Die Goldman-Sachs-Verschwörung

Drahtzieher im internationalen Finanzkapital

In der Linken kapieren es nur wenige: Die Große Krise ist nicht das automatische Resultat allgemein-kapitalistischer Gesetzmäßigkeiten („Suche nach Maximalprofit“), sondern gewollt und gemacht von einer kleinen Gruppe internationaler Finanzoligarchen. Ein sensationeller Artikel im kritischen Internetportal Telepolis vom 28.04. zeichnet etwa Geschichte und Gegenwart der US-Investmentbank Goldman Sachs nach, die als Big Player im aktuellen Chaos ein großes Rad drehte. Man darf drauf warten, dass Autor Rainer Sommer – ein Pseudonym? – bald von den publizistischen Türstehern und Linienrichtern des Finanzkapitals mit dem Vorwurf „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt mit. Aber das ist mittlerweile ja nur ein Zeichen dafür, dass einer gut recherchiert hat.

Unter anderem heißt es in Sommers Artikel „Die Goldman-Verschwörung“:

In den USA gibt es eine starke Tradition, von einzelnen Exponenten der Hochfinanz dominiert zu werden. Bezeugt wird dies unter anderem von Franklin Delano Roosevelt, der 1933 anmerkte, dass „ein finanzielles Element in den großen Zentren die Regierung mindestens seit den Tagen von Andrew Jackson“ beherrsche. 1936 bezifferte Joseph Kennedy, JFKs Vater, die Zahl derer, die über das Schicksal der USA entscheiden, mit weniger als 50, während Automagnat Henry Ford verlauten ließ, wie gut es sei, dass die breite Masse keine Ahnung vom Finanzsystem habe, da andernfalls noch vor dem nächsten Morgen eine Revolution ausbrechen würde. Das Ziel des Finanzsystems sei, so Ford, „die Welt durch unbezahlbare Schulden zu kontrollieren.“ Zwanzig Jahre später ließ Felix Frankfurter, Richter am Supreme Court, offen verlauten, dass „die wahren Machthaber in Washington unsichtbar sind und hinter den Kulissen agieren“. Berichte über derartige Machtstrukturen galten, während diese noch wirkten, zwar zumeist als Verschwörungstheorien, inzwischen ist unter Fachhistorikern aber kaum noch umstritten, dass etwa das „House of Morgan“, die Gruppe um den Finanzier JP. Morgan, die Außen- und die Finanzpolitik der USA von der Jahrhundertwende bis 1933 maßgeblich beherrscht hat, stärker jedenfalls als jeder Präsident. Erst durch den Amtsantritt Roosevelts wurde Morgan von einer Gruppe um den Ölmagnaten und Banker John Rockefeller aus dieser extremen Machtposition verdrängt.

In den USA gibt es eine starke Tradition, von einzelnen Exponenten der Hochfinanz dominiert zu werden. Bezeugt wird dies unter anderem von Franklin Delano Roosevelt, der 1933 anmerkte, dass „ein finanzielles Element in den großen Zentren die Regierung mindestens seit den Tagen von Andrew Jackson“ beherrsche. 1936 bezifferte Joseph Kennedy, JFKs Vater, die Zahl derer, die über das Schicksal der USA entscheiden, mit weniger als 50, während Automagnat Henry Ford verlauten ließ, wie gut es sei, dass die breite Masse keine Ahnung vom Finanzsystem habe, da andernfalls noch vor dem nächsten Morgen eine Revolution ausbrechen würde. Das Ziel des Finanzsystems sei, so Ford, „die Welt durch unbezahlbare Schulden zu kontrollieren.“ Zwanzig Jahre später ließ Felix Frankfurter, Richter am Supreme Court, offen verlauten, dass „die wahren Machthaber in Washington unsichtbar sind und hinter den Kulissen agieren“.
Berichte über derartige Machtstrukturen galten, während diese noch wirkten, zwar zumeist als Verschwörungstheorien, inzwischen ist unter Fachhistorikern aber kaum noch umstritten, dass etwa das „House of Morgan“, die Gruppe um den Finanzier JP. Morgan, die Außen- und die Finanzpolitik der USA von der Jahrhundertwende bis 1933 maßgeblich beherrscht hat, stärker jedenfalls als jeder Präsident. Erst durch den Amtsantritt Roosevelts wurde Morgan von einer Gruppe um den Ölmagnaten und Banker John Rockefeller aus dieser extremen Machtposition verdrängt.

(Vollständiger Artikel unter http://www.heise.de/tp)