Super-Oskar räumt ab

Jetzt faule Kompromisse mit der SPD verhindern: Auf zur Demo gegen den Lissabon-Vertrag am 05.09.

Glückwunsch, Oskar! So kann die LINKE auch Otto Normalverbraucher und Petra Mustermann für sich gewinnen: Populäre Inhalte statt Randgruppengequatsche, direkter persönlicher Kontakt auf Volksfesten und in Fußgängerzonen statt Internet-Wahlkampf. Wer die rührend altmodische, aber wahnsinnig effektive Idee hatte, dass sich Fans mit dem Kandidaten per Polaroid-Kamera ablichten lassen und das Foto mit nach Hause nehmen durften, verdient einen Orden! Das ist hundert Mal effektiver als der Twitter-Quatsch …

Die LINKE an der Saar ist, ganz anders als in anderen West-Landesverbänden, eine Mischung aus der Mitte des Volkes.  Geholfen hat Oskar, dass die Saarländer noch aus früheren Zeiten wußten, dass er die kleinen Leute im Blick hat, gegen die USA ein gesundes Mißtrauen pflegt („Angst vor den Freunden“, sein Bestseller aus den frühen 80er Jahren) und auch mal ein klares Wort gegen die Lohndrückereien des Großkapitals durch eingeschleuste Billigarbeiter aus Osteuropa riskiert. Genützt hat ihm sicherlich auch seine Frau, Christa Müller, die designierte Familienministerien in seinem Schattenkabinett. Zum Schrecken aller Feministinnen propagiert sie ein Muttergehalt vom Staat und postuliert, dass der beste Ort der Kindererziehung die Familie und nicht die Kita ist. Ohne Oskar wäre sie von den Linienrichtern der political correctness längst als „linke Eva Hermann“ aus der Partei gedrängt worden …

Aber Achtung, die Wahlergebnisse von gestern bergen auch Gefahren! Jetzt gibt es eine veritable Wechselstimmung Richtung rot-rot-grün, und auf die LINKE und innerhalb der LINKEN wird Druck aufgebaut, diese „einmalige Chance“ jetzt nicht durch zuviel „Fundamentalismus“ zu verbauen. Ein erstes Opfer auf dem Altar künftiger Koalitionen könnte sein, dass die LINKE bei der Abstimmung über das Lissabon-Begleitgesetz am 8. September im Bundestag auf ihr bisheriges NEIN verzichtet, um Steinmeier und Co. „nicht zu provozieren“. Aber: Wenn die LINKE schon vor der Wahl der SPD wichtige Positionen – in diesem Fall: den Kampf gegen die EU-Diktatur – schenkt, wie soll es dann erst im Falle einer Regierungsbildung aussehen?? Erinnert sich noch jemand an die letzte Wechselstimmung, September 1998, und wie schnell die rot-grünen Hoffnungsträger danach einen Anriffskrieg machten? Vergessen wir nicht: Nur Oskar verhinderte im Mai 2005, dass die damalige PDS den Gegnern der EU-Verfassung in Frankreich  in den Rücken fiel! Er persönlich reiste nach Paris, um dort auf Großkundgebungen für das NEIN enzutreten – in Berlin wollten die Genossen zustimmen, Wowi zuliebe!

Deswegen: Wer keine faulen Kompromisse will, wer Oskar den Rücken stärken will, der muss sich in einer der großen Schicksalsfragen jetzt unabhängig von Koalitionsspielchen zu Wort melden und auf der Straße das NEIN zum Lissabon-Vertrag sichtbar machen! Linke, die noch einen Arsch in der Hose haben, sind am kommenden Samstag  dabei: um 17 Uhr, Berlin, ab Bahnhof Friedrichstraße.



22 Kommentare zu „Super-Oskar räumt ab

  1. Bin da nicht ganz so optimistisch. Was die Wahlen gebracht haben, das entscheidet sich erst NACH den Koalitionsverhandlungen.

    Katastrophal waere CDU/Gruene/FDP im Saarland und Ramelow Ministerpraesident in Thueringen.

    Gottseidank am realistischsten ist Lafontaine als stellvertretender Ministerpraesident im Saarland und Ramelow als Oppositionsfuehrer gegen eine CDU/SPD-Regierung im Saarland.

    Interessant war auch, dass Gysi gestern in einem Interview am Schluss kurz als Horrorszenario fuer ihn (nur fuer ihn) ausgemalt hat, dass Ramelow in Thueringen nicht Ministerpraesident wird, dafuer aber Lafontaine im Saarland.

    Das waere das optimale Ergebnis, leider nicht das wahrscheinlichste.

    Und was den Bundestag angeht, so waere – seien wir ehrlich – das kleinste Uebel eine Fortsetzung der CDU/SPD-Koaltion.

    Um die Richtung der herrschenden Politik in einer SPD – Linke – Gruene – Regierung zu wenden, dafuer sind die Lafontaines in Linke und SPD (noch) zu schwach. Das Ergebnis waere ein Berliner Senat im Bund – grauenhafte Vorstellung. Hungerleiderprogramm fuer Arbeiter und Arbeitslose und viele link Folklore und gender mainstreaming und ueberall Katia Kippings, die sich wichtig machen. Da wird mir speiuebel!

    CDU und SPD blockieren sich zumindest ein wenig selbst, was bei dieser Politik nur von Vorteil sein kann, und weisen noch eine gewisse Restverankerung in der Normalbevoelkerung auf.

    Derweil formt Oscar die Linkspartei in der Opposition, das setzt die SPD unter Druck. Zugleich wird die Bevoelkerung durch unpopulaere Maßnahmen der Regierung immer unzufriedener, so dass sich ein starkes Protestpotential aufbaut. Und dann, 2013, steht eine schlagkraeftige Truppe fuer einen echten Machtwechsel bereit.

    in scha’a llahu!

  2. Servus Jürgen,

    bei Deiner Medien-theoretischen Einschätzung musste ich etwas schmunzeln – oder mich auch wundern – denn ein Medienarbeiter wie Du, sollte es doch eigentlich besser wissen.

    Lafontaine ist deshalb ein solches Zugpferd, nicht wegen des Händchenhaltens mit potenziellen Wählern in Fussgängerzonen und dergleichen, sondern eben weil er auf eine jahrzehntelange Rolle in den Mainstream-Medien zurück blicken kann.
    Klar „twitter“ ist etwas für Schulkinder, aber generell gilt: Alternative Medien können den Mainstream erfolgreich nur über Formate in den neuen Medien angreifen, da Mittel und Ressourcen für grosse Print- und TV- Formate derzeit noch fehlen.
    Schliesslich stehst Du selbst ja auch nicht mehr auf dem Alex und verteilst Flugblätter, sondern betreibst diesen Blog hier.

    Eine ganz andere Frage ist, wie professionell alternative Medien aufgestellt sind, der gute Wille allein reicht da sicher nicht aus.

    Gruss Stephan Steins
    Die-Rote-Fahne.eu
     

  3. „Derweil formt Oscar die Linkspartei in der Opposition, das setzt die SPD unter Druck. Zugleich wird die Bevoelkerung durch unpopulaere Maßnahmen der Regierung immer unzufriedener, so dass sich ein starkes Protestpotential aufbaut. Und dann, 2013, steht eine schlagkraeftige Truppe fuer einen echten Machtwechsel bereit.

    in scha’a llahu!“

    zwar ohne u am Ende, aber das hoffe ich auch. Nur wie unzufrieden müssen die Deutschen eigentlich noch werden, bis sie mal wach werden, frag ich mich, …irgendwie gibt es wohl noch nicht genug „unpopuläre Maßnahmen“, sonst würden nicht immer noch so viele FDP wählen, die Neocons schlechthin.

    „Ein erstes Opfer auf dem Altar künftiger Koalitionen könnte sein, dass die LINKE bei der Abstimmung über das Lissabon-Begleitgesetz am 8. September im Bundestag auf ihr bisheriges NEIN verzichtet, um Steinmeier und Co. „nicht zu provozieren“.“

    das wäre in der Tat furchtbar – aber leider nicht unwahrscheinlich.

    Grüße

  4. Dürfen Rechte und Konservative, die einen Arsch in der Hose haben, am kommenden Samstag auch dabei sein ;)?

  5. @ anonym

    Ich bin gewiß keiner von denen, die befugt sind, das zu entscheiden. Trotzdem würde mich interessieren: Was meinst du mit „Arsch in der Hose“ haben? Darunter kann man sich ja alles mögliche vorstellen.

  6. to Anonym at 17:12

    hmmmm….Arsch ist nicht gleich Arsch.
    Wie breit, wie hoch und wie schwabbelig sind sie denn?
    Wenn du uns die genauen Maße durch gibst werden wir auf dem Plenum darüber entscheiden.
    Bevor ich es vergesse, wir wüssten auch noch gerne wieviel Pickel drauf sind.

    habe die Ehre

  7. „Schliesslich stehst Du selbst ja auch nicht mehr auf dem Alex und verteilst Flugblätter“

    Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass Jürgen sich nicht „zu schade“ ist, selbst Flugblätter zu verteilen oder Plakate zu verkleben. Muss ja nicht unbedingt auf’m Alex sein 😉

  8. Sorry, aber das sehe ich etwas anders als Christa Müller.Die Kita ist immer noch eine gute Alternative gerade für alleinerziehende Mütter, weil die Familie kann zwar eine gute Alternative sein, aber ein Dogma möchte es bitte nicht sein.
    Es gibt Familien, die gut funktionieren, aber auch solche, da muss der Staat eingreifen.
    Der Erfolg von Lafontaine ist aber wichtig, damit das Großkapital und seine neoliberalen Vasallen erkennen, dass ihre volksfeindliche Politik zum Scheitern verurteilt ist.Man kann nur hoffen, dass sich das Thema Schwarz-Gelb jetzt erledigt hat, obwohl SPD/FDP-Koalition natürlich auch keine Alternative ist.Das beste wäre, am Ende käme keinerlei Mehrheit zu Stande und die Neuwahlen würden ausgerufen, denn dieses System ist krank uund korrupt!!!!

  9. @ richard sorge

    Und was käme nach den Neuwahlen? Eine neue Wahl?

    Und daß es Familie gibt, die nicht funktionieren, heißt nicht, daß der Staat die Familie planvoll zerstören muß.

    Ich will in diesem Zusammenhang nur noch ein kleines Detail erwähnen: Die Sklaven im alten Rom unterschieden sich von den Freien nicht nur dadurch, daß sie an einen Ort gebunden und einem Herrn dienen mußten. Sie hatten auch nicht das Privileg, eine Familie zu gründen. Sklaven waren familienlos.

    Das nur als Anmerkung am Rande.

  10. >Und dann, 2013, steht eine schlagkraeftige Truppe fuer einen echten Machtwechsel bereit.<

    So etwas wie einen "echten Machtwechsel" könnte es auch 2013 selbst ansatzweise nur dann geben, wenn die Linkspartei eindeutig stärker als die Grünen ist, ohne dabei deren Positionen übernommen zu haben. Nur so könnte sie überhaupt Druck auf die Sozialdemokratie ausüben. Überhaupt keinen Sinn würde es machen, wenn die LINKE als eindeutig schwächste Partei in einem Dreierbündnis nur als etwas "linkere" Variante von Rot-Grün auftritt und SPD und Grünen nur als "Steigbügelhalterin" zur Macht verhilft, wozu es in besonders abschreckender Weise in Hessen beinahe gekommen wäre, was dann aber zum Glück scheiterte.
    In Thüringen (natürlich nur mit Ramelow als Ministerprasident ) oder im Saarland fände ich eine Regierungsbeteiligung im übrigen schon jetzt unter bestimmten Umständen durchaus sinnvoll … allerdings nur, wenn die LINKE schon bei den Koalitionsverhandlungen aus einer Position der Stärke heraus agiert und später in der Regierung nicht nur (wie in Berlin) SPD-Politik betreibt. Keinesfalls darf es zu einer opportunistischen "Unbedingt Mitregieren"-Stimmung in der Partei kommen. Aufgrund der Stärke der "Political-Correctness"-Fraktion(en) in der Linkspartei bin ich da allerdings eher skeptisch … und sollte sich die Partei (wie beim Europa-Wahlkampf) wieder nur an Rot-Grün anhängen, dann würde ich sie nicht einmal wählen, denn einen "Lagerwahlkampf" will ich nicht haben.

  11. @ Sixty

    „In Thüringen (natürlich nur mit Ramelow als Ministerprasident ) oder im Saarland fände ich eine Regierungsbeteiligung im übrigen schon jetzt unter bestimmten Umständen durchaus sinnvoll … “

    Bei Ramelow ist Vorsicht angebracht. Ich habe noch kein vernuenftiges Wort aus seinem Mund gehoert.
    Auch so einer von denen, die lieber auf irgendwelche abseitigen Themen kommen als mal Tacheles zu reden.
    Eine seine Hauptaufgaben sieht er ja darin, die Machtuebernahme der Faschisten zu verhindern, die unmittelbar bevor steht, weil die NPD in Thueringen an der 5% Klausel gescheitert ist.

    Da Regierungsbeteiligungen bei der Linkspartei im Osten dazu fuehren, dass sie ihr Ergebnis bei den darauf folgenden Wahlen halbiert (siehe Berlin), waere Ramelow eine Regierungsbeteiligung allerdings durchaus zu goennen.

    Und was einen kuenftigen Machtwechsel angeht, so waere es keiner, wenn die Gruenen dabei waeren. Die sind naemlich, das hat Elsaesser schon ganz richtig gesagt, die Schlimmsten von allen.

  12. >Bei Ramelow ist Vorsicht angebracht. Ich habe noch kein vernuenftiges Wort aus seinem Mund gehoert.Und was einen kuenftigen Machtwechsel angeht, so waere es keiner, wenn die Gruenen dabei waeren. Die sind naemlich, das hat Elsaesser schon ganz richtig gesagt, die Schlimmsten von allen.<

    DAVON braucht mich niemand zu überzeugen, das ist genau meine (allerdings – auch innerhalb der "linken Szene" – nicht sonderlich populäre) Meinung 🙂
    Blöd ist dabei nur, daß es gerade im Saarland ohne die gar nicht gehen würde … und wenn, dann wohl nur zu einem für die LINKE zu hohen Preis.

  13. Was Ramelow betrifft, muß ich gestehen, daß ich von ihm bisher keine so schlimmen Sachen vernommen habe, aber ich laß mich da gern belehren 😉

  14. Oskar war heute in Freiburg – und er war gut.
    Es hat ziemlich geschüttet aber der ganze Rathausplatz war voll.
    Die Leute waren in guter Stimmung, haben viel geklatscht und Beifall gerufen.

    Habe Lafontaine vor nem Jahr gesehen, da war bei bestem Wetter nicht ein Viertel der Leute da, die heute da waren.

    grüsse

  15. Naja…also das mit dem Twitterkinderkram wird man dannn mal sehen. Natürlich ist Onlinewahlkampf irgendwie irreal.

    Das ist eine Generationenfrage. Nicht das ich hier ausschließlich die Piraten hochhalten möchte, aber die sind in einem bekannten Social Network ja bekantlich stärkste Kraft.

    Immerhin bekennen sich in dem Netzwerk 60.000 Mitmenschen zu der Partei, wenn die nun alle ihre Freunde, Familien etc. überzeugen kann man damit ganz viele Rathausplätze füllen.

    Ich gönne dem Oskar sein Erfolg, wenn die Linkspartei nun noch Eier in der hose hätte, würde sie auch auf der Demo am 05.09. auftauchen

  16. @Sixty

    „Und was einen kuenftigen Machtwechsel angeht, so waere es keiner, wenn die Gruenen dabei waeren. Die sind naemlich, das hat Elsaesser schon ganz richtig gesagt, die Schlimmsten von allen.<

    DAVON braucht mich niemand zu überzeugen, das ist genau meine (allerdings – auch innerhalb der "linken Szene" – nicht sonderlich populäre) Meinung"

    – – –

    Na gut. Dann pfeifen wir eben auf die "linke" Szene. Dieses leidige links/rechts-Schema ist, ganz abgesehen davon, daß es noch nie von besonders hoher Intelligenz gezeugt hat, ohnehin längst obsolet.

    Die Selbstbezeichnung jener Partei mit Lafontaine und Gysi an der Spitze hätte auch kaum idiotischer ausfallen können.
    Fast scheint es mir so, als hätten die, die da auf die Idee gekommen sind, ihr Schubladendenken mal so richtig raushängen zu lassen, als hätten die gewollt, daß das Wirkungspotential der Partei schön eingeschränkt bleibt.
    BürgerRECHTSpartei wurde wahrscheinlich mit dem Argument abgewiesen, das sei nun entschieden zu "rechts".

    Ich bin in Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik rot wie Oscar und in gesellschafts- und kulturpolitischen Fragen ein 180 %iger CSUler und ich habe den Anspruch, daß das KEIN Widerspruch ist.

    Am allerdämlichsten war ja – ich muß das in diesem Zusammenhang noch erwähnen – als Trittin damals zu der Fremdarbeiterrede von Lafontaine gemeint hat, wer solche Begriffe verwende, der könne nie und nimmer "links" sein.
    So als sei es besonders erstrebenswert, eine Art Auszeichnung und überhaupt der klassische Inbegriff des Schönen, Guten und Wahren, "links" zu sein.

    Sancta simplicitas!

  17. Nun ja … ist halt die Frage, was man für „links“ hält … wer wie die Grünen darunter vor allem Anti-AKW, soviel (Lohndrücker-) Ausländer rein wie möglich, Klientelpolitik für Solar- und Windenergiebetriebe sowie für Schwule und für „Gender-Mainstreaming“ versteht, der hält sich durchaus für links … obwohl die Grünen neben der FDP die „bürgerlichste“ Partei überhaupt sind, eben die „Öko-Yuppie“-Partei … ärgerlich ist dabei nur, daß große Teile der Linkspartei ganz ähnliche Positionen vertreten.
    Elsässer hat ja recht, die LINKE im Saarland ist für die Linkspartei insgesamt (insbesondere für die West-Landesverbände der Partei) ziemlich untypisch.

  18. „Anti-AKW, soviel (Lohndrücker-) Ausländer rein wie möglich, Klientelpolitik für Solar- und Windenergiebetriebe sowie für Schwule und für „Gender-Mainstreaming“ versteht, der hält sich durchaus für links … obwohl die Grünen neben der FDP die „bürgerlichste“ Partei überhaupt sind, eben die „Öko-Yuppie“-Partei … ärgerlich ist dabei nur, daß große Teile der Linkspartei ganz ähnliche Positionen vertreten.“

    @Sixty:
    Und genau das ist es, was mir bei der Linkspartei arge Bauchschmerzen bereitet, wählen werde ich sie aber mangels Alternative trotzdem.
    Ein weiterer Punkt ist ihre „Mein-Bauch-gehört-mir“- Ideologie, die iach auf keinen Fall gutheißen kann.

    http://die-linke.de/wahlen/positionen/themen_az/pt/schwangerschaftsabbruch/

  19. @ Sixty

    „Nun ja … ist halt die Frage, was man für „links“ hält …“

    Gerade nicht! Gerade nicht!

    Es ist voellig nebensaechlich, was man fuer „links“ haelt, weil es nichts zu bedeuten hat, ob ein Politik „links“ oder „rechts“ ist.

    Wichtig ist nur, dass eine Politik „gut“ ist, dass sie z.B. fuer maximal moegliche Freiheit sorgt; dass sie die Bedingungen fuer breiten Wohlstand schafft; dass sie den Willen des Volkes achtet; dass sie Gerechtigkeit herstellt; dass es also – kurz gesagt – unter ihr den Menschen, die hier leben, gut geht, DAS ist wichtig.

    Wer ideologische Abstrakta wie „links“ und „rechts“ fuer wichtig erklaert – ganz egal wie genau er sie nun definiert – der schafft ideologische Imperative.
    Dann steht immer irgendwo die Forderung im Diskurs, nun „links“ zu sein oder eben gerade nicht „links“ zu sein oder „rechts“ zu sein oder eben gerade nicht „rechts“ zu sein.
    Abgesehen davon, dass solche Forderungen an sich schon das menschliche Erkenntnisvermoegen in bedenklicher Weise eintrueben, werden sie gerade wegen dieser Eigenschaft als Kampfbegriffe verwendet.

    Die Instrumentalisierungen koennen sich dabei sogar widersprechen. Ein besonders groteskes Beispiel: Oscar Lafontaine wird innerhalb der linken Szene dafuer angegriffen, er sei nicht „links“. Von ausserhalb aber, vom buergerlichen Lager aus, da greift man ihn an, WEIL er doch so links ist.

    Am besten waere es da doch, er wuerde nach „links“ UND „rechts“ erklaeren, er sei weder „links“ noch „rechts“.

    Oder?

    Es ist meine Auffassung, dass das, was sich da mit der Volksinitative herausbildet, die alten politischen Schemata konsequent suspendieren sollte.
    Hoerstel mit seiner „Neuen Mitte“ hat da durchaus Vorbildfunktion. „Neue Mitte“ ist in jedem Fall besser als „Linkspartei“.

  20. H.T
    Die Aussage im Beitrag war folgende:
    Linke, die noch einen Arsch in der Hose haben, sind am kommenden Samstag dabei: um 17 Uhr, Berlin, ab Bahnhof Friedrichstraße!

    Wenn jeman rechts oder konservativ ist und das Anliegen der Demonstration teilt, wäre es doch von Vorteil dabei zu sein.

    Me. hat meine Frage aber schon beantwortet , so etwas scheint nicht möglich zu sein, schade wir müssen noch viel lernen!

  21. Wer sich inhaltlich mit „BRD“-Parteien befasst, macht sich der Mittäterschaft (wenn auch passiv) schuldig:

    >>> Ganz wichtiger Tip, bezüglich Wahlverhalten am 27.09.2009 <<<

    Jeder Bürger sollte
    1.
    an dieser Scheinwahl auf jedem Fall teilnehmen
    2.
    allen Parteien (also Abteilungen einer "BRD", die am Ende ohnehin allesamt der Fremdherrschaft gehorchen müssen, wollen sie nicht sofort verschwinden!) durchstreichen
    3.
    vorsorglich noch ein grosses Keuz über den gesamten "Wahl"Zettel machen und (jetzt ganz wichtig)
    4.
    in eine Ecke, oder am Rand des v.g. Zettels, deutlich lesbar schreiben
    "Jede BRD-Wahl ab 18.07.1990 ist illegal !!!"

    Der Punkt 4. ist deswegen so wichtig, damit die "BRD"-Täter auch wissen, dass das Volk über dessen fehlende Befugnis bescheid weiss !!!
    Benutzt aber nicht die in den Wahlkabinen ausliegenden Bleistife, sondern bringt euch selbst einen Kugelschreiber mit, von dem Ihr zuvor festgestellt habt, dass er auch funktioniert, am Besten in de Farbe rot !!n!
    Wer sich den v.g. Spruch nicht merken kann, mache sich vor der "Wahl" einen SpickZettel, den er -neben seinen rot schreibenden Kugelschreiber- mitbringt.

    Wenn die Bürger (also die Opfer dieser Fremdherrschaft) in dem -unter dieser Fremdherrschaft- jedesmal aufs neue veranstaltenden SchmierenTheater, laufend deren Vasallen "wählen" (nichts anderes sind jegliche Parteien einer "BRD"), damit also ausdrücklich noch ihre weitere Unterdrückung wählen, wird sich nie was ändern !!!

    Die Tatsache, dass alle "BRD"-Parteien (deren s.g.Vielfalt und s.g. Inhalte gegenüber dem Bürger lediglich Illusionär sind) am Ende zu willfähigen und der Fremdherrschaft gehorsamen Gebilden und Vasallen zusammen laufen, ist doch gerade innerhalb der letzten 25-Jahre (im Velauf sogar noch zunehmend) überdeutlich geworden:

    Die "Wahlprogramme" der "Parteien" gleichen sich immer mehr derart, dass es offensichtlich ist, dass alle "Parteien" ein und der gleiche Brei sind.
    Egal welche "Partei" der Bürger "wählt", nach der "Wahl" -ggf. sogar auch völlig entgegen den jeweils vorausgegangenen "Wahl"-Lügen der "Partei", die er "wählte"- stellt er wieder aufs Neue und einmal mehr fest, dass in der Folgezeit alles andere, als die Interessen der Bürger vertreten werden !!!

    Es spielte noch nie eine Rolle, was der Bürger bei "BRD"-Wahlen "wählt", da er in einer "BRD" keine Wahl hat, es in einer "BRD" auch niemals Parteien geben wird, die die Interessen des Deutschen Volkes vertreten dürfen !!!

    _________
    Man befasse sich im v.g. Zusammenhang bitte unbedingt -vorrangig jeglicher Freizeit- und Spasstätigkeit- mit der Rechtsnatur einer Bundesrepublik Deutschland, die sich jedem (auch nur halbwegs aufmerksamen) Bürger, schon allein beim Blick in seine "BRD"-Ausweispapiere offenbart, wo im Zuge millionenfacher und vorsätzlicher Falschbekundung als Staatsbürgerschaft (Anm.: frech, unverschämt und die Bürger völlig für blöd haltend) "Deutsch" steht, eine "BRD" sich also als Staat "Deutsch" ausgibt !!!

    Hier (nur stellvertretend) 2-Infoquellen:
    http://mutzurwahrheit.files.wordpress.com/2008/10/die-jahrhundertluge.pdf
    Falls v.g. Link -z.B. wegen "BRD"-Zensur- nicht mehr funktionieren sollte, bitte in google "die Jahrhundertlüge" bzw. "die Jahrhundert Lüge" eingeben und von anderer Quelle herunterladen. Wenn das pdf 111-Seiten umfasst, handelt es sich um die aktuelle Version V4.

    Hier sogar ein ausführliches Video zur Rechtslage und Rechtsnatur, dass das "BRD"-Lügengebilde schonungslos offenlegt:
    http://www.wahrheiten.org/blog/2009/08/28/organisationsform-einer-modalitaet-der-fremdherrschaft-wir-sind-ja-so-frei/

    _________

    Das Problem sind nicht irgendwelche "BRD"-Parteien, sondern das Problem ist die "BRD" selbst, welche die Bürger u.v.a. über die rechtliche Situation in Deutschland bewusst nicht nur nicht aufklärt, sonden noch frech und unverschämt belügt, u.v.a. dahingehend, dass "BRD"-Vertreter behaupten
    1.
    eine "DDR" will einer "BRD" (rechtswirksam) beigetreten sein, obwohl diese das gar nicht mehr konnte, wie es eine "BRD" sogar in ihren eigenen Bundesgesetztesblättern selbst noch zugibt, diese Lüge aber weiterhin verbreitet(!), sowie Vertreter einer "BRD" weiter behaupteten,
    2.
    mit dem Zusammenschluss der beiden besatzungsrechtlichen Mittel, namnes "DDR" und "BRD", habe eine Wiedervereinigung stattgefunden, sowie Vertreter einer "BRD" weiter behaupteten
    3.
    das Berlin die Hauptstadt einer "BRD" sein will, jedoch Berlin zu keinem Zeitpunkt Bestandteil einer "BRD" war, wie es eine "BRD" sogar in ihren eigenen Bundesgesetztesblättern abermals selbst noch zugibt, diese Lüge aber weiterhin verbreitet(!), sowie Vertreter einer "BRD" weiter behaupteten,
    4.
    ein Grundgesetz sei eine Verfassung, obwohl schon allen der Art 146 GG dieses Lüge als solches offenbart, obwohl schon allein das kleine Wörtchen "für" in der Überschrift zu einem GG auf das -seit 1949 bis heute bestehende- Besatzungsdiktat hinweist, was ein Grundgesetz -nicht nur gem. HLKO- einzig auch ist, sowie Vertreter einer "BRD" weiter behaupteten (also analog zu einem Adenauer, der diese Lüge bereits schon 1955 -anlässlich der Bewaffung einer Bundeswehr ebenfalls frech und unverschämt- tätigte)
    5.
    das eine ''BRD'' ein freier und souveräner Staat sein will, obwohl diese Lüge bezüglich Staat bereits schon allein aus der millionenfachen Falschbekundung in "BRD"-Ausweispapieren hervorgeht, wo frech und unverschämt "Deutsch" als Staatsangehörigkeit steht, obwohl diese Lüge bezüglich souverän bereits u.v.a. aus dem Art. 139 GG und Art 125 Nr.1 hervorgeht, wo es unmissverständlich heisst, dass sämtliches Besatzungsrecht (auch nach 1990!) fortgilt !!!

    Kurzum:
    Das Völkerrechtsverbrechen namens "BRD" ist -auch rechtlich nichts anderes, als- der Hausbesetzer des Deutschen Staates, der eine jegliche Vertretung Deutscher Interessen unmöglicht macht, der ausschliesslich (auch nach 1990!) ein Herrschaftsinstrumentarium der USA ist !!!

    Solange das nicht (von einer breiten Anzahl der Bürger) erkannt wird (und am Besten auch gelebt wird!), wird es auch keine Änderung der Zustände geben !!!
    Wenn die Bürger -statt das v.g. Wahlverhalten am 27.09. zu praktizieren- wieder einer (unter den Besatzungsmächten initivierten) Illusion aufsitzen und abermals in deren Falle tappen, dann ist diesmal alles zu spät !!!

    Eine der Möglichkeiten, dem entgegen zu wirken, ist das hier beschriebene Wahlverhalten in grosser Anzahl zu praktizieren, was ich auch nur Jedem äusserst dringend und nachhaltig empfehlen kann !!!

    Sich an "BRD"-Wahlen zu beteiligen, indem man irgendeine der auf dem "Wahl"Zettel aufgeführten "Parteien "wählt", heisst nicht nur, dass man einem seit 18.07.1990 definitiv völlig handlungsunbefugten Regime (abermals) eine Scheinlegitimation verpasst (sich dadurch, wenn auch nur passiv, an schwersten Völkerrechtsverbrechen mitschuldig macht), sondern man "wählt" auch die Verbrecher, die im April 2008 (über alle "Parteien", nahezu einstimmig) durch
    "Zustimmung" zur Eu-Terror-Diktatur (s.g. Lissabon-Vertrag), u.v.a. die Einführung der Todesstrafe, sowie die allgemein Tötung der Bürger beschlossen haben !!! !!! !!!

    Ich könnte den Grad der Geistesgestörtheit gar nicht in Worte fassen, wenn Jemand ausdrücklich seine Mörder wählt, die diese Mordpläne sogar schon verabschiedet haben !!!

    Deswegen ganz (sogar im wahrsten Sinne des Wortes: überlebens-) wichtig:
    1.
    das o.g. Wahlverhalten in grosser Anzahl praktizieren (ink. Anbringung der Aussage auf "Wahl"Zettel: "Jede BRD-Wahl ab 18.07.1990 ist illegal !!!")
    2.
    Verteilen dieses Textes in jeglicher Form, wie es nur irgendwie geht (in Foren setzen, per eMail, per Kettenbrief, per Ausdruck in die Briefkästen, per Info-Zettel auf den Strassen, und und und), mit der ausdrücklichen Bitte, dass Jeder, der diese Infos bekommt, sie ebenfalls weiterverteilt und zu dessen Verteilung aufruft !!!

    Es ist nicht fünf vor Zwölf (das war gestern)
    Es ist (wahrlichst) eine Sekunde vor Zwölf (aber noch nicht zu spät)

    In diesem Sinne
    Peter

  22. >Es ist meine Auffassung, dass das, was sich da mit der Volksinitative herausbildet, die alten politischen Schemata konsequent suspendieren sollte.
    Hoerstel mit seiner „Neuen Mitte“ hat da durchaus Vorbildfunktion. „Neue Mitte“ ist in jedem Fall besser als „Linkspartei“.<

    Das sehe ich doch ein bißchen anders … sicherlich ist es wichtig, die "Mitte" der Gesellschaft nicht aus dem Blickfeld zu verlieren, aber den Begriff der "politischen Mitte" sollte man doch eher Merkel, Steinmeier, Westerwelle & Co. überlassen 😉
    Ich verstehe mich schon als "links", es ist eben nur die Frage, wie man das definiert … mit Sicherheit NICHT so wie die Grünen und in ihrem Gefolge auch große Teile von SPD und Linkspartei, also (s.o.) vorrangig Anti-AKW, "Klimaschutz", soviel (Lohndrücker-) Ausländer rein wie möglich, Klientelpolitik für Solar- und Windenergiebetriebe sowie für Schwule und für „Gender-Mainstreaming“ usw., sondern beispielsweise Eintreten für eine "systemüberwindende Reform" unseres Wirtschaftssystems in Richtung Sozialismus OHNE dabei (wie Linksradikale in- und außerhalb der Linkspartei) in platten "Antikapitalismus" zu verfallen oder gar der "Planwirtschaft" das Wort zu reden, weiterhin Emanzipation OHNE "Gleichstellungsbeauftragte", "Frauenquote" und ähnliche "feministische" Verirrungen und ohne die privilegierte Stellung der Familie anzugreifen, eine ausgewogene, fortschrittliche Energiepolitik OHNE pauschale Vorurteile gegen Kohlekraftwerke und AKW'S zu schüren, eine liberale Asylpolitik OHNE den massenhaften Zuzug von ausländischen Billiglohnkräften zu ermöglichen oder gar zu propagieren, Ablehnung der EU und des Führungsanspruchs der USA, Austritt aus der NATO und eine eigenständige, den nationalen Interessen dienende Politik.
    DAS würde ich mir konkret unter einer "fortschrittlichen", "linken" und "sozialdemokratischen" Politik OHNE die Zwänge der "Political Correctness" vorstellen, eine Politik, die sowohl von "Schwarz-Gelb" als von "Rot-Rot-Grün" prinzipiell verschieden ist, was natürlich nicht ausschließt, Teile der Linkspartei, der SPD, aber auch der CSU als Gesprächs- bzw. potentielle Bündnispartner anzusehen.

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