Zur Israel-Lobby

Zur Diskussion um das Buch von Mearsheimer/Walt


(aus: Junge welt, 10.10.2007 – gekürzt)

Keine Koscher Nostra

Mearsheimer und Walt zeigen die Macht der Israel-Lobby in den USA, vernachlässigen aber die Rolle der Saudi-Connection. Von Jürgen Elsässer

Als „antisemitische Verschwörungstheorie“ denunzierte Alan Posener im Deutschlandradio das Buch „Die Israel-Lobby“ John J. Mearsheimer und Stephen Walt. „Die Juden sind unser Unglück“, so ließen sich die Thesen der beiden renommierten US-Professoren zusammenfassen, behauptet er. In dasselbe Horn stößt Josef Joffe in der Zeit und wirft ihnen vor, von einer „Koscher Nostra“ zu fantasieren – ein Begriff, der in dem Buch an keiner Stelle vorkommt.

Bösartiger kann man die Intention der Autoren nicht verdrehen. So faktengesättigt sie den verheerenden Einfluß dokumentieren, den pro-israelische Pressuregroups auf die US-Nahostpolitik ausüben, so sorgfältig weisen sie immer wieder darauf hin, daß  hinter diesem Druck keineswegs „die“ Juden stehen. Die Mehrheit der US-Bürger mosaischen Glaubens wähle traditionell und aktuell die Demokraten und nicht die Republikaner und stünden mit unzweideutigen Mehrheiten für eine Entspannungspolitik gegenüber der arabischen Welt im allgemeinen und den Palästinensern im besonderen, also gegen die kriegerischen Zuspitzungen der Präsidenten Ariel Scharon oder George W. Bush. „Laut einer Studie, die das Gallup-Institut 2007 vorlegte und die auf Ergebnissen von 13 Umfragen seit 2005 beruht, steht die jüdische Bevölkerung Amerikas mit 77 Prozent dem Irakkrieg viel ablehnender gegenüber als die amerikanische Gesamtbevölkerung mit 52 Prozent“, referieren Mearsheimer und Walt. Ihre Schlußfolgerung: „Es wäre somit ein grundlegender Irrtum, den Krieg im Irak dem ‚Einfluß der Juden‘ zuzuschreiben oder zu sagen, die Juden hätten Schuld am Krieg. Vielmehr ist der Krieg zu großen Teilen dem Einfluß der Israel-Lobby zuzuschreiben und ganz besonders ihrem neokonservativen Flügel.“

Die Israel-Lobby dürfe deswegen nicht mit einer jüdischen verwechselt werden, da sie zu einem wichtigen Teil aus Christen besteht, nämlich aus den Ultraevangelikalen, also etwa dem Fernsehprediger Pat Robertson. Der deutete den Schlaganfall Scharons im Januar 2006 als göttliche Rache für dessen Entscheidung, den Gazastreifen zu räumen. Die rabiatesten Zionisten sind also oft solche, die das Neue Testament im Tornister haben. Michael Freund, ehemaliger Director of Communications des israelischen Ex-Premiers Benjamin Netanjahu, schrieb 2006: „Danken wir Gott für die christlichen Zionisten. Ob es uns nun gefällt oder nicht – Zukunft der Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Staaten hängt vielleicht weniger von den amerikanischen Juden als von den amerikanischen Christen ab.“

Allerdings wird in dem Buch nachgewiesen, daß die evangelischen Fundis im Vergleich zu den jüdischen Gruppen eine geringere Medienpräsenz und weniger Finanzmittel haben. Es gebe „kaum Hinweise auf umfangreiches direktes Lobbying im Kongreß durch … prominente Angehörige der religiösen Rechten zum Thema Israel“, werden Studien aus der Zeit zwischen 1980 und 1999 zusammengefaßt. Die Macht von Verbänden wie dem American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) bezeugt ein ebenso kompetenter unverdächtiger Zeuge, nämlich der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter: „Für ein Mitglied des Kongresses, das wiedergewählt werden will, ist es fast politischer Selbstmord, eine Position zu vertreten, die als Gegenkurs zur konservativen israelischen Regierung ausgelegt werden kann.“ Wenig verwunderlich, daß Carter infolge solcher Äußerungen ebenfalls das Etikett „Antisemit“ angeheftet bekam – von eben jener Lobby, die er kritisiert.

(…)  Auf der Basis höchster Wertschätzung sei dennoch ein schwerwiegender methodischer Fehler der Studie benannt: Die Autoren halten den Einfluß der Öllobby auf das Weiße Haus für eine vernachlässigbare Größe. Sie gehen fälschlicherweise davon aus, daß diese an einem Ausgleich mit den islamischen Staaten interessiert sei, weil dort die größten Lagerstätten des schwarzen Goldes zu finden sind. Dazu paßt allerdings überhaupt nicht, was der frühere Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, in seinen gerade veröffentlichten Memoiren schreibt: “Es ist politisch unpassend zuzugeben, was jeder weiß: Beim Irak-Krieg ging es hauptsächlich um Öl.“

Nach Mearsheimer und Walt besetzten USA dagegen das Zweistromland nicht im Verfolg eigener, sondern vor allem fremder, nämlich israelischer, Interessen. Dies belegen sie mit vielen Zitaten sowohl führender Republikaner wie von Mitgliedern des Likud. Im ersten Fall untersuchen sie zu wenig, ob die pro-israelischen Stellungnahmen etwa des Christen Donald Rumsfeld nicht eher eine geschickte Verkaufstrategie des Feldzuges waren – there’s no business like Shoa-Business. Im zweiten Fall lassen sie anderslautendende Äußerungen aus Jerusalem unter den Tisch fallen, die Ende 2002 und Anfang 2003 Skepsis gegenüber dem bevorstehenden Irak-Krieg formulierten – weil man den gefährlicheren Gegner schon damals nicht in Bagdad, sondern in Teheran verortete. In ihrer Zusammenfassung widersprechen die Autoren ihrer eigenen Focussierung auf Israel und die Israel-Lobby und differenzieren zu Recht: „Kurz gesagt, Israel war nicht der Initiator der Kampagne für einen Krieg gegen den Irak. Wie deutlich werden wird, waren es die Neokonservativen in den USA …“.

Damit ist das eigentliche Machtzentrum benannt: die Neokonservativen in der Bush-Administration, eine politische Kabale, in der Christen (neben Rumsfeld  unter anderen Vizepräsident Dick Cheney, CIA-Chef James Woolsey, UN-Botschafter John Bolton) und Juden (u.a. Vizeverteidigungsminister James Wolfowitz, Pentagonberater Richard Perle, Cheney-Berater Daniel Feith) in trauter Eintracht zusammengefunden haben. Sie nutzten 9/11, um  gemäßigtere Minister in der ersten Bush-Regierung rund um State-Department-Chef Colin Powell die Defensive zu drängen. Dabei spielte die Saudi-Connection eine viel entscheidendere Rolle als die Israel-Lobby. Michael Moore weist in „Fahrenheit 9/11“ auf die engen Verbindungen zwischen den Familien Bush und  Bin Laden hin. Er dokumentiert außerdem, daß die Bush-Administration nach 9/11 eine Reihe von Mitgliedern des Bin-Laden-Clans bei Nacht und Nebel ausfliegen ließ, obwohl damals ein generelles Flugverbot galt. Aktenkundig ist auch, daß der frühere Botschafter der Saudis in den USA, Prinz Bandar, bzw. seine Frau Tausende von Dollars an Mittelsmänner überwiesen haben, die zwei der Flugzeugentführern vor dem 11. September 2001 betreuten.  (…)

Die Hypothese des Rezensenten: Die Neokonservativen, eine politische Agentur des militärisch-petrochemischen Komplexes der USA, spielen an mehreren Tischen: Mit den Saudis wird das dicke Geld verdient. Über die Israel-Lobby wird die moralische Rechtfertigung besorgt, falls dabei Blut fließen muß.

***
John J. Mearsheimer/Stephen M. Walt: Die Israel Lobby. Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflußt wird, Frankfurt/Main 2007, Campus Verlag, 503 Seiten, 24.90 Euro.

19 Kommentare zu „Zur Israel-Lobby

  1. Ein Mitglied im iranischen Parlament soll gesagt haben, daß das American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), für die Verleihung des Friedensnobelpreises an den US-Präsidenten gesorgt habe. Außerdem sehe ich die Hauptursache für alles Übel der Welt im Kapitalismus, der in den USA seinen militärischen und geheimdienstlichen Arm besitzt.

  2. Zitat:“…die zwei der Flugzeugentführern vor dem 11. September 2001 betreuten. “
    Du weisst also, wer die Flugzeugentführer des 9/11 waren?
    Zweites Zitat:“Dabei spielte die Saudi-Connection eine viel entscheidendere Rolle als die Israel-Lobby. “
    DABEI? Wobei?
    Warum dokumentierst Du alte schlechte Arbeiten noch einmal?

  3. Zitat: „Die rabiatesten Zionisten sind also oft solche, die das Neue Testament im Tornister haben.“
    Die Heilige Bibel, wie wir sie kennen, ist wie eine Sammlung von Spielkarten verschiedener Spiele, daher geben die Geschichten darin ein so vielschichtiges Bild. Grob ist die Bibel in 2 Teile unterteilt, doch nur im sog. AT (heb. Talmud) ist das Gottesbild von Jahwe das eines rächenden, evtl. gar rachsüchtigen Gottes.
    Lots Frau dreht sich um erstarrt zur Salzsäule, Esaus Zwillingsbruder jakob etc. Das so genannte NT wurde von anderen Menschen in anderer Intention geschrieben.
    Die Ultraevangelikalen sind nicht etwa zu schwach, um Israelische Lobbyisten zu unterstützen, noch sind sie quantitativ unwichtig. Nur ein solcher Fernsehprediger scharrt mehr Schäfchen hinter sich, als 2 Mannschaften aus der 2. Fußballbundesliga, wenn sie antreten. Mit weniger Aufwand und mehr Nutzen.

    Die Leute wissen nur, das gesammeltes Geld auch viel dann Nutzen bringt, wenn man es selbst behält.
    Ich glaube, man wird beiden Seiten, den Ultraevangelikalen in und außerhalb der USA http://www.youtube.com/watch?v=knmMoEfr3_Y wie auch den Zionisten im ‚Heiligen Land‘, letzten Endes auch Kreisen in Saudi-Arabien besser, eher gerecht, wenn man die Einflußnahme nicht als Einbahnstraße auffaßt, denn das würde eine Art evolutionäre Hierarchie nach sich ziehen, weist wieder eindeutig zu.
    Gerade, wenn man an Schiller denkt, trifft das Wort Kabale den Sachverhalt recht gut.
    Zitat: „– weil man den gefährlicheren Gegner schon damals nicht in Bagdad, sondern in Teheran verortete.“
    klingt nach etwas Voreingenommenheit in minderschwerem Fall. Mit Antisemitismusvorwürfen sind unsere Israelischen Freunde auch gegen einen der Ihren schnell zur Stelle, seit Amalek: http://www.hagalil.com/judentum/feiertage/purim/adar/amalek.htm
    Scheint es nicht so, als hätten Maersheimer und Walt nur die sprichwörtliche Kurve am Ende doch noch genommen, um ihr Buch bei einem großen Verlag außerhalb Persiens oder Chinas verlegen und somit ein Embargo umgehen zu können, das der schnellen Verbreitung im Wege stünde?

  4. Der Artikel ist zwar schon zwei Jahre alt, aber es ist wohl immer noch notwendig, immer wieder herauszustellen, dass man keineswegs antisemitisch gesonnen ist.

    „Mit den Saudis wird das dicke Geld verdient. Über die Israel-Lobby wird die moralische Rechtfertigung besorgt, falls dabei Blut fließen muß.“

    Ist doch praktisch….die Saudis sind die nützlichen Idioten, die sich ohne US-Unterstützung nicht einen Tag an der Macht halten würden, und wenn man mal „leider“ mit härteren Bandagen ran muss, ergo Krieg, holt man ggf. die Antisemitismuskeule aus dem Sack, dass Israel geschützt werden muss und ähnlicher Blödsinn. Besser gehts doch nicht, oder ?

  5. @ Andreas Hauß:
    „Warum dokumentierst Du alte schlechte Arbeiten noch einmal?“
    Ist das noch eine kritische Freundschaft? So schlecht fand ich den damals schon nicht, und womöglich schreiben richtige schneller als ’naive‘ Journalisten.
    Mit den Entführern waren sicher welche von den mutmaßlichen, offiziellen gemeint.
    Von den Kritikern des offiziellen 911-Märchens geben die allermeisten unumwunden zu, lediglich Vermutungen zu haben.

  6. @ zensurnixgut:
    recht interessante Filme hast du da auf youtube – was machst du sonst so, gehörst du einer Partei oder Bewegung an?
    Vieles darin ist mir neu, muß ich bei Gelegenheit recherchieren, eines nimmt mich Wunder: Minuten 7:29 Pt1 deines Dreiteilers: Guillaume ist der franz./lat. Name für Wilhelm.
    Grundsätzlich will ich nichts von dem infrage stellen, von dem ich bisher wenig weiß, erinnere mich jedoch an F.W.Nietzsche, der sich gegen Zitate allgemein verwahrte mit der Begründung, sie seien doch zumeist aus dem Zusammenhang gerissen.
    Eines noch: Mahmut Ahmadinedschat will keine Kernwaffen oder Atombomben – besorg dir mal das aktuelle Compact-Buch oder lies dich mal bei Arbeiterfotografie oder Th. I. Steinberg um.

  7. Hallo,

    würde mich interessie in wie fern saudischer Einfluss auf USA reicht und ob sie belegbar ist.
    Danke.

    CU

  8. @ Ian Curtis

    Parteizugehörigkeit:
    keine

    Zitate sind immer aus dem Zusammenhang gerissen wenn der gesammte Kontext nicht vorliegt. Den Kontext muss man sich erschliessen dafür reichen die Zitate nicht, man kann aber schon mal getrost gewisse Geschichtsbetrachtungen als intressensgesteuerten Müll auf den entsprechenden Haufen legen.
    Wie die offizelle 9\11 Version und andere.

    „Eines noch:“
    Du beziehst Dich auf Eggerts Artikel ?
    Wenn ich recht gelesen hab, ist nicht die Rede davon das er Atomwaffen anstrebt, sondern von der religiös motivierten Bereitschaft ein solches Geschehen (Armargeddon) als göttlichen Willen mitzutragen.
    Interessant ist, das Ahmadinedschad seine UNO – Auftritte, mit den Worten – „Gott möge den Iman der Zeit bald erscheinen und uns zu seinen besten Helfern werden lassen! “ einleitet.

  9. @ zensurnixgut:

    „Wenn ich recht gelesen hab, ist nicht die Rede davon das er Atomwaffen anstrebt, sondern von der religiös motivierten Bereitschaft ein solches Geschehen (Armargeddon) als göttlichen Willen mitzutragen.“

    Statt „mittragen“ würde ich lieber sagen, dass er bereit ist, die Herausforderung als gottgewollt zu akzeptieren, Dr. Ahmadinejad will überhaupt keinen Krieg, weder mit Atomwaffen noch sonstwie. Die schiitisch- islamische Überzeugung geht in der Tat dahin, dass es einen großen Krieg (oder auch mehrere) geben wird, ob der mit Atomwaffen ausgetragen werden wird oder anders, ist unklar. Es ist in den Überlieferungen von „rotem und weißem Tod“ die Rede. Der rote steht für Krieg, der weiße für Seuchen.

    „Interessant ist, das Ahmadinedschad seine UNO – Auftritte, mit den Worten – „Gott möge den Iman der Zeit bald erscheinen und uns zu seinen besten Helfern werden lassen! “ einleitet.“

    das ist zugegeben für einen westlichen Menschen vielleicht nicht einfach zu verstehen. Aber wie Sie schon erkannt haben, damit ist keineswegs gemeint, dass Ahmadinejad nun ein Armageddon gar mit Atomwaffen anstrebt, um den 12. Imam kommen zu lassen. So eine Denkweise möchte man ihm ja gerne andichten, dass er einer Sekte (hojjatiyyeh) angehört, die sich auf die Fahnen geschrieben haben soll, möglichst viel Chaos v zu stiften ,um das Kommen des 12. Imams zu beschleunigen, was aber totaler Unsinn ist.

  10. Hi Zensurnixgut,
    in Zusammenhang mit Iran, Bombe ja oder nein, bezieh ich mich nicht auf Herrn Eggert, sondern auf den Link apoca… mit dem sw-Plakat und der Überschrift „wir wollen…“
    Ich will nicht so ganz glauben, daß im Iran jemand Atomwaffen bauen will.
    Seit den 30ern, nicht zuletzt durch L. Ron Hubbart, ursprünglich Kernphysiker und Lehrer, ist bekannt, daß ein Krieg mit Kernwaffen nicht zu gewinnen ist. Nimmt man die Endlichkeit von Erdoel- und Gasvo9rkommen als gegeben, ferner die kaum im Iran vorhandenen Raffinerieanlagen, wird deutlich, liegt nahe, daß IranerInnen eher Strom / Elektroenergie damit erzeugen wollen, als eine Gegend zu kontaminieren, die so dicht in der Nachbarschaft liegt, daß der Fallout schneller im Iran ist als Ahmadinedschats Prophezeiung in Erfüllung geht.
    Mit Endzeitvisionen ist es so eine Sache, fällt mir eine ein, die seit der chr. Jahrtausendwende stark an Popularität eingebüßt hat, die des Michel de Nostradame. Dessen eine Endzeitvision lautete ins engl. übertragen etwa: „red birds will fly from over the east and destroy Paris within a night.“
    Gibt man viel auf solche Visionen, eigentlich durch Drogenmißbrauch ausgelöste Albdrücke, hätte der sich nur um etwa 1 Jahr geirrt, denn es gab tatsächlich Anschläge auf jüd. Einrichtungen in Frankreich, nur waren es wirklich Wickelmützen in Allahs Auftrag?

  11. @Umm Hussain
    Nur zur Klarstellung – das der Iranische Präsident Krieg will, habe ich nicht sagen wollen .
    Nur eben, das er einem solchen (prophezeiten) Szenario nicht ganz verschlossen gegenübersteht. „Gottes Wille“ eben.
    Gerorg Schramm (der Kaberettist) , sprach in einem seiner Sketche davon, dass sich – die jüdischen messianisten, „christliche“ evangelikale und bestimmte muslimische Strömungen, im nahen Osten, zu einer „Armageddonschlägerei“ verabredet hätten. So kann mans auch ausdrücken.

    Von jüdischer Seite gibt es Äusserungen wie :
    „Leider ist es nicht möglich den Messias ohne Krieg erscheinen zu lassen. “ und (!) „Krieg und Gewalt stärken noch die Macht des Messias.“

    Interessant ist nun das sich das Weltgeschehen analog zu den Prophezeiungen zu gestalten scheint.

    Eine Doku über den jüdischen Messianismus (religiöser Zionismus) hier:
    http://www.youtube.com/user/zensurnixgut#grid/user/6F4775C1A2D649B4

    Evangelikale Gehirnwäsche hier:

    und nochmal der Eggert :
    http://www.youtube.com/user/zensurnixgut#grid/user/B3852773FAA3A157

  12. Irgendwie typsich für die westlichen Gesellschaften. Sobald einer von einer Israel-Lobby spricht, schreibt oder sonst wie berichtet, schlägt man auf ihn mit der Antisemitismus-Keule ein. So viel zum Thema freies Wort und Grundgesetz. Aber das ist ja nur eine Seite.
    Fakt ist das es diese Israel-Lobby gibt und das keineswegs nur in der Vorstellungswelt von fanatischen Verschwörungstheoretikern. Jeder der die politischen Verhältnisse aufmerksam und seit längerem beobachtet kommt irgendwann zu dem Schluss das der Zionistenstaat Israel aus unerfindlichen Gründen (so scheint es zumindest!) immer eine Art Sonderstatus genießt. Natürlich werden jetzt einige umgehend brüllen: Natürlich haben die das, der Holocaust! Weisst du nicht mehr? Sicher, ja, schlecht und traurig genug, aber legitimiert das die Israelis nicht nur alle UN Beschlüsse und internationale Konventionen zu missachten, sondern auch einen faktischen Völkermord an den Palästinensern zu begehen? Wird eine schlechte Tat durch eine andere schlechte Tat besser? In der obskuren Logik der Zionistenfreunde offensichtlich schon.
    Ein weitere Erklärung dafür wäre natürlich die das wir es hier mit einem quasi religiösem Komplex zu tun haben. Dann wäre zumindest das Problem mit der Logik aufgehoben, denn im „Glauben“ spielt diese keine Rolle……

  13. „Gerorg Schramm (der Kaberettist) , sprach in einem seiner Sketche davon, dass sich – die jüdischen messianisten, „christliche“ evangelikale und bestimmte muslimische Strömungen, im nahen Osten, zu einer „Armageddonschlägerei“ verabredet hätten. So kann mans auch ausdrücken.“

    Nehmen wir jetzt Kabarettisten als Analysten politisch – religiöser Strömungen? Also bitte….es klingt nämlich wirklich so, als wären da sämtliche Parteien auf Krawall aus, was aber für die iranische Seite nachweislich nicht gilt! Ahmadinejad meint nur, dass es eben unvermeidlich dahin kommen WIRD.

  14. Zu meinem Vorredner: Den Kampf gegen das Weltjudentum hatten wir schon mal. Die Juden, die Fraumaurer, skulls & bones, die Bilderberger – diese Fixierung auf personalisierte Dunkelmänner und Strippenzieher, all diese monokausalen (um nicht zu sagen: monokonspirativen) Theorien führen am Ende nur zum Tunnelblick. Im Gegensatz dazu gehe ich davon aus, dass auch die Sphäre der Mächtigen in konkurrierende Seilschaften zerfällt. Andererseits bin ich mir ziemlich sicher, dass sie dort, wo sie die Möglichkeit dazu haben, mit wesentlich höherer strategischer Intelligenz und mit höherer krimineller Energie ihre Ziele durchsetzen, als sich das der Unbeleckte vorstellen kann. Mir persönlich hat Albrecht Müller die Augen geöffnet mit seiner Analyse, wie sich neoliberale Politiker, Versicherungsgesellschaften und die wichtigsten Medien des Landes schon vor Jahren zusammengerottet haben, um das gesetzliche Sozialversicherungssystem in Deutschland auszuhebeln. So muss die Analyse politischer Prozesse aussehen! Und so sehe ich auch das Buch von Mearsheimer und Walt: Ein sehr erhellender Blick hinter den Vorhang. Wem das nicht genug ist, weil das „Masterbrain“, das hinter allem steckt, damit noch nicht demaskiert wurde, will doch nichts anderes als die Bestätigung der eigenen paranoiden Vorurteile.

  15. Diese „Aussage“ ist sachlich falsch. Denn es gab keine saudi-arabischen Flüge vor der Wiedereröffnung des amerikanischen Flugraumes am 13. September 2001 und der sogenannte „Bin Laden Flug“ fand tatsächlich erst am 20. 11. 2001 statt!

  16. „Die Juden, die Fraumaurer, skulls & bones, die Bilderberger – diese Fixierung auf personalisierte Dunkelmänner und Strippenzieher, all diese monokausalen (um nicht zu sagen: monokonspirativen) Theorien führen am Ende nur zum Tunnelblick. Im Gegensatz dazu gehe ich davon aus, dass auch die Sphäre der Mächtigen in konkurrierende Seilschaften zerfällt“.

    Man muss halt sehen, welche Machttheorie mehr erklärt, die besseren Vorhersagen trifft etc. Mir scheint die Entwicklung der Welt zu zielgerichtet zu sein, um mehrere annäherend gleichmächtige Mächte am Werk zu sehen. Und ich leugne auch nicht die Exitenz von verschiedenen Machtgruppen mit konkurrierenden Interessen.

    Israel besitzt eine absolute Sonderstellung unter den Ländern dieser Erde, indem es keine vertraglichen Bindungen zu anderen Ländern unterhält. Dass wir von einem Medienpluralismus in einem gehaltvollen Sinne auch nicht sprechen können ist auch klar, da wir überall den zionistischen Verzerrungsmechanismus wahrnehemen können. Diese Liste ließe sich fortsetzen.

    Und diese Oberflächenmerkmale lassen sich auch erklären, wenn man einen tiefern Blick auf die Machtstruktur und die Geschichte ihrer Entstehung wirft. Die jüdische Verschwörungstheorie unterscheidet sich von allen anderen Verschwörungstheorien, die man im Netz finden kann, dass man zu einem tieferen Weltverständnis gelangen kann.

    Obwohl Mearsheimer und Walt sicherlich ihre Verdienste haben, ist ihre Analyse unzureichend, AIPAC ist nicht irgendeine Lobby neben konkurrierenden Lobbys. AIPAC ist auch gar nicht so furchtbar wichtig für die amerikanischen Juden, da sie über so viel Hinterzimmermacht verfügen, dass sie dieselben Wirkungen auf anderen Wegen erzeugen können. Wenn ich deshalb das Buch von Mearsheimer und Walt für zu harmlos halte, dann habe ich dafür rationale Gründe.

    Einfach nur auf die Nazizeit zu verweisen und die üblichen Schmähvokablen („paranoid“) zu gebrauchen, reicht meiner Ansicht nicht als Gegenargument aus.

  17. @Freiheit:

    „Die jüdische Macht in den USA und auch in anderen Ländern sitzt viel tiefer und stützt sich auf der Tatsache, dass das Judentum ein Staat im Staate ist, der mittlerweile alle Schlüsselpositionen (Medien, Justiz, Erziehung, Poitik, Militär) im Staat einnimmt und durch die Medienmacht die Nicht-Juden systematisch belügt und täuscht, so dass die große Masse gar nicht merkt, dass sie versklavt ist. Und die Soldaten der USA dienen als Sklaven dem Interesse Israels bzw. des Weltjudentums.“

    Solche Aussagen finde ich sehr gefährlich und außerdem sachlich falsch. Es gibt die Zionisten, die das Judentum missbrauchen, aber es muss klar betont werden, dass die mit wahren Juden nichts zu tun haben! Diese Zionisten missbrauchen das Judentum für ihre Zwecke, wie die Wahabiten den Islam.

  18. Warum in die Ferne schweifen, ist der Schrecken doch so nahe:
    O-Ton Merkel:
    „Wer Israel bedroht (natürlich Iran), bedroht auch uns!“

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