Elsässers Blog

16.10. Berlin: Wer schoss MH17 ab? Mit Wolfgang Eggert. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54/55, 19 Uhr

Islamofaschismus und “Islamofaschismus”

Während der Nervenkrieg um den Killer von Toulouse weitergeht…

und die Polizei sich auf einen blutigen Showdown mit dem mutmaßlichen Soldaten- und Judenmörder Mhhamed M. vorbereitet und wir bis dato kein Stück mehr Analyse zu diesen Bluttaten vorlegen können, machen wir uns mal um den Propagandabegriff Islamofaschismus Gedanken.

Der kam nach 9/11 auf und wurde von den Bush-Neocons gelabelt, dann hier von Springer-Medien und Antideutschen flugs aufgegriffen. Er meinte erst mal alle gläubigen Muslime, die nicht bereit waren, ihre Religion dem westlichen Lebensstil unterzuordnen. Fromm war gleich Fundamentalist gleich Islamofaschist. So weit ein echter Kreuzzug-Slogan.

Seltsamerweise ist es seit Obama sehr still geworden um den Begriff. Und das, obwohl wir seit 2011 echte Islamofaschisten am Werk sehen:Bei den libyschen Rebellen, bei den syrischen Rebellen. Leute, die alles Christliche, Jüdische, Säkulare hassen. Die Gaddafi pfählen und seine Leiche zur Schau stellen. Und mehr noch: Dieselben Kräfte, die früher pauschal vom “Islamofaschismus” schwadroniert haben, sind mit den echten Islamofaschisten im Bunde!

Deswegen Vorschlag zur Begriffsbestimmung: Der Islam an sich ist nicht aggressiver als andere Religionen. Fromm ist eine innere Haltung, nicht notwendig intolerant gegen andere. Faschistisch – besser wäre der Begriff extremistisch, denn der F-Begriff ist eine ziemlich europäische Veranstaltung – wird der Islam da, wo er vom Wahabismus – der Staatsreligion Saudi-Arabiens – infiziert und deformiert wird, also vom Hauptverbündeten der USA in der arabischen Welt. Noch kürzer gesagt: Islamofaschisten sind die Alliierten der aggressivsten Kräfte des Westens. Das Bündnis, das nach 9/11 etwa zehn Jahre suspendiert war,wird jetzt gerade aufgefrischt. Hauptgegner sind die berechenbaren, nationalbewussten und gegenüber Christen und Juden toleranten Staaten im “Krisengürtel”, etwa Syrien und Iran, die sich nicht dem Globalismus unterwerfen wollen. Sowohl der wahabitische Extremismus wie auch das Finanzkapital sind nämlich gegen Nationalstaaten, aus ideologischen/religiösen und ökonomischen (Öl!) Gründen.

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48 Responses

  1. saito sagt:

    Einst hatten noch die Briten die extremen Islamisten gefördert,zB auch um das Osmanische Reich mittel arabischem Aufstand zu zerstören.Mit dem Übergang vom britischen zum US-Imperium haben die USA diese Methode weiter gefördert. Zum einem wohl, weil sie so Saudi-Arabien rückständig und an sich gebunden halten wollten. Nasser und andere arabische Führer lehnten sich ja stark an die UdSSR an.Das zog sich von Libyen bis in den Irak.
    Osama bin Laden war ein Agent der USA, was vielen Arabern schon lange bekannt war.
    Diese extremen Gruppen lassen sich leicht vom Ausland steuern und für die eigenen Zwecke manipulieren, zB um Kriege
    zu “rechtfertigen”, wo es eigentlich um Macht- und Wirtschaftsinteressen geht.

    mit freundlichen Grüßen

  2. prince charming sagt:

    der islam ist keine religion sondern eine ideologie.
    “fromm” heißt ja gut, gerecht oder auch religiös. das hat also mit dem islam nix zu tun.

    und bevor all der quatsch kommt: “islam …religion der liebe…”
    ich sehs so, ich könnte das auführlich begründen, ich hab keine lust zu (stells also nur so hin), ich hab diese gespräche schon zu oft geführt.

    inshallah

  3. Anonym sagt:

    Na ja, obwohl der Begriff “Islamofaschismus” natürlich ein idiotischer Propagandabegriff ist, schießt Elsässer mal wieder über das Ziel hinaus. Der Islam ist schon eine deutlich aggressivere Religion als das Christentum, wie ein Vergleich der Kernaussagen des Korans mit denjenigen des Neuen Testaments auch zeigt.

    Peinlich übrigens, dass Elsässer zunächst nur Rechtsextreme und Geheimdienste für die Tat in Betracht gezogen hat.

  4. juergenelsaesser sagt:

    Anonymous: Erstens habe ich die “islamistische” Spur in meinem ersten blogbeitrag zum Thema klar erwähnt. Zweitens kommentieren auf diesem Blog bitte nur COMPACT-Abonnenten. Falls Sie, Herr Anonymous, einer sind, lassen Sie sich bitte über elsaesser@compact-magazin.com freischalten.

  5. chicano sagt:

    “Der Islam ist schon eine deutlich aggressivere Religion als das Christentum, wie ein Vergleich der Kernaussagen des Korans mit denjenigen des Neuen Testaments auch zeigt.”

    auch wenn ich da zustimme, denn es ist wahr. wir hatten diese diskussionen hier etliche male und einige wenige argumente reichen aus, um deutlich zu machen, dass eine gegenüberstellung einfach nicht machbar ist. und ich spreche hier vom christentum, nicht von der kirche…es macht eben schon einen unterschied ob ein prophet sich töten lässt für seine lehre oder für seine lehre tötet. ich sage das, auch wenn ich weißt, dass es knatsch geben wird darüber. sowohl von leuten, die sagen, das christentum ist eine luschenreligion und soll die menschen schwach machen als auch von muslimen, die darin keinen wichtigen unterschied sehen.

    so oder so, es gibt unzählige menschen die muslime sind und durch ihr muslim-sein vorbilder für die menschen sind und bei den christen gibt es diese auch. ebenso gibt es viele christen, die militant zu nennen sind, siehe den christlichen gotteskrieger george bush.

    mir ging es aber nur darum, dass es schon einen großen unterschied allein in der entstehung und verbreitung durch die jeweiligen “gründer” bzw. der “personen”, die dazu führten, dass “kirchen und moscheen” entstanden sind.

    für mich gibt es eben kein größeres ideal als einen jesus, egal ob als historische person, oder als archetypus und mythos, denn er war wie ein pelikan, der sich die brust aufreisst um mit seinem eigenen blut den hunger der hungernden zu stillen, aller hungernden, ohne ausnahme.

    na ja, soviel zum religiösen diskurs von meiner seite aus. will noch sagen, dass auch islamische wege mitten ins herz führen können und es vielmehr auf den menschen selbst ankommt. daher salam allen muslimen hier!

    ansonsten aber ist der artikel in meinen augen 100% richtig, mutig und wichtig.

    ich finde man muss das sagen dürfen.

  6. Schandmaul sagt:

    Legaler Kindsmord- Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

    ich rufe auf, hiergegen zu Protestieren, denn wenn man das nicht tut, kommen diese Dinge möglicherweise irgendwann, zumal die Menschen durch die ständige Berieselung mit Horror-Nachrichten richtig “abgehärtet” werden

    http://www.focus.de/gesundheit/baby/geburt/legaler-kindsmord-forscher-plaedieren-fuer-die-toetung-von-neugeborenen_aid_719736.html

    Ist ein Symptom, dass die Heimatorte der beiden Forscher wie auch anderer entscheidenden Personen der jungen und älteren Weltgeschichte in der Nähe des Vatikans liegen? Viele Spuren führen nach Rom.

  7. Föhnix sagt:

    @ Anonymous

    Ich finde, Elsässer schießt kein bisschen über das Ziel hinaus! Er trifft im Gegenteil genau ins Schwarze.

    “Der Islam ist schon eine deutlich aggressivere Religion als das Christentum”

    Selten so gelacht :-) :-) :-)

  8. Also, ich will jetzt kein Faß aufmachen aber im Islam gibt es in der Tat eine Bündelung (Fascio) von Staat und Religion und keine Trennung.

  9. Nichtabonnent sagt:

    Ich wundere mich, daß Sie Herr Elsässer die U-Bootlieferung an Israel nicht kommentieren.
    Oder ticken Sie wie die Bildzeitung bei dem Thema?

  10. Jakobiner sagt:

    1)Wo ich mit Jürgen Elsässers These etwas Probleme habe:
    Die Nutzniesser der Revolutionen in den sunnitischen Staaten sind doch eindeutig die Muslimbrüder. Mögen auch wahhabitische Al-Kaidaleute mitkämpfen, diese sind aber nicht das bestimmende Moment (mit Ausnahme vielleicht von Ex-Alkaidamann Belhaj und seiner Lybian Islamig Fighting Group)..Die Muslimbrüder sind aber antiwestlich, anti-Israel und weswegen sollten die den Interessen des globalen Finanzkapitals dienen, wo sie doch ebenso am Nationalstaat, ja sogar am Zinsverbot festhalten?

    2)Zu Anonymus: “Der Islam ist schon eine deutlich aggressivere Religion als das Christentum, wie ein Vergleich der Kernaussagen des Korans mit denjenigen des Neuen Testaments auch zeigt.”

    a)Betrachtet man sich die Geschichte des Islam war dieser weniger kriegerisch (ich sage damit nicht friedlich) als das Christentum. Sehr viele Christen oder Stammesreigionen liessen sich unterwerfen, da die islamischen Herrscher toleranter als das Christentum oder die jeweilige Stammesreligion waren und zumal auch viel niedrigere Steuern erhoben.
    b)Man sollte den Koran aber auch mal mit den Kernaussagen des Alten Testaments vergleichen.Da ist das Ergebnis viel weniger eindeutig.
    c)US-Evangelikale wie Pat Robertson, die öffentlich zur Ermordung von Staatsmännern anderer Staaten und Kriegen(z.B. gegen Iran) aufrufen, sind auch nicht von Pappe.
    Ich empfehle zudem den Film “Die Dienerin” von Volker Schlöndorff, der einmal die Fiktion eines christchlich-klerikal-faschistischen Amerikas beschreibt.Angesichts von 80 Millionen US-Evangeikalen eine nicht einmal so unrealistische Fiktion.

  11. yilmaz sagt:

    “Und das, obwohl wir seit 2011 echte Islamofaschisten am Werk sehen:Bei den libyschen Rebellen, bei den syrischen Rebellen. Leute, die alles Christliche, Jüdische, Säkulare hassen. Die Gaddafi pfählen und seine Leiche zur Schau stellen. Und mehr noch: Dieselben Kräfte, die früher pauschal vom “Islamofaschismus” schwadroniert haben, sind mit den echten Islamofaschisten im Bunde!”

    Herr Elsässer, hinzufügen hätten Sie auch können, daß es sich bei den lybischen und syrischen Rebellen um Schlächter, Regimesabotierer, d.h. kontrollierte Vollstrecker der westlichen Geheimdienste handelt, die die Lybier in Bengasi abgeschlachtet haben (d.h, Mord

    an eigener Bevölkerung verübt hatten) oder jetzt in Syrien das gleiche tun.

    @ prince charming
    im Orient zählt das Judentum auch nicht unbedingt als Religion sondern werden als Rasse angesehen.
    Aber fangen wir jetzt nicht an wer besser und wer die bösen sind und wer die Welt tyrannisiert mein Lieber Prinz.
    Israel soll sich mal für die 9 Zivilisten, die gezielt auf dem Gaza-Hilfsschiff Mavi Marmara u.a. mit Kopfschüssen von den israel. Spezialkräften ermordet wurden, entschuldigen und an die Angehörigen Entschädigung zahlen, da weigert man sich wie üblich.
    Ein UNO Bericht hat diese Angelegenheit sehr akribisch festgehalten und ist zu dem Schluss gekommen, daß das Vorgehen der israel. Kráfte nicht völlig, sondern total überzogen war.

    Dieses ungleiche Maß der Hysterie fuckt mich jedesmal ab, klar jetzt wurden 3 jüdische Kinder umgebracht, was bestimmt in keinsterweise tolerierbar und verabscheuungwürdig ist, aber was ist mit den anderen Kindern die in den Kriegen weltweit durch NATO Soldaten umkommen, wie jetzt neulich in Afghanistan wo ein paar FRauen und Kinder vom US Militär gelyncht worden sind, oder im Irak, oder in Palästina durch das israel. Militär, in Lybien, in Syrien? Zählt das als Kolleteralschaden? Sollen wir jetzt behaupten daß alle Menschen im Westen deshalb aggressiv, unmenschlich, Land- und Bodenschatzräuber sind?

  12. Bruno sagt:

    @JE: Islam “an sich” nicht aggressiver als Christentum?
    Ich verstehe nicht viel vom Islam, aber das, was ich weiß,
    lässt mich an der gleichen Friedlichkeit der monotheistischen
    Religionen zweifeln. Vom Christentum, das ich recht gut kenne,
    kann man wohl sagen, dass es seit der Aufklärung viel von seiner Anmaßung und Intoleranz verloren hat. Auch der Rekurs auf die “ursprünglichen” Schriften (z.B. Apokryphen) ist jetzt
    viel besser möglich.
    Mein ganz persönlicher Eindruck: Je weniger ein Moslem von seiner Religion weiß bzw. beeinflusst ist, desto toleranter und friedlicher ist er.
    Wie gesagt, ich verstehe nicht soviel von Islam und Koran,
    den Koran zu lesen finde ich sehr schwer; er hat eine ganz andere Struktur als unsere Bibel.
    Aber dass er einen gewissen männlichen Chauvinismus vor-
    aussetzt und auch stabilisiert, das glaube ich sagen zu können.
    Ich wäre froh, wenn mich jemand widerlegen könnte.
    Jesus war der Anti-Chauvi par excellence; insofern sind die Ideen der reaktionären Christen, Fundamentalisten eigentlich unbiblisch!

  13. juergenelsaesser sagt:

    Nichtabonnent: Wären Sie Abonnent oder wenigstens Käufer von COMPACT, würden Sie in der April-Ausgabe einen ausführlichen Artikel zum Thema U-Botte Israels aus deutscher Produktion vorfinden. Im übrigen gilt: Künftig können Sie nur kommentieren, wenn Sie abonnieren.

  14. prince charming sagt:

    mohammed merah, ein anhänger der religion der ̶h̶ liebe?

    fragen, soviele fragen?

    karl mays 100.ster todestag ist ja bald, planen sie was im bog?
    warscheinlisch nicht, schade :(

  15. prince charming sagt:

    im blog natürlich.
    eine edit-funktion wäre so klasse!!

  16. Kant sagt:

    Im Islam überlagern sich wie im Christen- und im Judentum prophetisch-universalistisch-weisheitliche Tendenzen mit reaktionär-chauvinistisch-patriarchalischen. Diese Gemengelage ist nur sehr schwierig zu trennen und es fällt den Befürwortern oder den Gegner leicht, jeweils die passenden Zitate zur Kritik oder zur Affirmation zu finden. Die Aufklärung im 18. Jhdt. hat dem Christentum gewisse humanistische Fortschritte in Europa abgerungen, aber im großen Rest der Welt ist dies eher nicht so gewesen. Die reaktionär-fundamentalis-tischen Christen sind , mensch denke an die republikanischen Präs-Kandidaten Romney und Santorum und an vormals Bush. jun., einflussreicher denn je …. und der Einfluss der national-religiös-zionist. Gruppierungen in den USA und Israel ist ebenfalls sehr sehr groß.
    Langer Rede kurzer Sinn: Die christlichen Täter der letzten 50 Jahre – insbesondere Bush jun. – haben viel,viel mehr Muslime ermordet als umgekehrt irgendwelche Fundi-Muslime westliche Menschen !
    Fazit: Vor Generalisierungen muss mensch sich generell hüten, deshalb ist die Aussage mit dem
    “Islam = aggressiver als” auf jeden Fall falsch.

  17. Dr. Gunther Kümel sagt:

    Wohlgethan, daß Jürgen Elsässer den Begriff des Faschismus rausnimmt.

    Es gibt aber noch etwas zu bemerken.
    Man kann sehr gelehrte Diskussionen darüber führen, ob der Koran oder die Bibel aggressiver den Völkermord fordert (oder billigt), oder darüber, ob die Kreuzritter böse waren und der Sultan lieb. Wichtig ist ganz etwas anderes:

    Gibt es Gruppen, die uns (oder ihre Nachbarn) ANGREIFEN?
    Das muß nicht unbedingt ein militärischer Angriff sein, auch Zivilokkupation (etwa weiße Siedler in Amerika oder Palästina) kommt in Frage, auch wirtschaftliche Durchdringung, politische Dominanz und vielleicht noch manches andere (etwa weltweite Medienmacht?).
    Gibt es Gruppen, die ihre Finger nach der Weltherrschaft ausstrecken? Die uns (und andere) ihrer “Hirtschaft”
    UNTERWERFEN, AUSBEUTEN, gar DEZIMIEREN wollen?

    Es kann einem doch völlig schnuppe sein, ob der Angreifer seine Handlungen religiös motiviert oder mit der Volkswirtschaftslehre, mit der marxistischen Doktrin oder mit dem, was man “Faschismus” nennt. Und wenn der Angriff auf die Freiheit und Selbstbestimmung (DARUM geht es nämlich!) religiös bemäntelt wird, kann es uns ebenso schnuppe sein, ob der Koran, der Talmud oder sonsteine Mythe für die Propaganda herhalten muß. Der Angriff gegen die Nationalstaaten ist ein Angriff auf das Volk.

    Wenn sich ein Volk eine faschistische Regierungsform geben will, was geht es uns an? Wenn eine Gruppe meint, sie sei von ihrem Gottmythos “Auserwählt”, ist das doch nicht unsere Angelegenheit.

    Wie Helmut Kohl so schön sagte, man muß darauf achten, was “hinten rauskommt”. Jedem Angriff muß sich ein Volk ,mit den adäquaten Mitteln entgegenstellen, wenn es sich behaupten will.

  18. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Schandmaul

    Ich weiß gar nicht, was gegen die Ethik-Ansichten dieser Ärzte einzuwenden wäre!

    Bei uns ist die vorgeburtliche Kindstötung als Fundamental-Recht anerkannt (wenn auch verschämt als “rechtswidrig” bezeichnet), und Sie bezahlen Sie über den Kassenbeitrag. In den USA ist die perinatale Kindestötung Usus, bei der der beauftragte Mediziner während der Geburt das Köpfchen des Babies aufschneidet und das kleine Gehirn auskratzt. Und jetzt wird eben die nachgeburtliche Abtreibung schmackhaft gemacht, vermutlich auch auf Krankenschein.

    Gibt es gegen die nachgeburtliche Kindestötung irgendwelche Argumente, die nicht seit Jahrzehnten ebenso gegen die perinatale oder vorgeburtliche Tötung (“Fristenlösung”) hätten ins Feld geführt werden müssen?

  19. Föhnix sagt:

    Christdemokrat Jürgen Todenhöfer:

    “Der Westen ist viel gewalttätiger als die muslimische Welt. Millionen arabische Zivilisten wurden seit Beginn der Kolonialisierung getötet.”

    http://www.whydoyoukillzaid.com/de/mainmenu/10-thesen/alle-zehn-thesen/these1.html

  20. chicano sagt:

    @ föhnix

    ““Der Westen ist viel gewalttätiger als die muslimische Welt. Millionen arabische Zivilisten wurden seit Beginn der Kolonialisierung getötet.”

    das stimmt absolut. aber das ist glaube ich hier nicht die frage gewesen. die frage die sich in der diskussion stellte, war doch welche religion der gewalt “zuträglicher” ist.

    und im gegensatz zum alt-testamentarischem verständnis und auch dem verständnis des islam, ist gewalt leichter zu legitimieren, als im christentum und ich meine nicht den islam oder das christentum, dass menschen individuell daraus machen, sondern ganz konkret festgemacht an der vita der propheten, die für das entstehen des islam und des christentum verantwortlich waren.

    ich denken, es ist nicht zu leugnen, dass jesus einen sonderstatus hat, in diesem speziellen punkt und das von der person jesus nichts existiert, dass eine gewaltanwendung unter berufung seiner lehren rechtfertigen könnte. anders sieht es bei anderen propheten und verkündern von heilslehren aus.

    es ist eben so, nicht zu ändern….

    @ dietze

    mit vulkangott meint joahcim, glaube ich, den geist, der im alten testament (auch) auftaucht und der sich neben dem echten gott (der auch im AT auftaucht), für diesen ausgibt….und der äußerungen von sich gab, wie diese:

    ….das bei allen festen tiere ermordet und verbrannt werden müssen “zum lieblichen Duft für den HERRN”, zb am neujahrstag, am versöhnungstag, zum passahfest, wochenfest, laubhüttenfest oder zum fest der erstlingsgabe.

    (z. B. 4. Mose 28 und 29)

    “Vor dem Tempeleingang steigt vom Altar der Rauch brennender Kadaver empor und die Gemeinde singt “Halleluja” (z. B. Psalm 135, 1-3).

    und der im tempel wohnende gott sagt über diesen ort:
    “Dies ist die Stätte meiner Ruhe ewiglich; hier will ich wohnen, denn das gefällt mir …”

    (Psalm 132, 14)

    wenn man jetzt noch weiß, dass es diametral gegenüberstehende aussagen, des angeblich gleichen gottes einige zeilen weiter stehen, was man, was man davon zu halten hat. beispiele:

    “Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.”

    (Hosea 6, 6)

    “Ich habe keinen Gefallen am Blut der Stiere, Lämmer und Böcke … Das Räucherwerk ist mir ein Gräuel.”

    (Jesaja 1, 11.13)

    “So spricht der Herr, der Gott Israels: Tut eure Brandopfer zu euren Schlachtopfern und fresst Fleisch! Ich aber habe euren Vätern an dem Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern, sondern dies habe ich ihnen geboten: Gehorcht meinem Wort, so will ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein.”

    (Jeremia 7, 21-23)

    das sollte ale beispiel genügen, bei bedarf habe ich noch sehr viel mehr, auch zu anderen themen.

    schönen tag

  21. yilmaz sagt:

    Zu dieser Thematik passt das Buch von dem Schweizer Author Armin Risi „Der radikale Mittelweg” (Kopp Verlag), worin unter anderem sehr präzise von Theologisch-Philosophischer Seite auf die drei Monotheistischen Religionen eingegangen wird, Armin Risi widmete sein Buch dem russischen Freiheitskämpfer Alexander Solschenizyn. Ich würde gerne ein paar Zeilen daraus zitieren die zur allgemeinen Klärung einiger Fragen beitragen könnten. Ich zitiere, S.128:
    „Die Kritikpunkte am Christentum und am Islam sind heute mehr oder weniger allgemein bekannt. Historisch gesehen, beziehen sich viele der umstrittenen Stellen des Christentums und des Islam auf Textstellen in der Thora und im Talmud und müssen in diesem Zusammenhang gesehen werden. Eine konstruktive Religionskritik ist heute überfällig, denn auch das Judentum enthält alte bis mittelalterliche Aspekte, die heute nicht mehr verheimlicht oder verteidigt, sondern überwunden werden sollten, insbesondere die extremen Aussagen des Talmud über die Nichtjuden die gojim genannt werden. Es ist unbestritten, daß die diese Textstellen im hebräischen Original enthalten sind, aber sie erscheinen in keiner offiziellen Talmud-Übersetzung, denn der Talmud ist eine umfrangreiche Sammlung von Texten unterschiedlicher Herkunft und Qualität (aus dem 1. Bis 6. Jahrhundert nach Chr.) und Talmus-Übersetzungen sind immer nur eine Auswahl aus der Gesamtheit dieser Lehrgeschichten, Thora-Erläuterungen und lokalhistorischen Zusätze.
    Weiter auf S.129: In den westlichen Ländern besteht die Tendenz, die besagten Textstellen möglichst diskret zu übergehen, in den arabischen Ländern jedoch, und im Internet, werden sie offen herumgereicht und propagandistisch verwendet,…”
    Weiter auf S.130:
    „Eine erste umfangreiche Übersetzung der kritischen Talmud-Stellen veröffentlichte 1910 der Christliche Theologe Dr. Alfons Luzsensky in Ungarn. 1923 wurde ein Prozeß gegen dieses Buch eingeleitet, aber nicht etwa mit der Behauptung, dieses Buch enthalte Unwahrheiten oder Fälschungen, sondern wegen der pornographischen Inhalte der Übersetzungen. …
    …1926, nach der Freisprechung von der Anklage, reichte Alfons Luzsensky seinerseits eine Klage ein, und zwar wegen Verleumdung. Dabei wurde als Gerichtssachverständiger der damals bekannte Orientalist und Universitätsprofessor Dr. Michael Kmosko beigezogen. Im Vorwort zum 5. Heft (Budapest 1932) zitiert Luzsensky das Gutachten von Prof. Kmosko. Hier einige Auszüge:
    …Auf die zweite Frage muss ich somit anführen, daß im Talmud die gegen die Nichtjuden gerichteten feindlichen Äusserungen so häufig vorkommen, daß über ihren Sinn gar nicht disputiert werden kann.”
    Weiter auf S. 133:
    „Die Texte, Geschichten und Sprüche, die zum Talmud gehören, entstanden grösstenteils im 2. bis 5. Jahrhundert n. Chr. Im 6. Jahrhundert war der Talmud als Sammelwerk abgeschlossen und löste unterschiedliche Reaktionen aus. Es ist bestimmt kein Zufall, daß in dieser Zeit der Islam entstand und zu einer schnell erstarkenden Gegenbewegung wurde. Parallel dazu wurde auch das römische Christentum zu einer einflussreichen Institution, Kontroverse und militante Koran-Stellen müssen deshalb als Antwort auf die bereits bestehenden Schriften und Religionen verstanden werden.”
    Weiter auf S. 134:
    „ All diese Aussagen (kritischen Stellen im Koran) stehen in einem historischen Zusammenhang und beziehen sich auf die theologischen und kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der neuen Glaubensgemeinschaft des Propheten Mohammed und den Anhängern der alten Glaubensformen in Mekka und Medina im 7. Jahrhundert, weshalb bei jeder Sure steht, ob sie in Mekka oder in Medina offenbart wurde – weil sonst ihr historischer Zusammenhang nicht richtig verstanden werden kann! Diese Aussagen sollten also nicht aus ihrem historischen Zusammenhang herausgerissen und verallgemeinert oder gar verabsolutiert werden.”

  22. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ chicano

    Religionen sind nicht gewalttätig.
    Menschengruppen sind gewalttätig und gelegentlich berufen sie sich dabei auf ihre heiligen Schriften, oder andere Mythen.
    Mag schon sein, daß manche Religionen sich für einen derartigen Mißbrauch besser eignen als andere. Aber denken Sie zB an den millionenfachen Massenmord zwischen Hindus und Muslimen in Indien. Denken Sie, die Hindus hätten weniger Menschen umgebracht, nur weil ihre Religion eher friedlich ist?
    Indien war ein typischer Multikulti-Staat, er ist unter Mord und Feuer zerbrochen, als der gemeinsame Feind, die Engländer, aufgegeben haben.

  23. Föhnix sagt:

    @ Dr. Gunther Kümel

    “Religionen sind nicht gewalttätig.
    Menschengruppen sind gewalttätig und gelegentlich berufen sie sich dabei auf ihre heiligen Schriften, oder andere Mythen.”

    Vollkommen richtig.

    Was die Friedfertigkeit der indischen Glaubensmelange betrifft (die Briten erfanden dafür den Begriff “Hinduismus”, um die traditions- und facettenreiche Spiritualität in ihre Schubladen als “Religion” einordnen zu können): Da gibt es auch sehr große Unterschiede. Den Buddhismus und den Jainismus kann hier wohl als besonders friedfertig ansehen. In den Schriften, die dem Hinduismus oder Brahmanismus zugrunde liegen (Veden), findet man allerdings blutrünstige Gemetzel, die selbst hartgesottene Splatter-Fans zufrieden stellen (Beispiel Ramayana). Trotzdem kann man auch die Hindus und den Hinduismus nicht als übermäßig gewalttätig bezeichnen.

    Es ist eben so, wie Sie schon angedeutet haben: wer eine Rechtfertigung für Gewalt sucht, der wird in fast jeder Religion fündig.

  24. yilmaz sagt:

    aus meinem oben zitierten Buch von Armin Risi (Der radikale Mittelweg), sind auch Auszüge aus dem Talmud vorhanden, die wie bereits erwähnt, in den offiziellen Talmudübersetzungen diskret übergangen werden, aber hier einige Auszüge:

    Weiter auf S.132
    “Prof. Kmoskos zitierte Zusammenfassung der fraglichen Talmudzitate lässt erahnen, wie die umstrittenen Zitate lauten. Es geht um Aussagen wie:

    ((Yilmaz, Chicano, Kümel, tutti quanti: Was ist los mit Euch? Wie lange wollt Ihr die Bibel/Kora/Talmud-Studien auf diesem blog noch weitertreiben? Bis Karfreitag? Bis Himmelfahrt? Lasst uns um GOTTES Willen jetzt mal Schluss machen damit. OK? Zur Adventszeit kommen wir dann drauf zurück…))

  25. chicano sagt:

    @ hajo

    “Chicano, warum regen sie sich Über Tierkadaver auf? Haben Sie noch nie ein Osterlamm gegessen oder ein Schweischitzel? Ich empfehle Weihnachtsgänse, weil man denen das Kadaver-sein wenigstens ansieht. Waren sie schon einmal in einem Schlachthof und haben getestet wie es dort riecht? Ist der Christengott zum Vegetarier oder zum Hungerkünstler geworden?”

    es ging darum, dass ein und der “selbe” gott in der eben nicht ein und der selbe gott ist, spricht, wie joachim schrieb…die bibel zwei götter enthält und der eine davon ist joachims vulkangott, der eine liebt den gestank von blut und verbrannten fleisch, der andere ist davon angewiedert. und ja, die essener, die gemeinde der auch jeses angehört waren vegetarier und ja, auch in der bibel gibt es viele hinweise darauf, dass das essen von fleisch nicht gott-genehm ist. aber sie wissen das natürlich alles besser und haben dieses buch in und auswendig kennengelernt ;)

    @kümel

    “Religionen sind nicht gewalttätig.”

    ich kenne mindestens einen propheten, dessen wirken zu einer religion führte, der ließ sich eher töten, als das er getötet hätte um seinen “glauben” zu vertreten und ich kenne mindestens einen propheten, der tötete um seinen “glauben” zu verbreiten.

    wir wissen beide, welche das waren. ich bewerte es hier nicht. ich unterscheide es aber und ich denke, der erste wird nicht flasch verstanden werden können, wenn es um das nicht-töten geht.

    darum gings und um nichts anderes…..

  26. chicano sagt:

    sollte natürlich heißen:

    es ging darum, dass ein und der “selbe” gott in der BIBEL eben nicht ein und der selbe gott ist, sprich, wie joachim schrieb…usw.

  27. chicano sagt:

    zum fleischfressen….

    gott 1. spricht zu den menschen:

    “Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.”

    (1. Mose 1, 29-31)

    gott 2. spricht zu den menschen:

    “Furcht und Schrecken vor euch sei über allen Tieren auf Erden und über allen Vögeln unter dem Himmel, über allem, was auf dem Erdboden wimmelt, und über allen Fischen im Meer; in eure Hände seien sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich euch alles gegeben. Allein esst das Fleisch nicht mit seinem Blut, in dem sein Leben ist.”

    (1. Mose 9, 2-4)

    klingelts?

  28. chicano sagt:

    und noch mal der “vulkangott”: ;)

    Der Taube soll er “ihren Kopf abtrennen”, “ihren Kropf mit den Federn entfernen” und ihr die “Flügel einreißen, ohne sie dabei zu teilen … Ihr Blut soll gegen die Altarwand ausgepresst werden”.

    (3. Mose 1, 15-17)

    hört sich nicht nach dem vater an, von dem jesus sprach:

    eher das hier:

    Und Gott spricht durch den Propheten Jesaja:
    “Wer einen Ochsen schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt”.

    (Jesaja 66, 3*; korrekte Übersetzung von Martin Luther)

    irgend was stimmt hier nicht, oder?

    (sorry jürgen, egal was kommt als reaktion, ich lass es dabei beweden. es sei denn dich interessiert es. wäre doch mal spannend für compact, oder? ich arbeite das gern mal genauer aus ;))

  29. chicano sagt:

    @ jürgen

    “Yilmaz, Chicano, Kümel, tutti quanti: Was ist los mit Euch?”

    ich glaube es kann nur von vorteil sein, ein wenig über die dinge bescheid zu wissen, die immerhin und immer wieder als legitimation für mord und totschlag dienen und milliarden menschen auf der welt beschäftigen. es gehört in das große spiel mithinein und manche dinge über die so vieles weißt, lassen sich doch nicht ganz verstehen, wenn überhaupt kein wissen von den “religiösen geschäften” dieser welt hat. es kann dich also nur bereichern und das man dich hier bekehrt, dass glaube ich nicht ;) :)

  30. juergenelsaesser sagt:

    chicano und alle anderen: Amen! Der Friede sei mit Euch! Alle Religionsthemen sind hiermit beendet, soweit sie nicht DIREKT mit hier und heute zu tun haben.

  31. Föhnix sagt:

    @ JE: Sie haben ja recht.

    Während hier akademische Diskussionen laufen, handelt Sarko blitzschnell und nutzt den emotionalen Ausnahmezustand, um die Bürgerrechte noch mehr einzuschränken.

    Sarkozy: Visiting hate and terror websites will be punished

    https://rt.com/news/merah-sarkozy-terrorism-toulouse-200/

    Sarkozy will Hass-Propaganda im Internet kontrollieren

    http://www.sueddeutsche.de/panorama/reaktion-auf-terror-in-toulouse-sarkozy-will-hass-propaganda-im-internet-kontrollieren-1.1316080

  32. Anonym sagt:

    Noch ganz Kurz vor Karfreitag, an Ostern ist Schluss, versprochen, Herr Administrator.
    Wenn es Gott gibt, dann reicht einer. Wenn es doch mehrere Götter geben sollte, müssten Juden, Christen und Muslime aus ihren Glaubensgemeinschaften austreten, denn die schreiben alle den Glauben an den einen Gott vor. Vielleicht wäre das ja die Lösung des Problems. Wahrscheinlich aber nicht, denn leider gibt es auch noch ganz andere Probleme zum Beispiel das Problem zu verhungern. Wer nichts zu essen und zu trinken hat, dem ist alles andere sch…egal. Alle drei Sekunden stirbt ein Kind.

  33. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Anonymous

    Die genannten Glaubensgemeinschaften nennen das angebetete Wesen zwar “Gott”, aber jede versteht etwas fundamental anderes darunter. Erst recht unterschiedlich die Vertreter der Götterwelt anderer Kulte.

    Der “Gott” des Christentums ist das spirituelle Prinzip der Welt, die Erkenntnisfähigkeit in uns, der “Heilige” Geist. Der Gott des Judentums ist ein antropomorphes Wesen in einem Jenseits-Nirgendwo, rachsüchtig, eingebildet und allmächtig, nicht jedoch allgütig.

  34. J. Fischer sagt:

    Tacheles: die FAS titelt heute
    ” ‘Die NSU-Morde sind unser 11. September’ Generalbundesanwalt Range will mehr Macht.”
    Aha. Verstanden.

  35. TYNIEC54 sagt:

    Is it an Israeli False Flag Again?

    Aus einer jüdischen Quelle (Jer. Post) verlautet, daß der Mörder unlängst auf einer Nahostreise auch Israel besucht hat. Der jüdische Friedensaktivist G. Atzmon diskutiert (http://www.gilad.co.uk/writings/is-it-an-israeli-false-flag-again.html), ob israelische Milizen ihn ausgebildet haben könnten. Dabei verweist er auf Berichte des irakischen Juden Naeim Giladi (http://www.bintjbeil.com/E/occupation/ameu_iraqjews.html), daß israelische Kräfte irakische Juden mit Bomben belegt (und bedenkenlos viele getötet) haben, um sie zur Auswanderung nach Israel zu “motivieren” und als billige Arbeitskräfte in Israel einsetzen zu können.

  36. juergenelsaesser sagt:

    Hajo: Da müssen Sie einen Fehler gemacht haben.

  37. Hajo Dietze sagt:

    Zu: Dr. Gunther Kümel.
    März 23, 2012 at 12:19
    @ Anonymous

    “Der “Gott” des Christentums ist das spirituelle Prinzip der Welt, die Erkenntnisfähigkeit in uns, der “Heilige” Geist. Der Gott des Judentums ist ein antropomorphes Wesen in einem Jenseits-Nirgendwo, rachsüchtig, eingebildet und allmächtig, nicht jedoch allgütig.”

    Soll man die Juden jetzt wieder zusammen mit ihrem “eingebildeten”, “rachsüchtigen” Gott auf den alt bekannten Scheiterhaufen verbrennen, wenn sie sich nicht das spirituelle Prinzip des Christentums zu eigen machen und sich vom “Heiligen Geist” zur Erkenntnis treiben lassen? Haben Sie ihren Dr. bei der heiligen Inquisition gemacht, Herr Kümel?

  38. Hajo Dietze sagt:

    Dr. Kümel, aber doch!

    Die meisten wissen nicht einmal warum Pfingsten gefeiert wird, haben keinen Begriff vom HEILIGEN GEIST, auch dann nicht, wenn man ihn groß schreibt. Noch weniger können sie sich unter der Dreifaltigkeitslehre vorstellen. Sie lassen ihre Kinder taufen, weil sie sich davon Schutz und Segen versprechen, sie lassen sich konfirmieren, weil das sehr einträglich ist, einige heiraten in einer Kirche, weil das eine schöne location ist und wollen, dass ihre Angehörigen vom Pfarrer beerdigt werden, auch wenn sie aus der Kirche ausgetreten sind. Die meisten Juden und Moslems verhalten sich analog. Wenn die Christen einen Gottesdienst besuchen, dann geschieht das ein Weihnachten. Da geht es un eine Mutter und ihr neu geborenes Kind. Sowohl die Mutter, als auch das Kind sind Juden.

  39. Hajo Dietze sagt:

    Ihr Eindruck trügt,
    ich studiere das Christentum privat seit fünfzig Jahren, wissenschaftlich seit dreißig Jahren und professionell seit zwanzig Jahren. Ich weiß wovon ich rede.

  40. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Hajo Dietze

    Ob das Johannesevangelium die Worte und Gedanken Jesu präzise wiedergibt, ist für die Frage unerheblich, was das Christentum ausmacht. Es kann ja sein, daß nicht das Christentum es gewesen ist, das das Abendland aufgespannt hat, sondern, daß das Abendland sich seine Transzendenzphilosophie gezimmert hat.

    Wenn Sie die Dreifaltigkeitslehre aus dem Christentum ausklammern, bleibt kaum etwas Originäres. Dies scheint Ihre Sicht zu sein.

  41. Anonym sagt:

    @ Hajo

    Es geht nicht darun, irgend etwas Bestimmtes heruaszuklamüsern. Es geht darum, zu erkennen, was das Christentum ist. Wenn es ohnehin nichts anderes ist als eine andere Philosophie ist es überflüssig, redundant.

    Ihre 30 – 40-jährige Beschäftigung mit dem Christentum, die bis heute nicht erkennen konnte, was das Christentum wesentlich von allen anderen Kulten unterscheidet, erinnert mich an Raoul Hilberg. Er hat sein Lebenswerk darin gesehen, Vermutungen über die Judenverfolgung anzustellen und mußte doch zuletzt zugeben, daß erst 20% der Details bekannt sind.

  42. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Hajo: “…Überheblichkeit … Kultur des Abendlandes. …diese Kultur allen anderen überlegen…”

    Einspruch euer Ehren!
    Ich vertrete nicht die Suprematie-Lehre irgendwelcher “Auserwählter” ! Das liegt mir nun gar nicht.

    Eine Kultur ist die Gesamtheit der geistigen Leistungen eines Volkes.
    Die Kulturen Europas sind sehr verwandt, die Völker sind verwandt.
    Aber ich bin Nationalist: Jede Kultur ist wertvoll, von keiner ist zu sagen, daß sie anderen “überlegen” sei. Geht eine Kultur, ein Volk verloren (durch Genozid, fremde Siedler, Kulturverblassen, Unterdrückung) so ist das ein schwerer Verlust für die Menschheit.

    Muß es etwas Originäres sein?
    Es geht darum zu erkennen, was das Christentum wirklich ist. Man nähert sich dieser Erkenntnis nicht, wenn man alles wegläßt, was es von anderen Kulten unterscheidet.

  43. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Hajo

    Aha!
    Interessant, Ihre Fiktion. Natürlich Blödsinn, dies am Glauben festmachen zu wollen, ein Gutteil der “jüdischen” Intellektuellen sind Atheisten. Oder meinen Sie die “jüdischen Gene”? Lassen Sie sich belehren: die gibt es nicht, auch wenn israelische Ministerien mit Gentests zu unterscheiden versuchen, ob ein “Russischer Jude” mehr russisch oder mehr Jude ist. Oder meinen Sie die “Kultur des jüdischen Volkes”, von dem vernünftige Leute wie Arthur Koestler, Prof. Shlomo Sand und Gilad Atzmon nachweisen, daß es nicht existiert?

  44. Hajo Dietze sagt:

    Gunther Kümel,

    Kennen Sie die Selbstdefinition des Judentums? Jude ist, wer eine jüdische Mutter hat. Das ist bei über neunzig Prozent der katholischen, protestantischen und orthodoxen Christen nicht anders. Bei den Muslimen verhält es sich ebenso. In aller Regel wird der Mensch in eine Religionsgemeinschaft hineingeboren und bleibt ihr treu. War das bei Ihnen anders?
    Sie sagen, die Wissenschaftler, von denen ich sprach, seien in ihrer Mehrzahl Atheisten. War nicht schon Abraham ein Atheist, als er sagte die anthropomorphen Götter der Religionen hätten keine Macht? Er ging sogar noch weiter und behauptete, dass diese Götter gar nicht existieren sondern dass es nur Götzenbilder seien, die angebetet werden.
    Der Gott Israels hingegen sei unsichtbar, habe also keine sichtbare darstellbare Gestalt. Was soll ein unsichtbarer Gott anderes sein als „Geist“? Wo wohnt der Geist? In der Flasche? Im Dunklen Wald? Bei Schneewittchen und den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen? Wo gibt es diese Orte? Sie gibt es nur in unserer Phantasie.
    Der Geist wohnt nach allgemeiner wissenschaftlicher Meinung in den Gehirnwindungen der Menschen. Bei Hegel wohnt er zwischen den Zeilen seines Werkes. Wie ist er dahin gekommen? Hegel hat sich das ausgedacht und aufgeschrieben.
    In der katholischen und der orthodoxen Kirche haben die anthropomorphen Götter- und Heiligenbilder fröhliche Wiederauferstehung gefeiert. Gott hat im Christentum nicht nur eine menschliche Gestalt sondern auch einen Namen, eine menschliche Mutter und eine Biographie.
    Der Prophet Mohamed fand die Vorstellung, Gott könne einen Sohn haben, pervers. In Mekka hat er alle Götzenbilder aus dem Heiligtum hinausgeworfen und wieder den unsichtbaren Gott Abrahams für alle verbindlich eingeführt.
    Wenn in den drei Weltreligionen, die auf Abraham zurückgehen, eine ein „anthropomorphes Gottesbild“ hat, dann ist es mit Sicherheit das Christentum.

  45. Anonym sagt:

    @ hajo

    Die Definition der Juden selbst ist hilfreich, wenn auch merkwürdig archaisch. Denn ein Mensch wäre “Jude”, wenn nur die Mutter Jüdin ist, aber kein Jude, wenn der Vater Rabbi ist, die Mutter hingegen “Goj”.
    Diese Willkür-Festlegung, wer nach Ansicht der “Juden” dazugehört, und wer nicht, verrät uns nichts darüber, was die Juden denn nun im Wesen sind.

  46. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Hajo

    Sie haben keinen Begriff des Geistigen.
    Wenn Sie nicht recht wissen, was “Geist” denn eigentlich sein soll, dann denken Sie sich einmal alles Geistige aus der Welt weg.

    Alle Käfer würden weiter krabbeln, Blumen würden blühen, alle Felsen und Meere wären da, wo sie vorher waren, die Sonne ginge weiterhin unter und würde ein bedeutendes Abendrot liefern.

    Aber es wäre niemand da, der sich Gedanken darüber machte, der über das Abendrot staunen, Blumen schön finden oder den Käfern und Felsen Namen geben würde. Keiner würde Musik machen oder Poesie. Es wäre einfach “niemand zu Hause”. Es gäbe nicht mehr “den Jemand”, die Person.

    Dieses Gedankenexperiment zeigt Ihnen wie sehr der Geist in der Welt ist.
    Die gesamte Philosophie handelt eigentlich von dem Problem, was das ist, der selbstbewußte Geist, und wie er in Beziehung zum Ausgedehnten steht, der Welt des Materiellen.

    Es gibt ja wohl die etwas weit hergeholte Ansicht, das Geistige sei ja bloß ein Nebenaspekt der Materie, eigentlich aso gar nicht so recht existent.

    Aber der Rest der Menschheit hat erkannt, daß das Geistige ein Prinzip in der Welt ist, seit der Evolution des selbstbewußten Erkenntnisvermögens. Seither trifft man das Geistige in der Welt an und es handelt sich um etwas Neues, Eigenständiges.

    Das haben auch die Autoren des archaisch fremden Teiles der Mythen des Alten Testamentes erkannt, haben es jedoch in den Judaismus nicht einführen können.

    Das Christentum sieht etwas besonders Verehrungswürdiges im diesseitigen Geistigen, definiert damit “Gott”.
    Daß in der Dreifaltigkeitslehre auch ein “Sohn Gottes” als göttlich genannt wird, sagt nichts anderes als daß das selbstbewußte Erkenntnisvermögen eben nirgends anders als in der menschlichen Person gefunden wird.

    Wenn andere Kulte vom naiven (“evolutiv verdrahteten”) anthropomorphen Gottesbegriff abrücken, so bleibt ihr “Gott” doch ein “Unfaßbares” im Jenseits, ein Wesen, das durchaus unterschieden vom geistigen Prinzip IN DER WELT (also diesseitig!) ist.

  47. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Hajo: “…ordnen dem Judaismus das naive, das quasi tierische und vor allem das brutale und rachsüchtige zu…”

    Keineswegs tu ich das!
    Der Judaismus, damit wir uns recht verstehen, ist doch die Ideologie der mosaischen Religion, also der Inbegriff des Alten Testamentes. Der Gottesbegriff des AT ist zwiespältig. Der Gott des AT ist einerseits ein nichtweltlicher “Großer Geist” (ich bin, der ich bin), aber auch ein vielleicht von einem archaischen Donnergott abgeleiteter rachsüchtiger, eifersüchtiger, strafender und ungeistiger, anthropomorpher Jenseitsgott. Und auch der “Große Geist” des Judaismus ist ein “Jenseitsgeist”.

    ABER: Nicht Religionen.
    sind rachsüchtig, tierisch, brutal, unmenschlich, Menschen sind es!

    Rabbi Goldstein war all dies, als er die Beter niedermachte, Broder ist es vielleicht, jene “Lehrer” sind es, die vertreten, man könne klarerweise auch Säuglinge abmurxen, wenn gedacht werden könne, sie könnten “Israel” gefährlich werden, oder die sagen, der Dreck unter den Nägeln eines Juden wäre mehr wert als tausend Araber.

    Übrigens verstehe ich die Worte der Genesis anders, nämlich als DEFINITION, was Gott denn eigentlich ist. Ihr werdet sein WIE GOTT, WISSEND…!” Aha, Gott ist also der, der die Erkenntnis verkörpert.
    Bezeichnend, daß der Gott der Genesis, von dem gerade gesagt wurde, “Im Anfang war das Wort”, dem Menschen die Frucht der Erkenntnis verboten hat. Bezeichnend auch, daß hier nicht ein Gott spricht, sondern der Lichtbringer, der Feuergeist, der Scheitan der Jesidis, Prometheus oder Loki, der den Menschen “die Flamme” bringt, den Geist also.

  48. Hajo Dietze sagt:

    Für die Freunde des HEILIGEN GEISTES habe ich hier noch was zum Osterlachen:

    Gott, Jesus Christus, der Heilige Geist und Maria sitzen im Himmel und beraten miteinander wo sie ihren nächsten Urlaub verbringen. Gott schlägt vor: „Wir könnten doch mal wieder nach Bethlehem.“ Das ist keine gute Idee“, antwortet Maria, „da sind meistens keine Zimmer mehr frei.“ „Dann fahren wir eben nach Jerusalem, da gibt es bestimmt welche“ schlägt Gott vor. „Unter keinen Umständen“, antwortet Jesus, „da habe ich ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Aber wir könnten ja noch Rom fahren, der heiligsten Stätte des Christlichen Abendlandes.“ „Prima“ jubelt der HEILIGE GEIST, „da war ich noch nie!“

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