DIE LINKE sucht eine Alternative zu Gauck, die keine ist
DIE LINKE überlegt ernsthaft, Beate Klarsfeld als ihre Kandidatin für das Amt des Bundespräsdenten aufzustellen. Frau Klarsfeld taucht in der Berichterstattung als Nazi-Jägerin auf, an die Ohrfeige für Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger wird erinnert. Das kann man zweifellos als Meriten der Frau sehen, aber, liebe Leute, das ist lange her! Aktuell spielt Frau Klarsfeld eine üble Rolle als Kriegshetzerin gegen Iran. Die Neue Rheinische Zeitung berichtet,
(Zitat NRhZ Anfang) dass sie zu den Erstunterzeichnern der Kampagne STOP THE BOMB gehört, die den Iran als Bedrohung für Israel und die Welt hinstellt und dem Iran unterstellt, die Atombombe zu entwickeln, und damit zum Krieg gegen den Iran treibt. Sie befindet sich in diesem Bündnis, das sich “Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm” nennt, in der Gesellschaft von bak shalom, dem rechten Trupp innerhalb der LINKEN, sowie den Israel-Propagandisten Henryk M. Broder und Sacha Stawski von Honestly Concerned. Auch die Organisation “Söhne und Töchter der jüdischen Deportierten Frankreichs” (Fils et filles de déportés juifs de France), in der sie mitwirkt und in der ihr Mann Serge Präsident ist, gehört zu den Unterstützern der Kampagne.
Beate Klarsfeld hält sich also keineswegs aus der aktuellen Politik heraus. Im Gegenteil. In Zusammenhang mit Verhandlungen des in Wien ansässigen Öl- und Gas-Unternehmens OMV mit dem Iran, machte sie sich 2008 in extremer Weise zur Propagandistin des Feindbildes Iran, indem sie äußerte: „Will Österreich sich… schon wieder schuldig machen, indem es die Judenmörder von heute und morgen unterstützt?“ (Zitat NRhZ Ende)
“Stop the Bomb” allgemein und auch Beate Klarsfeld wirft den Regierungen der EU-Staaten und besonders der Bundesregierung seit Jahren vor, dass ihre Sanktionen gegen Iran zu milde ausfallen. Im genannten Fall, den Ölgeschäften der österreichischen ÖMV, ging es um völlig zivile Geschichten, die mit den (damaligen) Sanktionen der UN, die ausschließlich auf das Atomprogramm zielten, nichts zu tun hatten. Aber “Stop the bomb” und Klarsfeld wollen JEDE Wirtschaftsbeziehungen mit Iran unterbinden und sind in diesem Sinne nichts anderes als Vorfeldorganisationen der extremen Kriegstreiber in den USA (in der Republikanischn Partei) und in Israel (im regierenden Likud-Block). In Deutschland ist “Stop the bomb” eine Brifkastenfirma der extremen Antideutschen rund um die Zeitschriften Bahamas, Konkret und BAK Shalom, die seit Jahren zum Krieg gegen Iran trommeln. Ist Gesine Lötzsch, die die Kandidatur Beate Klarsfelds puscht, zu blöd, um das zu wissen? Oder ist der Einfluss von BAK Shalom innerhalb der Partei DIE LINKE – immerhin protegiert von Bundestags-Vize Petra Pau -, mittlerweile so stark, dass sie mit Frau Klarsfeld eine ihrer Unterstützerinnen lancieren konnte? Ist es nicht erbärmlich genug, dass DIE LINKE angesichts er hysterischen Kriegsvorbereitungen gegen Iran kein Wort des Protestes äußert, geschweige denn eine öffentliche Manifestation organisiert? Ist es nicht bezeichnend, dass im jüngsten Aufruf der Friedensbewegung gegen den Iran-Krieg nur ein ehemaliger Bundestagabgeordneter (Norbert Paech) in der Liste der Erstunterzichner steht, aber kein einziger aktueller Parlamentarier? Müsst Ihr zu dieser Schande des Nichtstuns auch noch die Schmach häufen, nun eine aktive Kriegsbefürworterin aufzustellen – und das in einer Situation, wo israelische Bomber und Raketen ebenso wie die US-Kriegsflotte im Persischen Golf sich schon darauf vorbereiten, jederzeit gegen Iran losschlagen zu können? Warum gibt es nicht einmal aus den Reihen der ParteilinkenWiderstand gegen Klarsfeld ? Habt Ihr alle komplett den Verstand verloren?
Kategorisch gesagt: Der historische Antifaschismus, für den Frau Klarsfeld einst stand, hat seine historischen Verdienste. Aber wo er aktuell zur Befürwortung imperialistischer Kriege mutiert, und auch dafür steht Frau Klarsfeld, mißbraucht er die notwendige Erinnerung an vergangene Völkermorde zur Propagierung künftiger.
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na jetzt bin ich doch glatt für klarsfeld. wusste ich noch nicht, danke für die info.