Dresden und Stalingrad

Irrungen und Wirrungen im staatstragenden Antifaschismus und das Konzept Volksinitiative

Anfang Februar jährt sich zum 67. Mal der Sieg der sowjetischen Truppen – und damit die entscheidende Wende im 2. Weltkrieg, der entscheidende Schritt zur Niederschlagung des Nazismus. Fragt sich, warum in Deutschland und im NATO-Westen nur eine Mini-Minderheit dieses Datums gedenken will, wo doch mittlerweile alle in antifa machen? Oder vielmehr: Es fragt sich nicht. Die Sache ist klar. Der Antifaschismus ist von den Atlantikern gekidnappt worden, und große Teile der Linken machen mit. Man erweckt den Eindruck, als hätten „uns“ die Amis und Briten befreit, und als sei der 2. Weltkrieg nur eine Fußnote des Holocaust gewesen. So wird die Sowjetunion, die mit 20 Millionen Opfern die meisten Toten zu beklagen hatte und die Hauptlast des Krieges trug, aus dem kollektiven Gedächtnis eliminiert. Das zeigte sich auch an den Feierlichkeiten zur Befreiung von Auschwitz letzte Woche: Nur en passant wurde erwähnt, dass die Rote Armee das Vernichtungslager befreit hat. Stattdessen eine Orgie von Pro-Amerikanismus und Pro-Zionismus. Warum durfte Peres vor dem Bundestag sprechen und nicht – noch nie! – ein Russe (einerlei ob damaliger Rotarmist oder heutiger Staatsführer)? Peres nutzte das Gedenken, um einen neuen Krieg vorzubereiten – das hätte Putin nicht gemacht.

In Stalingrad zeigt sich das Heroische des antifaschistischen Kampfes in seiner unbefleckten Gestalt. Der Kampf der Roten Armee aus unterlegener Position, der Opfermut ihrer Soldaten, die geniale Planung der Umklammerung der zunächst siegreichen Nazi-Okkupanten – das ist ein Stoff! Aber anstatt an diesem Beispiel klarzumachen, dass es manchmal tatsächlich kriegerischer Gewalt bedarf, um einen vernichtungswütigen Diktator und seinen Anhang zu stoppen, feiern große Teile der antifa-Szene die Bombardierung von Dresden am 13. Februar 1945. Parole: Do it again, Bomber Harris! Warum dieser menschenverachtende Zynismus? Warum das Abfeiern des antifaschistischen Krieges gerade dort, wo er sich an Scheußlichkeit kaum noch von dem Vorgehen des Gegners unterschied? Mit „Dresden“ macht die amerikanisierte Linke deutlich, dass sie durchaus mit Kriegsverbrechen der Angloamerikaner einverstanden ist, wenn sich diese Verbrechen gegen „Untermenschen“ wie Deutsche und Moslems richten. In diesem Sinne ist „Dresden“ für die amerikanisierte Linke weniger Geschichtsdiskurs als aktuelle Politik – die Werbung für den Angriff auf Iran.

Für unsere Debatte in der Volksinitiative ist interessant, dass der Triumph in Stalingrad nur errungen werden konnte, weil Stalin das Konzept des „Großen Vaterländischen Krieges“ propagierte: Statt sektiererischer „Verteidigung des Sozialismus“, der alle Nicht-Linken ausgeschlossen hätte, das Bündnis auch mit der Kirche und mit den Angehörigen nicht-proletarischer Schichten. Das ist das Konzept Volksfront von damals, das Konzept Volksinitiative heute.

Hier ein Ausschnitt aus der FAZ von letzte Woche, der das plastisch macht:

Viele der befragten Soldaten bezeugen die schärfsten Sanktionen, die gegen vermeintliche „Feiglinge“ und „Saboteure“ in der umkämpften Stadt zur Anwendung kamen. Dennoch erklären diese Strafmaßnahmen für sich genommen nicht, wie die an der westlichen Flussseite ausharrenden Häuflein von Rotarmisten gegen die anstürmenden Deutschen bestehen konnten. Vielmehr künden die Interviews von einem Geist, der sich in dieser Phase des Krieges in der umkämpften Stadt formte – ein aufkeimendes Bewusstsein, dass die bislang übermächtigen Deutschen gestoppt werden konnten, gepaart mit der Überzeugung, dass sich in diesem Ringen das Schicksal Russlands und des sowjetrussischen Volks entschied.
Die Wolga, die „russische Schönheit“, wie ein Rotarmist sie nannte, oder „unsere Woluschka“, wie ein anderer den Fluss mit zärtlichen Worten bedachte, war gleichbedeutend mit dem Herzen Russlands. Sie durfte nicht preisgegeben werden. In dieser gemeinsamen Abwehrschlacht wollte jeder seinen Mann stehen. Dieses Selbstbewusstsein demonstrierten auch Frauen, etwa die 22 Jahre alte Sanitäterin Vera Gurowa: „Genauso wie ein Soldat über seinen Angriff erzählen kann, kann ich auch erzählen, wie ich mich bei meiner Arbeit fühlte. Manchmal kommt man 48 Stunden am Stück nicht zu sich, überall, wohin man geht, sieht man nur Verwundete . . . Meiner Meinung nach ist eine Frau in der Armee genauso nützlich wie ein Mann.“
Offiziere heben in den Gesprächen ihre gewachsene Autorität als Kommandeure hervor. Im Herbst 1942 hatte die sowjetische Führung den Posten des politischen Kommissars abgewertet und die Wiedereinführung der Schulterklappen aus der Zarenzeit verfügt. Neben den revolutionären Klassenkampf rückte nun das Bekenntnis zum vorrevolutionären Russland, seiner Militärmacht und seiner Größe. Stolz erwähnte Major Pjotr Zajontschkowskij (geboren 1904) seine Herkunft aus einer adligen Offiziersfamilie: „Mein Urgroßvater hat das Georgskreuz für Borodino bekommen und drei Jahre im Kadettenkorps gedient. Seit meiner frühesten Kindheit wurde ich im heldenhaften Geist des Kriegs von 1812 erzogen. Ich erinnere mich, dass ich mit sechs, sieben Jahren alle Helden des Kriegs von 1812 kannte.“
Wenige Jahre zuvor hatte Zajontschkowskij, der nach dem Krieg einer der bekanntesten Historiker der Zarenzeit wurde, noch seine Herkunft verleugnen und seine Sporen als einfacher Arbeiter an der Werkbank verdienen müssen. Nun bekannte er offen, welche Anschauungen in seiner Familie vorgeherrscht hätten: „Ob mein Vater sich (nach der Revolution) zum sowjetischen System bekehrt hat? Natürlich nicht.“ Was Historiker schon zur sowjetischen Intelligenzija im Krieg festgestellt haben, lässt sich nun auch für das Militär belegen: dass der Krieg trotz seiner Bedrohungen und Entbehrungen auch Freiräume eröffnete. Das Selbstvertrauen, das spürbar aus den Stalingrader Gesprächsprotokollen spricht, war Welten entfernt von der stalinistischen Vorkriegszeit, in der Furcht, Misstrauen und Passivität das Leben der Gesellschaft lähmten. (Zitat FAZ Ende)

Das Foto oben am blog („Header“) zeigt übrigens Dresden um 1900. Sieht wirklich aus wie Florenz, oder?

58 Kommentare zu „Dresden und Stalingrad

  1. Das war wohl längst mal überfällig, auch wenn ich kein Fan der Russen bin, aber sie haben sich nun mal verteidigt.
    Vor allem ist in der Tat die Frage interessant, warum nie ein Russe im Bundestag sprechen durfte, aber eben dort ein Israeli die Opfer Auschwitz´ für seine Kriegshetze missbrauchen darf und dafür noch beklatscht wird.
    Absurdistan live! Ich schäme mich schon manchmal fast für meine Regierung, auch wenn ich sie nicht gewählt habe.

    Es würde mich des weiteren interessieren, wer den FAZ- Artikel geschrieben hat.

  2. Anmerkung: a) es hat ein Russe im Bundestag gesprochen, nämlich Putin im Jahre 2001. Es war eine der klügsten und teilweise auf deutsch gehaltenen – Reden, die ich je gehört habe. Praktisch bot Putin der Bundesrepublik einen Bündniswechsel an. Hat zwar nicht geklappt, aber ein bißchen damit kokettiert haben Schröder, Fischer und Schily damit schon und sich auch etwas Spielraum verschafft. Nur so blieb uns der Kriegseinsatz im Irak erspart.

    Stalin hat nicht nur auf ie Erfordernisse des Krieges reagiert, sondenr diesen dazu benutzt, daß, was ohnehin auf der Tagesordnung stand, etwas vorzuziehen: die Synthese von sozialistischer Revolution mit der russischen Geschichte, die nicht mehr nur als Negation, sondern als Voraussetzung der weiteren Entwicklung begriffen wurde. Das ist übrigens das Schicksal aller Revolutionen, insofern sie Bestand haben.

    Was ie Antideutschen angeht, so könnte ich es mir leicht machen und darauf verweisen, daß ich schon viele Verrückte habe kommen (und gehen) sehen. KGrüppler, militante Spontis, Veganer, Feministinnen und Gewaltbereits aller Art. Irgendwie muß das mit den Hormonen und der leicht verlängerten Jugend des Studenten- und Autonomenlebens zu tun haben. ie Antideutschen sind allerdings schlimmer, können sie mit ihrer Ideologie doch problemlos an ie herrschende Ideologie andocken und ohne sich viel zu verändern, gewöhnliche Reaktioäre mit Sinn für hedonistische Lebenskulutr werden. Sie tun es ja auch andauernd: Oder wo sind Thomas von der Osten-Sacken, Matthias Künzel oder gar meine besondere Spezialfreundin Ilka Schröder geblieben? Manchmal tut mir der arme Hermann L. Gremliza richtig leid, wenn ich das Pack betrachte mit dem er sich umgibt und as ihm dann doch regelmäßig von der Fahne geht. Am Ende bleiben ihm doch nur der Feuilletonist Georg Fülberth, Horst Tomayer und der leicht weltfremde Hermann Peter Piwitt. Kapitulantenschicksal!

  3. Lieber Jürgen, guter Artikel, bestechende Betrachtung und richtige Schlussfolgerungen. In ähnliches Horn stieß ein Kommentar von mir, den ich unter „Linke ohne Lafontaine“ plazierte. Dort finden auch in analogem Tenor die Städte „Stalingrad“ und „Dresden“ Erwähnung. Eine antideutsche Linke, welche angesichts des Bombardements von Dresden von „Bombenstimmung“, „Harris, tue es nochmal“ und „Oma war Trümmerfrau – zu Recht“ spricht, stellt sich außerhalb jeglicher Moral. Ihnen geht es immer und überall nur darum, dass Deutsche Opfer waren, was stets gut ist! Diese Leutchen können in ihrer engbegrenzten ideologischen Wahrnehmung auch die Motivation und Bedeutung eines „Großen Vaterländischen Krieges“ nicht begreifen, der eben die Mobilisierung des Volksganzen unter Hinwendung zum Patriotismus und zur Tradition darstellte. Sie können und wollen auch nicht begreifen, dass selbst die SED-Oberen Dresdens in den 50er-Jahren das Bombardement als das benannten, was es war: ein Kriegsverbrechen! Nun, unsere Gemütlichkeits- und Wohlstandlinken hätte sich beim „Großen Vaterländischen Krieg“ sicherlich in die Hose gesch… oder hätten sich in anarchistischer „Pazifisterei“ geübt. Wer oder was aber, liebe antideutsche Linke, hätte dann aber den Faschismus besiegt ??? Weicheier-Pazifisten oder Terrorbombardements auf Zivilisten?!?! Und auch heute seid ihr wieder die Steigbügelhalter des westlichen Imperialismus. Na ja, jetzt habt ihr sicherlich schon wieder Sarah Wagenknecht im Fokus, welche ja so pöuse war und im Sitz kleben blieb, als Peres die große Bühne betrat. Vielleicht hat sie ihn einfach nicht verstanden, da er ja nicht deutsch sprach. Oder sie fand eben dies unhöflich. Oder sie wollte einfach nur ihr Missfallen über Israels militante Politik zum Ausdruck bringen. Und schon schließt sich wieder der Kreis zu den Antideutschen, denen ja solch ein Protest so gar nicht zusagen dürfte. So, nun aber mal mein Kommentar von einst, der hier her passt (jaja, Eigenlob stinkt!):

    Mit Lafontaines Abgang wird das nicht besser werden. So lange diese Partei Leuten Unterstützung angedeihen lässt oder selbst züchtet, die anlässlich im Weltkrieg bombardierter deutscher Städte hämisch von “Bombenstimmung” und “the Show must go on” sprechen, kann von authentischer linker/proletarischer Tradition keine Rede sein. Wer T-Shirts veräußert, auf denen “Stalingrad ‘43″ steht, hat auch nichts begriffen. Während man nämlich jubelt, dass Menschen zu Hunderttausenden verbluteten und erfroren, macht man vergessen, dass sich im Grunde zwei Brüdervölker zerfleischten und der westliche-plutokratische Imperialismus davon partizipierte. Oder pathetisch ausgedrückt: während hier die Tränen, im Westen Dollars flossen! Die LINKE muss sich endlich verabschieden von dieser einseitig-zeitgeistigen Anti-Haltung gegenüber allen patriotischen Regungen oder sie verabschiedet sich einst selbst und verschwindet von der Bildfläche. Dort dann aber hineinzustoßen und das Vakuum zu füllen, muss der Hauptansatz der “Volksinitiative” sein.

  4. Ja, eine Wunderschöne Silhouette von Dresden

    Zu der Hetze gegen Linke aus der eigenen Partei gegen Sarah Wagenknecht wg. Peres Kriegsrede im Deutschen Parlament
    http://www.jungewelt.de/2010/02-01/047.php

    Ich halt von gar keinem Krieg irgendwas, ich sag nur Hans Modrow:

    Vor genau 20. Jahren
    Modrow legte am 1. Februar 1990 als Ministerpräsident in der Volkskammer ein Konzept zur deutschen Einheit vor, das auf militärischer Neutralität und föderalen Strukturen basiert.

    und dazu:
    http://www.ad-hoc-news.de/schaeuble-ddp-hintergrund-vor-20-jahren-modrow-will-in–/de/Politik/20897474

    Mir hätte Modrows Idee umzusetzen sehr gut gefallen. Wir hätten uns dann in der Tat auf das Modell Schweiz zubewegt.
    Im Link drüber steht warum das leider nicht hingehauen hat.

    Wie schade…..

  5. Sehr zutreffend, JE. Man sollte vielleicht noch erwähnen, daß 3/4 der militärischen Schlagkrat der Achse an der Ostront kämpte, wohingegen die WEstalliierten erst dann und erst nach langem drängen der UdSSR die zweiteFront im WEsten eröfneten, als der Krieg für das NS-REgime schon so gut wie verloren war. Man beachte dies im Verältnis US/UK-Finanzkapital und ihre unterstützung der Machtübergabe an Hitler. Die westlichen finanzkapitalistischen Eliten unterstützten Hitler wegen der geplanten physischen Vernichtung der organiserten Arbeiterschaft und der geplanten militärischen und politischen Vernichtung des ersten Sozialistischen Staates. Erst als dieser Plan in einem Desaster zu enden drohte (Europa rot bis nach Madrid) war man seitens der „Freunde“ bereit, die warmgehaltene Allianz mit der UdSSR aus dem Ofen zu holen um zumindest den höchstentwickelten WEsten Europas für das Kapital zu sichern. Ichbegeh übrigens schn lange nicht mehr den 8. Mai, sondern den 9. Mai – Dem Tag an dem das NS-REgime vor der Sowjetarmee kapitulierte. WEr sich noch an den Spaß mit Broder und mir erinnert, wird sich noch dran erinnern, wie es ihm hochkam, als ich auf meiner WEbsite schrieb, daß zwischen Siegern (UK/USA) und Befreiern (UdSSR, Partisanen) unterschieden werden müsse. Die Antifa darf nicht so tun als wäre dieses Bündnis gegen Hitler nicht schon 1946 zerbrochen.

  6. Wo ist das in der Überschrift betitelte „Konzept der Volksinitiative“ zum Thema Bombadierung Dresdens? Der Satz: „In Stalingrad zeigt sich das Heroische des antifaschistischen Kampfes in seiner unbefleckten Gestalt.“ Ist wohl typisch antifaschistischer Reflex oder? Das die (zensiert wegen Rassismus; gemeint: Sowjets) die ab 1944/45 ins Reich einfielen sicherlich nicht die Zivilisation brachten oder gar irgendwelche „Menschenrechte“ verteidigten lässt sich alleine schon daran festmachen das Josef Stalin sie befehligte, dessen Name trieft nur so von Blut, von russichen wie deutschem! Auch stehen die Hassorgien der Sowjetsoldaten beim EInrücken in Deutschland denen der Deutschen in nichts nach, gleiches mit gleichem vergelten war und ist noch immer wohl kein geeignetes Mittel ziviler Politik.
    Einen „Befreiungsschlag“ gegen den so bösartigen Nazismus zu konstruieren, dass halt ich doch für äußerst bedenklich. Überhaupt ist es fraglich ob eine gegenwartsbezogene Volksinitiative überhaupt mit solch einem Thema punkten kann bzw. soll. Das die Bombadierung ganz neutral und ohne Schaum vorm Mund betrachtet ein barbarischer und kriegverbrecherischer Akt war, dass bezeugen mittlerweile auch etablierte Mainstreamhistoriker.
    Ich halte solche Thematiken für die VI als eher kontraproduktiv weil sie wiedereinmal darauf aus sind die Schlachten von Vorgestern erneut zu schlagen. Das hat mit zukunftsorientierter Politik nichts zu tun.

  7. „Nun, unsere Gemütlichkeits- und Wohlstandlinken hätte sich beim “Großen Vaterländischen Krieg” sicherlich in die Hose gesch… oder hätten sich in anarchistischer “Pazifisterei” geübt.“

    „Weicheier-Pazifisten“

    Wie bitte? Was ist das denn für eine martialische Sprache? Lobbyisten der Wehrindustrie werden sich die Hände reiben.

  8. „Warum durfte Peres vor dem Bundestag sprechen und nicht – noch nie! – ein Russe (einerlei ob damaliger Rotarmist oder heutiger Staatsführer)?“
    Lies mal ein Geschichtsbuch, dann kommst du vielleicht dahinter.

  9. Um es ausnahmsweise klarzustellen: Die Position des Kommentators entspricht KEINESFALLS der der Volksinitiative. Der Satz, dass „die Hassorgien der Sowjetsoldaten beim Einrücken in Deutschland denen der Deutschen in nichts nachstanden“, ist grob falsch. Den Nazis fielen über 20 Millionen Sowjetbürger zum Opfer; davon sind die Verbrechen von Rotarmisten beim Einmarsch in Deutschland, die es leider gab, Lichtjahre entfernt. Das belagerte Leningrad wurde ausgehundert, ungefähr eine Million Tote; das besetzte Berlin wurde anständig versorgt. Mag sein, dass Geschichtspolitik kein Schwerpunkt-Thema der VI sein kann. Heißt aber nicht im Umkehrschluß, dass wir Geschichtsrevisionismus durchlaufen lassen. – Zum Thema Dresden hingegen gibt es keinen Dissens, da hat der Kommentator meinen Blogbeitrag nicht richtig gelesen.

  10. „…das Bündnis auch mit der Kirche und mit den Angehörigen nicht-proletarischer Schichten. Das ist das Konzept Volksfront damals, das Konzpet Volksinitiative heute.“

    Ich frage mich schon, inwieweit die oben genannten Bevölkerungsgruppen auf diesem Blog eine Stimme haben bzw. in der Volksinitiative präsent sind bzw. von dieser aktiv angesprochen werden. Ich nehme an, mit nicht-proletarischen Schichten“ sind auch z.B. die in einer anderen Diskussion schonmal erwähnten Handwerker, Kleinhändler, Gewerbebetreibende etc gemeint.

    Dies ist auch keine rhetorische Einlassung. Es würde mich wirklich interessieren.

  11. OFFTOPIC aber nicht unpassend für antivolk und exmoonie:

    Ihr kennt sicherlich die „Israeli“ Defense Force – IDF. Defense heißt Verteidigung, oder altertümlicher „Wehr“, Force heißt „(Streit)macht“. Die „Israli“ Defense Force ist also übersetzt die „israelische“ Wehrmacht.

  12. Sorry, damit kann ich nichts anfangen. Es ist mir egal, ob die Einen 1 000 000 Menschen töteten, die Anderen aber 3 000 000.

    Solche Rechnungen gehen nie auf und haben letztlich keinen wirklichen Anfang, es ist ein Hauen und Stechen auf allen Seiten, durch die Jahrhunderte hindurch. Wieviele Menschen hat der sogenannte Kommunismus, wie viele das Nazitum, wie viele der amerikanische Koloniallismus usw. usw.. getötet? Wie weit will man zurückgehen, um einer erste Ursache zu finden für all das Morden? Das ist doch alles nur Wahnsinn und muss einfach immer und zu jeder Zeit, auf allen Seiten als das benannt werden, was es ist: Menschenunwürdig.

    Ich bleibe dabei, rechts und links sind die zwei Backen der gleichen Idiotenfalle.

    Wer wen befreit hat kann man so auch nicht wirklich sagen. Ich hätte jedenfalls nicht in die Ostblockländer „getrettet“ werden wollen. Gott sei Dank war es dann doch West-Berlin. Ich habe auch nichts gegen Menschen, die lieber in der von Stalin geprägten Welt, oder der DDR hätten leben wollen.

    Um nicht vollkommen mißverstanden zu werden, in meiner Familie gibt es rusisches Blut, auch in mir ein wenig und ich liebe die russische Volksseele, die russische Kultur und Sprache, die Musik, die tägloch bei uns zuhaus auch zu hören ist, ja all das liebe ich.

    Aber bleibt mir fern mit Stalin und dergleichen, für mich alles eine Liga von Supermördern, auch und gerade an der schönen russischen Seele.

    Und der, der da die Pazifisten diffamiert, er hat doch keine Ahnung von mutigen Männern und Frauen, denen es leichter gefallen wäre zu kämpfen und zu töten und die dennoch nicht zu den Waffen griffen, einfach weil sie daran glaubten und dafür auch starben. Ein Frevel so über diese herzuziehen.

    Nein, ich gehöre übrigens nicht dazu, leider habe ich ein anderes Temperament im Anblick von schreiender Ungerechtigkeit, Folter und Mord, ich würde kämpfen, dass heißt aber nicht, das ich den Mut und die Gesinnung derer, die diese Wahl nicht treffen wollen und können, als feige und gefühlsduselig hinstellen dürfte.

  13. zu Chris Sedlmair:

    Leider sind in Ihrem Beitrag zu viele Ungenauigkeiten enthalten, die das Bild eines ideologischen Kampfes zwischen Sozialismus und Faschismus erkennen lassen sollen.
    Bei genauer Betrachtung der Faktenlage gab es den nicht. Er war für beide Seiten ein rein nationaler Überlebenskampf. Der wurde auch nicht in „Mein Kampf“ geplant oder vorbereitet. Er entsprang auch nicht dem gerne karikiertem deutschen militaristischem Größenwahn. Die Faktenlage vereinfacht die Übersicht immens. Nur Mut!

  14. @Chrissdlmair

    Ich verstehe nicht, was Du mir mitteilen möchtest.
    Ich verstehe nur, dass nicht-proletarische Schichten von der Volksinitiative nicht angesprochen/eingebunden werden, da auf sämtliche Fragen, die eine Vertreterin nicht-proletarischer Schichten an euch richtet, nicht deutliche geantwortet wurde und wird.

  15. Für die UdSSR wurde es zum nationalen Überlebenskampf durch den Überfall Hitler-Deutschlands. DIe Zerstörung und 20 Mio Tote sind ganz gewiß nicht im Interesse eines sozialistischne Staates, der vor allem TEchnologie, Produktionsmittel und Arbeitskräte braucht.

    Die Kommunisten waren schon gegen Versailles, Young- und Dawes-Plan, da gabs noch garkeine Nazi-Partei.

    Und der Weltkrieg wurde schon ab 1925 angestrebt, von genau diesem eutschen Militarismus, von Stahlhelm, Thyssen und Co.

    Mut um dummes Zeug zu reden ist keiner. Danke.

  16. i love you mister! am liebsten würde ich ein interview von Ihnen mit Wagenknecht in der jungen Welt lesen!

    Grüße, mph

  17. Vielen Menschen aller Nationen wurden aus den Nazi-Konzentrationslagern, Gefängnissen und Verstecken von den braunen Staatsterroristen befreit. Die Sowjetunion hat einen gerechten Verteidigungskrieg geführt und die Hauptlast des Kampfes gegen Hitlerdeutschland getragen und die meisten Opfer zu tragen gehabt. In der BRD wird all das vernachlässigt oder unter den Teppich gekehrt, wie so vieles. Alles richtig, Konsens.

    Jedoch:

    Millionen Deutsche wurden von ihren „neuen Herren“ nicht befreit, sondern wider jeden Völkerrechts gemordet, deportiert und aus ihrer Heimat vertrieben. Auf Beschluss aller Allierten und im Machtbereich Stalins unter reger Beteiligung chauvinistischer polnischer und tschechischer Banden.

    Sollen weiterhin nur Nazi- und keine allierten Verbrechen thematisiert werden, sind deutsche Opfer von Verbrechen weniger wert als andere? Ist Siegerwillkür- und Geschichtsschreibung immer richtig, mag das besiegte Regime auch verbrecherisch gewesen sein?

    Der Kommunist der ersten Stunde August Thalheimer (KPO) http://www.arbeiterpolitik.de/broschueren.htm#p und die trotzkistische Vierte Internationale http://www.agmarxismus.net/vergrnr/m04_9_dok5.htm haben damals diesbezüglich klar alliertes Unrecht verurteilend Stellung bezogen, während die meisten anderen Kommunisten ihre sozialistischen wie humanistischen Ideale verraten oder verleugnet haben.

    August Thalheimer:

    „Die Nazis sind geschlagen; aber ihre Methode, nämlich diktatorisch mit Staaten, Völkern und Individuen zu schalten und zu walten, ist von den Siegern übernommen. Es ist jetzt bekannt, daß Millionen Deutscher aus Ostdeutschland, dem Sudetenland und Ungarn mit dem barbarischsten Methoden von Haus und Hof verjagt worden sind. Ihre überwiegende Mehrheit sind natürlich deutsche Arbeiter, Landarbeiter, Kleinbauern, Handwerker. Welche Schande für alle Siegermächte, die diese Barbarei durchgeführt oder zugelassen haben!“

    Die „AG Marxismus“ http://www.agmarxismus.net/vergrnr/m04_4_vertreib.htm erklärt:

    „Nur ein kleiner Teil der Linken hat den Mut gehabt, die Potsdamer Konferenz und die Kollektivschuld, die den Deutschen angelastet wurde, offen zu analysieren und einer kritischen Bewertung zu unterziehen. Jede Beschäftigung mit der Tragödie der Vertreibung der Deutschen gilt nach wie vor als Kennzeichen der Rechten – die Linke hat darauf bewußt verzichtet, diese Fragen zu thematisieren. Dies aber ist ein wesentlicher Grund dafür, daß die Vertriebenenorganisationen rechtslastig waren und sind und daß die nationale Frage ein „Heimspiel“ der Rechten ist.“

    Dabei sollte es leicht fallen, als Volks-Initiative dieses Terrain nicht länger den Falschen zu überlassen, z. B. den Nazis, die in ein paar Tagen wieder in Dresden aufmarschieren.

    Aus der kommunistischen Schrift „bruchlinien“ http://www.bruchlinien.at/index.php?subaction=showfull&id=1118059676&archive=&start_from=&ucat=26&category=26 zitiert:

    „Durch das Selbstverteidigungsrecht abgedeckt ist ferner nicht der sog. Bevölkerungstransfer, der nach dem Zeiten Weltkrieg durch die Abkommen der Siegermächte in Potsdam und Jalta zustande gekommen ist.

    In ihren guten Tagen hätten vor allem die Kommunisten einen derartigen Gebietsschacher mit aller Entschiedenheit verurteilt. Lenin war ein rigoroser Verfechter des nationalen Selbstbestimmungsrechts und ein ebenso rigoroser Gegner von Annexionen, weil und insofern er die „Abtrennung eines Gebietes gegen den Willen der Mehrheit seiner Bevölkerung“ für eine Verletzung des Selbstbestimmungsrechts hielt.

    Wenn aber Autoren mit kommunistischem Anspruch 60 Jahre nach Kriegsende die Vertreibungen der Deutschen aus den Ostgebieten als „Aussiedlungen Deutscher“ bezeichnen, dann wollen sie offenbar verdrängen, dass es sich hierbei um völkerrechtswidrige territoriale Annektionen und um die Vertreibung seiner Bewohner gehandelt hat.

    Und in einem Krieg, der auf deutscher Seite mit dem Ziel von Annexionen und der Unterwerfung Osteuropas und der Vertreibung oder Versklavung seiner Bevölkerung geführt wurde, kann man territoriale Beuteabsichten und die Vertreibung der Bewohner auf der gegnerischen Seite nicht ignorieren, ohne jede Glaubwürdigkeit aufs Spiel zu setzen.

    Diese Feststellungen heute zu treffen, heißt selbstverständlich nicht, irgendwelchen Restitutionsansprüchen das Wort zu reden. Das verbietet sich, jedoch aus anderen Gründen als des Rechts. Die Bemerkungen sind indes notwendig, um die Implikationen aus dem prinzipienlosen Umgang mit dem Selbstbestimmungsrecht aufzuzeigen.

    Zum einen grenzt es an Hilflosigkeit, wenn Autoren die Bekämpfung der Neonazis zwar zu ihrer Hauptaufgabe deklarieren, aber ohne jede Not eine gravierende Verletzung des Selbstbestimmungsrechts kaschieren oder rechtfertigen, und eben dadurch ihrem Hauptfeind eine Rechtsposition und die Möglichkeit ihres Missbrauchs überlassen.

    Zum anderen hätten Autoren, die mit kommunistischem Anspruch auftreten, jeden Grund und sogar die Pflicht, die Politik der SU kritisch zu untersuchen, ehe sie darüber jammern, dass der Antikommunismus der unabdingbare Begleiter des Geschichtsrevisionismus sei. Das Selbstbestimmungsrecht ist eine der wichtigsten Waffen im Kampf gegen den Imperialismus, heute insbesondere für das irakische Volk gegen die Besetzung und für die Palästinenser in ihrem Widerstand gegen die säkulare israelische Politik des Landraubs und der Vertreibung.

    Daher müssen die Linken und Antiimperialisten dazu eine prinzipielle Haltung einnehmen. Der von den Autoren beklagte Geschichtsrevisionismus ist geradezu notwendig, wenn Antiimperialismus und Sozialismus jemals wieder eine reale Perspektive erhalten sollen. Die beklagte Geschichtsrevision ist nicht nur weniger als ein Kavaliersdelikt, sie ist eine schlichte Notwendigkeit.

    Wenn die Kommunisten sie nicht leisten, werden die Neonazis ihren Vorteil daraus ziehen. Und nicht nur die! Die ständige und pauschale Schuldzuweisung unabhängig von jeder individuellen Verstrickung erzeugt Verdruss bei den Menschen. Wo sie es nicht tut, können die Schuldgefühle für humanitäre Interventionen instrumentalisiert werden.“

    Der Historiker Prof. Dr. Helmut Bleiber in “Z. – Zeitschrift Marxistische Erneuerung – Nr. 14, Juni 1993″:

    „Im Interesse der Selbstvergewisserung der marxistischen Linken liegt die kritische Sichtung und Aufarbeitung der Geschichte der sowjetischen Nationalitätenpolitik. Sie hat die “Aufarbeitung durchaus nachhaltiger Leistungen auf dem Gebiet der natioanlen Frage” ebenso einzuschließen wie die Benennung und Analyse von Deformationen, Verletzungen und Fehlern, die von der Duldung und Funktionalisierung von großrussischen Nationalismus bis hin zur barbarischen Praxis der Umsiedlung ganzer Völkerschaften und ethnischer Gruppen (die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den Gebieten östlich der Oder und Neiße eingeschlossen) reichen.“

    Wir sollten geschichtliche Ereignisse wie die verbrecherische Versenkung der „Gustloff“ und „Goya“, des Terrorbombardements in Dresden und nicht zuletzt von Vertreibung und Massenmord im Osten nicht länger den Nazis überlassen, die deutsche Opfer übelst für ihre neonazistische Propaganda zur Reinwaschung des Nazistaates missbrauchen.

    Hierzu müsste sich also forsch von der antideutschen Fronde der gesamten deutschen Linken von Günter Ackermann über die MLPD, DKP bis hin zur Linkspartei abgehoben werden, welches ein Novum in der Geschichte der deutschen Linken wäre und anknüpfen würde an die unerschrockene Thematisierung der nationalen Frage durch Thälmann, später Thalheimer und teils auch Ulbricht.

    Über Befreiung vom Faschismus jedoch reden und Millionen Menschen ausklammern, die alles andere als befreit wurden, heisst, politisch-korrekt west-alliert-imperialistische und stalinistische Megavölkerrechtsverbrechen gutheissen und mit diesem schrägen Geschichtsbild eine riesige Opfergruppe ausblenden. Das kann nicht die Intention einer Volks-Initiative sein, die neue Wege beschreiten möchte.

    Dass diese gegangen werden können und müssen, ohne die Faschismus- oder Revanchismuskeule fürchten zu müssen, oder falschen Geschichtsrevisionismus (es gibt auch eine Menge guten, richtigen, wie in „bruchlinien“ festgehalten!) zu bedienen, haben die eingestellten Zitate dargelegt.

    Ansonsten natürlich: Zustimmung zum JE-Beitrag!

  18. „Der Antifaschismus ist von den Atlantikern gekidnappt worden, und große Teile der Linken machen mit. “

    Stimme hier mit Jürgen Elsässer voll überein!!

    Bislang trauen sie sich nur noch nicht, die Westalliierten zu den „einzig Guten“ zu machen, um gegen Rußland zu hetzen…doch das kommt bestimmt auch noch, die Atlantiker sind sich ja für keine Infamität zu schade!!

    Und es ist eine historische Tatsache, dass im Rahmen der westalliierten Bomberoffensive gegen deutsche Städte gezielt die Wohnviertel der Arbeiterklasse terrorisiert wurden (was den Durchaltewillen stärkte, also militärisch kontraproduktiv und somit sinnlos war), während die Villegengegenden, also die Wohnorte der hohen SS-Schergen, der von Zwangsarbeit profitierenden Industriellen und der Nazibonzen , verschont wurden…und nach dem Krieg schützten die westlichen Besatzungbehörden die Naziprofiteure dann auch noch vor einer Sozialisierung der Industrie, und sorgten dafür, dass sie ihr Vermögen behalten konnten! Ein Skandal sondergleichen!

    Davon hört man nichts! Aber, wenn die Antideutschen – wie im Falle von Dresden -diesen Mord an Arbeitern und ihren Familien bejubeln, zeigen sie endgültig ihr wahres Gesicht als faschistoide Knechte des Finanz- und Grosskapitales. Ausserdem stärken sie damit Neonazis und Rechtsextreme!

  19. Mir ist bewusst, dass mein vorheriger Beirag ein wenig am Thema des sehr guten Eingangsbeitrages vorbei ging. Die Betonung jedoch der „Befreiung vom Nazismus“ ohne in einem Nebensatz neues oder weiteres und nicht weniger schlimmeres Unrecht anzudeuten, was den „Befreiten“ angetan wurde, hat mich dazu veranlasst.

    Vielleicht wäre das, in diesen geschichtsbewegten Wochen, einen weiteren Beitrag hier wert? Waren nicht nur Desden, Nemmersdorf und Katyn Kriegsverbrechen, sondern, wie positioniert man sich generell zum Völkermord an den Deutschen damals mittels Vertreibung, Deportation und Massenmord? Soviel ist klar, durch Verteidigungskrieg und Ausschwitz ist all das nicht zu rechtfertigen.

    Man muss sich zudem grundsätzlich die Frage stellen, ob die Täter von Dresden, Hiroshima, Nagasaki, Vietnam usw. usf. überhaupt jemals de facto „Befreier“ sein können, in einem anderen Kontext könnte man in Richtung „Gulag“-Stalinismus diese Frage wiederholen, Verteidigungskrieg und taktisch kluge Volksfront-Parolen zur Führung desselben hin oder her.

  20. @Linkspatriot, Zitat: „Ihnen geht es immer und überall nur darum, dass Deutsche Opfer waren, was stets gut ist! “

    Und, sie bestätigen im Bewußtsein der Bevölkerung damit ja die ganze Hetze, welche gegen Linke verbreitet wurde: Linken wurde von Reaktionären ja immer vorgeworfen, sie seien Vaterlandsverräter. Was die Antideutschen tun, ist folgendes, sie proklamieren: „Jawohl, wir sind prototypische Linke, und wir sind Vaterlandsverräter und hassen Deutschland, und wir sind stolz darauf, Vaterlandsverräter zu sein. Jeder wahre Linke ist ein Vaterlandsverräter!“
    Das ganze Ziel der Operation Antideusche besteht also darin, angebliche Linke reaktionäre Verratsvorwürfe bestätigen zu lassen, damit die Masse der Bevökerung sich denkt: „Stimmt doch, dass die Linken Verräter sind, sie geben es ja selber zu.“

    Ganz fatal ist in diesem Kontext natürlich das Verhalten der politischen Linken, welche sich in ihrer Gesamtheit nicht radikalst von den Antideutschen distanziert, ihre Thesen zwar oftmals nicht unbedingt teilt, aber trotzdem noch viel zu oft zu Diskussionen mit ihnen bereit ist, und sich somit nur selber schadet, in einem Akt unfassbarer Dummheit!

    Dieses Fehlverhalten liegt natürlich wieder einmal in 1968 begründet, aber das soll hier nicht näher erläutert werden…die Stichpunkte Randgruppenkult, Verwechslung von pubertärer Trotzpose mit revolutionärer bzw. radikaler Gesinnung, Entfremdung von der Arbeiterschaft und massive Vernachlässigung der sozialen Kernthemen sollen genügen.

  21. @steppenwolf, Zitat: “Weicheier-Pazifisten”

    Wie bitte? Was ist das denn für eine martialische Sprache? Lobbyisten der Wehrindustrie werden sich die Hände reiben.“

    Er hat doch Recht, konsequenter Pazifismus und Antifaschismus schliessen sich ja grundsätzlich aus, wäre die UdSSR pazifistisch gewesen, hätte Hitler den Krieg im Osten ohne eigene Verluste gewonnen…

    Und ausserdem ist an der Wehrindustrie nix grundsätzlich schlechtes, es kommt immer drauf an, in welchem Eigentumsverhältnis ein Rüstungsbetrieb steht und welchem Staat bzw. politischem System er Waffen zur Verfügung stellt!!

  22. @Charly, Zitat: „Praktisch bot Putin der Bundesrepublik einen Bündniswechsel an. Hat zwar nicht geklappt“

    Leider, leider…aber, die Transatlantiker, Anglophilen, USA-Devoten und Neoliberalen sind halt einfach noch zu stark!!

    Das zeigt natürlich nur, wie wichtig das Projekt VI ist!

  23. @steppenwolf
    @schneeflocke

    Ich habe nicht beabsichtigt, den Pazifismus an sich zu diskreditieren, ich wollte nur anheim stellen, dass es mitnichten Pazifisten waren oder hätten sein können, die den Faschismus zu besiegen imstande gewesen wären. Mit gleicher Logik müsste man ja auch dann die Deserteure in der Sowjetarmee gutheißen, doch hätte dies der Schlagkraft der Roten Armee genutzt?!?! Also mal auf dem Teppich bleiben, ein „Weltenpazifismus“ mit Myriaden an Friedenstauben am Himmelszelt ist genauso irreal wie der von Öko-Spinnern behauptete Einfluss der Menschen aufs Klima (…wenn dies auch ein anderes Thema ist!). Ich bin auch für eine bessere Welt, bekennender Vegetarier und wünschte, dass alles Leid von Tieren genommen würde. „So lange es Schlachthäuser gibt, wird es Kriege geben!“, doch die Welt heute ist kein Wunschkonzert. Auch nicht für Pazifisten…

  24. „Vielleicht wäre das, in diesen geschichtsbewegten Wochen, einen weiteren Beitrag hier wert? Waren nicht nur Desden, Nemmersdorf und Katyn Kriegsverbrechen, sondern, wie positioniert man sich generell zum Völkermord an den Deutschen damals mittels Vertreibung, Deportation und Massenmord? Soviel ist klar, durch Verteidigungskrieg und Ausschwitz ist all das nicht zu rechtfertigen.“

    Zustimmung! Aber das müsste wirklich in einem separaten Artikel abgehandelt werden, meine ich. Hier ging es wohl eher darum, wenn ich recht verstehe um die Instrumentalisierung dieses Befreiungstages durch die Westalliierten und besonders von Israel.Das geht ja soweit, dass ein Israeli, ironischerweise auch noch „Friedens“-Nobelpreisträger , diesen Tag für seine Kriegspropaganda im Bundestag missbrauchen darf. Das ist Menschenverachtung pur.

  25. @ Linkspatriot

    „doch die Welt heute ist kein Wunschkonzert. Auch nicht für Pazifisten…“

    Die Welt ist das, was die Menschheit daraus macht und so lange Menschen glauben, dass Gewalt jemals eine Lösung sein könnte, solange wird es Gewalt sein, die die Welt beherrscht.

    Zu glauben das Gewalt der Welt eines Tages Frieden bringen könnte ist noch viel unrealistischer, als eine „Utopie“ des Friedens 😉

    Oder denken Sie etwa auch, dass man nur „alle Bösen“ töten muss, um dann endlich Frieden zu haben?

    Pazifismus heißt für auch gar nicht, auf unmittelbare Selbstverteidigung zu verzichten, sondern konsequent und ohne Unterlass für den Frieden zu wirken, sich nicht provozieren und hinreissen zu lassen, immer und immer wieder den Dialog suchen, mit jedem, auch mit denen, die uns eigentlich zuwider sind. Nur dann darf man behaupten alles getan zu haben, um das Schlimmste zu verhindern, nur dann darf man davon sprechen „unschluldig“ sich zu verteidigen, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Das aber sehe ich bei vielen Menschen nicht, die behaupten ihnen wäre Frieden das höchste Gut, womit ich jetzt nicht Sie meine 😉

  26. Irgendwer hat da was in den falschen Hals gekriegt. Natürlich ind die Vertriebenen Opfer von Unrecht. Unrecht das von denen, die es begingen als einzige Möglichkeit gesehen wurde, Deutschland und die Deutschen zu bestrafen. Es wurde darauf verzichtet eine Rachepolitik nach dem Motto „Auge um Auge“ zu vollziehen. Das hätte nämlich bedeutet, daß die UdSSR die gesamte Bevölkerung der SBZ hätte beseitigen müssen. Dem Unrecht der Vertreibung ging nämlich ein zigache Unrecht Seitens der Vertriebenen als Teil des deutschen Reiches und des deutschen Volkes vorraus. Die gefundene Lösung ist gewiß nicht toll und wurde teuer erkauft, aber im großen und ganzen alternativlos. Deutschland kam zu spät für den Kolonialismus im großen Stil, war ein Reich, kein Revolutionärer NAtionalstaat, Der Kaiser versprach den Platz an der Sonne und verlor riesige Gebiete, dann kam die SPD und nahm dem deutschen Volk auch noch seine REvolution (Man sollte hierbei mal bemerken, daß die deutschen Arbeiter das einzige nationale Proletariat eines der großen imperialistishen Räuberstaaten waren, die „ihren“ Imperialismus zur Beendigung eines großen Krieges mit Waffengewalt gezwungen hatten). Dann kam der SChickelgruber mit seiner deutlich suboptimalen Politik un ihren bekannten Folgen. Also jedes mal wenn die deutsche Rechte nach den Sternen griff, Endete das ür alle in einer KAtastrophe. Die Gebietsverluste der beiden WEltkriege sollten nun endlich mal den Dümmsten davon überzeugt haben, daß Gebietsforderungen ein Bummerang sind, der recht unvorteilhaft zurückkommt.

  27. Supi Artikel JE Kompliment. Die Formel „Befreiung vom Nazismus“ ist an sich für viele Menschen damals ganz real faßbar gewesen. Stimmt schon. Für noch viel mehr Menschen, insbesondere Millionen unschuldiger Deutschen jedoch kam keine „Befreiung“. Ganz im Gegenteil. Danke Mark für Deine diesbezüglichen Ergänzungen.

  28. @Ingo:
    Mal wieder vollste Zustimmung für Deine Zeilen; danke auch für Deine positive Bewertung in Richtung meiner Kommentare. Jetzt fehlt nur noch Mark und wir sind vereint(-; Auf weiterhin gute Texte…

  29. >> Anfang Februar jährt sich zum 67. Mal der Sieg der sowjetischen Truppen – und damit die entscheidende Wende im 2. Weltkrieg, der entscheidende Schritt zur Niederschlagung des Nazismus. Fragt sich, warum in Deutschland und im NATO-Westen nur eine Mini-Minderheit dieses Datums gedenken will, wo doch mittlerweile alle in antifa machen? Oder vielmehr: Es fragt sich nicht. Die Sache ist klar. Der Antifaschismus ist von den Atlantikern gekidnappt worden <<

    Ich schreib 's an dieser Stelle nur ungern, aber das trifft den Nagel auf den Kopf.

    Allerdings ist es bei so vielen wundersamen Wandlungen kaum möglich, nie einer Meinung mit Jürgen zu sein.

  30. *räusper* … ich meine der „Tüütsche“ und die
    *Tüütschin“ – neue Wortkreation 🙂 klingt hübsch und bringt ein frisches Lüftlein in die verstaubten Gehirne -, sollten nicht zu sehr ihre eigene Geschichte bei ihren Oberflächenanalysen strapazieren, wenn sie vergangene Ereignisse „werten“.
    Die „Tüütschen“ waren doch superglücklich, wenn sie per Zufall Teil des „Westens“ waren und nicht in Stalins Machtbereich dahinvegitieren mussten. Da gab es nicht einmal „Schoki us de Schwiiz“. Und welche würde denn heute ernsthaft irgendeinen europäischen Pass freiwillig gegen einen Russichen tauschen wollen, – dort werden noch Spitzenkräfte gesucht, welche der maroden Industrie und der daniederliegende Wissenschaft neue Impulse geben sollen -, um sich dann ständig von den putinschen Verbrechersyndikaten drangsalieren zu lassen ? Keine 🙂 und niemand. Selbst die Inder, umworbener Wirtschaftspartner des Depoten Putin, bevorzugen die USA, England, usere Schwiiz 🙂 usw. In Stalingrad haben zwei Verbrecher ihre Menschen zu Tausenden abschlachten lassen … die Nachkommen des Verlierers, zumindest der überwiegende Teil, hat daraus gelernt, die Nachkommen des Siegers, mit ihrem Despoten Putin an der Spitze, beweinen heute noch ihren Verbrecher.

  31. 3 Mio Opfer der Grausamkeit sind nicht politisch gestorben, sondern
    weil das Gesetz Gottes nicht mehr gilt. Der Pabst hat das Gesetz Gottes abgeschafft und ein eigenes installiert um der Menschen ihres Glaubens zu berauben. Das macht er um die Weltherrschaft zu erlangen, mit seinen verbündeten Logen und Verschwörern, gegen Gott ! Er hat die zehn Gebote geändert und die Gesetze Gottes ausser Kraft gesetzt ! Er betet einen anderen Gott an, und das tun Alle ihm nach. Das ist nicht der Weg zum ewigen Leben, das ist der Weg Luzifers. Krieg und Hass, Habgier und Besserwissen ist nicht der Weg um zu Gott zu gelangen. Gottes Gesetze müssen eingehalten werden, wie es in der Bibel steht, sonst kannst du die Versprechen nicht teilen. Das Gesetz Gottes ist unumstösslich.

  32. So ein Quatsch, was ihr so alles schreibt.
    Stalingrad war ein Schlachthaus und ihr gehört alle zur Sorte „als erstes erschossen“.
    So ein theoretischer Müll. Einfach grauenhaft.

    Mein Opa war zufällig Kommunist, hat ne rote Fahne an einen Schornstein gehängt und wäre fast erwischt worden. Und der ist dann in Stalingrad gelandet und hat überlebt. Wenn der das lesen würde, dann würde er noch was ganz anderes schreiben. Der war wirklich übel.

    Ihr habt ne all inclusive Weltanschauung, Ich schätze keiner von Euch hat bis jetzt was getötet was grösser war als ne Fliege. Und so schreibt ihr auch.

  33. der Ur-Antideutsche nunmehr Anti-Antideutsche huldigt dem „großen völkischen Kriege“.

    Russischer „Blut und Boden“ gegen feiges auf deutsche (und bald muslimische) Untermenschen Bomben schmeißendes „Finanzkapital“

    von wem kamen wohl die Waffen für den großen russischen vaterländischen Krieg?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Persischer_Korridor

    ohne diese Lieferungen wäre der 2. weltkrieg wohl anders ausgegangen, und der Autor hätte sich die seltsamen intellektuellen Verrenkungen (Antideutscher, Anti-Antideutscher) ersparen können – und könnte stattdessen den heroischen deutschen vaterländischen Krieg als oberster völkischer Barde besingen.

  34. @Linkspatriot, Zitat: „dass es mitnichten Pazifisten waren oder hätten sein können, die den Faschismus zu besiegen imstande gewesen wären. “ Sehr richtig!! Faschisten und Imperialisten haben sich in der Historie nie durch den Pazifismus stoppen lassen…

  35. @schneeflocke, Zitat: „Die Welt ist das, was die Menschheit daraus macht und so lange Menschen glauben, dass Gewalt jemals eine Lösung sein könnte, solange wird es Gewalt sein, die die Welt beherrscht.“

    Das ist- bitte verzeihe mir die harten, aber ehrlichen Worte – hohles Gefasel! Ich verabscheue solche entweder naiven oder aber bösartig zersetzend intendierten Phrasen, es wird – übrigens prototypisch 68ermässig – irgendwas von Liebe, Frieden, Bewußtseinswandel und anderem Blabla dahergelabert, und es wird sich ängstlich vor der Frage gedrückt, wie man denn beispielsweise feindliche, militaristische, imperialistische und aggressive Staaten stoppen sollte?

    Oder wenn eine Diktatur Arbeiter unterdrückt, sollen die sich das dann endlos gefallen lassen??

  36. @schneeflocke
    „Zu glauben das Gewalt der Welt eines Tages Frieden bringen könnte ist noch viel unrealistischer, als eine “Utopie” des Friedens“

    Sehe ich auch so. Wenn man erst einmal damit anfängt, einzelne Kriege zu rechtfertigen, öffnet man damit zwangsläufig auch die Option für zukünftige „edle“ Kriege. Aber wo will man die Grenze ziehen, wer legt fest, was ein „guter Krieg“ ist? Der UN-Sicherheitsrat? Der US-Präsident? Der Papst? Oder in Zukunft vielleicht ein Supercomputer, ähnlich wie bei den Klimamodellen? Geht alles nicht. Was übrig bleibt, ist das Recht des Stärkeren. Menschen erschießen andere Menschen. Am Ende finden sie doch wieder alle zusammen und lassen sich unter der Erde gemeinsam von den Würmern auffressen. Mahlzeit!

  37. @Ingo: „Ich verabscheue solche entweder naiven oder aber bösartig zersetzend intendierten Phrasen, es wird – übrigens prototypisch 68ermässig – irgendwas von Liebe, Frieden, Bewußtseinswandel und anderem Blabla dahergelabert, und es wird sich ängstlich vor der Frage gedrückt, wie man denn beispielsweise feindliche, militaristische, imperialistische und aggressive Staaten stoppen sollte?“

    Ìch verstehe nicht, warum Sie jetzt schneeflocke so angreifen. Kann es sein, dass Sie einen Satz von ihm / ihr überlesen haben, nämlich diesen:

    „Pazifismus heißt für auch gar nicht, auf unmittelbare Selbstverteidigung zu verzichten, sondern konsequent und ohne Unterlass für den Frieden zu wirken, sich nicht provozieren und hinreissen zu lassen, immer und immer wieder den Dialog suchen, mit jedem, auch mit denen, die uns eigentlich zuwider sind.“

    im großen und ganzen ist das auch mein Verständnis von Pazisfismus. Selbstverteidigung ja, Angriff nein! Keiner sagt, dass man sich widerstandslos umbringen lassen soll, wehren darf und muss man sich sogar, aber das schließt nicht aus, dass man grundsätzlich immer zum Frieden bereit istund die Verhältnismäßigkeit gewahrt wird. Man darf nie härter zurückschlagen, als man angegriffen wurde.

  38. @ Ingo
    „Das ist- bitte verzeihe mir die harten, aber ehrlichen Worte…“

    Nein, ich verzeihe so einen faschistioden Quatsch definitiv nicht und ich kann nur hoffen, dass solche Linksfaschisten und Stalinistien bei der VI nicht das Sagen bekommen.

    „Oder wenn eine Diktatur Arbeiter unterdrückt, sollen die sich das dann endlos gefallen lassen??“

    „Gute Gründe“ für Gewalt gibt es immer. Kein Mensch (außer vielleicht in extremen, kranken Einzelfällen) wendet Gewalt ohne die subjektive Überzeugung an, diese sei legitim. Da es immer unterschiedliche Blickwinkel und Meinungen geben wird, wird es immer ausreichend Gründe für Gewalt und Kriege geben. Deshalb kann man die Gewalt nur dann beenden, wenn ihr generell die Legitimität entzieht.

  39. Und selbst die Würmer die die Russen oder Deutschen gefressen haben sind schon lange tot. Also was soll die Diskussion.
    Abgesehen davon haben Stalingrad und Dresden nur eins miteinander zu tun, beide sind zu Opfern des Krieges geworden.
    Leute die das nicht erlebt haben haben die Neigung über solche Dinge zu schwafeln.

  40. @Steppenwolf:
    Dafür. dass Du der Verfechter totaler Gewaltlosigkeit bist, gehst Du verbal sehr hart mit Ingo ins Gericht. Und zwar so hart, dass dies selbst als eine Art Gewalt (auf inhaltlich-kommunikativer Ebene) gelten muss. Diese diffamierenden -stereotypischen- Angriffe vermittels Begrifflichkeiten wie „faschistoid“, „linksfaschistisch“ und „stalinistisch“ sind nicht nur inakzeptabel, was Ingo angeht, sie gehören auch so gar nicht in einen Topf. Wer nannte schon Vertreter/Verfechter Stalins „Linksfaschisten“??? Soll wohl mal wieder eine harte Keule sein, verpufft aber beim bloßen Nennen in diesem Kontext schon wieder! So lange es Menschen gibt, wird es Gewalt geben. Oder ist es glaubwürdig, dass jetzt Kim Jong Il die USA und den gesamten Imperialismus bittet, weltweit der „Gewalt die Legitimität zu entziehen“ (oder anders herum) und dies passiert denn auch?!?! Nein anders wird ein Schuh draus, auch in diesem konkreten Fall: in dem die DVR Korea ihre patriotisch-sozialistische Weltanschauung (Juche-Ideologie) um den Aspekt des Songun-Gedankens erweiterte, schuf sich Nordkorea ein neues Werkzeug zur Selbständigkeit, Entwicklung, Unabhängigkeit und vor allem Wehrhaftigkeit! Denn Songun bedeutet kurz gesagt die Einbindung aller Streitkräfte in die Ideologie und Tradition! Das ist keine Gewalt, sondern notwendig zur Selbstverteidigung. Würden diese Stilmittel der Selbstverteidigung fehlen, würde sogar dem Pazifismus das Wort geredet, gäbe es keine DVR Korea mehr und würden dort andere, nämlich imperialistische, Waffen und „Gewalten“ herrschen.

  41. fatima: niemand kann bestreiten, dass es über 20 mio. tote russen dank deutschland gegeben hat! russen,serben etc. wurden hier als opfer nie gewürdigt, man denke an den serbien muss sterbien-ton vor einigen jahren in den balkankriegen, als man extrem serbenfeindlich war! auschwitz hat nunmal mit toten juden zu tun, ob man diese gedenktag nutzen sollte, um vor einer angeblichen oder wirklichen bedrohung duch den iran zu warnen, bleibt dahin gestellt!frau merkel deutete einen kommenden krieg mit teheran ja bereits vor einiger zeit bei kerner an, wisnewski erwähnt dies in seinem jahrbuch!meine meinung: es bleibt vor einem angriff israels auf die atomanlagen zu warnen! friedliche nutzung muss jedem zugestanden werden! sollte israels bestehen bedroht sein, werden die europäer nicht neutral bleiben können!

  42. @Linkspatriot
    „Diese diffamierenden -stereotypischen- Angriffe vermittels Begrifflichkeiten wie “faschistoid”, “linksfaschistisch” und “stalinistisch” sind nicht nur inakzeptabel…“

    OK, ich gestehe ein, dass mich bei der Verwendung dieser Begriffe ein gewisser Übereifer geführt hat. Sollte das als persönlicher Angriff angekommen sein, so bitte ich, dies zu entschuldigen.

    Trotzdem gebe ich zu bedenken, was Faschismus ausmacht – und das ist neben der Überzeugung, die einzig wahre Weltsicht zu besitzen gerade auch die Legitimation von Gewalt zur Durchsetzung seiner Ziele. Natürlich fällt Selbstverteidigung nicht darunter, denn diese dient niemals anderen Zielen, als dem Selbsterhalt.

    Übrigens verbitte ich mir, meine Worte – egal ob sie gerechtfertigt oder verletzend sein mögen – in die Nähe von Menschen tötender Gewalt zu setzen, das ist eine rhetorische Unverschämtheit.

  43. @schneeflocke, Zitat: “Die Welt ist das, was die Menschheit daraus macht und so lange Menschen glauben, dass Gewalt jemals eine Lösung sein könnte, solange wird es Gewalt sein, die die Welt beherrscht.”

    Das ist- bitte verzeihe mir die harten, aber ehrlichen Worte – hohles Gefasel! Ich verabscheue solche entweder naiven oder aber bösartig zersetzend intendierten Phrasen, es wird – übrigens prototypisch 68ermässig – irgendwas von Liebe, Frieden, Bewußtseinswandel und anderem Blabla dahergelabert, und es wird sich ängstlich vor der Frage gedrückt, wie man denn beispielsweise feindliche, militaristische, imperialistische und aggressive Staaten stoppen sollte?

    „Auch sorry, aber dann antworte ich Dir eben in Deinem Sinne. Das ist hohles Gefasel von Dir, hohl, bösartig und zersetzend – übrigens prototypisch „großes-maul-und-nichts-dahinter-mäßig….DENN im Gegensatz zu Dir weiß ich was Krieg bedeutet, habe bereits genug ECHTE Leichen gesehen und auch in meinem Arm wurde schon gestorben! Was willst Du mir denn erzählen?

    Leute wie Du, die so schreiben, sind die allerersten die rennen wie die Hasen wenn nur eine Stimme laut wird, geschweige denn, Dir möchte jemand allen Ernstes Deine Kehle durchschneiden. Erzähl mir bitte nichts von Mut oder dem realen Kampf gegen Faschismus im Allegemeinen, da bekämpfe erstmal den, der in Deinem Herzen sich eingenistet hat, und der Dir als tugendhafte Eigenschaft getarnt die Sinne vernebelt, junger Freund 😉 Also, drück Dich icht vor den entscheidenden Fragen, Du bist auf dem Holzweg.“

    Oder wenn eine Diktatur Arbeiter unterdrückt, sollen die sich das dann endlos gefallen lassen??

    Wer hat das behauptet? Sie sollen das tun, was ihnen ihr Herz als den rechten Weg weist, falls sie jemals die Eier dazu haben und nicht nur jammern können, während die auf den nächsten faschistischen Befreier warten.

    Sie wissen einfach nicht wovon Sie reden, glauben Sie mir. Das ist wohl auch gut so, allerdings sollten Sie nicht von Dingen reden, denen Sie um jeden Preis ausweichen würden, wenn Sie können. Vielleicht werden Sie Ihre heißersehnten Kämpfe noch erleben, dann werden Sie sich an meine Wort erinnern.

    Nochmal, es geht und ging mir niemals darum Selbstverteidigung abzulehnen. Aber große Worte machen und sich gleichzeitig davonschleichen, wenn das Blut spritzt, dann lieber für den Frieden sprechen und um ihn so vehement kämpfen, wie um ansonsten um leere Worte.

  44. @schneeflocke
    „Zu glauben das Gewalt der Welt eines Tages Frieden bringen könnte ist noch viel unrealistischer, als eine “Utopie” des Friedens“

    Sehe ich auch so. Wenn man erst einmal damit anfängt, einzelne Kriege zu rechtfertigen, öffnet man damit zwangsläufig auch die Option für zukünftige “edle” Kriege. Aber wo will man die Grenze ziehen, wer legt fest, was ein “guter Krieg” ist? Der UN-Sicherheitsrat? Der US-Präsident? Der Papst? Oder in Zukunft vielleicht ein Supercomputer, ähnlich wie bei den Klimamodellen? Geht alles nicht. Was übrig bleibt, ist das Recht des Stärkeren. Menschen erschießen andere Menschen. Am Ende finden sie doch wieder alle zusammen und lassen sich unter der Erde gemeinsam von den Würmern auffressen. Mahlzeit!

    „Ihre Worte klingen nicht schön, aber treffen wohl den Nagel recht genau.

    Auf die oberen Fragen aber: Sie müssen es entscheiden, ganz für sich allein, mein werter Herr, so allein wie ein Steppenwolf.

    Niemans kann Ihnen das abnehmen und auch die „Sinnlosigkeit“ das „richtige“ zu tun, muss man wohl ertragen können.

    Allerdings, es stimmt, wir finden uns alle unter der gleichen Erde wieder, der eine aber ist den Weg seines Herzens gegangen, der andere den Weg der Furcht, der eine wird in Frieden sterben, auch wenn der Krieg um ihn tobt, der andere wird im Unfrieden sterben, selbst wenn er in einer Welt des Friedens lebt.

    Das muss jeder mit sich selbst abmachen: „Ich kann und mag natürlich den Lesern nicht vorschreiben, wie sie meine Erzählung zu verstehen haben. Möge jeder aus ihr machen, was ihm entspricht und dienlich ist! Aber es wäre mir doch lieb, wenn viele von ihnen merken würden, dass die Geschichte des Steppenwolfes zwar eine Krankheit und eine Krise darstellt, aber nicht eine, die zum Tode führt, nicht einen Untergang, sondern das Gegenteil: eine Heilung. (Hesse, 1942)

  45. Können diese Mythen über die bedeutugn von US-Wafenlieferungen an dieUdSSRmaleingestellt werden. Die US-Wafen machten nicht mal 10% der Bewafnung der Sowjetarmee aus und waren nachweislich auch wenig tauglich. (Geschützturm zu hoch am Panzer usw. Die Sowjets kamen erst mit eigenentwicklungen wafentechnisch in fahrt. Auch der Land-Lease-Mythos kann den Sieg der UdSSR nicht erklären und gehört ins Arsenal der neocon-Geschichtsrevisionisten.

  46. „Deutsche Täter sind keine Opfer“

    ist doch ein stolzes Wort. ICH fühle mich jedenfalls geschmeichelt, wenn ich es höre. Es zeigt, daß Nationalismus und negativer Nationalismus längst im Begriff sind, sich bis zur Ununterscheidbarkeit zu vermischen.

    Ich kann mich an Zeiten erinnern, da man selbst aus der generalstabsmäßigen Perfektion von RAF-Attentaten den Honig nationalen Selbstgefühls saugte. Eigentlich sollte man erwarten, daß Patrioten von echtem Schrot und Korn mit den negativen Nationalisten der „extremen Linken“ die axiomatische Überzeugung gemein hätten, daß „deutsche Täter keine Opfer“ seien. Aber im Zeitalter der political correctness haben auch die deutschen Patrioten ihren inner victim entdeckt. Ist diese Opferpose aufrichtig, oder ist sie bloße Mimikry – geboren aus dem Bedürfnis, in einer Welt voller Opfergruppen und Entschädigungsklagen nicht als einziger Täter übrigzubleiben ?

    Wolfgang Pohrt schrieb vor einigen Jahren anläßlich des Hohmann-Skandals, tongue in cheek:

    „Den Deutschen das Monopol auf die Stellung Tätervolk zu nehmen war übel. Aber was Hohmann wirklich gesagt hatte, war ein echter Skandal. So schlimm, daß man es nicht mal öffentlich zitieren mochte: „Weder Juden noch Deutsche sind ein Tätervolk“.
    Wenn kein Tätervolk, was dann ? (…) Der Deutsche ist ein Tatmensch, er ist schöpferisch, er gestaltet, er schafft was, er ist ein Macher, daher die vielen Werke, Goethe, Beethoven und so was.“

    Pohrt hat schon Mitte der 90er Jahre diagnostiziert, daß an der Schwelle zum posthistorischen Zeitalter (deutscher) Nationalismus und Antinationalismus im Begriff seien, sich bis zur Ununterscheidbarkeit zu vermischen. Nicht nur in den Politikern, die sich Auschwitz als „negativen Gründungsmythos“ unter den Nagel rissen (und die, um ein „neues Auschwitz“ zu verhindern, deutsche Soldaten in den ersten Kriegseinsatz seit 1945 schickten); auch in den unsäglichen „Deutschland-Kritikern“, die das Ausland – unter allgemeinem Gähnen – vor der Gefährlichkeit dessen, was sie für „deutsche Großmachtbestrebungen“ halten, zu warnen versuchen, hat Pohrts Diagnose ihre Bestätigung gefunden. Neben den Nationalisten sind es die Antinationalen, denen die Vorstellung eines Deutschlands, das der ganzen Welt die Faust zeigt, Identität und Lebenssinn spendet. In Politikern wie Fischer und Cohn-Bendit, die mit den 11 Tornados der Luftwaffe ein „neues Auschwitz verhindern“ wollten, sind beide Haltungen zu einer listigen Synthese verronnen.

  47. @Hinweis

    In dem Beitrag (‚die antifaschistische Antowrt‘) wird die Zerstörung und Bombardierung Dresdens als Befreiungstat hingestellt. Über 100 Juden seien dadurch ‚gerettet worden‘.

    JE wird vorgeworfen, ‚Geschichtsrevisionismus‘ zu betreiben usw.

    Es geht nicht um Geschichtsrevisionismus, sondern darüber herauszufinden, was tatsächlich passiert ist. Und ich glaube, es kann kein Zweifel darüber bestehen, dass so wie es in den Geschichtsbüchern steht, sich die Dinge einfach nicht zugetragen haben. Über 100.000 Flüchtlinge befanden sich zur Zeit der ‚befreienden‘ Bombardierung in der Stadt Dresden. War es kriegsentscheidend wichtig, diese Menschen zu bombardieren, zu massakrieren, zu terrorisieren? Stellten sie eine Gefahr für den Sieg der Alliierten dar, waren es durchweg alle unverbesserliche Nazis? War das Motiv für die Bombardierung nicht eventuell ein ganz anderes, das mit der Nachkriegsordnung zusammenhing?

    Ich selbst komme aus der Nähe von Bremerhaven und weiß aus den Erzählungen meiner Eltern, die die Zerstörung dieser Stadt miterlebten, was sich zugetragen hatte:

    90% der Stadt, vor allem die Wohngebiete, wurde dem Erdboden gleichgemacht. Rüstungsindustrie und kriegswichtige Fabriken gab es nicht, nur einen Fischereihafen. Die Stadt brannte lichterloh und bis zu unserem 13 Kilometer entfernten Haus konnte man die Feuerwalze sehen. Der ganze Horizont – ein einziges Feuer.

    Warum soll das kein Verbrechen gewesen sein, wenn wahllos Menschen, vor allem Frauen und Kinder, die nicht an der Front waren, getroffen wurden? Wenn Menschen, die ums nackte Überleben kämpften, auf dem Weg zu einem Luftschutzbunker getötet wurden, ihre Kinder an der Hand?

    Man kann sagen, es waren Rachefeldzüge für die Verbrechen, die Nazideutschland an englischen Städten verübte wie an Coventry oder London. Aber ist Rachedenken ein Zeichen von Antifaschismus? In den USA wurden keine Städte zerstört und trotzdem bombten die Amerikaner fleißig mit und ‚befreiten‘ die Städte von vielen unschuldigen Menschen, nicht nur von den Nazis. Es galt die Kollektivschuld: Ihr habe die Nazis unterstützt, ihr müsst dafür büßen, egal, ob jemand im Widerstand zum Naziregime stand oder nicht. So die offizielle ‚antifaschistische‘ Lesart, die damals schon völlig verlogen war.

    Und wie wurden dann die wahren Antifaschisten, die in den Lagern noch gekämpft hatten, später von den Westalliierten behandelt?!

    Und dann nach dem Krieg ließ man viele Hauptkriegsverbrecher wie Krupp schnell wieder frei und engagierte viele Ex-Nazis wie den Raketenforscher Wernher von Braun, der an Hitlers V2 mitgearbeitet hatte im Feldzug gegen den Kommunismus, weil man zuverlässige Antikommunisten brauchte.

    Wie ‚antifaschistisch‘!!

    Viele hohe Nazis erlangten auch in West-Deutschland durch das Wohlwollen der westlichen Besatzungsmächte hohe staatliche Positionen wie Filbinger, Globke oder Kiesinger, weil sie als zuverlässige Antikommunisten galten. Selbst im Osten Deutschlands war dies der Fall.

    Die Bombardierungen, die die kleinen Leute trafen, waren natürlich Verbrechen, Verbrechen der imperialistischen Sieger, genauso wie der Abwurf der beiden Atombomben über Japan kollosale Kriegsverbrechen waren, die nie gesühnt wurden.

    Ein Kriegsverbrechen bleibt ein Kriegsverbrechen, gleich ob es von ‚Demokraten‘ oder von Faschisten verübt wird.

    Wer definiert, was Antifaschismus ist, was ein Kriegsverbrechen zu sein hat und was nicht? Die Sieger, die die Geschichte schreiben und darüber entscheiden, welche Lesart in die Geschichtsbücher gelangt.

    Genauso wie damals wird heute der Antifaschismus instrumentalisiert und in sein Gegenteil verkehrt.

    Niemand kann als Linker, auch nicht als ‚amerikanisierter Linker‘, Jürgen Elsässer, gelten, der das mitmacht. Er ist ein Dummkopf, weiter nichts.

  48. Endlich habe ich das passende Zitat gefunden – einen Satz, der alles sagt, was zu dem Thema zu sagen ist.

    „Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg.“

    (Kurt Tucholsky, „Über wirkungsvollen Pazifismus“, in: „Die Weltbühne“, 11. Oktober 1927, S. 555f)

  49. @schnehen

    Richtig, „es geht nicht um Geschichtsrevisionismus, sondern darum herauszufinden, was tatsächlich passiert ist.“ Ich ergänze: Und wo „Geschichtsrevisionismus“ notwendig ist, muss er betrieben werden!

    Ein guter Artikel dazu:

    Wider den dogmatischen Antifaschismus – Notwendiger oder gefährlicher Geschichtsrevisionismus?:
    –> http://www.bruchlinien.at/index.php?subaction=showfull&id=1118059676&archive=&start_from=&ucat=26&category=26

    Die von dir geäusserte einfache Wahrheit kann nicht oft genug wiederholt werden:

    „Ein Kriegsverbrechen bleibt ein Kriegsverbrechen, gleich ob es von ‘Demokraten’ oder von Faschisten verübt wird. Wer definiert, was Antifaschismus ist, was ein Kriegsverbrechen zu sein hat und was nicht? Die Sieger, die die Geschichte schreiben und darüber entscheiden, welche Lesart in die Geschichtsbücher gelangt. Genauso wie damals wird heute der Antifaschismus instrumentalisiert und in sein Gegenteil verkehrt. Niemand kann als Linker, auch nicht als ‘amerikanisierter Linker’, Jürgen Elsässer, gelten, der das mitmacht. Er ist ein Dummkopf, weiter nichts.“

    Deshalb könnte ich auch nie und nimmer mit jemanden wie Chris Sedlmeier mich politisch zusammentun, der gleich dem Gros der anti-deutschen Linken das Vertreibungs- und andere Verbrechen an unserem Volk begangen durch die Allierten „antifaschistisch begründet“ legitimiert und die Opfer nachträglich verhöhnt.

    Das ist eine Form von Rassismus und Chauvinismus, der objektiv die imperialistischen und stalinistischen Täter von einst reinwäscht, mit dem ich nichts zu tun haben will. Diese Themen MÜSSEN von uns geschichtsrevsionistisch aufgegriffen, nicht den antideutschen Linken von Lipa bis kommunisten-online.de überlassen bleiben.

  50. @Freigeist
    Kommunisten-online.de bzw. desse „Roter Webmaster“ ist keine gute Quelle, denn dieser würde das Terrorbombardement auf Dresden legitimieren, wenn es damals keine angloamerikanischen, sondern sowjetische Bomberverbände gewesen wären.

    Wie unglaubwürdig dieser „Rote Webmaster“ ist zeigt sich etwa daran, dass er im gleichen Atemzug Vertreibung und Massenmord an Millionen Deutschen in Stalins Machtbereich wie die kriegsverbrecherische Versenkung der „Gustloff“ rechtfertigt.

  51. @August T.

    Nicht nur das: Er rechtfertigt so ziemlich alles, was Stalin in der damaligen Sowjetunion angerichtet hat: Z. B. die Moskauer Prozesse von 1937/38 und damit die physische Vernichtung der sozialistischen Opposition nach 1934 (nach dem Mord an Kirow) – durchweg Leute, die eng mit Lenin zusammengearbeitet hatten, solange er noch lebte.

    Hier nenne ich nur den Namen Nicolai Bucharin, einen engen Vertrauten Lenins, der den Säuberungen wie seine Frau auch (es galt damals die Sippenhaft in der SU) zum Opfer fiel. Seine Frau überlebte jedoch und hielt ihre Erlebnisse in ihren Erinnerungen fest.

    Auch Tausende, aufrichtige deutsche Kommunisten, die 1933 nach der Machtübernahme in die Sowjetunion geflohen waren, wurden Opfer des stalinistischen Terrors, über die er auch kein Wort verlieren mag, darunter enge Vertraute Ernst Thälmanns wie Heinz Neumann, Hans Kippenberger, Fritz Schulte und andere, die vor 1933 das Rückgrat der KPD ausmachten. Kippenberger hatte 1923 mit Thälmann zusammen den Hamburger Aufstand organisiert. Auch er wurde von Stalins Schergen nach einem Scheinprozess ermordet wie viele andere aufrichtige Kommunisten auch.

    Die ganzen alten KPD-Kader wurden weggesäubert und es blieben Stalins Lieblinge wie Walter Ulbricht und Wilhelm Pieck übrig, die dieses Werk dann auch in der späteren DDR fortsetzten.

    Nach dem Hitler-Stalin-Pakt im August 1939 wurden viele deutsche Kommunisten und Juden an die Nazis an der Demarkationslinie, die sich mitten durch Polen hindurchzog, übergeben, darunter die Ehefrau von Heinz Neumann, Margarete Buber-Neumann, die dies in ihren Erinnerungen festhält.

    Sie beschreibt ihr Martyrium in Stalins Gefängnissen und Lagern in Karaganda/Kasachstan. Sie berichtet von der Zusammenarbeit zwischen Gestapo und dem sowjetischen Geheimdienst NKWD, die ihre Erfahrungen mit der Folter von Regimegegnern austauschten und ähnliche Methoden anwendeten.

    Sie wurde dann nach der Übergabe an die Nazis (aufgrund der deutsch-sowjetischen Vereinbarungen vom August 1939) ins Frauen-KZ Ravensbrück verlegt und überlebte den braunen Spuk.

    Von all dem will dieser Herr Kommunist nichts wissen. Wer aber dazu schweigt und das auch noch rechtfertigt mit dem ’notwendigen Kampf gegen den Trotzkismus‘, der muss heute auch zu Guantanamo und Bagram schweigen.

    Rechtzeitig zu Stalins Geburtstag Ende Dezember bringt er Stalins Lieblingslied, das man sich dann auf seiner Seit anhören kann.
    Es ist eine einzige Verhöhnung der stalinistischen Opfer!

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