Gegen Inländerfeindlichkeit UND Islamophobie

Zum Jahresabschluss ein bisschen Grundsätzliches


Viele sind für die Verteidigung der Nation UND leiten daraus ab, sie müssten gegen den Islam sein – und werden so nach rechts außen gezogen, in den weltweiten Kreuzzug der USA gegen den Islam. Muss das so sein?

Dazu habe ich mir schon in meinem Buch „Angriff der Heuschrecken. Zerstörung der Nationen und globaler Krieg“ Gedanken gemacht. Das zeitweilig vergriffene Bändchen  ist seit kurzem wieder erhältlich! (200 Seiten, 17.90 Euro – Bestellung über info@juergen-elsaesser.de und im guten Buchhandel)

Auszug aus Kapitel 5 des Buches:

Die neue Inländerfeindlichkeit

Aber sind Themen wie die EU-Erweiterung und das Einströmen illegaler Arbeitssklaven nicht tatsächlich die Hits der extremen Rechten, fragen besorgte Sozialisten. Nur dann, wenn man kulturalistisch und diffamierend über Türken und Polen spricht, und nicht, wie es Lafontaine macht, antikapitalistisch argumentiert: In Sorge um die Proleten hier wie dort, mit Polemik gegen „unser“ Großkapital.

Richtig sagte der Saarländer gegenüber Kritikern seiner Chemnitzer Rede: „Wenn ich vor der Billiglohnkonkurrenz ausländischer Arbeitnehmer warne und dafür eintrete, die Arbeitnehmer in Deutschland davor zu schützen, habe ich auch Millionen ausländische Arbeitnehmer im Auge, die in Deutschland seit Jahrzehnten leben und Beiträge zahlen … Wenn Facharbeiter im Fleischerhandwerk oder Fliesenleger ihre Arbeitsplätze verlieren durch Billiglohnkonkurrenz, dann muß eine demokratisch-sozialistische Partei dazu Stellung beziehen. Sie muß für die Menschen eintreten, die hier leben und ihre Familien zu ernähren haben … Sie muß auch dann für diese Menschen eintreten, wenn Dritte Ausländerfeindlichkeit vorwerfen. Alle diejenigen, die Entsende-Richtlinien fordern, die also fordern, den Zuzug ausländischer Arbeitnehmer zu regulieren, wären nach der jetzigen Lesart meiner Kritiker Ausländerfeinde und Rechtspopulisten.“

Das Zitat zeigt: So sehr die Kritiker en detail Recht hatten, als sie Lafontaines Verwendung des „Fremdarbeiter“-Begriffes kritisieren, so sehr bleiben sie insgesamt unter dem Niveau seines Ansatzes. Der Unterschied ist fundamental: Der Saarländer spricht von den Interessen der Arbeiterklasse; die linken Gralshüter der Political Correctness dagegen kaprizieren sich auf die Verteidigung von Asylbewerbern und Flüchtlingen. Auf der einen Seite geht es um die Gewinnung von Mehrheiten, um eine „Politik für alle“ – so der Titel von Lafontaines letztem Buch; auf der anderen Seite begnügt man sich mit Lobbying für Minderheiten und hat die Formulierung hegemoniefähiger Gesellschaftsvorstellungen längst aufgegeben. Dies paßt zu den Konzepten der PDS-Modernisierer, die ebenfalls nicht hegemoniefähig sein wollen – als bloße Mehrheitsbeschaffer in einer rot-rosa-grünen Koalition genügt es ihnen, ihre Klientel zur arithmetischen Mehrheit beizusteuern.

Eine Politik für Minderheiten nicht nur als selbstverständlichen Teil linker Praxis, sondern als Zentrum oder Pointe linker Identität anzusehen, war plausibel in der fordistischen Phase des Kapitalismus, als die Herrschenden die große Masse auf Kosten von unverheirateten Frauen, Hippies, Homosexuellen, Ausländern und so weiter in ihr System integrierten. Die neoliberale Offensive hat den Frontverlauf jedoch verändert: Zum einen wurde das Image und teilweise auch die Rechtsstellung der früher Stigmatisierten verbessert – Schwulsein ist mittlerweile hip, und mit dem neuen Staatsbürgergesetz kann ein Zugewanderter leichter als früher Deutscher werden. Zum anderen richtet sich der Hauptstoß von Agenda 2010 und Hartz-4 gegen die Mehrheit der Bevölkerung – also gegen die Normalos, die „ihre Familien zu ernähren haben“ (Lafontaine in Chemnitz). Zugespitzt gesagt: Der Fordismus war vor allem ausländerfeindlich, der Neoliberalismus ist vor allem inländerfeindlich.

Es steht nicht im Widerspruch zu dieser These, daß die Multi-Kulti-Gesellschaft Brutstätte für eine neue Form von  Rassismus geworden ist. Die Haßkampagnen gegen Muslime, die seit dem 11. September 2001 in steigender Intensität durchs Land gehen, werden von den Protagonisten der sogenannten weltoffenen Gesellschaft vorangetrieben: Weil die Religiösen aus dem Morgenland Probleme mit der Pornographisierung und der Amerikanisierung unserer Lebenswelt haben und ihre Traditionen verteidigen, werden sie als Feinde der Freiheit dargestellt. Dabei ist die tatsächlich grassierende Jugendgewalt – egal ob in den arabischen Vierteln von Berlin-Neukölln oder in den reindeutschen Dorfruinen Vorpommerns – gerade kein Ausdruck irgendeiner archaischen Kultur,  sondern des Verlustes jeder Kultur und jeden Anstands.

Der notwendige Widerstand gegen den grassierenden Antiislamismus erfordert also den Bruch mit dem Yuppie-Multikulti und steht nicht im Widerspruch zur Bekämpfung der Inländerfeindlichkeit. Denn unter Inländer sind, um es noch einmal zu betonen, auch die hier lebenden Arbeitsimmigranten zu fassen. Wo immer gestreikt wird, gehören vor allem die Kollegen aus der Türkei zu den treuesten und zähesten Kämpfern. Wie soll der Sozialstaat verteidigt werden ohne sie? Französisch mit dem Kapital zu reden – das heißt gerade auch, daß – wie jenseits des Rheins – endlich das völkische Staatsbürgerecht durch das Jus soli ersetzt wird. Wer hier seit vielen Jahren lebt – und erst recht, wer hier geboren ist – muß vollberechtigter Staatsbürger sein. Eine Politik gegen die Inländerfeindlichkeit des transnationalen Kapitals muß mit diesen Menschen zusammen entwickelt werden und ihre Interessen berücksichtigen. Wenn Erkan und Stefan gemeinsam handeln, wird Josef von der Deutschen Bank schnell das Lachen vergehen.


34 Kommentare zu „Gegen Inländerfeindlichkeit UND Islamophobie

  1. „Wenn Erkan und Stefan gemeinsam handeln, wird Josef von der Deutschen Bank schnell das Lachen vergehen.“ Richtig!!!!!!!!

    Zitat:

    (…)
    „Unter Lenin und Trotzki stand die bolschewistische Führung zu ihrem marxistischen Verständnis, wonach die revolutionäre Partei vor allem in Worten, nicht aber in Taten atheistisch sein müsse. Dagegen hatte der Staat nichtreligiös, aber nicht antireligiös zu sein. Religionsgemeinschaften wurden mit der Revolution beachtliche Freiheiten gewährt, hingegen wurde der Handlungsfreiraum für die Religion des Zarenreiches wegen ihrer engen Bindung an die ehemalige herrschende Klasse am ehesten beschränkt. Gläubige, einschließlich der Muslime, die sich selbst als Revolutionäre betrachteten, wurden gerne in die bolschewistischen Reihen aufgenommen. Nichtkommunistische Gläubige, die die Revolution unterstützten, besetzten Führungspositionen im Staatsapparat. Einige wichtige muslimische Organisationen traten als Verband den kommunistischen Parteien bei oder kamen den Bolschewiki bei der Verteidigung der Revolution zu Hilfe.“

    „Die Forderung von Muslimen nach Religionsfreiheit war untrennbar verflochten mit der Forderung nach nationalen Rechten. Die Bolschewiki kämpften an der Seite der Muslime, um den zaristischen und russischen Kolonialisten diese Rechte abzuringen, ebenso wie den kommunistischen Ultralinken. Für diese Rechte wurde als Teil der Revolution gekämpft und sie wurden im Rahmen der Revolution gewonnen – nicht als Zugeständnis eines antireligiösen Regimes, das nur darauf wartet, über Gläubige herzufallen. Die Angriffe auf diese Rechte gingen von den russischen Chauvinisten des früheren Regimes aus, unter denen sich viele Militaristen befanden, die nach dem Bürgerkrieg in den Staatsapparat strömten und nach und nach in Stalin den Führer der Konterrevolution sahen. Diese Elemente wurden allerdings gestärkt durch starke ultralinke Strömungen unter den Bolschewiki selbst, die Lenins Herangehensweise ablehnten und nur Verachtung für nationale oder religiöse Rechte empfanden. (Die meisten dieser Genossen kamen später durch das Stalinregime um.)“

    „Der islamische Schleier war für die Bolschewiki unter Lenin kein Thema. Der Hauptangriff auf den Schleier wurde 1927 von den russischen Chauvinisten und Stalinisten geführt. Es war ein beängstigender Vorbote der Zwangskollektivierung einige Jahre später. Zwangsentschleierung war eine stalinistische Politik, die den Leninismus auf den Kopf stellte. Wenn Sozialisten heute also für das Recht muslimischer Frauen in Europa eintreten, den Hidschab zu tragen, wenn sie zusammen mit Muslimen gegen die Besatzung des Iraks, Palästinas und Afghanistans demonstrieren, wenn sie das Recht von Muslimen verteidigen, gegen diese Besatzung auch gewaltsamen Widerstand zu leisten, und wenn sie mit Muslimen in Einheitsfrontbündnissen wie der neuen Linkspartei Respect zusammenarbeiten, dann halten sie eine Tradition hoch, die auf Lenin und Trotzki zurückgeht. “

    Alles hier: http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=7888&Itemid=1
    (PS:Prima Zeitung:=)

  2. Danke für den Beitrag, da nicht jeder das Buch besitzt bzw. wie in meinem Fall, vorläufig noch nicht. Ich hoffe, dass sich das jeder Kapitalismuskritiker, der sich voreilig auf die völkische Seite hat ziehen lassen, weil man ihm eingeredet hat, wir Musliime seien der Untergang des Abendlandes, mal genauestens durchliest !

    „Dabei ist die tatsächlich grassierende Jugendgewalt – egal ob in den arabischen Vierteln von Berlin-Neukölln oder in den reindeutschen Dorfruinen Vorpommerns – gerade kein Ausdruck irgendeiner archaischen Kultur, sondern des Verlustes jeder Kultur und jeden Anstands.“

    Absolut korrekt, das sind wurzellose Jugendliche, die eben von Haus aus KEINERLEI Werte mitbekommen haben, weder islamische noch sonst welche. Es handelt sich hier um komplexbeladene Bildungsverlierer. In der Türkei oder im Libanon, woher sehr viele der sogenannten „Intensivtäter“ stammen, sind solche Auswüchse nicht zu beobachten.
    Es sind meistens nicht die, die in die Moscheen gehen, die auf den Straßen Handys „abziehen“ und sich Bandenkriege liefern.

  3. Heute geraten über 95% der Bevölkerung, nicht nur die Arbeiterklasse, sondern auch die Bauern und der Mittelstand in einen Gegensatz zum Finanzkapital und zu seinen politischen Handlangern in Berlin. Sie haben sich die Parteien gekauft. Auch die ‚Linke‘ gehört ihnen bald.

    Unsere türkischen, polnischen und und und .. Mitbürger sind Inländer, nicht ‚Ausländer‘ und gehören selbstverständlich in ein breites Bündnis gegen die korrupten Oligarchen – Erkan, Miroslav und Stefan und eure Familien – wir sind eine große Familie, eine große Solidargemeinschaft!

    Die Einigkeit muss her, kein Teile und Herrsche, keine Hetze gegen Moslems darf zugelassen werden, denn diese Einheit ist der Garant für einen erfolgreichen Massenkampf gegen die korrupte, antisozial und islamophob denkende und handelnde Finanzelite in Deutschland, die gezielt über ihre Medien Hetze gegen Andersdenkende, aber vor allem seit 9/11 gegen Muslime, unsere Brüder, betreibt so wie sie es jahrzehntelang gegen Kommunisten getan haben. Sie folgen exakt den Sprachregelungen ihrer Master in den USA. Sie sind völlig US-hörig, zumindest der größte Teil davon. In Zeiten der Not (Finanzkrise) scharen sie sich nur noch enger um ihre amerikanischen Bilderbergs und liebedienern nur noch mehr.

    In Großbritannien gibt es seit Jahren ein Bündnis namens ‚Respect‘, das von dem Labour-Mann George Galloway gegründet wurde und das versucht, Muslime in den gemeinsamen Kampf zu integrieren und zusammen, nicht an ihnen vorbei oder gar gegen sie, zu kämpfen.

    Ich glaube, dort ist die Bewegung weiter als hier.

  4. Es war Schäuble, der mit seinen Islamkonferenzen die Religion in den Mittelpunkt der Integrationsdebatte gestellt hat. Da gehört sie aber nicht hin; da sollte Bildungs- und Sozialpolitik stehen.

    Migrantenverbände wie DIDF haben sich in Berlin an der Pro-Ethik-Kampagne beteiligt; und die sind auch für die rege Beteiligung türkisch- und kurdischstämmiger Menschen an Arbeitskämpfen verantwortlich. Nicht etwa DITIB & Co.

  5. @Lutz Dorawa:

    „Ich muß zugeben, ..darauf habe ich gewartet. Schöner Artikel!“

    Ich auch, aber ich wusste einfach, dass irgendwann etwas Derartiges erscheinen wird. Diese ganze Spalterei muss ein Ende haben!

  6. Die Amis ziehen alle Register, sie kommen nicht weiter mit ihrer Angstpolitik, HIV, Schweinegrippe etc. ein Krieg muss her, wie auch immer, der Iran Krieg steht bevor, macht euch drauf gefasst. Daran wird Europa zerbrechen, unsere Politiker machen alles um diesen amerikanischen Weg zu beschleunigen.
    Poöitiker sind nun mal nicht am Volke orientiert, sie sind machtbesessen und korrupt, auserordentlich deutlich seit Frau Merkel dem Israel Atomwaffen schickt. Frau Merkel ist nicht von dieser Welt, sie ist wegbereiterin für massgebliche Massnahmen um den klein und Mittelstand zu unterwandern und auszubeuten um uns gefügig zu machen für den Krieg, den keiner will. Steht auf, jetzt, es wird kommen, das grosse Verbrechen, es ist im vollem Gange, wir werden verlieren, seht Ihr das nicht, wir müssen jetzt Handeln !

  7. Ganz schön viel Geschwurbel („Inländerfeindlichkeit“) für die plumpe Forderung nach Protektionismus.

    Im übrigen: warum sollte irgendjemand in Deutschland „Widerstand gegen den grassierenden Antiislamismus“ leisten?
    Das ist gleich doppelt daneben.
    1. Wo grassiert hier überhaupt „Antiislamismus“?
    2. Wenn sich in Deutschland Islamismus ausbreiten sollte, dann wäre es doch für jeden, der noch alle Sinne beisammen hat, dringendst geboten, sich gegen diese menschenverachtende Ideologie zu stellen!

  8. @Umm Hussain

    „“Ich auch, aber ich wusste einfach, dass irgendwann etwas Derartiges erscheinen wird. Diese ganze Spalterei muss ein Ende haben!““

    Ich habe es geahnt..der Artikel spaltet nicht, er sollte Klarheit über die derzeitige Situation aller „In- und Ausländer“ schaffen.

    *Das Minarettverbot in der Schweiz war eine Volksabstimmung und muss im Ergebnis so akzeptiert werden. Ohne Punkt und Komma.*

    Vorweg..bezogen auf was..welche Spalterei meinst du im Artikel zu entdecken? Oder habe ich dich nur missinterpretiert/falsch verstanden?

  9. @Lutz Dorawa: Ja, Sie haben mich völlig missverstanden, aber macht nichts, das passiert schnell. Ich meinte, dass die Spaltung zwischen Muslimen und Nichtmuslimen ein Ende haben muss, wofür der Artikel sich ja wohl einsetzt, wenn ich das nicht völlig falsch verstanden haben sollte.

    *Das Minarettverbot in der Schweiz war eine Volksabstimmung und muss im Ergebnis so akzeptiert werden. Ohne Punkt und Komma.*

    Wer hat das geschrieben, habe ich das überlesen? Man kann ja mal eine Abstimmung machen, ob Muslime deportiert werden sollen oder anderes, muss das dann auch „ohne Punkt und Komma“ akzeptiert werden? Direkte Demokratie ja, aber nicht, wenn solche Abstimmungen durch Hetze derart „vorbereitet“ werden, dass Progromstimmung geschürt wird. Wer davor die Augen verschließt, was sich im Vorfeld in der Schweiz getan hat, wie reißerische Plakate und hetzerische Falschinformationen über den Islam, ebnet genau dem den Weg, dem man ja angeblich entgegentreten will, nämlich Hetzte gegen eine Minderheit!

  10. @Klinsman

    Sie sprechen was den Islam betrifft, von einer ‚menschenverachtenden Ideologie‘, gegen die man (‚die, die noch alle Sinne beisammen haben‘) sich stellen sollten. Können Sie diese pauschale Behauptung konkretisieren? Was genau ist am Islam menschenverachtend?

  11. „Die Einigkeit muss her, kein Teile und Herrsche, keine Hetze gegen Moslems darf zugelassen werden, denn diese Einheit ist der Garant für einen erfolgreichen Massenkampf gegen die korrupte, antisozial und islamophob denkende und handelnde Finanzelite in Deutschland, die gezielt über ihre Medien Hetze gegen Andersdenkende, aber vor allem seit 9/11 gegen Muslime, unsere Brüder, betreibt so wie sie es jahrzehntelang gegen Kommunisten getan haben.“

    Genau das ist das Problem, und sogenannte „Rechte“, die auf den islamophoben Zug aufspringen, wobei sie sich vordergründig für Antizionismus und den Kampf gegen das Finanzkapital starkzumachen vorgeben, spielen in Wirklichkeit der Diktatur des Raubtierkapitalismus erst recht in die Hände. Ob aus Dummheit oder aus Bosheit, ist wohl im Einzelfall unterschiedlich.

  12. @schnehen

    Bitte korrekt lesen.

    Ich spreche nicht von der Religion Islam sondern vom politischen Islam als Herrschaftsideologie (=Islamismus), welche aus dem Koran auch ein politisches, juristisches (Scharia) und sonstiges Regelwerk ableitet. Derart rückständige Herrschaftsformen haben wir hierzulande zum Glück überwunden.

    Jetzt nachvollziehbar?

  13. liebe freunde,

    dass das internat.finanz-und großkapital lohndrücker aus unterentwickelten ländern braucht dürfte jedem, außer den pi-news-mausis klar sein, für die sind rot-grüne- polit-deppen schuld! nach eu-angaben sollen millionen von arabern und schwarafrikanern, also bereits jetzt nicht gut-integrierbare minderheiten- einwandern, da wir bösen europäer ja eh alle aussterben!es ist zu einfach von ausländern und deutschen zu sprechen, italiener, spanier, kroaten etc. sind als mitbürger normal nicht auffälliger als die einheimischen, libanesen in berlin hätten längst wieder zurückgeführt werden müssen, sie zerstören den ruf der ausländer hierzulande, darauf können europäer keine lust haben!wer als 16jähriger mehr straftaten hat, als das telefonbuch einer kleinstadt namen, solllte sicher wieder seine heimat beglücken müssen!italiener etc. wurden bis vor einigen jahren abgeschoben, weil sie keine ausreichend große wohnung als rentner hatten, obwohl sie niemanden was taten, jahrzehnteland gearbeitet haben!bei jungen moslems, fangt ihr an zu weinen!natürlich müssen arbeiter einer firma gegen die bonzen zusammenhalten, aber dies heißt nicht, dass orientalen gut integrierbar sind! gegen die rechten wird was getan, redet nicht, als würde es keinen kampf gegen rechts geben, der teilweise ein selbstzweck ist, also bitte!

  14. @Klinsman

    Der Islamismus ist eine Erfindung des Westens nach dem 11. September, um den Islam in die Nähe des Terrorismus und des Extremismus zu stellen. Er stellt die Grundlage der Islamophobie dar und ist selbst eine westliche Ideologie.

    Der Kommunismus konnte die Rolle des Sündenbocks nach seinem Zusammenbruch nicht mehr erfüllen, man benötigte einen neuen für Auslandseinsätze, die man ja vor dem eigenen Volk rechtfertigen muss. Man schuf die allgegenwärtige Terrorgefahr und den ‚politischen Islamismus‘.

    Dieser Islamismus kann auch die Sharia, die es seit Hunderten von Jahren in islamischen Staaten und Gemeinschaften gibt und gegeben hat, nicht erfunden haben. Sie hat es immer schon gegeben und ist auch keine ‚Herrschaftsideologie‘, sondern ein Instrumentarium, um Konflikte gerecht und im Interesse der Beteiligten, auf der Basis des Korans, friedlich zu regeln.

    Es gibt natürlich extremistische ‚islamistische‘ Gruppierungen, die durch die Unterdrückungspolitik des Westens, besonders die der USA in Staaten des Nahen und Mittleren Ostens, durch den Hass auf die westliche Ideologie des Materialismus und Konsumismus, diese Richtung eingeschlagen haben (Wahabisten z.B.) und die heute von den USA, ihren Diensten und ihren Verbündeten, z. B. von den Saudis, instrumentalisiert werden, darunter eben auch ‚Al Qaida‘.

    Al Qaida selbst (wörtlich: Liste, Datenbank) ist eine Schöpfung der USA, die während des Afghanistankrieges gegen die sowjetische Besatzung nach 1979 von den USA hochgepäppelt, finanziert und mit reichlich Waffen versorgt wurde. Die Idee kam vom Sicherheitsberater des damaligen US-Präsidenten, Zbignew Brezinski.

    AQ wird heute gezielt vom Westen gegen misliebige Staaten und Widerstandsbewegungen eingesetzt, als Vorwand, aber auch als Vollstreckungsinstrument, um militärisch gegen alles vorzugehen, was sich den Vorherrschaftsplänen der USA und ihrer Verbündeten entgegenstellt. Auch im Jemen benutzt man sie jetzt, um dort militärisch eingreifen zu können.

    Beispiel:

    Anne Machon, eine ehemalige Mitarbeiterin des britischen Geheimdienstes MI6, berichtet, dass vor Jahren eine libysche AQ angeheuert wurde, um ein Attentat auf den libyschen Staatspräsidenten M. Ghadafi zu verüben, was diese Truppe dann auch tat, nachdem das Geld geflossen war. Sie blieb aber erfolglos, weil der libysche Geheimdienst davon Wind bekam und das Attentat vereitelte.

  15. Ein sehr guter, quasiprogrammatischer Artikel, dem weitere solche folgen müssen!

    Denn da, wo Lafontaine damals leider aufgehört, den Schwanz eingezogen hat, von der gesamten, latent inländerfeindlichen Linken im Stich gelassen und bekämpft wurde, sollte die Volksinitiative anknüpfen!

    Bei diesem (links-)patriotischen Aufbruch sollten all jene sozialrevolutionären und antiimperialistischen Kräfte willkommen sein, die mit der Randgruppen-orientierten, volksfeindlichen Linken als auch rassistischen Rechten (NPD und Umfeld) nichts zu tun haben wollen.

    Ebenso natürlich auch nichts mit islamhassenden prozionistischen Klüngeln, die von rechts bis links durch die Bank weg sich festgesetzt haben.

    Jeder muß in dieser NEUEN BEWEGUNG seine Heimat finden können, wo er sich vorher auch verortet haben mag. Mit anderen Worten, die Fehler politisch-korrekter Sektierer sollten auch „personalpolitisch“ nicht übernommen werden, denn wo HEUTE jemand steht, ist entscheidend!

    Daraus folgt, daß man sich von niemanden, schon gar nicht vom linken oder rechten politischen Gegner, vorschreiben lassen sollte, wem man mit ins Boot nimmt, mit wem man kooperiert. Fängt man an, über die Stöckchen zu springen, die beispielsweise die Pseudo-Antifa hinhält, hat man schon verloren.

    Es braucht also Mut, Tempo und dem weiteren Bau eines theoretischen, politischen Grundgerüstes – der sich auch damit befassen sollte, welche gesellschaftliche Ordnung man sich für Deutschland vorstellt, damit aus dieser Volksinitiative gegen das Finanzkapital auch eine für etwas wird, sich positiv definiert und darüber neue Mitstreiter gewinnt.

  16. Ich sehe mit immer mehr Entsetzen, wie hierzulande auch angebliche Linke immer ungenierter gegen den Islam hetzen und damit direkt die Interessen des Dollarimperiums unterstützen, dem kaum etwas mehr in den Kram passen könnte, als eine deftige Progromstimmung gegen Araber und Moslems. Diese Pseudo-Linken werden sich noch wundern, denn wenn das Pentagon erst mal mit dem Iran fertig ist, kommen Chavez und seine fünfte Internationale dran. Ich prophezeie, dass dann ein globalisiertes Revival der McCarthy-Ära anbrechen wird, dann werden Linke an die Stelle der Moslems treten und die Rolle des „neuen Hitler“ wird von Ahmadinedschad an Chavez gehen.

  17. *Das Minarettverbot in der Schweiz war eine Volksabstimmung und muss im Ergebnis so akzeptiert werden. Ohne Punkt und Komma.*

    Wer hat das geschrieben, habe ich das überlesen? Man kann ja mal eine Abstimmung machen, ob Muslime deportiert werden sollen oder anderes, muss das dann auch „ohne Punkt und Komma“ akzeptiert werden? Direkte Demokratie ja, aber nicht, wenn solche Abstimmungen durch Hetze derart „vorbereitet“ werden, dass Progromstimmung geschürt wird. Wer davor die Augen verschließt, was sich im Vorfeld in der Schweiz getan hat, wie reißerische Plakate und hetzerische Falschinformationen über den Islam, ebnet genau dem den Weg, dem man ja angeblich entgegentreten will, nämlich Hetzte gegen eine Minderheit!

    @Umma Hussein

    *Das Minarettverbot in der Schweiz war eine Volksabstimmung und muss im Ergebnis so akzeptiert werden. Ohne Punkt und Komma.*

    Das habe ich geschrieben.

    Wie kann jemand aber direkte Demokratie einfordern, wenn er den Hintergrund dieser Volksentscheidung leugnet und ihr Zustandekommen durch unsachliche „vorbereitete Hetze“ unterfüttert/unterstellt? Es tut mir leid, aber ich kann mir die direkte Demokratie nicht dahin drehen, wo ich sie tatsächlich immer haben möchte. Es war eine Entscheidung des Schweizers Volkes. Fast bösartig ist es zu werten, Deportationen und das Minarettverbot in einem Zusammenhang zu bringen, beides hat mit der Volksabstimmung wirklich nichts gemeinsam, außer das mit dem Wort „Deportation“ Elemente der “ politischen Korrektheit“ hochgeholt werden, die assoziativ mit dem Holocaust und Deportationen zu tun haben. Warum suggerierst du mir diese Verbindungen, Umma Hussein? Zu welchem Zweck? Warum werden Bilder oder Schemen der „politischen Korrektheit“ dazu benutzt, andere Mundtot zu machen-damit einer politischen Entscheidung die Vorteilsnahme hinzugezogen werden kann? In Deutschland werden diese Mechaniken zur Beeinflussung der politischen Ergebnisse benutzt- siehe den Afghanistan/Irak/Jugoslawien-Krieg uvm. Und du benutzt dieselben Werkzeuge. Deine aufgezählten Gründe reichen nicht aus, Progromstimmungen herbeizusehnen, die deiner Beweisführung einer fehlgeleiteten Volksabstimmung als Grundlage für weitere Argumente dienen könnten, letztendlich die direkte Demokratie in ihrer Wirkungsweise unterminieren. Ich habe bewußt das „Minarettverbot“
    zitiert, -und wie du gesehen hast, aus guten nachvollziehbaren Gründen. Die westliche Welt radikalisiert den Islam auf unfaire Art und Weise, erklärt ihm zum Staatsfeind der westlichen Welt, lenkt von sich selbst ab, aber die Entscheidung in der Schweiz ist auf die kulturelle gesellschaftliche Entwicklung des Landes zurückzuführen gewesen.

  18. @Umma Hussein

    ++Korrektur++

    *Das Minarettverbot in der Schweiz war eine Volksabstimmung und muss im Ergebnis so akzeptiert werden. Ohne Punkt und Komma.*

    Das habe ich geschrieben.

    Wie kann jemand aber direkte Demokratie einfordern, wenn er den Hintergrund dieser Volksentscheidung leugnet und ihr Zustandekommen durch unsachliche „vorbereitete Hetze“ darstellt? Es tut mir leid, aber ich kann mir die direkte Demokratie nicht dahin drehen, wo ich sie tatsächlich immer haben möchte. Es war eine Entscheidung des Schweizer Volkes. Fast bösartig ist es zu werten, Deportationen und das Minarettverbot in einem Zusammenhang zu bringen, beides hat mit der Volksabstimmung wirklich nichts gemeinsam, außer das mit dem Wort „Deportation“ Elemente der “ politischen Korrektheit“ hochgeholt werden, die assoziativ mit dem Holocaust und den Deportationen zu tun haben. Warum suggerierst du mir diese Verbindungen, Umma Hussein? Zu welchem Zweck? Werden Bilder oder Schemen der „politischen Korrektheit“ dazu benutzt, andere „Mundtot“ zu machen, um vor einer politischen Entscheidung eine klare Vorteilsnahme in der Abstimmung zu erzielen-quasi ein Abstimmungs-Ergebnis so zu beeinflussen, das es dem erwünschten/vorher festgelegten Ergebnis recht nahe kommt? In Deutschland werden diese Mechaniken zur Beeinflussung der politischen Ergebnisse benutzt- siehe den Afghanistan/Irak/Jugoslawien-Krieg uvm. Du benutzt dieselben Werkzeuge. Deine aufgezählten Gründe reichen nicht aus, Progromstimmungen herbeizusehnen, die deiner Beweisführung einer fehlgeleiteten Volksabstimmung als Grundlage für weitere Argumente dienen könnten. Der direkten Volksentscheidung wird durch solche Äußerungen eher Schaden zugefügt als Nutzen. Und dem Volk das Recht genommen, politische Entscheidungen über Volksabstimmungen zu fällen.

    Ich habe bewußt das „Minarettverbot“
    zitiert, -und wie du gesehen hast, aus guten nachvollziehbaren Gründen. Die westliche Welt radikalisiert den Islam auf unfaire Art und Weise, erklärt ihm zum Staatsfeind der westlichen Welt, lenkt von sich selbst ab, aber die Entscheidung in der Schweiz ist auf die kulturelle gesellschaftliche Entwicklung des Landes zurückzuführen gewesen.

  19. @Lutz Dorawa:

    Da scheine ich ja einen Nerv getroffen zu haben, oder warum regen Sie sich so auf? Und ich bitte, meinen Nick richtig zu schreiben, so schwer kann das ja nicht sein.

    „Die westliche Welt radikalisiert den Islam auf unfaire Art und Weise, erklärt ihm zum Staatsfeind der westlichen Welt, lenkt von sich selbst ab, aber die Entscheidung in der Schweiz ist auf die kulturelle gesellschaftliche Entwicklung des Landes zurückzuführen gewesen.“

    Auf welche? Dass die Schweizer rassistisch sind? Nicht dass so eine Abstimmung in Deutschland wesentlich anders ausfallen würde, da mache ich mir keinerlei Illusionen. Man würde wohl noch mit Abriss aller Moscheen stimmen. Und wer die Hetze im Vorfeld dieser Abstimmung nicht sehen kann oder will, ist blind, sorry.

    Und sowas wollt ihr von der VI hier auch haben??

  20. @Anonym & Umm Hussain ??

    Kein Grund zur Sorge, der Nerv wurde nicht getroffen. Blind laufe ich auch nicht durch die Welt, es besteht also nicht die Möglichkeit, zu einem Spielball für „Irgendetwas“ zu werden.

    Wie kann ich ein Volk als rassistisch bezeichnen, das sein Anrecht auf die Ausübung seiner Kultur über Volksabstimmungen wahrnimmt? Ich bin kein Schweizer Bundesgenosse, aber ich weiß, das die Schweiz ein Land mit vielen Traditionen ist. Genauso wie die Türkei, Iran, Irak, Jemen und Saudi-Arabien Traditionen besitzt-wie eigentlich alle Länder der Erde- die auf einem kulturellen Erbe oder Hintergrund basieren. Das es Anläufe/Angriffe von westlicher Seite auf die arabische Werteordnung/Wertegesellschaft/Wertetradition gibt, ist nicht von der Hand zu weisen. Zu kleinen Teilen hat es ja auch funktioniert. Aber ich bin auch froh darüber, das im Orient die Uhren anders ticken als in der westlichen Welt und grundsätzliche Vereinnahmungen dadurch gescheitert sind. Die einzige Brücke zwischen diesen beiden unterschiedlichen Gesellschaften zwischen Ost und West ist halt das Finanzkapital, Tourismus und das Öl. Das mag für andere viel sein, für mich ist das zu wenig. Ich persönlich habe nichts dagegen, von der Kultur/Tradition der anderen zu partizipieren, so lange mein eigenes Wertgefüge/Wertordnung nicht eingeengt oder beschnitten wird. Das ist zu akzeptieren, eine Zurücksetzung in Form von sogenannten Kulturrücktritten vor anderen quasi fremdländischen Kulturen/Traditionen ist nicht zu empfehlen, so lange beide Seiten sich nicht als gleichberechtigt in ihrer Existenz ansehen. Und wir besitzen das Gastgeberrecht. Wie sieht es mit dem Gastgeberrecht in den orientalischen Gefilden aus? Das müsste ich doch auch akzeptieren, nicht wahr? Immerhin, ich würde es tun, schon aus Respekt vor der Kultur, Tradition und den Menschen des jeweiligen Landes. Einzelheiten, Unstimmigkeiten über die Gepflogenheiten von Traditionen uvm. möchte ich nicht aufzählen, sie stehen auch nicht zur Debatte.

    Das es politische, vielleicht sogar religiös motivierte prowestliche/orientalische/zionistische Kräfte gibt, die aus diesem relativ einfachen Thema ein Chaos zaubern wollen, ist nicht zu leugnen.

    Ich gehöre nicht dazu, ich bin für eine Verständigung und nicht für die Ablehnung. Das ist meine private Meinung-die seitenweise ergänzt werden könnte.

    Wer ist der eigentliche Rassist?

  21. „Vielleicht ist der Kommunismus (oder Sozialismus) durch seine Verbindung mit dem Völkischen unrettbar verdorben wie ein in den Dreck gefallenes Pfund Mehl, und der Ostblock ist – ganz anders, als es scheint – zusammengebrochen, weil es seine Praxis war, stärker noch als im Westen die Gemeinwesen der Vorgeschichte zu konservieren – Nationen, Völker, Volksgruppen.“ Wolfgang Pohrt lieferte in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift konkret die beste Antwort auf die Frage „Was ist heute noch links?“
    Jürgen Elsässer in der Jungle World 1998

  22. @ kommunist

    Kurze Story..in Bremen unter der Linkspartei passiert..da wurde das eigene „Weihnachtsfest“ in „Winterfest“ umgetauft, aus Rücksicht vor den islamischen Glaubensbrüdern. Sogar dem Innensenator ? aus Bremen war so viel kulturelle Selbstverleugnung zu viel und wetterte wie ein Rohrspatz gegen diese devote blödsinnige Aktion. Auch unsere türkischen Mitbürger schüttelten über diese Aktion der Linken nur den Kopf. Das nenne ich einen „Kulturrücktritt“ vom eigenen Land-egal was ich eigentlich vom Weihnachtsfest selber halte- ausgerechnet hier aus irgendwelchen seltsam gelagerten Gründen zurückzustecken. Mittlerweile treiben hier die seltensten Blüten ihr Unwesen..wo soll das noch hinführen? In eine demütige Einfältigkeit?

  23. @Lutz Dorawa: “

    Hier plädiert niemand für „Kulturrücktritte“. Ganz im Gegenteil, ich wäre froh, wenn sich diese Gesellschaft hier wieder auf ihre christlichen Wurzeln besinnen würde, das aber gerade in Bremen umzu immer mehr verloren geht. Sie sagen es, „Gastgeberrecht“, und damit drücken Sie doch aus, dass Sie uns noch als Ausländer betrachten, oder?

    „da wurde das eigene „Weihnachtsfest“ in „Winterfest“ umgetauft, aus Rücksicht vor den islamischen Glaubensbrüdern“

    Und die wollen diese „Rücksicht“ doch gar nicht. Ob gewollt oder nicht, solche lächerlichen Aktionen wie auch die Absetzung einer Oper, die kein Muslim jemals verlangt hatte, führen noch zu mehr Islamophobie, und das ganz ohne unser Zutun.

  24. @me

    Da Sie, in dieser „Sache“ offenbar Lenin und Konsorten des Zitierens für würdig erachten, möchte ich noch ein Wenig aus dieser Ecke beisteuern:

    „In Bezug auf die zurückgebliebenen Staaten und Nationen, in denen feudale oder patriarchalisch-bäuerliche Verhältnisse überwiegen, muß man insbesondere im Auge behalten … die Notwendigkeit, die Geistlichkeit und sonstige reaktionäre und mittelalterliche Elemente zu bekämpfen, die in den zurückgebliebenen Ländern Einfluß haben; …. die Notwendigkeit, den Panislamismus* und ähnliche Strömungen zu bekämpfen, die die Befreiungsbewegungen gegen den europäischen und amerikanischen Imperialismus mit einer Stärkung der Positionen der Khane, der Gutsbesitzer, der Mullahs usw. verknüpfen wollen.“ (Lenin Werke Band 32, S.137).

    „Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby”, d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam.” (
    Karl Marx: Marx-Engels-Werke, Band 10, S. 170).

    Bei Bedarf liefere ich nch ein paar Meinungen dazu vom guten Voltaire, Goethe oder auch Atatürk.

    Ich sag nur, hier wird sich auf sehr dünnem Eis bewegt.

    Ansonsten finde ich Herrn Dorawas Ansichten für recht ausgewogen. Auch bin übrigens nicht daran interessiert zu spalten, aber man sollte die Kirche schon im Dorf lassen.

  25. @Umm Hussain

    Warum muß ich Ihnen bei ihren letzten Beitrag recht geben?

    Weil ich das wohl genauso sehe wie sie! Der deutschen Identität ist das Selbstbewußtsein abhanden gekommen. Ich verstehe manche Eiertänze der Linken auch nicht, denn keiner hat es eingefordert- ich wüßte nichts davon ( damit ist die Bremer Geschichte gemeint). Manche Befürchtung besteht darin, in Zeiten von Krisen und Zusammenbrüchen schnell nach Schuldigen gesucht wird,- die sucht „Mensch“ sekundär nicht bei sich, sondern bei anderen kulturell geprägten Mitbürgern-das ist eine Vermutung. Primär sind es aber die Regierungen mit dem Moloch der EU im Rücken, die permanent versuchen, die Menschen hier und anderswo zu spalten. Schau dir den Irak an..der wird in einem Zustand der Schwäche gehalten nach dem Motto: „wenn 3 [dreigeteiltes Land] sich streiten freut sich der 4-ierte! Der Vierte ist die USA-Regierung mit ihren Lobbybotschaftern/Wirtschafts/Rohstoffvertreter-aus dem militärisch-industriellen Komplex.

    Ich erinnere mich an CDU- Wahl-Kampagnen, wo mit Ausländerfeindlichkeit geworben wurde.

    Das Gastgeberrecht (war in Verbindung mit den Minaretten in der Schweiz gemeint..keiner kann ein Minarettbau einfordern, wenn dies in einem Land nicht erwünscht ist- – wäre die Volksabstimmung in der Schweiz anders verlaufen und die Mehrheit der Schweizer hätte dem Minarettbau zugestimmt-müßte ich das auch akzeptieren..denn das Volk hat in diesem Fall gesprochen oder entschieden!!..obwohl jetzt spekulativ auf die Spitze getrieben, eine 51% :49% Entscheidung eine unbefriedigene demokratische Lösung darstellen würde.

    Religionen und ihre traumatischen ruinösen Dogmen..ein fieses Thema, der Glaube allein macht das Wissen nicht aus-es verbreitet kein Wissen, sondern schafft emotionale psychologische Abhängigkeiten, die..wenn politisch motiviert-fatal in die menschliche Entwicklung eingeschlagen sind. Als einen spirituellen Hort würde ich die Religionen nicht bezeichnen wollen, es gibt nicht „die Religion“..ist schon schlimm genug wenn auf dieser Ebene untereinander Konkurrenz betrieben wird..wer erinnert sich nicht an die „Kreuzzüge“ uvm. das Aufzwingen theologischer religiöser Dogmen auf Andersgläubige nach dem Schema „Mein ist der richtige echte Glaube und dein Glaube ist nichts wert“. Der Witz ist:“ Es ist nur ein Glaube[Glauben=glauben=nicht wissen=Nichtwissen], der die Wahrheit nicht persönlich besitzt und persönlich kennengelernt hat“ Naturreligionen..anderes Thema. Außerdem bin ich der Meinung, das alle bekannten Religionen aus einer einzigen UR/Erst-Religion abgeleitet worden sind (ich habe nur zitiert in Verbindung mit den christlichen Wurzeln).

  26. Goethes Einstellung zum Koran:

    “ …“grenzenlose Tautologien und Wiederholungen bilden den Körper dieses heiligen Buches, das uns, so oft wir auch darangehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt.“
    (West-Östlicher Divan)

  27. @chrissedlmair

    Bleiben wir doch bitte beim Sie.

    Auch wenn hier die Hälfte von mir zensiert wird und dass Schreiben damit mühsam ist, eine Antwort:

    Es geht Ihnen doch gar nicht darum, zu irgendeiner Annäherung zu anders denkenden Menschen oder gar einer neuen Einsicht zu kommen. Es geht Ihnen lediglich darum ihre „eigene“ Sichtweise zu verteidigen.

    Vielleicht weil selbst denken eine Sünde ist und ins Feuer führt?

    Frieden scheint Ihnen nicht wirklich wichtig zu sein, denn Sie sind auf Kampf aus.

    Freundlichkeit ist ein Fremdwort für Sie. Erst beleidigen Sie mich, dann antworten Sie nicht, wo Ihnen keine Antworten einfallen und dann lecken Sie wieder Blut und sind wieder ganz da: mit dem guten alten HochgradFreimaurer Goethe.

    Schön das ich Ihnen diese Steilvorlage gab;)

    Zeigt es doch mehr als deutlich, dass Sie ebenso wie um hussain nur dann antworten, wenn sie glauben punkten zu können. Wenn es aber um kritische Fragen zum Islam geht, wird geschwiegen oder beleidigt. Warum?

    Zu Goethe:

    „Im Internet findet sich unter dem Titel Goethe als Muslim ein Aufsatz von Schaikh ‚Abdalqadir Al-Murabit, der ursprünglich 1995 in der Islamischen Zeitung erschienen ist. Der Verfasser führt dort den Nachweis, dass sich Goethe als aufgeschlossener und toleranter Mensch – nicht ›nur‹ fair und gerecht gegenüber dem Islam verhielt, sondern vielmehr zweifellos ein Muslim war, der sich [mit] aller Offenheit und Zivilcourage zum Islam bekannte und seine Eigenschaft als Muslim nie verleugnete.

    Keine Sorge, bitte: diese These ist ganz sicher stark übertrieben und wir brauchen nichts
    davon zu glauben. Die einschlägigen Standardwerke – allen voran Katharina
    Mommsens große Untersuchung Goethe und die arabische Welt von 1988 – sind sich
    in dieser Hinsicht völlig einig und zeichnen ein wesentlich differenzierteres Bild.

    Wenn es in einem Werbetext Goethes für seinen West-östlichen Divan heißt, der Dichter dieses Werkes lehne »den Verdacht nicht ab, daß er selbst ein Muselmann sei, dann ist das allerdings alles andere als ein Glaubensbekenntnis: ein ironisches Spiel mit
    der Figur des Dichters vielmehr, der so weit wie möglich in die Rolle eines persischen
    Sängers hineinschlüpft, aber eben nur den ›Verdacht‹ des Islamismus erweckt und sich nicht wirklich damit identifiziert. Noch leichter lässt sich daher die Gegenrechnung aufmachen, weil es an islamkritischen
    Äußerungen Goethes wahrlich nicht fehlt. Um hier die vielleicht bekannteste zu zitieren, die sich in den Noten und Abhandlungen zum West-östlichen Divan findet: […] die Mahometanische [Religion, A.M.] läßt ihren Bekenner nicht aus einer dumpfen
    Beschränktheit heraus, indem sie, keine schweren Pflichten fordernd, ihm innerhalb
    derselben alles Wünschenswerthe verleiht und zugleich, durch durch Aussicht auf die Zukunft, Tapferkeit und Religionspatriotismus einflößt und erhält.

    Und übrigens: Scheich Abdalqadir Al-Murabit ist 1930 in Schottland als Ian Dallas zur
    Welt gekommen und und lebt heute in Südafrika. Als erklärter Antisemit genießt er einenfragwürdigen Ruf.“

    Albert Meier (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) Voltaires und Goethes Mahomet
    Vortrag vor der Goethe-Gesellschaft Kiel

    Quelle: http://www.ndl-medien.uni-kiel.de/personal/professoren/albert_meier/Vortraege/Voltaires-und-Goethes-Mahomet

    Von Goethe stammen übrigens auch Palmires Schlussworten zu Mohammed: „Ich sterbe. Fort! Dich nicht zu sehen ist das größte Glück. Die Welt ist für Tyrannen; lebe du!“

    Kleines Schmankerl:
    Voltaire an den preußischen König Friedrich II., Rotterdam den 20. Januar [Dezember] 1740. In:
    Voltaire: Correspondance II. 1739–1748. Texte établi et annoté par Theodore Bestermann, [Paris] 1965 (Bibliothéque de la Pléiade), S. 414–418, hier S. 416. (»Doch dass ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, dass er seine Mitbürger glauben machen will, dass er sich mit dem Erzengel
    Gabriel unterhielte; dass er sich damit brüstet, in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverständlichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt, dass er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, dass er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt: Das ist nun mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, […] es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht (des Verstandes) erstickt.

    Ich glaube übrigens auch an Einen Gott und ich könnte mir sogar vorstellen Mohammed (wenn man ihm denn den Kredit geben will, dass er historisch „gezwungen“ war, ständig Kriege vom Zaun zu brechen oder zu töten – Jesus hat eher sein Leben gegeben) in einer Reihe mit Jesus zu sehen, aber das, was die Muslime daraus gemacht haben, mit ihren Haditen und Scharia……aua!

    Wie gesagt, leider wurden viele Fragen von mir, hier zensiert, ich muss davon ausgehen, das man z.B. Ihnen ersparen möchte, ohne Antwort dazustehen;)

  28. „Goethes Einstellung zum Koran:

    “ …“grenzenlose Tautologien und Wiederholungen bilden den Körper dieses heiligen Buches, das uns, so oft wir auch darangehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt.“
    (West-Östlicher Divan)“

    Ja, richtig, Goethe hatte Respekt vor Moses, Jesus und auch Mohamed, auch glaubte er an Einen Gott.

    Vergessen Sie dabei aber bitte nicht, dass Goethe ausschließlich vom Koran begeistert war (und das auch sehr wegen der poetischen, kunstvollen Sprache) und mehr als nur angewidert gewesen wäre von Scharia und dem gesamten Machtapparatschik der Bekehrertruppen des radikalen Islam.

    Fragen Sie sich selbst, was den Gothe „anzog“, „in Erstaunen versetze“, „anwiderte“ und am Ende Verehrung abnötigte;)

  29. Warum sollte Goethe, der Respekt vor dem Islam und dem Qur’an hatte, von der Scharia, der islamischen Rechtsprechung, ‚angewidert gewesen sein‘? Die Scharia gründet ja auf dem Koran (es gibt dort unzählige Hinweise zur Rechtsprechung, zur Regelung von Konflikten, zum Erbrecht der Frau..).

    Weil es die Scharia auch schon zu Goethes Zeiten gab, braucht man gar nicht zu spekulieren, welche Haltung er gegebenenfalls gehabt hätte. Er hatte einfach eine positive Einstellung, war aber nicht unkritisch.

    Warum kann man es dabei nicht einfach belassen? Schluss. Punkt.

  30. Eine Lesefrucht, fast 3 Jahre alt:

    „Die Einigkeit muss her, kein Teile und Herrsche, keine Hetze gegen Moslems darf zugelassen werden, denn diese Einheit ist der Garant für einen erfolgreichen Massenkampf gegen die korrupte, antisozial und islamophob denkende und handelnde Finanzelite in Deutschland, die gezielt über ihre Medien Hetze gegen Andersdenkende, aber vor allem seit 9/11 gegen Muslime, unsere Brüder, betreibt so wie sie es jahrzehntelang gegen Kommunisten getan haben“

    😀

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