Euro-Krise: Kommt die DM-Partei?
Henkel offen für Parteigründung. Am Donnerstag spricht Schachtschneider in Berlin
Auf die etablierten Parteien ist in der Euro-Krise kein Verlass. Gestern knickte auch noch die CSU vor der Kanzlerin ein und zog ihre Einwände gegen den Euro-Rettungsschirm zurück. Das bedeutet freilich nicht, dass es nicht zahlreiche Abweichler bei der Bundestagsabstimmung vermutlich am 29.9. geben wird, aber dank der besonders euro-fanatischen SPD und Grünen ist die Zustimmung zu der Abschaffung unserer nationalen Souveränität gewiss.
Was werden dann die Dissidenten wie Schäffler (FDP), Gauweiler, Bosbach und Wilsch (CDU/CSU) tun? Der frühere Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, versucht offensichtlich, diese vernünftigen Parteirebellen in seine Offensive einzubinden. Er kündigt bereits jetzt für den Oktober Großveranstaltungen an (siehe unten). Aufhorchen lässt seine explizit formulierte Hoffnung auf Bürgerbewegungen und neue Parteien. Ist da was im Busch? Noch beim COMPACT-Interview in der Ausgabe 3/2011 hatte sich Henkel dezidiert gegen eine Parteineugründung ausgesprochen. Oliver Janich, Chef der euro-kritischen Partei der Vernunft, hat bereits erklärt, offen für Gespräche zu sein.
Wichtig wäre zu erfahren, was dioe anderen renommierten Euro-Kritiker über so etwas denken. Gelegenheit zur Nachfrage gibt es übermorgen: Am 1.9. spricht Euro-Kläger Karl Albrecht Schachtschneider auf der COMPACT-Premiere unseres Septemberheftes über die drohende Euro-Diktatur (19 Uhr, Berlin, Viethaus, Leipziger Straße 54)
Nun die Rundmail Henkels im Original.
Hans-Olaf Henkel:
„Die Alternative“
(„Rettet unser Geld!“)
Erste Großveranstaltungen zur Europolitik im Oktober in Münster, Hamburg und Berlin
Ehemals ein profilierter Befürworter des Euro, wird Hans-Olaf Henkel auf mehreren Großveranstaltungen darlegen, warum er heute sein früheres Engagement als seinen „größten professionellen Fehler“ ansieht und für eine alternative Europolitik plädiert. Dabei verurteilt er nicht nur die derzeitige Linie der Bundesregierung, sondern auch die mangelnde Bereitschaft (fast) der gesamten deutschen Elite, über Alternativen nachzudenken. Zwar würden inzwischen die meisten Ökonomen, Wirtschaftsredaktionen und Vertreter des Staates – neuerdings Bundespräsident und Bundestagspräsident vorneweg – auf die großen Gefahren für Geldwertstabilität, Verschuldung und Demokratie hinweisen, das Rütteln am Einheitseuro aber weiterhin mit einem Tabu belegen. Dabei, so Henkel, stellt sich gerade das Festhalten am Einheitseuro zunehmend als das Problem selbst dar. Den Zuhörerinnen und Zuhörern wird Henkel alternative Lösungen präsentieren. Er wird klarstellen, dass es kein einfaches Patentrezept mehr gibt, „um aus der verfahrenen Situation herauszukommen, in die uns die Politik hineinmanövriert hat“, aber auch, dass es Alternativen zur derzeitigen Politik gibt.
Sein Vorschlag gründet auf der Erkenntnis, dass die sog. „Eurokrise“ das Ergebnis dreier unbewältigter Probleme ist: die noch unbewältigte Finanzkrise, die übermäßige Verschuldung vieler Eurozonenländer und die Schwierigkeiten, die durch die Einheitswährung selbst entstanden sind. Die von der Politik behauptete „Alternativlosigkeit“ zum Einheitseuro verhindere die Suche nach Ursachen und damit bessere Lösungen. „Die möglichen Lösungen sind alle nicht einfach, aber es gibt sie! In jedem Fall ist ein Ende mit Schrecken einem Schrecken ohne Ende vorzuziehen“, so Henkel. Da zur Zeit sämtliche Parteien die zunehmend starke Kritik der Wissenschaft und die wachsenden Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ignorieren, richtet Henkel seine Hoffnungen auf eine neue Bürgerbewegung oder Partei.
Die Veranstaltungen finden am 22.10. in Münster (Congress Centrum), am 28.10. in Hamburg (Laeiszhalle – kl. Saal)
und am 29.10. in Berlin (UdK) statt. Der Vorverkauf beginnt am 26.08.2011. Karten zum Preis von 15 Euro (zzgl. Gebühren) gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter www.deag.de und www.ticketmaster.de .
Hans-Olaf Henkel wurde in Hamburg geboren. Nachdem er zuerst eine kaufmännische Lehre absolvierte, studierte er Soziologie und Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg. Henkel war seit 1962 bei IBM Deutschland in unterschiedlichen Funktionen tätig und wurde dort 1987 Deutschlandchef und 1993 Präsident der IBM Europa, Mittlerer Osten und Afrika. 1995 bis 2000 war Hans-Olaf Henkel (im Ehrenamt) Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), 2001 bis 2005 Präsident der 86 Forschungsinstitute umfassenden Leibniz-Gemeinschaft, zu der auch die bedeutendsten staatlich finanzierten Wirtschaftsforschungsinstitute gehören (u.a. IfO, DIW, ZEW usw.). Seit 2001 lehrt er als Honorarprofessor an der Universität Mannheim. Henkel ist Mitglied verschiedener Aufsichtsräte und Autor vieler Publikationen. Sein neuestes Buch Rettet unser Geld! Deutschland wird ausverkauft – Wie der Euro-Betrug unseren Wohlstand gefährdet ist 2010 im Wilhelm Heyne Verlag, München erschienen.
Seine Vorträge wird er honorarfrei halten.
Hans-Olaf Henkel: „Die Alternative“
22.10.2011 Münster Congress Centrum
28.10.2011 Hamburg Laeiszhalle
29.10.2011 Berlin UdK









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August 30, 2011 at 13:08
Wenn die genannten Euro-Kritiker sich in der Partei der Vernunft sammeln würde wäre das in so fern einfacher und praktischer als das hier schon Strukturen zumindest größtenteils vorhanden oder im Aufbau befindlich wären. Zudem könnte es eine Sogwirkung auf diverse kleinere Euro-Kritiker Organisationen, Parteien und Initiativen haben. Wenn ein bekannter Kopf wie Henkel daran mitwirken würde wäre es durchaus Realistisch das diese Partei dann auf Anhieb ein grandioses Wahlergebnis einfahren würde und schlagartig die politisch-gesellschaftliche Landschaft in der Bundesrepublik verändern würde!
August 30, 2011 at 15:03
@Freiheitsmensch:
Sehe ich genauso. Es ist wichtig, dass sich alle eurokritischen demokratischen Kräfte vereinen anstatt sich spalten zu lassen. Der Kampf gegen das vereinte Parteienkartell und seine angeschlossene Propaganda-Presse ist schon schwer genug, deshalb ist es wichtig alle Kräfte zu bündeln. Mit der pdv steht schon eine Organisation bereit die auch bereits Strukturen geschaffen hat. Also, worauf warten wir noch?
August 30, 2011 at 15:56
Auch hier herrscht das Problem, dass jeder wieder sein eigenes Süppchen kochen will. Es gibt immer mehr kleine Parteien, die aus Protest gegründet wurden, und bisher kam keine wirklich zum Zug. Jede weitere Parteigründung schmälert die Chance, jemals erhört zu werden. Eine DM-Partei werden die meisten als “konservativ und veraltet” ansehen. So lange erst recht kein umfassendes, politisches Programm vorliegt, gibt es auch wenig Chance auf Wähler.
August 30, 2011 at 16:07
Schon schade das Sie für diese Heuchler das Wort Dissidenten missbrauchen. Fragen Sie doch bitte mal diese Subjekte wo und wie sie ihr sogenanntes “Vermögen” das sie illegal zusammengerafft haben angelegt haben. Sie werden sehr erstaunt bezüglich der Antworten sein. Der Staat hat kein Schulden- bzw. Ausgabenproblem sondern ein massives Einnahmeproblem. Sollte der Euro fallen, dann kriegt Deutschland dermaßen eines auf die Fresse das sich das Land in Jahrzehnten nicht mehr davon erholt. Die Heuschrecken werden sich unsere Unternehmen einverleiben und sie rupfen wie die Weihnachtsgänse.
August 30, 2011 at 16:29
Henkel ist doch nicht die bestimmende Person, einer unter vielen! Ich habe ihm nicht vergessen, wie er 1993 im Europa-
Wahlkampf Brunner u. den BfB “Rattenfänger” nannte, na gut
er hat sich geändert! Brunner hatte aber etliche bekannte Professoren, wurde sogar “Professoren-Partei” genannt, hat auch nichts genützt! (Schachtschneider, Starbatty u. etliche
andere waren Mitglieder)
Brunner hatte schon den richtigen Ansatz, aber gegen die Ver=
teufelung der “schwarzen Pest” – rechts v. CDU/CSU darf es
keine Partei geben – kommt niemand an! Die “Verschweige=
spirale” der gottverdammten Medien tut das Meiste, was
hilft es, wenn nicht berichtet wird? Die 8 Mio., die Brunner
angeblich v. Baron v. Finckh bekam, reichten nicht sehr lange,
die “Anschubfinanzierung” war in einem Jahr weg. Nicht einmal
bei der Europawahl wurde der BfB “wahrgenommen”, gerade einmal 1,1% trauten sich, diese Alternative zu wählen, die
DM-Partei sogar noch etwas weniger. Dabei waren damals lt.
Umfragen 70% der Deutschen gegen die Euro-Einführung, also
97% von ihnen zu blöd, um Parteien gegen den Euro zu wäh=
len! Muß man noch mehr sagen?
August 30, 2011 at 17:14
na klar. auch wenn henkel einen richtigen schwenker gemacht hat in punkto euro, bleibt er wer er ist und er hat sich schon immer einen scheissdreck um die menschen geschert, die außerhalb seines klüngels oder seiner lobby stehen. und so kommt mir die pdv auch vor, dass sie mit solchen typen bei ner cohiba das deutsche “volk retten” wollen.
no gracias…..generalstreiks, ein paar millionnen menschen auf der straße, daraus kann sich einiges ergeben aber wohl nicht durch ne fdp mit frischer tapete.
aber ich lass mich hier gern vom gegenteil überzeugen
August 30, 2011 at 17:25
Na endlich! Wo kann man mitmachen?
Die PdV könnt ihr knicken, die träumen vor sich hin.
Bei wieviel Prozent liegen die?
August 30, 2011 at 17:38
chicano geht erst auf die Straße, wenn schon ne Million da ist? Motto: Hahnemann, geh Du voran …
August 30, 2011 at 18:30
Nun der neoliberale ehemalige BDI-Funktionär Henkel wird ja Arbeiter,. lohnabhängig Beschäftigte und Rentner geradezu in Scharen anlocken. Ein echter Sympathieträger
August 30, 2011 at 18:39
Eine DM-Mark-Partei die überwiegend aus rechtskonservativen-Kreisen besteht, wird die politische Landschaft nicht verändern. Das wäre nur Sektierertum. So eine Partei wäre schnell wieder untergegangen – wie andere vor ihr. Mit den Angepassten, der “demokratischen Rechten” und “demokratischen Linken”, lässt sich einfach keine Veränderung machen. Chicano hat absolut recht.
August 30, 2011 at 19:07
“chicano geht erst auf die Straße, wenn schon ne Million da ist? Motto: Hahnemann, geh Du voran …”
hast vollkommen recht jürgen alter haudegen. ich bin aber in gewissen brennpunkten aktiv gewesen, die knochen haben gelitten und auch die nerven bei einigen gefechten. nun komme ich langsam in die jahre und jetzt ist die jugend dran moral zu zeigen und was zu reissen. dann steh ich stramm dabei, egal was kommt
August 30, 2011 at 20:04
Kritik an Jürgen Elsäßer und dem Kopp Verlag
http://reflexion.blogsport.de/?p=181
August 30, 2011 at 20:12
Als Ein-Themen-Partei ohne gesellschaftliches Gesamtkonzept hat man keine Chance die 5%-Hürde zu überspringen und in den Bundestag einzuziehen.
Die “Partei der Vernunft” (ziemlich anmaßender Name, wenn man bedenkt, dass jede Partei dieses Attribut für sich in Anspruch nimmt) muss sich auch zu anderen Themen positionieren,
z.B. wie es mit Steuererhöhungen für die Besserverdienenden und Vermögenden aussieht. Immerhin möchte man ja in guten Zeiten Schulden abtragen und in wirtschaftlich schlechten Zeiten die Wirtschaft ankurbeln.
Außerdem sollte man die Löhne für die unteren Einkommensgruppen erhöhen oder zumindest darauf einwirken, um die Binnennachfrage, sprich den Konsum anzukurbeln. Es ist schließlich auch nicht einzusehen, dass wir exorbitant hohe Exportüberschüsse anhäufen, die mit einem ständig an Wert verlierenden Euro oder Dollar vergolten werden, ohne dafür einen gleichwertigen Ersatz an materiellen Gütern zu erhalten. Dieser Unfug ist auch nur möglich, weil hierzulande die inflationsbereinigten Reallöhne die letzten 10-15 Jahre stagniert oder gesunken sind und uns die Rohstoffe für unsere Industrie weit unter Wert ergaunern – notfalls auch mit Krieg.
Und auch auf die soziale Frage muss die Partei eine Antwort geben. Eine zweite FDP braucht in Deutschland nun wirklich keiner.
August 30, 2011 at 20:48
chicano: gut gesprochen!
August 30, 2011 at 21:22
@Thomas: Das war es, was ich meinte, nur in kürzerer Form
Eine Partei, die sich nur einem bestimmten Thema verschrieben hat, kann auf Dauer keinen Erfolg verzeichnen. Die PdV hat zumindest mehr Standpunkte nun als Herr Henkel. Wieso fassen sich nicht Protestparteien-und Gruppierngen in einem einzelnen Gebilde zusammen? Egoismen? Angst davor, selbst darin keine Macht zu haben bzw eigene Wünsche nicht bestätigt zu wissen?
August 30, 2011 at 23:47
Thomas: Unter ganzes Konzept ist darauf ausgerichtet die Reallöhne der Arbeiter anzuheben (Zentralbankmonopol = Inflation und direkte Steuern und Abgaben abschaffen). Steuern für Reiche können wir dann leider nicht anheben, weil es keine direkten Steuern mehr mit. Reiche zahlen aber nie Steuern, weil sie einfach in Stiftungen oder ins Ausland gehen.
August 31, 2011 at 00:54
@Blue: wie soll das gehen, “einzelne Protestparteien sollten
sich zusammenschließen in einem Gebilde”, das ist genauso
unmöglich wie wieder eine neue Partei ohne finanzielle Basis
zu gründen!
Ihr dreht euch im Kreis: ohne Moos nix los mit einer neuen
Partei, ohne vorherige Volksaufklärung und Propaganda -
ganz positiv gemeint – im Sinne einer politischen Bewußtseins=
änderung ist alles sinnlos! Vergeßt doch nicht, die “Vierte
Gewalt” ist auch gegen “Neue”, die Schweigespirale zu durch=
brechen und die Vorverurteilung “zu rechts angesiedelt”
sind die Knackpunkte!
Leider wird dies auch ein honoriger Prof. Schachtschneider
nicht schaffen, die dummen linken Lehrer bei ZEITonline
verteufeln ihn schon als “Rechten”!
August 31, 2011 at 03:16
@Chicano, Zitat: “auch wenn henkel einen richtigen schwenker gemacht hat in punkto euro, bleibt er wer er ist und er hat sich schon immer einen scheissdreck um die menschen geschert, die außerhalb seines klüngels oder seiner lobby stehen. und so kommt mir die pdv auch vor, dass sie mit solchen typen bei ner cohiba das deutsche „volk retten“ wollen.
no gracias…..generalstreiks, ein paar millionnen menschen auf der straße, daraus kann sich einiges ergeben aber wohl nicht durch ne fdp mit frischer tapete.”
Vollste Zustimmung!!! Ich denke auch, dass wir mehr aktiven politischen Widerstand gegen den Neoliberalismus und die Eurokraten brauchen, und vor allem mehr, und nicht weniger, Staat und staatliche Regulierung…so sollten Großbanken verstaatlicht werden, die Finanzmärkte müssen massiven staatlichen Regularien unterworfen werden, und der Sozialstaat muss natürlich auch erhalten bzw. wieder ausgebaut werden!
August 31, 2011 at 03:24
@ catweazle, Zitat: “Der Staat hat kein Schulden- bzw. Ausgabenproblem sondern ein massives Einnahmeproblem. ”
Ganz mein Reden!!
August 31, 2011 at 06:39
@Thomas
Schon mal das Grundsatzprogramm der PdV gelesen? Besonders die Punkte “Abgaben und Steuern” sowie “Arbeit und Soziales” zeigen für mich, das hier Neocons pur am Werke sind. Es dreht sich alles nur ums Geld bzw. Gold. Das zwischen dem Wunsch der Flattax und der Realität von Heute noch ein paar Billionen an Schulden stehen wird locker übersehen. Man vergisst das aber derzeit eine andere Währung auf dem Weltmarkt höher bewertet wird, BLUT! Man besorgt sich seine Rohstoffe eben nicht mehr indem man sie kauft sondern raubt, siehe Irak und Libyen. Eine der Erwerbsregeln der Ferengi lautet: Reiche Leute kommen nicht um zu kaufen, sie kommen um zu stehlen.
August 31, 2011 at 06:40
An die Kritiker der PdV: Habt ihr was Besseres? Wohl kaum oder? Das die Partei sich im Aufbau befindet und auch teilweise ganz Bewusst gewisse Punkte Mal offen lässt ist doch nur logisch und verständlich! Zudem ist das Konzept einer libertären Gesellschaftsordnung die tatsächlich freiheitlich ist, für viele Menschen leider immer noch mehr mit Angst und Unsicherheit verbunden weil sie es sich schlicht nicht vorstellen können wie das alles funktionieren soll. Nach Jahrzehnten des allumsorgenden Obrigkeitsstaates sind viele Menschen leider daran gewöhnt das man alles durch Regulierung und Vorschriften in den Griff bekommen könnte….etwas Anarchie im Denken täte diesem Land Mal ganz Gut!
Doch denke ich das der Druck der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse zunehmen wird, da werden auch einige es zwangsläufig mit Konzepten versuchen die sie ansonsten mit Argwohn betrachtet haben. Von daher denke ich das die PdV und die anderen Euro-Skeptiker, sowie Kritiker der etablierten Parteien sich durchaus einige werden könnten.
August 31, 2011 at 09:04
die Marionette Henkel hat wohl von der City die Genehmigung und Aufgabe den Kritiker zu geben.
Es geht um das Steuerelement:
Libyen-Rebellen – eigene Zentralbank gegründet zu denken verboten Libyen-Rebellen – eigene (Rothschild-) Zentralbank gegründet
Wie nach dem erfolgreichen Wörgler Freigeld ein auslandsfinanzierter böhmischer Gefreite an die Macht gebracht wurde und 1944 die britisch (U) israelischen Freunde Attentat auf Hitler verhinderten
Simpel: Dieses Bier hat 30 % Zi(o)nsanteil
http://localchange.files.wordpress.com/2010/11/img_0999.jpg
Morgen ist Welt-kriegs Tag und die Hinken wie die Brechten schaukeln ihre Eier.
August 31, 2011 at 09:17
PS: Irgendwo schrieb Marx sinngemäß, dass Zins die Bourgeoisies nur untereinander zahlen … nun Marx kannte noch nicht die modernden modernen Finanzgenies welche Geld aus dem Nichts erschaffen
August 31, 2011 at 11:03
@ o janich schreibt:
“Unter ganzes Konzept ist darauf ausgerichtet die Reallöhne der Arbeiter anzuheben (Zentralbankmonopol = Inflation und direkte Steuern und Abgaben abschaffen). Steuern für Reiche können wir dann leider nicht anheben, weil es keine direkten Steuern mehr mit. Reiche zahlen aber nie Steuern, weil sie einfach in Stiftungen oder ins Ausland gehen.”
nein, steuern für reiche können dann nicht mehr erhoben werden, natürlich nicht und richtig, die brauchen dann auch endlich nicht mehr ins ausland gehen oder “stiftungen” gründen. sie werden endlich auch noch als saubermänner dastehen in ihrer ekelerregenden gier und ihrem drauf scheissen wenn andere verhungern. woher kommt denn aber ihr reichtum? von ehrlicher arbeit?
und richtig, alle regularien abschzuschaffen wird gaaanz bestimmt zu mehr freiheit führen und zu besseren verhältnissen für alle…..haaaaaaaaaaahahahahahaha!
und der sozialstaat ist sowieso ne schmarotzerangelegenheit, oder? abschaffen das ganze parasitensystem und völlig von der wohlbekannten gnade der wohlhabenden abhängig machen, staatlich legitimiert und am besten noch kirchlich abgesegnet
ingo meyer hat gut geantwortet darauf:
“Ich denke auch, dass wir mehr aktiven politischen Widerstand gegen den Neoliberalismus und die Eurokraten brauchen, und vor allem mehr, und nicht weniger, Staat und staatliche Regulierung…so sollten Großbanken verstaatlicht werden, die Finanzmärkte müssen massiven staatlichen Regularien unterworfen werden, und der Sozialstaat muss natürlich auch erhalten bzw. wieder ausgebaut werden!”
August 31, 2011 at 11:10
Habe ich das richtig verstanden? Hans-Olaf henkel will eine Partei gründen, die uns die DM zurück bringt, über Zinsen verliert er kein Wort, die PdV ist gesprächsbereit? Meint ihr die PdV, die in Berlin ca. 120 Mitglieder hat, von denen wiederum 10-20 sich 8 x hintereinander samstags ab 11:00 vor dem Kanzleramt zusammenfanden, um gegen den Rettungsschirm zu protestieren?
Na denn man tau!
August 31, 2011 at 11:11
@freiheitsmensch
“Nach Jahrzehnten des allumsorgenden Obrigkeitsstaates sind viele Menschen leider daran gewöhnt das man alles durch Regulierung und Vorschriften in den Griff bekommen könnte….etwas Anarchie im Denken täte diesem Land Mal ganz Gut!”
oh ja, anarchie, aber nur im denken was die schmarotzerschicht angeht, oder?
und, jetzt haben die sich auch noch daran gewöhnt vom staat zu leben! die sollen doch eigentlich verrecken, wenn sie sich keine chancen durch geburt oder glück sichern konnten, in einer welt, wo du dir unter umständen den arsch aufreissen kannst bis zum hals und dennoch nur brotkrümel zum essen hast. hungerlohn aber ackern wie ein wohlgenährter gaul? auch ein weg zur bevölkerungsreduktion und dabei sogar produktiv bis zum letzten atemzug.
ach nein, stimmt ja, die reallöhne sollen ja auch ein bischen angehoben werden….für die die in einer deindustrialisierten welt noch einen job finden, von echter arbeit will ich gar nicht anfangen zu reden.
wie wäre es mit einer echt anarchischen aktion gewisse banken zu verstaatlichen?
@ gerd “…die Marionette Henkel hat wohl von der City die Genehmigung und Aufgabe den Kritiker zu geben.”
sie meinen hameln flötet wieder?
August 31, 2011 at 11:12
Hubert: Nicht den eigenen Frust auf andere projizieren!
August 31, 2011 at 11:34
“…sondern ein massives Einnahmeproblem…”
@catweazle, Sie haben vor allem ein Erkenntnisproblem.
Zwischen 2002 und 2006 sind die jährlichen Steuereinnahmen des Staates um 120 Mrd. angewachsen. Das sind rd. 30 % oder Wachstumsraten zwischen 4 und 5% … das Wirtschaftswachstum lag irgendwo bei 2% p.a..
Wenn keine “Pflege und Betreuung für kriegsblinde Straßenkinder” finanziert werden kann, obwohl die Steuermehreinnahmen zwischen 02 und 06 bei 350 Mrd. Euro lagen, sollt man davon ausgehen, daß es wohl ein paar andere “Hindernisse” gibt.
Eine DM-Partei wird keinen Erfolg, weil niemand Relevantes sie unterstützen wird.
August 31, 2011 at 11:37
mein Frust? Woher? Mir geht es gut, danke der Nachfrage.
August 31, 2011 at 11:38
Die deutschen Republikaner wollen DM und nationale Bundesbank ebenfalls zurück.
Die BüSo will einen Goldstandard, ein neues Bretton Woods Abkommen, ein neues Glass.Steagal Gesetz, ein Trennbanksystem und verweist bauf den Angelides Bericht.
Zurück zur DM und den Euro nur noch als transnationale Verrechnungseinheit will sie…
Venezuela setzt auf Barter-Geschäfte…
Die Humanwirtschaftspartei will ein Freigeld bzw. eine Schwundgeld-Währung…ich bin Mitglied im dt. Freiwirtschaftsbund!
http://www.freiwirte.de
August 31, 2011 at 11:39
@Catweazle
Ich les mir so einen Unsinn gar nicht erst durch. Mir haben 2-3 Videomitschnitte auf YouTube vollkommen ausgereicht, um mir ein Urteil über Oliver Janich und seine Partei der Vernunft zu bilden. So wirklich für voll nehmen kann ich ihn und seine anarchistischen Phantastereien beim besten Willen nicht.
Wenn ich sehe, wie ungleich Einkommen und Vermögen in unserem Land verteilt sind und wie hoch der Staat bei den Vermögenden dieser Welt verschuldet ist, und dann ein Mann um die 40, dem man eigentlich etwas mehr “Vernunft” zutraut, daherkommt und mit so einem revolutionär dummen Vorschlag daherkommt, alle direkten Steuern und Abgaben abzuschaffen und nur noch Verbrauchssteuern oder vielleicht auch gar keine Steuern mehr zu erheben, weil wir in Zukunft ja alles eigenverantwortlich selber regeln, dann hat er in meinen Augen einen an der Klatsche (sorry, wenn ich das so sagen muss).
Das Problem ist auch nicht der Euro an sich, sondern die neoliberale Politik der letzten 30 Jahre, die diese Kapitalkonzentration basierend auf Spekulation überhaupt erst möglich gemacht hat. Die Staaten müssen einfach solider wirtschaften und sich über das Steueraufkommen und nicht über Kredite von Privatanlegern finanzieren. Gegen Eurobonds für klamme Staaten ist eigentlich gar nichts zu sagen, wenn sie für dringende Investitionen verwendet werden (aber nicht für den Konsum !!!), sich im Rahmen halten und zum Diskontsatz von der EZB aufgelegt werden. Wichtig ist nur, dass die Banken an diesem Geschäft nicht mehr verdienen. Wer sich nicht daran hält, muss eben aus dem Euro-Verbund rausgeschmissen werden.
Ich bin aber klar gegen diese “Vereinigten Staaten von Europa” mit einer Zentralregierung in Brüssel, Paris oder Berlin, erst recht wenn sich die Politik an den Interessen von Banken und Konzernen ausrichtet. Außerdem sehe ich die Gefahr, dass wir immer stärker in imperialistische Kriege hineingezogen werden.
August 31, 2011 at 13:28
Goldstandard … so sollte nach WK I die Bürger des Staates Deutsch die Reparationen bezahlen … ein als anti**** verschrienes Buch von Ulrich Fleischhauer (Gerichts-Gutachten zum Berner Prozess) hatte sich mit der unmöglichkeit des Goldstandard beschäftigt … nachdem das Gutachten seit über 75 Jahren unbeantwortet, sei daran erinnert
August 31, 2011 at 13:46
Wenn ich sehe, welche linken Geistesblitze solche Genies wie Chicano, Thomas oder Hubert hier produzieren, dann wundert es mich nicht dass das einzige was Linke überall auf der Welt produzieren, Armut, Niedergang und Pleite ist. Aber was will man von verbohrten, lernresistenten Ideologen schon erwarten.
August 31, 2011 at 14:30
@Libertäre Stimme, nachdem Mitglieder der KPF als “Wütende, die sich immer für Menschenrechte eingesetzt haben” und ehem. Bewunderer der Roten Garden und Pols Pots von ihren buddies in der Presse als “wertkonservativ” bezeichnet werden, träumt auch Otto-Normal-Kleinbürger vom Großen Reinemachen.
“Im Jahr 2003 konnte nahezu jeder zweite (48,8%) der 37,9
Mill. Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland Haus-
und Grundbesitz sein Eigen nennen.” – destatis
… und das alles von Hungerlöhnen.
Ich frage mich immer, wer denn da wen enteignen will. Schon ein Verzicht staatl. Finanzierung von “Privatschulen” dürfte wütendste Proteste auslösen … bei Stadträten mit Parteibuch der Linkspartei.
August 31, 2011 at 14:34
@ “Libertäre Stimme” Zu diesen Ausführungen kann ich nur eines sagen: Langweilig! Man kennt diesen abgestandenen Sermon im übrigen nur allzu gut, denn die etablierten Politikerdarsteller wie Merkel und Co. geben ihn ständig von sich. Ziel dieses den Herrschenden dienenden und von den Medien vebreiteten “Die DDR war böse und ist an allem schuld”-Kultes ist auch nicht die ehrliche Auseindersetzung mit den Fehlern des Sozialismus. Es geht ganz einfach darum, von den heutigen Untaten und Verbrechen des neoliberalen Kapitalismus abzulenken…im Gegensatz zum asozialen Neoliberalismus tun DDR und UdSSR heute niemanden mehr was, ganz einfach deshalb, weil es sie nicht mehr gibt… Und natürlich sind wir auch nicht in den Weg in eine neue DDR, eine solche Behauptung wäre absurd. Vielmehr haben wir es mit einem entfesselten Kapitalismus angloamerikanischer Prägung zu tun, und es sind heute die etablierten Parteien, die radikal und extrem agieren – und zwar marktradikal und extrem kapitalhörig! Man sollte nicht die Linkspartei, sondern die marktradikale FDP verbieten, meine ich, und ich bin kein großer Freund der sogenannten Linkspartei (auch, wenn es dort noch gute Leute gibt), die ist mir nämlich zu libertär!!
August 31, 2011 at 14:36
Libertäre Stimme: Ich glaube nicht, dass die von Ihnen genannten sich alle als Linke bezeichnen. Bei der Definition anderer Positionen scheinen Sie mir selbst etwas doktrinär.
August 31, 2011 at 14:41
@derherold
“Zwischen 2002 und 2006 sind die jährlichen Steuereinnahmen des Staates um 120 Mrd. angewachsen. ”
Bitte bitte, wenn schon mit Zahlen um sich schmeißen, dann die korrekten nehmen. Das gesamte Steuereinnahmen in Deutschland 2002 betrug 441.705 Milliarden Euro und im Jahre 2006 waren es 488.444 Milliarden Euro. Wie man da auf ein Anwachsen von 120 Milliarden Euro jährlich kommt ist mir echt schleierhaft. Aber auch sehr viele andere Behauptungen der PdV sind schlicht erstunken und erlogen. Man hat da wohl viel von den Mainstream-Medien gelernt oder? Erst einmal Märchen erzählen und wenn man es oft genug tut, dann glauben es die Menschen.
August 31, 2011 at 15:46
@ JE: mag schon sein dass diese Herren sich selber nicht als Links definieren, aber was heißt das schon. Wird ein Hundehaufen zu Gold nur weil ich ihn als Gold bezeichne?
Es gibt ja heute auch massenhaft Leute die nicht erkennen (wollen/können) dass wir dem Sozialismus schon längst näher sind als der Marktwirtschaft. Diese Leute glauben wir hätten Turbokapitalismus, dabei ist es schlicht der Sozialismus der hier am Wirken ist, der wie immer Niedergang und Armut produziert. Aber was sind bei solchen Begriffstäuschungen die alten politischen Bezeichnungen überhaupt noch wert?
@Catweazle: Soso, welche Behauptungen der pdv sind denn erstunken und erlogen? Die wichtigsten Zahlen und Fakten sind leicht nachprüfbar und beruhen z.B. auf Daten von Eurostat (was die Herkunft und Verwendung von Steuermitteln in D angeht). Selbst wenn diese falsch sein sollten, dürfte es dennoch kaum bessere öffentlich zugänglichen Infos diesbezüglich geben. Oder haben Sie welche? Das darf ja wohl bezweifelt werden.
August 31, 2011 at 16:32
Libertäre Stimme: Hätten Sie mein Editorial in COMPACT 8/2011 gelesen, wüßten Sie, dass der Begriff “Sozialismus” für diese Entwicklung Quatsch ist. Allenfalls von Bankiers-Sozialismus könnte man reden, aber das wäre ein schwarzer Schimmel.
August 31, 2011 at 17:19
ich unterstreiche ingo meyers antwort an den aufgeblasenen fatzke, und schreibe nichts weiter dazu bevor ich mich im ton vergreife
August 31, 2011 at 18:28
@ JE: Kommt drauf an was man unter Sozialismus versteht. Wahrer Sozialismus ist nichts anderes als freie Marktwirtschaft, die Wohlstand für alle schafft. Überall auf der Welt in verschiedenen Bsp. nachprüfbar, und so auch annähernd praktiziert in den 50ern/60ern in der BRD, bevor die Marktwirtschaft immer weiter kaputt gemacht wurde. Auch das jetzige Finanzsystem und die Banken/Euro-Rettung haben mit Marktwirtschaft nicht das Geringste zu tun.
Dass Sozialismus prinzipiell nichts mit dem zu tun hat, was man landläufig darunter zu verstehen pflegt (Wohlfahrt, Hilfe für die Bedürftigen etc.), sollte eigentlich jeder wissen. Im Deutschen sagt man schließlich, gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht. Sozialismus (so wie ihn Linke und Sozis mit ihren Sozialstaatsvorstellungen verstehen) ist vielleicht gut gemeint, definitiv aber das Gegenteil von gut gemacht.
Profitieren tun letztlich immer dieselben, nämlich die Herrscher und die Banken (sofern man da überhaupt unterscheiden kann). In der DDR nicht anders als heute im BRD-Wohlfahrts-Sozialismus. Auch der Euro-Rettungswahnsinn hat mit Markt nichts, aber auch gar nichts zu tun, ist vielmehr ein sozialistischer Vorgang, socialism for the rich – in diesem Fall ist dies ein weißer Schimmel
August 31, 2011 at 19:43
@Catweazle, pardonnez-moi !
2008.
Zwischen 2002 und 2008 um 120 Mrd. Euro.
30% Steigerung der Steuereinnahmen zwischen 2002 und 2006 wären ja auch keine 4%, sondern 6% Zunahme p.a. … das wäre dann das Dreifache des Wirtschaftswachstums.
Zunahme KSt und ESt von I. Hj 2010 auf 1. Hj 2011: 9,5%
Trotz Mehreinnahmen von 22 Mrd. der o.g. Steuern binnen eines Jahres können immer noch keine Kita finanziert werden ?
In Westeuropa Staatsquote von 45% und das ist “entfesselter Kapitalismus” ?
August 31, 2011 at 22:10
“Was werden dann die Dissidenten wie Schäffler (FDP), Gauweiler, Bosbach und Wilsch (CDU/CSU) tun? Der frühere Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-”Olaf Henkel, versucht offensichtlich, diese vernünftigen Parteirebellen in seine Offensive einzubinden. Er kündigt bereits jetzt für den Oktober Großveranstaltungen an (siehe unten). Aufhorchen lässt seine explizit formulierte Hoffnung auf Bürgerbewegungen und neue Parteien. Ist da was im Busch? Noch beim COMPACT-Interview in der Ausgabe 3/2011 hatte sich Henkel dezidiert gegen eine Parteineugründung ausgesprochen. Oliver Janich, Chef der euro-kritischen Partei der Vernunft, hat bereits erklärt, offen für Gespräche zu sein.”
Als “vernünftigen Parteirebellen” kann man allenfalls Gauweiler bezeichnen, der ist aber auch entsprechend isoliert.
Ansonsten kann ich nur davor warnen, auf solche liberalen oder konservativen “Dissidenten” wie die anderen erwähnten Personen große Hoffnungen zu setzen oder die gar als strategische Bündnispartner für eine rechtspopulistische reine Anti-Euro- und Pro-DM-Partei zu betrachten.
Es muß doch vorrangig gegen die EU-Bürokratie gehen, und gegen die hat von den genannten Personen auch nur Gauweiler grundsätzliche Bedenken.
Zu der platten antisozialistischen Propaganda der hier postenden “Libertären” werde ich mich im übrigen nicht weiter äußern, da kann ich dem, was Ingo geschrieben hat, nur zustimmen.
Fazit: mit neoliberalen und/oder libertären Ideologen wie Henkel, Janich & Co kann man vielleicht mal eine Veranstaltung machen, mehr aber nicht.
Und da muß man sich dann aber als fortschrittlicher Linker und erst recht als Sozialist von ihnen auch deutlich abgrenzen.
August 31, 2011 at 22:15
die Kritik von einigen hier an der PDV halte ich für überzogen, wer das Buch “Das Kapitalismus-Komplott” gelesen hat, merkt sofort daß der Author Oliver Janich nicht ein neoliberales System wie es jetzt vorhanden ist, befürwortet, und die PDV stellt auch keinen faulen Abklatsch der FDP dar. Ich halte die in dem Buch vorgeschlagenen Lösungen für absolut einfach und schnell umsetzbar, die dann einen wahren Wohlstand für die ganze Bevölkerung bringt.
Zwei Punkte wo ich mit Janich nicht einverstanden bin, ist sein Festhalten an der klassischen Energiegewinnung über Kohle, Öl und Gas und zweitens seine Kritik am Elektroauto (da kann ich einige Vorteile aufzählen, und warum sich die Autoindustrie wehrt die E-Autos schon längst in hohen Stückzahlen zu bauen… Ölkartell & USD).
Also ich bin für Autarkie, kleine Ortsgemeinden die sich autark selbst verwalten/handeln mit einem Dorfrat und gesunde Landwirtschaft betreiben, dazu hilft in erster Linie die Unabhängigkeit von konventioneller Energiegewinnung, Solartechnik ist der erste Schritt (ich bin gegen Windkraft), später kommt sowieso die Freie Energie (gibt´s schon wirklich, Nikola Tesla hat da schon vieles erreicht, ein wahres Genie dieser Mann). Jetzt seh ich schon den Fendel wie er auf seine Tastatur hämmert, daß das alles Nonsens ist
Euch allen einen angenehmen Abend und Nachtruhe, es wird schon alles werden, wie heisst es doch so schön: “Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her”.
September 1, 2011 at 00:16
@sixty: Stimme dir absolut zur! Es muss nicht nur darum gehen, die unsozialen EUrokraten in die Schranken zu verweisen – sondern auch gegen jegliche neoliberale und marktlibertäre Tendenzen, Sozialabbau und libertäres Apologententum des entfesselten Marktradikalismus!
Wir haben hier nicht zu viel, sondern zu wenig Sozialismus!! Echten Sozalismus, wohlgemerkt – nicht das, was die grünen Ökolibertären und die anti-sozialdemokratische sogenannte SPD darunter verstehen!! Und schon gar nicht den Pseudo-Sozialismus für superreiche Bonzen und Bankster nach dem infamen Motto: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert!
Es hilft uns daher nur noch eines: Kapitalismus abschalten, bevor er uns abschaltet!
Wer jedoch noch mehr Kapitalismus will, ist nicht Teil der Opposition, sondern – sei es auch unbewußt – Handlanger der rücksichtslosen Herrschenden, der ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems!
September 1, 2011 at 19:47
“Wahrer Sozialismus ist nichts anderes als freie Marktwirtschaft, die Wohlstand für alle schafft.”
Ach nee … da treffen sich die “Libertären” genau mit der “Linkspartei”, die in Gestalt der Wortführer ihres “linken Flügels” (!) Sahra Wagenknecht und Lafontaine in genau dasselbe Horn tutet.
http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/987.ich-will-ludwig-erhard-zu-ende-denken.html http://www.tagesspiegel.de/politik/sozialisten-sind-die-wahren-liberalen/4250886.html
Wollt ihr nicht auch noch in diesen Laden (der allerdings bald auseinanderfliegen dürfte) eintreten?
September 1, 2011 at 21:41
Ich hatte das brillante Henkel-Interview im Compact-Magazin gelesen und es gleich danach eingescannt und weiterverschickt. Bis dahin war ich gegenüber Henkel eher skeptisch eingestellt, aber jetzt weiß ich er meint es ehrlich. Seine geplante Vortragsreihe bestätigt diesen Eindruck. Und hey, was kann uns denn besseres passieren, wenn jemand mit seiner Bekanntheit die EU-skeptische Bewegung unterstützt! Ich freue mich über sein Engagement und hoffe dass sich weitere Leute anschließen!
September 1, 2011 at 22:16
Was mich hier in den Kommentaren übrigens manchmal stört ist der Umgangston! Nicht nur hier, auch in vielen anderen Blogs und Foren ist folgendes zu beobachten: Wann immer jemand eine Alternative vorstellt – egal was es ist – gibt es sofort 2-3 Leute, die gedankenlos draufbashen. Ich frage mich dann: Kann jemand, der eine so aggressive Sprache wählt überhaupt noch klar denken? Ist er Teil einer möglichen Lösung oder eher Teil des Problems?
September 1, 2011 at 22:26
“Partei der Vernunft” –
gehts auch noch langweiliger?
Warum reden die Leute nicht Klartext und sagen, was sie wollen: “D-Mark-Partei”, “Volkspartei”, Deutsche Freiheitspartei” oder was auch immer. Aber doch nicht “Fencheltee-Partei”.
Henkel kann durchaus Erfolg haben, er ist ja seit Jahren der Hans-Dampf in allen Gesprächsrunden. Dann hätte ich gerne noch Sarrazin dazu, also eine Doppelspitze. Diese Partei würde auf Anhieg auf Platz 1 kommen.
September 2, 2011 at 10:42
max payne
“Wann immer jemand eine Alternative vorstellt – egal was es ist – gibt es sofort 2-3 Leute, die gedankenlos draufbashen. Ich frage mich dann: Kann jemand, der eine so aggressive Sprache wählt überhaupt noch klar denken? Ist er Teil einer möglichen Lösung oder eher Teil des Problems?”
sie unterstellen gedankenloses draufbashen bei den von ihnen ausgemachten personen. wie gut das sie sich gedanken machen und natürlich teil der lösung sind.
natürlich haben sie als teil der lösung auch das recht anderen gedankenlosigkeit einfach mal zu unterstellen. damit haben sie ihren aggressioneslosen und lösungsorientierten stil wahrhaft deutlich machen können
September 2, 2011 at 10:43
@ ingo mayer
daumen hoch!
September 2, 2011 at 10:43
@Thomas
August 31, 2011 at 11:39
Du bist mal wieder ein typisches Beispiel von Leuten, die auf gewissen Gebieten einen erheblichen Wissensmangel an Fakten haben. Anders kann ich mir Dein Post nicht deuten.
Du solltest Dich dringend mal mit der Geschichte der Steuern auseinandersetzen und wozu diese wirklich da sind. Und nimm gleich noch das Geldsystem und ganz besonders das Modell “Bank of England” dazu. Ich finde es eine Frechheit von Dir, anderen zu unterstellen sie hätten einen an der Klatsche nur weil du unzureichend informiert bist.
Die Reformen müssen viel, viel grundlegender durchgeführt werden. Doch dazu muß man erst einmal bereit sein zu erfassen, was hier wirklich abgeht. Und man muß einen viel größeren Zeitraum in Betrachtziehen als die letzten 30 Jahre. Besser wäre es die letzten 5000 Jahre (!) zusammenhängend zu sehen, zu studieren und dann kommt man irgendwann zu einem Ergebnis, daß hier eine ganz große Nummer abläuft, die den Verstand vieler übersteigt. Ich mache Dir allerdings keinen Vorwurf, Du wurdest offensichtlich von Schule und Medien so konditioniert, keinerlei Fragen zu stellen, bzw. Dinge in Frage zu stellen. Ich jedoch mache das schon sehr lange. Und ich ecke auch damit an. Doch das ist mir inzwischen egal.
Andreas Popp beschreibt in diversen Videos auf Youtube sehr schon, was es mit der Demokratie auf sich hatte und wie diese wirklich funktioniert hatte. Da müssen wir wieder hin. Und auch das FED-Geld muß wieder weg. Aber das ist für die meisten Leute schon des Denkens zuviel. Und deshalb haben die Leute im Weissen Haus und in der FED auch weiterhin leichtes Spiel mit Euch, weil Ihr Euch geradezu weigert, verstehen zu wollen. Und sie unterstützen Euch auch in der Weigerung. Damit ihr nicht die Wahrheit erkennt. Davor haben sie die größe Angst.
Also: Nicht andere Leute sofort für verrückt erklären – aber vielleicht mehr forschen und hinterfragen und den (eigenen) Horizont nicht als Grenze ansehen. Hinter dem eigenen Horizont ist die Welt nicht zu Ende.
Ich übrigens möchte für den Rest des Lebens partei- und konfessionslos bleiben. Solange man farblich nicht einordbar ist, kann man sehr viel mehr lernen – und auch bewegen, im Hintergrund…
September 3, 2011 at 11:55
Chicano, so wirkt es halt auf mich. Und du musst zugeben, dass in vielen Blogs und Foren in sehr vielen Beiträgen einfach nur gestritten wird, ohne die Themen wirklich in der Tiefe zu diskutieren. Lösungsorientiert sieht anders aus. Der Respekt vor dem anderen sollte schon da sein. Ich habe nicht explizit dich gemeint sondern ganz allgemein darauf hingewiesen. Aber offenbar fühltest du dich angesprochen.
September 4, 2011 at 15:19
Gut gesagt, MGC51.
Natürlich kann man auch ohne Partei etwas tun!
Es gibt inzwischen mehrere Initiativen, bei denen man mitmachen kann.
Hier mal ein Beispiel: http://www.souveraen.info
Man sollte niemals unterschätzen wieviel man bewirken kann wenn man mit gleichgesinnten zusammenarbeitet.
September 5, 2011 at 18:55
@ max payne
“Ich habe nicht explizit dich gemeint sondern ganz allgemein darauf hingewiesen. Aber offenbar fühltest du dich angesprochen.”
nein, fühle mich gar nicht angesprochen. ich finde es nur paradox hier einerseits leuten zu unterstellen, dass sie gedankenlos bashen und anderseits für eine gute diskussionskultur zu plädieren. ich finde das sich hier eigentlich alle gedanken machen, auch wenn ich mit den gedanken vieler hier nicht übereinstimmen mag.
so oder so, halb so wild…have a nice day
September 5, 2011 at 18:58
@ mgc51
allerdings, die fed ist ein thema an dem man sich niemals zuviel festbeißen kann. das “ding” gehört auf den müllhaufen der geschichte. so schnell wie irgend möglich!
muss man sich mal zu gemüte führen. die lizenz zum geld drucken und gegen zinsen an den staat zu verleihen! gehts noch?
September 5, 2011 at 19:15
@MGC51: Das klingt ja fast schon wieder verschwörerisch: Ein System seit 5000 Jahren? Reiche zerfallen und gedeihen, Völker werden vernichtet und neu geboren, Herscher und Regierungen wechseln und das politische Gebilde von damals war ein ganz anderes als heute. Und trotzdem unterliegen wir seitdem einem System? Ahja.
Ich will nicht sagen, dass es mal kein System gab, aber über tausende Jahre ein und die selbe Nummer? Vielleicht verstehe ich sie auch falsch.
Steuern, ob ursprünglich mal mit guten oder schlechten Absichten, sind momentan notwendig. Ein Staat kann sich nicht automatisch selbst bezahlen. Oder wollen sie etwa den Arbeitslohn auch gleich abschaffen? Wofür wird dann gearbeitet? Ein Großteil der Bevölkerung arbeitet vor allem auch, weil es so viel Geld einbringt. Ein system wie jetzt beispielsweise in “Star Trek” wäre zwar schön, aber unrealistisch. Das erfordert eine Umdenke, die letztenendes fast schon mehr Kosten statt Nutzen bringt.
Oktober 9, 2011 at 16:32
Die Apologeten der Kapitalherrschaft erinnern an die hartnäckigen Verteidiger der Idee des Sozialismus. Hält man ihnen die Mängel des real existierenden Systems vor, dann
–sind entweder die Anderen schuld (der Klassenfeind/der Staat/die “sozialistischen” Politiker)
oder
– ihre Idee ist bislang nicht (oder nicht vollständig) realisiert worden. Ihre Lösung für die Probleme des Realsozialismus/Kapitalismus lautet immer: more of the same !
Verwunderlich ist das nicht. Denn die Krise, die dem Realsozialismus die Lebenslichter ausblies, hat längst auch die Gewinnerregionen des Weltmarktes erreicht. Hinter dem Realsozialismus verbarg sich ja nichts anderes, als ein “staatskapitalistisches System nachholender Modernisierung”.
Was Deutschland anbetrifft, so liegt die Schuld für den Ausverkauf der “Deutschland-AG” eindeutig bei den wirtschaftlichen Eliten, die, sei`s aus Verblendung oder masochistischer Lust, sei`s, weil sie geschmiert worden sind, sich zu Erfüllungsgehilfen des angelsächsischen Finanzkapitals gemacht haben. Nirgendwo sonst sind die wirtschaftlichen Führungskräfte derart entwurzelt, so gründlich amerikanisiert, mental in anderen Sphären beheimatet, als in dem Interesse für das Wohlergehen ihres eigenen Landes.
Darum ist Figuren wie Henkel nicht über den Weg zu trauen.
Yilmaz hat vermutlich Recht: Wenn es eine Lösung gibt, dann besteht sie im besonnenen Rückbau der Industriegesellschaft, im Abbau ihrer Großstrukturen.