Afghanistan endet wie Vietnam

Zu den jüngsten Entwicklungen

OK, jetzt geht’s stramm den Berg runter: Die Bundeswehr war nach dem Kunduz-Massaker im September 09 ein halbes Jahr nur im Lager. Bei der ersten größren Feindausfahrt am vergangene Freitag macht es gleich bumm, drei Mann tot. Unsere Soldaten sind in der Folge hypernervös und knallen fickrig sechs verbündete afghanische Hiwis ab. Die werden sich das merken und vielleicht das nächste Mal auch „aus Versehen“ drauf halten, wenn unsere um die Ecke biegen.

Denn die Konstellationen sind in Auflösung. Obamas Konzept, die Besatzung zu „afghanisieren“, d.h. westliche Soldaten durch einhemische Quisling-Truppen zu ersetzen, ist gescheitert, weil der Ober-Quisling keiner mehr sein will. Karzai hat am Wochenende angekündigt, dass er den westlichen Truppen nur noch Offensiverlaubnis gibt, wenn die Stammesältesten zustimmen. Das heißt im Klartext: nimmer. Außerdem hat er angekündigt, wenn der Westen so weiter macht, könnte er sich vorstellen, zu den Taliban zu wechseln. Ein Hammer!

Die NATO kann jetzt zwar ohne die Erlaubnis von Karzai weiter in die Offensive gehen – aber dann verliert sie ihn und damit die Schein-Legitimation, sie leiste am Hindukusch „brüderliche Hilfe“ auf Einladung der gewählten Regierung. Oder sie sieht ein, dass das nicht geht, und bereitet eine Machtübergabe an eine „nationale Einheitsregierung“ von Karzai über Hekmatyar bis Taliban vor. Wenn sie dieser Entscheidung ausweicht und blutig weiterwurstelt wie bisher, könnte sich Karzai auch noch an Chinesen und Iraner wegen Unterstützung wenden. Hochrangige Delegationen aus Teheran und Peking waren eh grad da.

Eine realistische Exit-Option hat Christoph Hörstel in seinem COMPACT-Buch „AFGHANISTAN-PAKISTAN: Nato am Wendepunkt beschrieben“. In dieser Situation Pflichtlektüre, hoffentlich auch für Bundestagsabgeordnete …

23 Kommentare zu „Afghanistan endet wie Vietnam

  1. @Jürgen Elsässer

    Gute Einschätzung!

    Ich glaube, trotz Karzais Drohungen werden die da drin bleiben, so lange es geht. Im Sommer sind über 30000 neue amerikanische Soldaten angesagt. Davon kommt Obama nicht so ohne weiteres runter. Es war sein Versprechen an das Pentagon, durch Gates in der Regierung repräsentiert, das Kontingent aufzustocken.

    In Vietnam sind sie auch noch Jahre drin geblieben, obwohl lange vorher die Unterstützung durch das südvietnamesische Volk auch schon weggebrochen war. Sie machen sich erst davon, wenn sie militärisch wirklich am Ende sind. Und das sind sie noch lange nicht. Und um die öffentliche Meinung scheren sie sich im Allgemeinen einen Dreck. Es stehen auch in den USA zur Zeit keine Wahlen an, sodass kein Druck von unten wirksam wird. Nächstes Jahr sind aber Mid-Term-Wahlen und Obama muss dabei den Republikanern, die im Aufwind sind, angesichts seiner sinkenden Popularitätswerte weiter entgegenkommen, die noch eine härtere Gangart in Afghanistan fordern.

    Karzai, ursprünglich eine Marionette der USA, ist es schon lange nicht mehr. Sie, unsere Freedom & Democracy-Fighters, hatten durch die jüngsten Wahlen Karzais Gegenkandidaten Abdullah-Abdullah an die Macht bringen wollen, hatten die Wahlen gefälscht, hatten Gruppierungen, die grundsätzlich gegen den Krieg und die Besatzung sind, gar nicht erst zugelassen… Alles for nought. Sie wollten damals schon den Nörgler Karzai, der immer wieder wegen der vielen zivilen Opfer die Besatzer kritisiert hatte, weg haben. Das ist auf ‚demokratischem‘ Weg nicht gelungen. Also wird man es anders versuchen, um ihn loszuwerden (vielen durch einen ‚Unfall‘) und eine andere Marionette nach vorne schieben. Bestechliche und korrupte Leute gibt es dort en masse und die Kohle ist dafür auch da. Sie wird sich finden. Nur: Wie repräsentativ wird dann die neue Marionette sein? Noch weniger als Karzai!

    Es wird weitergehen. Nur:
    Es gibt aber ein großes Problem: Die Loyalität der afghanischen Armee. Wenn sie wegbricht, steht man ganz alleine gegen ein fast einheitlch kämpfendes afghanisches Volk. Dann wird’s wirklich eng.

    Wie lange man das dann noch durchhält, ist die Frage. Aber man darf nicht glauben, dass irgendwelche realistischen Einsichten die USA und ihre Verbündeten zum Weggehen bringen.
    Man ist in den USA der Meinung, dass man sich eine Niederlage NICHT leisten kann wegen der Folgen in der Region. Man denke auch an Pakistan. Wie lange wird dann noch das jetzige pakistanische Regime an der Macht bleiben, das ebenfalls eine Marionette der USA ist?

    Auch in Vietnam sprach man immer wieder vom ‚Domino-Effekt‘: Was ist, wenn die Kommuinsten in Vietnam gewinnen, was ist dann mit Laos, Kambodscha usw. ..? Das war immer die große Angst. So auch jetzt.

  2. Warum wir denn hier um den heissen Brei herum geredet. Die drei toten, deutschen Soldaten sind Opfer der NWO Verschwörung, nichts anderes. Die akzeptanz, mehr Truppen zu senden, wird in der deutschen Bevölkerung erhöht und letzendlich auch gemacht. Da bin ich mir völlig sicher. Ein zufälliger Zwischenfall kann komplett ausgeschlossen werden, da die Gründe, deutsche Soldaten in Afganistan zu verfrachten aus gehen. Ob drei ermordete Soldaten reichen, um Merkel wieder auf Kurs zu bringen, ist in den nächsten Tagen und Wochen sicher ersichtlich. Keine Frage, dass Merkel und Westerwelle hinter den Kulissen ein freudentanz hinlegen und UNS erzählen, dass die Bösen in Afganistan sitzen und bekämpft werden müssen. Viel Zustimmung wird ihnen zu Teil und neue Gestze verabschiedet werden, die Soldaten geopfert und die Bevölkerung verarscht. Mit freundlicher Unterstützung der westlichen Geheimdienste ist es dann auch Karzai ermöglicht, Täuschungsmanöver zu fahren, die auch glaubwürdig erscheinen. Karzai ist, meiner Recherche zu Folge, welches aber meinerseits nicht beweisbar ist, ein Freund der Bush-Familie, Öl Magnat und eingesetzt worden um deren Interessen unzusetzen. … Afganistan hat jeweils eine lange Grenze sowohl zum Iran, Pakistan und China spr. Hindukusch und usw. Hier wir doch die strategische Bedeutung klar! Der finale Schlag soll genau hier vorbereitet, den Planeten in einen dritten Weltkrieg gezwungen werden um die Ziele der okkulten Macht, nämlich die NWO, durchzubringen. Schaut nach Afrika, da haben Sie es schon erreicht, vornehmlich durch die Lüge AIDS. Faschismus, Chaos und Gewalt. WIR werden erst einmal mit der Finanzkriese, dann Impfungen und permanenten Falschmeldungen der staatlichen Medien, und nicht zuletzt, Gotteslästerungen gefügig gemacht und dann …..gehts ab…wärts.

  3. Die noch Marionette Karzai hat Blut gerochen. Und das könnte sowohl für die NATO als auch für ihn selbst tödlich enden.

    Es geht darum, den letzten unabhängien Ölproduzenten des mittleren Ostens an die USA zu binden.
    Die Deutschen machen mit, wie sollte es auch anders sein. Der derzeitige Kriegsminister von und zu Guttenberg ist ein Günstling der USA. Ein richtig fescher Transatlantiker, wenn man seine Biografie mal anschaut.
    Das Erdöl, welches heute bei 85$ pro Barrel notiert ( in 2000 zahlte man dafür noch 10$) wird immer weniger. Und damit wird auch die obligatorische Wachstumsgorgie ad absurdum geführt. Es wird kein Wirtschaftswachstum mehr geben. Punkt.

  4. 1,2,3- viele „Vietnams“……Yankees raus aus Afghansitan, deutsche Soldaten genau so…….

  5. @HAML

    Ich würde mich freuen, wenn Sie den afrikanischen Kontinent mit seiner Vielfalt und seinem ungeheuren Potential Ihren „Theorien“ nicht auch noch ausstzen würden.
    Zudem scheint sich die von Ihnen diagnostizierte neue „Welt“ordnung ausschließlich auf die (ver)westlich(t)e Welt zu beziehen. China, Indien, Indonesien scheinen sich dem Griff der NWO zu entziehen. Immerhin.

  6. Der Hass der Afghanen wird noch durch die Idotie der evangelikalen „Söldner“ in US-Uniformen verstärkt.
    Diese „Christen“ schreiben sich Psalme und Evangelienzitate auf Ihre Zielfernrohre.
    Dies ist für diese „Christen“ wohl gelebetes Christentum.
    Für einen wahrhaft gläubigen Christen ist dies eine kranke Tat.
    Aber die Evangelikalen sind ja auch eine typisch US-amerikanische Erfindung.
    Frei von Geist, Frei von Achtung vor den abramatischen Religionen.
    Der ganze Philosemitismus soll ja nur dazu dienen, die Juden zu bekehren.
    Die Juden bringen Ihnen- den Evangelikalen, dass Heil, so nehmen es diese Chimärensektenjünger an.
    „Die Endzeit naht“, diese Sprüche nerven.
    Die Endzeit ist doch schon da- youporn,Pädophilie,u.a, es kann doch garnicht mehr schlimmer werden.
    Afghanistan ist doch nur ein Platz an dem es um geld geht, viel Geld.
    Und für evangelikale Wölfe in Schafspelzen, den heimlichen Missionaree etc, die armen Menschen mit Silberlingen und Carepaketen zu vergiften.

  7. @Haml

    Wenn Sie von ‚okkulten Mächten‘ und irgendwelchen Verschwörungstheorien reden, vernebeln Sie nur selbst die wahren Verhältnisse oder Herrschaftsverhältnisse und tun das, was Sie anderen vorwerfen.

    Was wir brauchen, sind RATIONALE Einschätzungen auf der Grundlage unumstößlicher Fakten und einer Sicht der Dinge, die ihre ENTWICKLUNG und die ZUSAMMENHÄNGE miteinbezieht, in die sie eingebettet sind, die mit Hilfe unserer politischen Vernunft getroffen werden. Nur so schaffen wir es, die Dinge so zu sehen wie sie wirklich sind und nur so können wir künftige Dinge einigermaßen richtig einschätzen, wobei wir immer wieder bereit sein müssen, unsere Hypothesen zu verwerfen, wenn sie mit der tatsächlichen Entwicklung nicht mehr übereinstimmen. Denn die Wirklichkeit, auch die politische, ist sehr komplex.

  8. Afghanistan und auch der Irak werden allesamt zu neuen Vietnam´s für die US-Imperialisten. Zwar haben sie seit dem Feldzug in Vietnam in Punkton Medienkriegsführung dazugelernt, doch scheitert der US Militärapparat offenbar erneut an einem Gegner der sich eine Guerilla-Taktik zu Nutze macht. Trotz High-Tech Waffen steckten die GI´s im Hindukusch fest und sind selbst in der irakischen Hauptstadt Bagdad den Widerstandskämpfern unterlegen bzw. nicht in der Lage das ganze in den Griff zu bekommen.
    Hier dürfte sich die Faustregel bewahrheiten das eine reguläre Armee gegenüber einer aufständischen Untergrundtruppe langfristig meist den kürzeren zieht. Zumal wenn es sich um eine Besatzungsarmee handelt! Es sei den die US-Truppen kämpfen ab sofort ohne Rücksicht auf irgendjemanden, was die Zivilbevölkerung noch weiter gegen sie aufbringen würde.
    Hoffen wir das die USA durch die katastrophalen Situationen im Irak und Afghanistan letzendlich doch einlenken, ansonsten droht eine deutliche Ausweitung BEIDER Konflikte auf die Nachbarregionen. Und das dürfte die Chance auf einen Konflikt viel größeren Ausmaßes wesentlich steigern.

  9. @
    schnehen

    „Sie machen sich erst davon, wenn sie militärisch wirklich am Ende sind. Und das sind sie noch lange nicht. Und um die öffentliche Meinung scheren sie sich im Allgemeinen einen Dreck.“

    wohl kaum! wenn die sich einen dreck drum scheren würden was andere sagen dann würden sie einfach alles per luftkrieg machen. alles komplett wegbomben und dann in ruhe die pipelines besetzen und gut. no problem! so einfach gehts wohl doch nicht! hier wird immer übertrieben bis sich die balken biegen und ich bin in nun echt kein fan des weltpolizisten! kann das gehabe von denen auch nicht ab. mischen sich überall ein und drehen ein krummes ding nach dem anderen! trotzdem quark. karzai ist doch nur sauer weil obama ihn nicht so hofiert wie bushiboy! kann man nachlesen weiß jetzt nicht mehr wo. selber quelle suchen wens interessiert.

  10. @Beobachter aus BaWü

    Was Sie da ansprechen, dass sich die Konflikte auf die Nachbarregionen ausweiten könnten, ist durchaus möglich und teilweise schon Realität.

    Auch hier wieder ist die Parallele Vietnam interessant: Die USA unter Richard Nixon bombardierten gegen Ende des Krieges dann auch Laos und Kambodscha. Das kleine, friedliche Land Laos leidet heute noch unter den Schäden. General Westmoreland, der US-Oberkommandierende, sprach damals davon, Vietnam ‚in die Steinzeit zurück zu bombardieren‘ und vergaß auch seine Nachbarn großzügigerweise nicht.

    Obama hat ja schon den Krieg auf Pakistan ausgedehnt und redet von ‚Afpak‘, statt nur von Afghanistan. Die ersten Drohnen überfliegen schon den Iran, der neulich eine abschoss und die sunnitische Jundullah wird von Afghanistan aus in den Iran eingeschleust, um dort Attentate zu begehen. Sie hat schon über hundert Menschen, durchweg Iraner, auf dem Gewissen.

    Auch im Jemen bombten die USA zusammen mit den Saudis mit.

  11. Schnehen sagt: „Auch im Jemen bombten die USA zusammen mit den Saudis mit.“

    Welche Saudis haben da bombardiert? Ich korrigiere: Es waren US Söldner unter der Flagge von Saudi Arabien, die da Menschen töteten. Es gibt keine Militärpersonen, welche der Saudi Arabischen Nation angehören. Die sind so voll gepumpt mit Ölgeld, die können nur noch konsumieren und verfetten dabei immer mehr.
    Die Araber sind zu feige und zu faul, um zu kämpfen. So ist das heute und so war es seit über 150 Jahren.

  12. @pacito

    Die Huthi-Rebellen wurden von saudischen Flugzeugen bombardiert, was eine Massenflucht auslöste, so jedenfalls PressTV. Über 300000 Menschen mussten fliehen. Sie leben heute in Camps. Unterstützt wurde dies durch Bombardements durch US-amerikanische F16. Die USA leisteten dem korrupten jemenitischen Regime ‚internationale Solidarität‘. Auch weißer Phosphor, made in USA, wurde eingesetzt.

    Es stimmt nicht, dass ‚die Araber zu feige und zu fett sind, um zu kämpfen‘. Es sind die saudischen Ölscheichs, die so sind. Die Elite der 30.000 Prinzen, die das saudische Volk, 25 Millionen, unterdrücken, ja knechten bzw. korrumpieren.

    Auch G. A. Nasser war ein Araber, und was für ein Kämpfer er war!

  13. es lässt mehr als aufhorschen, wenn in dieser neuen atomwaffendoktirin nordkorea und iran genannt werden, wenn es darum geht, welche länder auch mit atomarer bewaffnung angegangen werden dürfen!

  14. Krieg bringt immer Tod und Verderben mit.
    Nur manche denken wohl, wenn die Toten nicht aus ihren Reihen sind, ist alles schick und schön.
    Solange die Gegner ermordet werden, werden die Journalisten ruhe bewaren, wenn auch die Kinder ermordet werden. Was für einen Hass muss man in sich tragen, damit man den Krieg als humanitäre Hilfe verkaufen kann!

    Gruß
    http://maziarworld.wordpress.com

  15. maziarworld wrote @ April 8, 2010 at 14:45

    >>Krieg bringt immer Tod und Verderben mit.
    Nur manche denken wohl, wenn die Toten nicht aus ihren Reihen sind, ist alles schick und schön..uvm.<<

    Nur die Psychopathen sind in der Lage, einen unbarmherzigen grausamen Krieg zu führen, ein Akt der Gnade für die Menschheit wäre es aber, ausschließlich nur die Psychopathen untereinander Krieg führen zu lassen.

    Wikipedia schreibt dazu: "Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei sind sie mitunter sehr manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen. ***Oft***mangelt es Psychopathen an ***langfristigen Zielen***, sie sind **impulsiv** und verantwortungslos"

    und weiter heißt es: "Es wird vermutet, dass die Dysfunktionen und +++Fehlregulationen+++ bereits in früher Kindheit angelegt sind"

    Eine saubere Erklärung für den emotionalen Zustand in dieser Welt, das muss einiges durch das grobe Raster oder gefiltert in die Realität aufgeschlagen sein. Erklärt es aber den Psychopathen allgemein oder welche Faktoren könnten zu solchen teils richtigen Ergebnissen führen?

    Solche Ergebnisse in etwa wie..die Houthis sind übrigens Schiiten, die in Saudi-Arabien sowieso nicht gerade wohlgelitten sind..oder..Es stimmt nicht, dass ‘die Araber zu feige und zu fett sind, um zu kämpfen’. Es sind die saudischen Ölscheichs, die so sind. Die Elite der 30.000 Prinzen, die das saudische Volk, 25 Millionen, unterdrücken, ja knechten bzw. korrumpieren.

    Auch G. A. Nasser war ein Araber, und was für ein Kämpfer er war!

    Fragen über Fragen….

  16. Der böse „reaktionäre“ Nixon hat mit seinem Außenminister KIssinger das „Vietnamengagement“ beendet, daß Kennedy begonnen und Johnson fortgesetzt hatte.

    Damals wußte man ja noch „worum“ es ging. Die Ausbreitung des Kommunismus sollte eingedämmt werden.

    Heute wird etwas von DEmokratie und Menschenrechten erzählt – in Wirklichkeit meint man aber die Pipeline die durch das Land geführt werden soll.

    Und was diese Frage angeht schein Herr Obama genau so zu denken wie Bush j. Er ist nur etwas netter nach dem hübschen Spruch: „Sprich sanft und trage ein Knüppel bei Dir.

    Wenn die USA Deutschland wenigstens auch billige Öl versprochen hätten, wäre es zwa auch unmoralisch aber wenigstens noch nachvollziehbar. Aber die Heuchelei von FRau Merkel über den Grund des Krieges in Afghanistan ist schon bemerkenswert

  17. Schon vor 2 Jahren habe ich versucht, Bundestagsabgeordnete zum Nachdenken und Stuideren der afghanischen Geschichte zu veranlassen. Ja, es haben sich welche bemüht. Sind aber von der Fraktionsführung zum Schweigen genötigt worden. Ich war selber vor über 30 Jahren 2x länger in diesem schönen, abergeschundenen Land. Kein Macht der Welt hat dort „gesiegt“ und wird dort je die kämpfenden Stämme überwinden. Stresemann wursste das schon besser als sein USA-höriger Nachfahre Westerwelle. Ach, auch unser früherer Außenstaatsmann Joseph Fischer, der uns Deutschen ja die Beteiligung an der Söldneraktion eingebrockt hat, war niht klüger. Unser Land verliert dort all den Kredit und die Zuneigung, die es sich seit Amanullah, mit dem Aufbau von Schulen, Sanitärstationen, Wasserprojekten, Aufforstung etc. erarbeitet hatte. Es ist eine Schande! Dass die Bundeswehr dank dummer und arroganter Vorschrifteritis und dank unpassender Ausrüstung junge Menschen umkommen lässt, kann man nur als schäbig empfinden. Deutschland muss endlich RAUS aus einer falschen Gefolgschaft zu den USA, raus aus der falschen Frontstellung zum verteufelten Iran, und hinein in die Zusammenarbeit mit Ländern, die sich den Nötigungen der MilIndKOmpl-Herren widersetzen.

  18. @Klaus

    Dass Nixon den Vietnamkrieg beendet hat, ist ein amerikanischer Mythos. Die heldenhaft kämpfenden Vietcong und das vietnamesische Volk haben ihn beendet, haben dem tatsächlich reaktionären Nixon, der außerdem bis zum Hals in der Watergate-Affäre steckte, rausgeschmissen. Gerade Watergate zeigte, wie reaktionär Nixon war.

    Es gibt die Aufnahme eines heimlich abgehörten Gesprächs zwischen Kissinger und Nixon, in dem Nixon vorschlägt, die Atombombe gegen Vietnam einzusetzen. Kissinger darauf: ‚That would be too much:‘ Das wäre etwas zu viel. Stattdessen schlägt dieser vor, die Deiche zu bombardieren, um weite Teile des Landes zu überfluten.

    Kissinger und Nixon haben sich damals, 1972, mit Mao Tse-tung getroffen, um aus dem südostasiatischen Schlammasel einigermaßen unbeschadet wieder herauszukommen. Sie schafften es, Mao Tse-tung dazu zu bewegen, seine Hilfe für den Vietcong einzustellen. Mao versprach, nur noch ‚moralische Hilfe‘ zu leisten und garantierte im Übrigen alle US-amerikanischen Interessen und Stützpunkte in Süd-Ost-Asien.

  19. @ klaus:
    Über den guten Herrn Kissinger gibt’s gerade neue Enthüllungen, die beweisen wie der „Menschenfreund“ die Operation Condor unterstützte.

    Neu Beweise zeigen, Kissinger war im Mordkomplott involviert.
    Was man schon lange vermutet hat, kann nur bewiesen werden. Als US-Aussenminister war Henry Kissinger an der Operation Condor indirekt beteiligt und hat Warnungen an drei südamerikanische Länder, die Mordaufträge NICHT auszuführen, verhindert.
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/04/neu-beweise-zeigen-kissinger-war-im.html

  20. Das ist doch mal ein wahrer Held für „die Freiheit Deutschlands am Hindukusch“:

    „Wir erwiderten das Feuer und vernichteten bereits in dieser frühen Phase des Kampfes Teile des Feindes. … mir flogen die Geschosse um die Ohren. Aber sie haben mich verfehlt. Mein Gegenfeuer hat dann dafür gesorgt, dass der Mann auf niemanden mehr eine Waffe richten wird. … Ich habe ihn erschossen.“

    http://www.muslim-markt.de/forum/messages/1697.htm

  21. @Steppenwolf

    Kissinger erhielt 1973 den Friedensnobelpreis (!), zusammen mit dem Vietnamesen Le Doc To, der sich weigerte, ihn in Empfang zu nehmen.

    Im gleichen Jahr organisierte selbiger Kissinger zusammen mit der CIA den faschistischen Putsch in Chile, wodurch der Faschist Pinochet an die Macht kam und Tausende von Antifaschisten und Sozialisten ermorden ließ. Dem Sänger Victor Jara wurden im Stadion von Santiago, das in ein riesiges KZ verwandelte worden war, als er anfing, auf seiner Gitarre Friedenslieder zu spielen, die Hände abgehackt.

    Das war die Klientel von Henry Kissinger. Er war es auch, der einen weiteren Putsch inszenierte, nämlich im Nachbarstaat Vietnams Kambodscha, wodurch König Sihanouk vertrieben wurde, der auf einer Neutralität Kambodschas bestanden hatte und den Vietcong Zufluchtsstätten in den Grenzgebieten gewährt hatte. Als der Putschist Lon Nol ein Fiasko gegen den Vietcong erlitt, fingen die USA auf Anraten Kissingers an, Kambodscha mit B52-Bombern zu bombardieren. 500.000 Menschen verloren durch diese Flächenbombardements ihr Leben.
    Kissinger lies grüßen!

    Nach dem Vietnamkrieg und Nixons Rücktritt blieb Kissinger auch unter dem nächsten Präsidenten Gerald Ford im Amt des Sicherheitsberaters und setzt sich in Djakarta dafür ein, die abtrünnige Provinz Ost-Timor, die ihre Unabhängigkeit von Portugal erklärt hatte, zu bombardieren. Das indonesische Militär, das von den USA die Waffen bekommen hatte, machte genau einen Tag später Nägel mit Köpfen, bombardierte die Insel so massiv, dass 100.000 Menschen starben, nicht nur Mitglieder der Befreiungsbewegung Frelimo, sondern auch sehr viele Zivilisten.

    Auch hinter den barbarischen Bombardements Nordvietnams versteckt sich ein Name: der des Friedensnobelpreisträgers des Jahres 1973: Henry Kissinger – ein enger Vertrauter Rockefellers bis auf den heutigen Tag und regelmäßiger Teilnehmer an den Bilderberg-Treffen.

    Übrigens, ob ein Zufall oder nicht: Der besagte faschistische Putsch in Chile gegen die sozialistische Regierung Allende fand auch an einem 11. September statt, am 11. 9. 1973, genau 28 Jahre vor dem nächsten 9/11.

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