Elsässers Blog

21.6..: Jürgen Elsässer berichtet über seine Iran-Reise, 19 Uhr, Berlin-Mitte, Viethaus, Leipziger Straße 54

Volksentscheid gegen den Euro-Wahn!

Ein konkreter Aktionsvorschlag zur COMPACT-Konferenz am 18.2.

Auf der COMPACT-Konferenz “Bürger gegen Euro-Wahn – Volksentscheid JETZT!” am 18. Februar in Berlin (schnell anmelden, und zwar hier!) soll nicht nur analysiert und debattiert werden (s. blog von gestern), sondern es soll auch etwas Neues und ganz Praktisches beschlossen und angeschoben werden.: Ein Volksentscheid gegen den Euro-Wahn.

Wir stellen uns keine abstrakte Referendumskampagne vor, die im Deklamatorischen bleibt und angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Bundestag verpuffen muss. Sondern es könnte in Berlin (und anderen Bundesländern?), wo es die gesetzlichen Möglichkeiten gibt, ein konkretes Volksbegehren gestartet werden, in demder Senat aufgefordert wird, weiteren Euro-Rettungsmaßnahmen auf Kosten des Steuerzahlers zu wehren. Dafür müssten in der ersten Stufe (“Volksinitiative”) 25.000 Unterschriften im Zeitraum eines halben Jahres (?) gesammelt werden, in der zweiten Stufe (“Volksbegehren”) bräuchte man dann über 200.000.

Ein solches Volksbegehren wird laut Gesetz von sechs “Vertrauensmännern” initiiert, die der Ansprechpartner des Senats sind. Sinnvoll  wäre es, dafür Prominente aus verschiedenen Spektren und den großen Parteien zu gewinnen. Da diese Personen ihren Wohnsitz NICHT in Berlin haben müssten, könnte man bundesweit die Köpfe anfragen, die auch für eine Wahlalternative interessant wären.

Der Text eines solchen Volksbegehrens könnte etwa so lauten (analog zur Formulierung im VB für den Erhalt des Flughafens Tempelhof:

“Der Berliner Senat wird aufgefordert, sofort die Unterstützung für weitere Euro-Rettungsmaßnahmen aufzugeben und alle Möglichkeiten zu nutzen, um eine Erhöhung der Staatsverschuldung für diesen Zweck auszuschließen. Unser Geld muss stabil bleiben!“

Konkreter und bindender geht es leider nicht, denn Währungsfragen sind Bundeskompetenz, und auf Länderebene kann man nur eine Empfehlung zum Gegenstand eines VB machen. Aber auch ohne juristische Bindewirkung wird ein solches VB eine enorme politische Bindewirkung wentfalten – schließlich wäre es

DAS ERTE EURO-VOLKSBEGEHREN IN DEUTSCHLAND!

Unabhängig von der Konferenz wird von bestimmten Kreisen scjhon an einem solchen Volksbegehren gestrickt, es soll auch Nachahmer in anderen Bundesländern geben. Lasst uns das alle zusammen sehr präzise auf der Euro-Konferenz am 18.2. in Berlin diskutieren und beschließen!

Am 18.2. tagt das Parlament der Euro-Gegner in Berlin!

5 Kommentare»

  Besorgter Bürger hat @ geschrieben

Wäre wirklich ein konkreter und guter Vorschlag. Kann man so nur unterstützen. Eine bundesweite Volksinitiative gegen den EURO Wahn würde sicherlich Unterstützer aus diversen Gruppen, Parteien, Verbänden etc. zusammenbringen.

  saito hat @ geschrieben

Diese Akrtion ist sehr zu begrüßen, obwohl befürchte, daß die Politiker weiterhin alles abnicken werden, was die Banken fordern.

Es gibt übrigens bereits eine Aktion des BUNDES DER STEUERZAHLER. Das Formular zum Unterschreiben und Faxen an die Abgeordneten des Bundestages gibt es zum Runterladen bei http://www.swg-hamburg.de
Aktuelles anklicken und unter Punkt 9 herunterladen

mit freundlichen grüßen

  J. Fischer hat @ geschrieben

@saito
Die SWG war mir namentlich bekannt (letztlich kommen die ja aus meiner Heimatstadt) – trotzdem danke für den Link.
Das verlinkte “Protestfax” des BdSt ist auch schon unterwegs.
@ JE / Compact
siehe oben: “Sinnvoll wäre es, dafür Prominente aus verschiedenen Spektren und den großen Parteien zu gewinnen.” => mal in Kontakt mit den BdSt-ler treten!

  saito hat @ geschrieben

@J.Fischer

Freut mich, daß Sie mitmachen. Hoffentlich werden es noch mehr.

Übrigens findet sich das Fax-Formular jetzt unter Punkt 10.

mit freundlichen Grüßen

  me. hat @ geschrieben

http://www.tageswoche.ch/@agfme

“Die Zukunft unseres Wirtschaftssystems sieht düster aus. Falls das Denken der europäischen Politiker nicht rasch und grundlegend ändere, werde der Euro zwangsläufig explodieren. Sagt Heiner Flassbeck, Chefökonom der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung.”

(….)

“Würden Sie sich eigentlich als ­Linken bezeichnen?

War das links, was ich gesagt habe?

Es kommt bei den Linken gut an.

Das ist eine andere Frage! Das Motto meines Lebens ist: Bevor ich mich mit ideologischen Fragen beschäftige, beschäftige ich mich mit den logischen. Jetzt bin ich schon über 60 und bin immer noch nicht bei den ideologischen Fragen angekommen.

Sind Sie also ein unpolitischer Mensch?

Überhaupt nicht! Ich versuche nur, die Bereiche zu trennen. Das meiste, worüber wir geredet haben, hat nichts mit Ideologie zu tun, es gilt für links und rechts. Jeder vernünftige Mensch müsste das nachvollziehen können.”


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