Elsässers Blog

20.11., Berlin: Andreas Clauss, Was heißt Souveränität?, 19 Uhr, Halong-Hotel, Leipziger Str.54, Berlin

Gaddafi: Niederlage oder taktischer Rückzug?

Die Lage in Tripolis bleibt unübersichtlich

Das maßgebliche Ereignis von gestern  war die Einnahme der Gaddafi-Residenz durch die Contra-Rebellen am späten Nachmittag. Sie ist von großem psychologischen Wert, und dass sie stattgefunden hat, ist ein Indiz dafür, dass den Nato-Rebellen nicht, wie Saif Gaddafi in der Nacht zum Dienstag versprochen hatte, “das Rückgrat gebrochen” wurde. Angeblich wurde die Residenz durch britische Luftanriffe sturmreif geschossen, das konnte ich noch nicht überprüfen. Andererseits sind die östlichen Teile der Stadt immer noch von der Regierung kontrolliert, etwa das Stadtviertel um das Rixos-Hotel, und auch beim Flughafen ist die Sache nicht klar. Regierungssprecher Ibrahim sagte heute Nacht, die Stämme hätten  ein Oberkommando gebildet und würden jetzt die Rebellen und Tripolis bekämpfen. Das hieße mit anderen Worten, dass Tripolis weitgehend Gaddafis Kontrolle entglitten ist und nur durch Hilfe aus der weitgehend loyalen Provinz wieder unter Kontrolle gebracht werden kann.

Die Siegesfeier heute Nacht auf dem “grünen Platz” war auch interessant: Dass sie stattgefunden hat, zeigt, dass die Contras den Platz zum zweiten Mal erobert haben. Dass nur maximal 200 Leute dort waren (in einer Millionenstadt) weist auf die Isolation der “Befreier” hin.

 

Eine interessante Einschätzung habe ich vom Freidenker-Verband bekommen:

(Zitat Anfang) Bisher hat die NATO (auch bekannt als “die Rebellen”) nur in der fiktiven Welt von Al Dschasira/CNN/BBC gewonnen. Nicht nur Tripolis sondern der größte Teil von Libyen ist unter Regierungskontrolle. Die Regierung kontrolliert mehr Gebiete als am 19. März. Das realitätsferne Gerede der letzten Woche, “daß sich der Ring um Tripolis zusammenzieht”, war psychologische Vorbereitung auf die konzertierte NATO- und Al-Dschasira-Operation. Denn hätten die Medien wahrheitsgemäß berichtet, daß es keinen “Ring” um Tripolis gibt, hätte man sich gefragt, wie die Rebellen dann plötzlich dorthin gekommen sind. Antwort: Die NATO in ihrer Verzweiflung hat sie mit Schiffen an die Küste gebracht und ihnen unter der Deckung von (vermutlich seit dem Zweiten Weltkrieg) beispiellosen Luftangriffen das Eindringen in die Stadt ermöglicht. Das hat die Bürger von Tripolis zwar neben vielen Toten und Verletzten auch Nerven gekostet, aber man konnte eine vollkommen loyale Millionenstadt auf diese Weise nicht zu Fall bringen. (Zitat Ende)

Gute Berichterstattung AUS Triplois auf http://www.hinter-der-fichte.blogspot.com/ 

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94 Responses

  1. AndreasTT sagt:

    Solidarität mit Gadaffi? Dem Millionenspender der FDP, der Flüchtlinge aus Afrika gegen Euros in KZ sperren lässt, dem Premiumkunden der europäischen Waffenindustrie, dem Holzhammersäkularist? Wohl kaum! Der sog. Freidenkerverband, der vorallem frei von jeglichem Denken ist, als Quelle? Nur wenn ich mich lächerlich machen will oder im Sommer ’89 ins

  2. AndreasTT sagt:

    ins Koma gefallen bin.

    Wenn die Falschen das Richtige aus niederen Motiven tun, wird es dadurch nicht falsch. Noch hat das angloamerikanische Finanzkapital ja das libysche Öl noch nicht. Dazu wäre es sinnvoll, die Rebellen in ihrer Selbstbestimmung zu unterstützen, anstatt sich gepflegt rauszuhalten oder gar Gadaffi die Stange zu halten.

  3. juergenelsaesser sagt:

    AndreasTT: Jetzt haben Sie aber echt die Hosen runtergelassen … So haben Sie wahrscheinlich schon argumentiert, als die Nato-Freiheitskämpfer die Macht in Kroatien, Bosnien, im Kosovo, in Afghanistan undsoweiterundsoweiter übernommen haben. Sollten Leute wie Sie nicht endlich mal Bilanz ziehen, um klüger zu werden?

  4. waldhof sagt:

    Die regimetreuen Systemmedien der “BRD” widern mich schon lange an, aber was zur Zeit anläßlich der Vorgänge in Libyen abgezogen wird, unterbietet wirklich alles bisher Dagewesene! Da fällt eine völlig durchgeknallte NATO (North Atlantic Terror Organisation) gemeinsam mit irgendwelchen Steinzeit-Islamisten über eines der bisher bestorganisierten und wohlhabendsten Länder Afrikas her und diese ekelhaften Medienhuren feiern den “Sieg der Demokratie”… Ich fasse es nicht… Alles Gute dem Libyschen Volk und Gaddafi!

  5. Claudia Wädlich sagt:

    Sollten die Angaben vom Freidenkerverband zutreffend sein, dann erinnert die westliche Propaganda an den Glauben von Hitlers Anhängern an den vorgetäuschten Endsieg. Sie siegten sich auch nur zu Tode.

  6. Atheist sagt:

    @AndreasTT: Du scheinst nicht die Spur von Gerechtigkeitsempfinden zu haben! Oder aber Du bist der Dauerberieselung der gleichgeschalteten, systemtreuen Propagandamedien zum Opfer gefallen. Schade, dass Du im Sommer ’89 nicht ins Dauerkoma gefallen bist.

  7. Paul Singles sagt:

    This is not between bad und guys. This is maneuvering in a global power-game between Halliburton and many other US companies and their cronies in politics and in the (secret) intelligence services on one side and those thriving for independence on the other, with China, Russia (and its respective oligarchs), and some other middle sized countries (and their elites) on the other.

    I confess that I do not wish NATO (executing nothing more than US MIC wishes) any success in Libya, and not in Syria (which may come next), and certainly not in Iran wich has been on these guys agenda since more than 2 decades. Don’t forget that these guys had let Saddam Hussein attack Iran almost 30 years ago. A futeile attempt though it was a really dirty war with so many dead, and even gas used by Iraqi forces.
    But on the other hand I have not many sympathies left for Ghadafi who had lost touch with reality many years ago when he began to perceive himself as an agent of
    GOD. But anyway, all these aggressive intervetions by NATO in the past 20 years violated international law and the rights of so many peoples hit by them.
    Whoever has been a frequent guest in old Yugoslavia before 1993, also in Kosovo, and now comes back, knows how bad things have come out there. Europeans, mainly you Germans and also Austrians pay and work for some reconstruction. But to no avail. It’s all corruption there and lots of “trafficking” in which certain US crime networks have large profits..
    When will the population in western Europe wake up?

  8. Paul Singles sagt:

    Wanted to say: between bad and good guys…sorry.

  9. ManoloB sagt:

    Frieden für Libyen. Schluß mit dem Bombenterror!

    Unterzeichnen Sie jetzt den Aufruf vieler Künstler und Wissenschaftler!

    http://haraldpflueger.com/de/den-libyen-aufruf-jetzt-unterzeichnen-/der-aufruf.html

    Libya! What’s up? NATO destroy the tribes, social engineering in Africa, Iraq,everywhere!!!

  10. Oswald Spengler sagt:

    Nur Show dass ist alles.Ohne NATO Pampers geht es bei denen nicht.Massive bombardierungen haben den Weg freigemacht, Al-Ciaeda Schläferzellen verbreiten Shock an Awe.Massive Eloka.Trotzedem wird es nichts nützen.Die Contras haben einfach zuwenig Rückhalt.Was haben sie denn ausser Allah ist groß schon anzubieten.Nato Besetzung und Maximal Ausbeutung.Nichts mehr mit kostenloser Gesundheitsversorung,Bildung-billiger Nahrung und Wohnungen.
    Solange Quaddafi nicht getötet wird platzt der Bluff.Ich denke man will vorschnell den Sieg verkünden und Besatzungstruppen ins Land holen.Dann beginnt der Tanz erst richtig.Man denke daran dass im September das Mandat ausläuft.
    Für das Abschlachten der Zivilbevölkerung durch die NATO Truppen halte man sich ein Nürnberg 2.0 im Hinterkopf.

  11. Rappel 2 sagt:

    Also wenn die These des Freidenkerverbandes stimmt, dann hat die Nato offenbar aus dem Schweinebuchtfiasko in Kuba gelernt und seine Söldnertruppen diesmal erfolgreich an Land gesetzt. Ohne Tripoli kannst du ja das “oil for the west!” -Projekt vergessen.
    Aber ein Chapeau auch an Khadafi: er fightet wie ein Samurai, wirklich. gestern dachte ich schon jetzt haben sie hn gleich, aber Nein Moammar war schon weg Mal sehen, wann die Rebellen ihn bekommen… es bleibt spannend!

  12. Rappel 2 sagt:

    meine persönliche Prognose lautet, nach Khadafi ist Baschar Assad an der Reihe und dann zum Desert ist die Mullahtruppe im Iran. Die Nato bleibt das Maß aller Dinge, trotz ökonomischer Probleme!

  13. AndreasTT sagt:

    @Atheist: Gerechtigkeit für den Gadaffi-Clan? Ja, selbstverständlich, in der Weise, dass sie einen fairen, rechtsstaatlichen Prozess bekommen …wo sie dann sich auch zu ihren Privatkonten in der Schweiz etc. erklären können.

    Ad Freidenkerverband: diese Gruseltruppe ist ideologisch im Stalinismus hängengeblieben und wird, Marx sei dank, von niemandem ernstgenommen. Besonders pikant: wenn’s gegen ihre Lieblingsfeinde, die Regierungen der USA und Israels geht, dann verbrüdern sie sich auch schon mal mit den schlimmsten Islamisten. Tolle Atheisten sind das…

    Ach ja, und da schließt sich der Kreis: nur weil Gadaffi mal gegen Amis und Juden WAR, ist er jetzt “gut” und die Korangläubigen unter den Rebellen werden zu bööösen Islamisten, Terroristen und Al-Quaida-Zellen (die’s doch angeblich gar nicht gibt; sind doch alles westliche Dienste; oder wie jetzt?) umgedeutet. Wo bleibt dabei Ihr Empfinden für Logik?

  14. Föhnix sagt:

    Über Gaddafis mögliche Taktik hat sich Sepp Aigner einige schlaue Gedanken gemacht. Der Brother Leader hätte damit, dass er die Rebellen in die Stadt ließ, gezielt Flächenbombardements verhindert, die sonst gedroht hätten (und die nach der Niederlage der “echten” Rebellen erneut drohen!).

    Tripolis: Krieg, Propaganda und irgendwo dahinter die Wahrheit

    http://is.gd/D0zoVN

    Eine andere Vermutung über Gaddafis Taktik tauchte vorgestern in einem der letzten Interviews von Mahdi Nazemroaya auf, das er RT gab, bevor er in Tripolis verschwand (lasst uns hoffen, dass er trotz der Morddrohungen noch wohlauf ist und bleibt!). Der Geopolitik-Experte meinte, ihn erinnere die Situation an guerilla-ähnlichen Taktiken, die er von Jugoslawien kennt. Er erwähnt auch die enge Kooperation zwischen den beiden Ländern und dass Jugoslawien viel Ausbildung für Libyen (offenbar v.a. das Militär) betrieben hätte.

    https://rt.com/news/foreign-trapped-hotel-tripoli-975/

  15. Föhnix sagt:

    Ach, wie sich doch die Dummheiten der Menschheit immer und immer wiederholen…

    Jetzt haben sie ein altbekanntes Gespenst aus der Mottenkiste geholt, das natürlich wie maßgeschneidert ist, um 1.) die Brutalität des Krieges zu eskalieren und 2.) um Libyen mit Bodentruppen zu besetzen: die dreckige Bombe.

    IAEA official warns of Libya “dirty bomb” material

    http://english.alarabiya.net/articles/2011/08/24/163816.html?PHPSESSID=abc4nfd39mv660eqkfm6j51563

  16. Föhnix sagt:

    Ergänzung zur “dirty bomb”:

    Man stelle sich dieses herrliche Szenario vor: die Rebellen (inklusive al-Qaida) müssen mit allen Mitteln verhindern, dass al-Qaida an das Bombenmaterial kommt…
    Absurder geht’s kaum ;-)

  17. AndreasTT sagt:

    @juergenelsaesser: Würden Sie mich näher kennen, wüssten Sie, dass ich mich spätestens seit ich das nicht vergnügungssteuerpflichtige Vergnügen hatte an der Frankfurter Uni die Spontis von der traditionsreichen Internationalen Liste/Undogmatische Linke und ihr Bosnien-Projekt kennengelernt zu haben, gegen die NATO- und insbesonders Bundeswehrintervention im damaligen Jugoslawien ausgesprochen habe. Besonders meine Positionierung gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien zum alleinigen Nutzen und Frommen eines racktets von Heroin- und Mädchenhändlern (und wie wir mittlerweile wissen auch Organhändler).

    In Afghanistan unterstütze ich unsere Soldatinnen und Soldaten, die von einer Marionettenregierung im Auftrag und zum alleinigen Nutzen einer imperialen Macht als Söldner dorthin geschickt wurden. In keinem Fall aber die deutsche bzw. NATO-Politik bezüglich der sog. Befriedung Afghanistans. Die stabilisiert nämlich nur die Macht der warlords und der korrupten Satrapen à la Karsai. Vor allem auf dem Hintergrund der Intervention der UdSSR – diese erfolgte nämlich zum Zweck der Verteidigung einer fortschrittlichen Regierung, die von einem Gutteil der Bevölkerung getragen wurde gegen die Angriffe der selbsternannten Gotteskrieger und ihrer imperialistischen Hintermännchen.

    Den Einsatz Operation Iraqi Freedom habe ich bis zum Mai 2003 gutgeheißen – als sich dann aber Saddams vorgebliches Arsenal von Massenvernichtungswaffen als potemkinsches Dorf entpuppte, war für mich die Bush doctrines erledigt.

    Was hat das aber mit Gadaffi zu tun? Was soll an dessen Regime – denn es war de facto auch nur ein Stellvertreterregime des sog. Westens – denn unterstützenswert (gewesen) sein? Ist es denn nicht ein himmelweiter Unterschied zwischen einem Putsch-Obristen und einem demokratisch gewählten Staatspräsidenten wie Slobodan Milošević? Haben die Menschen in der arabischen Welt denn kein Recht darauf, sich ihre Regierungen selbst zu wählen und selbstbestimmt ihre Länder zu gestalten? Soll es irgendwie progressiv oder gar der dernier cri sein, die Despoten zu unterstützen, die sich, meist nur verbalradikal, als Feinde der USA und Israels ausgeben? Na, das wäre aber Klippschulen-Antiimperialismus …und letzendlich Wasser auf die Mühlen der politischen Rechten eben in den USA und Israel. Oder woraus glauben Sie saugen solch unappetitlichen Vereine wie Unser Haus Israel, der Likud oder die Interventionisten bei den Republikanern Honig?

  18. juergenelsaesser sagt:

    AndreasTT: Danke für Ihre ausführliche Antwort. Jedenfalls sind Sie ein Mensch, der einen eigenen Kopf hat, und die Dinge/Länder jeweis konkret analysiert. Das spricht unbedingt für Sie! Trotzdem bin ich anderer Ansicht. Mir will nicht recht einleuchten, dass Sie Sympathien für die Intervention in Afghanistan hatten und der dortigen damaligen Links-Regierung Rückhalt in der Bevölkerung bescheinigen – und diesen Rückhalt bei Gaddafi nicht sehen. Sie zeichnen ihn negativ und Milosevic positiv – wobei es viele Ähnlichkeiten zwischen beiden gibt, im Guten wie im Schlechten (Korruption, Kompromisseln mit dem Imperialismus etc.). Ich habe jedenfalls aus den diversen “demokratischen” Systemwechseln der letzten 20 Jahre die Schlußfolgerung gezogen, dass das IMMER dem Imperialismus nützt. Wenn man es mit Autokraten zu tun hat, sollte man eher auf die Erneuerer INNERHALB des Regimes hoffen, anstatt auf die Umstürzler. In diesem Sinne ist China für mich eine Erfolgsstory: Nachdem der de facto pro-westliche Aufstand 1989 (Platz des Himmlischen Friedens) niedergeschlagen wurde, gelang dem System selbst eine unglaubliche Modernisierung. Warum sollte das in Libyen, Syrien und dem Iran nicht auch möglich sein?

  19. Föhnix sagt:

    Findet da zusammen, was zusammen gehört?

    Die Rebellen (feat. Al-Qaida!) bitten Israel um Hilfe:

    http://www.haaretz.com/print-edition/news/rebel-spokesman-to-haaretz-libya-needs-world-s-help-including-israel-s-1.380320

  20. prince charming sagt:

    JE, sie sehen den “Aufstand 1989 (Platz des Himmlischen Friedens)” also als negativ an? waren für die panzer?

    will ich nur mal wissen.

  21. prince charming sagt:

    naja, keine antwort ist…

  22. Roy Lanek sagt:

    gerd:

    Thank you for the links.

  23. Blue sagt:

    @AndreasTT: Ich stimme mit ihnen in vielen Punkten überein, vor allem in der Frage, ob das Gaddafi-Regime es wirklich wert ist, verteidigt zu werden. Die Libyer selbst haben Gaddafi nie zu ihrem Herrscher gewählt. Dass er 42 Jahre lang regierte, zeigt, dass er eine lange Begleiterscheinung und Figur Libyens war, es sagt aber absolut nichts darüber aus, ob er wirklich favorisiert wurde. Jeder, der inzwischen geboren wurde, sah einfach Gaddafi als Herrscher Libyens an, ohne es wirklich zu verstehen oder zu hinterfragen. Er wurde nicht auf demokratische Weise oder anders legitimiert, er war einfach da. Das löste Resignation und Nüchternheit im Volk aus. Ich habe mehr als einmal aus Berichten gelesen, dass die Libyer nicht unbedingt euphorisch waren, eher schienen manche sogar depressiv. Die jetzige Rebellion, ob durchs Ausland angestachelt oder nicht, war abzusehen. Teile der Rebellen sind bestimmt Angehörige von NATO, CIA oder was sonst so behauptet wird, aber nicht der Hauptteil.

    Zum Text des Freidenkerverbandes: Man wird sehen, wie viel Wahrheit dahinter steckt. Die Lage ist, wie Herr Elsässer schon sagte, unübersichtlich.

    @prince charming: Sind sie so ungeduldig? Ich denke Herr Elsässer befürwortet das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens nicht. Was da geschah, war ein Verbrechen. Wir wissen allerdings nicht, wie das heutige, chinesische Regime reagieren würde. Sie reagieren immer noch empfindlich auf Demonstrationen.

  24. AndreasTT sagt:

    Werter gerd: Unabhängig davon, dass ich den Eintrag von Rappel 2 allzu platt finde und die NATO keinstenfalls als das Maß aller Dinge – es ist ein Militärbündnis; nicht mehr und nicht weniger – ansehe, gebe ich im bezüglich dem Lauf der Dinge recht; de facto wird’s so kommen. Da beisst die Maus kein Faden ab und selbst tausend Friedensdemos werden’s nicht ändern … es sei denn China, Russland, Brasilien kriegen ihren Arsch hoch. Das nur mal dazu.

    Warum jetzt aber mal wieder die sog. jüdische Weltverschwörung in Gestalt der hasbara als Arschloch-aus-dem-Wandschrank herhalten muss, verstehe ich nicht so ganz. Wenn Sie sich die Mühe machen würden und VORURTEILSFREI die internationale Lage analysieren würden, dann kämen Sie niemals auf die Idee, dass die Umbrüche in der arabischen Welt, der Sturz (durch wen auch immer) der lokalen Despoten und eine Demokratisierung der islamischen Gesellschaften die Sicherheit der israelischen Bevölkerung erhöht – eher im Gegenteil. Unabhängig davon, dass die politische Rechte in Israel die sind, die aus den Bedrohungen, dem Terror, gegen jüdische Israelis Honig saugt, hat sich doch der Staat und die Regierungen Israels vortrefflich mit den Gaddafis, den Assads, den Saudis, den Mubaraks et al. arrangiert. Frei nach dem Motto: „Der Feind, den ich kenne ist mir lieber als der Feind den ich nicht kenne.“ Daher ja auch das schändliche Schweigen oder sogar Denunzieren der Revolutionen in Tunesien, Ägypten, Libyen und der Rebellionen in Syrien, Bahrein, Jemen usw. durch die rechts-rechtsextreme derzeitige Regierung in Jerusalem.

    Dass ein Sturz Ahmadinedjads ausser einem Segen für das iranische Volk automatisch das Ende für das iranische Atomwaffenprogramm bedeuten würde, glauben ja auch nur arg naive Zeitgenossen. Jedenfalls sind die Perser, die ich kenne, von kommunistisch bis monarchistisch, schon der Meinung, dass Atomwaffen, so sie denn für den Iran verfügbar wären, nicht ohne Nutzen für die Abwehr imperialer Ansprüche und arabischer Aggressionen wäre. Insofern wären Rappel 2 und ich nicht so die besten „Hasbara-Agenten“ ;-)

    Generell geht es mir erheblich auf den Zeiger – um es mal unverfänglich zu formulieren – dass Israel bzw. Juden als das Übel hinter allem, was denn das Gemüt des sich zu kurz gekommen Wähnenden erregt, halluziniert wird … wie z.B @Föhnix.

    Ohne jetzt Föhnix & Co. was unterstellen zu wollen: sonst ist es doch nur die „Mainstreamsystempropagandapresse“, die von Al-Quaida schreibt – die gibt’s doch eigentlich gar nicht. Warum bitte werden jetzt die libyschen Rebellen mit dem lable „Al Quaida“ stigmatisiert, wie’s sonst nur Schäuble und Freunde bei Muslimen, die par tout nicht von ihrem Glauben lassen wollen, tut … nur um mit der negativen Besetzung dieses Begriffs und einer konstruierte Verbindung zu NATO und Israel jetzt mal seine Ressentiments gegen Juden auszuleben?

    Dass Kritik an israelischem Regierungshandel leider allzu oft in Antisemitismus abgleitet, ist leider kein Gerücht, sondern kann exemplarisch hier: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm bewundert werden.

    Wem hasbara kein Begriff ist, dem sei http://www.hasbara.com/ und http://www.hasbarafellowships.org/ zur Info empfohlen. Ein gelungenes Konzept sehe ich darin nicht unbedingt, besonders wenn so ein Schmierstück wie Natan Sharansky darin verwickelt ist.

    Doch zurück zum libyschen Volk gegen Gaddafi. Gerade wenn islamistische Stömungen unter den Rebellen Einfluss bekommen sollte, gerade wenn die bewaffneten Kräfte der Rebellen mir modernen Waffen nach NATO-Standart ausgerüstet würde (oder bereits werden) ist DAS doch Sand ins Getriebe des finanzkapitalistischen Imperialismus … WENN die im Westen, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit „Menschenrechte!“ brüllen, mal ihren eigenen Anspruch ernst nehmen würden. Gerade weil Libyen durch seine Ölvorkommen und seine geographischen wie klimatischen Bedingungen als unabhängiger Spieler im Großen Spiel bestehen könnte, selbst bei einer starken Föderalisierung und einer u.U. eintretenden Zersplitterung der Macht. Wobei auch hier: da sind wieder wir gefragt. Dass z.B in Afghanistan die unsäglich Bande um Karsai nebst den üblichen warlords und Drogenbaronen die Macht inne hat, ist in erster Linie allen Westlern geschuldet, die vor Ort in unzähligen NROs und in den Redaktionsstuben zuhause die gesamte afghanische Misere sehenden Auges geschehen ließen. Warum nicht im Fall Libyen die Sache besser machen? Offen, ehrlich und vor allem selbstlos und OHNE eigene Profitinteressen die Rebellen zu unterstützen. Ob in Libyen oder Syrien oder die grüne Bewegung im Iran oder… Das wäre echter Antiimperialismus im 21. Jahrhundert!!! Frei nach JFK: „Frag’ nicht was die Menschen in diesen Ländern für Dich, für die notwendigen politischen Veränderungen in Deinem Land tun können, sondern frage Dich, was Du für sie tun kannst!“

  25. prince charming sagt:

    Blue
    bin ich mir grade nicht so sicher

  26. AndreasTT sagt:

    @Blue: die Frage, wie es nach Gaddafi weitergehen soll wird hier http://www.arabist.net/blog/2011/8/22/libya-can-the-rebels-rule.html interesant diskutiert.

    Den link libysche Rebellen-Al Quaida schlägt übrigens auch der ultrakonservative Publizist Daniel Pipes http://www.danielpipes.org/blog/2011/08/libyan-blues ein besonders brachialer Vordenker der neocons. Das zum Thema von gerd, Föhnix & Co. O-Ton: “Should that be the case in Libya today, then the miserable Qaddafi will prove to be better than his successors for both the Libyan subjects of tyranny and the West.”

  27. chicano sagt:

    andreas tt

    “Ach ja, und da schließt sich der Kreis: nur weil Gadaffi mal gegen Amis und Juden WAR, ist er jetzt „gut“ und die Korangläubigen unter den Rebellen werden zu bööösen Islamisten, Terroristen und Al-Quaida-Zellen (die’s doch angeblich gar nicht gibt; sind doch alles westliche Dienste; oder wie jetzt?) umgedeutet. Wo bleibt dabei Ihr Empfinden für Logik?”

    uralte melodie. wie mans eben grad braucht.

  28. juergenelsaesser sagt:

    chicano, andreas tt: nur zu einem punkt: natürlich ist al qaida ein hybrid aus fundis und geheimdiensten, das würden die freidenker genauso sehen.

  29. Ron Paul muß sich zwar mit direkten Äuerungen zurückhalten, wird aber trotzdem ganz deutlich in der Sache:

  30. Wieso klaptt das mit dem Videocode nicht?

  31. Rolli sagt:

    AndreasTT
    August 24, 2011 at 16:33

    @Blue: die Frage, wie es nach Gaddafi weitergehen soll wird hier http://www.arabist.net/blog/2011/8/22/libya-can-the-rebels-rule.html interesant diskutiert.

    Hm, ich kann kein Französisch, bitte Kerndiskussionsaussagen übersetzen oder solche Hinweise lassen.

  32. cosmopolit sagt:

    Rossijskaja Gaseta“: Kampf um Tripolis: Rebellen und Gaddafi ziehen in Propagandaschlacht:

    [….] Nach seinen Worten haben sich die Regierungstruppen absichtlich zurückgezogen, um die Aufständischen „in eine Falle zu locken“. Die Szenen mit jubelnden Rebellen seien nicht in Tripolis gefilmt worden, ergänzte er [Saif]. ….

    http://de.rian.ru/papers/20110824/260255218.html

  33. Oswald Spengler sagt:

    “Die Szenen mit jubelnden Rebellen seien nicht in Tripolis gefilmt worden, ergänzte er [Saif]. ….2

    Der grüne Platz ist 1:1 in Katar nachgebaut worden – falls man noch einwenig Filmmaterial braucht.

  34. Rappel 2 sagt:

    @Andreas TT Was ist daran platt, wenn ich meinen Respekt vor Herrn Kahdafi bekunde? Der Mann ist fast siebzig und wird von Rebellen und der Nato gejagd, Tripolis wird eingenommen aber der Mann kämpft unverdrossen weiter, hält Rundfunkansprachen und ist wie Thomas Crown nicht zu fassen. Das ist doch eine Riesenleistung!

    Aber klar ist doch schon, dass die Nato dabei ist, die gegend vom Maghreb bis zum Iran neu zu ordnen. Und wenn man hier erlebt hat, wie herr Elsässer hier jubiliert hat und regelrecht aphrodisiert war, als Herr Mubarak und Herr Ali gestürtzt wurde und heute sieht, wie der Westen das Ding umgedreht hat, der kann nicht umhin die Nato als Maß aller Dinge zu sehen

    Und man muss ja wahrlich kein Prophet sein, dass in der Reform des nahen ostens Herrr Assad und Herr Ahmedinedschad als nächstes an der Reihe sind.

    Und dann muß man auch positiv sehen, dass das Barrel 30 Dollar preisgünstiger geworden ist in den letzten Tagen!

    Jetzt wollen wir mal sehen, ob Moammar noch einen Trumpf in der Hand hat oder doch noch gekascht wird….

  35. Bruno sagt:

    @Oswald Spengler: Für mich der beste Beitrag!
    Bei den vielen Diktaturen bzw. autoritären Regierungen
    auf dieser Welt müssen wir doch klar den gesellschaftlichen
    Charakter einschätzen. Zwischen dem reaktionären Saudi-Arabien und Libyen (oder Kuba) liegen doch Welten.
    Die Solidarität gilt nicht sosehr der Person Ghadaffi, sondern
    dem Land Libyen als Opfer einer völkerrechtswidrigen
    Attacke der NATO.

  36. Kant sagt:

    @ Blue/@AndreasTT: Ich stimme mit ihnen in vielen Punkten überein, vor allem in der Frage, ob das Gaddafi-Regime es wirklich wert ist, verteidigt zu werden. Die Libyer selbst haben Gaddafi nie zu ihrem Herrscher gewählt. (…) Er wurde nicht auf demokratische Weise oder anders legitimiert, er war einfach da.”
    Ja,ja die demokratische Legitimation und die Meinungsfreiheit und dergleichen mehr. Im ‘land of the free and brave’ wurde Präsident demokratisch gewählt und ließ Vietnam ‘in die Steinzeit bomben und ‘sparte’ auch nicht mit Agent Orange und der demokratisch gewählte Präsident Nixon ließ den Chilenen Allende stürzen und Tausende ermorden und der demokratisch gewählte US-Präsident Bush jun. ließ den Irak überfallen und bombadieren und ermordete Zehntausende und vertrieb Millionen … die Aufzählung der ‘Wohl-Taten’ dieser DEMOKRATISCH Gewählten ist sicherlich unvollständig !
    Was wollt ihr damit eigentlich sagen ? Massenmord ist kein Problem, wenn vorher eine (braingewaschene und korrumpierte) Mehrheit von knapp 30 % solche Typen gewählt hat ?
    Fragt euch, was das Gaddafi-Regime für das Land getan hat und rechnet davon ab, was die gegnerischen Stämme im Osten per se gegen ihn sagen und auch das, was die von westlichen Geheimdiensten gekauften Libyier kritisieren. Eurer Meinung nach hat wohl Gaddaffi die Wikipedia-Statistiken zu den Lebensverhältnissen in Libyen gefälscht !

  37. Kant sagt:

    mit dem ersten Präsident is’ L.B. Johnson gemeint.

  38. Kant sagt:

    …noch ein Nachschlag für Blue/ATT:

    10 Gründe, um Libyen zu bombardieren

    HDI-Weltkarte (Quelle: Wikimedia Commons)
    Human Development Index (HDI; Daten von 2007, veröffentlicht am 4. November 2010)
    > 0.900
    0.850–0.899
    0.800–0.849
    0.750–0.799
    0.700–0.749
    0.650–0.699
    0.600–0.649
    0.550–0.599
    0.500–0.549
    0.450–0.499
    0.400–0.449
    0.350–0.399
    0.300–0.349
    < 0.300
    Keine Daten
    1.Libyen hat einen Index von 0,755 und damit den höchsten Lebensstandard von ganz Afrika. Nach den Kriterien des Human Development Index (HDI) aus dem Jahr 2007 ist es damit sogar vergleichbar mit europäischen Ländern wie Polen oder Portugal. Das ist erstaunlich, zumal 85 % Libyens Wüste (Sahara) sind und das Land äußerst trocken ist.
    2.Libyen hat das höchste Pro-Kopf-Einkommens Afrikas.
    3.Die medizinische Versorgung ist gratis. Bei schwierigeren Diagnosen oder notwendigen Operationen wurden Libyer jahrzehntelang ins Ausland geschickt. Auch Bonner Kliniken beispielsweise machten gute Geschäfte mit Patienten aus Libyen, denen ihr Aufenthalt staatlich komplett finanziert wurde. Jeder Libyer war mit 5000 Euro für den Krankenhausaufenthalt ausgestattet.
    4.Die libysche Sozialversicherung  umfasst weiterhin Witwen-, Waisen- und Altersrenten.
    5.Es besteht allgemeine Schulpflicht; der Unterricht ist bis zum Alter von 15 Jahren kostenlos.
    6.In den vergangenen Jahren verzeichnete Libyen ein hohes Wirtschaftswachstum und zog Gastarbeiter aus den umliegenden Ländern an.
    7.Über 70 % der Bruttoinlandsprodukts (BIP) werden über das Erdöl generiert. Größter Handelspartner ist die ehemalige Kolonialmacht Italien.
    8.Nach den Anschlägen des 11. September unterstützte Libyen das Recht der USA auf “Selbstverteidigung” und schloss sich dem “Kampf gegen den Terrorismus” an.
    9.2003 erklärte Libyen den Verzicht auf Massenvernichtungswaffen. Eine Vielzahl von Komponenten für chemische Waffen wurden vernichtet.
    10.2004 unterzeichnete Libyen das so genannte Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag. Die Internationale Atomenergie-Organisation hat seither umfassende Kontrollmöglichkeiten im Land.

    http://www.becklog.zeitgeist-online.de/2011/03/22/10-grunde-um-libyen-zu-bombardieren/

  39. VRIL sagt:

    mal undogmatisch : es wird nur umverteilt . Die Nato will das Öl falls es im Nahen Osten so richtig knallt . Persien wird von den yankees sicherlich nicht angeriffen – dies würde unweigerlich zu einem Ölversorgungsgau für viele Jahre führen ; darüberhinaus könnte der Iran saudische Ölfelder anzünden und die Straße von Malakka verminen ( ist zwar ne Ecke weit weg ; aber mit den entsprechenden Verbündeten machbar ) ; außerdem werden China + Russland einen us Angriff auf den Iran nicht hinnehmen .

    Gaddafi hätte ab 1990 den Schulterschluss mit den Chinesen suchen sollen ; er hat jede Option auf eine unabhängige arabische Politik verspielt .

    Libyen wird jetzt wahrscheinlich von nato freundlichen Stämmen kontrolliert werden – irgendwann mucken die Stämme im Westen des Landes auf wenn sie begreifen , daß sie von den Petrodollars nix abbekommen .

  40. Simon Pöpperl (Die Linke) sagt:

    Für Antiimperialisten kann es nur eine Haltung geben: Solidarität mit Gaddafi! Die sog. Aufständischen sind eine von der NATO geförderte Söldnertruppe im Dienste der One-World-Diktatoren. Ohne die Unterstützung von diesen, hätten die Rebellen keine Woche durchgehalten. Sie mussten sogar erst an den Waffen ausgebildet werden! Solidarität kann es nur mit den NATO-geförderten, pro-westlichen Aufständischen ODER mit Gaddafi geben. Eigentlich müsste die Entscheidung denkenden Menschen ziemlich einfach fallen.

  41. Stimme von irgendwo sagt:

    Ich stimme Herrn Pöpperl vorbehaltlos zu, auch wenn ich sicher kein LINKE-Wähler bin. Man soll sich nicht eine mögliche Zukunft mit den Rebellen zusammenphantasieren, die werden genau DAS tun, was die NATO ihnen befiehlt. Wie der Spargel heute berichtet, geben die Engländer jetzt ganz offen zu (Kopp- und Elsässer-Leser wußtren das längst), daß sie Killerkommandos OHNE Uniform bzw. in falschen Uniformen und Zivilklamotten in Tripolis herumlaufen lassen, ein eklatanter Verstoß gegen das Kriegsvölkerrecht, ien reinrassiges Kriegsverbrechen. So sicher sind sich die NATO-Mordbanden schon, daß sie alle welt ganz offen verhöhnen.
    Wer auf China und Rußland gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. entweder sie wurden auch gekauft (dann Gande uns Gott) oder sie fühlen sich noch nicht stark genug, um der gabllten Macht der USA und ihrer Vasallen, zu denen wir dank unserer korrupten und indoktrinierten (Atlantik-Brücke) elite leider auch gehören, entgegenzutreten. Ich hoffe, es ist nur letzteres.

    Aber daß Rußland unter Medwedjew jetzt dem Iran die dringend benötigten S-300 Flugabwehrbatterien verweigert, spricht leider eher für das erstere. Assad soll schnell kurzen Prozeß mit den Verrätern in Syrien machen, bevor sich der militärisch-industrielle transnationale Komplex dort einnisten kann.

    Jedenfalls habe ich persönlich meine Hochachtung vor den Orientalen zurückgewonnen. In den letzten Kriegen haben sie sich ja als ausgesprochene Flaschen erwiesen, aber Oberst Gaddafi und seine tapfere Truppe verteidigt die Freiheit Libyensbis zum letzten. Möge Ihnen dieses letzte nicht noch abverlangt werden.

    Es wird Zeit für landesweite Anti-NATO-Proteste, wer traut sich, das zu organisieren? Nachdem die nationalistischen Gruppen entweder durch die proisraleische Neurechte gekauft wurden oder durch eingeschleuste Neonazidioten entwertet wurden, kann man nur noch auf die LINKE hoffen, aber ehrlich gesagt sehe ich bei denen auch nur noch rotgrünen Mainstream.

  42. ManoloB sagt:

    hören Sie sich ausnahmsweise (ansonsten distanziere ich mich ausdrücklich von diesem Rassisten) den Führer der afro-amerikanischen Muslime an, was er Obama mit auf dem Weg gibt. Das trifft auch auf einige Ignoranten hier zu

    “Es wird Zeit für landesweite Anti-NATO-Proteste, wer traut sich, das zu organisieren? Nachdem die nationalistischen Gruppen entweder durch die proisraleische Neurechte gekauft wurden oder durch eingeschleuste Neonazidioten entwertet wurden, kann man nur noch auf die LINKE hoffen, aber ehrlich gesagt sehe ich bei denen auch nur noch rotgrünen Mainstream.”
    nee die “Linke” ist auch versifft. Es gibt i.d.S. auch keine Linke Bewegung mehr in Mittel-Europa. Die Piraten könnten man btw austesten, wie echt die sind und zu so was aufrufen. Wer hat Kontakte?

  43. zer0 sagt:

    @ Stimme von irgendwo

    “Killerkommandos OHNE Uniform”

    Ich verfolge atemlos die Tweets eines libyschen Bloggers, den ich seit einiger Zeit aus Twitter “kenne”. Er hat vorgestern die Tastatur beiseite gelegt und und ist (als bis dato Zivilist) an die Front gefahren, um sein Land zu verteidigen. Es ist schockierend, er bestätigt, dass die NATO-Kräfte mit Todesschwadronen durch die Stadt ziehen und gezielt Todeslisten “abarbeiten” und sogar Kinder vergewaltigen.

    Gleichzeitig hat die NATO mit noch massiveren Flächenbombardements begonnen.

    http://twitter.com/#!/LibyanLiberal

    Das ist ein brutaler Vernichtungskrieg mit Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen am laufenden Band.

    Der bekannte kritische US-Journalist Stephen Lendman schreibt, es passiert gerade eines der größten Verbrechen der Geschichte!

    NATO’s Libya War: A Nuremberg Level Crime

    http://www.opednews.com/articles/NATO-s-Libya-War-A-Nuremb-by-Stephen-Lendman-110825-661.html

  44. Rappel 2 sagt:

    @stimme von nirgendwo
    Man sollte sich damit abfinden, das Herr Khadafi im Erdloch sitzt!
    Und man sollte der Nato die Chance geben, das Gebiet neu zu ordnen. Denn selbst wenn man die nato nicht so mag, so wird es ihr trotzdem dafür sorgen, dass es den syrern und Persern besser gehen wird la im Moment. Was ja auch nicht so schwer ist.
    Wenn keine andere Ordnungsmacht existiert, dann ist das ja nicht die Schuld des Westens!

  45. ManoloB sagt:

    @Stimme von irgendwo
    August 25, 2011 at 11:37
    “….Wie der Spargel heute berichtet, geben die Engländer jetzt ganz offen zu (Kopp- und Elsässer-Leser wußtren das längst), daß sie Killerkommandos OHNE Uniform bzw. in falschen Uniformen und Zivilklamotten in Tripolis herumlaufen lassen….”
    kann den Artikel nicht finden.

    den link dazu bitte -thx

  46. Rappel 2 sagt:

    PS: die Nato hat immerhin die Freiheit Westberlins verteidigt und dafür gesorgt, dass in der Bundesrepublik nicht Stechschritt, Knobelbecher, fahnenapell und Fackelzüger unter der Obhut von deutschen Dumpfbacken angesagt war wie in der DDR!
    Insofern etwas mehr Vertrauen bitte.

  47. AndreasTT sagt:

    @Stimme von irgendwo: Anti-NATO-Proteste, die von etablierten Parteien getragen bzw. unterstützt werden? Sehe ich nirgendwo, nirgends. Die Roßtäuschertruppe DIE LINKE. (ja, die haben echt den Mut sich so zu nennen) will doch nur mit den ehemaligen Sozialdemokraten und dem „aufgeklärten, urbanen Bürgertum“ koalitionstechnisch ins Bett. SPDCDUFDPB90GRÜNE identifizieren sich vollends mit der Wertegemeinschaft, die die NATO verkörpern soll. Dummerweise tut dies letztere nicht, da sie eben nur ein Militärbündnis ist. Als ein solches ist diese Organisation an einer reibungslosen Zusammenarbeit mit den Rüstungsindustrien in den Mitgliedsländern und einem guten Kontakt zu den Regierungen der Mitgliedsländern interessiert; betreibt, fördert diese. Es entstehen daraus Wechselwirkungen.

    Der hervorragende Heerführer, Berufsmilitär und integere Politiker Dwight D. Eisenhower (Zitat: „Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu essen bekommen, denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.“) nannte das in seiner Abschiedsrede als Präsident der Vereinigten Staaten vom 17. Januar 1961 klar und deutlich: militärisch-industrieller Komplex „Wir in den Regierungsräten müssen uns vor unbefugtem Einfluss — beabsichtigt oder unbeabsichtigt — durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potential für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können.” http://en.wikisource.org/wiki/Eisenhower%27s_farewell_address

    Die NATO kann nur gedeihen, wenn es ihr gelingt, die Regierungen ihrer Mitgliedsstaaten dazu zu bringen, möglichst viele, möglichst langwierige Kriege zu führen; am besten ohne die Clausewitz’sche Entscheidungsschlacht. Um irgendwelche Ideen, Werte oder ähnliches geht’s dabei nicht.

    Operativ zählt dabei nur genuin militärische Logik und die ist, um Sir Arthur Harris zu zitieren, dazu da „dem Feind, gleich ob Militär oder Zivil, möglichst viel Leid und Schaden zu verursachen.“ Insofern ist Gejammer à la „reinrassiges Kriegverbrechen“ bzw. „eklatanter Verstoß gegen Kriegsvölkerrecht“ allenfalls eine Freizeitbeschäftigung für zwangsneurotische Charaktere und sich ewig zu kurz gekommen Wähnende.

    Hinter all dem, was unter Regie und Beteiligung der NATO in der Welt passiert, sinistre Gruppen oder Ideologien zu vermuten, von „One-World“, Bilderbergern, Atlantik-Brücke undsoweiterundsofort daher zu schwadronieren, ist selbst nur Ideologie, und um Eisenhower noch mal die Ehre zu geben, sind „ Ideologen (…) Leute, die glauben, dass die Menschheit besser sei als der Mensch.“ Ganz davon abgesehen vernebelt es nur die real existierenden Machtmechanismen und die Totalität der kapitalistischen Verhältnisse.

    Gegen die NATO protestieren; Widerstand gegen die Mitgliedschaft der Bundesrepublik in dieser mobilisieren? Ja gerne! Aber bitte ohne Parteien, Verschwörungstheoretiker und den lunatic fringe der radikalen Rechten wie Linken.

  48. Föhnix sagt:

    @ManoloB

    Schöne Idee. Natürlich gibt es in fast allen Parteien NATO-Kritiker (nur in der FDP fällt mir jetzt niemand ein). Aber leider ist das NATO-Credo so sehr mit unserer Staatsräson und Parteienoligarchie verwachsen, dass die das niemandem durchgehen lassen werden – da wird man sobald es wirklich ernst wird erst gemobbt und notfalls in einen Phaeton gesetzt. Ich kann mir nur vorstellen, dass so etwas außerparlamentarisch und außermedial funktioniert, aber auch für diese Vorstellung brauche ich eine Menge Phantasie.

    Was die Piraten betrifft, die sind inzwischen auch immer mehr von grün gefärbten Gender-Umerziehungs-Gutmenschen unterwandert und wenn man denen was von Facebook-Revolution erzählt, bekommen sie leuchtende Augen, egal ob dahinter Geheimdienste die Strippen ziehen.

    Ich will die Idee bestimmt nicht schlecht reden und ich lasse mich gern davon überzeugen, das es doch Möglichkeiten gibt.

    @ Föhnix

    Ich hatte gestern was von Gerüchten über ein Eingreifen der algerischen Armee berichtet. Inzwischen habe ich endlich eine Quelle gefunden, die das zumindest teilweise bestätigt:

    Army of Algeria won the Libyan city of Ghadames
    http://is.gd/q8gH6K (via MeinParteibuch)

  49. Föhnix sagt:

    Hier sieht man mal, was für sympathische Polit-Nachwuchskräfte die NATO (hier per Boot) nach Tripolis eingeschleust hat. Da braucht man sich ja um die Demokratie keine Sorgen machen, oder?

  50. Stimme von Irgendwo sagt:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,782320,00.html

    Hier ist noch mal der Link.

    Titat von AdreasTT: “Operativ zählt dabei nur genuin militärische Logik und die ist, um Sir Arthur Harris zu zitieren, dazu da „dem Feind, gleich ob Militär oder Zivil, möglichst viel Leid und Schaden zu verursachen.“ Insofern ist Gejammer à la „reinrassiges Kriegverbrechen“ bzw. „eklatanter Verstoß gegen Kriegsvölkerrecht“ allenfalls eine Freizeitbeschäftigung für zwangsneurotische Charaktere und sich ewig zu kurz gekommen Wähnende.”

    Entschuldigung, aber diesem Zynismus kann ich mich nicht anschließen, weder inhaltlich noch ethisch. Zwangsneurotish ist meiner Meinung nach eher, jede Bestialität als logisch und einsichtig und relevant zu betrachten.

    Man muß im Gegenteil diese ethische Verworfenheit der NATO benutzen, um sie zu delegitimieren; bei jeder Gelegenheit die NATO, ihre Befehlshaber und AUftraggeber als Mörder und Verbrecher bloßstellen und damit die Akzeptanz des US-Militarismus immer weiter herabsetzen. Ich habe elber in der Bundeswehr gedient und ich stamme aus einer Familie von Offizieren und Soldaten seit nachverfolgbar 200 Jahren. Ich bin ein unumwndener Befürworter der Landesverteidigung und des Gedankens, daß ein land eine schlagkräftige Armee haben sollte als Schule der Nation. Aber diese abartigen Verbrechen, diese zum gesetz erhobene Feigheit und dieser Imperialismus sind einfach zu viel des schlechten.

  51. juergenelsaesser sagt:

    Stimme von: Völlig richtig. AndreasTT vertritt einen Rechtsnihilismus unter dem Deckmantel der Abgeklärtheit.

  52. Ouroboros sagt:

    @AndreasTT u.a.
    Viel Gelehrtheit mit magerem Inhalt, also Bluff. Dagegen halte ich die Authentizität eines Thomas C. Mountain (auf Tlaxcala), der das Interesse der Nato an einer Invasion in Libyen bestens zu verdeutlichen versteht, und zwar für jeden nachvollziehbar:

    “(…) Zunächst einmal stand Gaddafi kurz davor, ein neues Bankensystem in Afrika zu schaffen, das den IWF, die Weltbank und gewisse andere westliche Bankster aus dem afrikanischen Markt gedrängt hätte. Das hieße: keine westlichen Kredite mehr mit Wucherzinsen, die afrikanische Wirtschaften lähmen, stattdessen würde eine afrikanische Investitionsbank mit einem Kapital von 42 Milliarden US-Dollar Großkredite mit sehr geringen oder sogar keinen Zinsen bereitstellen.

    Libyen hat überall in Afrika wichtige Infrastrukturprojekte finanziert, die afrikanische Wirtschaftsräume miteinander verbinden sollen, damit die permanente Abhängigkeit von westlichen Ländern für Importe durchbrochen werden kann. Nur ein kleines Beispiel dafür ist die neue Straße, die Eritrea mit Sudan verbindet.

    Was am Ende den Ausschlag für eine militärische Intervention des Westens gegeben zu haben schien, war die Meldung über Gaddafis Forderung, die US-Ölfirmen – seit langem wichtige Player in der libyschen Ölindustrie – hätten Libyen für die der libyschen Wirtschaft zugefügten Schäden infolge der „Lockerbie”-Sanktionen, die auf Druck der USA vom UN-unSicherheitsrat während der 1990-er bis Anfang der 2000-er Jahre verhängt wurden, eine Entschädigung in Milliardenhöhe zahlen müssen. Dies basiert auf ans Tageslicht gebrachten Beweisen, dass die CIA Millionen US-Dollar an Zeugen im Lockerbie-Prozess gezahlt hat, damit sie ihre Geschichten ändern, um Libyen mit dem Anschlag in Verbindung zu bringen, das bildete die Grundlage für die sehr schädlichen UN-Sanktionen gegen Libyen. Die US-Regierung log und schädigte Libyen, deshalb hätten US-Ölfirmen für die Handlungen ihrer Regierung bezahlen müssen. Es fällt nicht schwer zu verstehen, warum Gaddafi gehen musste.

    Außerdem signalisierte Gaddafi klar, dass er sowohl Libyens als auch Afrikas zukünftige wirtschaftliche Entwicklung eher an China und Russland gebunden sah als an den Westen – es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis der Eventualplan der CIA für den Umsturz der libyschen Regierung zur höchsten Priorität wurde. (…)”

    http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=5406

  53. chicano sagt:

    so sehr ich die vielen argumente auch zum einen verstehe und deren inhalte auch eigentlich teilen würde. ich kann einfach keiner der beiden seiten etwas abgewinnen, weder den nato-killern noch diesem clanführer.

    es wird zeit das sich die menschen organisieren und gegen alles zu felde ziehen, dass der menschlichkeit spottet und wenn sie dabei selbst zu mitteln greifen muss die scheinbar der menschlichkeit widersprechen, so ist dies als notwehr zu werten.

    nieder mit allen tyrannen, egal ob religiöse oder weltliche. die menschen aller länder sollten sollten sich verbrüdern. in lybien sollten sie sowohl kadafi wie auch die nato zum teufel jagen.

  54. gerd sagt:

    Die Antisemitismuskeule zieht natürlich immer, da muss ich den Denk-Panzern (von scheichegal wo her) zustimmen. :-))

    BBC gibt indische Demonstration als Demo am Grünen Platz in Tripolis aus
    Libya / Incredible media lies – BBC shows “Green Square” in INDIA, 24 August 2011

    „Schläferzellen“ wer hat dies im ALL-CIAda Zirkus um 911 nicht schon oft gehört … doch in Tripolis arbeitet die NATO scheinbar mit „Schläferzellen“

    http://www.hintergrund.de/201108231694/globales/kriege/libyen-endsieg-ohne-ende.html

    “Der Verlauf seit dem Wochenende

    Der Ablauf der Operation spielte sich, soweit sich die Ereignisse nachzeichnen lassen, folgendermaßen ab: In Tripolis befindliche „Schläferzellen“, die in Bengasi und Tunesien an Waffen ausgebildet worden waren, schlugen nach einem vereinbarten Signal am Samstagabend los. Sie begannen, Kontrollpunkte zu errichten und lieferten sich Gefechte mit Regierungskräften, darunter auch Freiwilligen. Der Nationale Übergangsrat (NTC) beziffert die Zahl der „Schläfer“ auf 15.000, die tatsächliche Anzahl dürfte deutlich geringer ausfallen. Gleichzeitig bombte die NATO den Rebellen, die sich von Misrata und den Nefusa-Bergen aus der Hauptstadt näherten, den Weg frei, ebenso wie den Kämpfern in der Stadt selbst. Hierbei kamen laut verschiedener Berichte auch Apache-Kampfhubschrauber zum Einsatz. Darüber hinaus wurden Kämpfer von der NATO über den Luftweg per Hubschrauber in die Stadt transportiert. Die Kampfhandlungen der „Schläfer“ dienten offenbar auch als Ablenkungsmanöver: An der Küste wurden Hunderte Kämpfer in der Nacht durch Schnellboote abgesetzt. Darunter sollen sich auch Spezialkräfte der NATO und Soldaten aus Katar befunden haben … ”

    Und noch einmal zu Hinter der Fichte!

    http://hinter-der-fichte.blogspot.com/2011/08/libyen-die-groe-video-show-wie-die-nato.html

  55. AndreasTT sagt:

    @chicano: dem zuletzt Geschriebenen kann ich mir nur voll und ganz anschließen!

  56. AndreasTT sagt:

    @Ouroboros: den eingestellten Weisheiten widersprechen nur die Tatsachen, dass Frankreich und Großbritannien bei den Angriffen auf Ziele in Libyen federführend waren und sind und dass die USA erst relativ spät auf den fahrenden Zug aufsprangen. Dass weder die Regierung in Paris noch die in London sich unbedingt von menschenrechtlichen Motiven leiten ließ, ist ja wohl kein Geheimnis … aber keine sinistre Verschwörung, keine omnipräsente und omnipotente CIA; nirgendwo, nirgends. Um das libysche Öl ging’s selbstverständlich immer. So ist nun mal die Welt.

  57. AndreasTT sagt:

    @Stimme von Irgendwo: als Berufsoffizier müssten Sie doch das Zitat: “War is hell!” kennen. Nichts anderes schrieb ich. Mir lag fern die militärische Logik als etwas Erstrebenswertes hinzuhängen, aber die Welt ist nun mal, wie sie ist. Recht als abstrakter Anspruch ist ja was nettes, ich muss aber auch die Macht haben, das, was ich als Recht erkannt habe, auch durchzusetzen. Dass die heutigen Deutschen zwar eine Latte Macchiato aber kein Gewehr halten können; gerade Sie müssten’s doch wissen. Und immer die, die das was sie als ihr Recht, ihre Ansprüche halten, und dies dann auch durchsetzen, wie ein kleiner Köter mit PACE-Fahne als Halstuch von unten mit “Völkerrecht”, “Menschenrechte” und “Frieden” anzukläffen, ekelt mich einfach nur an. Da sind mir bei aller Antipathie ihnen gegenüber Al Quaida, Taliban, Hizbollah & Co. noch lieber … die tun wenigstens was, was dem Hegemonialanspruch der Vereinigten Staaten entgegentritt. Warum sich nicht bei Wohlverhalten nach aussen stärker an Russland und China annähern; die militärische Zusammenarbeit intensivieren, losere Verbündete der USA, wie etwa Australien, z.B. durch für sie günstige Handelsverträge und Discounterpreise bei Rüstungsexporten (warum wird der Abrams und nicht unser Leopard jetzt in Oz

  58. AndreasTT sagt:

    jetzt in Oz angeschafft? Lag das nicht auch an den günstigen Konditionen der Amis?)

    Recht ist in der wirklichen Welt nur bedrucktes Papier; entscheidend ist die Macht es durchzusetzen und die Königsdiziplin ist, es für andere und nur bedingt für sich selber bindend zu setzen.

  59. Föhnix sagt:

    Internet-Fundstück (Übersetzung):

    “Ich schnappte Gaddafi in meinem Garten in Australien und warf seinen Leichnam in den Pazifischen Ozean. Wo kann ich meine 1,5 Millionen Dollar Belohnung abholen?”

  60. gerd sagt:

    “dass die USA erst relativ spät auf den fahrenden Zug aufsprangen” sagen die Denkfabriken … und bei der deutschen Märchenschau werden Sie sicher gern gehört

  61. Roy Lanek sagt:

    http://www.globalresearch.ca/index.php?context=viewArticle&code=20110825&articleId=26206

    Ron Paul on Libya: We May Have Helped Radical Jihadists “Short term victory for Empire, a loss for our American Republic”

    Global Research, August 25, 2011

    ***

    Holy Sh*t Balls, Mom! (I am fastening -> Ramadan.) “Radical Jihadists,” hmm, of which age?!, and: in Lybia?? E.g., Berbers (an Algerian, a Kabil, is among my very best friends just in case) are not too famous as being RADICAL Muslims. (That Kabils — these are Berbers — are not much in love with Alger is unrelated to Islam.)

    Perhaps Ron Paul (and the Huffington Post) did intend — We May Have Helped Xe Services (former Blackwater) — did they?

    ***

    There should be (made in the USA) movies of the older school in which a good observer can discover Roman walk-ons(Roman Empire) still wearing their wrist watches occasionally. I can’t tell, but it’s not unbelievable.

    On the other hand, who has seen Francis Ford Coppola’s The Odyssey (1997)

    Andrey Konchalovskiy = Director
    Armand Assante = Odysseus
    Greta Scacchi = Penelope
    Isabella Rossellini = Athena

    in which Circe (Bernadette Peters) or Calypso (Vanessa Williams), one of the two, I don’t remember right now, wear high heels — whoa, Buttifashion and Iliprandi BC, Before Christ! :) — among other historical amenities? (I do, I have seen the movie.)

    I have observed just yesterday — RT on Lybia — rebels holding a machine gun with one hand, Rambo (Sylvester Stallone) style, and a cigarette with the other one (or with a cigarette in their mouth directly) — at daylight (Ramadan: NO SMOKING during fasting).

    ***
    (“Radical Jihadists” left alone are much less the problem.)

  62. Roy Lanek sagt:

    Erratum corrige:

    No, I am not sitting in an airplane (then I might be free to even not fast); read please: I am fasting — not I am fastening.

  63. Aus gegebenem Anlass melde ich mich mal vorzeitig aus der Ramadanpause zurück:

    Wenn Ahmadinejad fordert, das zionistische Regime (und nicht alle Israelis!) auszulöschen, dann ist das „Antisemitismus“.

    Wenn der Westen das Gleiche mit der libyschen Regierung vorhat, wobei er auch Tausende von libyschen Zivilisten abschlachtet, dann ist das „humanitär“. Es ist so widerlich. Gut dass ich grad nichts im Magen habe, mir ist sowas von übel…

    http://www.muslim-markt.de/forum/messages/3207.htm

  64. Föhnix sagt:

    @ gerd

    “und bei der deutschen Märchenschau werden Sie sicher gern gehört”

    Aber sicher. Natürlich hatte der mediale Afrikaner und Friedensengel Obama seinen ungerechtfertigt guten Ruf auf dem Schwarzen Kontinent zu verlieren (sogar Gaddafi nannte ihn noch kurz vor der Invasion seinen “Sohn”). Deshalb (und wohl auch angesichts der Haushaltslage) diese Inszenierung.

    Der Überfall wurde vor sehr langer Hand geplant und zwar insbesondere in den USA, wo auch die Mitglieder der Vorgängerorganisationen des NTC ausgebildet wurden.

    http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Libyen/plan.html

    http://principiis-obsta.blogspot.com/2011/06/libyen-grotes-militarunternehmen-seit.html

  65. gerd sagt:

    „Ich schnappte Gaddafi in meinem Garten in Australien und warf seinen Leichnam in den Pazifischen Ozean. Wo kann ich meine 1,5 Millionen Dollar Belohnung abholen?“

    “I grabbed Gaddafi in my garden in Australia and threw his body into the Pacific Ocean. Where can I pick up my 1.5 million reward?”

    Brüll :-)

    http://www.hintergrund.de/201108231694/globales/kriege/libyen-endsieg-ohne-ende.html

    Libyen: Endsieg ohne Ende (23. August 2011)

    Der Verlauf seit dem Wochenende

    Der Ablauf der Operation spielte sich, soweit sich die Ereignisse nachzeichnen lassen, folgendermaßen ab: In Tripolis befindliche „Schläferzellen“, die in Bengasi und Tunesien an Waffen ausgebildet worden waren, schlugen nach einem vereinbarten Signal am Samstagabend los. Sie begannen, Kontrollpunkte zu errichten und lieferten sich Gefechte mit Regierungskräften, darunter auch Freiwilligen. Der Nationale Übergangsrat (NTC) beziffert die Zahl der „Schläfer“ auf 15.000, die tatsächliche Anzahl dürfte deutlich geringer ausfallen. Gleichzeitig bombte die NATO den Rebellen, die sich von Misrata und den Nefusa-Bergen aus der Hauptstadt näherten, den Weg frei, ebenso wie den Kämpfern in der Stadt selbst. Hierbei kamen laut verschiedener Berichte auch Apache-Kampfhubschrauber zum Einsatz. Darüber hinaus wurden Kämpfer von der NATO über den Luftweg per Hubschrauber in die Stadt transportiert. Die Kampfhandlungen der „Schläfer“ dienten offenbar auch als Ablenkungsmanöver: An der Küste wurden Hunderte Kämpfer in der Nacht durch Schnellboote abgesetzt. Darunter sollen sich auch Spezialkräfte der NATO und Soldaten aus Katar befunden haben, …

  66. gerd sagt:

    Bodentruppen ….

    http://theintelligence.de/index.php/politik/international-int/3139-libyen-update.html

    “Allerdings, auch wenn es den Regierungstruppen mit Unterstützung durch die loyale Bevölkerung gelingen sollte, den Vormarsch der Rebellen aufzuhalten, so können wir davon ausgehen, dass die Führung der beteiligten NATO-Staaten bereits fieberhaft nach einer Rechtfertigung für den Einsatz von Bodentruppen sucht.”

    Noch Fragen, Kienzle? Ja, Hauser!

  67. Föhnix sagt:

    Gaddafis neueste Rede (vermutlich von gestern), Auszug:

    Oppressed people around the world, the battle has begun. Do not despair, help is nigh. Do you realize that this is the Night of Power? …

    Watch what is happening now in America. Did we hit them with our missiles? No, they came and struck us, … they killed many innocents. …

    Those of you in United States of America. I am not your leader. If you are in that failed state you should be preparing to leave.

    Go to Venezuela. …

    Those of you in Europe, you too should prepare to be drowned in events and calumny. Not enough of you have risen up. You will have to accept the consequences, the good among you should head to Africa. Go to West Africa. North Africa is not safe now that the region is all a battlefield. In West Africa you will find homes and good work.

    Those of you in Serbia, true friends of Libya, and you are with me. Do not despair of the rat flag on only one house out of one million. All of you can cut pieces of green cloth, measured exactly two by one in dimension, that is your flag, the flag of people’s power, of hope, of truth, of the future.

    All you in the world who support truth, freedom, Jamahiriya, hang it on millions homes, cars. The green flag is yours and belongs to all the masses of the world. With the dawn of people’s authority and the end of governments, we chose the green flag and made its colour and dimension easy for all. Choose any green. Cut it one by two, exactly, and hang it everywhere, carry it with you.

    Soon the green flag will fly all over the world, as governments collapse, they failed their people, I alone did more than all of them. They served different masters. They did not intend to serve the people, never. They are owned by others. They do nothing for you. Ignore them and they are gone. Prepare yourselves by forming committees, openly or in secret, set up your local mathabas to meet and share. Chart the way forward. The green flag belongs to you all.

    The future is jamahiriya, everywhere. Masses self-governing societies. Basic popular congresses and people’s committees.

    http://leonorenlibia.blogspot.com/2011/08/ultimo-discurso-del-lider-libio.html

  68. rubo sagt:

    @Andreas TT
    Alle Ihre Äußerungen zusammengenommen bedeuten, daß Völkerrecht und anderes Papier überflüssig sind, denn es zählt doch nur die militärische Macht—-Danke dafür, dann sind wir doch wieder da, wo die Menschheit vor 10.000 Jahren war und die gesamte kulturelle Menschheitsentwicklung war vertane Zeit.
    Sie sagen uns damit aber auch, womit Sie Recht haben, daß die USA und NATO nur diese Urzeit-Denke seit ihrer Entstehung haben.
    Im Übrigen nutzen sie völkerrechtliche Grundlagen, wenn sie ihre auserkorenen Feinde nach den Haag bringen wollen, vor dessen Gerichtsschranken ihr eigenes Erscheinen sie kategorisch ausschließen.—-Unsere tollen Vorbilddemokraten!!

  69. AndreasTT sagt:

    Der gewöhnlich gut informierte Webster Tarpley haut in dieselbe Kerbe wie ich; mal ganz ohne die bööööööööse CIA – FRankreich und Italien waren aus höchst eigennützigen Motive – ist den das bedruckte Papier namens Euro bald nix mehr wert, sollte man schwarzes Gold sei eigen nennen – die treibende Kraft hinter der unterstützung der Opposition gegen Gaddafi http://info.kopp-verlag.de/archiv/archiv-artikel/video/rebellen-in-tripolis-hintergrundinformationen-von-webster-tarpley.html

    Cengiz Dursun schreibt über die Verantwortung von uns gegenüber den neuen Verhältnissen in Libyen: “Falls die Übergangsregierung kein liberales Regime etablieren sollte, hat der Westen diesmal die große Gelegenheit, glaubhaft dazustehen, indem er seine Beziehungen zu diktatorischen Regimen ad acta legt.” http://www.primaverablog.de/2011/08/24/grosse-gelegenheit/

  70. Blue sagt:

    @Föhnix: An sich eine eindrucksvolle Rede. Wäre es nicht Gadaffi, würde ich sogar jubilieren.

    Die sache ist eher die, dass das, was er vorschlägt, nämlich der Umzug vieler millionen, nicht zu machen ist. dadurch entstehen in Westafrika, Venezuela und sonst wo nur neue Konflikte, zumal solch warme Länder nicht unbedingtd ie bequemste Heimat für jeden sind. Ich selbst könnte nie umziehen, außer es findet etwas statt, das mich wirklich dazu bewegt. Aber momentan hänge ich zu sehr an meinem Heimatland, nicht aus Faulheit, sondern weil ich hier bereits alles habe, für das ich kämpfen will, und da geht es nicht um materielles oder das System.

    Im übrigen versucht Gadaffi sich gleich als Heldenfigur aufzustellen. Warum sonst behauptet er, mehr für sein Volk getan zu haben als alle anderen? Das ist erstens schon mal logistisch nonsens und zweitens zeigt dies seinen mangelnden Respekt gegenüber anderen Staatshäuptern, ob nun NATO oder nicht.

  71. gerd sagt:

    Kurz OT:

    http://www.aftenposten.no/nyheter/iriks/article4208952.ece

    Nur wenige Stunden vor dem Massaker von Utoya übte eine Sondereinheit der Polizei eine nahezu identische Situation, berichtet Aftenposten!

    @ Blue
    “Im übrigen versucht Gadaffi sich gleich als Heldenfigur aufzustellen. Warum sonst behauptet er, mehr für sein Volk getan zu haben als alle anderen?”
    Erstens Er versucht nicht und zweitens Er hat! Libyen war Schuldenfrei! Und drittens sage ich nur Wasserprojekt.

  72. Föhnix sagt:

    @ Blue

    Natürlich ist das vorerst kein realistisches Szenario. Ich fand es nur sehr aufschlussreich, wie sehr das dem Bild widerspricht, das man im Westen von ihm zeichnet. Der verrückte Gaddafi, dessen größtes Hobby es sei, sein Volk zu drangsalieren und dessen “Clan” jetzt nichts anderes mehr im Sinn habe, als seine Milliarden in Sicherheit zu bringen…

    Sich selbst als Heldenfigur aufzustellen, hat Gaddafi wirklich nicht nötig. Nach allem was ich in vielen Recherchen herausgefunden habe, wurde und wird er nicht nur in Libyen, sondern in weiten Teilen Afrikas längst als einer der ganz großen Helden des Kontinents gesehen. Auch wenn das in Europa nicht wahrgenommen wurde, steht er dort auf einer Stufe mit Nasser, Lumumba und Mandela. Das zeigte sich auch darin, dass die African Union die NATO-Mission immer abgelehnt hatte und soeben wieder darin, dass sie dem Rebellen-Regime die Legitimität abgesprochen und die Anerkennung verweigert hat. http://is.gd/NiT5Sj

  73. Föhnix sagt:

    Nach etwas zu Gaddafis Heldenstatus in Afrika.

    Der bekannte Artikel “Libya, Getting it Right: A Revolutionary Pan-African Perspective” beschreibt den Status, den Gaddafi in Afrika genießt:

    “Nelson Mandela called Muammar Qaddafi one of this century’s greatest freedom fighters, and insisted that the eventual collapse of the apartheid system owed much to Qaddafi and Libyan support. Mandela said that in the darkest moments of their struggle, when their backs were to the wall, it was Muammar Qaddafi who stood with them. The late African freedom fighter, Kwame Ture, referred to Qaddafi as ‘a diamond in a cesspool of African misleaders.'”

    http://dissidentvoice.org/2011/03/libya-getting-it-right-a-revolutionary-pan-african-perspective/

    Interessant ist auch der von Dr. Kümel im Saif-Thread angeführte Artikel “Die Lügen hinter dem Krieg des Westens gegen Libyen”. Dort wird unter “GADDAFI, DER AFRIKANER, DER DEN KONTINENT VON DER DEMÜTIGUNG DER APARTHEID SÄUBERTE” auch die Wertschätzung bestätigt, die das freie Afrika Gaddafi entgegen bringt:

    “Für die meisten Afrikaner ist Gaddafi ein großzügiger Mann, ein Humanist, bekannt für seine selbstlose Unterstützung des Kampfes gegen das rassistische Regime in Südafrika. Wäre er ein Egoist gewesen, hätte er nicht den Zorn des Westens riskiert, als er dem ANC sowohl militärisch als auch finanziell im Kampf gegen die Apartheid half.”

    Und Nelson Mandela wird wie folgt zitiert:

    „Diejenigen, die gestern die Freunde unserer Feinde waren, und die Frechheit haben, mir heute zu sagen, ich solle meinen Bruder Gaddafi nicht besuchen, diejenigen raten uns, undankbar zu sein und unsere alten Freunde zu vergessen.“

    http://antikrieg.com/aktuell/2011_06_13_dieluegen.htm

  74. Oswald Spengler sagt:

    Ist vielleicht von Interesse für nächste Magazin.

    http://www.youtube.com/user/RTAmerica#p/u/6/sZcESfI4itk

    Al-Ciada Militärchef von Tripoli.

  75. Blue sagt:

    @Föhnix: Im Falle mit Mandela und Gadaffi würde ich vor allem auch von einem etwas herzlicheren “Zweckbündnis” reden. Nur würde ich ihn nun nicht zu sehr hoch stilisieren oder gar heroisieren. Wäre er so makellos, wäre keine Rebellion zustande gekommen. Und man kann mir nicht weismachen, dass ALLE Rebellen angeblich angeheuert sind, dafür ist ihre Zahl zu groß (Ich rede jetzt nicht von den NATO-Soldaten in Tripolis).

    Im übrigen hat die Abschaffung der Apartheid jedem genützt, selbst dem Westen. Es war ein veraltetes, bürokratisch aufwendiges Überbleibsel aus der Vergangenheit.

  76. Blue sagt:

    @Kant: Ob ein Land Wohlstand hat oder nicht, ist für eine Weltmacht oder andere militärische Mächte unerheblich. Egal ob arm oder reich, es geht immer um Ressourcen. Im Gegenteil sogar, wenn ein Land bereits eine funktionierende Infrastruktur hat, wieso diese zerstören, anstatt sie zu nutzen? Die Zerstörung bringt letztenendes mehr Kosten.

    Von daher sind die 10 von ihnen genannten tatsachen für mich keine Bombardieerungsgründe, sie würden normalerweise eigentlich für das Gegenteil sprechen.

  77. Föhnix sagt:

    @ Blue

    Rebellion? Was für eine Rebellion? Ich habe nur eine Regime-Change Intervention gesehen, die als Proxy ein paar (bereits zuvor berüchtigte) Stammeskrieger aus der Gegend um Bengasi verwendet hat.

  78. Blue sagt:

    @Föhnix: Kennen sie alle Leute, die gerade in und um Bengasi regieren? Nein? also. Ob Stammeskrieger oder was auch immer, sie sind Libyer. Das, was aber passiert, kann nicht von ein paar vereinzelten Stammeskriegern oder Exil-Libyern kommen.

  79. Ouroboros sagt:

    @AndreasTT: “den eingestellten Weisheiten widersprechen nur die Tatsachen, dass Frankreich und Großbritannien bei den Angriffen auf Ziele in Libyen federführend waren und sind und dass die USA erst relativ spät auf den fahrenden Zug aufsprangen.” — Von Ihnen offenbar nicht zu widerlegende Berichte einfach durch den Kakao zu ziehen, ist keine kluge Argumentationstaktik: Wenn Sie nichts Seriöses dagegen vorbringen können, bestätigen Sie die Meldungen. — Hier noch eine weitere “Weisheit”: der mit bestem Quellmaterial belegten Appell des Bundesverbandes Arbeiterfotografie vom 21.3.11, in dem u.a. .auch vom Libyens Wasserprojekt als dem 8. Weltwunder berichtet wird:

    “Libyen verfügt über gigantische Wasserreserven und hat die Einnahmen aus dem Öl- und Gas-Geschäft in ein Projekt investiert, das als das achte Weltwunder bezeichnet wird. Es geht um Süßwasserressourcen tief unter der Wüste. Sie haben nach bisherigen Erkenntnissen ein Volumen von ca. 35.000 Kubikkilometern. Das entspricht einem Wasserbecken von der Größe Deutschlands mit einer Tiefe von 100 Metern. Und dieses Wasser hat – wenn man von einem Preis von 2 Euro pro Kubikmeter Wasser ausgeht – einen Wert von Zig Billionen Euro. Die Kosten für die Bereitstellung von einem Kubikmeter Wasser liegen bei nur 35 Cent (für die Gewinnung aus Meerwasser werden dagegen 3,75 Dollar angegeben). Das Wasser reicht für die Versorgung der libyschen Bevölkerung und ihrer Landwirtschaft für mindestens 50 Jahre – wenn nicht noch wesentlich länger. Die Realisierung des fast unvorstellbaren Projekts begann in den 1980er Jahren und ist nach 30jähriger Bauzeit an einem Punkt angekommen, daß sie die erhofften Früchte bringen und zu einer regelrechten “grünen Revolution” führen könnte. Damit könnte sich Libyen selber mit Lebensmitteln versorgen, diese sogar exportieren – beträchtliche Teile von Afrika versorgen – und sich damit weitgehend befreien von den knebelnden Zwängen von Weltbank und Internationalem Währungsfond (IWF) – wenn es jetzt nicht das Opfer eines brutalen, international legitimierten Raubüberfalls würde. Gaddafi soll zu dem Wasser-Projekt gesagt haben, es sei “die größte Antwort auf die USA… die uns beschuldigen, an Terrorismus beteiligt zu sein”. Es ist klar: Libyens und Gaddafis “Verbrechen” besteht darin, das Land nicht kostenlos preiszugeben. Die Kapitalverbrecher sitzen nicht in Tripolis. Die Kapitalverbrecher sind diejenigen, die Libyen angreifen lassen. Sie sitzen in den Machtzentralen des ‘westlichen’ Kapitals.”

    http://www.arbeiterfotografie.com/nordafrika/index-nordafrika-0012.html

    Die Arbeiterfotografie spricht im letzten Satz von “angreifen lassen”: Selbst wenn die USA wirklich nicht von Anfang an dabei gewesen sein sollten (mal davon abgesehen, daß kein relevanter Krieg ohne sie vonstattengehen könnte), bedeutet dies doch nur, daß sie die Drecksarbeit von den Franzosen machen ließen, die natürlich nicht autonom agieren – welcher europ. Staat tut dies denn???

  80. gerd sagt:

    “Die Zerstörung bringt letztenendes mehr Kosten.” völlig falsch … Krieg ist Badekur .. und nur am “wieeeder”aufbau ist richtig Geld zu machen
    “Die Zerstörung bringt letztenendes mehr Kosten.” Gesamtgesellschaftlich mag das sehr wohl stimmen … der Militärisch-industrieller Komplex verdient nur mit Zerstörung und Wiederaufbau ganz im Geister der “Finanzgenie’s” … fragen Sie nach in Rothenburg ob der Tauber

    http://urs1798.wordpress.com/2011/08/25/%E2%80%9Eubersetzungen-ab-25-august%E2%80%9C-von-leonor-in-libyen-news-from-libya/

    http://urs1798.wordpress.com/2011/08/26/nachrichten-aus-libyen%E2%80%A6-%E2%80%93-leonor-%E2%80%93-26-august-2011-ubersetzt-von-schima/

  81. chicano sagt:

    @ föhnix

    auf jeden fall interessant ihre letzten posts.

  82. Dirgis sagt:

    “Ja,ja die demokratische Legitimation und die Meinungsfreiheit und dergleichen mehr. Im ‘land of the free and brave’ wurde Präsident demokratisch gewählt und ließ Vietnam ‘in die Steinzeit bomben und ‘sparte’ auch nicht mit Agent Orange und der demokratisch gewählte Präsident Nixon ließ den Chilenen Allende stürzen und Tausende ermorden und der demokratisch gewählte US-Präsident Bush jun. ließ den Irak überfallen und bombadieren und ermordete Zehntausende und vertrieb Millionen … die Aufzählung der ‘Wohl-Taten’ dieser DEMOKRATISCH Gewählten ist sicherlich unvollständig !”

    Wo Sie Recht haben haben Sie Recht, mein lieber Kant. Dazu:

    http://www.freitag.de/politik/0451-manipulationen-ende

    Und diese Version des (alten) Freitag`s ist schon “gesäubert”.

  83. Dirgis sagt:

    Föhnix:
    “Der Überfall wurde vor sehr langer Hand geplant und zwar insbesondere in den USA, wo auch die Mitglieder der Vorgängerorganisationen des NTC ausgebildet wurden.”

    Sicher wurde er das: Die redlichen Intellektuellen der USA , Frankreichs und Englands beschreiben und warnen schon seit mindestens 15-20 Jahren u.a. vor dem mittlerweile unübersehbaren “Overstretching” ihrer amerikanischen Blödmänner.

  84. Dirgis sagt:

    Die USA, die nachfolgend des WK II Europa befreit haben, waren benevolent. Eliten vollkommen anderen Geistes.

  85. gerd sagt:

    TOP TOP TOP TOP denn Vorankündigung der GEFAKETEN Feier der „Rebellen“ am „Green Square“ und Wag the Dog in Libyen

    Libyen: Die Verzweiflung der NATO – the despair of nato [Sub DEUTSCH/Eng][17-08-2011]
    Russische Facebooker erzählen gerade, dass in Katar eine Art Bühnenbild gebaut wird – es soll zum einen den Grünen Platz in Tripoli und zum anderen den Gaddaffis Residenz-Areal nachbilden. Da sollen Anti-Gaddaffi-Demonstrationen und Überfall auf Gaddaffis Residenz inszeniert werden. Die Info stammt wohl aus französischen Quellen. Parallel dazu werden wohl libysche TV und Radio eliminiert und Libyer nur mit Berichterstattung aus Katar berieselt. USA hat zusätzliche Drohnen geschickt, die besonders genau sind – man spricht, sie seien für Gaddaffi und fürs TV und Radio.

    Zur GEFAKETEN Feier der „Rebellen“ am „Green Square“

    Wag the Dog in Libyen
    Libya / Incredible media lies – BBC shows “Green Square” in INDIA, 24 August 2011

    ——
    “Die Verzweiflung der NATO” gefunden über …

    http://www.politaia.org/terror/27-08-2011-libyen-neueste-entwicklungen/

    27.08.2011 – Libyen: Neueste Entwicklungen

    http://www.politaia.org/sonstige-nachrichten/libyen-die-verzweiflung-der-nato-ein-bericht-vom-17-08-2011-der-ins-bild-passt/

    Lbyen: Die Verzweiflung der NATO — ein Bericht vom 17.08.2011 , der ins Bild passt

  86. Föhnix sagt:

    @ blue

    Ach so, das haben ja Tagesschau und Spiegel berichtet, dann muss es wohl stimmen. Das sind alles ganz normale, friedliche Libyer, die einfach nur mehr Demokratie wollen.

    Tarpley: Al Qaeda Commander of NATO’s Bloody Reign of Terror in Tripoli is the Monster Abdel Hakim Belhadj, aka Abdel Hakim al-Hasadi, Friend of Osama Bin Laden, former US POW, and Infamous Killer of US Soldiers in Afghanistan

    http://tarpley.net/2011/08/27/al-qaeda-commander-of-natos-bloody-reign-of-terror-in-tripoli-is-the-monster-abdel-hakim-belhadj/

  87. Blue sagt:

    @Föhnix: Diese Zeitungen lese ich nicht mal (zumindest selten), sondern es folgt einer logischen Schlussfolgerung. Sicher sind Teile der rebellen, vor allem der Spitze, bezahlt und ausgerüstet worden, aber nicht der bedeutende Großteil, das sind großteils Leute, die vor allem mit der momentanen Regierung unzufrieden waren und die Gadaffis Despotenherrschaft ein Ende setzen wollten, ob nun durch andere gelenkt doer nicht. Das zeigt schon alleine die Tatsache, dass selbst weiten Teilen der Rebellen die zivilen Opfer inzwischen zu viel sind und sie eher oftmals einen Dialog suchen, während die NATO diesen unterbindet.

    Das Video von Tarpley ist interessant, wenn auch voller Lücken, aber momentan bin ich zu müde, alles aufzuschreiben.

  88. Föhnix sagt:

    @ Blue

    “Despotenherrschaft” ??

    Wenn das eine Despotenherrschaft gewesen wäre, warum hätten dann solche Menschenmassen für Gaddafi demonstrieren sollen? Viele freie, alternative, russische Medien berichten weitgehend übereinstimmend von der größten dieser Demos (1. Juli), bei der 1,7 Millionen Libyer für Gaddafi demonstrierten. Nur um das einordnen zu können: das war mehr als ein Viertel der gesamten Bevölkerung Libyens. Das ist so, als würden in Berlin 20 Millionen für Merkel demonstrieren – unvorstellbar! Selbst wenn die Zahlen übertrieben gewesen sein sollten, selbst wenn es nur ein Zehntel gewesen wäre, so wäre dies im Vergleich immer noch in der Größenordnung der größten Demos, die es in Deutschland bislang gegeben hat (z.B. gegen den NATO-Doppelbeschluss).

    http://www.voltairenet.org/Juli-2011-Massenkundgebung-in

    http://www.theintelligence.de/index.php/enthuellungen/terror-krieg-geheimdienste/2845-pro-gaddafi-massendemonstration-restlos-ignoriert.html

    Das zeigt doch ganz eindeutig, dass es nur eine Massenbewegung in Libyen gibt, nämlich die der echten Libyschen Revolution von 1969.

    Man vergleiche die Massen vom 1. Juli mit den verstreuten Rebellengrüppchen (niemals mit jubelnder Zivilbevölkerung!), die man heute vom Grünen Platz zu sehen bekommt.

  89. o.T.:

    es würde mich freuen, wenn Sie auch mal was über Syrien schreiben würden. Die EU verhängt ein Embargo über syrische Ölprodukte:

    http://www.tagesschau.de/ausland/syrienembargo102.html

    Die Chinesen wirds freuen.

  90. Föhnix sagt:

    @ fatimaoezoguz

    Wichtiges Thema. Sehe ich auch so. Wir dürfen uns nicht daran gewöhnen und dem Westen sozusagen das Gewohnheitsrecht einräumen, dass er sich mithilfe gedungener “Freiheitskämpfer” ein Land nach dem anderen holen kann. Die Parallelen zu Libyen sind ja frappierend und so wird auch hier in den Medien völlig verschwiegen, dass ein großer Teil der Syrer hinter Bashar al-Assad steht. Die können in Syrien demonstrieren wie sie wollen (http://is.gd/VXNkPJ), das nimmt der Westen nicht zur Kenntnis (s.o. Millionendemo). Deshalb hatten in den USA lebende Syrer die Idee zu einer möglichst aufsehenerregenden Demo im selbsternannten Mutterland der Demokratie: mit der größten
    Syrien-Flagge (223 Meter lang) demonstrierten sie in Pennsylvania für Assad.

    https://www.facebook.com/syriansinusa

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