Elsässers Antwort fertig …

… aber von hintergrund.de noch nicht freigeschaltet

Meine Antwort auf die Angriffe auf hintergrund.de ist wie angekündigt gestern (Mittwoch) fertiggestellt und um 22:09 Uhr an Herausgeber Ronald Thoden übermittelt worden.  Der hatte mir die Veröffentlichung vorab zugesichert. Dass bis dato (Donnerstag, 14:03 Uhr) noch nichts passiert ist, muss nichts heißen, denn kleine Redaktionen wie hintergrund.de ( in diesem Fall: eine Frau) können nicht so schnell arbeiten. Da das Interesse der Öffentlichkeit doch recht groß ist (nur als Beispiel: im Zuge dieser Debatte ist dieser blog wieder auf Platz 2 der meist besuchten WordPress-Blogs aufgerückt), hoffen wir alle auf schnelles Online-Stellen des Textes.

Ein kleiner Überblick über den Inhalt meiner Replik:

Gegen den neuen Faschismus

Was ist dran an der großen Elsässer-Vogt-Verschwörung?

Auf ungefähr sechs Seiten – genauso lang wie der ursprüngliche Külbel-Artikel – nehme ich Stellung zu den Attacken auf die Volksinitiative und mich („hart rechts angedockt“), zur Rufschädigung gegen Michael Vogt („Michael Vogt: schuldig bei Verdacht“), zu den Aufgaben des antifaschistischen Kampfes („Der neue Faschismus“) und zur Herausbildung einer neuen blogger-Opposition  jenseits des traditionellen(!) links-rechts-Schemas. Der Artikel endet mit einem Angebot an Külbel und „Hintergrund“, das vielleicht manche überraschen wird.

Neugierig geworden? Den ganzen Text gibt’s hoffentlich in Kürze auf Hintergrund.de. Auf meinem blog werde ich sofort verlinken. Bleiben Sie auf Sendung.

Und: Nicht vergessen: Am Dienstag (27.10.) stelle ich mein neues COMPACT-Buch (IRAN – Fakten gegen westliche Propaganda) in Berlin vor (Russisches Haus, Friedrichstraße 176-179, 19.30 Uhr).

17 Kommentare zu „Elsässers Antwort fertig …

  1. Darauf bin ich ja mal gespannt, wie Sie diesen mainstreamlinken „Helden“ entgegentreten. Sicherlich doch anders als es diese erwartet haben….

  2. Hier geht’s lang, schon immer….

    „Die Sklavenhalter sitzen heute in den Börsen“

    Eren Güvercin

    (…)

    Die Finanzdiktatur wird als letzte Etappe der Ausbeutung und Unterdrückungsstrategie des Westens gesehen

    Jean Ziegler: Der Westen, der mit 12,8 Prozent der Weltbevölkerung eine Minderheit ist, herrscht über den Planeten seit über fünfhundert Jahren. Ende des 15. Jahrhunderts, als die Erde rund geworden ist, nach der vierten Reise von Kolumbus, findet der Genozid in Lateinamerika statt. Dann gab es 350 Jahre Sklavenhandel, dann 150 Jahre lang die Kolonialmassaker und die Territorialbesetzung. Heute gibt es die Tyrannei des globalisierten Finanzkapitals.

    Letztes Jahr haben die fünfhundert größten Privatkonzerne der Welt nach Weltbankstatistiken gemeinsam über 52 Prozent des Weltsozialproduktes beherrscht. Dieses Finanzkapital in den Händen einiger westlicher Oligarchen hat eine Macht, die nie zuvor in der Geschichte der Menschheit ein König, ein Kaiser oder ein Papst gehabt hat.

    Diese Finanzdiktatur wird von den südlichen Völkern als letzte Etappe der Ausbeutung und Unterdrückungsstrategie des Westens gesehen.

    Die Sklavenhalter sitzen heute in den Börsen, bestimmen die Rohstoffpreise durch Spekulation und sind – wenn auch der Allgemeinheit nicht sichtbar – verantwortlich für den Hunger hunderttausender Menschen.

    Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter 10 Jahren. Dieses Jahr im April hat zum ersten Mal die Zahl der permanent unterernährten Menschen die Milliardengrenze überschritten. Und das auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt.

    Es gibt heute kein Schicksal mehr. Ein Kind, das jetzt, während wir reden, an Hunger stirbt, wird ermordet.

    „Der Aufstand des Gewissens wird kommen“

    Sie erzählen in Ihrem Buch viel von Bolivien und den Veränderungen unter Evo Morales. Sind diese Entwicklungen in Südamerika wirkliche Alternativen zum – wie Sie es nennen – „Raubtierkapitalismus“? Viele kritisieren die Entwicklungen etwa in Bolivien als totalitär…

    Jean Ziegler: Man kann alle politischen Vorurteile haben. Man kann links sein, rechts sein. Wir leben ja in freien Gesellschaften in Westeuropa. Aber die Ignoranz und die hochmütige Verurteilung der revolutionären Bewegungen an der Peripherie sind unwürdig.

    Die kreative, gemeinschafts- und solidaritätsschaffende Geschichte findet auf den Anden, in den 12 000 indianischen Stämmen, die Bolivien ausmachen, statt. In vielen Teilen Südamerikas wird Geschichte geschaffen, und wir sollten von ihnen lernen.

    Aber auch in Europa passiert etwas. Ich glaube nicht mehr an den europäischen Nationalstaat, dessen Souveränitätsrechte sofort überdeterminiert sind durch die kapitalistische Warenrationalität.

    Die EU ist ja nichts anderes als ein Konzernverwaltungsrat.

    Da sind keine Werte, keine Ambitionen mehr vorhanden.

    Aber es gibt die Zivilgesellschaft, diese wundersame Bruderschaft. Ich komme zurück auf Heiligendamm im Sommer 2007.

    Ich war auf der anderen Seite des Stacheldrahts. Da waren wir 140.000 Menschen aus 41 Nationen aller politischer Couleur. Es waren Pastoren da, Trotzkisten, Junge und Alte. Alle sind dort gewesen und haben diskutiert. Sie waren alle getrieben von dem moralischen Imperativ, nicht vom politischen Imperativ oder irgendwelchen Parteiideologien.

    Immanuel Kant hat gesagt: „Die Unmenschlichkeit, die einem anderen angetan wird, zerstört die Menschlichkeit in mir.“ Dieser moralische Imperativ ist der Motor einer neuen Zivilgesellschaft, die eine Welt nicht mehr tolerieren will, wo alle fünf Sekunden ein Kind an Hunger stirbt. Diese Zivilgesellschaft ist in Deutschland sehr stark, von der Welthungerhilfe über Greenpeace bis zu attac. Der Aufstand des Gewissens wird kommen. Deutschland ist die lebendigste Demokratie in Europa. Es gibt keine Ohnmacht in einer Demokratie.

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31335/1.html

    -_-

    Auch Merkel und Sarkozy kommen zur Sprache.

  3. „nur als Beispiel: im Zuge dieser Debatte ist dieser blog wieder auf Platz 2 der meist besuchten WordPress-Blogs aufgerückt“

    Ja, weil diese Tragikomödie weiterempfohlen wird. In manchen Verteilern ist von einer „JJ-Soap“ die Rede, die man sich unbedingt reinziehen müsse. Es wird empfohlen, sich mit einem Bier und einer Tüte Chips vor den Rechner zu setzen. Andere raten davon ab, weil es eine Riesensauerei auf der Tastatur gibt, wenn man zwischendurch mit vollem Mund losprustet.

    Aus ganz bös feministischer Sicht is des kein politischer Konflikt, sondern ein intellektueller Schwanzvergleich. Prost!

  4. @ Feli

    „Aus ganz bös feministischer Sicht is des kein politischer Konflikt, sondern ein intellektueller Schwanzvergleich. Prost!“

    Aber hallo! Und Sie haben den grössten, liebe Feli. Oder hab ich da was faslch verstanden?

    Ach egal, mit Bloggern wie Ihnen wirds wirklich komödiantisch.

    Also dann, Prösterchen 😉

  5. >Hier geht’s lang, schon immer….

    „Die Sklavenhalter sitzen heute in den Börsen“>

    Was dieser Rundschlag des „politisch oberkorrekten“ grünen Alt-68ers, Öko-Fundis und Greenpeace-Fans Jean Ziegler jetzt hier zu suchen hat, ist mir vollkommen schleierhaft.

  6. Sternzeichen Stier, Aszendent: Toyota

    http://www.youtube.com/user/berlincoopTV#p/u/45/pT6hNcXuQKU

    Bei der Jungen Welt hängt an der Aufklärung um die Vorkommnisse des – 9/11 – wohl auch *Herzblut dran, so konnte ich in diesem Video lesen… (*war mir nicht bekannt – aber gut so)

    Junge Welt 03.März 2009

    „Endlich haben es Politiker mehrerer Länder geschafft, eine neue, wirklich unabhängige Untersuchung, was an 9/11 geschah, zu fordern.
    Man darf gespannt sein, welcher deutsche Bundestagsabgeordnete es wagt, sich der Gruppe der „Politikal Leader for 9/11 Truth anzuschließen.“

    ~*~

  7. „Die Sklavenhalter sitzen heute in den Börsen“

    Interessanter Text, aber was hat der mit der Schlammschlacht, die hier abläuft, zu tun?

    Die „Konfliktparteien“ nehmen sich doch beide viel zu wichtig.

    Von anderen werden Jürgen E. und Jürgen C.K. doch aus Gründen kritisiert, die in großen Teilen deckungsgleich sind. (Vulgärantiimperialismus; „der Feind meines Feindes ist mein Freund“; ignorante bis zynische Haltung gegenüber Iranerinnen, die für ganz normale Grundrechte auf die Straße gehen, etc.)

    Um das nicht berauschend zu finden, muss man weder antideutsch noch übermäßig feministisch sein.

    Wobei Jürgen C.K. wenigstens nicht den Anspruch erhebt, Volkes Stimme zu sein. Aber er äußert sich ja auch kaum zu BRD-Problemen.

  8. Zitat: „Was dieser Rundschlag des „politisch oberkorrekten“ grünen Alt-68ers, Öko-Fundis und Greenpeace-Fans Jean Ziegler jetzt hier zu suchen hat, ist mir vollkommen schleierhaft.“

    D‘ accord!
    Habe das Interview live gesehen, an der Stelle, wo Ziegler die Al Kaida als genuin islamistische Organisation bezeichnet, umgeschaltet…

  9. @ Sixty und Ian Curtis.

    Ich erklär Euch das jetzt nicht wo ich Übereinstimmung von Zieglers Werten mit meinen sehe und ich auch einen Bezug zu der Vi hier herstellen kann.
    Scheinbar fehlt Euch ja auch nix wenn ihr das nicht wisst 😉

    Es ist halt nun mal so, wenn man es ernst meint mit einer Volkinitiative sucht man zuerst nach Gemeinsamkeiten.

    Ich kann mit Fug und Recht behaupten das ich mehr als eine Erfahrung mit Volksinitiativen habe. Unter anderen sehr Erfolgreichen.

    Und ich kann Euch sagen, ihr scheint gar nicht zu wissen wie viele Alt-68er es gibt die wahre Kämpfe führen und Öko-Fundis die die Faxen dicke habe mit den Grünen oder nie was mit denen am Hut hatten.

    Wenn man gewinnen will dann versteht man Brücken zu bauen. Belastbare Brücken.
    Aber es ist nie zu spät zum lernen.

    grüsse

  10. >Es ist halt nun mal so, wenn man es ernst meint mit einer Volkinitiative sucht man zuerst nach Gemeinsamkeiten.Und ich kann Euch sagen, ihr scheint gar nicht zu wissen wie viele Alt-68er es gibt die wahre Kämpfe führen <

    Da würde ich gerne mal einige Namen hören … mir fallen da (neben mehr oder weniger durchgeknallten "Politclowns" wie Fritz Teufel oder Rainer Langhans) z.B. einerseits Cohn-Bendit, andererseits Mahler oder Rabehl ein … deren "Kämpfe" können mir aber allesamt gestohlen bleiben 😉

  11. >Es ist halt nun mal so, wenn man es ernst meint mit einer Volkinitiative sucht man zuerst nach Gemeinsamkeiten.<

    Da hast du im Prinzip sicher recht … fragt sich nur, mit WEM man Gemeinsamkeiten sucht … mit Okö-Fundis, egal ob sie nun Ziegler, Jutta Ditfurth oder sonstwie heißen, suche ich die jedenfalls nicht.

  12. Herrlich geschriebener Artikel im Stattweb über die Vorgänge im/um Club Voltaire
    Autor: Güde, Fritz

    (…)
    Trauriges Ergebnis

    „Unterstellen wir einmal Waibel, dem bisherigen Vorsitzenden des Club Voltaire, und den Seinigen aufrichtigsten Willen zur Verteidigung einer Wahrheit. Dann muss gesagt werden: sie haben nichts erreicht. Wer bisher an die gängige Theorie über 9/11 glaubte, hält daran fest. Wer berechtigte Zweifel hatte, flüchtet sich weiterhin entweder in eine auch noch nichts erklärende Gegentheorie – oder überlegt weiterführende bessere Untersuchungsmethoden.

    Es wird sich schnell herausstellen, dass sie eine mögliche Zukunft des Vereins gefährden. Nach dem „erfolgreichen“ Boykott der Veranstaltung, wie es die Gegner wohl sehen, wird bei jeder künftigen Veranstaltung um einen strittigen Gegenstand unweigerlich die Frage auftauchen: Warum gerade die? Sind die denn besser als ARBEITERPHOTOGRAPHIE? Aus einem Ort freier Diskussion wird damit Club Voltaire einer mit Eintrittskarte und Erlaubnisschein werden. Es wird nicht mehr gesagt: Aha! Interessant! Hören wir uns mal an!- sondern angstvoll:Darf ich da rein? Wer geht noch hin?

    Club Voltaire ist im Kalten Krieg entstanden. Aus der Defensive. Es sollte auch über das geredet werden, was sonst nirgends eine Stelle fand. Dieser Ansatz ist inzwischen massiv gefährdet. Wenn nicht schon ganz verloren.“

    Quelle:
    http://www.stattweb.de/baseportal/NewsDetail&db=News&Id=6309

    grüsse

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