Azzurro 2012: Viva Italia!
Adriano Celentano wird uns retten
So, zum Jahreswechsel noch was zum Reinschunkeln. Was tanzt man eigentlich dazu? Naja, Foxtrott geht immer.
Der Song macht gute Laune, und das ist genau das, was wir in diesen üblen Zeiten mehr brauchen. Nicht immer nur grau und schwarz sehen, und überall Verschwörungen und Maya-Untergang halluzinieren. Wie wir früher gesagt haben: Nicht jammern und picheln, sondern hammern und sicheln!
Überdies erinnert “Azzurro” an die goldenen 70er Jahre in Italien: Als die KPI noch voll in der patriotischen Tradition der Partisanen stand, einen eigenen “italienischen” Weg zum Sozialismus abseits des sowjetischen Trampelpfades suchte und Berlinguer den Eurokommunismus (aber ohne Euro!) erfand. Auf diesem linksnationalen Kurs wurde die KP stärker und stärker, schaffte fast das Überholen der Christdemokraten – stand Mitte der siebziger sogar vor dem Eintritt in eine Regierung des “historischen Kompromisses” unter Aldo Moro. Da beendete das Attentat der Roten Brigaden (mit freundlicher Hilfe von Gladio/CIA/Mossad?) diesen politischen Frühling, es kamen die bleiernen Jahre, Berlusconi statt Berlinguer … Die “alte” KP, das war Vaterlandsliebe und Klassenkampf, Garibaldi und Gramsci, Katholizismus und dolce far niente – der Vorschein einer besseren Welt. Heute ist nichts davon übrig.
Aber das muss nicht so bleiben: Italien wird 2012 in das Zentrum der Krise und der Kämpfe rücken. In Italien und nirgendwo sonst wird sich das Schicksal des Euro entscheiden. Hat das Volk, die einfachn Leute, für die Celentano sang, nach dem Farbenwechsel der Kommunisten und der Verblödung durch das Tittitainment Berlusconis noch die Kraft, die Kreativität, der Euro-Diktatur unter dem “Goldman” Monti zu trotzen?
Wir warten mit Spannung. Avanti Azzurri! Viva Italia! Mille baci per mei amici!









<a
Dezember 31, 2011 at 12:01
Avanti popolo,
Eviva socialismo e liberta.
Dezember 31, 2011 at 12:02
@J.E. Danke für Azzurro. “Una festa sui prati” ist auch nicht schlecht, passt aber nicht zur Jahreszeit.
Dezember 31, 2011 at 12:34
Wir nehmen an daß dieser Tanz, Tango Korrupti, auch 2012 wieder der Hit ist.
http://rundertischdgf.wordpress.com/2011/12/20/tango-korrupti/
Und um 24 Uhr genehmigt man uns doppelt soviel Schwarzpulver, was wollen wir mehr?
http://rundertischdgf.wordpress.com/2011/12/31/schilda-in-brussel/
Dezember 31, 2011 at 12:56
Signore Elsässer, der Song macht wirklich gute Laune, denn das ist es was wir brauchen: einen humorvollen und positiven Mindset für das neue Jahr 2012 ! Irgendwie ist es dieses Jahr anders, es liegt was aussergewöhnliches in der Luft.
Ja, und Silvester muss man ordentlich abfeiern, den ganzen Frust und altes loswerden um Platz für neues zu schaffen!
Nochmals ein grosses Danke Herr Elsässer für Ihre Geduld mit Ihrem Blog und das Sie das alles zusammenhalten, das gebürt Respekt!
Ich wünsche Ihnen und allen Bloggern -ohne Ausnahme- einen guten Rutsch und im neuen Jahr alles Gute, Gesundheit, Glück & Erfolg, zudem wünsche ich mir Frieden für diesen Planeten, sollen die Lügen und Intrigen ein Ende haben und eine neue Ära der Güte für die gesamte Menschheit beginnen!
Mit besten Grüssen,
Dezember 31, 2011 at 13:44
Niemand rettet uns denn wir selbst.
Prosit 2012, »2011, ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen!«
Reload, reset, restart!
^ With a little help from Canada’s national treasure, Mr. Alan Watt.
Dezember 31, 2011 at 18:15
Gib dem Affen Zucker!
Frohes und gesundes neues Jahr an den Hausmeister und die Mieter!
Viele Grüße aus dem Süden Deutschlands.
Dezember 31, 2011 at 19:25
Allen Lesern und Mit-Bloggern hier ein frohes und hoffentlich freidliches Neues Jahr. Btw, wieso “rutscht” man da eigentlich rein?
@Yilmaz: Frust hab ich keinen, deswegen muss ich auch nicht in der Weise “abfeiern”, wie es hierzulande üblich ist, aber möge Gott euch den Frust nehmen, wer welchen schiebt. Dass was Außergewöhnliches in der Luft liegt, ist für mich außer Zweifel.
Nächstes Jahr liest man sich
Januar 2, 2012 at 13:42
@Ich glaube, es hieß mal Rosh oder Rosch. Könnte Jiddisch
sein.
Januar 2, 2012 at 17:12
Hallo Jürgen: Celentano passt wunderbar und Deine Analyse trifft wieder mal den italienischen Nagel auf Moros Kopf!
Dir meine besten Wünsche zu Blog und Compact – Magazin !
Aber bleibe wachsam und “Hüte Dich am Morgarten”… es werden immer wieder Messer geschliffen!
Toringo: das Lied ist genau zur jetzigen Jahreszeit aufgenommen worden: das Wetter wie in den letzten Wochen, tiefes Blau und seit ein paar Tagen die Bergkuppen weiss im Schnee…
Januar 3, 2012 at 14:23
“sowjetische Trampelpfad”, finde das die Erscheinungen von Gulags und Speziallager damit nicht Beachtung finden.
So was in der Richtung schrieben Sie schon mal.
Da zitierten Sie Mao, Mao eine positive geschichtliche Person.
?
Januar 3, 2012 at 14:26
Nicht boes gemeint.
Januar 4, 2012 at 16:21
Vielleicht heilt sie ein Blick in das Lehrbuch Weltall, Erde Mensch, aus dem auch Sie haetten lernen muessen, waeren
Sie in der DDR grossgeworden.
Haetten Sie so ewas lehren wollen?
Wie kann man als Kommunist im Westen die Situation so idealisieren?
Die an den Hebeln sassen waren keine Idealisten.
In den 50er Jahren fiel der politische Unterricht nicht immer ernsthaft aus, meine Mutter erzaehlte mir das mitunter der
Lehrer offen zeigte, dass er was sagte er fuer Unsinn hielt.
Januar 4, 2012 at 16:36
Weltall Erde Mensch schenkte man zur Jugendweihe, habe mich
geirrt. Entschuldigung.
Januar 6, 2012 at 16:46
Also ehrlich gesagt finde ich es schon etwas merkwürdig, einerseits hier die linksnationale Position der ehemaligen KPI zu vertreten (die ich auch prinzipiell korrekt fand, allerdings tendierte ich eher zu der Position von Pietro Ingrao vom linken KPI-Flügel, der den historischen Kompromiß nicht grundsätzlich, aber doch solange die DC noch an den Schalthebeln saß, ablehnte), aber dann gleichzeitig ein Anti-Euro-Bündnis mit neoliberalen und liberal-konservativen Leuten wie Janich und Henkel zu propagieren… das paßt doch nicht zusammen.
Außerdem finde ich die Version der Toten Hosen von 1990 eindeutig cooler
Januar 6, 2012 at 17:22
Sixty: Von der KPI könntest Du immerhin Bündnispolitik lernen. Die hätte nicht nur mit der DC koaliert (ohne DC gibt es keinen historischen Kompromiss, das haben Ingrao und Du wohl nicht so recht verstanden …), sondern im Partisanenkampf auch mit den Monarchisten. Dagegen sind Janich und Henkel ja recht harmlose Bündnispartner.
Januar 7, 2012 at 00:59
“Sixty: Von der KPI könntest Du immerhin Bündnispolitik lernen. Die hätte nicht nur mit der DC koaliert (ohne DC gibt es keinen historischen Kompromiss, das haben Ingrao und Du wohl nicht so recht verstanden …), sondern im Partisanenkampf auch mit den Monarchisten. Dagegen sind Janich und Henkel ja recht harmlose Bündnispartner.”
Ja gut, das ist ja nicht falsch, aber im antifaschistischen Widerstandskampf und obendrein im Krieg galten ja auch andere Gesetze als heute in Deutschland
Im übrigen waren auch Ingrao und der linke Flügel der KPI, wie erwähnt, nicht grundsätzlich gegen den Historischen Kompromiß (ganz im Gegenteil übrigens zur linksradikalen Szene incl. Trotzkisten und KB), sondern nur solange, wie die DC “Staatspartei” war.