JFK-Mord: der neue Stephen King-Roman
Auszug aus der Januar-Ausgabe von COMPACT-Magazin
COMPACT hat im Januar den Schwerpunkt politisch inszenierter Terrorismus und Geheimdienst-Morde: NSU, Gladio, Barschel, Buback… Die Titelstory widmet sich dem Mord an Marilyn Monroe. Passend dazu eine Besprechung des neuen Stephen King Romans über den Mord an MM-Lover John F.Kennedy, der vor einigen Tagen auf deutsch erschien. In der Besprechung: Ein sensationelles Foto, das den “zweiten Schützen” beim Kennedy-Attentat zeigt. COMPACT kann man hier bestellen und abonnieren.
Hier der Auszug:
11/22/63 – JFK ohne Marilyn
Zeitreise zum Mord in Dallas 1963: Wie Stephen King MM unter den Rock schaut und dann wegblickte.
Von Harald Harzheim
Willkommen in der Welt des Stephen King: Tote, die aus Gräbern steigen (Salems Lot), Geister aus längst vergangener Zeit, die sich neu inkarnieren (Friedhof der Kuscheltiere), in Gestalten fortwirken, die dem Opfer maximalen Schrecken bereiten (Es). Die einen Familienvater frühere Morde wiederholen lassen (Shining). Gefrässige Zeitlöcher, mit deren Hilfe die Vergangenheit die Gegenwart verschlingt (Langoliers). Oder längst krepierte Aliens, die ein Dorf ins Chaos treiben („Das Monstrum”) …
Kings Horror entspringt oft – durchaus genretypisch – der Vergangenheit, beschwört die Wiederkehr von Vergessenem, Verdrängtem, Unverarbeitbarem. Das verbindet das Horror-Genre mit der Psychoanalyse, die auch ins Vergangene tauchen muss, um die Ursache des Traumas aufzuspüren. Das Gestern attackiert das Heute, das gilt für individuelle wie kollektive Traumata. Beispiel eines kollektiven Traumas ist die Ermordung John F. Kennedys. Unzählige Dokumentationen, Romane, Popsongs, TV- oder Kinofilme drehen und wenden das Thema seit 48 Jahren: JFK – the story that won‘t get away (JFK – die Geschichte, die nicht vergeht) reimt der Covertext zu Oliver Stones JFK-Film (1991). Auch die Auswirkungen des Anschlags auf Ehefrau Jackie K. sind weiterhin Thema: Star-Regisseur Darren Arranofsky (Black Swan) plant derzeit einen Kinofilm über die Schockstarre der Kennedy-Witwe unmittelbar nach dem Attentat.
Was liegt näher, als dass auch Horror- und Traumaspezialist Stephen King über den Kennedy-Mord einen Roman schreibt? Der kam im vergangenes Jahr unter dem Titel 11/22/63 heraus, dem Datum des Attentats. Dass jemand wie King, auf Dunkles und Marginalisiertes fixiert, keinen staatstragenden Historienroman schreibt, versteht sich von selbst. Er weiß, dass die US-Geschichte der letzten Jahrzehnte ein Horrorfilm ist, der nach Neubearbeitung schreit. Und genau das versucht der Held von 11/22/63.
Natürlich fügen sich Politiker nahtlos ins Kabinett von Kings Gruselgestalten ein, dennoch enttarnt der 849-seitige Roman die Zeit, die Vergänglichkeit als das eigentlich Monströse. Was aber macht Vergangenheit so quälend? – Sie lässt sich nicht ungeschehen machen, verweigert jegliche Korrektur. Dagegen rebellieren Sci-fiction-Autoren seit über 100 Jahren mit der Erfindung von Zeitmaschinen. Oder durch das Aufspüren eines Zeittunnels, so jüngst in dem Film Die Tür (2009) oder eben in 11/22/63: Der Lehrer Jake Eppington, emotional unterbelichteter Mittdreißiger, erfährt durch seinen krebskranken Freund Al von einem Zeittunnel. Der befördert einen direkt ins Jahr 1958 zurück, bietet damit die einmalige Chance historischer Korrektur. Der erste und zweite Weltkrieg sind unerreichbar, aber der Mord an John F. Kennedy ließe sich 1958 durchaus noch verhindern. Ganze fünf Jahre hat man Zeit, den Mörder Lee Harvey Oswald von der Tat abzuhalten. Bliebe Kennedy am Leben, so argumentiert Al, wären auch Vietnamkrieg oder der Mord an Martin Luther King (nachträglich) verhindert. Aber war Lee Harvey Oswald überhaupt der Attentäter? Oder, falls ja, nur Teil eines größeren Netzwerks? Verschwörungstheorien über Auftraggeber im Hintergrund blühen und gedeihen seit Jahrzehnten. Al verneint diese Möglichkeit. Der Mensch ertrage es nicht, dass geschichtstragende Persönlichkeiten von kleinen Scheißern wie L. H. Oswald, aus purem Privatfuror, einfach ausgelöscht würden. So etwas lasse das Weltgeschehen als vollkommen absurd, als Beckett-Inszenierung, erscheinen. Man konstruiere Verschwörungen bis in höchste Etagen, um dem Tod Kennedys das Banal-Absurde zu nehmen, um Zufälliges ins „große Weltgeschehen” zu integrieren, um „Sinn” zu stiften.
Al selber kann seine Mission nicht mehr durchziehen, die Krankheit wütet unaufhaltsam. Jake lässt sich zum Stellvertretertum überreden, reist ins Jahr 1958. Langsam integriert er sich in die vergangene Epoche, gewöhnt sich an ein Leben ohne Google, trifft schließlich auf Sadie, findet in ihr die Liebe seines Lebens. Parallel arbeitet Jake sich Schritt für Schritt zu Oswald vor. Obwohl der historische Lee Harvey Oswald als überaus intelligent galt, verortet 11/22/63 seinen IQ nahe der Zimmertemperatur. Oswald kompensiert seine Erbärmlichkeit im Non-Stop-Verprügeln seiner Ehefrau Marina. Als überzeugter Marxist, aber vom bürokratischen Bolschewismus Russlands enttäuscht, setzt er alle Hoffnung auf Fidel Castros Cuba. King schildert Gespräche zwischen Oswald und dem Geologieprofessor George de Mohrenschildt. Der indoktriniert den späteren Killer, macht ihm klar, dass Kennedy nur ein Liebling des GSA (Great Stupid America) sei, den Toleranzkurs nur vortäusche und den sozialistischen Aufbau Kubas sabotieren wolle. Jake spekuliert über De Mohrenschildts mögliche CIA-Kontakte, aber King lässt diese Frage offen.
Für den Helden wird es zunehmend schwerer, Oswald an der Tat zu hindern, denn die Vergangenheit ist wie ein monströses „Lebewesen”. Das wehrt sich gegen rückwirkende Veränderung, sabotiert Jakes Pläne. Nach schwerem Unfall und längerer Amnesie gelingt es ihm, Oswald in letzter Sekunde zu liquidieren. Aber – seine Geliebte, Sadie, stirbt dabei ebenfalls. John und Jackie Kennedy bedanken sich bei Jake. Die Präsidentengattin, vom Autor als hochsensibel gezeichnet, spürt etwas Unheimliches in der ganzen Geschichte, und formuliert ihr Beileid für Sadie so: „Wenn ich‘s nur ändern könnte… Wenn ich die Zeit irgendwie zurückdrehen könnte…” Ohne zu wissen, dass Sadies Tod bereits das Resultat einer zeitlichen Rückdrehung war.
Zurück im Jahre 2011 erlebt Jake eine Katastrophe ….. (vollständig nur in der COMPACT-Printausgabe Januar 2012)









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Januar 25, 2012 at 08:47
Ist der Titel des Romans eine Anspielung auf den Riesenzufall, daß sich weltgeschichtlich bedeutsame Ereignisse justament an geradezu kabbalistisch anmutenden Daten abspielen?
9/11, 7/7, und viele andere.
Man braucht nur mal zu überlegen, was in der Geschichte der Deutschen alles an einem 9.11. passiert ist: Zum Beispiel 1923: Zeitgleich ein abgesagter KPD-Putsch in Hamburg und ein gescheiterter NSDAP-Putsch in München. Neben einer bemerkenswert vielfältigen Reihe von anderen bedeutsamen Einzelereignissen wurde auch der überaus merkwürdige “Ausbruch von Volkswut”, scheinbar die Antwort auf eine politische Mordtat durch Herrn Grünspan im fernen Paris, an einem 9.11. inszeniert.
Januar 25, 2012 at 08:53
Wir meinen, gleichsam auf einem Zeitstrahl zu sein, der mit unserer Geburt beginnt und mit dem Tod endet. Diese Auffassung ist falsch. Wir sind jetzt und richten einen Zeitstrahl in die Vergangenheit und einen weiteren in die Zukunft. Beides sind Konstruktionen und verändern sich ständig.
Das ist auch der tiefere Grund dafür, warum die BRD-Justiz ebenso hilflos wie verzweifelt versucht, bestimmte Details der Deutschen Geschichte festzuschreiben und davon abweichende Meinungen mit Strafe belegt.
Januar 25, 2012 at 10:29
Betr. des JFK-Mordes empfehle ich William „Bill” Coopers akribische Analysen. Er liess z.B. den 8mm-Film von Zapruder aufwendig in Japan digital rekonstruieren. Im nun vollständigen (!) Film (in früheren der Öffentlichkeit gezeigten Fassungen fehlten einzelne Frames) sehen wir deutlich einen der JFK-Mörder recht oben im Bild. Und, nein, es ist nicht der Schütze auf dem Hügel, hinter dem Zaun …
Bill-Cooper-Playlist bei YouTube
William Cooper (Autor des Underground-Bestsellers Behold a Pale Horse) wurde in der Nacht vom 5. auf den 6.11.2011 vor seinem Haus in Eagar, Arizona von Sheriffs in einen Hinterhalt gelockt und erschossen, vielleicht sollte ich besser schreiben: ermordet. Ein Hauptgrund war wohl seine etwa neunstündige Radio-Livesendung am 11.9.2001 (dokumentiert bei YouTube) und dessen scharfsinnige spontane Analyse, dass diese Gebäude einzig durch eine kontrollierte Sprengung zu Fall gekommen sein konnten, niemals jedoch durch zwei Flugzeuge (Bill Cooper kannte sich aufgrund seiner US-Navy-Zeit gut mit kontrollierten Gebäudeabrissen aus). Wohlgemerkt: Das sprach er in seiner Kurzwellen-Radiosendung am 11.9.2001 vor einem weltweiten Publikum aus! Schade, dass derartiges bislang noch nicht in COMPACT zu lesen war! Ich wünsche mir einen Artikel über William Cooper in einer der kommenden Ausgaben. Die Wikipedia-Artikel zu Cooper sind übrigens in den letzten Monaten ziemlich bereinigt worden, es lohnt sich, die Artikel-Historie mal genauer anzuschauen.
Januar 25, 2012 at 15:44
Buchempfehlung “Kritik der Psychologie” von Albert Kroells fuer die, die ihre Zweifel haben an der Psychpanalyse und am Gang zum Psychotherapeuten.
Januar 25, 2012 at 16:16
Bei Psychoterror zu finden, gerade die Seite gesucht,
jetzt besser zu lesen will mir scheinen, neue Gestaltung.
Januar 25, 2012 at 18:25
Sie haben meinen Kommentar nicht veroeffentlicht, waere vielleicht gut gewesen, nur zu schreiben, dass Freud Kontakt zum Tavistockinstitut hatte.
Januar 25, 2012 at 19:12
OT Ob sich der Wind aktuell dreht, in den USA? Schon über 100 Organisationen unterstützen Occupy Aipac. Die Neocons versuchen zu deckeln aber es gelingt ihnen nicht
.
http://www.occupyaipac.org/endorsers/
Januar 26, 2012 at 11:20
@ Louise
Betr. der Psychoanalyse-Irreführung sei zum Einstieg Alice Millers Werk empfohlen (Am Anfang war Erziehung, Abbruch der Schweigemauer, Du sollst nicht merken). Alice Miller kündigte ihre Mitgliedschaft in der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV) auf, nachdem sie erkannt hatte, dass die Ursachen der seelischen Erkrankung letztlich immer in (verdrängten da gesellschaftlich tabuisierten) Kindheitstraumata (Misshandlung/Missbrauch) zu finden sind. Womit wir bei Sigmund Freund & Kollegen wären: Therapist kann auch gelesen werden als the rapist. Das Stichwort Tavistock Institute (for Human Relations, TI) sollte jeder mal googeln!! Dr. John Coleman hat darüber ein Standardwerk geschrieben, Videos von ihm sind bei YouTube zu finden.
Januar 26, 2012 at 11:23
Sorry, gemeint ist natürlich “Revelation of the method”.
Januar 26, 2012 at 11:37
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Januar 26, 2012 at 12:01
In Stephen Kings Halbpfündern werden ja gerne und oft Frauen von ihren Ehemännern vergewaltigt und verprügelt und der Feminismus (nebst diversen anderen NWO-Ideologien wie z.B. Nekrophilie, Atheismus) gepusht. Der typische (autorisierte) Bestseller-Autor eben, ich frage mich ohnehin, wie er es schafft, so viele Bücher in so kurzer Zeit herauszubringen. Sind da auch Ghostwriter am Werk? Über die Harry-Potter-Autorin Rowling wird ja auch gemunkelt, sie hätte kein einziges dieser Bücher geschrieben, sie wäre nur ein “Pen and Ink Stand” der I*******i …
Januar 26, 2012 at 15:03
@Relevation of the method
Danke fuer den Hinweis.
Ich ziehe philosophische Betrachtungen vor.
Ich glaube nicht an psychische Erkrankungen. Ich finde so ein denken etwas schlicht. Entschuldigung trifft jetzt Sie.
Nicht das Irrationalitaet nicht anzuteffen ist…
Aber man schlaegt im Kopf ein geistiges Lager auf anstatt direkt an die Ursachen zu denken, erstmal Kategorisierung,
hier hat man es mit der Gruppe der Labilen zu tun…
Dabei sind es nur die Ursachen die anders machen.
Auch ein Blick in die Lehrbuecher laesst einen ernuechtern…
Das habe ich auch noch betreff der Psychologie gemacht.
Januar 27, 2012 at 16:19
Kleiner Nachtrag zum langen Beitrag gestern Abend.
Das einzige, was das Boese bannen kann der Einrichtung von der ich berichtete ist der ostkirchliche Jeshua.
Ich dachte ich bin Gefangene, man muss es nicht sein.
Januar 28, 2012 at 12:41
Der Mord an Kennedy ist ja schon geklaert, infokrieg.tv, die
CIA wars.
Weder zu dem Autor des Artikels noch zu Stephen King durchgedrungen.
Januar 29, 2012 at 20:26
Gefangene von compliance-versteht niemand, ist ja auch egal, bestehe nicht auf Veroeffentlichung des Beitrages vom Abend. Aergere mich, weil sie schon die Psychoterrorgeschichte nicht geloescht haben.
Fuer andere Leser, das Problem geht ins daemonische, deshalb der Griff zur Religiositaet.
Januar 29, 2012 at 20:34
Nochmal ich, fuer andere Leser, der Psychoterrorbeitrag
ist nicht verstaendlich, weil aus dem vorigen Beitrag etwas weggenommen wurde. Was O.K. ist.