Debatte zum Schwerpunkt-Thema der August-COMPACT “Ein Volk, Ein Reich, Ein Euro”. Video-Aufzeichnung vom letzten Donnerstag mit M. Mross, Dr. Christian Weilmeier und Jürgen Elsässer
Wieder ein gelungener Premieren-Abend für die jeweils aktuelle Ausgabe von COMPACT-Magazin. Wir treffen uns auch weiterhin jeden 1. Donnerstag im Monat. Das nächste Mal am 1. September, als Referent wird Karl Albrecht Schachtschneider kommen, der bekannte Staatsrechtler und Euro-Kläger. (19 Uhr, Viethaus, Berlin, Leipziger Straße 54)
Bei der Diskussion am 4.8. gab es, dem Prinzip von COMPACT entsprechend, keine monolithischen Vorträge, sondern eine spannende Kontroverse. Während Mross betonte, dass wir schon jetzt in einer Diktatur leben und die Lage mit dem Euro-Crash noch schlimmer würde, verwies Weilmeier auf die gestiegenen Einflussmöglichkeiten der Bürger, die wir jetzt nutzen müssen. (Das Video hat drei Teile)Ein ausführlicher Veranstaltungsbericht ist hier.
Weitere Beiträge zum Thema “Ein Volk, Ein Reich, Ein Euro” in COMPACT, unter anderem ein langes Interview mit Schachtschneider (“Habermas ist kein Demokrat!”) und mein Artikel zu den aktuellen totalitären Tendenzen in der EU (“Schwarze Rosen aus Athen”). Das Heft kann man hier bestellen.









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Die Lösung des Dilemmas hat Herr Mross am Ende seines Referates wohl mehr unbewusst genannt! Schulden = Guthaben, daß bedeutet nur wenn Guthaben vernichtet werden dann verschwinden die Schulden. Denn es liegt eine fragile „Kollabierungsproblematik“ von Zinssystemen vor, wenn diese auf nur begrenzten Raum expandieren. Wie generell bei jedem inflationären System in begrenzten Räumen.
So kann man daraus folgernd behaupten, was hintergründig vielleicht Ursache für die Wiedervereinigung Deutschlandes vor 20 Jahren war. Denn innerhalb des D-Marksystems gab es keine ausreichend solventen Schuldner mehr welche die Guthaben, resp. der Zinsen (Renten, Spar, Versicherungen etc.) bedienen konnten. Aus diesem Grunde wurden ergo neue Schuldner dringend benötigt. Diese Rolle übernahm die ohnehin marode DDR, bzw. das später Abgewickelte Ostdeutschland. Aufgrund des exponentiell schnell fortschreitenden Volumens war ca. 10 Jahre später der EURO jedoch schon vorprogrammiert! So wie er auch viel eher den Befürwortenden Systempragmatikern in seiner kommenden nötigen Funktion bekannt war. Denn auch ein vereinigtes Deutschland stieß schnell an die Grenzen zur Bedienung der Guthaben/Zinsen dieses Geldsystems. Mittels des nun eingeführten EURO konnten so, unter Systematischer Einverleibung neuer Schuldner (PIGS) und unter Zusammenschluss Wirtschaftsstarker Staaten (Guthabenhalter), neue Bediener dieser Guthaben gefunden werden! Nun ist dieses System Europaweit etabliert und bedient all unsere Guthaben. Doch auch dies ist sichtbar nicht mehr ausreichend! Es ist also ein Kernproblem des wachsenden Zinsstockes jeweils dafür wachsende Schuldner zu emitieren. Hierbei entlarvt sich die nun Aggressive, aber Systemnötige Vorgehensweise der Nato. Einzig um für die Gläubiger (der EU-Zone insgesamt) neue Schuldnerländer zu konstruieren, wie in Libyen etc. Die gleiche kriegerische Rolle ist der USA schon länger auf dem Leib geschrieben, seit ausufernder Existenz des Zinssystems im Dollarsystem. Hierbei ist zusätzlich noch der Aspekt einer Weltwährung verheerend in seiner Wirkung.
Auch entlarven sich wohl hier die derzeitigen Prozesse der beiden gleichartigen, aber kongruenten Geldsysteme Dollar/Euro an der Börse. Beide Systeme streiten intern um die Vormacht unter einer gewaltigen Liquiditätsumverteilung. Nichts anderes findet gerade an den Börsen statt, es ist in diesem Sinne kein Crash sondern eine Positionierung der alten und neuen Teilnehmer. Mit großer Sicherheit soll die EU in Zukunft die USA ablösen, denn diese ist wirtschaftlich und bevölkerungsmäßig auf wesentlich höheren Niveau als mittlerweile eine regelrecht ausgelutschte USA. Doch auch hier stellt sich die Frage wie dann weiter? Übernimmt etwa die USA in Zukunft den part eines Generalschuldners der EU?
Ich denke so hart wie es klingt, nur über einen freiwilligen Guthabenverzicht (nicht Schuldenverzicht, -denn es ist eine Globale Guthabenkrise!) der „Sparweltmeister“ rund um den Globus und leider gerade in Deutschland, ist diese Misere zu bewältigen. Damit sind vor allem Konzerne etc. gemeint. Aber davor haben alle Angst, Geldsystemkritiker wie Betreiber gleichermaßen. Denn dann geht’s wortwörtlich ans Eingemachte! Und doch wäre es die einzige friedliche & freiheitliche Lösung für alle Völker, mit einem hoffentlich hernach völlig neuen Zinslosen Geldsystem. Nur unter diesem Vorbild würde die westliche Zivilisation, als Schöpfer dieses veralteten Systems, aus diesem Kreislauf ausbrechen können und wenigstens einen kleinen Teil seiner ursächlichen Verantwortung für die Welt übernehmen.