so besser, dass wir Herrn Farage zur Konferenz der Volksinitiative DER EURO VOR DEM ZUSAMMENBRUCH – WEGE AUS DER GEFAHR am 25. September in Berlin gewinnen konnten. Aber er ist nicht der einzige hocharätige Referent. Bisher haben zugesagt:

Professor Wilhelm Hankel gehört zu den angesehensten deutschen Währungsexperten. Er war im Bundeswirtschaftsministerium unter Karl Schiller (SPD) für Geldpolitik zuständig und hat 1998 bereits mit drei weiteren Fachleuten gegen die Einführung des Euro vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt. Im Mai 2010 zogen diese „vier Musketiere“ erneut nach Karlsruhe, um das milliardenschwere Herauskaufen des von den Banken überschuldeten Griechenlands durch v.a. deutsche Steuergelder zu stoppen.

Professor Max Otte lehrt an der FH Worms.  Sein Buch „Der Crash kommt“ (Auflage über 500.000) sagte schon 2006 die Weltwirtschaftskrise voraus. Im November 2009 wurde er mit großer Mehrheit von den Lesern von Börse Online zum „Börsianer des Jahres“ 2009 gewählt. Trat frühzeitig für die Verstaatlichung der Pleitebank Hypo Real Estate ein und forderte im April 2010 einen Austritt der Südländer aus der Euro-Zone.

Frank Schäffler ist seit 2005 Bundestagsabgeordneter der FDP. Sein Amt als finanzpolitischer Sprecher der Fraktion legte er im Mai 2010 im Zusammenhang mit der Debatte um die sog. Griechenland-Hilfe und den Euro-Rettungsschirm nieder: Als einziger FDP-Abgeordneter stimmte Schäffler gegen beide Maßnahmen. Mitglied u.a. der Ludwig-Erhard- und Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung.

Nigel Farage ist Gründungsmitglied und Europaabgeordneter der United Kingdom Independent Party (UKIP), die einen Austritt Großbritanniens aus der EU anstrebt. Unter Führung des glänzenden Redners wurde die UKIP bei den EU-Wahlen 2009 mit 16,5 Prozent zweitstärkste Partei des Landes. Sehenswert seine Euro-Begräbnisrede im Strasbourger Parlament auf youtube.

Weiterhin werden Andreas Clauss (gemeinnützige Treuhandstiftung „Novertis“),  Jürgen Elsässer (Buchautor „Der Euro-Crash“, „Gegen Finazdiktatur“) und viele andere sprechen.

Mehr zur Aktionskonferenz DER EURO AM ABGRUND in kürze auf einer eigenen Website – und natürlich auch auf diesem blog und dem blog der Volksinitiative. Der Aufruf zur Konferenz stand schon mal hier.

Eine kleiner „Probelauf“ für die Aktionskonferenz am 25. September könnte die Veranstaltung am 9. Juli werden: Dort stelle ich mein neues COMPACT-Buch „DER EURO-CRASH. Griechenland war nur der Anfang“ vor (Berlin, 9.7., 20 Uhr, Russisches Haus, Friedrichstraße 176 – 179).

130 Kommentare zu „Nigel Farage kommt zur Volksinitiative-Konferenz EURO VOR DEM ZUSAMMENBRUCH

  1. Gestern abend ARD Plus Minus: Die Angst um das Ersparte – Interview mit Max Otte, Bürgerversammlungen, Reisebank berichtet über Unmengen von eingetauschten Devisen, Immobilien-Run, Kauf von Feldern usw. Kann man in der Mediathek ansehen.

    Nigel Farage-Reden sind immer wieder sehenswert. Nicht zu vergessen seine Anwürfe gegen van Rompoy. Am Wahltag in Großbritannien stürzte er mit seinem Flugzeug ab, hat er alles gut überstanden? Seine politische Ausrichtung ist mir aber nicht ganz klar. Kann da jemand helfen?

  2. @flora: also ich würde nigel farrage als einen fortschrittlichen patriotischen souveränisten einordnen, der an eine gemeinschaft von einander gleichgestellten und eigenständigen ländern glaubt. links in dem sinne ist er eher nicht. er glaubt wohl – wie ich auch – an souveränität und selbstbestimmung ohne die dekadente eu, iwf-diktatur oder neo-imperialistische einmischungen. es wird interessant sein, zu hören.

  3. @Flora: Was er zum Euro sagt, mag ja ganz vernünftig sein, wie auch, dass man Griechenland, Spanien und Portugal lieber helfen sollte, dass sie sich aus dem EU – Gefängnis befreien. Schön und gut.

    Auf die Gefahr hin, dass mir der Fairness-Pokal von gestern wieder aberkannt wird, aber das hier finde ich nun mal gar nicht schön, auch wenn das mit dem Thema, das auf der VI-Konferenz besprochen wird, nun wenig zu tun hat:

    http://www.telegraph.co.uk/news/newstopics/politics/7011266/Ukip-calls-for-ban-on-Muslim-veil.html

    Populismus von der hässlichsten Seite. Ansonsten gilt für mich dasselbe wie im Falle Schweiz:
    Der Feind meines Feindes ist eben noch lange nicht mein Freund! Auch vom Äußeren her ist der mir unsympathisch, aber das ist ein reines Bauchgefühl. Allerdings hat mich das selten getäuscht.

  4. Auch wenn er in einigen Punkten recht hat und z.B. bereits Anfang 2009 vor dieser griechischen Katastrophe gewarnt hat : diese unüberschaubare Vermischung von Rechts/Ultrarechts und Europaskepsis, die sich z.B. bei EFD wiederfindet, macht es mir persönlich schwer, bei der Beurteilung, da nur die Rosinchen rauszupicken.

    Gruß,
    Homayoun

  5. Sehr geehrte Frau Oezoguz,

    vielleicht hatte der Nigel bei diesem von Ihnen zittierten Artikel auch nur ein Bauchgefühl und fand die Bedeckung von Gesichtern einfach unsympathisch? Bitte entschuldigen Sie die Parallele, konnte ich mir nicht verkneifen und ist auch nicht Böse gemeint 😉 , aber man kann doch nicht auf Basis vom Äußeren und Gefühlen über eine Person urteilen. Es gibt genug Punkte wo der gute Nigel mit seiner Partei Angriffsfläche bietet.

    Gruß,
    Homayoun

  6. „vielleicht hatte der Nigel bei diesem von Ihnen zittierten Artikel auch nur ein Bauchgefühl und fand die Bedeckung von Gesichtern einfach unsympathisch?“

    Darf er ja gerne finden, aber wenn man alles nun verbieten wollte, was man „unsypathisch“ findet? Auch wenn ich eigentlich auch ein Gegner von Burqas bin, weil die für mich für Wahabitentum stehen, aber Verbote sind eindeutig der falsche Weg.
    Und natürlich kann man nicht ALLEIN aufs Äußere bezogen jemanden beurteilen, das ist schon klar, nur lag ich da bisher fast immer richtig. Intuition nennt man das, was Männern gemeinhin fremd ist 😉 Ist auch nicht böse gemeint, konnte ich mir nichtsdestotrotz aber nicht verkneifen. Die einzige Angriffsfläche meinerseits wäre eben sein Vorhaben des Burqa-Verbots, auch wenn er selbst zugibt, dass die Durchsetzbarkeit schwierig sein würde. Wie er zu Israel steht, würde mich wirklich brennend interessieren.

  7. Der gute Nigel, der hier hochgelobt wird, weil er in einem Punkt vernünftige Ansichten hat, meint zum Kopftuch:

    „It’s a symbot of the suppression of women.“ will sagen:

    ‚Es ist ein Symbol der Unterdrückung der Frau‘. Dann müsste er konsequenterweise auch sagen, dass das was die männlichen Siks auf dem Kopf tragen, ein Symbol für die Unterdrückung des Mannes ist.

    Dann befürchtet er, auf Großbritannien bezogen, dass bald die Scharia dort eingeführt werden könnte.

    Wir haben es hier also mit einem Islamophoben zu tun, der aufgrund seiner Beschränktheit nicht versteht, dass das Tragen des Kopftuch freiwillig geschieht und nichts anderes bedeutet, als Gott, Allah, nahe zu sein.

    Jürgen – du solltest dir die Leute wirklich vorher genauer ansehen, bevor du sie hochlobst. Das ist nicht das erste Mal, dass dir so etwas passiert.

  8. Schnehen: Farage vertritt so etwa das, was auch Gauweiler vertritt. Man erinnere sich: Ich bin für ein Bündnis „von Lafontaine bis Gauweiler“. So what?

  9. @schnehen:
    Das ist ja noch schlimmer als ich dachte. Danke für die Infos, das wusste ich ja noch gar nicht. Wird ja immer schöner mit diesem tollen Populisten.

    „Jürgen – du solltest dir die Leute wirklich vorher genauer ansehen, bevor du sie hochlobst. Das ist nicht das erste Mal, dass dir so etwas passiert.“

    Da ist was dran – leider. Mit solchen Leuten „im Gepäck“ könnte die VI sogar Schaden nehmen, und das wäre sehr bedauerlich, da sie wirklich eine gute Alternative zu den etablierten politischen Parteien und Gruppierungen sein könnte.

  10. Nein, Gauweiler vertritt so etwas nicht, Herr Elsässer. Er hat z.B. gesagt „Lieber Kopftuch als A…geweih“, wenn ich mich recht entsinne. Ein bisschen Gedächtnis haben wir schon noch!

  11. Fatima: Andere Leute warnen mich bzw. die Volksini, die Al Quds-Leute „im Gepäck“ zu haben, jetzt warnen Sie mich davor, Farage und Co. „im Gepäck“ zu haben. Mit der Abgrenzeritis in die eine wie in die andere Richtung fällt man auf das Divide et Impera der Herrschenden herein. Wir brauchen die breite Einheit – nur dann gibt es einen qualitativen Sprung.

  12. J . Elsässer: Macht es das besser? So oder so, es ist ein Eingriff in unser Persönlichkeitsrecht. Wie gesagt halte ich die Burka in Europa für abschreckend und unangebracht, aber Verbote erzeugen Trotz und Widerstand, selbst bei mir, obwohl ich keine Burka-Trägerin bin. Wenn eine Frau das tragen will, dann soll sie, außer zu polizeilichen Identifikationsmaßnahmen. Aber damit argumentiert er gar nicht, sondern wertet es als „Symbol der Unterdrückung“, und das ist so einfach nicht wahr und billige Stimmungsmache. Das gleiche „Argument“ wird ja auch bereits gegen das Kopftuch ins Feld geführt, auch in Deutschland, also sollte man das nicht so verharmlosen. Sollte er damit durchkommen wie in Frankreich oder Belgien, wird es auch nicht dabei bleiben.
    Herr Farage wäre gut beraten, sich auf die Dinge zu konzentrieren, von denen er etwas versteht, nämlich die EU-Politik, statt solche Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen und damit Spaltung in der englischen Gesellschaft zu betreiben, denn damit schadet er sich nur selbst und den EIGENEN BERECHTIGTEN Interessen. Denn würde er diese islamophobe Haltung aufgeben, könnte er in der muslimischen Community, die in England größer und einflussreicher ist als hier, MIT SICHERHEIT eine Menge Anhänger gewinnen, denn die EU-Diktatur ist auch nicht so unser Ding.

  13. Sehr geehrter Schnehen,

    der von Ihnen zittierte Satz bezieht sich auf die Burka und nicht auf den Kopftuch. Bitte werfen Sie nicht alles in einem Topf und schieben es in die Schublade „Islamophob“.

    Ich bin auch dafür dass Herr Elsässer genau hinschaut mit was für Leuten man sich abgibt, um nicht ein Opfer von Vereinnahmungsversuchen von zwielichtigen Gestallten zu werden. Allerdings sollte er sich nicht auf diese Burka-Geschichte fixieren, sondern ob allgemein rechtsradikale Tendenzen vorhanden sind (teilweise auch versteckt unter Europakritik).

    Gruß,
    Homayoun

  14. „Fatima: Andere Leute warnen mich bzw. die Volksini, die Al Quds-Leute „im Gepäck“ zu haben, jetzt warnen Sie mich davor, Farage und Co. „im Gepäck“ zu haben. Mit der Abgrenzeritis in die eine wie in die andere Richtung fällt man auf das Divide et Impera der Herrschenden herein. Wir brauchen die breite Einheit – nur dann gibt es einen qualitativen Sprung.“

    Auf das Argument habe ich schon gewartet 😉 Ja, das klingt im ersten Moment recht schlüssig, ist es so aber nicht. Denn die Quds-AG betreibt keine Stimmungsmache gegen Minderheiten , nicht im Iran und erst recht nicht in Deutschland, und ist auch nicht „antisemitisch“, wie manche glauben.
    Breite Einheit mit jemandem, der bewusst spaltet? Man sollte ihn zumindest auf diese Fehlhaltung hinweisen, Menschen sind ja lernfähig, sofern sie auch lernwillig sind.

  15. „Mit der Abgrenzeritis in die eine wie in die andere Richtung fällt man auf das Divide et Impera der Herrschenden herein. Wir brauchen die breite Einheit – nur dann gibt es einen qualitativen Sprung.““

    Sehr geehrter Herr Elsässer,

    das ist ein Drahtseilakt mit ungewissem Ausgang. Ich hoffe nur diese „breite Einheit“ führt dann letztendlich doch zu einem qualitativen Sprung in die richtige Richtung und nicht zu einem Sprung in den Abgrund.

    Was ich damit sagen will: wir haben hier einen Nachbarn, der fand mich ganz toll, als ich ein paar böse Sätze über Israel gesagt habe und er hat mich dann auch mal zu sich nach Hause eingeladen. Dieser älterer Herr hatte ein Hakenkreuz in seinem Wohnzimmer und dachte wohl ein Iraner (dazu noch Präsident Ahmadinejad), den kann man mit ins „Boot“ nehmen.

    Ich verspürte starke Abgrenzeritis und verabschiedete so schnell ich konnte.

    Gruß,
    Homayoun

  16. Homayoun: Zu Nazis und generell gegen Rechtsaußen gibt es eine Feuerwand der Abgrenzung. Das ist zig mal gesagt, steht in der Grundsatzerklärung der Volksini – und ich habe keine Lust, es wie ein Papagei immer für Leute zu wiederholen, die zu faul zum Lesen sind. Sachlich gesagt: UKIP und BNP sind so unterschiedlich wie CSU und NPD.

  17. @JE

    Mit Islamophoben sollte man sich aus prinzipiellen Günden nicht an einen Tisch setzen, auch wenn man in einer wichtigen Frage einer Meinung ist. Aber der islamophobe Rassismus ist auch eine wichtige Frage.

    ‚Bündnis von Lafontaine bis Gauweiler‘ suggeriert, dass beide auf der anderen Seite der Barrikade stehen, auf unserer Seite, was nicht stimmt, denn zumindest Lafontaine (zu Gauweiler kann ich nichts sagen) vertritt den Neokeynsianismus. Also müsste man den Spruch canceln und mit Detlef Nolde sagen: ‚Weder rechts noch links, für einen patriotischen Sozialismus in unserem Land. Kampf dem internationalen und nationalen Finanzterrorismus, für die sofortige Überführung des Finanzsektors in öffentliches Eigentum.‘

    Was man einmal gesagt hat, kann sich als falsch erweisen, und man muss dann den Fehler korrigieren.

  18. @Homayoun

    Gut, dann Burka. Aber warum verbietet man jetzt europaweit die Burka, obwohl es nur ein paar tausend Frauen gibt, die sie tragen wollen? Man tut es, um die Islamophobie anzuheizen und um neue Sündenböcke aufzubauen. Jetzt verbietet man die Burka und in zwei Jahren das Kopftuch.

  19. Ich sehe bei Nigel Farage auch keine Probleme. Weder besitzt der englische „Gauweiler“ in der VI eine Deutung -oder Entscheidungshoheit, noch bringt er die Beulenpest im Gepäck mit. Einfach mal zuhören, was er zu sagen hat. Das habe ich schon immer so gehalten, jeder hat ja schließlich einen eigenen Kopf zum Denken. Als eine Bereicherung, Infos aus Brüssel frisch gezapft..wer kann da schon „Nein“ sagen!?

  20. Sehr geehrter Schnehen,

    an ihrem Argument (zu wenige Burka-träger als dass es sich löhnen würde, deshalb wahrer Grund: doch Islamophobie, usw.) könnte etwas dran sein. Sicher bin ich mir diesbezüglich nicht. Es könnte auch einfach sein, dass man diese spezielle Verhüllung tatsächlich als Menschenunwürdig, als Zeichen der Unterdrückung der Frau und mit europäischen Werten nicht im geringsten vereinbar sieht (auch wenn es einige Frauen wohl freiwillig tun).

    Gruß,
    Homayoun

  21. Wieso „entspannt“, ich sehe das ganz entspannt, ich wollte nur auf bestimmte Punkte hinweisen, das ist alles. Ich habe keine Angst, dass irgendjemand dem Islam oder den Muslimen schaden könnte, denn das ist nicht möglich. Wohl aber Deutschland bzw. in diesem konkreten Fall England, wegen Spaltungsgefahr. Ansonsten werde ich mich nicht mehr dazu äußern.

  22. Fatima: Sie sind ja entspannt, über Sie rege ich mich kein bißchen auf.

  23. @fatimaezoguz
    Auch vom äusseren her ist er mir unsympathisch,aber das ist ein reines Bauchgefühl.

    OOOooojjjeeeee!

  24. „Sehr geehrter Schnehen,

    Es könnte auch einfach sein, dass man diese spezielle Verhüllung tatsächlich als Menschenunwürdig, als Zeichen der Unterdrückung der Frau und mit europäischen Werten nicht im geringsten vereinbar sieht (auch wenn es einige Frauen wohl freiwillig tun).

    Gruß,
    Homayoun“

    genau diese totschlagargumente meine ich schnehen. warum blendest du aus das viele frauen unter dieser form der unterdrückung leiden? viel zu viele als das man es ignorieren könnte. das soll solidarität sein? mit wem denn? doch nicht mit den frauen die es nicht wollen aber müssen. nicht nur müssen weil sie sonst körperliche gewalt erleiden, sondern auch die mehr oder weniger subtile gewalt wie druck der familie in verschiedenster form. das zu leugnen ist für mein verbrechen an diesen frauen.

    homayoun

    gerade weil ich für freiheit bin, bin ich gegen burkas, auch wenn das wie ein paradox klingt. es ist zwar nicht schön und ein bitteres opfer das die frauen die diese selbst gern aus freien stücken tragen möchten es dann nicht mehr können. wichtiger aber ist das die frauen die entweder grob oder subtil gezwungen werden diese zu tragen aufatmen können. deswegen bin ich aber nicht islamophob sondern wenn schon partriachophob oder wie immer man das nennen will.

    eine andere frage die mich beschäftigt (islamophobkeule bitte stecken lassen) ist der umstand das es im koran nicht einmal wirkliche pflicht ist ein kopftuch zu tragen. warum wird es aber so hingestellt als müßte ein muslima das tun um als muslima anerkannt zu werden? ich habe das gefühl das da femininophobie grassiert wenn ich höre das das kopftuch die frauen vor den lüsternen blicken der männer schützen soll. hey! da sollen die männer mal besser an sich arbeiten anstatt das die frauen darunter leiden sollen weil sie sonst einen zu schönen anblick abgeben. das fühlt sich für mich besitzdenken an den frauen gegenüber. vertrauen ist in der liebe besser als kontrolle. und wie gesagt schreibt der koran es nicht zwingend vor soweit ich weiß. sollen die lüsternen boys sich doch die augen verbinden!

    niemand kann behaupten das das nicht vielfach als ein instrument der unterdrückung der frau genutzt wird. ich finde ja auch das das mit dem islam gar nichts zu tun hat, denn der schreibt es wie gesagt gar nicht zwingend vor, oder?

    @ j. elsässer
    war vielleicht zu ot aber ich wollts mal einwerfen weils aufgekommen ist. aber sie sehen ja das dieses thema ein zentrales thema ist und man wird darum nicht herumkommen. das ist zb. für mich ein teil des clashes der kulturen den ich meine und warum multikulti nicht klappt. zu verschieden sind da sie sichtweisen und moralischen bedenken. durch totschweigen wird man die aber nicht lösen, nur zeitlich verschieben.

    ansonsten n. farrage daumen hoch was eu, iwf, neoliberale eliten etc. betrifft.

  25. In der ‚Jungen Freiheit‘ war über Herrn Farage auch etwas zu lesen. Farage bezeichnete, der JF zufolge, die EU als einen ‚Völkerkerker‘. Sein politisches Idol sei der britische Politiker Enoch Powell, ein rechtskonservativer britischer Anti-Einwanderungspolitiker aus den achtziger Jahren, der so die JF, ‚die bitteren Folgen der Masseneinwanderung beschworen hatte‘.

    Affären prallten an ihm ab, so die Zeitung weiter.

    Ja, er habe wie alle EU-Abgeordneten ein Millionenbudget, aber er stecke es in politische Arbeit, nicht in die eigene Tasche.

    Farage wird als ‚Dreh- und Angelpunkt‘ für eine Einigung unter den europäischen Rechtsparteien angesehen.

    Der Zeitung zufolge, die mit ihm zu sympathisieren scheint, gehöre zu seinem Programm, der Kampf gegen die ‚Islamisierung‘ Großbritanniens.

    JF, 26.6.10

    Der Telegraph, dessen Link Fatima hier hineinstellte, schreibt zum Schluss über Farage:

    „The move is seen as an attempt to woo disaffected white working class votes.“

    Der Schritt, also die Forderung nach dem Verbot des Schleiers, stelle den Versuch dar, weiße, unzufriedene Arbeiterstimmen anzulocken.

    Hieraus ergibt sich:

    Erstens:
    Farage ist ein Rechtspopulist und eine Integrationsfigur für die anderen europäischen rechtspopulistischen Parteien, dem eine Einigung dieser Parteien zugetraut wird. Er liegt also voll auf deren islamophober Linie.

    Zweitens:
    Farage ist ein Demagoge, wenn er z. B. die EU als einen ‚Völkerkerker‘ bezeichnet. Er arbeitet mit billigen populistischen Parolen, und von daher muss auch Vorsicht angesagt sein, was seine Positionen in Sachen europäische Währungsunion und Finanzkrise angeht.

    Schlussfolgerung:
    Man sollte von diesen Leuten die Finger lassen, denn man schadet sich selbst, wenn man sich mit ihnen zusammentut.
    Man büßt an Glaubwürdigkeit ein.

  26. Martin

    Juni 30, 2010 at 17:50

    @fatimaezoguz
    Auch vom äusseren her ist er mir unsympathisch,aber das ist ein reines Bauchgefühl.

    OOOooojjjeeeee!

    @Martin

    Weibliche Intuition!

    Mit dem Begriff Weibliche Intuition wird ausgedrückt, dass die als Intuition bezeichnete menschliche Begabung einer besonderen geschlechtsspezifischen Differenzierung unterliegt. Der Unterschied kann darin bestehen, dass Frauen diese Begabung häufiger anwenden oder sich häufiger erfolgreich darauf verlassen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Weibliche_Intuition

    Ob „Weibliche Intution“ als ein Kriterium um eine Person angesehen werden kann, in diesem Fall um einen „vorbelasteten“ Nigel Farage in den Augen von einer informierten vorbelasteten fatimaezoguz, vermag ich in der Sache nicht zu erkennen. Auch ich habe schon intuitiv reagiert/agiert und lag im Nachhinein bei meiner ersten persönlichen Einschätzung aus dem Unterbewußtsein richtig. Obwohl ich mir damit schon mal selber einen Streich gespielt habe.

    @ALL

    Ich finde den englischen Politiker hochinteressant, eine echte Bereicherung für die VI, die Ihr mit Sicherheit nicht öffentlichkeitswirksam zum Schaden gereichen wird. Ich sehe in dieser ganzen Geschichte den Unterhaltungswert und den daraus resultierenden politischen Diskussionswert für die VI oben auf der Liste stehen. Es ist wichtig, Standpunkte zu gewissen Themen als Anregungen austauschen zu können, das gehört zu einer freien Meinungsbildung, die wirklich mal „Demokratiewürdig“ wäre. Wir müssen raus aus dem „Einbahnstraßendenken“, das beinhaltet ja nicht, das wir unseren politischen Standpunkten untreu sein müssen oder dadurch untreu werden. Ein Würfel hat bekanntlich auch sechs Seiten. Also worauf warten wir? In der Linkspartei wäre dieser echte Pluralismus in dieser Form nie möglich gewesen, in der VI schon. Die Vorteile liegen klar auf der Hand….

  27. na ja, das bauchgefühl und äußere des herrn farrage ist nun wirklich nicht die maxime. aber mal ganz allgemein: auch mir fällt die spagatartige balance zwischen diesen beiden extrempolen einer front „von gauweiler bis lafo“ häufig schwer – so sehr ich auch ein wahnsinns-anhänger davon bin !!!diese einzelnen feinheiten in der ideologie und gewisse meinungsunterschiede sind eben nicht immer wegzuleugnen.
    ich versteh kaum englisch, daher kann ich der sache mit dem satz den farage zu der burka gesagt hat, nich so richtig folgen. jedenfalls: gott gebe uns allen und der volksinitiative die richtige mischung und einstellung, um diplomatisch und ohne vorschnelle ablehnung potentieller bündnispartner zu denken, wer und was dem geist der bewegung nützt. ich hoffe, daß ein ausgewogener „eintopf“ aus leuten, die an souveränität, nationalstaat, kontrollierte marktwirtschaft und ein sozialsystem sowie neutrale außenpolitik und KEINE wirtschaftlichen exportoffensiven, mit denen man andere räume schädigt, glauben, die VI auf ihrem weg bilden kann, und die von jürgen elsässer vorgegebene abgrenzung zu den npd und anderen vergleichbaren ist denke ich schon einzuhalten. aber diskutieren bevor ein urteil über die leute fällt, die wir unterstützen, muß ja – gerade im fall nigel farage – ein muß sein.

  28. Wenn ich mich recht erinnere, war Nigel Farage einer der Initiatoren für eine Pressekonferenz des Antibilderberg-Autoren Daniel Estulin im Europaparlament Anfang Juni. Hauptakteur war Mario Borghezio, ein Abgeordneter der Lega Nord, der wohl schon durch rassistische Äußerungen aufgefallen ist. Habe leider im Moment keine Zeit, diesbezüglich noch durchzuforsten. Möchte anregen, mal in Sachen „Alles Schall und Rauch“ zu recherchieren. Die Beiträge von „freeman“ gefallen mir, aufgefallen ist mir aber in seiner Infoleiste die Rubrik „Spenden“, die auf Altermedia.ch hinweist. Nach einigem Lesen habe ich erfahren, dass es sich anscheinend um eine rechtsgerichtete Gruppierung handelt. freeman heisst Manfred Petritsch und ist Österreicher, der in der Schweiz lebt. Vielleicht hat jemand die Zeit, sich damit zu beschäftigen. Wäre ja schön, wenn ich mich irre. Herr Elsässer, Sie waren doch mal auf einem seiner Treffen.

  29. Nigel Farage mag zur Kritik am Euro und zur EU manch richtigen Beitrag geleistet haben. Die UKIP aber, und so manche Ansichten von N.F kann ich nicht respektieren.
    Z.B den Iran wg. seinem Nuklearprogramm zu bombardieren. Und ich könnte noch weitere Punkte aufführen, wenn ich nur dürfte….

    grüsse

  30. Es gibt viele Frauen islamischen Glaubens, die das Tragen des Kopftuchs nicht als ein Weniger an Freiheit, sondern als ein Mehr an Freiheit betrachten und auch erleben.

    Keine Frau islamischen Glaubens wird dazu gezwungen, das Kopftuch zu tragen. Im Iran ist es allerdings üblich, diese Kopfbedeckung zu tragen, worüber man diskutieren kann. Ich hatte neulich eine Unterhaltung mit einer türkischen Frau, die in einem Café bedient, die kein Kopftuch trägt, die aber vorhat, es bald anzulegen. Sie sagt, dass es ihre eigene Entscheidung ist, dass niemand sie dazu zwingen könne, dass sie es aber bald tragen möchte.

    Das Tragen des Kopftuchs sei Ausdruck ihres Glaubens, der sich in letzter Zeit intensiviert habe.

    Ein Mehr an Freiheit für Frauen ist dann gegeben, wenn sie gleiche Berufs- und Ausbildungschancen haben wie Männer, nicht im Arbeitsleben diskrimiert werden und gleich bezahlt werden wie Männer und wenn sie in der Familie vollen Respekt genießen. In der ach so freiheitlichen Bundesrepublik erhalten Frauen nur 70% des Lohnes bzw. des Gehalts eines Mannes. Frauen in den oberen Etagen, vor allem in der Wirtschaft, sind eine Seltenheit.

    Daran definiert sich Freiheit, nicht am Tragen oder Nichttragen von einem oder zwei Metern Stoff.

    Das Tragen eines Kopftuches immunisiert die Frauen muslimischen Glaubens, die bei uns zuhause sind, zweifellos nicht davor, dem Konsumterror zu verfallen und sich allen möglichen Klimbim anzuschaffen, sich einmal im Monat neue Schuhe zu kaufen usw. Aber diese Frauen werden nicht wie oft die europäischen Frauen zu Sexobjekten. Sie lassen das nicht zu, wenn sie fest in ihrem Glauben verankert sind. Sie haben von daher eine größere Selbstachtung. Sie haben es nicht nötig, sich in der Sonne zu braten, um ’sexy‘ und ‚attraktiv‘ auszusehen. Und wie viele Frauen tun es hier, weil sie diesem Zwang gehorchen, der eigentlich nur dazu dient, die Kosmetik- und die Sexindustrie reich zu machen.

    Ist aber der Gehorsam, auch wenn es nur der Gehorsam eines gesellschaftlichen, indirekten Zwanges ist (wie immer schön jung und knackig auszusehen) ein Mehr an Freiheit oder nicht vielmehr eine Scheinfreiheit, Herr ‚chicano‘?

  31. Sehr geehrter Chicano,

    irgendwie verstehe ich Sie nicht. Sie scheinen vieles durcheinander zu bringen.

    Sie zittieren mich und schreiben dann „genau diese Todschlagargumente“ meine ich. Welche Todschlagargumente? Bitte lesen Sie genauer.
    Ich wollte Kampfbegriffe wie „Islamophobie“ entkräften und nicht bestätigen.

    Dann schreiben Sie mir und erklären mir warum Sie gegen Burkas sind. Ich teile doch (den Kern) ihrer Meinung.

    Gruß,
    Homayoun

  32. @alle, die sich über mein „Bauchgefühl“ echauffieren: Jetzt kommt mal alle wieder runter. Auch wenn es zugegeben schwül und stickig ist, eine kalte Dusche wirkt oft wunder. Außerdem habe ich ja anhand eines Links dargestellt, warum mir der Herr von der Insel nicht uneingeschränkt sympathisch ist, also „so what“, wie J.E. manchmal sagt? Ich hab auch nie behauptet, dass irgendwelche Bauchgefühle „eine Maxime“ sein sollten, werter „individualist“.

    @ schnehen: Die EU würde ich auch als Völkerkerker bezeichnen, da gibts durchaus Konsens. Was EU angeht, hat der Farage ja durchaus Recht, und ich verstehe auch den ganzen Balanceakt der VI, über ideologische Grenzen hinweg ein Bündnis auf die Beine zu stellen. Als klassischen Islamophoben wie etwa ein Geert Wilders würde ich Farage auch nicht unbedingt bezeichnen, denn immerhin gibt er ja zu, dass die Kriege, in die GB verwickelt ist, zu einer Abgrenzung der Muslime geführt hat. Die Dinge sind nun mal nicht schwarz und weiß.

    @chicano: „wichtiger aber ist das die frauen die entweder grob oder subtil gezwungen werden diese zu tragen aufatmen können.“

    Dann ist Ihnen sicher auch wichtig, dass Frauen, die entweder grob oder subtil zum Ablegen des Kopftuches gezwungen werden, aufatmen können, nicht wahr? Davon gibt es nämlich auch jede Menge in Europa, und sehr viel mehr als den umgekehrten Fall, wage ich zu behaupten. Ich reagiere grundsätzlich skeptisch, wenn Männer meinen, uns „befreien“ zu müssen. Ich finde es sowieso mehr als widersinnig, wenn man meint, mit Verboten „Freiheit“ durchsetzen zu können. Das mit dem Kopftuch führt hier zu weit, nur ganz allgemein bitte ich uns Muslimen die Deutungshoheit über unsere Schriften zu überlassen. Ich schreibe auch keinem Christen vor, wie er die Bibel auszulegen hat. Nur soviel, es steht im Quran, und dafür muss man Arabisch können.

    @ Flora: Ich kann Sie beruhigen, Sie irren sich. altermedia.ch ist ein anderes altermedia als das rechtslastige Portal „altermedia info“, das Sie wohl meinen. Hab freeman deswegen mal vor einem Jahr angeschrieben, worauf er mir empört antwortete, ob ich denn nicht lesen könne, denn da gibts eine Distanzierungserklärung:

    „PS. Mit gleichlautenden Webseiten im Ausland haben wir nichts zu tun, wir sind in der Schweiz und können nicht verhindern, dass unser Name ausserhalb verwendet wird.“

  33. schnehen: auch die ablehnung des islam, ob gerechtfertigt oder nicht, ist eine meinung. nur gewalt geht in einer aufgeklärten gesellschaft nicht! die von ihnen immer wieder- auch als einwanderer gelobten türken, werden doch so schlecht nicht hierzulande behandelt. ein beispiel, aus dem fussball, aber sehr aussagefähig: vor dem letzten großen spiel deutschland-italien wurden italiener von der springerpresse mit den worten: Ihr seit nur pizzabäcker angefeindet, ergebnis, italien wurde weltmeister, vor dem spiel gegen die türkei bei der letzten em feierte die blödzeitung die deutsch-türkische-freundschaft, wohl auch um massenrandale, welche durch italiener hierzulande ausgeschlossen sind, zu verhindern! ich schätze ja ihre minderheitenmeinung, zum thema beamte oder zum thema zins, erlaube ich mir solche auch, aber sie dürfen nicht vergessen: scheinbar exploddiert europaweit die gewalt zugewanderter junger araber etc. kann man sich nicht schönrdeen, ist so, natürlich hat die burka wohl nichts damit zu tun, aber die abgrenzung ist da!sie sind doch bestimmt auch gewerkschaftsnah, fragen sie mal die kollegen der gdp, was die ihnen zum thema übergriffe auf polizisten durch junge moslems sagen.

  34. @Flora
    Hier wird ja wieder einiges an „Kontaktschuldvergehen“ zusammengetragen. Farage kennt einen Abgeordneten der Lega Nord, der die Pressekonferenz von Estulin initiiert hat? Na bravo, wenigstens etwas wozu die braune Sau taugt.
    Wenn Dir die Beiträge von Freeman gefallen, ist doch gut. Lese sie weiter kritisch und Du wirst feststellen, dass sie sich in jeglicher Hinsicht von rechtsextremem Gedankengut unterscheiden. Sein altermedia.ch hat nichts mit dem rechtsgerichteten Altermedia-Netzwerk zu tun, das gibt sogar der eigens gegründete Schall-und-Rauch-Diffamierungsblog zu http://gegenschallundrauch.wordpress.com/2010/01/ (eine ganz peinliche Nummer…)

    Ansonsten möchte ich auch im Hinblick auf andere Kommentare auf den Artikel von JE verweisen:
    http://www.hintergrund.de/20091023518/politik/inland
    /debatte-gegen-den-neuen-faschismus.html
    wo auch gegen konstruierte Zusammenhänge, schematisches Links-Rechts-Denken und unangebrachte politische Korrektheit angeschrieben wird.
    Man sollte die Redner für eine Konferenz mit dem Thema „Der Euro vor dem Zusammenbruch“ nach ihrer Kompetenz zu diesem Thema auswählen und nicht zur Kompetenz im Thema „Burka“. Es wird ja auch nicht hinterfragt, ob Herr Schäffler Straffreiheit für Pädophile fordert oder sonst irgendwas.
    Nach allem, was ich über Nigel Farage gehört und gelesen habe, eignet er sich hervorragend zu diesem Thema und deshalb gratuliere ich JE, ihn für die VI-Konferenz gewonnen zu haben (das gleiche gilt für Hankel und Schäffler). Bei einem Bündnis von Lafontaine bis Gauweiler wird es halt immer wieder zu einem breitem Spektrum an Meinungen außerhalb der Einigkeit im Kampf gegen das internationale Finanzkapital und Eurokratur kommen – aber es gilt halt auch, immer wieder auf die Wichtigkeit der verbindenden Elemente hinzuweisen.

  35. @
    schnehen

    ich muss wirklich sagen das ich leute mit deiner einstellung als nahezu genauso gefährlich ansehe wie die rechten selbst. kaum das jemand mal eine kritische äußerung zur ausländerproblematik macht tütest du ihn in die rechte ecke ein. islamophob ist doch dann nicht mehr viel mehr als ein synonym für fascho geworden und grenzt souverän jeden menschen aus, der nicht aus rassistischen sondern rationalen und realen gründen nachdenklich und kritisch gegenüber den jetzigen verfahrensweisen ist. das ist extreme ausgrenzung und schafft rechte ghettowüsten erst. trägt zumindest zu deren bildung bei.

    immer wieder fällt mir bei dir auf das du schuld für bestehende probleme konsequent nur einer seite aufbürdest und die opfer liegen streng eingeteilt au der anderen seite. so einfach funtioniert das leben nicht.

  36. http://www.fau.org/

    http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2010/nr26-vom-2882010/editorial/

    Sie sind hier: Startseite > 2010 > Nr. 26 vom 28.6.2010 > Editorial Druckversion

    Editorial
    In verschiedenen Ländern Europas werden derzeit Artikel lanciert, die über das Versagen der Demokratie fabulieren, über die angebliche «Langsamkeit» demokratischer Prozesse lamentieren und gefährliche Zwischentöne anklingen lassen: Gefordert wird mehr Führung durch sogenannte Eliten, und mancherorts wird gar der Einsatz diktatorischer Elemente «auf Zeit» erwogen. Auch wenn die Autoren in der Regel – nicht alle wohlgemerkt – zum Schluss kommen, dass das nicht der richtige Weg ist, wird man das unangenehme Gefühl nicht los, es handle sich dabei um Versuchsballone zur Auslotung – oder Vorbereitung? – der Möglichkeit, diktatorische Massnahmen zu ergreifen. Als ob die derzeitige Krise etwas mit dem demokratischen Prinzip zu tun hätte – viel mehr wohl mit einem Mangel an Demokratie, verursacht gerade von denjenigen, die sich gerne als «Elite» gerieren.

    http://www.ahriman.com

  37. http://de.indymedia.org/

    Sparmaßnahmen und Protest
    protest2010 09.06.2010 – 11:50
    Noch 2008 hatte die Bundesregierung innerhalb kürzester Zeit 480 Milliarden Euro für den angeschlagenen Bankensektor mobilisiert, um damit Bürgschaften für sogenannte faule Kredite zu übernehmen und der Finanzbranche das verloren gegangene und systemrelevante Vertrauen wiederherzustellen. Mit Abwrackprämie und Kurzarbeit folgten Versuche, die Verluste in der so genannten „Realwirtschaft“ zu kompensieren.

    Neben dem Bankensektor geraten zunehmend auch Staaten auf Grund der seit Jahren wachsenden Verschuldung in Bedrängnis. Mit der Diskussion um die Staatsverschuldung in Griechenland erreichte die Krise in Europa ihren vorläufigen Höhepunkt. Um Staatsfinanzen und Wettbewerbsfähigkeit in der globalen Konkurrenz in den Griff zu bekommen, überbieten sich international Regierungen mit diversen Sparprogrammen, die sich in einem noch schwer zu realisierenden Maße auf weite Teile der Bevölkerung auswirken.

    Auch in Deutschland wurde am Montag von der schwarz-gelben Regierung das größte Sparprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik verabschiedet. Darin wurden bis 2014 Einsparungen von 80 Milliarden vor allem zu Lasten von Menschen ohne Lohnarbeit und Familien beschlossen. Einmal mehr zeigt sich, dass in der Krise die Gewinne privatisiert und die Schulden sozialisiert werden.

    Für den 12. Juni waren in Berlin und Stuttgart zwei Großdemonstrationen gegen die Krisenpolitik der Bundesregierung geplant. Das Motto der Demonstrationen war wie schon im vergangenen Jahr: „Wir zahlen nicht für eure Krise!“ und wurde von einem breiten Bündnis aus Initiativen, Gewerkschaften und Parteien organisiert.

    Zu den Demonstrationen am 12. Juni kamen ingesamt mehrere zehntausend Menschen. In Stuttgart störten mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer des antikapitalistischen Blocks eine Rede des Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landtag, Claus Schmiedel. Es flogen Eier, Tomaten und andere Gegenstände. (Video) In Berlin versuchte die Polizei Teile der Demonstration anzugreifen und einzelne Personen festzunehmen, nachdem Unbekannte einen Knallkörper in Richtung der eingesetzten Polizei geworfen hatten.

    http://www.youtube.com/watch_popup?v=UZyEBNi-IF8&vq=medium

  38. Ein Bekannter fragt sich immer wieviel Geld bei der Ein-
    fühtung des Euro gestohlen worden ist. Bei der Einführung
    der DM im Osten konnte man ja schon einmal üben.
    Da sind Ladtwagen mit Geld verschwunden.
    Verfolgt wurde die Geldmenge nicht mehr nach der Ein-
    führung des Euros. Ich habe nicht ganz verstanden auf was man nun achtet irgendetwas mit Zins.

  39. altermedia ? das fällt mir schwer zu glauben. denn altermedia ist doch von dem bekannten david duke, seines zeichens anführer des ku-klux-klans und häufiger teilnehmer an treffen, mit dem npd-vorsitzenden udo voigt, eingerichtet. und freeman als dessen unterstützer ? hoffe sie irren sich.

  40. @schnehen: anti-islamismus hin oder her, aber die eu ist auf jeden fall ein völkerkerker übelster sorte !! oder etwa nich ? wenn man in den eu-ländern unterwegs ist, hat man das gefühl, man ist in einer ableger-organisation von amerika. überall wird anglisiert und amerikisiert, daß man horror kriegt, in der werbung und den medien, auf der straße, die einheimischen kulturen stagnieren vor allem in frankreich, deutschland und spanien, italien… die englische popmusik, das mainstreamgehabe der jugendlichen und deren haarsträubender wortschatz (cool, usw.), sind anzeichen des rasanten gesellschaftlichen und geistigen verfalls . also ist die eu mit ihrer durchlässigen und die westlichen einflüse begünstigenden struktur eine ausläufer-organisation der usa und des angloamerikanismus, ein völkerkerker. hier haben die nationalen werte nur eine sehr geringe und regional begrenzte chance, sich gegen die importierten unterhaltungsmittel zu halten. ganz zu schweigen von den beschneidungen der staaten in punkto souveränität und eigene politik ! wenn das kein völkergefängnis ist…

  41. @Individualist

    Nigel Farage, der diesen Spruch vom ‚Völkerkerker‘ in Bezug auf die EU geprägt hat, ist ein Demagoge. Er tritt in Wirklichkeit nicht für die Völker der EU ein, sondern für die Interessen des britischen Imperialismus, mit strammen Stiefeln auf anderen Völkern herumzustrampeln, wie es die britschen Imperialisten über mehrere Jahrhunderte hinweg praktiziert haben. Da will er wieder hin, wenn es auf seiner Seite heißt: ‚The UKIP recognizes Britain as a global player‘. Sie brauchen sich nur auf seiner Website schlau zu machen, und sie wissen, was er will. Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen gerne einige Passagen daraus übersetzen.

    Der gleiche Farage hat Belgien als ‚Unstaat‘ bezeichnet, weil dort Flamen und Wallonen in einem Staat zusammenleben, so ähnlich wie es in der Schweiz oder in Kanada eine mehrsprachige Gemeinschaft gibt. Wenn er Belgien nicht als Staat anerkennt, dann dürfte er die Schweiz auch nicht als Staat anerkennen und müsste die ‚Befreiung‘ der ‚Franzosen‘, ‚Italiener‘ oder ‚Deutschen‘ aus dem Schweizer Staatsverband fordern oder er müsste für die Abspaltung von Quebec aus dem kanadischen Staatsverband eintreten, weil dort Französisch gesprochen wird.

    Farage ist ein Rechtspopulist, der mit billigen Sprüchen arbeitet und dem man nicht auf den Leim gehen darf.
    Ihn anzupreisen und mit ihm gemeinsame Veranstaltungen zu machen, ist ein schwerer Fehler und zeugt von politischer Unreife.

  42. @Chicano

    Wir duzen uns nicht. Ich habe Ihnen das Du nicht angeboten.

    Wenn Sie es so sehen, dann sehen sie es so. Ich kann niemand zwingen, meine Anschauungen zu übernehmen und will es auch nicht. Ich respektiere, was Sie sagen oder denken. Jeder muss sich seine eigenen Gedanken machen und die sollten losgelöst sein, von dem was andere schreiben oder sagen. Sie haben selbst den schönen buddhistischen Spruch zitiert: ‚Zürne niemanden!‘ Dann halten Sie sich auch daran. Machen Sie sich Ihren eigenen Kopf und lassen Sie andere Leute dabei aus dem Spiel, die sich ebenfalls ihren eigenen Kopf machen.

    Every man for himself.

  43. @individualist:

    „altermedia ? das fällt mir schwer zu glauben. denn altermedia ist doch von dem bekannten david duke, seines zeichens anführer des ku-klux-klans und häufiger teilnehmer an treffen, mit dem npd-vorsitzenden udo voigt, eingerichtet. und freeman als dessen unterstützer ? hoffe sie irren sich.“

    Auch Sie irren sich, aber Sie konnten ja aufgrund der Freischaltung meinen Beitrag nicht sehen. altermedia.ch hat NICHTS mit dem altermedia zu tun, das Sie meinen! nochmal, freeman hat NICHTS damit zu tun!

  44. Besten Dank an alle, die mich in Sachen altermedia belehrt haben. Trotzdem etwas unverständlich, warum freeman dem Aktivisten, der letztes Jahr beim Bilderberg-Treffen geholfen hat aufzuklären, nicht die Deutschland-Vertretung für ASR genehmigt hat. Ehrlich gesagt stört mich der Schreibstil in diesem Blog und auch der Kommentatoren, z. B.,wenn ich immer wieder Rückrad lese.

  45. @Christoph F.: Den Link konnte ich nicht öffnen, aber ich denke, Sie meinen die Auseinandersetzung mit J.C. K. Das war aber etwas völlig anderes. Da wurden Kausalketten konstruiert, der Text ließ lauter Nazis aufmarschieren, mit denen J.E. aber nichts zu tun hatte.

    Ich bin ja durchaus dafür, dass man JEDEN anhört, was er zu sagen hat, aber eine gewisse Vorsicht ist immer bei Leuten angebracht, die sich gegenüber Starken (Israel) demütig zeigen, aber gegenüber Schwachen (Einwanderern) feindselig. Da ist bei mir nun mal eine gewisse rote Linie, und das wird auch so bleiben!

  46. „Sehr geehrter Chicano,

    irgendwie verstehe ich Sie nicht. Sie scheinen vieles durcheinander zu bringen.

    Sie zittieren mich und schreiben dann „genau diese Todschlagargumente“ meine ich. Welche Todschlagargumente? Bitte lesen Sie genauer.
    Ich wollte Kampfbegriffe wie „Islamophobie“ entkräften und nicht bestätigen.

    Dann schreiben Sie mir und erklären mir warum Sie gegen Burkas sind. Ich teile doch (den Kern) ihrer Meinung.

    Gruß,
    Homayoun“

    herr homayoun

    tut mir leid das war mißverständlich von mir geschrieben. ich meinte schnehens totschlagargumente. das jeder islamophob sei der bedenken an verschleierung äußert oder an das existieren von zwang der sich aus relogiöser motivation speist. werde mich zukünftig genauer ausdrücken.

    warum ich gegen burkas bin schrieb ich ja da eigentlich.
    ich fragte sie aber noch (das sie aus einem land mit islamischer prägung zu kommen scheinen und sich vielleicht mit dem koran auskennen) ob es stimmt das der koran nicht einmal das kopftuch explizit vorschreibt, geschweige denn die burka.

    hoffe das sie mich jetzt verstehen und das missverständnis ausgeräumt werden konnte.

  47. @
    fatima

    @chicano: „wichtiger aber ist das die frauen die entweder grob oder subtil gezwungen werden diese zu tragen aufatmen können.“

    „Dann ist Ihnen sicher auch wichtig, dass Frauen, die entweder grob oder subtil zum Ablegen des Kopftuches gezwungen werden, aufatmen können, nicht wahr? Davon gibt es nämlich auch jede Menge in Europa, und sehr viel mehr als den umgekehrten Fall, wage ich zu behaupten.“

    das bezweifle ich aber. ganz ehrlich!

    ansonsten wüde ich ihre meinung sofort teilen und dafür kämpfen denn ob sies glauben oder nicht, freiheit in der lebensführung (solange anderen nicht geschadet wird) ist für mich das höchste gut. ich habe absolut gar nichts gegen das tragen von kopftüchern und respektiere es absolut wenn eine frau das möchte. nonnen tragen doch auch welche!

    man hat aber noch nie von nonnen gehört die dazu gezwungen werden oder die familieren und gesellschaftlichen druck ausgesetzt sind damit sie das tun. man hat auch noch nicht von gewalt gehört die ihnen angetan wird wenn sie es nicht tun oder nicht mehr tun wollen.

    ich weiß auch nicht wie das problem zu lösen ist aber es besteht. aber zu sagen das es diesen zwang nicht gibt oder so zu tun als wäre das die exotische ausnahme ist für mich auch keine lösung. da läuft irgendwas schief und zwar extrem und ich glaube es ist ein altes problem das mit patriachalen strukturen zu tun hat. sie schrieben von bauchgefühl. mein bauchgefühl sagt mir das es weniger deshalb so streng gehandhabt wird weil es religiös ist sonder mehr weil es eine art besitzanspruch geltend macht.

    „Nur soviel, es steht im Quran, und dafür muss man Arabisch können.“

    das kann ich leider nicht.

  48. es geht in dem heutigen taz-artikel um die frage warum die selbstmordrate bei türkischstämmigen mädchen und frauen doppelt so hoch ist wie unter anderen bevölkerungsgruppen.

    also das grade die taz das thematisiert ist wohl nicht ein zeichen von medienhirnwäsche von rechts oder islamophobie, oder?

    teile des interviews sprechen eine deutliche sprache:

    „Welche Beweggründe könnten eine türkischstämmige Frau dazu bringen, sich das Leben nehmen zu wollen?“

    „Meryam Schouler-Ocak: Wir haben in sogenannten Fokusgruppen, das sind Diskussionsgruppen in unserem Forschungsprojekt, mit Frauen in verschiedenen Altersgruppen und auch mit Experten diskutiert. Jüngere Frauen haben ganz andere Beweggründe angegeben als Heiratsmigrantinnen oder ältere Frauen. Wir haben jetzt in einer Fokusgruppe mit türkischen Frauen, die einen Suizidversuch gemacht haben, häufiger gehört, dass die Partner sich deutsche Freundinnen gesucht haben und von den Ehefrauen erwartet haben, dass die treu bleiben.“

    „Bei der Gruppe der 16- bis 24-Jährigen, die Sie jetzt verstärkt mit Ihrer Kampagne ansprechen wollen, was sind da die Hauptgründe der Krise?“

    „Meryam Schouler-Ocak: Verbote. Die Reglementierungen der Familie. Dass man zum Beispiel nicht rausgehen darf, dass man keinen Freund haben darf, dass man sich nicht so kleiden oder sich so entwickeln darf, wie man das möchte. Oder dass man jemanden heiraten soll, den man nicht möchte.“

    „Auch in Südostanatolien gibt es sehr viele Selbstmorde. Aus den gleichen Verzweiflungen?“

    „Meryam Schouler-Ocak: Es gibt eine Untersuchung von Professor Sayil aus dem Raum Ankara zur WHO-Multicenterstudie. Die Suzidraten in der Türkei sind niedriger als zum Beispiel in Deutschland. Aber in Südostanatolien ist die Rate wohl ziemlich hoch. Dort hat sich das Konzept von Ehre, Ruf, Scham so eng gehalten, dass sich die Frauen nicht rausbewegen können. Auch dort gibt es Ehrenmorde, Reglementierungen, Bestrafungen. Diese Mädchen haben keine Hilfsmöglichkeiten. Sie können sich nirgendwo hinwenden “

    http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/ich-habe-mir-den-kopf-erkaeltet/

    das ist von heute und es hilft mir nicht dabei das gefühl zu bekommen das mein bauchgefühl so daneben liegt.

    leute wie nigel farage haben auch mit solchen sachen probleme und die probleme sind real. es nützt nichts alle in die islamophobecke zu stellen die man im kampf braucht gegen die eliten. ich will hier gar keine diskssion starten über islam usw und ich finde es ist auch nicht mehr durchzuhalten die probleme unter den teppich zu kehren. wir müssen uns dem stellen und ich finde die frauen brauchen hilfe. wie die aussehen soll. ich hoffe das wird sich noch zeigen.

    jürgen wird jetzt bestimmt die reissleine ziehen weils da einfach nichts zu beschönigen gibt und er befürchtet es artet aus aber werden wir das wirklich durchstehen indem wir das ausblenden? ich glaubs nicht. aber ich nehms dir auch nicht übel wenn du da nicht die ohren zwischen haben willst.

  49. @chicano: Ja klar brauchen diese Frauen Hilfe wegen der archaischen Strukturen, wie sie vor allem in den Kurdengebieten herrschen. ABER: Das hat mit dem Islam AN SICH nichts zu tun!
    Leider kenne ich eine ganze Menge,die Druck von der Familie bekommen, weil sie Kopftuch tragen wollen, und ich rede jetzt nicht von Konvertierten, sondern von Frauen / mädchen aus türkischen / albanischen / pakistanischen usw. Familien, davon hört man in den Medien natürlich nichts. Druck und Zwang auf der einen wie auf der anderen Seite ist abzulehnen, da sind wir uns wohl einig.
    Die Nonnen haben sich für einen bestimmten Orden entschieden, und die jeweilige Kleiderordnung gehört dazu. Wer das nicht will, tritt da eben nicht ein, ist sowieso ein marginales Problem.
    Was die Muslima von der Nonne unterscheidet, dass die Nonne ihre Weiblichkeit abgetötet hat, während die Muslima sie nur für ihren ehemann reserviert.
    Sie schreiben irgendwo von „Besitzanspruch“. Das ist nicht mal ganz falsch, allerdings von einer anderen perspektive her:

    Ich sehe es nämlich nicht ein, mich anderen als meinem Mann zu zeigen und erlaube nicht, dass jemand mich sonst anguckt. Statt „mein Bauch“ „mein Kopf gehört mir“.
    Das habe ich ausfürlich in meinem Buch dargelegt, das ich mit meiner Schwägerin geschrieben habe:

    http://m-haditec-shop.de/index.php?page=product&info=508

  50. schnehen und chicano: ich waeiß nicht was ihr beide für differenzen miteinander habt. aber ein grund, jetzt so kleinlich zu sein und den anderen das DU abzusprechen ist , so glaub ich , nicht notwendig. spielt doch in so einer diskussion keene rolle. auch denke ich daß eine zu starke konzentrierung auf das thema islam und seine verschiedenen punkte, bei denen man wirklich nur schwer eine ausgewogene haltung bilden kann, dem ziele der VI nur bedingt und mit schwierigkeiten nützen kann.daher ist mir schleierhaft, daß besagtes thema bei euch beiden regelmäßig für keile sorgt.

  51. Zurück zum Thema:

    Ach ja, und das wollte ich noch loswerden: Bei all meinen kritischen Bemerkungen zu Farage möchte ich natürlich die Bemühungen der VI würdigen, eine Einigkeit zu erzielen und dem Imperialismus die Zähne zu ziehen. Man sollte nur wissen, mit wem man es zu tun hat, nicht mehr und nicht weniger. Die Schnittpunkte kann man ja durchaus herausstellen und auch nutzen.

  52. schnehen

    Juli 2, 2010 at 15:25

    @Individualist

    Nigel Farage, der diesen Spruch vom ‘Völkerkerker’ in Bezug auf die EU geprägt hat, ist ein Demagoge. Er tritt in Wirklichkeit nicht für die Völker der EU ein, sondern für die Interessen des britischen Imperialismus, mit strammen Stiefeln auf anderen Völkern herumzustrampeln, wie es die britschen Imperialisten über mehrere Jahrhunderte hinweg praktiziert haben.

    Es geht um den Zusammenbruch des Euro. Nicht mehr und nicht weniger. Er ist Brite und wird aus der Sicht eines Briten die damit verbundenen hier angesprochenen Probleme kommentieren und ggf. diskutieren. Quasi ein Glücksgriff für die Veranstaltung der VI. Ob Nigel Farage sich in anderen politischen & außenpolitischen Bereichen als ein Glücksgriff für die VI entpuppen wird, wird sich zeigen. Genauso gut können sich die Wege danach trennen. Wir kennen nicht alle die politischen Intentionen eines Herrn Farrage, auch wenn er für den britischen Imperialismus (etwas grob formuliert und nicht mehr so ganz zeitgemäß nach alten Muster-Tradition) befördern und verwirklicht sehen möchte [ich verstehe Schnehens Einwände nur zu gut]. Trotz allen bleibt er zu diesem Thema ein sehr guter Ansprechpartner. Ich verstehe aber auch die Emotionalien, die Nick Farage hier hervorgerufen hat.

  53. ich habe überlegt ob ich noch ein dutzend links poste um zu belegen wie unsachlich es ist diese dinge zu verharmlosen aber es wäre wohl sinnlos und j.elsässer hat das mit dem „genau“ ja bereits dezent angemahnt.

    „Leider kenne ich eine ganze Menge,die Druck von der Familie bekommen, weil sie Kopftuch tragen wollen, und ich rede jetzt nicht von Konvertierten, sondern von Frauen / mädchen aus türkischen / albanischen / pakistanischen usw. Familien, davon hört man in den Medien natürlich nichts.“

    ????

  54. Sehr geehrter Chicano,

    es gibt einige Suren/Verse auf die sich die Muslime (die sich diesbezüglich unbedingt auf Koran beziehen wollen) beziehen (Sure 24 Vers 31 und 60, Sure 33 Vers 59), allerdings ist das Interpretationssache. Manche sagen, diese Suren kann man auch anders übersetzen.

    Meine persönliche Erfahrung ist allerdings dass 99% der Muslime keine Ahnung haben was im Koran steht oder nicht steht. Sie machen es einfach aus „Tradition“ und/oder Gruppenzwang.

    Sie können ja mal einen Versuch machen und 100 Muslima (solche die von sich behaupten Muslima zu sein) danach fragen. Wenn mehr als eine Frau Ihnen Suren und Verse sagen kann, worauf sie sich bezieht, dann nehme ich alles zurück, glaube allerdings dass ich nichts zurücknehmen werde.

    Diese ganze Islamgeschichte (speziell in Deutschland und speziell bei Türken und Araber) ist eher nur eine große heuschlerische Show und so etwas wie eine „wir sind eine Einheit“ trotzreaktion. Man weiss: da gibt es beten, fasten und kein Alkohol trinken. Mehr nicht. Und noch nicht einmal das machen die meisten sogenannten Muslime. Schauen Sie einfach mal wieviele türkische Ehemänner deren Frauen Kopftuch tragen Alkohol trinken (heimlich oder ganz offen). Aber wehe jemand beleidigt den Islam, dann sind plötzliche alle hardcore-Muslime. Naja, ich höre lieber auf, ich könnte Ihnen Geschichten erzählen…….

    Gruß,
    Homayoun

  55. @fatima:

    „wegen der archaischen strukturen, wie sie vor allem in den kurdengebieten herrschen“

    ach so ja, natürlich, jetzt haben wir´s. es sind die „aggressiven und gewaltbereiten kurden „, die mal wieder schuld sind an der lage und dem gesamtbild des türkischen islams und/oder der allgemeinen gesellschaft. logo. es passieren ja auch nur ehrenmorde in KURDISTAN, aber in den nicht kurdischen gebieten selbstverständlich nicht. wie könnte es anders sein ?

    @homayoun:

    ihren beitrag finde ich interessant, er ist einerseits sehr nüchtern und sie machen sich wohl nix vor was die religion angeht. als einer, der im iran (nehme ich an) aufgewachsen ist, traue ich ihnen auch zu, daß sie es wirklich von grund auf kennen und eine fundierte meinung dazu sich bilden. es ist zwar schonungslos und realistisch, aber ungefähr so sehe ich es auch, was die eben von ihnen erwähnten themen wie alkohol, verhalten der „religiösen“ von innen nach außen, und das wissen des einzelnen über die suren betrifft. weiß nicht, ob das nur eine frage der systematischeren bildung ist, die sich entwickeln muß/müßte.

  56. @individualist: Lesen Sie bitte richtig. Ich habe nichts von „Kurdistan“ geschrieben, sondern von kurdisch bewohnten Gebieten. Das liegt nicht daran, dass sie Kurden sind, sondern weil dort sind die ärmsten und ungebildetsten Provinzen sind. Man kann aber auch überall etwas falsch verstehen, wenn man nur will.

    @Homayoun: Heuchler gibt es überall, aber ich kann ihnen mit Sicherheit mehr als 20 Frauen nennen, die genau diese Quranstellen kennen und sehr wohl wissen, warum sie Kopftuch tragen oder anderes tun. Dass dennoch viele keine Ahnung haben, warum sie irgendetwas tun, stimmt leider und hat wiederum mit Bildung zu tun. Gruppenzwang / Herdentrieb ist aber menschlich, und da sollte jeder vor seiner eigenen Tür kehren, jedes Volk, selbst vergleichsweise gebildete Völker wie die Deutschen, hat Gewohnheiten, die keine vernünftige Basis haben, Dinge, die eben getan werden, „weil man es halt so macht“. Als Beispiel nenne ich nur den Krawattenzwang in manchen Berufszweigen, und warum muss überall Alkohol serviert werden? Warum das widerliche Herumgespritze mit Sekt beim Sieg der Formel I? Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?

    @chicano: Ich verstehe Ihre Fragezeichen nicht, aber genauso ist es, ob Sies nun glauben wollen oder nicht.

    @Lutz: Mach dir keinen Stress…

  57. @
    herr homayoun

    „Naja, ich höre lieber auf, ich könnte Ihnen Geschichten erzählen…….“

    es reicht und spiegelt wieder was ich selbst beobachte und darüber denke. danke für ihre bestandsaufnahme.

    @
    frau fatima

    „Als Beispiel nenne ich nur den Krawattenzwang in manchen Berufszweigen, und warum muss überall Alkohol serviert werden? Warum das widerliche Herumgespritze mit Sekt beim Sieg der Formel I? Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?“

    das kann ich nicht auf eine stufe stellen. es muss keine vernünftigen gründe dafür geben. die leute machen das gern. das ist ein ausreichender grund und niemand wird gezwungen eine schampusdusche zu nehmen oder den alkohol zu trinken der serviert wird.

    wir sprechen hier von selbstmorden durch direkten druck von angehörigen und einer art freiheitsentzug die nicht zu dulden ist.

    was die fragezeichen anging. stimmt ich glaube es ist wirklich die absolut exotische ausnahme das junge frauen ärger bekommen weil sie das kopftuch tragen wollen. und wenn dann ist die sorge der eltern für mich berechtigt, da die mädchen ja in teufels küche kommen können wenn sies sich irgendwann anders überlegen und den glauben nicht mehr als lebensinhalt nummer 1 ansehen. das möchten sie doch nicht absichtlich übersehen, oder? ich meine das ist doch verständlich finde ich.

    und etliche gelehrte sagen ganz deutlich das im koran nicht auf das kopftuch gepocht wird und es nicht entscheidend ist dafür ob eine frau eine echte muslimin ist oder nicht. ich finde das wichtig.

  58. @fatima:

    „man kann aber auch überall etwas falsch verstehen, wenn man nur will“

    keine angst, ich habe durchaus erkannt, auf was für einer schiene Sie sind. erstmal dieses wortgeklaube um den terminus kurdistan oder „kurdengebiete“ – muß ich das ernstnehmen ? denken Sie wirklich, daß Sie die tatsachen verdecken können, indem sie statt des geographischen UND nationalen namens des landes KURDISTAN die von türk. staatspolitischem wunschdenken geprägte bezeichnung
    „kurdengebiete“ verwenden ? das braucht man kaum noch zu kommentieren. (diese bezeichnung wird ja nicht nur von türken gebraucht, auch von den iranern, syrern und irakern, um die wahrheit zu neutralisieren und zu leugnen, daß die kurden als nation lange bereits vor den turkvölkern und arabern in der region des nahen ostens ansässig waren und heute noch über 20 millionen zählen,trotz der vielen anfeindungen, verfolgungen und massenmorde, die an ihnen in den vergangenen jahrhunderten begangen wurden.

    „sondern weil die sie ärmsten und ungebildetsten provinzen sind “

    kein wunder. sie wurden jarzentelang vom türkischen staat wirtschaftlich mehr als alle anderen gebiete vernachlässigt, ihre bewohner als bürger zweiter klasen behandelt, mit der fälschlichen bezeihnung „bergtürken“ diskriminiert und in den medien als archaische, und rohe barbaren verleumdet. ich glaube nicht, daß ein kurde, der sich seiner identität bwußt ist, das märchen glauben wird, seine archaischen bräuche würden von seiner heimat kommen, sondenr von der gezielten ökonomischen unterdrückung und der amtlichen mißachtung seiner angestammnten rechte.

  59. http://www.cicero.de/97.php?item=5092

    Das Spiel mit Nationen
    von Michael Naumann

    Die inzwischen hochpolitische Rolle übergroßer Banken muss wieder dem Primat der Politik weichen, meint Cicero-Chefredakteur Michael Naumann.

    Der Börsencrash von 1929 lag bereits drei Jahre zurück, als der amerikanische Senator James Couzens den Investmentbanker Samuel Sachs in einem Untersuchungsausschuss fragte: „Haben Sie die Goldman Sachs Trading Company gegründet?“ Samuel Sachs: „Yes, sir.“ Couzens: „Und sind Sie mit den Aktien an die Börse gegangen?“ Sachs: „Nicht mit allen. Die Firma behielt zehn Prozent der Anteile im Wert von zehn Millionen.“ Couzens: „Und die anderen 90 Prozent wurden an der Börse verkauft.“ Sachs: „Yes, sir.“ Couzens: „Zu welchem Preis?“ Sachs: „104 Dollar pro Aktie.“ Couzens: „Was sind sie heute wert?“ Sachs: „Ungefähr 1,75 Dollar.“ Anders gesagt, die Bank hatte mit ihrem wackeligen Investmentfonds ein Vermögen verbucht. Die Anleger hingegen schauten alsbald auf praktisch wertlose Papiere. Was also hat sich seither geändert?

    Jeder deutsche Käufer der Lehman-Zertifikate hat vor zwei Jahren ähnlich bittere Erfahrungen wie die meisten Anleger des Mr. Sachs gemacht. Natürlich wurden sie von den Hütchenspielern unter den Bankberatern reingelegt. Deren Argument, sie hätten das Geschäft selbst nicht verstanden, steht die Behauptung des ehemaligen Deutsche-Bank-Chefs Hilmar Kopper in einer Talkshow gegenüber, er persönlich habe keine Zertifikate in seinem Portfolio. Die Käufer seien einfach zu gierig gewesen.

    Die amerikanischen Banken hatten sich fünf Jahre nach dem berüchtigten Schwarzen Freitag unter dem politischen Druck des Präsidenten Franklin D. Roosevelt wieder traditionellen Geschäften zugewandt. Der US-Kongress erließ strikte Regulierungen. Die Börse wurde fortan überwacht von der neuen Securities and Exchange Commission (SEC). Ihre wesentliche Funktion, die Veröffentlichung aller Börsendeals und die Überwachung des Verbots von Insiderhandel, garantierte eine dauerhafte Stabilität des amerikanischen Finanzmarkts. 1933 fallierten noch 4004 US-Banken; von 1934 bis 1980 sank die Zahl der jährlichen Insolvenzen auf unter zehn. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Lockerung der New-Deal-Gesetze begann unter Ronald Reagan in den achtziger Jahren und setzte sich bis in die Amtszeit von Bill Clinton fort. Sie verdankte sich nicht nur dem Einfluss der Finanzlobby in Washington, sondern auch den Bedürfnissen der dynamisch wachsenden amerikanischen Wirtschaft. Es folgte die Zeit immer neuer, dubioser Finanzprodukte, der Junkbonds und Firmenplünderer: „Wall Street“, der geniale Film von Oliver Stone, setzte dem amoralischen Typus des Spekulanten mit „Gordon Gekko“ ein lehrreiches Denkmal jener Jahre. „Wall Street 2“ kommt im Herbst in die deutschen Kinos.

    Heute konzentrieren sich Megabanken auf großvolumige Devisengeschäfte, bündeln auch einmal wertlose Hypothekenfonds und lassen sie anschließend von Ratingagenturen hoch einschätzen (siehe Seite 80). Vertrauen ist die Grundlage des Bankgewerbes. Dass aber einige amerikanische Großbanken unregulierte Geschäfte mit Kreditversicherungsausfallpolicen betreiben, um auf fallende Kurse der eigenen Produkte und die Dummheit ihrer Käufer zu setzen – dieses zynische Spiel gleicht einem kalkulierten Selbstmordversuch, der darauf setzt, dass der ansonsten verachtete Staat die Hand zur Rettung reicht. Jetzt aber steht ein ganzer Kontinent auf dem Spiel der großen und kleinen Spekulanten. Nicht nur das Kapital „jagt um den Globus“, global sind auch die Angriffe auf schwächelnde Staatsanleihen, mithin auf Nationen, deren Gesellschaft (wie jüngst die amerikanischen Häuslebauer oder die Griechen) kreditgestützte Lebensstandards pflegen. Bis die Kredite ausbleiben. Selber schuld, gewiss – aber nicht allein.

    Wie hoch ist eigentlich die „systemische Relevanz“ solcher Banken? Die Annahme, dass ihre Existenz in einer globalisierten Weltwirtschaft unabdingbar sei, entbehrt jeder empirischen Grundlage. Ausgerechnet Alan Greenspan, der als Präsident des amerikanischen Federal Reserve Boards für ihr rasantes Wachstum verantwortlich war, sagte im Oktober 2009: „Einfach die Bankabgaben für die Megabanken zu steigern oder sie zu zwingen, ihr Eigenkapital zu erhöhen, oder sie höher zu besteuern, wird nicht reichen. Ich denke an radikalere Mittel: Man kann sie auseinanderbrechen, nicht wahr?“

    Es geht um Macht, zweifellos. Doch in Demokratien wird sie vom Wähler gewährt, nicht von übergroßen Banken im Namen ihrer zweifelhaften Systemrelevanz. Ihre inzwischen hochpolitische Rolle muss wieder dem Primat der Politik weichen. Nichts spricht dagegen, die Größe der Banken im Vergleich zum Bruttosozialprodukt ihres Heimatlandes nach Maßgabe eines politisch bestimmten Prozentsatzes zu begrenzen. Eine andere Möglichkeit wäre die Überweisung einer Versicherungsprämie an den Staat, die an die Höhe der jeweiligen Bilanzsumme gekoppelt ist. Das Verbot von Leerverkäufen, die Veröffentlichung aller „grauen“ Finanzgeschäfte – dies durchzusetzen, wäre schon jetzt kein legislatives Kunststück.

    Der europäische Rettungsfonds in der kolossalen, unvorstellbaren Höhe von 750 Milliarden Euro für gefährdete Eurostaaten ist eine riskante symbolische Geste. Sie soll den Spekulanten signalisieren, dass der Euro stärker ist als ihr Wille, ihn zu ruinieren. Das wird sie noch längst nicht abhalten, ihr bonusgesättigtes Spiel mit dem Schicksal ganzer Nationen weiterzubetreiben. Es muss ja nicht nur die Eurozone sein. Das nächste Opfer – das englische Pfund? Oder gar der Dollar? Ehe es dazu kommt, müssen die Politiker Europas und der Vereinigten Staaten schärfere Regulierungen der Banken durchsetzen. Ein Blick zurück auf die Ursachen der Weltwirtschaftskrise nach 1929 dürfte dabei hilfreicher sein als die berechtigten Mahnungen an das kleine Griechenland, seinen Haushalt zu sanieren.

  60. „Zu Nazis und generell gegen Rechtsaußen gibt es eine Feuerwand der Abgrenzung“ – was richtig ist – aber doch auch gegenüber den dazu gehörigen bzw. wesensverwandten Zionisten. Wenn man hier mit zweierlei Maß mißt, macht man sich unglaubwürdig, da stimme ich meinen Vorrednern zu.

  61. „wir sprechen hier von selbstmorden durch direkten druck von angehörigen und einer art freiheitsentzug die nicht zu dulden ist.“

    Nein, wir sprachen hier vom Kopftuch, und über Homayouns Behauptung, die meisten Muslime wüssten nicht, was im Quran steht und würden vieles nur aus Tradition tun. Daraufhin versuchte ich darzulegen, offenbar vergeblich, dass jedes Volk irgendwelche Gewohnheiten hat, die keine Basis haben oder von denen man nicht weiß, welchen Hintergrund sie haben.

    „was die fragezeichen anging. stimmt ich glaube es ist wirklich die absolut exotische ausnahme das junge frauen ärger bekommen weil sie das kopftuch tragen wollen. und wenn dann ist die sorge der eltern für mich berechtigt, da die mädchen ja in teufels küche kommen können wenn sies sich irgendwann anders überlegen und den glauben nicht mehr als lebensinhalt nummer 1 ansehen. das möchten sie doch nicht absichtlich übersehen, oder? ich meine das ist doch verständlich finde ich.“

    Nichts für ungut, aber ich glaube, ich kenne mich im muslimischen „Milieu“ besser aus, und ich kenne genügend, die auch wieder das Kopftuch abgenommen haben und die auch noch am Leben sind, also was sollen die ständigen Allgemeinplätze? Dass es andere Fälle auch gibt, leugne ich nicht und finde das schlimm, aber sie sollten weniger PI und mehr seriöse Seiten lesen, wenn Sie darüber was erfahren wollen. Aber Sie wollen anscheinend nur Ihre Vorurteile behalten.

  62. Sehr geehrter Individualist,

    Bildung ist sicher das Hauptthema. Allerdings ist die Konsequenz von Bildung auch oft eine Distanzierung von Islam (von Ausnahmen abgesehen). Es ist also nicht so dass Bildung dazu führt, dass man Kopftuch nun mit dem nötigen Basiswissen trägt, sondern: man trägt ihn vielfach garnicht mehr. Oder eben nur durch Zwang (direkt oder subtil).

    Frau Oezoguz schreibt: „Ich sehe es nämlich nicht ein, mich anderen als meinem Mann zu zeigen und erlaube nicht, dass jemand mich sonst anguckt.“

    Dann müsste Sie konsequent sein und ihr Gesicht auch bedecken. Sonst ergibt ihr Argument keinen Sinn.
    Was an Frauen ist denn für fremde Männer interessanter? Gesicht oder Haare? Schauen sich die Männer auf der Strasse die Haare von Frauen an oder deren Gesichter?

    Anderes Beispiel: in Deutschland sieht man die jungen Türkinnen die eine „bessere“ Figur haben und im Gesicht Hübsch sind, meist mit einem Kopftuch aber gleichzeitig mit figurbetonter Kleidung (Jeans, etc.) und das Gesicht ziemlich extrem geschminkt. Ergibt das irgend einen Sinn bezüglich „fremde Männer“? Warum kleiden sie sich nicht wie ihre etwas üppigeren Mütter (lange Mäntel) und warum unterlassen Sie es nicht, sich in der Öffentlichkeit zu schminken ? Ich dachte das sei nur für den Mann zu Hause gedacht?

    Wie gesagt, Heuschelei von Vorne bis Hinten.
    Die ganze Philosophie hinter Kopftuch im heutigen Kontext (und speziell Europa) ist absolut schwachsinnig.
    Sie ist noch nicht mal in sich konsequent und schlüssig. Geschweige für Aussenstehende zu begründen.

    Und all diese jungen Frauen in Deutschland, die durch ihren Papa, ihre Brüder und Cousins mehr oder weniger (direkt oder subtil) dazu gezwungen werden Kopftuch zu tragen, zeigen indirekt (durch meine o.g. Beispiele), dass in ihrem Kopf etwas anderes vorgeht, nämlich das was in jedem gesunden Kopf eines jungen Mädchens vorgeht.

    Sehr geehrte Frau Oezoguz,

    ausnahmen bestätigen die Regel.

    Ich rede von der Mehrheit der Muslime (speziell in Deutschland).

    Dass Sie 20 Frauen kennen, liegt daran dass Sie sich höchstwahrscheinlich in einem „exklusiven“ Kreis von
    Koranbelesenen Muslimas bewegen. Aber Sie wissen ganz genau dass mein Prozentsatz von 99% in Deutschland, garnicht so verkehrt ist. Gehen Sie auf die Strassen Deutschlands und machen Sie eine anonyme Umfrage. Dann können wir nochmal darüber reden.

    Gruß,
    Homayoun

  63. „…sie sollten weniger PI und mehr seriöse Seiten lesen, wenn Sie darüber was erfahren wollen. Aber Sie wollen anscheinend nur Ihre Vorurteile behalten.“

    @
    fatima

    da tun sie mir aber unrecht. ich suche keine gründe um schecht über muslime denken oder meinen angeblichen vorurteilen fröhnen zu können. im gegenteil! begonnen habe ich als einer der für die rechte der muslime gestritten hat, auch unter persönlichen opfern gestritten hat. warum? weil ich ungerechtigkeit furchtbar finde! aber desto mehr ich mich mit dem thema auseinadersetzte, desto mehr erschrak ich darüber, wieviel an der kritik berechtigt war. das löscht ja nicht aus das es auch anders geht und auch anders praktiziert wird.

    ich lese so gut nie pi. ich lese aber täglich hier bei j. elsässer und anderswo. ich habe mir große mühe gegeben und versucht mich davon zu überzeugen das das was ich sehe nur vorurteile sind. das wäre mir viel lieber gewesen wenn ich vorurteile gehabt hätte. was wären schon ein paar vorurteile meinerseits gegen das viele elend das menschen angtan wird durch gesellschaftliche, ideologische und religiöse dogmen? aber leider sind es eben keine vorurteile und das ist das problem. meine vorurteile waren vielmehr dergestalt das ich dachte das alle die von unterdrückung durch glauben sprachen irgendwie faschistisch angehaucht seien. aber ich wurde eines besseren belehrt, leider.

    sie beschreiben ausnahmen die auch wirchtig sind aber es sind eben die ausnahmen. zumindest hier in deutschland. ich kann herr homayoun nur zustimmen denn so verhält sich leider auch wenn ich nicht sagen würde zu 99%.

  64. @Homayoun:

    Bildung bewirkt also die Abwendung vom Islam- das kommentiere ich nicht weiter.
    Ansonsten ist es mir ziemlich egal, was die Mehrheit macht, ich gehe nämlich grundsätzlich nach der Wahrheit. Warum einige Mädchen geschminkt und mit figurbetonter Kleidung auf die Straße gehen, weiß ich auch nicht, dass müssen Sie schon die Betreffenden fragen.

  65. @chicano: „das ich dachte das alle die von unterdrückung durch glauben sprachen irgendwie faschistisch angehaucht seien. aber ich wurde eines besseren belehrt, leider.“

    Sagt ja auch keiner, und niemand, am wenigsten ich, leugnet, dass es Unterdrückung IM NAMEN des Glaubens gibt, weil er missbraucht wird oder die Leute keine Ahnung davon haben. Es gibt aber immer mehr von diese „Ausnahmen“…unsere gebildete Jugend ist stark im Kommen.

  66. Ist etwas mit der Kommentarfunktion nicht in Ordnung..er zeigt mir ständig zu diesem Thread ein Doppelposting an…grins…

  67. Jürgen…andersherum, wordpress erzählt mir, das ich ein Posting mit ähnlichen Inhalten schon abgeschickt hätte-ohne Moderationsbenachrichtigung[gelber Querbalken]. Bei allen anderen Threads funktioniert die Geschichte, auch in diesem Thread..jetzt.Versuche ich aber den alten Text einzustellen, mosert wordpress wieder rum (Textfindungsprogramm..das vielleicht auf Ähnlichkeiten reagiert..keine Ahnung].

    Zum eigentlichen Text…braucht auch nicht mehr eingestellt werden, war eigentlich an Detlef gerichtet. Nun gut….

  68. @
    fatima

    „Sagt ja auch keiner, und niemand, am wenigsten ich, leugnet, dass es Unterdrückung IM NAMEN des Glaubens gibt, weil er missbraucht wird oder die Leute keine Ahnung davon haben.“

    ok..

    aber warum werden dann im iran frauen gezwungen ein kopftuch zu tragen. oder ist es dort kein zwang? sie sagen doch oft das der iran am ehesten das vertritt was dem islam entspricht, wenn auch nicht perfekt.

    „Es gibt aber immer mehr von diese „Ausnahmen“…unsere gebildete Jugend ist stark im Kommen.“

    ihr wort in Gottes ohr!

  69. „aber warum werden dann im iran frauen gezwungen ein kopftuch zu tragen. oder ist es dort kein zwang? sie sagen doch oft das der iran am ehesten das vertritt was dem islam entspricht, wenn auch nicht perfekt.“

    Wir reden jetzt von Deutschland, im Iran herrschen völlig andere Verhältnisse. Dort ist die Schamgrenze eben anders definiert, vor 100 Jahren galt es sogar in Deutschland als ungehörig, auch nur den Fußknöchel einer Frau zu sehen. Die Mehrheit will dort, dass die Frauen ein Kopftuch tragen, sonst wäre es anders.
    Ahmadinejad ist übrigens gegen Zwangsmaßnahmen, davon hört man in unseren Medien auch nichts:

    „In einem anderen Teil des Interviews äußerte sich der iranische Präsident Ahmadinejad zu der Frage, wie er zu den immer in Sommer stattfindenden verstärkten Kontrollen über die ordnungsgemäße Kleiderordnung stehen würde. Er kritisierte es abermals und unterstrich, dass die Regierung die verstärkten Kontrollen nicht teilt und auch nicht den Auftrag dazu gab. Er sagte ferner, dass primär die Männer die Ursachen für Unmoralität in der Gesellschaft sind und nicht die Frauen. Er fuhr aus, dass die Männer sich zu verbessern haben, wenn sie sich nicht kontrollieren können. Ferner sagte er, dass man mit Zwangsmaßnahme moralische Werte in der Gesellschaft nicht verbreiten kann. Zwar siehe der Islam das Gute gebieten vor, aber das Gute muss zuvor in der Gesellschaft anerkannt werden, damit man dazu aufrufen kann. Auf die Frage, was er davon hält, dass man zur Abschreckung Photos von Schlechtbekleideten schießt und sie auf Postern zeigt, verurteilte Ahmadinejad dieses Vorgehen mit dem Argument, dass nur ein Richter verurteilen kann. So lange kein Urteil existiere, darf niemand den anderen als verurteilt betrachten oder ihn so in der Öffentlichkeit darstellen, so Irans Präsident.“

    http://www.irananders.de/home/news/article/201.html

  70. ich habe den iran ins gespräche gebracht weil er hier oft als das musterland im islamischen raum gepriesen wurde und weil ich einige iraner kenne, die zu den nettesten, kultiviertesten und höflichsten menschen gehören die ich jemals kennenlernen durfte. die frauen haben mir erzählt das sie jedes mal aufatmen und schon im flugzeug das kopftuch abnehmen das sie im lans tragen müssen wenn sie ihre heimat besuchen.

    es ist doch so das sie den iran als vorbild für islamisch geprägte staaten stehen? daher das beispiel, ich fand es eigentlich fair von mir über den iran zu sprechen, da es in anderen staaten ja weitaus krasser zugeht, wie zb saudi arabien. ich bin mitnichten ein feind des iran das können sie mir ruhig glauben und ich bin auch der meinung das es in deutschland genug mißstände gibt, da brauch ich nicht in ferne länder schweifen.

    wenn ahmadinejad das wirklich gesagt hat was sie da posten dann würde ich das sehr gut finden und meine meinung in diesem bereich ein großes stück weit ändern. warum aber ändert er das dann nicht? die macht hätte er doch wohl dazu! die frage ist nicht rethorisch gemeint sondern im vollen ernst gestellt, fatima.

  71. „warum aber ändert er das dann nicht? die macht hätte er doch wohl dazu! die frage ist nicht rethorisch gemeint sondern im vollen ernst gestellt, fatima.“

    er ist nicht gegen das Gesetz, dass die Frauen Kopftuch tragen müssen, er ist dagegen, dass Frauen , die ihr Kopftuch zu locker tragen, deswegen belangt werden. Ich habe das ohnehin nie gesehen, dass es da so etwas geben soll.
    Wie gesagt, die meisten Iraner sind doch dafür, deswegen wird es nicht geändert! Die paar, die hier leben, sind nicht repräsentativ. Das bedeutet aber NICHT, dass ich jetzt dafür bin, dass ein Vater seiner Tochter das Kopftuch aufzwingt, und darüber waren wir darauf gekommen. Das sind nämlich zwei Paar Schuhe.

  72. ach so, ok, danke für die klärung. Schade!!!

    „Wie gesagt, die meisten Iraner sind doch dafür, deswegen wird es nicht geändert!“

    dann könnte man es doch erst recht ändern. dann würde man sehen wieviele es wirklich freiwillig tun. ich kann mit solchen verboten einfach nichts anfangen. das ist für mich diktatur. sie sagen ja das kopftuch ist ein zeichen des glaubens und das ist dann aufgezwungener glauben.

    sie sagen sie sind nicht dafür das ein vater hier seiner tochter das kopftuch aufzwingt oder durch die brüder durchsetzen läßt aber wenn es mal eine mehrheit an muslimen hier gäbe dann müßten alle mädchen hier kopftuch tragen. jedenfalls ist stark damit zu rechnen. und daher wollen viele keine weitere zuwanderung aus muslemischen ländern. ich versteh das ohne ihnen damit was böses zun wollen. es passt einfach nicht zusammen wenns so rigide gesehen wird. mir gefällt der laxe umgang mit sexismus in den westlichen ländern auch nicht falls sie das denken aber besser als der zwang ist es für mich alle male.

    warum wollen denn dann die muslime hierher? ich versteh das nicht! warum geht man in ein land in dem man darum kämpfen muss das die tochter nicht zum schwimmuntericht muss, nicht auf klassenfahrt mitfährt und man die lebensart und „gottlosigkeit“ in dem land nicht mag? das ergibt doch keinen sinn, es sei denn man will das land auf lange sicht umdrehen. ansonsten wäre es mir ein rätsel! ich meine, ichg eh doch dahin wo die lebensart mir zusagt, oder?

  73. Sehr geehrte Frau Oezoguz,

    Sie schreiben: „Ansonsten ist es mir ziemlich egal, was die Mehrheit macht, ich gehe nämlich grundsätzlich nach der Wahrheit.“

    Dann schreiben Sie:

    „Wie gesagt, die meisten Iraner sind doch dafür, deswegen wird es nicht geändert! Die paar, die hier leben, sind nicht repräsentativ.“

    Nehmen wir einmal an, die Mehrheit der Iraner sind für Kopftuchpflicht (haben Sie eine Umfrage gemacht, oder basiert das auf Wahlergebnisse oder basiert das auf das was Sie auf den Strassen sehen, wo es sowieso verboten ist, ohne Kopftuch zu erscheinen?) , aber nehmen wir das trotzdem mal an, weil Sie das behaupten:

    Sie gehen also nur „nach der Wahrheit“, wenn diese „Wahrheit“ Ihnen zusagt? Ansonsten ist plötzlich die Mehrheit doch wieder wichtig?

    Gruß,
    Homayoun

  74. Sehr geehrter Herr Elsässer,

    meine Cousine ist vor 2 Jahren im Iran von einem Trupp Sittenwächterinnen (3 Frauen im Geländewaagen) verhaftet und mitgenommen worden, weil ihr Kopftuch nach hinten gerutscht war und sie es nicht bemerkt hatte und es zu einem Wortgefecht kam, da sie von Natur aus sich nicht alles gefallen lässt. Danach kam sie durch eine Zahlung (eigentlich Bestechung) wieder frei. Was sie alles an Beschimpfungen währendessen hören musste, will ich hier nicht wiedergeben.

    Ich weiss nicht ob eine kleine virtuelle „Stichelei“ (wobei ich eigentlich nicht sticheln will, sondern auf eine wiedersprüchliche Denkweise aufmerksam machen will), im geringsten Verhältnis zu dem steht, was viele Frauen im Iran (nicht virtuell) durchmachen müssen.

    Gruß,
    Homayoun

  75. Sehr geehrte Leser,

    bezüglich der Seite Irananders (auch wenn Herr Shayan Arkian Co-Author von Herrn Elsässer ist und das was ich sage, Herrn Elsässer wahrscheinlich nicht so gefallen wird) möchte ich mal etwas sagen. Es bleibt Herrn Elsässer überlassen, ob er das veröffentlicht.

    Ich dachte zunächst: Aha!! endlich mal eine Seite die differenziert berichten will und nicht immer diesen Atom-Schrott, Anti-Iran Propaganda und Ahmadinejad-Verteufelung der iranischen Opposition abtippt, sondern völlig unparteiisch alle Seiten unter die Lupe (und auch auseinander) nimmt.

    Nach Durchsicht einiger Artikel, hat sich die Seite für mich allerdings schnell als eine reine PRO-Regierung orientierte Seite, die nur den Anschein erwecken will, als sei sie halbwegs neutral entpuppt.

    Dabei werden dann einige kleine süsse „kritikchen“ an den Schlägertrupss verübt, und das soll dann ausreichen um die Seite Neutral und Differenziert erscheinen zu lassen.

    Die Seite ist PRESS TV auf Deutsch.
    Beinhaltet zwar viele wahre Aussagen (z.B. die Analyse bezüglich der Wahlen) und ist mit Sicherheit besser als alle anderen westlichen Medien und viele oppositionellen Schrottseiten, ist aber KLAR parteiisch und PRO Regierung.

    Das MUSS erwähnt werden.
    Was ich absolut hasse, sind Versteckspiele.

    Es gibt eines was ich z.B. bei PI-NEWS gut finde. Wissen Sie was es ist? Sie schreiben oben: PRO-USA , PRO-ISRAEL
    Der Rest was drin steht ist natürlich verachtenswert, PI-News an sich ist Müll, aber DAS da oben finde ich gut.

    Wissen Sie was das Problem der Iraner ist?

    Sie wollen sich alle gegenseitig mehr oder weniger für Dumm verkaufen. Dabei muss jeder Iraner doch ganz genau wissen, dass wir alle „tricks“ kennen. Viele Oppositionelle im Ausland wollen den Iranern weiss machen, dass nur Wenige Ahmadinejad gewählt haben, und wenn dann waren es irgendwelche arabischen Schlägertrupps. Und die andere Seite will uns weiss machen, alle die nicht Ahmadinejad gewählt haben, wären irgendwelche reichen Schicki-Micki Iraner mit Igelfrisur und eine Million Euro auf dem Konto.

    Und alle denken, alle Leser hätten die Intelligenz von einem Stück Brot und sind mit amateurtricks zu beeinflussen.

    Es ist ein Problem bei allen Seiten.
    LEIDER.

    Gruß,
    Homayoun

  76. Homayoun: Fatima hat doch schon gesagt, dass Ahmadinedjad gegen diese Repressionen ist! Es ist eben innerhalb der iranischen Eliten ein Kampf um die Linie. Das findet sich auch in den USA: Wenn Sie in bestimmte Gegenden im Mittleren Westen gehen als, sagen wir, Schwuler mit entsprechendem Outfit oder Schwarze im Minirock, kann es Ihnen passieren, dass Sie belästigt und geschlagen/vergewaltigt werden. Im Iran wird alles, was passiert, dem „Regime“ angelastet. In den USA läuft das unter Redneck-Folklore. Double Standard.

  77. Sehr geehrter Herr Elsässer,

    belästigung von Schwulen in USA und staatliche (bzw. halbstaatliche) Verhaftungen im Iran durch das iranische „Komitte“ ist keinesfalls zu vergleichen.

    Ein Schwuler kann dann in USA oder sonstwo Anzeige gegen diese anderen ZIVILISTEN die ihn belästigt haben erstatten (oder sogar einzelne Polizisten) und kann das zu einem Skandal ausweiten.

    Was kann eine iranische Frau im Iran tun? nichts.

    Ich bitte Sie. Das ist doch kein Vergleich.

    Gruß,
    Homayoun

  78. Homayoun: Eine vergewaltigte Frau und ein verprügelter Schwuler soll Anzeige im Mittleren Westen erheben? Na, Sie haben ja ein schönes Bild von den USA. Oder nehmen wir Belgien: Höchste Kreise der Politik haben einen Kinderporno-Ring betrieben. Ist denen irgendwas passiert? Glaube nicht, dass das im Iran möglich wäre!

  79. Sehr geehrter Herr Elsässer,

    bei aller Kritik an US (Innen- und Außenpolitik) oder versauten europäischen Politikern: diese organisierte staatlich gesegnete systematische Erniedrigung von Menschen in der Öffentlichkeit, werden Sie in keinem europäischen Land oder USA finden. Das ist wirklich kein Vergleich.

    Stellen Sie sich vor, in Deutschland würden tausende Sittenwächter auf den Strassen laufen und Sie verhaften und mitnehmen, weil Sie eine hübsche Frisur haben oder so etwas.

    Sie können hier machen und tun was Sie wollen. Sie können in ihrem Blog schreiben was Sie wollen. Sie können Demos veranstallten. Und die Polizei nimmt Sie sogar in Schutz (wie z.B. bei der Albaniensache). Im Iran wären Sie längst im Evingefängniss.

    Naja, jetzt haben wie viele andere Themen angesprochen.
    Aber ich kann ihre Vergleiche nicht akzeptieren, so sehr ich mich bemühe.

    Gruß,
    Homayoun

  80. lieber jürgen, wenn zur zeit bush-jr. etwas kritisiert wurde, dann zurecht die eingeengte texas-welt von ihm und seinen stammwählern-zumindestens hierzulande!

  81. Stellen Sie sich vor, in Deutschland würden tausende Sittenwächter auf den Strassen laufen und Sie verhaften und mitnehmen, weil Sie eine hübsche Frisur haben oder so etwas.

    @ j. elsässer

    so sehr ich auch oft an einem strang mit ihnen ziehe, hier scheiden sich echt die geister in einer schier unüberbrückbaren kluft. ich verstehe homayouns argumente nur zu gut. man muss sich wirklich mal in die lage der leute versetzen die dort leben. (bei aller berechtigter kritik an westlicher sogenannter demokratie. da sind wir uns immer einig. man muss das aber nicht immer alles miteinander vergleiche sondern kann auch die einzelnen staaten und systeme für sich bewerten) da würde menschen wie sie nicht alt werden oder aber sie müßten mit einschränkungen leben die ich ihnen nicht zutraue das sie die aushalten würden ohne dagegen zu halten und das dagegenhalten wäre dann ihr ende.

    „Sie können hier machen und tun was Sie wollen. Sie können in ihrem Blog schreiben was Sie wollen. Sie können Demos veranstallten. Und die Polizei nimmt Sie sogar in Schutz (wie z.B. bei der Albaniensache). Im Iran wären Sie längst im Evingefängniss.

    Naja, jetzt haben wie viele andere Themen angesprochen.
    Aber ich kann ihre Vergleiche nicht akzeptieren, so sehr ich mich bemühe.

    Gruß,
    Homayoun“

    ich kann diese vergleiche nicht nur nicht mittragen sondern auch nicht verstehen hochgeschätzter j. elsässer. wenn ich nur verstehen könnte was sie dazu bewegt das so zu kommentieren wie sie es tun. ich meine allein der umstand das ein land sich vehement gegen die us-imperialistische politik stellt reicht doch nicht aus um ständig beide augen zuzudrücken oder zum himmel schreiende verletzungen der persönlichen freiheit hinzunehmen.

    ein grübelnder chicano

  82. Werter Homayoun,

    „Sie schreiben oben: PRO-USA , PRO-ISRAEL
    Der Rest was drin steht ist natürlich verachtenswert, PI-News an sich ist Müll, aber DAS da oben finde ich gut.“

    Ihnen gefällt also die pro-israelische Ausrichtung des widerlichsten deutschsprachigen Hassblogs, auf dem – höchstwahrscheinlich, bei der Artikelflut jeden Tag – von Israel bezahlte Schreiberlinge, die wohl nichts anderes zu tun haben als Hass ins Volk zu tragen? Habe ich das richtig verstanden?

    Ich möchte es eigentlich vermeiden, über Personen zu sprechen, die nicht anwesend sind, aber Herr Arkian hat nach eigenen Aussagen Ahmadinejad NICHT gewählt und rechnet sich eher zu den Reformern. Also keiner mit „Igelfrisur“, und das habe ich auch nicht behauptet. Was ist daran so schlimm, wenn sich jemand um Ausgewogenheit bemüht, was er zweifellos tut?
    Zum Verhältnis Mehrheit – Wahrheit:

    Da bringen Sie etwas durcheinander. Es ist für mich nämlich absolut kein Argument, wenn junge Mädchen mit Kopftuch, aber mit engen bunten Klamotten herumlaufen, dass ich das quranisch verankerte Hijabgebot nicht beachte. Und wenn es alle so tun würden, dann würde ich es immer noch so handhaben, wie ich es jetzt tue.
    Mehrheit ist nötig für Gesetze, und nach dem Brauch ist die iranische Gesellschaft nun mal eher so ausgerichtet, dass sie möchte, dass die Mehrheit Kopftuch trägt. Sie als Iraner werden ja wissen, dass es in anderen Städten hinsichtlich verschleierung völlig anders aussieht als in Teheran, wie etwa in Isfahan oder Dezful, ganz ohne irgendwelche Zwangsmaßnahmen.

    In Griechenland war es mal für Frauen verboten, oben ohne zu baden, ich weiß nicht, ob das immer noch so ist. Das Beispiel soll dazu dienen aufzuzeigen, dass jeder Kulturkreis eben seine eigene Schamgrenze hat. Hier geht ja auch niemand im Bikini in den Supermarkt…noch jedenfalls nicht.
    Seltsamerweise sehe ich in Teheran eine Menge Frauen, die nur einen durchsichtigen Schal locker übergeworfen haben, die Mäntel werden auch immer kürzer. Denen ist doch auch nichts passiert….

    @chicano: Ich wollte eigentlich beim Beispiel Deutschland bleiben, und wir sind hier weit davon entfernt, die Mehrheit zu haben. Und selbst wenn, was spricht denn dafür, dass das automatisch eine islamische Gesellschaft iranischer Prägung wird? Das ist gar nicht möglich, genauso wenig wie das Modell Venezuela 1 : 1 auf Deutschland übertragbar ist, da es verschiedene Kulturkreise sind, trotz gleicher Religion. Ein Nordeuropäer und ein Südamerikaner unterscheiden sich stark voneinander in Lebensgewohnheiten und Mentalität.
    Genausowenig ist eine Übertragung Iran – Türkei möglich, obwohl beide Muslime sind, ganz zu schweigen von einem europäischen Land. Wie viele Länder mit muslimischer Mehrheit haben denn eigentlich die Kopftuchpflicht? Saudiarabien und Iran, beides Länder, wo es nur religiöse Minderheiten mit einem geringen Prozentsatz gibt übrigens. Interessanterweise kritisiert deswegen kaum jemand Saudiarabien, wo Frauen noch nicht mal Auto fahren dürfen, in den Medien, warum das so ist, soll sich jeder selber beantworten.

    Also don´t worry, be happy 😉

    Und eigentlich bin ich es satt, mich zu rechtfertigen, warum ich hier bin, aber ich bin hier geboren und außerdem Kind deutscher Eltern , mein Mann ist hier, seit er ein Jahr alt ist und fühlt sich als Deutscher. Genau deswegen arbeiten wir auch rein deutschsprachig.
    Für all die anderen kann ich nicht sprechen, nur für mich.

  83. Fatima: Homayoun hat nicht die pro-israelische Ausrichtung von PI gelobt, sondern nur, dass die das wenigstens ganz offen plakatieren – im Unterschied zu anderen, die Objektivität heucheln.

  84. @Jürgen Elsässer: Sorry, das kam nicht so raus, aber es gibt doch auch jede Menge andere blogs, die sich „islamkritisch“ und sonstwie ausgeben. Selbst wenn das nicht so ist, dann erkennt man es am blogroll, wie die drauf sind. Die geheuchelte Objektivität sieht man eher bei den Mainstreammedien.

  85. @
    fatima

    „Interessanterweise kritisiert deswegen kaum jemand Saudiarabien, wo Frauen noch nicht mal Auto fahren dürfen, in den Medien, warum das so ist, soll sich jeder selber beantworten.“

    die kann ich gar nicht mehr kritisieren. die sind schon jenseits jeder kritik für mich. schlimmer gehts nimmer.

    „Und eigentlich bin ich es satt, mich zu rechtfertigen, warum ich hier bin, aber ich bin hier geboren und außerdem Kind deutscher Eltern , mein Mann ist hier, seit er ein Jahr alt ist und fühlt sich als Deutscher. Genau deswegen arbeiten wir auch rein deutschsprachig.
    Für all die anderen kann ich nicht sprechen, nur für mich.“

    ich meinte auch überhaupt nicht sie und wollte auch gar keine rechtfertigung von ihnen. natürlich haben sie das auch gar nicht nötig! ich bin viel harmloser als sie denken 😉

    ich frage mich einfach allen ernstes warum menschen in ein land gehen wo es überhaupt nicht so läuft wie sie es brauchen. beispiele habe ich ja ein paar gegeben. zb wäre es doch sinnlos wenn ich in den iran ziehe und da anfange dagegen zu kämpfen das meine freundin ein kopftuch tragen soll in der öffentlichkeit. ebenso ist es unsinnig in ein land zu gehen um dann dagegen anzukämpfen das jungen und mädchen zusammen schwimmen lernen.

    es sei denn ich wollte die zustände in dem land ändern und ginge deshalb hin.

    die frage ergibt für mich absolut einen sinn.

  86. @chicano: Haben Sie meinen Beitrag gelesen? Der war ja etwas länger…der müsste eigenltich eine gewisse Klarheit bringen. Nochmal, Ahmadinejad ist GEGEN Verhaftungen wegen „unzureichender Verschleierung“, man kann nicht alles der Regierung anlasten, was es so gibt, obwohl ich Derartiges im Iran nie beobachten konnte, und die „Sittenpolizei“ hätte in Teheran dann auch viel zu tun.

    Also nicht alles, was so gemacht wird, geht von der Regierung aus, nicht mehr und nicht weniger soll das alles aussagen.

    Im Iran wurden zwei Männer wegen Misshandlung von Gefangenen zum Tode verurteilt. Egal wie man zur Todesstrafe steht, es wurden jedenfalls Konsequenzen gezogen.

    http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2010/06/2010630182436998467.html

  87. chicano: Wenn MEHRHEITEN in einem anderen Land bestimmte Gesetze erlassen, muss ich das für mich und mein Land nicht gut finden. Aber ich muss doch akzeptieren, dass die dort anders drauf sind, oder? Der Konformitätsdruck in westlichen Ländern wird nicht (mehr) über den Staat ausgeübt. Wohl aber über die Manipulationsagenturen wie die Modeindustrie. Im Iran gibts den mehr oder weniger starken Kopftuchzwang in der Öffentlichkeit; was unterm Kopftuch, zu Hause und im Schlafzimmer passiert, ist dem Staat egal. In westlichen Ländern haben wir einen Konformitätsdruck, der in die Privatsphäre und in die Schlafzimmer vordringt. Beispiel: Wie sich heutzutage junge Leute im Westen kleiden oder Sex machen, entspringt nicht ihrem „freien Willen“, sondern den Vorgaben des Big Business.

  88. „Wie sich heutzutage junge Leute im Westen kleiden oder Sex machen, entspringt nicht ihrem „freien Willen“, sondern den Vorgaben des Big Business.“

    Das ist es eben, paradoxerweise wird das als „Freiheit“ und „Entfaltung der Persönlichkeit“ deklariert. Entfaltung des Bankkontos triffts da wohl eher….

  89. @ jürgen e.

    „chicano: Wenn MEHRHEITEN in einem anderen Land bestimmte Gesetze erlassen, muss ich das für mich und mein Land nicht gut finden. Aber ich muss doch akzeptieren, dass die dort anders drauf sind, oder?“

    ja das muss man.

    „Der Konformitätsdruck in westlichen Ländern wird nicht (mehr) über den Staat ausgeübt. Wohl aber über die Manipulationsagenturen wie die Modeindustrie. Im Iran gibts den mehr oder weniger starken Kopftuchzwang in der Öffentlichkeit; was unterm Kopftuch, zu Hause und im Schlafzimmer passiert, ist dem Staat egal. In westlichen Ländern haben wir einen Konformitätsdruck, der in die Privatsphäre und in die Schlafzimmer vordringt. Beispiel: Wie sich heutzutage junge Leute im Westen kleiden oder Sex machen, entspringt nicht ihrem „freien Willen“, sondern den Vorgaben des Big Business.“

    auf den ersten blick möche ich gern zustimmen und tue dies auch aber unter großen vorbehalten.

    warum? darum: es stimmt doch das ich mich dem diktat der modeindustrie nicht unterwerfen muss, oder? und viele entziehen sich dieser auch sehr erfolgreich. es ist doch ein unterschied ob werbung gemacht wird für deren botschaft ich mich entscheiden kann aber gegen die ich mich auch entscheiden kann. SELBST entscheiden kann oder mir von vornherein aufgezwungen wird was ich zu tragen habe ist doch nicht das gleiche, oder? ich finde beides falsch aber wenn dann habe ich doch hier noch eher eine wahl, ist doch so, oder sehen sie das anders?

    davon abgesehen bin ich auch ein großer gegner einer werbeindustrie die mit hunderten psychologischen beratern im schlepptau versuchen den geist zu der jugend zu benebeln. auch recht erfolgreich mitunter aber ich halte den geist doch für stärker letztendlich.

    auch wenn es ihre zeit vielleicht nicht erlaubt, eine weitere antwort wäre klasse. ich versuche zu verstehen.

  90. Sehr geehrte Frau Oezoguz,

    nur noch ein Punkt: wie Herr Elsässer richtig erkannte, bezog sich mein „ich finde es gut“, darauf dass sie sich dazu offen bekennen.

    Beispiel: WELTONLINE ist PI-NEWS für die Masse. Aber sie schreiben nirgendwo oben in der Homepage PRO-ISRAEL, sondern haben dies versteckt in ihren Verträgen, den man unterschreiben muss, wenn man bei denen arbeiten will. Und die Deutschen bekommen den Eindruck Weltonline = eine unabhängige unpartaiische Deutsche Zeitung, weil nur die Wenigsten das wissen, und die Wenigen die das wissen (und nicht gerade selbst Israelis oder deren Speichellecker sind) lesen soweiso kein Weltonline und wenn dann um deren Lügen zu entlarven.

    Weltonline ist in ihrer Wirkung 1000 mal schlimmer als PI-NEWS. Wenn Sie sich aufregen wollen, dann tun Sie es über die Springer Gruppe.

    Warum ich das Beispiel wählte?

    Ich möchte einen Herrn Shayan Arkian sehen, der oben schreibt „PRO IR Regierung“ und dann ganz offen seine Argumente vorbringt. Damit hätte ich kein Problem. Dann kann man diskutieren und man weiss wen man vor sich hat.

    Ich will nicht einen Herrn Arkian, der sagt „Ja, also, ich habe Herrn Ahmadinejad nicht gewählt, deshalb bin ich Neutral“.
    Dieser Alibi-satz bringt nichts. Wir sind nicht im Kindergarten. Iraner sind meistens sehr intelligent.

    Das ist in Anbetracht seiner Artikel UNGLAUBWÜRDIG. Und wenn er wirklich nicht Ahmadinejad gewählt hat, dann hat er REZAI gewählt, der eine Kopie von Ahmadinejad war (nur finde ich Ahmadinejad VIEL BESSER als Rezai, weil Ahmadinejad viel erfahrener ist).

    Naja, ich will auch nicht seitenweise jetzt über Herrn Arkian reden. Aber so etwas ist exemplarisch für fast ALLE Berichte in Bezug auf Iran (PRO und KONTRA). Schade eigentlich.

    Gruß,
    Homayoun

  91. chicano: In staatsorientierten Systemen wie dem Iran lastet der Druck der Konformität auf der Oberfläche der Menschen. Was sie denken, fühlen etc. kann der Staat nicht groß beeinflussen. Aber bei uns dringt Big Brother in die Köpfe, in die Psyche ein. Eine Oppositionelle im Iran denkt: Das mit dem Kopftuch, das bin ich nicht, das muss ich nur wegen des Staates. Ein Teenie in Berlin denkt: Ich tätowiere mir jetzt ein Arschgeweih, das ist geil, DAS BIN ICH. Er/sie merkt gar nicht mehr, dass er/sie fremdbestimmt handelt.

  92. Und noch ein letzter Satz zu dem immer wiederholten Argument: Ahmadinejad will die Sittenpolizei nicht.

    Ich bin jetzt mal optimistisch und nehme Ahmadinejad ab, dass er wirklich dagegen ist: Das ist ein weiteres Armutszeugniss für einen Staat wo ein teil des Staates/Systems (Basij, Sittenpolzei, etc.) selbstbestimmend Leute verhaften kann, leuten Strafen verpassen kann, und einfach losgelöst vom rest des Systems alles mögliche veranstallten kann.

    Man stelle sich in Deutschland eine Polizei vor, die völlig eigenhändig richtet, urteilt und vollstreckt.

    Ahmadinejad interessiert hier nicht. Es geht um das gesamte System.

    Gruß,
    Homayoun

  93. @Jürgen Elsässer:
    „Eine Oppositionelle im Iran denkt: Das mit dem Kopftuch, das bin ich nicht, das muss ich nur wegen des Staates….“

    das ist richtig, aber auch hier bitte Vorsicht mit voreiligen Zuordnungen. Es gibt viele, die zwar „locker“ ihr Kopftuch tragen, aber dennoch keine Oppositionellen sind. Gleichzeitig gibt es Oppositionelle im Tschador. Es ist schwer bzw. unmöglich, im Iran am Äußeren die Gesinnung festzumachen.

    @Homayoun: Dass Weltonline 1000 schlimmer ist als der pipiblog bzw. die Springerpresse überhaupt, das ist doch keine Frage. Deswegen meinte ich ja auch, dass die vorgetäuschte Neutralität in der Mainstreampresse vorherrscht. Im übrigen, wenn Sie Kritik an Herrn Arkian haben, wäre es besser, Sie sagen es ihm direkt, hintenrum ist nicht gut (ghaibat).

    @ chicano, jetzt verstehe ich Ihre Frage:

    Nein, die meisten kommen nicht hierher, um Deutschland zu islamisieren, keine Sorge. Bzw. eigenltich überhaupt niemand.

    Sie kommen, weil sie gehört haben, dass man hier gut leben kann, ohne zu arbeiten. Denn keiner gibt in der türkei oder Libanon zu, dass er hier gescheitert ist und es hier auch Probleme gibt.

  94. @jürgen elsässer

    „Er/sie merkt gar nicht mher, dass er/sie fremdbestimmt handelt.“

    Ich bin immer wieder erstaunt darüber, für wie dämlich die Jugend in diesem Lande von vielen BloggerInnen in diesem blog gehalten wird. So wohl auch von Ihnen, Herr Elsässer.

    Was machen denn eigentlich iranische Teenies in der Pubertät? Auch sollte man wohl annehmen, dass zumindest die zahlreichen iranischen Drogensüchtigen weitgehend fremdbestimmt sind.

  95. Jürgen Elsässer:

    Er/sie merkt gar nicht mehr, dass er/sie fremdbestimmt handelt.

    Vollkommen richtig!

    Das fängt bei der Geburt an, überträgt sich auf die Erziehung, auf die Berufswahl, Partnerwahl, Menschlichkeit, soziales Verhalten und endet darin, welche Lackierung besser glänzt oder kostengünstiger ist, wenn Mensch und seine manipulierte Individualität sich von der Erde stehlen. Wo wir auch stehen, gehen und verweilen-es gibt Aussnahmen und Ruheinseln- wir werden mit allerlei Formen von Konditionierungen/Fremdschemen pausenlos bombardiert.

  96. @katharina

    Wie fühlt es sich an, aus dem Glashaus der Fremdbestimmung mit Steinen zu schmeißen?

    Das ist eine ernst gemeinte Frage!

  97. @Lutz /J.E.:

    Das fängt doch schon inder Schule mit dem Markenklamotten-Terror an. Wenn das keine Fremdbestimmung ist, dann weiß ich auch nicht. Herr Elsässer, Sie waren ja mal Lehrer, ob es damals schon so war, weiß ich nicht, aber heute ist es teilweise schon heftig.
    Meine Kinder waren selbstbewusst genug, sich dem zu entziehen, sie meinten auch, auf ihrer Schule wäre das nicht so stark gewesen. Aber gerade Kinder aus sozial schwachen Familien haben das häufig nicht, weil sie nicht ausreichend stark gemacht werden, und so ergibt sich die paradoxe Situation, dass ausgerechnet diese Kinder mit den teuersten Klamotten / Handys rumlaufen. Im Extremfall ist nichts im Kühlschrank, von Büchern oder -falls notwendig – Nachhilfeunterricht gar nicht zu reden, aber sie haben Markenklamotten an, damit sie nicht „out“ sind. Soviel zu Fremdbestimmung.
    @Katharina: Natürlich sind Jugendliche, die Drogen konsumieren, fremdbestimmt, sonst würden sie keine brauchen.

  98. @Lutz Dorawa

    „Wie fühlt es sich an, aus dem Glashaus der Fremdbestimmung mit Steinen zu schmeißen?“

    Sagen Sie es mir! Sie sind doch der Experte.

  99. jürgen:: ob einer ein ausschweifendes sexleben hat-oder nicht- entscheidet er immer noch selbst! man sollte hier aUFHÖREN; UM BESTIMMTEN KRÄFTEN ZU GEFALLEN; DIE EUROPÄISCHE JUGEND ALS BANDE VON ZWANGSVÖGELNDEN DEPPEN; MIT ALK-DROGEN-GEWALTPROBLEMEN ABZUSTEMPELN; WELCHE ALLES TOLL FINDEN; WENN ES AUS DER USA ODER ISRAEL KOMMMT- LÄCHERLICH1 HIER DARF MAN WENIGSTENS STAAT UND elternahus widersprechen!bin zu faul, fehler zu beheben!

  100. Werter Herr Ribi

    Ihr Ärger in allen Ehren, und heiß ist es auch, aber so schreien muss man nun doch nicht, oder?
    Hier soll lediglich dargelegt werden, dass die vermeintliche „Freiheit“ hier nicht immer auch eine ist, das bedeutet nicht, dass alle Jugendlichen hier zwangsv….Deppen usw. sein sollen.
    Auch im Iran darf man dem Staat widersprechen, das weiß hier nur keiner.

    Und ob man im Elternhaus widersprechen darf, ist individuell verschieden, ob bei Deutschen oder bei Türken.

    Duschen Sie mal kalt 😉

  101. „chicano: In staatsorientierten Systemen wie dem Iran lastet der Druck der Konformität auf der Oberfläche der Menschen. Was sie denken, fühlen etc. kann der Staat nicht groß beeinflussen. Aber bei uns dringt Big Brother in die Köpfe, in die Psyche ein. Eine Oppositionelle im Iran denkt: Das mit dem Kopftuch, das bin ich nicht, das muss ich nur wegen des Staates. Ein Teenie in Berlin denkt: Ich tätowiere mir jetzt ein Arschgeweih, das ist geil, DAS BIN ICH. Er/sie merkt gar nicht mehr, dass er/sie fremdbestimmt handelt.“

    ich weiß worauf sie hinauswollen und ich teile ihre meinung. ich sehe da aber dennoch keine entscheidenden unterschiede.

    sicher, es wird alles dafür getan das die jugend verdummt und zum konsumjunkie erzogen wird. hunderte psychologen in den marketingabteilungen sind pausenlos damit beschäftigt zugang zum kindlichen hirn zu erhalten. es ist widerlich und man sollte die ganze zunft zum teufel jagen.

    immerhin aber merken die allermeisten irgendwann das das arschgeweih nur blödsinn war und dann kommts weg oder spielt keine rolle mehr. die iranerin die es merkt muss es dennoch weiterhin tun und ertragen. das ist ein großer unterschied.

    und außerdem denken genug menschen auch vom kopftuch DAS BIN ICH, weil sie es von klein auf von den marketingstrategen der organisierten religionen eingeflößt bekommen. die einen verkaufen klamotten, die anderen verordnen diese aus religiösen motiven. ich bin ganz auf ihrer seite, sehe aber das problem ÜBERALL.

    ich frage mich langsam ob ich nicht anarchist bin. darauf wäre ich eigentlich nie gekommen aber ich merke einfach das mir jede form von fremdbestimmung die einer ideologie entspringt einfach zuwider ist.

    sehen sie da wirklich vorteile im leben der fremdbestimmten iranerin gegenüber der fremdbestimmten berlinerin? finden sie nicht auch das das alles aufhören sollte und wir leben wie der mensch des tao?

  102. @
    katharina

    „Er/sie merkt gar nicht mher, dass er/sie fremdbestimmt handelt.“

    Ich bin immer wieder erstaunt darüber, für wie dämlich die Jugend in diesem Lande von vielen BloggerInnen in diesem blog gehalten wird. So wohl auch von Ihnen, Herr Elsässer.

    Was machen denn eigentlich iranische Teenies in der Pubertät? Auch sollte man wohl annehmen, dass zumindest die zahlreichen iranischen Drogensüchtigen weitgehend fremdbestimmt sind.

    ———–

    ich mag menschen mit temperament 😉

    aber finden sie nicht auch das das mit dämlichkeit nicht wirklich etwas zu tun hat sondern auch und vor allem mit psychologie und neurologie? die werbestrategen greifen auf immer jüngere gehirne zu und die fernsehmacher verblöden systematisch die kinderhirne. gerade in der kindheit werden unendlich verschaltungen und neurologische bahnen geknüpft die zu einem großen teil „festlegen“ wie wir eben gestrickt sein werden. es wird definitiv schwieriger sich einer medialen fremdbestimmung dem zu entziehen, oder? es geht glaube ich nicht um dämlichkeit sondern um einen angriff auf das bewußtsein.

    allerdings sehe ich diesen angriff eben genauso stark, vielleich noch stärker in den ländern die angeblich frei davon sind. dort sind es eben andere indoktrinierungen.

    totale freiheit von fremdbestimmung ist ohnehin eine illusion. wir alle werden ständig beeinflusst und beeinflussen ständig unsere umgebung. aber wo dies bewußt und ohne verantwortungsgefühl geschieht, aus reiner profitgier oder reinem machtinstinkt, da finde ich es einfach nur widerlich und kriminell.

    statt sich darüber zu streiten wäre es doch viel besser darüber nachzudenken, was man dem noch entgegensetzen kann.

  103. hi ribi

    „HIER DARF MAN WENIGSTENS STAAT UND elternahus widersprechen!“

    für mich auch ein entscheidender punkt!

    dennoch dürfen wir nicht so blauäugig sein und übersehen das man auch das zeug zum widersprechen haben muss, erlangen muss und das wird schwierig wenn von klein auf das hirn konditioniert wird.

    man kann auch denken man sein frei und ist es dennoch nicht. oder so rum gesagt: ein gefängnis das ich nicht mehr als gefängnis wahrnehme ist ein perfektes gefängnis.

  104. katharina

    Juli 10, 2010 at 12:04

    @Lutz Dorawa

    „Wie fühlt es sich an, aus dem Glashaus der Fremdbestimmung mit Steinen zu schmeißen?“

    Sagen Sie es mir! Sie sind doch der Experte.

    juergenelsaesser

    Juli 10, 2010 at 12:06

    Katharina: Das sind die Dialoge, die ich liebe!

    @katharina

    Die Frage ist einfach zu beantworten :“Sie selbst haben die Frage schon beantwortet“

    Ich lasse Ihren Kommentar jetzt einfach mal liegen. Das ist kein Taschenspielertrick und soll auch nicht unhöflich/abwertend wirken, noch strebe ich einen sonstwas gearteten Workshop an. Eine Bitte hätte ich noch an Sie…ignorieren Sie meinen letzten Absatz.

  105. @Chicano:

    „dennoch dürfen wir nicht so blauäugig sein und übersehen das man auch das zeug zum widersprechen haben muss, erlangen muss und das wird schwierig wenn von klein auf das hirn konditioniert wird

    man kann auch denken man sein frei und ist es dennoch nicht. oder so rum gesagt: ein gefängnis das ich nicht mehr als gefängnis wahrnehme ist ein perfektes gefängnis.“
    Eben. Ganz abgesehen von Einzelaspekten wie Kopftuch, inwieweit Widerspruch geduldet wird, kurz Meinungsfreiheit und wie weit die gehen darf:
    Man müsste erst mal definieren, was Freiheit überhaupt ist. Wahre Freiheit kann man erst erlangen, wenn man weiß, woher man kommt und wohin man geht, bzw. warum und zu welchem Zweck man überhaupt auf der Erde ist. Jedenfalls ist das meine Ansicht!

  106. @chicano

    Sie haben völlig recht: „Statt sich zu darüber streiten wäre es doch viel besser, darüber nachzudenken,was man dem noch entgegensetzen kann.“

  107. Ich bin diese Relativierungen langsam Leid.

    Solche philosophischen Spielereien können nur von Menschen kommen, denen es einfach zu gut geht und deren
    Schwester oder Tochter, nie von irgend einem fremden bärtigen Typen mitgenommen wurde.

    Wenn ich schreiben würde: „Evin ist die Hölle und dort werden Menschen gefoltert“, dann würden wahrscheinlich wieder einige behaupten: „wir leben doch in Europa alle in einem geistigen Gefängnis und werden täglich seelisch gefoltert“ oder so etwas.

    Wenn ich schreiben würde, in Kahrizak wurden Menschen vergewaltigt, dann würden die Selben schreiben: „in Deutschland werden Frauen Opfer von häuslicher Gewalt und Vergewaltigung“

    Wenn ich schreiben würde, die Strafe für dies und das im Iran sind 100 Peitschenhiebe, dann würdet ihr schreiben :“Wir bekommen hier auch täglich Peitschenhiebe in Form von Werbung in TV“

    usw.

    Hauptsache um jeden Preis den anti-imperialistischen und anti-israelischen Freunden im Iran nicht zu nahe treten,
    nicht wahr Genossen?

    Bei sowas drückt man dann eben ein Auge zu, nicht wahr Genossen?

    Bravo, weiter so.
    Scheiss auf das Gewissen.

    Mit sehr freundlichen Grüßen,
    Homayoun

  108. liebe fatima: auch wenn dies hier nicht jeder versteht, ich bin nicht jederzeit geil, sondern gut versorgt, muss also nicht kalt duschen! wenn eine junge dame in deutschland ein kopftuch tragen will, ist dies im bestimmten maße zu tolerieren, aber ich, verstehen sie“ Ich“ möchte nicht, sollte ich mal kinder haben, dass eine solche koptuchlehrerin diese unterrichtet!übrigens möchte ich auch nicht, dass eine faule, unfähige, spießige, angepasste lehrerin dies tut! darum: kündigung auch bei beamten- obwohl lustigerweise die von mir kritisierte verbeamtungsorgie zumindestens bei den lehrern verhindern kann, dass koptuchlehrerinnen auftauchen!
    katharina: sie haben recht! es sollte wenn schon mit statistik belegt sein, dass die jugend immer schlimmer wird! spektakuläre einzelfälle wird es immer geben! weiter so!!sollte das stimmen, was hier manche erzählen, könnten wir uns alle aufhängen!

    chicano: ja, meinung setzt wissen voraus- alllerdings sollte erstmal die politik dort ansetzen. deutschland leistet sich eine regierung aus obrigkeitsstaatsanhängern und bwl-bachelors- einmalig schrullige mischung! vor einigen tagen, ist etwas weit weg vom thema, ist mir aber wichtig, tötete ein deutscher fussballfan in hannover zwei italiener nach einem streit über die erfolge der beiden natis. er ging heim, holte die pistole, ging zurück in das lokal und schoss den beiden männern in den kopf, es ging nicht um drogen, frauen etc.- schlimm genug, sondern um die erfolge im weltfussball- wo sind da die sondersendungen, lichterketten etc. ist logisch, was ich meine- oder?? es ist doch so, wir mögen das kopftuch nicht, fatima keinen alk etc. , selbst in systemtreuen feuer-mengen nicht, .menschen sind verschieden, wundere mich nur, wenn ich so dem westen entgegengesetzt leben will, freiwillig, wieso ich den westen dann nicht verlasse, wo doch- nach eigenen angaben sprachkenntnisse vorhanden sind! wer den iran als tollen staat sieht, kann hier nicht glücklich werden. ich sehe es an mir selbst, man kann demokratie-theoretisch am deutschen beamtenstaat verzweifeln, mein wunschstaat ist auch nicht der deutsche, sondern der westliche nach meiner vorstellung, gibt es so aber nicht, obwohl sicher dänemark etc. ihm nahekommt!demokratie war in deutschland zur strauss-zeit ein wort, welches einem als linksradikalen outen konnte, man versteht also, deutschland will ich gar nicht loben, sondern die idee des freien westlichen staates!soziale sichheit, mitbestimmung auf allen ebenen, entlassung unfähiger staatsdiener, schutz vor kriminalität, teligion als privatsache, dies ist für mich freiheit und demokratie!

  109. „Ich bin diese Relativierungen langsam Leid.“

    kann sie vollkommen verstehen und das meine ich auch. wenn das eigene kind erstmal „von einem fremden bärtigen typen“ mitgenommen wird, dann wird man zum mörder, entweder real oder in der vorstellung, in jedem fall aber von hass und widerstand erfüllt bis zum letzten tag.

    ich hatte nicht vor zu relativieren, wollte nur auch mal darauf eingehen das es hier auch trotzdem nicht wirklich besser ist. schwer zu beschreiben. es ist schon besser aber letzten endes geht die ganze welt vor die hunde. darum bin ich gegen jeden zwang, von jeder seite, jeder soll tun und lassen was er/sie will um glücklich zu werden solange niemand anderes dabei verletzt wird und solange dabei nicht die grundlage allen lebens zerstört wird.

    ich verstehe sie absolut, sie schrieben ja das ihre tochter einmal etwas in der art erlebt hat, zum glück mit gutem ausgang.

    das ist das einzige was mich her stört und immer wieder eine große kluft erschafft: „Hauptsache um jeden Preis den anti-imperialistischen und anti-israelischen Freunden im Iran nicht zu nahe treten“

    allein ich kenne mich zu wenig aus im iran um wirklich zu wissen wie es dort läuft. ich werde wohl doch hinfahren müssen und es mit eigenen augen sehen müssen!
    nicht wahr Genossen?“

  110. @
    fatima

    „Man müsste erst mal definieren, was Freiheit überhaupt ist. Wahre Freiheit kann man erst erlangen, wenn man weiß, woher man kommt und wohin man geht, bzw. warum und zu welchem Zweck man überhaupt auf der Erde ist. Jedenfalls ist das meine Ansicht!“

    erstmal ist freiheit für mich auch: auch den falschen weg gehen zu dürfen. sonst hätte gott das nicht möglich gemahcht und uns so erschaffen das wir dessen nicht fähig sind.

    ansonsten teile ich (ganz persönlich) ihre ansicht. aber ich halte es eher mit den mystikern: „lieb ist nicht in wort und schrift, der buchstab ist ihr streiter nicht.“

    gott kann man nicht denken, nicht mit dem verstand erfassen, sich ihm nicht durch philosophische spekulationen nähern. man kann ihn aber lieben und ihm dadurch (wenn seine gnade dies gewährt) wirklich nahe sein.

    liebe aber kann man einfach nicht erzwingen. vielleicht ist sie das allereinzigste das man nicht erzwingen kann. man kann sie auch nicht kaufen oder sonstwie ergaunern. liebe kann nur geschenkt werden. sie kann auch nicht verordnet werden, in schulen gelehrt werden und durch kein äußeres mittel zwangsweise oder künstlich erschaffen werden.

    daher ist für mich JEDER noch so subtile zwang im glauben von vornherein kontraproduktiv und im kern eine gotteslästerung. druck erzeugt immer gegendruck. gerade das regide regiment der kath. kirche im mittelaalter hat dem heutigen atheismus im westen erst den weg bereitet. druck erzeugt immer gegendruck.

    wer sich eine welt wünscht in der mehr menschen „den wahren weg“ finden, erkennen und gehen, der muss vor allem eines tun: selbst den weg gehen und soviel liebe verbreiten das die umgebung davon be-ein-druckt wird.

    meine persönliche meinung und mein wort zum sonntag 😉

  111. @ Homayoun H.

    Ich wünsche mir, dass Sie auf diesem blog auch weiterhin eine so deutliche Sprache sprechen.

  112. @Fatima Oezoguz

    „Man müsste erstmal definieren, was Freiheit überhaupt ist.“

    Ich halte es diesbezüglich mit Rosa Luxemburg: „Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.“

  113. @Kathatrina: „Ich wünsche mir, dass Sie auf diesem blog auch weiterhin eine so deutliche Sprache sprechen.“

    Seien Sie aber sicher, dass ich das ebenso tun werde – aber erst nach dem blogurlaub.

    Grüße

  114. @Katharina

    Voltaire:

    „Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

  115. Schöner Beitrag, chicano, der hätte teilweise fast von meinem Mann stammen können.

    „daher ist für mich JEDER noch so subtile zwang im glauben von vornherein kontraproduktiv und im kern eine gotteslästerung. druck erzeugt immer gegendruck. gerade das regide regiment der kath. kirche im mittelaalter hat dem heutigen atheismus im westen erst den weg bereitet. druck erzeugt immer gegendruck.“

    Es gibt keinen Zwang im Glauben (Quran 2 , V. 256) . Wohl aber in der Beachtung gewisser Gesetze, solange sie die Gesellschaft betreffen, nicht das Individuum, genau wie hier auch. Allerdings finde ich die genannten Zwangsmaßnahmen nicht gut und viele RELIGIÖSE Iraner denken ebenso. Was glauben Sie, wie sehr Ahmadinejad es sich mit konservativen Mullahs verscherzt hat, weil er z.B. Frauen in Fußballstadien zulassen wollte?

    „wer sich eine welt wünscht in der mehr menschen „den wahren weg“ finden, erkennen und gehen, der muss vor allem eines tun: selbst den weg gehen und soviel liebe verbreiten das die umgebung davon be-ein-druckt wird.“

    Ich tue mein Bestes…auch wenn das hier nicht so gut rüberkommt, ich kann leider nicht so schön schreiben …

  116. fatima

    „Schöner Beitrag, chicano, der hätte teilweise fast von meinem Mann stammen können.“

    tatsächlich? dann grüßen sie ihn doch recht nett von mir 😉

    „Es gibt keinen Zwang im Glauben (Quran 2 , V. 256) . Wohl aber in der Beachtung gewisser Gesetze, solange sie die Gesellschaft betreffen, nicht das Individuum, genau wie hier auch. Allerdings finde ich die genannten Zwangsmaßnahmen nicht gut und viele RELIGIÖSE Iraner denken ebenso.“

    bisher habe ich das nicht geglaubt. ich bemühe mich dem gedanken eine chance zu lasen und werde versuchen mehr darüber in erfahrung zu bringen.

    „Was glauben Sie, wie sehr Ahmadinejad es sich mit konservativen Mullahs verscherzt hat, weil er z.B. Frauen in Fußballstadien zulassen wollte? “

    ich weiß nichts darüber aber wahrscheinlich haben sie ihn nicht gefeiert dafür? sie wollen damit sagen das ahmadinejad weit liberaler ist als ich mir vorstellen kann? ich möchte es gern glauben, dass dort bewegung stattfindet.

    _________________________

    wer sich eine welt wünscht in der mehr menschen „den wahren weg“ finden, erkennen und gehen, der muss vor allem eines tun: selbst den weg gehen und soviel liebe verbreiten das die umgebung davon be-ein-druckt wird.

    „Ich tue mein Bestes…auch wenn das hier nicht so gut rüberkommt, ich kann leider nicht so schön schreiben …“

    es lag mir wirklich fern sie direkt damit anzusprechen! wer bin ich denn, dass ich mir dies erlauben könnte? es war allgemein gemeint. ich weiß aus eigenem erleben nur zu gut, wie schwer es ist auch nur einen teil der eigenen ideale im alltäglichen leben umzusetzen. tut mir leid wenn es sich so anhörte als würde ich das von ihnen vollkommenheit erwarten.
    möge gott und helfen nicht allzu sehr zu versagen in den dingen, die wir als wahr in unseren herzen erkennen durften.

  117. „möge gott und helfen nicht allzu sehr zu versagen in den dingen, die wir als wahr in unseren herzen erkennen durften.“

    Schön gesagt. Ergänzend möchte ich noch sagen:

    „….und dass wir unsere Ideale niemals verraten, so groß der Druck oder auch die Verlockung von Macht / Karriere sein mag.“

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