Elsässers Blog

21.6..: Jürgen Elsässer berichtet über seine Iran-Reise, 19 Uhr, Berlin-Mitte, Viethaus, Leipziger Straße 54

Wolfram Siener, das Gesicht von Occupy

Organisator von Occupy Frankfurt, der neueste Stern am Polithimmel

Für die Organisatoren waren die deutschen Occupy-Demonstrationen gestern ein riesiger Erfolg. Glückwunsch auch, dass im Unterschied zu Italien alles friedlich blieb. Das spricht dafür, dass in Deutschland Politkriminelle kein Interesse hatten und auch die Polizei nicht aggro drauf war. Sehr viele Bürger, Familien, auch Kinder waren da. Das ist immer ein gutes Zeichen.

Wohin wird dieser Erfolg führen? Was sind das für Leute? Einer davon ist Wolfram Siener. Er war diese Woche bei Maybritt Illner. Der junge Mann hat Occupy Frankfurt organisiert und ist gerade 20 Jahre alt. Er hat ein frisches Gesicht, ist blitzgescheit und trat in der Talkshow so sympathisch und professionell auf, als hätte er noch nie was anderes gemacht. Offensichtlich ein politisches Naturtalent, und außerdem nicht eingebildet, und er kommt ohne die linken Sprechblasen aus. Viele Mammas würden sich “so einen” als Schwiegersohn wünschen!

Spiegel Online sagte er, er sei durch den Film “Zeitgeist” politisiert worden, vor allem Teil 2 und 3. Das sind die Teile, wo 9/11 in Frage gestellt und das Papiergeldsystem erklärt wird. Wenn das die Grundlagen von Siener sind, muss das erstmal ein guter Mann sein!!

Natürlich hat Siener auch Schwächen – dieselben, über die ich in Kritik der Bewegung diese Woche schon geschrieben habe. Im Interview bei infokrieg.tv (am 12. Oktober) sagte er einerseits, die Bewegung dürfe sich nicht auf Forderungen festlegen, weil sie sonst Leute ausgrenze und sich verenge. Auf der anderen Seite sagte er (etwa bei Minute 50:00) aber sehr definitiv, und er benutzte dabei die Wir-Form (“wir sind uns einig” oder so), dass Griehenland nicht aus dem Euro ausgeschlossen werden dürfe. Sein Argument etwa: Die EU hat die Griechen aufgenommen, jetzt muss sie auch für die Griechen sorgen. Eine Vorstellung, dass die EU ein imperialer Superstaat zur Auslöschung der nationalen Demokratie ist und das Euro-System, auch bei einer anderen Konstruktion, nur als Transfermechanismus zugunsten der Banken funktionieren kann – ein solches Bewusstsein fehlt völlig. Die Kapitalismuskritik wird nicht mit der EU-und Euro-Kritik verbunden. Genau DAS, lieber Herr Siener, wird die Bewegung aber verengen und von der Bevölkerung isolieren. Mit dieser Pro-Euro-Position wird man die Unterstützung des attac-Vorstandes (und vielleicht des DGB) bekommen, aber nicht die von Otto Normalverbraucher.

Mehr zum Thema in der November-Ausgabe von COMPACT-Magazin. Wir haben insgesamt acht Artikel zu Occupy und zu den Piraten drin, unter anderem eine Analyse von Webster Tarpley zu Occupy Wall Street (“Seltsame Okkupanten”) und ein Essay von mir zum Charakter der neuen Rebellionen (Occupy Tunis-Kairo-Madrid-New York-Frankfurt), dazu ein launigs Stück von Bernhard Lassahn (Autor von “Käptn Blaubart” für die “Sendung mit der Maus”) über Freibeuter damals und heute. COMPACT am besten gleich bestellen und abonnieren!

78 Kommentare»

  trup hat @ geschrieben

Da occupy keine Partei ist, sehe ich es einfach nur als Plattform mit öffentlich zugänglichem Mikro, das ich weiter nutzen werde. Siener geht fehl mit dem Euro, er ist halt einfach ein junger Kerl. Aber wer sagt denn, das er Einfluss auf den Ausgang der Sache hat. Der Einfluss auf die Politik ist null und wirde es bleiben, als occupy-Konstrukt. Es ist ein Forum zur Kommunikation, jedem zugänglich und Sieners Meinung eine unter tausenden. Fände es wirklich schade wenn sich die Eurogegner in die Büsche schlagen. Bin auch einer und möchte Euch dort reden hören. Sagt, was Sache ist. Klipp und klar, Mikro nehmen und los gehts.

  trup hat @ geschrieben

Tarpley hat ein perspektivisches Problem. Er weiss um die Steuerung der Farbenrevolutionen und überträgt die Logik auf alles. Das ist in etwa so, als würde ich Tarpley vorwerfen er wäre ein Cointelpro-Geheimdienst Agent, weil er eine Fraktion der demokratischen Partei in den USA, die Pumas, unterstützt.

Dieser Logik nach ist Elsässer die Speerspitze des Großkapitals, wenn er Ron Paul untersucht oder mit Henkels Thesen zum Euro wohlwollend erörtert. Mir scheint, der Traum der Eurokraten wäre es, wenn die Eurogegner von occupy wegbleiben. Also hingehen und überzeugen ist doch einen Versuch mal wert. Ihr werdet gebraucht.

  Der Intendant hat @ geschrieben

Jürgen, nun hacke mir mal nicht gleich auf dem Herrn Siener rum! :twisted:

Der Junge hat nicht nur ein helles Köpfchen und eine sympathische Ausstrahlung, er hat mit “seiner Bewegung” bereits jetzt mehr Aufmerksamkeit erreicht als so manche Möchtegernweltverbesserer, wie die z.B. PdV, die seine Bewegung aus Scham boykottiert.

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Der Intendant: Oh, ich hab doch gar nicht rumgehackt?! Wie kommen Sie darauf, das war doch recht freundlich insgesamt, mit Kritik an einem Punkt. Ist das schom Rumhacken?

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

trup: Interessant, wie Sie das analysieren!

  Oliver Janich hat @ geschrieben

Lieber Intendant, Herr Siener kann nichts dafür, dass er in die Medien gezerrt wird. Und auch wenn man zwanzig ist, ist es theoretisch denkbar, dass man nicht total bescheuert ist.

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Oliver Janich: Denkst Du, er ist total bescheuert? Finde ich eigentlich nicht. Schwächen hie und da hat jeder. Also, bisher finde ich ihn ganz spannend.

  Der Intendant hat @ geschrieben

@Olli: Was sagt dir das Verhalten der Medien geg. euch?

Und ja Jürgen (nachdem du die Kurve gekriegt hast): Der Junge ist allemal spannender als der von Broder mitgebrachte Typ, was? Daß du mir das so aber nicht bei Alex sagst, hörst du! ;)

  1Man hat @ geschrieben

Der ganze Mainstream berichtet ausführlich und (verräterisch) wohlwollend über die Proteste aus aller Welt.

Leider werden die folgenden Demonstrationen dabei gänzlich ausgeklammert!

1.) Über eine Million demonstrierten in Damaskus für Assad:
http://www.voltairenet.org/One-million-people-on-streets-of

2.) In ganz Libyen gab es Pro-Gaddafi-Demonstationen, welche allerdings teilweise im Blutbad endeten. In Tripolis wurden Demonstranten nicht nur durch den NTC mit MGs und Panzern beschossen, sondern sogar von NATO-Hubschraubern, die ja eigentlich laut UN-Auftrag Zivilisten schützen sollen!
http://hinter-der-fichte.blogspot.com/2011/10/libyen-kampfe-in-tripolis-und-sirte.html

Als später reguläre libysche Kräfte am Grünen Platz eintrafen, fanden sie den Schauplatz eines Massakers vor:
https://nsnbc.wordpress.com/2011/10/15/14-10-2011/

  1Man hat @ geschrieben

Hier noch eine Demo, über die der Mainstream den Mantel des Schweigens breitet:

Israel clashes: Police fire tear gas at Palestinian protesters

  jm hat @ geschrieben

Ich glaube, dass die Occupy-Bewegung grundsätzlich noch offen ist, also: solange unsere Ziele vertreten werden, unbedingt hingehen, sobald aber diese beiden Herren (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bankenkrise148.html) mitmarschieren, sofort auf die gegendemo.

  F. Marduck hat @ geschrieben

Ein Idiot kommt selten allein!
“Ich meine nicht, dass jeder, der dort mitmacht, ein Idiot ist. Viele haben berechtigte Zweifel am System und wollen einfach etwas tun. Man kann auch nicht von jedem, der auf die Strasse geht, verlangen, dass er erstmal unzählige Bücher über das Geldsystem liest.” So Oliver Janich im Artikel bei Kopp-Verlag.

Das Hauptproblem, so Janich sei: Das vom Staat garantierte Geldmonopol der FED oder der EZB, die unablässig Geld aus dem Nichts erzeugen, was die die wahre Ursache der Krise ist.
Wow! Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Es bleibt mehr als ein bitterer Nachgeschmack!

Einem Mantra gleich werden hier undifferenzierte Aussagen über das Geldsystem heruntergeleiert, frei nach dem Motto, wenn man es lange genug sagt, wird es Realität.
Bei solchen Aussagen fühle ich mich irgendwie “eigentümlich frei”, aber nicht im Sinne von Eigentum oder Eigensinn, sondern
vielmehr von sonderbar oder merkwürdig.

Vom Standpunkt des Liberalismus aus kann ich solche Aussagen über die Mechanismen des heutige Geldsystems als ideologische Verrortung von Marktfundamentalisten einordnen.

Eigentümlich renitent scheint der Autor gegenüber den tatsächlichen Mechanismen der Giralgeldschöpfung der privaten Geschäftsbanken zu sein.

Im europäischen Wirtschaftsraum schöpfen die privaten Geschäftsbanken den Löwenanteil der Geldmenge in Bankengeld, dem sogenannten Giralgeld.
Anders gesagt: Die Giralgeldschöpfung per Kredit der Banken beruht auf Zahlungsreserven(Zentralbankengeld), die nur einen Bruchteil (eine Fraktion) der betreffenden Summen darstellen. Oder umgekehrt gesagt: eine gegebene Summe an Zahlungsreserven dient den Banken zur Abwicklung von Giralgeldzahlungen und Bargeldauszahlungen in Höhe eines Vielfachen (eines Multiplen) davon.

In Tat und Wahrheit erzeugt das verselbständigte Giralgeldregime der Banken überschiessenden Kredit und fördert damit Spekulationsblasen, Krisenentstehung und allgemeine Überschuldung.
Nicht zuletzt vor allem die Überschuldung der Staatshaushalte.

Die Geldmengensteuerung der Zentralbanken ist somit praktisch inexistent.

Ich möchte hiermit eine Lanze brechen für einen offenen Dialog über das heutige Geldsystem. Auch hier auf diesem Blog.
Wann spricht Elsässer?

  yilmaz hat @ geschrieben

ich bin bei Oliver Janich und gebe ihm (habe auch sein Buch Kapitalismus Komplott gelesen), ich finde es merkwürdig daß Janich nicht zu Maybrit Illners Show eingeladen wird, obwohl die PDV schon viel länger gegen den Euro und Rettungsschirm etc. öffentlich protestiert!

Zudem ähnelt das Profil von diesem Siener mit seinen 20 Jahren doch sehr dem des Facebook Gründer Mark Zuckerberg (26), beide sehr jung, sehr populär durch die Medien gebauscht, können sehr schnell Netzwerke erfolgreich organisieren, und sie tauchen plötzlich wie aus dem Nichts auf….sehr, sehr merkwürdig.

Und ich habe den Siener genau in der Maybrit Show beobachtet hinsichtlich was er wie sagte, Körperhaltung und Mimik, ich hatte den Eindruck er hat versucht den vorher auswendig gelernten Text mit etwas Enthiasmus einen authentischen Touch zu geben, schau´mer mal, ob des Stiefmütterchens Liebling hält was es verspricht…

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Marduck: Hab grad keine Zeit dafür. Ist eine viel zu abstrakte Debatte, so wie früher bei den Linken, die sich die Köpfe einschlugen, ob Rätedemokratie oder Diktatur des Proletariats oder sonst was. Es kommt NICHT auf die Diskussion der utopischen Konzepte, sondern auf die Definition des nächsten PRAKTISCHEN Schritts an. Man muss die Machtfrage stellen, das heißt: den Euro verhindern, raus aus dem Euro. Habe den Eindruck, dafür macht Oliver Janach SEHR viel, und das zählt, obwohl ich seine Geldtheorie nicht teile.

  ZWG hat @ geschrieben

@ jürgenelsässer

“Man muss die Machtfrage stellen, das heißt: den Euro verhindern, raus aus dem Euro”.

Herr Elsässer, das ist wirr: a) Zustimmung bei der Konktretion des nächstmachbaren politischen Schritts auf RAUS AUS DEM EURO … b) das kann doch nicht “die Machtfrage stellen” sein.

Gruß ZWG

  Joachim Bullinger hat @ geschrieben

@ juergenelsaesser Oktober 16, 2011 at 16:20
@ Marduck

Dünnbrettbohren hat Vorteile (keine Ironie): Man bricht schneller durch.

Und der Euro ist eine dünne, schwache Stelle. Mit “den Euro verhindern, raus aus dem Euro” könnte der Durchbruch gelingen, wenn ein paar Promis mitmachen.

Die Promis sind entscheidend, nicht der volkswirtschaftliche Sachverstand (siehe z.B. Hankel, Starbatty et al.). Und die Parole muß einfach und leicht verständlich sein.

  Joachim Bullinger hat @ geschrieben

Nur mal ein Gedanke: Soros hat sein Geld in Sicherheit und finanziert die “Occupy Wallstreet” Bewegung. Dann kommt er ungeschoren aus der Sache ‘raus.

Ist halt gescheit und lebensklug…

  chicano hat @ geschrieben

“Sein Argument etwa: Die EU hat die Griechen aufgenommen, jetzt muss sie auch für die Griechen sorgen. Eine Vorstellung, dass die EU ein imperialer Superstaat zur Auslöschung der nationalen Demokratie ist und das Euro-System, auch bei einer anderen Konstruktion, nur als Transfermechanismus zugunsten der Banken funktionieren kann – ein solches Bewusstsein fehlt völlig.”

genau das sagt aber ne menge, wenn nicht alles.
bin da instinktiv wieder mal bei yilmaz.

ansonsten habe generell den eindruck bei der sache, dass es manchen eher darum geht sich selbst zu feiern, als wirklich gute gründe für einen “kampf” zu haben.

  Roy Lanek hat @ geschrieben

juergenelsaesser:

> ist blitzgescheit und trat in der Talkshow so sympathisch und
professionell auf, als hätte er noch nie was anderes gemacht.
8-)
Especially that! Has Russia Today’s CrossTalk been ported to PlayStation — Guitar Hero style?

> Viele Mammas würden sich „so einen“ als Schwiegersohn wünschen

My God, you nearly have had me scared with this one. Had — and what about the daddies? — to download the youtube video illico et immediate. House of Hanubis (Disney Channel), Hanna Montana, Camp Rock?! NEVER!

Anyway, someone should advice “der junge Mann” to not wear shirts with the collar opened a’ la “BHL” (= Bernard-Henri Lévy) — not in public and in these times at the least.

  F. Marduck hat @ geschrieben

Elsässer: Nicht die Debatte ist zu abstrakt, sondern das heutige Geldsystem ist intransparent und unnötig kompliziert.
Ich nehme auch nicht an, dass Sie von komplizierten Sachverhalten zurückschrecken.
Alles andere als abstrakt ist der Verein MOMO in der Schweiz(vollgeld.ch), welcher unter anderem momentan den Initiativtext zur Vollgeldinitiative ausarbeitet.
Vielleicht lohnt es sich ab und zu über die Grenze zu schauen.
Dass wir in absehbarer Zeit in der Schweiz diese Debatte auf politischer Ebene diskutieren werden, daran kann kein Zweifel mehr bestehen.
Diese Thematik mit der Auseinandersetzung zwischen dogmatisch erstarrten Linksintellektuellen zu vergleichen ist schon ein wenig unfair, zumal damit ein Bezug zu linken gescheiterten Gesellschaftsordnungen hergestellt wird.
Im wissenschaftlichen Beirat des Initiativkomitees sitzen wahrlich keine linksabstrakten Köpfe. Prof. HC. Binswanger, der Doktorvater des ”materiellen Bundeskanzlers” Josef Ackermann ist alles andere als ein Linker und ein abstrakter Ökonom.
Eine lustige Anekdote zum Schluss. Die Dissertation von Josef Ackermann hatte zum Thema ”Geldschöpfung”. Darin schreibt er:

“Da das Geld in Form von Sichteinlagen bei den Banken durch die Gewährung von Krediten der Banken entsteht, die Forderungen darstellen, und die Sichteinlagen Forderungen der Kreditnehmer und damit Schulden der Banken sind, heben sich bilanztechnisch Schulden und Forderungen gegenseitig auf”.

Das nenne ich Abstrakt!
Auch wenn Sachverhalte verschleiert, kompliziert und zudem falsch dargestellt werden, ist es für mich keine Entschuldigung dem Thema auszuweichen.

Natürlich verstehe ich Ihre Prioritätensetzung und teile in vielen Bereichen Ihre Meinung.
Nichts desto trotz finde ich es nicht sinnvoll, ein Thema mit einem anderen Thema zu erschlagen und es in die Welt des Abstrakten zu verlagern.

Wie gesagt, die Verschleierer der Funktionsweise der Geldschöpfung machen das Thema erst abstrakt.

  lastanarchist hat @ geschrieben

Die Machtfrage ist mit der Eigentumsfrage unmittelbar verknüpft.
Wer sie stellt, stellt beides in Frage.
Denn wer das Geld hat, hat die Macht und wer die Macht hat, hat das Recht……

  Anonym hat @ geschrieben

Yilmaz: “Zudem ähnelt das Profil von diesem Siener mit seinen 20 Jahren doch sehr dem des Facebook Gründer Mark Zuckerberg (26), beide sehr jung, sehr populär durch die Medien gebauscht, können sehr schnell Netzwerke erfolgreich organisieren, und sie tauchen plötzlich wie aus dem Nichts auf….sehr, sehr merkwürdig.”

Ganz genau das habe ich auch gedacht. In der Tat sehr merkwürdig. Es mag sehr weit hergeholt sein, aber Obama erschien doch auf ähnliche Weise wie aus dem Nichts, natürlich etwas übertrieben formuliert.

  Gerhard Rohlfs hat @ geschrieben

Strategie, Taktik, Medien, überflüssige Theoriedebatten, Schließung des FAZ-Forums, Euro-Banken-„Rettung“ und Lateinamerika
.
1. Strategie
@trup, Oktober 16, 2011 at 11:48
„Da occupy keine Partei ist, sehe ich es einfach nur als Plattform mit öffentlich zugänglichem Mikro, das ich weiter nutzen werde. Siener geht fehl mit dem Euro, er ist halt einfach ein junger Kerl. Aber wer sagt denn, das er Einfluss auf den Ausgang der Sache hat. Der Einfluss auf die Politik ist null und wirde es bleiben, als occupy-Konstrukt. Es ist ein Forum zur Kommunikation, jedem zugänglich und Sieners Meinung eine unter tausenden. Fände es wirklich schade wenn sich die Eurogegner in die Büsche schlagen. Bin auch einer und möchte Euch dort reden hören. Sagt, was Sache ist. Klipp und klar, Mikro nehmen und los gehts.“

Ohne Abschaffung des Euro bleibt das ganze natürlich witzlos. Aber der Anfang ist gemacht, die Deutschen sind endlich auf der Straße; der Mainstream kann es nicht mehr unter den Teppich kehren, er kann nur noch versuchen, die Bewegung zu kapern und zu verwässern. Bin daher nach anfänglichem Zögern deiner Meinung: hingehen und Klartext reden.
.
2. Taktik
@jm, Oktober 16, 2011 at 14:48
„Ich glaube, dass die Occupy-Bewegung grundsätzlich noch offen ist, also: solange unsere Ziele vertreten werden, unbedingt hingehen, sobald aber diese beiden Herren (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bankenkrise148.html) mitmarschieren, sofort auf die gegendemo.“

Ja. Das ist die beste Taktik. Es ist eine Frage der Zeit, wann sich die Erkenntnis durchsetzt, dass der Euro weg muss. Hoffentlich schon bevor das gesamte deutsche Volksvermögen dabei draufgegangen ist.

3. Medien
@yilmaz , Oktober 16, 2011 at 16:18
„Zudem ähnelt das Profil von diesem Siener mit seinen 20 Jahren doch sehr dem des Facebook Gründer Mark Zuckerberg (26), beide sehr jung, sehr populär durch die Medien gebauscht, können sehr schnell Netzwerke erfolgreich organisieren, und sie tauchen plötzlich wie aus dem Nichts auf….sehr, sehr merkwürdig.
Und ich habe den Siener genau in der Maybrit Show beobachtet hinsichtlich was er wie sagte, Körperhaltung und Mimik, ich hatte den Eindruck er hat versucht den vorher auswendig gelernten Text mit etwas Enthiasmus einen authentischen Touch zu geben, schau´mer mal, ob des Stiefmütterchens Liebling hält was es verspricht…“

Interessante Bobachtung. Sieners Euro-Befürwortung ist jedenfalls erklärungsbedürftig.

4. Überflüssige Theoriedebatten
@juergenelsaesser
Oktober 16, 2011 at 16:20
„Ist eine viel zu abstrakte Debatte, so wie früher bei den Linken, die sich die Köpfe einschlugen, ob Rätedemokratie oder Diktatur des Proletariats oder sonst was. Es kommt NICHT auf die Diskussion der utopischen Konzepte, sondern auf die Definition des nächsten PRAKTISCHEN Schritts an. Man muss die Machtfrage stellen, das heißt: den Euro verhindern, raus aus dem Euro.“

Guter Vergleich. Diese Theoriediskussion ist überflüssig. Was wir wollen, wissen wir ja schon: eine unabhängige Bundesbank und die D-Mark wieder zurück.

5. Schließung des FAZ-Forums seit vier Tagen:
In diesem Forum sind (waren?) 90 Prozent gegen die Euro-Banken-„Rettungen“; Kampagnenblogger hatten dort keine Chance. Dass man nun keine andere Möglichkeit gesehen hat als das gesamte Forum zu schließen, spricht für den Einfluss der FAZ-Community. Welcher von Merkels Chefs nun dahintersteht, ob Obama, Sarkozy, oder der Boss einer ortsansässigen Großbank? Alle haben jedenfalls ein starkes Motiv.

6. Euro-Banken-„Rettung“ und Lateinamerika
Die Inflation ist zurück. Wegen des ungebremsten Zustroms frischgedruckter Dollars. Was in brasilianischen Mainstream-Medien zumindest bisher nicht erwähnt wird. Eine Frage der Zeit, bis sich die Frage nach dem Warum stellt. Wenn die europäische Euro-Saugpumpe ausfällt, kann Lateinamerika jedenfalls damit rechnen, dass seine Tributleistungen als Ausgleich erhöht werden. Von Brasilien wird jetzt wird sogar außerdem ein direkter Beitrag zu Euro-Banken-Rettung verlangt, wenn auch mit dem „Zuckerl“ versehen, sich die Hilfsgelder später verzinst vom Bürgen Deutschland zurückzuholen. Auch deshalb muss Deutschland vor aller Welt klar machen, dass diese Bürgschaften NICHTIG sind.
Auch hier vermutlich eine Frage der Zeit, bis auch in südamerikanischen Metropolen gegen die Banken-„Rettungen“, welche ja nur ein AUFSCHIEBEN der Pleite sind, demonstriert wird.

  arcos hat @ geschrieben

Das sind halt die Jungs, die im Turbokapitalismus (Kreditschöpfung) ab 1983 geboren wurden und mit der Globalisierung seit 1990 zu Erwachsenen wurden.
Die sehen das nun einfach anders als wir (ich Jahrgang 1962) und Sie.
Letztlich ist der Mensch auch nur ein Raubtier, welches

- sich fortpflanzen will
- fressen will zum überleben
- und im Rudel eingepackt sein, um nicht von den anderen gefressen zu werden.

  Gerhard Rohlfs hat @ geschrieben

PS: zu 2. Taktik
@jm, Oktober 16, 2011 at 14:48
„sobald aber diese beiden Herren (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bankenkrise148.html) mitmarschieren, sofort auf die gegendemo.“
.
Diese Euliten und Transatlantiker kann man am besten dadurch auf Abstand halten, indem man klar
- für die Abschaffung des Euro,
- für Wiedereinführung der D-Mark,
- gegen Banken-”Rettungen” und
- für Volksentscheide
eintritt.
Genau diese Punkte sind für solche Leute und die Interessen, die sie vertreten, inakzeptabel –
und genau so kann man verhindern, von ihnen vereinnahmt zu werden.

  Anonym hat @ geschrieben

J. Elsässer ist einer der Wenigen, die das richtige Ziel nicht aus den Augen verliert: Euro verhindern, raus aus dem Euro. Alles andere ist momentan sinnlos.

  Wolfram Siener hat @ geschrieben

Nun… Ich meinte mit der EU-Passage nur, dass wir Verantwortung für unseren Kontinent tragen.

Dass wir damit Banken in Frankreich retten (wenn wir angeblich Griechenland retten), ist mir auch klar. Aber irgendwann ist es mit der Abgeklärtheit auch aus, wenn man um 19:00 ein Interview gibt, dann 19:30 live übertragen wird und gleich danach schon einer von EinsLive auf einen wartet.

Ich kann nicht alles perfekt machen, ich mache das seit 6 Tagen! Und für den besten Zweck, den ich mir vorstellen kann. Insofern: Ja, ich habe viel zu lernen. Aber lasst uns hoffen, dass Occupy nicht untergeht, gerade auch weil die Medien mich stilisieren.

  Mathias hat @ geschrieben

99% (gerade in Mode) einverstanden Herr Elsässer, wichtig ist der nächste Schritt und eine gemeinsame Definition der Prioritäten in den Zielen. Falls es eine Revolution geben sollte, und auch wenn nicht, also schon jetzt, sind die weltanschaulichen Hintergründe viel zu heterogen um utopische Konzepte zu postulieren (Ja auch das Rätesystem befand sich schon auf der Seite von Occupy).

1. Priorität sollte aber die Wiederherstellung der Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung sein, gleich wo man sich im politischen Spektrum verortet. Deshalb kann und darf es keine europäische Wirtschaftregierung geben, denn das ist weniger Demokratie, weniger Freiheit u.s.w. Wenn die Bewegung dorthin abdriftet ist sie verloren und Zeitverschendung.

Gewaltenteilung, Medienfreiheit, wirtschftl. Freiheit u.s.w sind gute Konzepte. Man muss genau gucken, warum sie nicht mehr funktionieren. Dafür nur das Verhältnis Gläubiger / Schuldner verantwortlich zu machen ist viel zu kurz.

Deswegen der nächste Schritt: Raus aus dem Euro und die Souveränität zurückholen. Die Verfassung wieder herstellen und den Medienraum für Verbesserungen der Finanzkonzepte wirklich öffnen. Ja, und dann muss halt abgestimmt werden.

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Wolfram Siener: Weiter So! Sie sind ein kluger Kopf und selbstreflexiv, das findet man selten!

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Marduck: Die Schweiz steht außerhalb der Euro-Diktatur. Gut für Euch! Wir müssen diese Diktatur erst mal abschütteln. Deswegen stellen sich in D die Aufgaben anders als in CH.

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

ZWG: Doch! Das wird ne richtige Machtprobe!

  Joachim Bullinger hat @ geschrieben

Nur mal so als Gedankenexperiment: Wenn wir die D-Mark wieder hätten und z.B. der Iran sein Öl in D-Mark fakturieren würde (oder die Russen ihr Gas oder die Chinesen ihre Dienstleistungen oder …) dann käme der Gewinn daraus einem “sozialen Bonus” (Schiller) gleich, mit dem wir den H4-Satz verdreifachen und alle Steuern um die Hälfte senken könnten. Und wir hätten dann immer noch jede Menge Geld übrig. Wir “schwämmen” dann gleichsam in Geld wie Dagobert Duck …

  Joachim Bullinger hat @ geschrieben

F. Marduck Oktober 16, 2011 at 18:04

Eine lustige Anekdote zum Schluss. Die Dissertation von Josef Ackermann hatte zum Thema “Geldschöpfung“. Darin schreibt er:

„Da das Geld in Form von Sichteinlagen bei den Banken durch die Gewährung von Krediten der Banken entsteht, die Forderungen darstellen, und die Sichteinlagen Forderungen der Kreditnehmer und damit Schulden der Banken sind, heben sich bilanztechnisch Schulden und Forderungen gegenseitig auf“.

Das nenne ich Abstrakt!
——————–

Oh G’tt, du Gerechter, damit hat der promoviert? Das ist nicht abstrakt sondern trivial. Bilanztechnisch sind Soll und Haben immer (!) ausgeglichen.

  Der Intendant hat @ geschrieben

@Wolfram Siener: Du liest auf Jürgens Blog?! ;) :)

Selbstverständlich kannst du es “allen” nicht gleich recht machen. So eine Bewegung muß wachsen und “das Einschießen” dauert! Organisiert euch nur weiter und haltet den “Belagerungszustand” aufrecht! Die Medien lieben euch und die Politik nimmt euch bereits sowas von ernst, daß es z.B. schon konkrete Forderungen nach einer höheren Beteiligung der Banken am Schuldenschnitt und einer Zwangsrekapitalisierung gibt. :) Da werden die (Zocker-) Banken bald nichts mehr zu lachen haben. :razz:

Paß nur auf, daß dir der Kemmer kein unmoralisches Angebot macht! ;)

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Intendant: Wer ist Kemmer?

  F. Marduck hat @ geschrieben

Joachim Bullinger: Geld gleich Schulden und ohne Schulden, kein Geld. Das ist nicht trivial sondern elementar!

  Der Intendant hat @ geschrieben

@Jürgen: Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken und der, der auch (!) Sympathien für Wolfram und seine Bewegung geäußert hat.

  Gerhard Rohlfs hat @ geschrieben

@Wolfram Siener: Erst mal Anerkennung für den Auftakt. Ich bin dabei.
Was ich jetzt noch nicht verstanden habe:
Bist du jetzt für oder gegen den Erhalt des Euro?

  Roy Lanek hat @ geschrieben

juergenelsaesser:

> Wolfram Siener: Weiter So! Sie sind ein kluger Kopf und
selbstreflexiv, das findet man selten!

Greetings to the *mamme*, what is needed is a ‘diff’ — compare files line by line; from the utility on Unix-like operating systems — on the ACTUALLY EXISTING and REAL, as in [Marx] hic Rhodus hic salta, tabulates of precise, definite, deterministically ordered, understandable, measurable, verifiable, … [puffing and panting] … KISS^1-like steps of emergency programs such those that have been proposed by Tarpley.

I would rather go with Tarpley … Just establish/materialize your own complete list/table of entries, A-B-C-…, a’ la Tarpley so that a ‘diff’ can be made and, hey!, if yours is better, I am ready to change of advice; merges — see just below — might also be possible.

Then do something like a ‘merge’ — incorporates changes — and, ready-go, something like a Gantt chart^2 plus the definition of *enforcement* measures (which depends from the steps).

1. [wiki] KISS is an acronym for the design principle “Keep it simple, Stupid!”

2. [wiki] A Gantt chart is a type of bar chart that illustrates a project schedule. Gantt charts illustrate the start and finish dates of the terminal elements and summary elements of a project.

  chicano hat @ geschrieben

@ siener

“Dass wir damit Banken in Frankreich retten (wenn wir angeblich Griechenland retten), ist mir auch klar. Aber irgendwann ist es mit der Abgeklärtheit auch aus, wenn man um 19:00 ein Interview gibt, dann 19:30 live übertragen wird und gleich danach schon einer von EinsLive auf einen wartet.”

respekt und hochachtung vor dem wunsch etwas zu bewegen und sich dabei auch aktiv zu bewegen

aber….

es geht darum, dass die brüssel incl. dem euro die nationen aufmischt und de facto eine diktatur errichtet. jene, die über uns entscheiden sollene, sind nicht einmal durch wahlen legitimiert…etc…etc….es gab keine volksabstimmung, nothing.

dass dabei die banken eine großen reibach machen ist eine sauerei, doch ist das letztlich zweitrangig.

und wenn sie dieses thema vergessen, weil sie zwei interviews geben, dann frage ich mich wie das angeht.
sie können alles vergessen, aber doch nicht das elementarste thema?

“Ich kann nicht alles perfekt machen, ich mache das seit 6 Tagen! Und für den besten Zweck, den ich mir vorstellen kann. Insofern: Ja, ich habe viel zu lernen. Aber lasst uns hoffen, dass Occupy nicht untergeht, gerade auch weil die Medien mich stilisieren.”

wenn occupy dafür kämpft, dass diese eu-weite “occupation zone” endet, dann hoffe ich nicht nur, sondern werde auch dafür kämpfen. wenn nicht, gibt es nichts das untergehen könnte.

  Martin M. Luder hat @ geschrieben

Ich bin auch auf die Straße gegangen. Hier in Lörrach waren 15 Menschen bei der Demo. Ich fragte meine Mitmenschen: “Wer hat sein Geld noch auf der Bank, wer hat noch ne Lebensversicherung oder Riesterrente?” Da gingen 14 Hände hoch! Dann sagte ich: “Was wollt ihr auf der Straße, wenn ihr auf der anderen Seite mit ganzer Hingabe dem System dient? Macht erst mal eure Hausaufgaben! Geld von der Bank abheben, Versicherungen kündigen, bei den Wahlen Stimmzettel ungültig machen, sich wieder um die Gesundheit selber zu kümmern! Wieder die Selbstheilungskräfte verstehen und der Pharmaindustrie damit die Kraft zu nehmen.

  chicano hat @ geschrieben

seht es auch BITTE GENAU an!

sinngemäß:

“wenn die politik umstellt ist von mächten (finanzmärkte, banken etc), derer sie nicht herr werden kann….”

dann wird es kurz gaaaaanz schwammig:

“daran sind nicht nur sie schuld (die politiker), daran sind viele schuld.”

(ähem, wer ist denn noch schuld daran, dass die politik keine gesetzlichen grundlagen schafft dafür, dass dieses gebahren über nacht ein ende hat?)

dann:

“sollen doch bitte die mächte selbst die verantwortung übernehmen und ihrerseits grenzen setzen. warum muss alles die politik erledigen, wenn sie die möglichkeit haben zu regulieren.”

sorry leute, es geht mir nicht darum den jungen mann zu verunglimpfen aber was ist die botschaft hier?

was ist das anderes als eine totale kapitulation der politik vor den “mächten”?

was ist das anderes, als (sicher nicht absichtlich herr siener) orwell-speak, der unterbewusst impliziert: das wir “mächten” vollkommen ausgelifert sind, die unbesiegbar sind und nicht nur das, sie sind auch die, die wir zu bitten haben etwas “netter, verantwortungsbewusster und menschlicher” zu handeln. fehlt nur noch ein gebet an die mächte unsere nächste ernte gut ausfallen zu lassen :)

hört doch auf….ich steig aus und kümmer mich nicht mehr um politik und dergleichen, es hat alles keinen sinn. da werd ich lieber muslim uns warte auf den madhi ;)

mir reichts….

  chicano hat @ geschrieben

p.s. auf den punkt gebracht: kontrollierte opposition.

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

chicano: heute wiedern schlechten tag erwischt? alle sind gegen dich? Und das dollste: du willst lieber moslem werden als bei occupy mitmachen??!! fatima soll dir einen mitgliedsantrag schicken!

  chicano hat @ geschrieben

nö, hab einen gute tag, dass ändert aber nichts an dem, was ich gechrieben habe. sorry, aber ich fahre nicht mehr mit dem roller um den tisch, du?

nichts zu meinen argumenten den clip betreffend?

und wegen dem madhi, damit war gemeint, dass es mehr sinn macht auf solche hilfe zu hoffen, als auf hilfe durch so eine fake-protestbewegung, anscheinend von banken selbst eingeschoben, zumindest aber von ihnen geliebt und begrüßt.

sonst bringst du doch auch argumente. ich warte drauf, falls du lust hast.

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

chicano: ich habe die bewegung ja bereits vor dir kritisiert, wie du dich sicher erinnerst, letzte woche. im nächsten compact werden wir auch ne menge kritisches haben. aber dass jetzt schon alle messen gesungen seien und nur noch bleibt, sich die kugel zu geben – das ist so finster … und wenn man dreiviertel der bewegung in der pfeife rauchen könnte (wenn!), dann bliebe ja immer noch 1/4 gute übrig, oder?

  chicano hat @ geschrieben

richtig, du warst der erste, der kritik und offenes auge gefordert hat und ich wollte dem ganzen eine chance geben, da war ich eher ;)

ich habe dich ja nicht angegriffen, daher brauchst du dich ncht mit dem neuen compact “verteidigen”. du bist doch linientreu was die eu und andere themen betrifft, ich zweifel nicht an dir.

jürgen, es geht aber darum von anfang an deutlich aufzuzeigen, was die richtige richtung ist und was nicht. und wenn das kein anzeichen von steuerung ist (siehe clip zur besten sendezeit), was dann???

und…:

“und wenn man dreiviertel der bewegung in der pfeife rauchen könnte (wenn!), dann bliebe ja immer noch 1/4 gute übrig, oder?”

wir haben viele beispiele dafür, dass das nicht reicht, wenn eine aggressiv vorgehende spitzengang das STEUERRAD und RUDER an sich reisst, oder von anfang innehat….siehe die GRÜNEN!!!

ich mache nicht die bewegung schlecht, immerhin bin ich mitmarschiert und habe dem ganzen wie gesagt alles offen gelassen, bei aller vorsicht. doch scheint es mir inzwischen so zu sein, dass bereits der wurm so mächtig drinn ist, dass keine graden bretter mehr zu erwarten sind. yilmaz hat einen guten riecher….

wenn du dagegen angehst und mitkämpfst um das steuer….wohlan alter junge. ich bin der erste, der dir flankenschutz gibt beim “kapern”. aber bitte lass sowas wie den clip nicht unkommentiert unter den tisch fallen!!!

die “mächte” sollen sicher nicht die politik kontrolieren und sicher werden wir nicht darauf warten wollen, dass die “mächte” auch so “self-reflexive” werden, wie der von dir hochgelobte, oder???

alter meckerfritze ;) :)

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

chicano: Du wirfst Siener bei Illner folgendes vor: (Zitat Chicano) was ist das anderes als eine totale kapitulation der politik vor den „mächten“? was ist das anderes, als (sicher nicht absichtlich herr siener) orwell-speak, der unterbewusst impliziert: das wir „mächten“ vollkommen ausgelifert sind, die unbesiegbar sind (zitat ende) das selbe könnte ich dir vorwerfen, chicano, der du auch überall mächte siehst, jetzt bei occupy, die alles im griff haben … soll heißen, man kann nicht immer auf die goldwaage legen, was leute schnell dahinsagen, ob im fernsehen oder hier aufm blog. ich halte Siener wie dir zu Gute, dass das nicht immer 1:1 gemeint ist …

  Mathias hat @ geschrieben

Interessant, dass hier die Republikaner Ihre Propaganda posten können, habe ich vielleicht den Blog falsch eingeschätzt?

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

mathias: ooops, da ist mir was durchgerutscht! wird gleich korrigiert … wenn ichs finde …

  Mathias hat @ geschrieben

Herr Elsässer, da bin ich aber erleichtert ;)

  Erasmus hat @ geschrieben

1Man und Joachim: *zustimm*

  Joachim Bullinger hat @ geschrieben

Bewegungen können auch aus dem Ruder laufen und Eigendynamik entwickeln. Ich halte das hier für möglich. Siener persönlich scheint mir integer zu sein, nach den (sicherlich zu wenigen) Info, die ich bislang aufnehmen konnte.

Merke: Komplexität zu steuern ist möglich und wirklich aber nicht so ganz einfach. Was selbst der Schöpfer-Gott erfahren mußte, worauf er dann seine ganze Schöpfung wieder vernichten wollte… Aber auch das ist ihm dann mißlungen. On verra…

  fatimaoezoguz hat @ geschrieben

“Und das dollste: du willst lieber moslem werden als bei occupy mitmachen??!”

Aha, gut zu wissen. Die Moslems haben also keinen Platz bei der “occupy-Bewegung”?

  chicano hat @ geschrieben

@ jürgen

da hast du mich missverstanden…:

ich schrieb: “was ist das anderes, als (sicher nicht absichtlich herr siener) orwell-speak, der unterbewusst impliziert: das wir „mächten“ vollkommen ausgelifert sind, die unbesiegbar sind (zitat ende)”

du darauf jetzt: “das selbe könnte ich dir vorwerfen, chicano, der du auch überall mächte siehst, jetzt bei occupy, die alles im griff haben”

darum ging es mir überhaupt nicht…….er sagt aus, dass die politik machtlos ist gegen die übermacht des kapitals und das die “mächte” (banken etc.) die seien sollen, die menschengerecht regulieren sollen!

da kann ich auch zu nem fixer sagen, er soll den stofftransport unterbinden.

die politik hat durch gesetzesvorgaben zu regulieren und nicht die finanzmärkte!

er spricht der politik die macht dazu ab und das ist gleichbedeutend damit, zu sagen, dass wir auf die gnade und einsicht der banken und finanzmärkte hoffen sollen! die werden sich freuen und sicher auch entgegenkommen und alle haben das gefühl, die bürger haben den banken den marsch geblasen. und schon rennen ihm die ersten politclowns die bude ein mit lob und anerkennung. das ist doch billiges faking.

außerdem wird er schwammig, wenn es darum geht die wirklichen schuldigen zu nennen, die politiker, die es den banken und finanzmärkten durch gesetzteslage erlauben unser land und letztlich die welt zu kontrollieren.

hey, komm jürgen, was ist hier unklar? das ist doch bullshit und nicht mit nem “ist nicht 1 zu 1 gemeint” glatt zu bügeln.

  chicano hat @ geschrieben

sorry, wenn ich mich in rage geschrieben habe, aber bis auf den “bullshit” meine ich es genau so…..

  chicano hat @ geschrieben

@ fatima

“Aha, gut zu wissen. Die Moslems haben also keinen Platz bei der „occupy-Bewegung“?”
das ist im zuge einer diskussion zwischen jürgen und mir entstanden und hat gar nichts damit zu tun, wie du es interpretierst ;)
;)

@ jürgen: noch mal zu herrn siener. was ich schreibe geht nicht gegen ihn, er hat vom herzen weg gesprochen und das ist ok und es ist gut und es ist auch eine gute portion courage im spiel.

aber das, was er gesagt hat muss dringend abgeklopft werden, wie ich finde und davon hätte ich mir hier mehr von dir und deiner scharfen analysefähigkeit gewünscht. auch für ihn ist das wichtig. denn es stellt für mich alles auf den kopf. warum, dass habe ich ja geschrieben.

jetzt vielleicht noch klarer für dich was ich meinte.

  Oliver Janich hat @ geschrieben

Ich habe meinen Hayek contra Merkel Artikel aus Compact in der FB-Gruppe von Occuypy Frankfurt gepostet, wurde aber sofort wieder gelöscht. Soviel zur offenen Diskussion. Und JA, man kann verlangen, dass sich der “Sprecher” einer Bewegung mit dem Geldsystem beschäftigt, wenn er zu dem Thema auf die Strasse geht. Und sonderlich schwer zu verstehen ist es auch nicht. Wir haben 15jährige in der Partei die es auf Anhieb verstanden haben. Die Erwähnung der Zeitgeist-Filme ist übrigens der Schlüssel. Zeitgeist ist ebenfalls eine gesteuerte Opposition (Venus-Projekt 0 Kommunismus, etwas netter verpackt) und es sind dieselben Initiatoren (zumindest in Deutschland). Dazu demnächst mehr bei Kopp. Den Anfang hatte ich ja hier gemacht: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/oliver-janich/occupy-wall-street-die-kuenstliche-opposition-der-neuen-weltordnung.html.

Bekomme seitdem laufend Leserbriefe (meist positiv) aber die negativen sagen alle dasselbe: dass die die auf die Strasse gehen keine NWO oder sozialistische Diktatur wollen. NATUERLICH NICHT. DAS WILL KEIN NORMALER MENSCH. Aber wenn man sich eben nicht mit den Dingen beschäftigt kommt man halt zu den falschen Schlüssen. Das ist genau das was die Elite denkt: dass die Masse zu blöd ist die richtigen Schlüsse zu ziehen. Hoffentlich irren sie.

  Jan R. hat @ geschrieben

Hallo Leute

Das problematische an Occupy ist, dass mit Keulen (Banken verstaatlichen, Banken zerschlagen) geschwungen wird und man damit mit den Bundesparlamentariern voll auf einer Linie liegt. Das ist genau das, was der Papst Obama, Kissinger und viele andere mehr gefordert haben. Und man kann seit über 10 Jahren lesen, dass einige sehr mächtige Menschen auf diesem Planet den Wunsch äußern, nur noch eine Bank auf der Welt zu haben. Hatte Marx dies nicht auch bereits in seinem Manifest gefordert?

  chicano hat @ geschrieben

@ o. janich

ich zitiere aus ihrem kopp-online-artikel:

“Diese kommunistische Propaganda versucht die Natur des Menschen zu leugnen: Er kommt in Wirklichkeit allein und frei auf die Welt und nicht als Gruppe. Der Mensch ist zwar ein soziales Wesen, aber er ist es freiwillig und nicht weil er dazu gezwungen werden muss. Diesen Umstand macht sich die »Elite« zunutze, um die Bevölkerung zu kontrollieren. Die Elite suggeriert den Menschen, dass der Staat diese Gemeinschaft ist. Dabei benötigen die Menschen keine Bürokraten oder Politiker, um gemeinsam zu leben, zu arbeiten und freiwillig Leistungen auszutauschen.”

auch wenn ich ihre meinung an vielen punkten ihres artikels teile….knapp daneben ist auch vorbei, ala hegelsche ;) ….sie präsentieren dann wohl die andere seite der gleichen fallegrube. jeder nur für sich und alle gegen alle anstatt ungezügeltem kollektiv-zwang?

was für ein argument, dass wir alle allein geboren werden ;)

und wie naiv muss man sein, zu glauben, dass die jenigen, die im business die überlegenen sein würden in ihrer welt der vollständigen “freiheit”, die nicht so erfolgreichen mitmenschen aus solidarität am leben erhalten?

das es das nicht oder wenn nur selten gibt (meist geben die, die am wenigsten haben noch das meiste her, um noch ärmeren zu helfen) sehen wir doch jeden tag millionenfach.

“….für ein verfassungsmäßig garantiertes Recht auf tariflich entlohnte Arbeit« und weitere Zwangsmaßnahmen gegenüber dem Bürger,”

nee, dass ist natürlich total unfrei, wenn ausbeutungs-genies gezwungen werden sollen echte arbeit echt zu entlohnen.

mir scheint hier eine scheinlösung neben der anderen zu stehen. na immerhin, da hat bürger das gefühl ne wahl gehabt zu haben :)

  chicano hat @ geschrieben

interessantes interview zum thema:

http://www.berndsenf.de/pdf/Die%20Loesung%20der%20Blockierung%20ist%20die%20Loesung.pdf

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Jan R.: Marx hat das bestimmt NICHT gefordert.

  Jan R. hat @ geschrieben

@juergenelsaesser: wirklich? Wie habe ich dann das zu verstehen? Ein ausschnitt aus dem kommunistischen Manifest:

“Enteignung des Grundeigentums, starke Progressivsteuer, Abschaffung des Erbrechts, Beschlagnahmung des Eigentums von „Emigranten und Rebellen“, Errichtung einer monopolistischen! Nationalbank mit Staatskapital, Verstaatlichung des Transportwesens,…..”

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Jan R: Es geht um eine NATIONALbank, nicht um eine GLOBALbank! Das ist ein Unterschied ums Ganze! Das ist GEGEN die Globalisierung gerichtet!

  Jan R. hat @ geschrieben

Jürgen Elsaesser:
das ist mir auch klar. Der Punkt ist aber, dass Deutschland rechtlich gesehen nicht viel mehr als ein Bundesland der EU ist. So gesehen kann es sein, (zumindest für mich ist es augenscheinlich), dass man hinter den Kulissen (von Marx nach heute übersetzt) von einer monopolistischen EU-Bank spricht.

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Jan R: wenn wir die Bundesbank aus der EZB herauslösen, das wäre schon fantastisch – und ganz im Sinne von Marx.

  Blue hat @ geschrieben

@Martin M. Luder: Was reden sie da für einen Schwachsinn? Versicherungen sind derzeit noch nützlich. Und Geld abheben? Alles wieder in Scheinen herumtragen, oder was? Nur das mitd er riester-Rente könnte ich bei ihnen verstehen. Nee nee, da haben die Leute in Lörrach. Und Stimmzettel ungültig machen? Wunderbar, damit machen sie sich noch extra mehr mundtot.

@Wolfram Siener: Weiter so! Sie befinden sich auf einem ähnlichen Weg wie ich ;) Aber auch nicht zu sehr unter Druck setzen lassen. Arbeiten sie so, wie sie es für richtig halten und nicht andere von ihnen erwarten.

  ddp-partei (@ddppartei) hat @ geschrieben

2 Eindrücke von mir (Tony Katz)
1) Warum sagt Wolfram Siener “wenn wir vor der europäischen Regierung stehen” (Interview hr-info), Hallo, welche Regierung? Wir sind das Volk, es ist schon klar, daß die Eliten eine weitere Zentralisierung und undemokratische Strukturen schaffen wollen, aber diese Aussage impliziert eine (negative) Entwicklung die viele verhindern wollen.
2) Zensur auf der occupy Frankfurt Seite: es fällt dem geübten Auge deutlich auf, daß scharfe Euro-Kritiker wie z.B. Oliver Janich gar nicht gern gesehen werden. Auch werden Beiträge die von der Saouveränit der Nationen sprechen negativ belegt (als ob die EU eine Legitimation hätte).
Positives Fazit: es bieten sich sehr gute Chancen mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, viele wissen, es stimmt nicht nur etwas mit den Banken (und Lobbyisten) nicht, sondern auch mit dem Geldsystem und Globalismus (Neo-Liberalismus), die Chancen gute Ideen zu verbreiten sind da!

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

ddp-partei – was ist das?

  VRIL hat @ geschrieben

DDT Partei – die Anti-Heuschrecken Partei ^^

  ManoloB hat @ geschrieben

die Occupy-Bewegung ist von der UN gesteuert. lesen Sie selbst
http://mahamudrasblogspot.blogspot.com/2011/10/der-15-oktober-2011-ist-von-der-uno.html

Benisch und Elsäßer uvm. haben das schon gerochen:

  fatimaoezoguz hat @ geschrieben

Herr Siener, stimmt das, was heute morgen in der fr stand, dass Sie sich von Ihrem Posten als Sprecher der Occopy – Bewegung zurückgezogen haben, weil es Drohungen gegen Sie und Ihre Familie gab?

http://www.fr-online.de/frankfurt/banken-protest-morddrohung-gegen-occupy-anfuehrer,1472798,11020130.html

Bitte lassen Sie sich nicht so schnell mundtot machen.

  Jan R. hat @ geschrieben

@juergenelsaesser:
die eigentliche Frage war, was Marx mit MONOPOLISTISCH in Bezug auf eine Nationalbank gemeint hat. MONOPOLISTISCH ist doch das gegenteil von Wettbewerb und Vielfalt. Ich glaube, auch Joachim Gauck wäre nach seinen DDR-Erfahrungen eine monopolistische Bank ein Dorn im Auge.

  ddp-partei (@ddppartei) hat @ geschrieben

Danke für die Frage, lieber juergenelsaesser. DDP (“deutsche demokratische Partei”) sollte geschichtlich interessierten Menschen klar sein: Thomas Mann, Walter Rathenau usw. (Mitbegründer Albert Einstein) – Weimarer Republik, 2004 neugegründet, seit 2009 mit dem bandbreitenmodell.de (-> Parteineutral!) als wirtschaftspolitische Basis (kurz: 2 Steuergesetze und Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung und Niedriglohnsektor gehören der Vergangenheit an). Oder in anderen Worten: reden wir über Lösungsmodelle!!! Z.B. Regeln für Banken http://www.ddp-partei.de/bankenregeln.html
Alle (zurecht!) Parteikritiker und Verdrossenen, bitte das einmal lesen und durchdenken, da steckt sehr viel Befreiung drin: http://www.heise.de/tp/artikel/34/34089/1.html (Eine Partei zur Entmachtung der Parteien), nochmal zurück zu occupy: was wir brauchen ist eine offene! geistreiche (nüchtern und intelligente) Diskussion über Lösungsmodelle (für verantwortliche -> selbst denkende Bürger), das System (z.B. durch Ausweitung des Niedriglohnsektors und gesteuerte Medien) kann friedlich nur von innen überwunden werden, Abstimmung mit dem Kopf, den Händen, dem Portemoneie usw. (ich abonniere jetzt mal das Compact Magazin)

  Tom hat @ geschrieben

“Mathias
Oktober 17, 2011 at 12:54

Interessant, dass hier die Republikaner Ihre Propaganda posten können, habe ich vielleicht den Blog falsch eingeschätzt?

juergenelsaesser
Oktober 17, 2011 at 12:55

mathias: ooops, da ist mir was durchgerutscht! wird gleich korrigiert … wenn ichs finde …”

Es wäre angebracht gewesen, die Rede der Republikaner mal anzuhören. Dann hätten sie bemerkt, dass hier die selben Ziele vertreten werden.

-Raus aus dem Euro, zurück zur D-Mark
- kein ESFS
- Volksentscheide
- mehr Demokratie, gegen eine Eurodiktatur

Wenn wir politisch wirklich etwas bewegen wollen, dann müssen alle Kräfte gebündelt werden. Parteipolitisches Gezänk hilft nicht weiter.

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Tom: Eben, deswegen soll es ja keine Parteipropaganda hier auf dem blog geben.

  Tony Katz hat @ geschrieben

Wir brauchen ganz fette “Propaganda” für Menschen, die einfach und friedlich leben möchten. Etliche (noch!) Klein- und “Rand-”Parteien haben viele gute Punkte in ihrem Programm. Die Menschen müssen endlich kapieren, nicht nur fdp auf 1,8%, sondern auch cdu und spd (und Heuchler Grüne), dann ist die Zeit für verschiedene LÖSUNGSMODELLE. Noch haben wir ein Wahlsystem mit Parteien, also mein Wunsch: ein Bündnis aus mehren Parteien, idealerweise mit den Piraten (Piraten beraten…).

  Jonas Bader hat @ geschrieben

Distanzierung? Hab hier gelesen das die sich jetzt vom Siener distanziert haben!!! http://www.occupyfrankfurt.de/2011/12/27/occupyfrankfurt-distanziert-sich-von-wolfram-siener/
da steht im PDF file auch noch was wegen Verschwörungstheorie und so.


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