Das Elend des Feminismus
Aus COMPACT-Magazin: Betrachtungen zu Charlotte Roches “Schoßgebete”
COMPACT bleibt weiter dran am Mann-Frau-Drama. In der Juli-Ausgabe hieß das Thema “Der gedemütigte Mann – Raubtier-Feminismus Nein Danke!” Jetzt in der Oktober-Ausgabe eine Auseinandersetzung mit Carlotte Roches neuem Buch. Mit einem Satz von Roches Hauptfigur beginnt der heutige Auszug aus dem Artikel. Der vollständige Text ist nur in der Printausgabe. Hier bestellen!
(Auszug COMPACT Nr. 10, “Die Verdammnis der Befreiten”, von Josefine Barthel:
„Ich löse mich fast auf in dem Wunsch zu gefallen. Meinem Mann, meiner Therapeutin, meinem Kind, den Nachbarn, den Freunden. Bis nichts mehr von mir übrig bleibt.“
Man muss kein Psychotherapeut sein, um im diesem Satz den verzweifelten Schrei eines Menschen zu hören, der kein Selbstbewusstsein hat, nicht weiß, wer er ist und sein Selbstwertgefühl nur noch aus der Reaktion der anderen abzuleiten versucht, und dabei auch noch mogelt. Das arme Mädchen sucht doch nur eine Heimat für ihr Herz, und unterwirft sich dafür mit allem, was sie hat, bis sie nicht mehr weiß, was sie ist.
Das ist die neue Frauengeneration? Das ist Freiheit? Das ist das Ergebnis des Feminismus? Wo ist denn der Unterschied zu den unterdrückten Frauen des überwundenen Patriarchats?
Doch, den gibt es. Aber der Vergleich ist nicht erfreulich. In der patriarchalen Zeit mag der Frau zwar mangels Möglichkeiten eigenen, gleichberechtigten Broterwerbs keine unbeschränkte Selbstbestimmung möglich gewesen sein. Sie war auf ihre Rolle als Frau, Mutter und vielleicht auch in gewisser Hinsicht Sexualobjekt erzogen und festgeschrieben. Löste sie sich aus der vorgeschriebenen Rolle, war sie schnell geächtet und Außenseiterin. (Allerdings gibt es viele Beispiele sehr selbstbewusster Frauen, die dennoch erfolgreich ihren ganz eigenen Weg gingen.) Andererseits hatte der Mann auch die verdammte Pflicht, für seine Frau, seine Kinder zu sorgen. Konnte er seine Ernährer- und Beschützerrolle nicht angemessen erfüllen, wurde er verachtet. Verließ er gar Weib und Kind, galt er als schändlicher Schuft, und die verlassene Familie konnte in der Regel auf die Solidarität der Verwandtschaft – einschließlich der des Mannes – zählen, auch wenn das nicht immer ein angenehmes Leben mehr war.
Sexuell konnte der Mann zwar von der Frau verlangen, die „Beiwohnung“ und den „Vollzug der Ehe zu gestatten“ – aber Praktiken, wie sie uns Charlotte Roche um die Ohren haut, musste sich eine Frau nicht unterwerfen, wenn sie das selbst nicht wollte. Im Gegenteil: Sie konnte sich gut hinter ihrer wohlanständigen Sittsamkeit verschanzen und alles abblocken, was sie nicht mitmachen wollte. Der Mann brachte ihr sogar eine gewisse Dankbarkeit entgegen, gewährte sie ihm Sex, der über die Missionarsstellung hinausging. „Unsittliches“ gegen ihren Willen zu verlangen, hätte den Wüstling von Ehemann leicht in Probleme mit der Familie seiner Frau gebracht.
Die Ehefrau konnte aus der Sicherheit, so ohne weiteres nicht verlassen werden zu dürfen, auch eine gewisse innere Souveränität und Gelassenheit und damit innere Freiheit ziehen.
Die äußeren Zwänge eines Frauenlebens waren sicher gegeben (und oft nicht erfreulich), aber auch gewisse emotionale und finanzielle Sicherheiten. Die Familien waren stabile, unauflösliche Konstanten, die Ergebnisse einer konformen wie einer nicht-konformen Lebensführung waren voraussehbar und bekannt.
Eine Frau, wie Charlotte Roche sie zeichnet, hat diese äußeren Unfreiheiten nie kennengelernt, im Gegenteil. Die Wurzellosigkeit, der Mangel an verlässlichen Familienstrukturen, Zusammenhalt und Regeln hat sie zum Treibgut am Strand des Schicksals gemacht. Sie krallt ihre Finger in den Sand, um nach Halt zu suchen, findet ihn aber nicht. Sie ist viel unfreier als ihre Groß- und Urgroßmütter. Sie muss sich in ungleich stärkerem Maß prostituieren, um ihren Mann festzuhalten. Nicht, weil der das verlangt, sondern aus ihrer tiefen Verlassensangst heraus. Und trotzdem kann sie sich doch nie ganz sicher sein, dass er nicht einfach davonzieht und sie gegen eine andere austauscht. Völlig ungestraft und ganz selbstverständlich. Weil die andere vielleicht einen jüngeren Körper hat oder weniger Schrauben locker. Oder weil er entdeckt, dass er schwul ist.
Wie heißt es in Mozarts Zauberflöte? „Mann und Weib und Weib und Mann – reichen an die Gottheit dran“. Das war früher. Heute müssen wir uns mit dem Status von „Lebensabschnittspartnern“ abfinden, zugeschnitten auf die momentanen Bedürfnisse. Morgen kann sich die Triebstruktur schon wieder ändern.Sicherheiten gibt es keine. Elizabeths/Charlottes Verlassensangst ist begründet.
* Charlotte Roche, Schoßgebete, Pier Verlag, 288 Seiten, 16.99 Euro. – Josefine Barthel schrieb in COMPACT 9/2011 über die sexuelle Umerziehung unserer Kinder ( „Schulfach Schwul“).









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Oktober 23, 2011 at 07:34
Die Forderungen des sog. Feminismus sind eine Selbstverständlichkeit, dazu bräuchte es den”-ismus” nicht.
Die tiefe Achtung vor der Frau war in Europa seit den Tagen Hermanns eine tragende Säule der Sittlichkeit. Daß es in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten einiges zu korrigieren galt, ist schon richtig, etwa die Benachteiligung in der Arbeitswelt. Aber es gibt immerzu einiges zu korrigieren, und zuletzt müssen beide Geschlechter froh sein, noch am Leben und noch nicht marginalisiert zu sein.
Ein wenig anders ist die tiefe Verlassenheit zu beurteilen, die hinter den eher neurotischen Bekundungen der Schoß-Autorin steht. Diese Verlassenheit ist kein spezifisches Frauenproblem, sie ist ein Merkmal der Moderne. Es war einmal Geborgenheit. Es gab in Fülle hegende Bezüge der Mikrogesellschaft , den heimatlichen Bauernhof, den Dorfpfarrer, das Dorf selbst als Lebenswelt, den örtlichen Schutzmann oder Briefträger, das Wohnquartier in der Stadt, die Kneipe, die Arbeitsstelle.
Das ist dahin, unwiederbringlich, wenn wir Aufklärung und Rationalität wählen. Aber der Mensch ist doch derselbe geblieben und die Sehnsucht nach der alten Geborgenheit treibt seltsame Blüten. Der Mensch findet zu keiner Ganzheit, wenn um ihn nur noch anonyme Dienstleister (bis hin zum “Ersatz-partner”) käuflich sind. Ein zentrales Element der Geborgenheit, stellt die je eigene Sprache und Kultur dar. Sie ist stets und unvermeidlich ein Element von Gemeinschaften und heute ist sie ernstlich in Frage gestellt. An Stelle der Frage, ob mehr oder weniger Geistiges den individuellen Lensentwurf bestimmt, tritt unausweichlich die “Multikulti” genannte Null-Kultur.
Wir sollten Gesellschaft gestalten, nicht bloß analysieren, beklagen, erleiden.
Es gibt keinen Grund, den atomisierten Menschen, das Extrem des Anarcho-Individualismus achselzuckend zum Maßstab und hingenommenen Dogma zu machen. Im Gegenteil: Es ist zeitenübergreifend weiterhin richtig, daß das eigentliche Wesen des Menschen seine geistige Dimension ist, sein Anteil an der Spiritualität, sein Erkenntnisvermögen und die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Das Geistige der Menschheit, seine Kultur, liegt in den Völkern, in jedes Menschen Volk.
Das tiefe Bewußtsein, einer Kultur, einer Sprachgemeinschaft verwandter Menschen, einem Volke, als Gemeinschaft anzugehören, ist eine Antwort auf die Sehnsucht nach der Geborgenheit in der Gemeinschaft naher Menschen. Zugleich ist diese Bestimmung die Verwirklichung des eigentlichen Wesens des Menschen.
Oktober 23, 2011 at 07:40
„Ich löse mich fast auf in dem Wunsch zu gefallen. Meinem Mann, meiner Therapeutin, meinem Kind, den Nachbarn, den Freunden. Bis nichts mehr von mir übrig bleibt.“
Man muss kein Psychotherapeut sein, um im diesem Satz den verzweifelten Schrei eines Menschen zu hören, der kein Selbstbewusstsein hat, nicht weiß, wer er ist und sein Selbstwertgefühl nur noch aus der Reaktion der anderen abzuleiten versucht, und dabei auch noch mogelt. Das arme Mädchen sucht doch nur eine Heimat für ihr Herz, und unterwirft sich dafür mit allem, was sie hat, bis sie nicht mehr weiß, was sie ist.
Das ist die neue Frauengeneration?
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Ja. Das ist das notwendige Ergebnis des durch Gender-Mainstreaming herbeigeführten Identitätsverlustest.
Oktober 23, 2011 at 07:56
“Sie muss sich in ungleich stärkerem Maß prostituieren, um ihren Mann festzuhalten.”
Das trifft den Kern der Sache. Und es kommt noch schlimmer: Es kann nicht gelingen. Es ist ein ebenso verzweifelter wie untauglicher Versuch. Denn der Mann verliert das Interesse an einer Frau, die er zum bloßen Objekt seiner Perversionen herabwürdigen und entehren kann.
Es ist dann keine Frau mehr für ihn, sondern nur noch ein Geschlechtsteil im Verbund mit anderen Körperteilen (insbesondere Öffnungen) auf die man ausweichen kann, wenn der Gebrauch des primären Geschlechtsteils langweilig und lustlos geworden ist.
Aber auch das wird schnell schal und schmeckt abgestanden. Dann muß was Neues her. Und so immer fort. Zwanghaft. Ohne die Möglichkeit eines diesmal besseren Ausgangs oder Gelingens muß es wieder und wieder wiederholt werden. Und kann nicht geholt werden. Es muß mißlingen und das MIßlingen macht zusätzlich schnell zunehmende Angst.
Es ist dann keine Sexualität mehr, sondern nur noch Onanie mit einem Partner, um den lästigen Triebdruck abzuführen. Für eine immer kürzer werdende Zeit, eben weil Sexualität nicht gelingt und daher ihr Recht immer massiver und stärker einfordert.
Ein schlimmer Teufelskreis, der in psychischer Not und seelischem Elend endet.
Oktober 23, 2011 at 09:48
Roche hat mit ihren seichten Romanen Geld gemacht,gerade auch weil sie Gegenstand empörter Kritik waren. Wenn man
sie endlich ignorieren würde, käme die Geldmaschine zum stehen und Frau Roche müßte sich ein anderes Sujet für ihre
Schriftstellerei suchen.
Im Übrigen, gestörte Menschen gibt es in diesem Land genug
unter Männern und Frauen; sogar Kinder sind schon betroffen.
Der Leistungsdruck beginnt doch oft schon im Kindesalter und wird in Beruf und Familie nur noch schlimmer. Das liegt aber nicht am “Feminismus”, sondern daran, daß Frauen den gleichen Normen und Zwängen ausgesetzt sind wie Männer, wenn sie eben “erfolgreich” sein wollen. Beruf oder Familie leiden, oft beides.
Eins ist aber klar: ein Hausfrauendasein wie es früher üblich war, kann keine Alternative sein,auch wenn die Abhängigkeit vom Ehemann dank neuer Gesetzte nicht mehr vergleichbar ist.
mit freundlichen grüßen
Oktober 23, 2011 at 10:15
Ich sage ja immer, meine Großmutter war emanzipierter als es so manche Feministin, erfolgreiche Frau heute ist; die sich dann mit Mitte 30, alleinstehend oder als alleinerziehende Mutter, genau an den ihr eigenen sexuell, submissiv-archaischen Ur-Typus “klammert”, welchen Frau Barthel in ihren Betrachtungen hier zeichnet.
Und den Kompensierern unter uns Männern gefällts, denn wer will denn nicht gern eine erfolgreiche Frau im Bett dominieren, die hat es doch nicht anders verdient – oder?
Gleichberechtigung JA – Gleichstellung NEIN
damit wir Mensch bleiben können!
Oktober 23, 2011 at 11:16
stimmt schon vieles in gewisser weise. aber mangelndes selbstvertrauen und daraus resultierendes mangelndes selbstwertgefühl durch eine zwar nützliche aber letztlich auf eine in unfreiheit und abhängigkeit aufgebaute mann-frau-beziehung ist sicher nicht das ideal. dasist ähnlich wie sklaverei, die entbindet mich auch von einsamkeit und vielen mag sie lieber sein, als freiheit, wenn diese damit gekoppelt keinen zuspruch von außen zu finden, wenn der weg mit herz gegangen wird, allein.
die rollen sind klar verteilt, keine frage, frauen haben eine gebärmutter, brust und milch, der mann einen starken arm,. doch das heißt nicht, dass ein wesen, egal ob mann oder frau, nicht auch die stärke haben sollte in sich allein zu entdecken, was wirklich stark und frei macht.
nur zwei menschen, die sich so weit entwickelt haben, auch allein stehen zu können und die in liebe verbunden sind anstatt in abhängigkeit, werden auch freie, starke geister großziehen.
die liebe ist es, die den bach runter geht überall….sie ist es die fehlt. die liebe zu den kindern, die liebe zur frau, die liebe zum mann, die liebe zur wahrhaftigkeit.
du weißt wie ich zum gendermindfuck stehe, aber ich will dennoch nicht zurück in die vergangenheit, sondern in eine gegenwart, in der es sich zu leben lohnt, für alle.
bin ja immer in punkten anders gestrickt, nichts neues oder? aber, weiter so, alter haudegen!
Oktober 23, 2011 at 15:59
Der Stellenwert, der von dieser ´Damen ihren “Schoß- und Feuchtgebieten” beigemessen wird, lässt Rückschlüsse auf den Gedankensumpf zu, aus dem ihre Ausführungen stammen. Eine Frau, die nicht mehr zu bieten hat, tut mir leid.
Oktober 23, 2011 at 16:31
Der Feminismus dient wie Gender Mainstreaming dazu, Frauen und Maenner zu entwurzeln, damit sie bessere Sklaven sind. Aus dem gleichen Grund wird auch so auf die christliche Religion draufgehaut. (Nichts gegen Agnostizismus oder Atheismus, aber man kann auch ein toleranter Atheist sein. – Ich wuerde auch vermuten, dass Islamisten so gestaerkt werden, damit sie eventuell Schandtaten groesseren Ausmasses begehen, um damit dann besser gegen den Islam hetzen zu koennen. Letztlich steht aber wohl JEDE traditionelle Religion auf der Abschussliste.)
Die Bewegung der Gleichberechtigung war unvermeidlich, auch weil koerperliche Arbeit in der Erwerbsarbeit seit langem eine immer kleinere Rolle spielt, weil sich Ressourcen entwickelten, nicht nur der naechsten Mahlzeit hinterher zu jagen, sondern z.B. auch die Ungleichberechtigung zu hinterfragen und sicherlich auch aus weiteren Gruenden.
Das erkennend haben sich die Plutokraten auf den Zug aufgesetzt, um ihn nach ihren Wuenschen steuern zu koennen. Der Feminismus ward geboren.
Weniger zu den politischen Hintergruenden, aber hier wird mit vielen feministischen Mythen aufgeraeumt, hoechst interessant:
http://www.manwomanmyth.com/mens-rights-movement/the-snappy-comeback/
Oktober 23, 2011 at 18:50
die angst des torwarts vorm elfmeter?
verunsicherte männer?
woher kommt das schwanzeingeziehe und rummgejammre?
Oktober 24, 2011 at 02:20
@ prince charming Oktober 23, 2011 at 18:50
“die angst des torwarts vorm elfmeter?
verunsicherte männer?
woher kommt das schwanzeingeziehe und rummgejammre?”
Es ist Kastrationsangst und kommt von der Depotenzierung in Verbindung mit einem Identitätsverlust. Da genügt dann eine abfällige Bemerkung eines Sexualpartners und das “Gender-Mainstream-Ding” wird zu einem sadistischen Kinderschänder, der kleine Mädchen anal mißbraucht und Buden die Hoden oder den Penis abschneidet.
Oktober 24, 2011 at 06:38
@ Prinz, not so charming,
Sie sehen das Verhältnis männlicher zu weiblichen Menschen als Vergewaltigungsphantasie.
Das ist weder humanistisch noch “charming”.
Allmählich erwartet wohl keiner mehr einen akzeptablen Beitrag von Ihnen.
Oktober 24, 2011 at 08:35
Schön dass Sie weiter dranbleiben, das ist ja ein wichtiges Thema. Ich weiß aber nicht, ob es sinnvoll ist, indirekt für diesen komischen Roman da Reklame zu machen, aber die gleiche Anmerkung habe ich schon im Hinblick auf Alice Schwarzer gemacht, wenn Sie sich erinnern.
Vorab, ich habe “Schoßgebete” nicht gelesen und habe es auch nicht vor, daher kann ich mich nur auf die Aussagen von Frau Barthel beziehen.
“Ich löse mich fast auf in dem Wunsch zu gefallen. Meinem Mann, meiner Therapeutin, meinem Kind, den Nachbarn, den Freunden. Bis nichts mehr von mir übrig bleibt.“
ist das denn wirklich nur auf Frauen bezogen? Ich sehe dieses Verhalten, unbedingt “gefallen” zu wollen, bei Männern wie Frauen, in allen Kulturen und Religionen. Bloß nicht auffallen, ja nicht aus der Reihe tanzen, ja nicht sagen, was man denkt, es könnte ja jemandem missfallen, und man wird hinterher ausgegrenzt. Ich gebe aber zu, dass dieses “Gefallen wollen” bei Frauen stärker ausgeprägt ist, aber immun sind auch Männer dagegen nicht. Wenn man keine eigenen Werte und Lebensmaximen mehr hat, sondern andere Menschen zu seinem Maßstab macht, dann verliert man irgendwann jegliches Maß. Dann geht es einem so wie Nasreddin Hodscha:
Der Hodscha geht mit seinem Sohn auf einen Viehmarkt, um dort einen Esel zu kaufen. Nachdem sie nach langer Suche einen Esel gekauft haben, machen sie sich auf den Weg nach Hause. Zunächst gehen sowohl Hodscha als auch Sohn zu Fuß neben dem Esel her, bis sie ein entgegenkommender Wanderer auslacht und fragt: “Ihr habt einen Esel, aber warum reitet keiner auf ihm?” Nach kurzer Überlegung setzt sich nun der Sohn auf den Esel und so setzen sie ihren Heimweg fort, bis ihnen der nächste Wanderer entgegenkommt und zu dem Sohn sagt: “Junger Mann, du solltest dich schämen. Du hast junge Beine und reitest auf dem Esel, während dein Vater laufen muss!” Nach kurzer Pause setzt sich nun der Vater auf den Esel und der Sohn geht zu Fuß. Im Weiterverlauf der Heimreise treffen sie einen weiteren Wanderer, der zu dem Vater sagt: “Du solltest dich schämen, du mit deinen starken Beinen reitest auf dem Esel, während der zarte Junge zu Fuß gehen muss!” – Nun setzen sich beide auf den Esel und so setzen sie den Heimweg fort, bis ihnen der nächste Wanderer entgegenkommt, der sie wütend beschimpft: “Ihr solltet euch schämen! Ihr beide sitzt faul auf dem Esel und das arme Tier muss die ganze Strecke die schwere Last von euer beider Gewicht tragen!” Daraufhin entschließen sich Vater den Esel auf den Rücken zu nehmen. Der nächste Entgegenkommende wundert sich und fragt nach dem Grund. Der Hodscha antwortet, dass es einem so ergeht, wenn man zu sehr auf andere hört.
http://www.eslam.de/begriffe/n/nasreddin_hodscha.htm
Man darf keine Angst haben auch mal anzuecken, wenn man etwas verändern will. Denn erstens schwimmt nur ein toter Fisch mit dem Strom, und zweitens stärkt das “Gegen-den-Strom-Schwimmen” die Armmuskeln.
Weiterhin heißt es bei Frau Barthel:
“Im Gegenteil: Sie konnte sich gut hinter ihrer wohlanständigen Sittsamkeit verschanzen und alles abblocken, was sie nicht mitmachen wollte.”
das klingt doch ein bisschen viktorianisch. Wenn eine Ehefrau allzu viel “abblockt”, dann muss sie sich nicht wundern, wenn sich ihr Mann anderweitig umsieht.
chicano: “du weißt wie ich zum gendermindfuck stehe, aber ich will dennoch nicht zurück in die vergangenheit, sondern in eine gegenwart, in der es sich zu leben lohnt, für alle.”
dem kann ich nur zustimmen. Es muss doch möglich sein, eine lebenswerte Familie zu gestalten, ohne den Feminismus-Quatsch nachzuahmen oder die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen, wie die totale Abhängigkeit der Frau. Die die konnte im Falle eines Falles auch nicht immer auf ihre Familie zählen. Weder Feminismus noch Nostalgie können hier die Lösung sein.
“Und trotzdem kann sie sich doch nie ganz sicher sein, dass er nicht einfach davonzieht und sie gegen eine andere austauscht. Völlig ungestraft und ganz selbstverständlich. Weil die andere vielleicht einen jüngeren Körper hat oder weniger Schrauben locker. .”
Die Promis machens ja vor. Schröder, Wulff, .um nur einige zu nennen.
„Mann und Weib und Weib und Mann – reichen an die Gottheit dran“. Das war früher.
Schöne Aussage – und das sollte auch diese Gesellschaft wieder entdecken. Denn Mann und Frau ergänzen einander und die Ehe sollte im Idealfall zur Vervollkommnung des Menschseins führen, das geht aber nicht, wenn man miteinander konkurriert. Die heutigen Lebensabschnittsbeziehungen mit oder ohne Trauschein sind zu oft von Machtkämpfen und Konkurrenzverhalten geprägt. Welches Familienbild lebt man dann den Kindern vor, falls man überhaupt noch welche bekommt, stehen sie doch der grenzenlosen “Selbstverwirklichung” im Weg?
Oktober 24, 2011 at 09:18
http://www.myvideo.de/watch/5897511/Silbermond_Irgendwas_bleibt
Gib mir irgendwas das bleibt… ein bisschen Verlässlichkeit.
Deutlicher kann man das nicht beschreiben, ein wunderschönes Lied. Ganz modern…
Oktober 24, 2011 at 13:21
@ rolf
“Gib mir irgendwas das bleibt… ein bisschen Verlässlichkeit.”
ja, aber wollen das nur in ihrem leben haben. es geht aber darum das zu geben, dass man selbst für sich wünschen würde. nur so wird sich etwas ändern. nicht nur: was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.
sondern auch: was du gern hättest, dass gib immerzu. nicht so einfach wie jammern und wollen, aber der wahre weg…
Oktober 24, 2011 at 15:13
Kümel: Ihr Beitrag gefällt mir gut. Sie treffen den Nagel auf den Kopf.
Männer, Frauen, Kinder, Familien, Völker werden durch die Gutmenschen (ferngesteuert durch die Anhänger der NWO) entwurzelt.
Nur durch diese Entwurzelung kann eine EUdSSR entstehen.
Wir befinden uns in einem Prozess, in dem die selbstbewussten europäischen Völker durch geschichtslose, traditionslose Individualisten ohne eigene Sprache, ohne Geschlecht und ohne Kultur, ersetzt werden.
Dieser Brei von Individualisten wird keine Kraft aufbringen, sich gegen verbrecherische Herrscher aufzulehnen……das ist das Ziel von Gender Mainstream, Feminismus, Multikulti, Homolobby.
Oktober 24, 2011 at 17:00
“Und trotzdem kann sie sich doch nie ganz sicher sein, dass er nicht einfach davonzieht und sie gegen eine andere austauscht. Völlig ungestraft und ganz selbstverständlich. Weil die andere vielleicht einen jüngeren Körper hat oder weniger Schrauben locker.”
Eher geht ne Emanze heimlich auf den Straßenstrich, um sich Schönheits-OP`s kaufen zu können, als das sie die alte Rollenverteilung akzeptiert. Oder die nervt ihren Partner, damt er ihr zum Geburtstag neue Brüste usw. kauft. Die meisten Typen würden das vermutlich auch noch machen. Deswegen sucht sich die Emanze von vornherein einen, den sie am geschicktesten finanziell ruinieren kann.
Oktober 25, 2011 at 07:49
Der Wahnsinn des Feminismus kennt zur Zeit keine Grenzen mehr. In Hamburg sollen nun verschiedene Verkehrschilder umbenannt werden (bzw. umgemalt) werden, weil diese angeblich Frauenfeindlich seien. So soll das Verkehrsschild “Fahrradweg” in Zukunft durch ein Damenfahrrad ersetzt werden, da das bisherige Fahrrad angeblich ein Männerfahrrad sei! Das Verkehrsschild “Tiere” soll zukünftig eine Kuh zeigen und nicht mehr -wie bisher- einen Stier. Einen Artikel zu diesem Schilder-Wahnsinn in der nächsten Compact wäre schön!
Oktober 25, 2011 at 09:56
kümel, wie so oft, falsch verstanden.
mir ging es lediglich darum, dass um diese tusse zuviel wind gemacht wird. was soll das, ihren buchverkauf weiter ankurbeln?
sie haben wirklich nur dumme sprüche parat.
und was soll das mit dem “not so”?
sie sind nicht nur eine rechte nummer, sie haben auch keinerlei charme.
Oktober 25, 2011 at 12:02
passend zum genderterror und zur psychopathisierung unserer kinder.
zwar aus christlichem kontext heraus geschrieben, doch möge man darübr hinwegsehen, wenn man nicht christlich ist und den rest der botschaft hören:
Oktober 25, 2011 at 18:24
Passt zwar eher in “Schulfach schwul”, aber da dieses hier aktueller ist. Wenns euch tröstet, Christen sind nicht allein mit diesen “Entwicklungen”:
Battling for gay rights, in Allah’s name
http://www.msnbc.msn.com/id/44993807/ns/us_news-life/#.TqbwcLIRCLV
oh mein Gott.
Oktober 25, 2011 at 23:03
fatima
was erwachsene menschen machen, dass müssen sie allein verantworten. aber schulkinder sind unantastbar in meinen augen.
das sind zwei ganz verschiedene paar schuhe….
Oktober 27, 2011 at 16:53
Pantheismus der Bourgeoisie & Individualisierung:
Die Aufhebung der vorpantheistischen Gesellschaftsstrukturen, wie auch des vorpantheistischen “Divide et impera”, also die Herrschaft des Mannes über die Familie, stellen das Individuum allein. Das heisst, der Pantheismus der Bourgeoisie ist die höchste Stufe der religiösen Alleinstellungsideologien.
Und irgendwie hat das ja Marx schon vorweggenommen:
“Kapitalismus ist der Krieg aller gegen alle.”
Gebraucht wird diese Individualisierung ganz alllein vom Kapital. Genauer, sie allein garantiert die höchste Freiheit des Kapitals, ja nahezu seine Anarchie. Individualisierung und Meinungsfreiheit sind lebenswichtige Ideologieelemente der Bourgeoisie.
Dem Schwachen nützen sie logischerweise weniger.
Und zwar steht “das Weniger” exakt in Proportionalität zur sozialen Schwäche des Individuums. Das ist der Sinn des Ganzen.
Bis dies von der Menschheit begriffen wird, muss vermutlich noch viel Welt “den Bach runtergehen”.
Da, wie schon Plato wusste: “Der Bürger die Wahrheit nicht erkennen kann”, ich ergänze und sage unter Verwendung eines Ausdrucks von Engels:
Dafür wurde das Menschenvieh schliesslich auch nicht gemacht,
erheitern wir uns also noch einwenig an dem hilflosen Aktionismus Hilfloser:
“So soll das Verkehrsschild „Fahrradweg“ in Zukunft durch ein Damenfahrrad ersetzt werden, da das bisherige Fahrrad angeblich ein Männerfahrrad sei! Das Verkehrsschild „Tiere“ soll zukünftig eine Kuh zeigen…”
@ Simon: Danke für diese Erheiterung!
mpg Philzer
Oktober 27, 2011 at 19:41
Wenn das der ganze Artikel ist, hat Frau Barthel vergessen zu erwähnen, dass “Praktiken, wie sie uns Charlotte Roche um die Ohren haut” eben früher von vielen Ehemännern, die sich nicht trauten, sie ihrer Frau vorzuschlagen, im Bordell ausgelebt wurden.
War bestimmt auch nicht angenehm, das als Frau zu wissen oder zu ahnen – oder gar dadurch herauszufinden, dass der Göttergatte irgendwann die Syphilis mit nach Hause brachte.
Was nützt es einer wohlanständigen Frau, dass sie nicht verlassen werden darf, wenn sie sich mangels ökonomischer Unabhängigkeit mit einem Hurenbock arrangieren muss?
Sicher waren früher nicht alle Männer so. Aber da in der Regel jung geheiratet wurde – und ohne viel Lebenserfahrung – konnten Frauen auch leicht an so einen geraten.
Aber natürlich gab es früher den “worst case” – nämlich die Ehe, in der die Frau froh sein konnte, wenn der Mann, von dem sie finanziell abhängig war, seinen Sexualtrieb woanders befriedigte und sie selbst nicht so oft die Alkoholfahne riechen musste, während sie “den Vollzug der Ehe gestattete”.
Doch, ich verstehe, worauf die Autorin hinaus will – dass nämlich eine Wegwerfmentalität auch nicht besser ist als kleinbürgerliches Besitzdenken.
Aber warum Letzteres unter allen Umständen besser sein sollte, erschließt sich mir auch nicht.
Lest einfach mal wieder die gute, alte Effi Briest.
Oktober 28, 2011 at 08:33
Hi!
Gast:”Doch, ich verstehe, worauf die Autorin hinaus will – dass nämlich eine Wegwerfmentalität auch nicht besser ist als kleinbürgerliches Besitzdenken.”
Exakt darauf läuft es hinaus.
Wie sagte doch der Opa meiner Frau immer:
“Es wird immer nur anders, aber nie besser”.
Muss am Mensch liegen
Marx:
“Der Mensch ist das Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse”.
Ich würde aber sagen dass konsequent dialektisch gesehen natürlich auch die umgekehrte Betrachtung notwendig ist.
Und da haben wir eben das religiöse Menschentier.
Religion ist diejenige Bewusstseinsstufe, welche die menschliche Kreativität kombiniert mit den Strategien des unbewussten Lebens. – Philzer
Und zu diesen gehört u.a. das aus dem Tierreich übernommene Prinzip des Stärkeren als Teilmoment der opportunistischen Lebensweise.
mpg Philzer
November 16, 2011 at 14:24
Eine Facette der destruktiven Züge des Feminismus und des “Gender Mainstreaming” ist der ungeheure Aufschwung der “Erwachsenen- Literatur”, euphemistisch für (harte) Pornogrphie”.