Wir brauchen anderes Geld!

Zum Projekt Rheingolder und anderen Alternativwährungen


Welche Währug kollabiert zuerst? Dollar, Euro, Pfund, Yen? Wetten werdem entgegengenommen. Im Augenblick hat der Euro wider die Nase vorn. Griechenland läßt grüßen. Und die EC-Karten können offenbar mittels Software so programmiert werden, dass man im Falle eines Falles kein Geld mehr damit ziehen kann. Die andere Seite ist vorbereitet! Und wir?

Wenn das Geld verreckt, brauchen wir eine Alternative. Die wir  jetzt schon mal ausuprobieren. Tauschäquivalente, mit dem wir unsere kleinen Netzwerke im Kiez und im Dorf vital halten. Die bekanntste Alternative ist wohl der Chiemgauer am Chiemsee. Ich selber bin, mehr duch Zufall, jetzt beim Rheingolder dabei. Die haben auch schon den zweiten Elsässer-Schein in Umlauf gebracht, mit dem schönen Delacroix.

Mit dem Rheingld-Chef schimpfe ich oft, denn seine gute Idee hat keine gute ökonomische Grundlage. Er sagt, er druckt so viel von meinem Schein, wie ich will. Ich antworte: Aber hallo, sind Sie jetzt Greenspan? Einfach Geld nach Lust und Laune drucken? Menes Erachtens kann das nur klappen, wenn die Notenausgabe materiell gedeckt ist, das heisst soundsoviel Rheingold entpricht soundsoviel  Arbeitszeit. Geld als kristallisisierte Arbeitszeit, wie Marx in Anlehnung an Adam Smith geschrieben hat.

Deswegen ist Rheingold für mich ein Werbeträger für das neue Geld, und nicht schon das neue Geld selbst. Aber auch diese Werbung ist wichtig. Was wir bräuchten ist eine große Konferenz, wo wir die bisherigen Versuche mit Regional- und Alternativgeld systematisieren und analsieren, damit wir gewappnet isnd: Die Große Krise kommt bestimmt. Bin sicher, dass die Volksinitiative bei so einem Kongress mitmacht. Professor Bernd Senf und seine „Monenative“ hat wohl schon vorgearbeitet. Wer ist sonst noch dabei?


22 Kommentare zu „Wir brauchen anderes Geld!

  1. Heißt bei uns in Dachau „Ampertaler“ um Kapital in Dachau zu halten, das nicht in den Molloch München verschwinden soll. Die Kommunalpolitiker in Dachau von CSU, SPD, FDP, Grüne, FW, ÜB verfolgt seit 20 JAhren die Strategei der Vernichtung der historischen ökonomischen Strukturen zu Gunsten von Konzernansiedlungen

  2. „Und die EC-Karten können offenbar mittels Software so programmiert werden, dass man im Falle eines Falles kein Geld mehr damit ziehen kann. Die andere Seite ist vorbereitet!“

    Könnten Sie da genaueres drüber erzählen? Woher haben Sie die Information?

  3. Besuchen Sie doch das OpenSpace der 7Generationen im Mai 2010 in Österreich, da sind ganz viele Tauschringe vertreten

  4. gesells alternativen habe es in sich! problematisch ist es , dass hannich, senf etc. direkt in die rechte anti-semitische ecke geknallt werden, da hat das system wohl angst vor aufklärung. die islamischen banken, welche ohne zins arbeiten sind zu loben! ohne den zins gäbe es diese mega-umverteilung vom arm zu reich nicht! egal, was wir erwerben, überall ist dieser zins drin! bei mieten bis zu 70% auch die dritte welt wäre deutlich unabhängiger, wenn zu schulden nicht noch zins und zinseszins dazu kommen würden!der zins macht aus der marktwirtschaft den mörderischen kapitalismus, wo immer mehr verlangt wird, wo die firmen immer mehr produzieren und rationalisieren müssen. im extremfall führt diese spirale bis zu neuen kriegen!wir werden vn den medien so erzogen, dass wir leistungslosen einkomen ablehnen sollen, traurigerweise meint das system damit staatliche unterstützung für die armen, nicht zinsgewinne der reichen- etwa 10% profitieren von diesem zinssystem. 3% der bevölkerung besitzen 80% des produktivvermögens, dies nenne ich neo-feudalimus!

  5. „Menes Erachtens kann das nur klappen, wenn die Notenausgabe materiell gedeckt ist, das heisst soundsoviel Rheingold entpricht soundsoviel Arbeitszeit. Geld als kristallisisierte Arbeitszeit, wie Marx in Anlehnung an Adam Smith geschrieben hat.“

    Schade, dass von Marx so wenig übrig geblieben ist und ich meine jetzt wirklich nur die Ansätze von Marx und telweise Lenin, nichts was danach kam.

    Zeit ist wohl das einzige, wovon ein Mensch niemals zuviel haben kann. In einer Welt der Sterblichkeit und Vergänglichkeit, was wäre da kostbarer, als die Zeit?

    Ich finde den Ansatz gut und richtig, auch wenn ich noch keine Vorstellung davon habe, wie die Zeit eines Menschen monetär berechnet werden kann.

    Was ist eine Stunde Lebenszeit wert? Darüber müsste man sich wohl zunächst einmal einigen, auch wenn sie faktisch wohl unbezahlbar ist. Viele Fragen, die da spontan bei mir auftauchen.

    Alles in Allem eine wichtige Sache und nur der Versuch da Licht ins Dunkel zu bringen, finde ich sehr unterstützenswert.

  6. Ach Jürgen, der Satz „Die haben auch schon den zweiten Elsässer-Schein in Umlauf gebracht, mit dem schönen Delacroix.“ ist ein wenig irreführend. Denn der Schein mit dem Bild von Delacroix (hast Du eigentlich die Rechte an dem Bild?) wurde doch von Dir in Auftrag gegeben, nicht wahr? In der Liste der mit einem eigenen Schein geehrten Persönlichkeiten (http://www.rheingoldregio.de/index.php?menu=24) kommst Du jedenfalls nicht vor.

  7. An so einer Währung müssen alle möglichen Bereiche des Gesellschaftlichen Lebens teilhaben.

    Ein Betrieb der Lebensmittel verkauft muss diese auch gegen das „Gesellschaftsgeld“ eintauschen wollen.
    Und einer der KFZ repariert ebenfalls.
    Und der Apotheker auch.
    Und der Vermieter am besten auch.
    So ist es aber nicht.

    Zur Einführung so eines Geldes muss man die „Kritische Masse“erreichen.
    Es gibt da ne feine Erklärung dazu die aus der
    Spieltheorie kommt:

    „Eine kritische Masse in der Spieltheorie bedeutet, dass nicht die gesamte Gruppe von einer Strategie überzeugt werden muss, sondern dass es ausreicht, eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern von dieser Strategie zu überzeugen. Ist dieser Schwellenwert überschritten, die kritische Masse erreicht, wird sich diese Strategie selbsttragend durchsetzen.“

    „Zur Illustration ein Beispiel: Die Nachfrage eines Konsumenten nach Faxgeräten. Ein Faxgerät wird zur Kommunikation mit anderen Marktteilnehmern genutzt. Der Kauf eines Solchen lohnt sich aber erst, wenn auch andere Marktteilnehmer ein Faxgerät besitzen. Der Nutzen hängt also von anderen Marktteilnehmern bzw. deren Konsum ab.[7] Damit sich ein solches Technologiesystem von Faxgeräten durchsetzen kann ist es nötig, dass die kritische Masse an Teilnehmern erreicht wird. Hat eine ausreichend große Menge an Teilnehmern ein Faxgerät, so wird sich dieses System selbsttragend durchsetzen.“

    Ich beschäftige mich eher Richtung Mondragon Corporation als mit einer Alternativwährung.
    Es kommt ja auch darauf an was man mit Geld anstellt!?

    grüsse

  8. ich weiß das man es in weimar/ thüringen praktiziert. wie das freigeld in weimar genau heißt, weiß ich nicht. außerdem wohne ich 36 km entfernt davon. das gewußt wie, um es auch hier zu etablieren ist schwer, ich bin alleine.

  9. Hallo,
    hier noch ein Hinweis zum neuen Geld – das wir, wie ich auch denke – dringend brauchen.
    Aber es darf absolut nur in kleinen Geschäften und Einheiten in Umlauf kommen, denn wenn die Großen es in die Finger bekommen, ist abld alles wieder kaputt gemacht.
    Deshalb sind Vorüberlegungen absolut wichtig und auch eine Auswahl, wer überhaupt mitmachen kann.
    Gruß
    E Steckert

  10. Ein Regionalgeld, das ein gut durchdachtes Konzept hat, ist der sog. „Engel“ (http://www.engelgeld.de). Jeder in Umlauf gebrachte Engel ist durch Sachwerte gedeckt, in welche aus gewechselten Euros investiert wird. Dazu kommt, daß z.B. gekaufte Gebäude und Grundstücke durch Verbesserungen im Wert gesteigert werden. Das wiederum schafft Arbeitsplätze. Es sind also nur soviele Engel im Umlauf, wie gegen Euro irgendwann gewechselt wurden. Es soll auch die Möglichkeit geschaffen werden, Engel als Produktivdarlehen zu begeben, die gegen eine geringe Verwaltungsgebühr wieder nach Wertschöpfung zurückgezahlt werden. Wichtig ist dabei, genügend Akzeptanz zu schaffen, daß der Engel in allen zunächst regionalen Gesellschafts- und Wirtschaftsbereichen akzeptiert wird und auf diese Weise eine nachhaltige lokale Wirtschaft fördert. Dabei wurde auch die Möglichkeit einer sog. Kooperationskasse (http://kooperationskasse.neudeutschland.org) geschafffen, in welcher gewechselte Euro in Engel angelegt werden können. Ebenfalls existiert eine Gesundheitskasse (http://ndgk.de) , die substitutiv für eine Krankenkasse abgeschlossen werden kann und bei gleicher Leistung 20% – 25% billiger ist, als eine herkömmliche Krankenkasse. All diese zusammenwirkenden Konzepte sind auf dem Gedanken der Gemeinnützigkeit aufgebaut und bilden Pfeiler eines alternativen gesellschaftlichen Aktivitätskreislaufes, der mehr und mehr vom zins- und verschwendungsbehafteten System abgekoppelt wird. Weitere Schritte in dieser Richtung werden folgen, welche auf die Veränderungen der jetztigen Systeme eingehen werden.

  11. Der Disskussionsbedarf an diesem Thema scheint ja – wegen mangelndem Hintergrundwissen? – nicht gerade berauschend zu sein.
    Deshalb zum Einstieg kommt hier gerade rechtzeitig ein überaus pfiffiger Video-Beitrag von der ARD!

    Bitte folge dem Link:

  12. Herr Elsässer,

    mir scheint sie haben nicht erkannt das Rheingold ein eigenes Geld ist und weder sie noch ich in der Lage sind Billionen zu drucken da es physische Grenzen gibt. Allerdings passiert das gerade weltweit. Die Geldfrage stellt sich direkt: Was ist mehr wert? Mit welchem Geld kauft man Waffen?
    Gerade Sie sollten sich mit ihrer Volksinitiative die Frage der Regionalwirtschaft und Autarkie stellen. Mit einer Bemerkung, das sie mal eben in das Rheingold gestolpert sind und aus Unwissenheit nichts mit dem Geld an fangen können lässt sich Unwissenheit nicht entschulden. Auch wird es keine großen Konferenzen geben, wenn nicht Vorreiter Erfahrungen machen.
    An klagen ist leicht, besser machen erfordert Engagement!

  13. Herr Elsässer

    Aus meiner sich ist eine es notwendig eine gesamt neue Philosophie im Umgang mit Geld zu denken. Den auch der Mythos der Arbeit wird zunehmend durch Innovation und Automation zunehmend ad absurdum geführt. Womit sich die Lage der Menschen die nicht mehr oder auch noch nie (5 Mrd. Menschen leben in absoluter Armut auf unserem Planeten) mit Arbeit ein würdevolles Leben „Leisten“ konnten zunehmen. Somit kommen wir nicht umhin eine neue Form des Geldes zu denken. Zumal „Arbeit“ und „Besitz“ es zunehmend verhindern das die Menschen wirklich eine Chance haben sich ihres natürlichen Rechtes zu bemächtigen das sie von Geburt an haben auf die ihnen zustehenden Rohstoffanteile und Grund und Boden Besitzes an diesem Planeten.

    „Geld als kristallisisierte Arbeitszeit, wie Marx in Anlehnung an Adam Smith geschrieben hat.“

    Weder Marx und noch Weniger Adam Smith als Vertreter einer Feudalen Großgrundbesitzer Gesellschaft mit Sklavenhalten waren in der Lage in ihren Betrachtungen einen Mechanismus zu denken der den Menschen im Sinne der Aufklärung die Freiheit gab ihre natürlichen Rechte zu erhalten. Unter den Betrachtungen der zunehmenden Produktivität der noch verbleibenden Menschlichen Arbeitsleistung, (Soziologen gehen bekanntlich von einer 20% – 80% Gesellschaft in Zukunft aus) und der damit steigenden Rivalität die sich in der ein oder anderen Form des Verteilungskampfes manifestieren muss und der Tatsache des Geld schon heute erfunden wird ohne Realen Gegenwert, bleibt als neue Währung die Kriege und Armut verhindern und dem Individuum wirklich zu seinem Recht verhilft an den Schätzen des Planeten zu Partizipieren nur der Logische Schluss, die Menschen selber als Wertschöpfer und Erschaffer mit einem Wert zu versehen. Also bei jeder Geburt dem Menschen ein Existenssicherndes Guthaben zuzugestehen das seinen Anteil am Planeten Repräsentiert und ab Volljährigkeit Monatlich zur Verfügung gestellt wird. Also nicht als „Schuld“ Logik sondern als natürliches Menschenrecht. Über diesen Ansatz würde man auch die Verteilungskämpfe innerhalb von Gesellschaften beenden. Die zweite Geldschöpfungsmethode kann nur auf einem demokratischen Beschluss von Bürgern innerhalb einer Region bestehen. Jedenfalls wird der Mensch erst frei sein wenn das Geldmonopol der Bankbesitzerfamilien und die Ideologie der Schuld gebrochen werden. Auch erst auf dieser Basis kann ein Markt seine Funktion als Tauschbörse für Waren erfüllen.

  14. „@ Udo Herrman
    Also bei jeder Geburt dem Menschen ein Existenssicherndes Guthaben zuzugestehen das seinen Anteil am Planeten Repräsentiert und ab Volljährigkeit Monatlich zur Verfügung gestellt wird. Also nicht als „Schuld“ Logik sondern als natürliches Menschenrecht. “

    Ihre Ansichten finde ich sehr interessant und vom gesunden Menschenverstand aus gesehen, auch nur logisch. Zwar utopisch aber erstrebenswert. Utopisch, weil das bedeuten würde, dass die, die am längeren Hebel und den vollen Fleischtöpfen sitzen, freiwillig verzicht üben müssten.

    Aber wenn nicht das die Zukunftsmusik ist, was dann?

    Ich würde es nicht Guthaben nennen (es sei denn Sie meinen damit die Teilhabe an natürlichen Ressourcen), denn das würde schon wieder bedeuten, dass Dritte es erwirtschaftet haben und nun partizipiere ich davon, ohne selbst Leistung bringen zu müssen.

    Nicht das ich das unbedingt in jedem Fall falsch finden würde (z.B. bei Menschen die eben nicht können, auch wenn sie wollten), man müsste das in Ruhe durchdenken.

    Worauf ich hinaus möchte, ist ein alter Gedanke von mir, nämlich das jeder Mensch bei seiner Geburt etwas erhalten müsste: ein Stück fruchtbares Land, dass ihm und seiner Familie „gehört“ und für das er keine Miete und keinen Mietzins zu zahlen hat, da es als Erdenbürger sein angeborenes Recht ist, auf der Erde zu leben, ohne einem selbsternannten „Grundstücksverwalter“ dafür sein Leben lang zu Diensten sein zu müssen. Da beginnt die Sklaverei tatsächlich.

    Das wär ein Beginn und nur gerecht, denn wem gehört denn die Erde bitte schön? Niemandem und ALLEN!

    Grad geboren und schon Schulden, denn ohne Miete zu zahlen sitzen Mutti und Kind auf der Straße. Ein Leben lang Miete bezahlen und dabei den Wert des bewohnten Raumes zigfach ableisten, ein einziger Hohn und der Kernpunkt von Macht und Ohnmacht.

    Es wird ja grade so getan, als wäre die Erde bereits ausverkauft und jeder Neuankömmling kann nur zahlen, zahlen, zahlen….für sein eigentliches Geburtsrecht, ein Stück Land und Wasser.

    Sorry, wenns bei mir nicht so gelehrt klingt. Ich kann mich nicht so gut ausdrücken, hoffe aber das Sie meinen Gedanken dennoch folgen konnten. Es geht ganz einfach um ein Mindestmaß an Gerechtigkeit, dass ist jedoch nun mal Utopie.

    Aber:

    „Wer niemals ruht,
    mit Herz und Blut,
    auf „Unmögliches“ sinnt,
    der gewinnt!“

  15. Wir brauchen kein neues Geld, sondern wir brauchen Netzwerke, d.h. viele kleine Banken, wo sich das Geld gut verteilt.
    Diese Banken müssen den Geldumlauf mit Gold absichern vor allem in Krisenzeiten wie jetzt.
    Geht der Euro kaputt, so hat man das Gold und kann zügig eine neue Währung aufbauen und vor allem: man bleibt regional handlungsfähig und kann der Hochfinanz den Mittelfinger hinstrecken.
    Da die Banken das nicht tun werden, so müssen die Privatleute das übernehmen und danach das System neu aufbauen.
    Das ist doch der Grund, warum in Island nix mehr läuft. Die haben doch ihre Immo-Parties gefeiert, dass mir schlecht wurde als ich immer davon hörte.
    Lest doch mal hier beim Gerhard:
    http://www.das-bewegt-die-welt.de/

  16. Erstens ist eins der Probleme das zu überwiegende Teil Sinnlos Wachstumstreben dem man mit einem Guthaben entgegenwirken kann da so der Mensch nicht mehr gezwungen wird irgendeine Arbeit zu erfinden. Grade in der Heutigen Zeit der zunehmenden Umweltbelastung könnte man schon fast sagen das der der nichts tut wenigstens die Umwelt schont^^.

    Natürlich Repräsentiert das Guthaben einen Anteil der natürlichen Ressourcen die jedem Menschen zustehen.

    Freiland und Freigeld sind Teile der Freiwirtschaft, wird aber automatisch wieder in die „Klassenkampf“ Problematik führen. Auch das verteilen von Land wird nicht wirklich Sinnvoll sein, den jeder Mensch entwickelt sich anders. Und grade in einer hochmobilen Wissensgesellschaft und „Wanderarbeitsgesellschaft“ nützt mir Land oder Eigentum im klassischen Sinne nur bedingt etwas. Damit engt man den Spielraum stark ein für den Menschen. Und ein weiterer Punkt ist das wir auf einem ziemlich kleinen Planeten Leben und nicht jedes Land gleich Nutzbar ist. Bei 7 Mrd. Menschen ist es also schon schwierig da eine Verteilung hin zu bekommen. Alle diese Probleme ließen sich durch den Umweg eines Geburtsguthabens umgehen.

    Es geht ja grade darum den „Aggressionsdruck“ der bei den Verteilungskämpfen entsteht zu senken. Und man muss auch von einer 20-80 Gesellschaft ausgehen in der es nur noch 20% „Arbeiter“ bedarf um die Funktionen Aufrechtzuerhalten. Ich stütze mich bei meinen Überlegungen mehr auf Amartya Sen und seine Einsicht der Partizipationsmöglichkeiten. Also der Teilhaberechte. Die sehe ich am einfachsten Verwirklicht über dieses Guthaben – ohne das man (Außer den jetzigen Gelderfindern) wirklich jemanden etwas „Wegnehmen“ muss.

    Wie gesagt „Besitz“ ist eines der ältesten Mythen unserer Gesellschaft und natürlich eines der elementarsten Mittel der Machtausübung. Aber ich halte es für einen langen Prozess aus „Besitzern“ Verwalter zu machen die begriffen das sie nur Treuhändlerisch für die Nachfolgenden Generationen etwas Verwalten. Das wird jetzt und heute ehr als Utopie zu Werten sein und nur wieder neue Konflikte bringen. Aber genau diese Konflikte gilt es ja zu vermeiden. Und da währe so ein Pax Humanismus Sinnvoller.

    PS: Gold ist kaum für eine „Sicherung“ Sinnvoll und auch nur ein wertloses Metall. Und genau das Geld ist das Problem in unserer Welt.

  17. Habe mich vor kurzem inspiriert durch den im Okt. 09 auf 3sat ausgestrahlten Themenabend „Der Preis des Geldes“ (besonders erwähnenswert finde ich hier den Film „Der Schein trügt“ von Claus Strigel auf http://www.denkmal-film.com/ erhältlich) ein wenig mit der Materie befaßt.
    Siehe hierzu http://www.youtube.com/watch?v=skzuJnGT9eU
    Hier kommt neben dem bereits erwähnten Prof. Bernard A. Litaer auch Prof. Jochen Hörisch zu Wort (Autor von u.a. „Die Poesie des Geldes) der eine interessante Parallele zwischen Religion und Geld sieht
    Zitat:
    „…Leute hört mal alle her, mein Vater ist der Liebe Gott, meine Mutter ist Jungfrau und wenn ihr mich hinrichtet, das werdet ihr bald tun, eßt mich hinterher auf, ich werde mich immer wieder regenerieren und ihr könnt mich jahrtausendelang weiter aufessen.
    Und ähnlich unglaubwürdig, ähnlich abenteuerlich ist doch die Geschichte die uns dieser Geldschein erzählt. Das Problem das beide Systeme, Kirche und Banken haben, ist letztlich das Problem der Deckung. Ist der Glaubensanspruch der da geäußert wird ausgewiesen? Und so erzählen uns einfach viele Leute denen wir einfach glauben Geschichten warum das Geld funktioniert. Das sind die Priester denen wir glauben und wir haben alle dieselbe Intuition, daß es ganz gut ist das zu glauben. Würden wir Mißtrauen akkumulieren würde es nicht funktionieren. Also glauben wir ganz einfach daß dieses Zeug irgendwie gedeckt ist. Weil wir wissen, das wir alle geschädigt werden wenn wir das nicht mehr glauben würden.

    Interessanterweise basiert das sogenannte „goldene Mittelalter“ 12./13. Jhd. auf einer matrifokalen sprich mehr von weiblichen/Yin-Aspekten geprägten Gesellschaft in der das Prinzip der Kooperation herrschte, im Gegensatz zu dem des Wettbewerbs wie wir es heute erleben. Nie war der Wohlstand der gesamten Bevölkerung höher als zu dieser Zeit, weder vorher noch nachher. Den damaligen Stand der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau haben wir bis heute nicht mehr erreicht. Das duale Währungssystem zu dieser Zeit hatte eine lokale Währung die durch Demurrage (siehe auch Umlaufgesichertes Geld), eine Art Liegegebühr dafür sorgte daß es nicht gehortet wurde und so zum Wohlstand in allen Bevölkerungsschichten beitrug. Die Münzen dieser Regionalwährung wurden jährlich neu geprägt und man erhielt die Neuen im Tausch gegen die Alten. Allerdings wurde nicht 1 : 1 getauscht, sondern man bekam für die Münzen des Vorjahres weniger Neue. So wurde ein Anreiz geschaffen sein Geld zu investieren und nicht zu horten. Und je mehr das Geld zirkulierte um so mehr Menschen hatten Anteil am Wohlstand der Gesellschaft. Die meisten Kathedralen und Kirchen wurden zu dieser Zeit durch die Bevölkerung finanziert und gebaut, dienten also einem großen Teil derselben sowohl als Verdienstquelle wie auch als Bürgerzentrum in dem das öffentliche Leben der Gemeinde stattfand. Die Gebäude waren so dimensioniert das sie oft doppelt bis dreimal so viele Leute faßten als im Dorf/Ort/Stadt ansässig waren, um sich so interessant zu machen für Zuziehende.
    Dieses weibliche Prinzip, dessen Archetyp seinen Ausdruck in allen vorangegangenen Kulturen in Form der Großen Mutter oder Urmutter fand, wurde bis auf diese außergewöhnliche Ausnahme im 12./13. Jhd. im Laufe der letzten 5000 Jahre in zunehmendem Maße bis zum Gegenwärtigen Zeitpunkt unterdrückt. So das dieser Archetyp nur noch über seine unbewußten Schatten in die Realität wirkt, ganz im Sinne der Aussage C.G. Jungs „Eine innere Situation, die man sich nicht bewußt gemacht hat, taucht außen als Schicksal auf.“ Die beiden Schatten der unterdrückten Mutter sind Gier und Angst vor Knappheit, die ja heute bekanntermaßen als Triebfeder unseres Finanzsystems dienen….

    Für die Vertiefung dieser Gedanken und mehr empfehle ich Herrn Litaers Buch Mysterium Geld

    Zum Schluß möchte ich noch auf einen Artikel in der NRhZ hinweisen, dessen Autor uns bestens bekann ist und der das Thema ein wenig streift

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14372

  18. letztendlich dazu das gezeigt wird wie (Goldman) richtig gut verdienen kann (waterproof) und mit geschickten Mitteln von sich selbst ablenkt(Anklage

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