12.03.: Buchpremiere AfPak

Buchpremiere des neuen COMPACT-Bandes von Christoph Hörstel: Afghanistan/Pakistan – NATO am Wendepunkt

Es gibt in Deutschland keinen besseren Afghanistan/Pakistan-Experten als Christoph Hörstel. Der langjährige ARD-Korrespondent am Hindukusch ist mittleile bei den Öffentlich-rechtlichen kaltgestellt worden, weil er den Kriegskurs der NATO nicht unterstützt. Doch vor kurzem gelang ihm ein Durchbruch: Die Zeitschrift FOCUS MONEY interviewte ihn zu seinem aktuellen Friedensplan für die Krisenregion.

Wer es detailliert wissen will, muss sich das neue COMPACT-Buch von Christoph Hörstel besorgen, das gerade ausgeliefert wird (136 Seiten, 7.50 Euro, Bestellung über www.compact-reihe.de). Die Buchvorstellung mit dem Autor findet am Freitag, 12. März, in Berlin statt (20 Uhr, Russisches Haus, Berlin-Mitte, Friedrichstraße 176 – 179).

Zum Autor Christoph Hörstel:

„… dass Hörstels ‚Friedensplan’ nichts anderes ist als ein Propagandacoup der Taliban…“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 39, 15.2.2008, S.11

„Dieser Friedenspan für Afghanistan verdient alle Beachtung.“ Egon Bahr

„Hörstel hat sich bei seiner Arbeit niemals für irgend jemand einspannen lassen, hat darüber berichtet und geschrieben, was er wirklich erfahren hat und hat sich den Menschen im Land so genähert, dass sie ihn als ehrlichen Vermittler und sogar Freund akzeptieren und achten.“ Zeitfragen Nr. 40, 08.10.2007

„Will man das, was in diesem gefährlichen und strategisch wichtigen Teil der Welt tatsächlich vorgeht, besser verstehen, dann gibt es wahrscheinlich keine bessere Einführung als das neuste Buch Christoph Hörstels.“ Schattenblick 6.3.2009

Aus dem INHALT des neuen COMPACT-Bandes:

1. Vorwort

2. Zweifache Herausforderung – Doppeltes Desaster
Die Fehlleistungen des Westens am Hindukusch

3. Afghanistan: Kritik der Argumentation der Bundesregierung
Kurzgefasste Übersicht über die wichtigsten Gegenargumente

4. Afghanistan: Uranwaffen: Der stille Genozid
De facto Völkerrechtswidrige Waffen weiterhin im Einsatz

5. Kundus und kein Ende
Hintergründe und Konsequenzen einer Schlüsselaffäre

6. Afghanistan: Obamas Verlierer-Strategie
Offener Brief an den Bundestag

7. Afghanistan: Exit-Strategie
Der bisher einzige abgestimmte Friedensplan

8. Pakistan: Wie funktioniert Terrormanagement?
Eine Abrechnung mit der Legende vom „Krieg gegen Terror“

9. Pakistan: Wege in eine neue Pakistan-Politik
Friedensplan und Vorschläge zum Landesaufbau

10. Nachwort

„Mit COMPACT kommt jetzt eine Publikation auf den Markt, die die ‚Diktatur der politisch Korrekten‘ aus ungewohnter Perspektive attackiert.“

(Neue Zürcher Zeitung)

 

49 Kommentare zu „12.03.: Buchpremiere AfPak

  1. In einem seiner Vorträg sagte Christoph Hörstel, den ich übrigens wie Jürgen Elsässer sehr schätze -auch wenn ich nicht immer der gleichen Meinung bin- dass Die Linke in Sachen Afghanistan nichts zustande gebracht habe außer den sofortigen Abzug der Bundeswehr zu verlangen, was ‚unverantwortlich ist‘.

    Was ist daran unverantwortlich? Vielleicht kann mir das jemand beantworten, vielleicht geht es aber auch aus den Zeilen seines Buches hervor, das ich noch nicht gelesen habe.

  2. @schnehen: In welchem Vortrag hat er das denn gesagt? Denn erfahrungsgemäß muss man alles im Kontext betrachten, sonst kann man leicht jemandem Unrecht tun.

  3. Bitte, es wurde versprochen über den Druck auf die Veranstalter und das Kempinski zur Verhinderung der Iran-Veranstaltung noch mehr zu bringen. Ich fände das sehr interessant, wie da vorgegangen wird. Ansonsten, Hörstel-Vorträge sind klasse und ich finde den gut.

  4. @ schnehen: Kann ich genau so wenig nachvollziehen, ein Abzug der Bundeswehr und zwar HEUTE UND JETZT wäre nicht unverantwortlich, sondern 100 Pro deutsche Interessen, lassen wir doch die Amis und diese anderen Stiefellecker den Krieg allein machen (und genau so wie die Sowjets 19989) verlieren!!!
    Hörtsel, den ich sehr respektiere, weil er genau wie J.E. mutig ist und auch schon viel Stress hatte wegen seiner Propagandaveranstaltungen und seinen Veröffentlichungen, geht aber nach meiner Meinung etwas zu weit.
    Vielleicht schätzt er an den Taliban, dass sie ehrlich sind und mit offenem Visier kämpfen.
    Meinen Respekt haben sie in der Art, dass sie den Yankees gut Paroli bieten und schon einige von diesen Hunden über den Haufen geschossen haben….Trotzdem muss doch fest gehalten werden, dass diese Taliban 1996 bei ihrer Machtübernahme in Kabul wie die Heuschrecken über die Stadt herfielen und den von den Kommunisten im Stich gelassen Präsidenten Nasbullah und seinen Vertreter vor einem johlenden Mob gelyncht haben. Es handelt sich überhaupt nicht um Freunde des afghanischen Volkes, sondern um eine multikriminelle Bande, die sich lediglich „politisch“ gibt, aber es nicht wirklich ist. Das einzige, was man ihnen zu Gute halten muss, isrt, dass unter ihrem Regime Zucht und Ordnung herrschte und die Opiumfelder verbrannt wurden. Heute aber mischen sie bei vielen kriminellen Deals mit und zwingen die Afghanen mit vorgehaltener Pistole zu Dingen, die sie gar nicht tun wollen und treiben sie den Amis in die Hände, die sich dann als „Erlöser“ aufspielen können.

  5. Das Buch ist sicherlich sehr interessant, da Hörstel neben Peter Scholl Latour als einer der wenigen bezeichnet werden kann die sich von den Verhältnissen in Afghanistan tatsächlich ein realistisches Bild machen können. Auch dürfte es zur Klärung einiger wichtiger Propagandalügen der westlichen Presse kommen, ich werde dieses Buch auf jeden Fall kaufen und lesen!

  6. @Fatima

    Sie haben Recht, man sollte nichts aus dem Zusammenhang zitieren. Das wollte ich auch nicht. Ich hatte das nur in Erinnerung, dass Christoph Hörstel das gesagt hat – ich gaube es war bei der von Nuoviso organisierten Veranstaltung in Leipzig (?), und es machte mich stutzig.

    Denn der sofortige Abzug der Besatzungstruppen aus Afghanistan ist doch die Voraussetzung dafür, dass es zu sinnvollen Verhandlungen zwischen den einzelnen Konflikparteien dort kommen kann.

  7. @m.e.

    Nett gemeint, der Artikel in der Badischen Zeitung, aber es ist zu wenig, mit Geschichten aus der Vergangenheit anzukommen, schon gar nicht aus der christlichen. Was in der GEGENWART im Namen des Judentums verübt wird, ist viel schlimmer. Insgesamt ein wenig zu zahm. Die Kommentare dagegen haben es in sich, bis auf einen.

  8. @ fatimaoezoguz

    Was heißt nett gemeint. Der Anfang und Ende von dem Artikel ist eine einzige miese Hetze.

    Habe es aber geschafft, wenn auch nur für Stunden, in dem Zeitungsforum einen wichtigen Film an die Leute zu bringen.
    Der Film wurde in dieser kurzen Zeit 97 mal gesehen.
    (Ich weiß das, weil Tage vorher so gut wie niemand Zugriff darauf genommen hat)
    Dann flog mein Beitrag raus und der Artikel ist offiziell nicht mehr zu finden. Wenn man den direkten Link nicht hat.

    Mit dem 11. September 2001 begann die Hetze gegen die Muslimischen Mitmenschen und den Islam im Allgemeinen.
    Von Iraq und Afghanistan nicht zu reden.

    Es gibt niemand der die Absurdität der Offiziellen Darstellung des 9/11 so gut rüber bringt wie Oberstleutnant a.D der Bundeswehr Luftwaffe und NATO, Jochen Scholz.
    Der in dem Film übrigens auch auf J.E bezug nimmt.

    Wer das gesehen hat, muss komplett behämmert sein wenn er der Offiziellen Darstellung weiter Glauben schenkt.
    Und damit auch hoffentlich erkennt, wie diese Antiislam Hetze ihren Anfang nahm.
    Die so fatal an die Hetze gegen die Juden im Nationalsozialmus erinnert.

    Und schneeflocke, du lieber Hüter der Mitmenschlichkeit. Ich habe nix dagegen das Israel einen Staat hat. Den sollen sie haben. Aber sie sollen dem Palästinensischen Volk ihre Würde zurückgeben. Und die können sie nur erlangen wenn sie entweder einen eigenen Staat haben oder gleichberechtigt mit den Israelis in einem Staat zusammenleben können.

    Solange das ist nicht ist, werde ich Israel als einen Imperialistischen Apartheidsstaat kritisieren.
    Und solange nicht klar ist das die Kriegsgefahr für den Iran gebannt ist, werde ich Position für und nicht gegen den Iran beziehen.
    Genau so auch bei den Palästinensern.

    hlvs Generation 9/11

    Der Film:

  9. @ me my friend 😉

    „Und schneeflocke, du lieber Hüter der Mitmenschlichkeit.“

    So sarkastisch heute, my friend? Was bist Du denn dann? Lass mal raten, der liebe Talibanversteher? hehe 😉

    „Ich habe nix dagegen das Israel einen Staat hat. Den sollen sie haben.“

    Na, da haben wir doch schon was gemeinsam.

    „Aber sie sollen dem Palästinensischen Volk ihre Würde zurückgeben.“

    Noch was gemeinsam wir beide!

    „Und die können sie nur erlangen wenn sie entweder einen eigenen Staat haben…“

    Und Bingo….alle guten Dinge sind drei! Wieder eine Gemeinsamkeit.

    „….oder gleichberechtigt mit den Israelis in einem Staat zusammenleben können.“

    Das wird wohl nix und das hat viele Gründe.

    Problem ist, so wie ich es sehe haben die Palästinenser (bzw. leider deren Ex- und AkutRegierung) mehrfach die Chance dazu gehabt und diese auf Kosten der Menschen dort übelst verzockt.

    Das heißt natürlich nicht, dass sie ihn nicht trotzdem haben sollen, auch wenn sie es bereits verzockt hatten, UNBEDINGT sollen sie das und zwar möglichst schon gestern. Ich nenne es etwas abfällig „verzockt“, weil das ein ungeheuerlicher Fehler war, von Gier und Hass erzeugt. Ja, ich weiß der Hass ist zum Teil verständlich, aber eben nicht geeignet Lösungen hervorzubringen, die der Menschlichkeit entgegenkommen, die Du mir attestierst. (Und -jetzt mal me`s Style anwendend und den schnehen anschreiben hier: is ja ok….haben die nieeeeeee verzockt, all Israels schuld….aaaaaaaalllllllleeeeeeeessssssss)

    „Solange das ist nicht ist, werde ich Israel als einen Imperialistischen Apartheidsstaat kritisieren.“

    Zur Zeit sehe ich das wie Du, nur muss man eben sehen, dass sich beide Seiten damit abwechseln das Ziel zu vergeigen, also die Extremisten in Palästina und die HardcoreFalken in Israel; die Leidtragenden sind die Menschen beider Völker.

    Sag doch auch, dass das, was Israel seit einem Weilchen betreibt sehr problematisch, kontraproduktiv und äußerst übel ist, nur Apartheidsstaat würde ich es jetzt nicht nennen weil es nicht wirklich zutreffend ist.

    „Und solange nicht klar ist das die Kriegsgefahr für den Iran gebannt ist, werde ich Position für und nicht gegen den Iran beziehen.“

    Kannst Du ja, nur ich würde auch das etwas differenzierter sehen; Position für die Menschen im Iran und gegen die Kriegspläne der USA, gleichzeitig gegen das Regime im iran bis dort alle Menschn ohne Angst auch einen „anderen Gott“ anbeten dürfen oder auch vom Glauben abfallen dürfen ohne Angst haben zu müssen, und gegen jede Chance auf Atombomben im Iran, für Dialog und Verständigung, gegen Vorträge wie HoloInfrageStellen und Israel soll verschwinden-Texte und zwar egal wie scheinbar doppeldeutig diese daherkommen und im Nachhinein mit Unschuldslammaugen verharmlosen ala „Nein, habe ich habe Dir nie gedroht, hast Du ganz falsch verstanden, vertrau mir, hihihihi!“ You know, verarschen kann sich doch jeder allein, oder? Komm me, soviel Korrektheit muss schon sein. Und auf diese Art schaden die Iraner auch den Palästinensern, ob das Zufall ist?

    „Genau so auch bei den Palästinensern.“

    Ok, aber gilt das auch für die Israelischen Zivilopfer oder zählt das nicht, weils weniger waren?

    p.s. Jochen Scholz in diesem Thread einzubauen ist schon in wenig pikant, denn er ist ein absoluter Gegener der Taliban und wenn ich das BuchCover oben sehe, na ja, lassen wir das, artet sonst wieder aus und mein Versprechen an Herrn Elsässer und so 😉

    Grüße aus dem Tal in die Berge 🙂

    p.s. Da Du uns immer mit so netten Songs versorgst, hab ich heute mal was für Dich 😉

  10. Möchte mich m.e. voll anschließen, was den letzten Kommentar betrifft, Iran und die Palästinenenser müssen unsere Solidarität bekommen – ohne wenn und aber!!!

  11. Guten Abend Herr Elsässer,

    ich weiß ja nicht, was nun schon wieder Ihr Missfallen erregt hat an folgendem Beitrag (soweit ich mich an meine Formulierung erinnere):

    (Dieser Beitrag war ok, aber ich habe Dich vorher schon disqualifiziert – schon vergessen? Katharina kommt nicht mehr rein – egal was sie schreibt. Punkt)

  12. Ich mach’s dann mal ganz kurz: Sie hatten mich ja „begnadigt“, da Sie ein großes Herz hätten – schon vergessen? (Das war nachdem ich es gewagt hatte auf Meinungsverschiedenheiten zwischen hier bloggenden Schiiten und Sunniten hinzuweisen) Zudem vollziehen Sie Ihre Hinrichtungen ohne jede Begründung der Deliquentin gegenüber.

    Ist schon merkwürdig, Herr Elsässer, warum Sie jemanden sperren, der versucht die Positionen Ihrer Volksinitiative zu ergründen, nachzuvollziehen und ggf. zu verbreiten.

    Na ja. Lesen darf ich ja noch.

  13. Asche auf mein Haupt, Katharina! Ich entschuldige mich bei Ihnen! Diejenige, die ich achtkant rausgepfeffert habe, war ja Patrizia! Sie dagegen dürfen weiterhin, sind herzlich eingeladen, dürfen die irrtümlich gelöschten Kommentare noch einmal einreichen und dürfen sich, so wir uns mal auf einer Veranstalrtung begegnen, von mir ohne viel Federlesen zu einem Leckerli einladen lassen! Also: Patrizia ist raus, Katharina bleibt drin!

  14. ‚“Asche auf mein Haupt, Katharina! Ich entschuldige mich bei Ihnen! Diejenige, die ich achtkant rausgepfeffert habe, war ja Patrizia!“

    Das wollte ich Sie gerade per Mail fragen, ob Sie Katharina eventuell mit Patrizia verwechselt haben, hab mich dann aber doch nicht getraut….

  15. @jprgen elsässer

    Entschuldigung akzeptiert! Kann ja vorkommen.

    @fatimaoezoguz

    Ich hatte, soweit ich mich erinnere, auf einen Austausch zwischen Ihnen und Ibn Rainer Bezug genommen. Dabei ging es um die Frage, wie die wahabtischen Saudis zu beurteilen wären. Ich hatte diesem Austausch entnommen, dass es sich bei Ibn Rainer um einen Sunniten handelt, während Sie offenbar eine Schiitin sind.
    Ich interessiere mich sehr für ein Verständnis der unterschiedlichen Glaubensrichtungen im Islam, für die Art und Weise, in welcher diese die gesellschaftlichen Systeme mit gestalten und für die Geschichte der islamischen Länder, welche offenkundig von diesen unterscheidlichen Glaubenrichtungen mitgeprägt wurde.

  16. @Katharina: Hm, ich hatte Ihnen doch entsprechende Links gegeben, so Sie sich umfassend über die verschiedenen Glaubensrichtungen informieren können. Denn ich denke, das ginge hier wirklich zu weit, denn aus Erfahrung weiß ich, wie solche Diskussionen enden, das war schon in Islamforen schlimm, und hier passt es schon mal gar nicht hin.

    Schiitische Websites und Foren:

    http://www.muslim-markt.de/forum/

    http://www.muslimfeder.de/

    http://www.al-shia.de/

    Sunnitisch – salafitisch:

    http://www.ahlu-sunnah.com/

    sunnitisch -gemäßigt:

    http://www.islam-verstehen.de/

    Seite vom Zentralrat der Muslime in Deutschland (sunnitisch ausgerichtet)
    http://islam.de/

  17. Eine Frage.

    Heißt das jetzt, dass der großteil der sich heri zu Worte meldenden mit den Taliban sympathisieren.

    Herr Elsässer, ich möchte mich nicht erdreisten mir eine Antwort von Ihnen zu erbitten, dafür haben Sie bereits genug zu tun mit dem Blog, aber dieses eine Mal würde ich eine Ausnahme erbitten, denn dass wäre für mich das Ende hier und würde dann auch Ihnen dann auch die Moderation erleichtern, wenn einer weniger hier schreibt.

    Es gibt für jeden MEnshen eine natürliche Grenze, bei den Taliban wäre diese für mich erreicht.

    Nichts für ungut.

  18. @schneeflocke:
    Heißt das jetzt, dass der großteil der sich heri zu Worte meldenden mit den Taliban sympathisieren“

    Wie bitte?? Wie kommen Sie denn darauf? Ich kann nicht für alle Schreiber hier sprechen, die meisten kenne ich gar nicht, leider, aber ich sympathisiere mit den Taliban bestimmt nicht. Man darf auch nicht den Fehler machen, sämtliche Widerstandskämpfer in Afghanistan als „Taliban“ zu bezeichnen.

  19. @ Schneeflocke

    Du, jetzt hör mal zu. Ich meine das genau so wie ich das gesagt habe.
    Finde du machst deine Sache richtig gut hier. Und ich mag das gerne leiden was du sagst.
    Mach weiter so und sage deine Meinung.
    Ich hab auch mal gesagt hier, das wenn Israel und Palästina je einen eigenen Staat hätten, wäre das für mich wie die Geburt eines Kindes. Und wenn „die da unten“ zwei Staaten machen würden, wäre es für mich wie die Geburt von zwei Kindern.
    Und dann müsste die ganze Welt einen Monat lang ein Friedensfest feiern wogegen die Olympischen Spiele sich wie ein kurzer Umdruck ausnehmen würden, oder so ähnlich.

    Da hast du auch so was ähnliches gesagt wie das ich sarkastisch wäre.
    Das war dort aber auch von Herzen gemeint.

    Lass Frieden sein zwischen uns, Bruder Schneeflocke.

  20. @fatimaoezoguz

    Vielen Dank für die Links! In drei davon hatte ich auch schon hineingeschaut. Augenblicklich lese ich allerdings eher Bücher zur Geschichte der islamischen Länder ( Arnold Hottinger) und versuche erste religiöse Grundlagen zu verstehen (Mircea Eliade).
    Die Komplexität der Aspekte, Zusammenhänge, Abgrenzungen und Entwicklungen ist mir bereits mehr als bewußt.

    @Schneeflocke

    Ich weiß auch nicht, wie Sie nun aus meinem kurzen Austausch mit Frau Oezoguz auf Sympathien für die Taliban schließen.

  21. @Katharina:

    Natürlich möchte ich Ihnen keine Vorschriften machen, was Sie lesen sollen und was nicht, aber ich würde empfehlen, zusätzlich zu der von ihnen genannten Literatur auch von Muslimen selbst zu lesen.

    Über die Lebensweise des Propheten:

    http://www.mhaditec.de/verlag/buecher/b0027-ueber_die_lebensweise_des_propheten.htm

    Verfassung der Islamischen Republik Iran:

    http://www.mhaditec.de/verlag/buecher/b0013-verfassung_iri.htm

    Der Geist des Monotheismus, die Ablehnung der Götzenanbetung
    http://www.mhaditec.de/verlag/buecher/b0025-der_geist_des_monotheismus.htm

  22. @schneeflocke:
    Heißt das jetzt, dass der großteil der sich heri zu Worte meldenden mit den Taliban sympathisieren

    „Wie bitte?? Wie kommen Sie denn darauf? Ich kann nicht für alle Schreiber hier sprechen, die meisten kenne ich gar nicht, leider, aber ich sympathisiere mit den Taliban bestimmt nicht. Man darf auch nicht den Fehler machen, sämtliche Widerstandskämpfer in Afghanistan als “Taliban” zu bezeichnen.“

    Sorry, mal wieder mein Fehler, muss lernen mich genauer auszudrücken, zumindest auf einm Blog, wo man sich nicht Aug in Aug gegenübersitzt und solche kleinen
    kommunikativen Unfälle leicht aufdecken würde 😉

    Ich frage deshalb, weil es hier ja um Herrn Hörstel (oder sein Buch) geht und bei allem Respekt und ich denke hier auch keinen Rufmord zu begehen, ist dieser Mann so was wie ein Busenfreund der Taliban. Lasse mich aber auch gern eines Besseren belehren.

    Und weil niemand dazu Stellung bezieht bisher, frage ich ob hier die meisten mit den Taliban sympatisieren.

    Und danke für Ihren Hinweis, diesmal wäre der aber nicht nötig gewesen, denn ic würde im Traum nicht darauf kommen, jeden Afghanischen Freiheitskämpfer mit den Taliban in einer „Schublade“ zu sehen.

  23. „@ Schneeflocke

    Du, jetzt hör mal zu. Ich meine das genau so wie ich das gesagt habe.
    Finde du machst deine Sache richtig gut hier. Und ich mag das gerne leiden was du sagst.
    Mach weiter so und sage deine Meinung.
    Ich hab auch mal gesagt hier, das wenn Israel und Palästina je einen eigenen Staat hätten, wäre das für mich wie die Geburt eines Kindes. Und wenn “die da unten” zwei Staaten machen würden, wäre es für mich wie die Geburt von zwei Kindern.
    Und dann müsste die ganze Welt einen Monat lang ein Friedensfest feiern wogegen die Olympischen Spiele sich wie ein kurzer Umdruck ausnehmen würden, oder so ähnlich.

    Da hast du auch so was ähnliches gesagt wie das ich sarkastisch wäre.
    Das war dort aber auch von Herzen gemeint.

    Lass Frieden sein zwischen uns, Bruder Schneeflocke.“

    Ging runter wie Oel, mein Bruder

  24. Hallo Katharina

    „@Schneeflocke

    Ich weiß auch nicht, wie Sie nun aus meinem kurzen Austausch mit Frau Oezoguz auf Sympathien für die Taliban schließen.“

    Habs in der Antwort an die werte Frau Oezoguz geschildert 😉

  25. „Ich frage deshalb, weil es hier ja um Herrn Hörstel (oder sein Buch) geht und bei allem Respekt und ich denke hier auch keinen Rufmord zu begehen, ist dieser Mann so was wie ein Busenfreund der Taliban.“

    Auch da wüsste ich doch mal gern, wie Sie zu dieser Annahme kommen.

  26. Diesmal wiegt der Haufen an Asche schwerer und ich senke mein Haupt.

    Habe den ganzen Tag recherchiert, um meine Einschätzung noch einmal zu untermauern und muss sagen, auch wenn der Mann eingie für mich problematische Statements abgegeben hat, aber mein Urteil dennoch und definitv nicht nur zu hart ausviel, sondern insagesamt nicht gerechtfertig war.

    Ich entschuldige mich unbekannter Weise bei dem Mann und nehme meine harten Worte zurück! Herr Hörstel, es tut mir leid.

    Nun möge man mich dafür vierteilen oder mir meinen schweren Irrtum nachsehen. Ich habe Bullshit geschrieben.

  27. @ Schneeflocke

    Komm grad von ner Scene Party (natürlich nich ohne Politdiskussion,gut so)

    Darum gehts uns, stimmts? 🙂

    grüsse an alle

  28. schneeflocke: kennen sie sein afghanistanbuch? er unterstützte bestimmte vorgänger der taliban, kann aber seine einschätzungen mit einem guten anmerkungsapparat begründen! will demnächst mal sein pakistanbuch lesen!

  29. 100%ig me, 100%ig und das bleibt der „Traum“, der, wenn er denn in Erfüllung gehen würde für alle Menschen da unten, wohl tatsächlich in einem weltweitem Volksfest münden würde

    Danke für den Link, dass tat grade gut, richtig gut!

    So long, brother 😉

  30. schneeflocke: sein talibanbuch erschien 2005 im kanaurverlag, einem der mutigsten mainstream-verlage im land, die z.b. auch wisnewski veröffentlichen! was er deutlich macht, ist vor allem: man kann nicht so tun, als könnte man die taliban aus den verhandlungen heraushalten! schlimm genug, dass ein krieg nicht so genannt werdendarf. er geht auch deutlich auf die tatsache ein, dass der krieg im land bereits vor dem 11.september 2001 geplant war!

  31. Ribi,

    Danke für den Tip!

    Werde es mir jetzt gleich noch bestellen und bin schon recht neugierig darauf.

  32. schneeflocke: noch ein tip! passt, weil hier schon über staatsfinanzen und finanzkrise geschrieben wurde: alexander dill- der große raubzug!- buch nennt namen der schuldigen!

  33. Ich nehme an, es ist von „Sprengsatz Afghanistan- die Bundeswehr in tödlicher Mission“ die Rede. Ich lese gerade dieses Buch von Hörstel, es ist wirklich gut. Besonders gut sollte man sich auf jeden Fall diesen Satz auf S. 13 merken, weil so mancher doch die Verbrechen des Besatzers gern mal mit denen des Besetzten gleichsetzt, so als stünden sich zwei gleichwertige Gegner gegenüber:

    „Denn wer arm ist, ist immer der Getretene (in Afghanistan wie bei uns in Deutschland) – und Verbrechen, die aus solcher Not geboren sind, zumal im Einsatz für Ziele wie Souveränität, und Selbstbestimmung, sind anders zu bewerten als die Untaten der Wohlhabenden und Satten“.

    Das gilt auch für Palästina!

  34. „schneeflocke: noch ein tip! passt, weil hier schon über staatsfinanzen und finanzkrise geschrieben wurde: alexander dill- der große raubzug!- buch nennt namen der schuldigen!“

    Puh, lese grad schon drei Bücher synchron. Danach wird wieder Luft sein und dann werde ich mir auch dieses Buch beschaffen. zum Glück lese ich sehr gern und sehr viel 😉

    Vielleicht erlaube ich mir auch einmal den einen oder anderen Buchtip für Dich. (Darf Sie doch „dutzen“?)

  35. @ Frau Oezoguz

    „Besonders gut sollte man sich auf jeden Fall diesen Satz auf S. 13 merken, weil so mancher doch die Verbrechen des Besatzers gern mal mit denen des Besetzten gleichsetzt, so als stünden sich zwei gleichwertige Gegner gegenüber:“

    Man kann nicht jeden Israeli als Besatzer verurteilen, meiner Meinung nach. Was ist z.B. mit den israelischen Kindern, die durch Attentate zerrissen wurden? Es wäre in meinen schamlos, dass damit abtutun, das man sag: „Tja, Pech gehabt, Ihre eigenen Eltern sind schuld.“ So funktiniert das, zumindest bei mir, nicht.

    “Denn wer arm ist, ist immer der Getretene (in Afghanistan wie bei uns in Deutschland) – und Verbrechen, die aus solcher Not geboren sind, zumal im Einsatz für Ziele wie Souveränität, und Selbstbestimmung, sind anders zu bewerten als die Untaten der Wohlhabenden und Satten”.

    Ja, dass ist Ihre Meinung, ich weiß. Dennoch möchte ich nicht müde werden, Ihnen den darin liegenden, wenn auch noch so verständlichen Denkfehler aufzuzeigen.

    Erstens hat Rache noch niemals etwas Gute in die Welt gebracht, wieder betont dabei: und sei sie auch noch so verständlich auf auf eine Art.

    Zweitens bleibt Verbrechen nun einmal Verbrechen, Mord bleibt immer Mord. Erst recht wenn uschuldige Zivilisten, die meiste selbst nichts anderes sind als Geiseln ihrer despotischen Regime, dabei Opfer werden. Da könnte man auch sagen, es wäre gerechtfertgt wenn man in Deutschland Attentate verübt und unschuldige Menschen tötet, weil das deutsche Regime in Afghanistan mordet, was es definitv tut.

    Verständlich ist Vieles, aber Gerechtigkeit und Frieden werden dadurch noch lange nicht erreicht, aber gerade das wollen wir doch erreichen, oder?

    „Das gilt auch für Palästina!“

    Es gilt für alle Menschen, die Opfer von Gewalt und Unterdrückung leiden, ausnahmslos.

  36. „Zweitens bleibt Verbrechen nun einmal Verbrechen, Mord bleibt immer Mord. Erst recht wenn uschuldige Zivilisten, die meiste selbst nichts anderes sind als Geiseln ihrer despotischen Regime, dabei Opfer werden.“

    Da würden wohl weder ich noch Herr Hörstel widersprechen. Ich glaube ihn jedenfalls so zu verstehen, dass er keine Terrorakte rechtfertigt, sondern lediglich sagt , dass diejenigen, die solche Zustände geschaffen haben, den größeren Anteil daran haben. Nicht mehr und nicht weniger. Wir Wohlhabenden und Satten haben hier wirklich gut Moralisieren am kuscheligen PC.

  37. schneeflocke: natürlich darf geduzt werden. wundere mich eh darüber, warum in einem forum gesiezt wird! klar, freue mich über buch-und lese-tips!!!!!!!

  38. „Da würden wohl weder ich noch Herr Hörstel widersprechen. Ich glaube ihn jedenfalls so zu verstehen, dass er keine Terrorakte rechtfertigt, sondern lediglich sagt , dass diejenigen, die solche Zustände geschaffen haben, den größeren Anteil daran haben. Nicht mehr und nicht weniger. Wir Wohlhabenden und Satten haben hier wirklich gut Moralisieren am kuscheligen PC.“

    Und da würde ich Ihnen nicht widersprechen.

    Es soll keine Einschränkung meiner Zustimmung sein, nur eine Einschätzung meinerseits, wenn ich sage, dass solche „Berechnungen“ einfach nicht weiterführen. Nur ein Neuanfang, der von einem Grundrauschen an Verzeihen getragen sein müßte, kann letzlich zu Verständigung und Frieden führen. Ich kann es nur wiederholen, es gab auf beinde Seiten unersetzliche Opfer, und die Betonung liegt dabei auf unersetzlich.

    Das Ganze ist so schmerzvoll und verfahren, dass eine Chance auf Frieden fast utopisch anmutet, aber an etwas Anderes mag und kann ich einfach nicht glauben 😉

  39. Ein sinn- und verantwortungsvoller Abzug der Truppen kann nur schrittweise mit einer Strategie und den richtigen Begleitumständen erfolgen. Diese Bedingungen werden von Cristoph Hörstel in seinem jüngsten Werk wie auch in Sprengsatz Afghanistan detailliert geschildert und sollten meiner Meinung nach unseren Entscheidungsträgern als Leitfaden für das weitere Vorgehen dienen. Ein sofortiger Abzug würde genauso wie eine Fortsetzung der bisherigen Politik die bereits chaotischen Zustände noch verschlimmern.
    Wenn wir unserer Verantwortung gerecht werden wollen sollten wir auch in unserem eigenen Interesse für ansatzweise geordnete Verhältnisse sorgen bevor wir uns völlig aus Afghanistan zurückziehen.
    Dabei wäre es wohl auch sinnvoll das Verhältniss von Ausgaben für Militär und Entwicklungshilfe umzukehren, so das für jeden Euro der für BummBumm draufgeht 14 Euro in die Entwicklungshilfe fließen.
    Wäre mal interessant zu wissen wie viel uns die Dekontamination der durch Uran-Munition verseuchten Landstriche kosten wird bzw. die Höhe des Schadensersatzes für die Folgeschäden die die Menschen zu erleiden haben Krebs, MIßbildungen bei Neugeborenen etc..
    Die Entwicklung eines dauerhaften Friedens ist laut Hörstel eine Aufgabe die mindestens doppelt so viel Zeit in Anspruch nimmt wie der Konflikt bereits andauert und bei der sämtliche Teile der Bevölkerung miteinbezogen werden müssen. Hier wird also Geduld und Ausdauer gefordert sein.

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