Endlich: Megaverschwörung enttarnt
Ne Leute, die Story kauf’ ich nicht. Diese drei Würstchen sollen nicht nur eine Polizistin am hellichten Tag ins Gesicht geschossen haben, sondern auch noch neun Döner-Türken inclusive einem Griechen, auch am hellichten Tag? Warum nicht auch noch Rohweddder, von Braunmühl und Möllemann? Hatte das Trio nicht auch noch Kontakte zu Osama bin Laden? Eine nazistisch-islamistisch Schläferzelle? Das wärs doch!
Und zwischendrin sitzen sie in Zittau (Korrektur: Zwickau), laufen mit schwarzen Klamotten durch die Gegend und schauen abends DVDs mit Rudolf Heß-Reden? Und dann ist da noch die flotte Dreier-Konstellation: Zwei Jungs, ein Mädel, aufeinander angewiesen, in derselben Wohnung, Ablenkung null – das muss doch knistern, knallen. Daraus wurden früher Filme mit Romy Schneider und Jacqueline Bisset gemacht.
Was nicht zusammenpasst: Die absolute Kaltblütigkeit bei der Ausübung der genannten Morde – und die absolute Unprofessionalität ansonsten. Die sollen die die Tatwaffen von zehn (?) Morden in ihrer Wohnung rumliegen haben lassen? Und wurde die Explosion der Wohnung nicht damit erklärt, das Mädel habe Spurenbeseitigung betrieben? Sprengt die Bude in die Luft, lässt die Knarren aber liegen?
Dass dem Trio jeden Tag was Neues angehängt worden ist, könnte so eine shock-and-aw-Strategie sein: Die Öffentlichkeit soll sagen “Furchtbar, schrecklich, überall Nazis, wir sind umzingelt und haben es nicht gewusst” und sich dann gar nicht mehr trauen, die ganz einfachen kriminalistischen Fragen zu dem Kriminalfall zu stellen, der am Anfang stand: Warum erschießen sich zwei Leute, die grade erfolgreich zwei Banken ausgeraubt haben? Und wer hat, offensichtlich nachdem sie schon tot waren, ihren Wohnwagen angezündet?
Um Missverständnisse zuu vermeiden: Natürlich traue ich Nazis und auch Neonazis jede Schweinerei zu, so wie auch Islamisten und Linksterroristen. Aber es gibt eben auch Staatsterrorismus … Und im Zweifel sind die Profis eher beim Staat, während bei den Feierabendterroristen eine Menge böser Absichten sind, aber kein KnowHow …
Mehr dazu in der Januar-Ausgabe von COMPACT-Magazin mit dem Schwerpunkt GLADIO – Die NATO-Geheimarmeen









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Gar nichts kann an der Geschichte stimmen. Hätte ich eine Polizistin getötet, könnte ich problemlos die Waffe innerhalb eines Tages so entsorgen, dass sie nicht mehr wiedergefunden wird. Stände mir der Sinn danach über Jahre hinweg Döner-Buden-Besitzer zu erschießen, würde ich nicht immer dieselb Waffe benutzen, um sie dann noch jahrelang nach abgeschlossener Erschießungsserie bei mir aufzubewahren. Und dann, wenn es brenzlig wird, zünde ich ein Haus an, in dem ich diese Pistole abgelegt habe. Offenbar gibt es genügend “Bekloppte” in unserem Land, die so etwas für möglich halten.