Euro = “Monetäre Planwirtschaft”
Aus COMPACT-Magazin: Die Kritik eines FDP- und eines CDU-Bundestagsabgeordneten am Euro-Rettungsschirm
Beschlüssedes Euro-Gipfels gestern: Die griechischen Schuldpapiere werden mit Abschlag in Euro-Schuldpapiere umgewandelt, für die die Euro-Staaten garantieren, d.h. im Falle griechischen Zahlungsausfalls zahlen die anderen, IN ERSTER LINIEDEUTSCHLAND. Ein Kommentar dazu, vorausblickend, wurde bereits in der Mai-Ausgabe von COMPACT abgedruckt. Sie sehen also, mit COMPACT-Magazin ist man seiner Zeit voraus. Hier kann man COMPACT bestellen (Einzelheft) und abbonieren.
———– aus: COMPACT-Magazin 5/2011 ——————–
Die Bundesregierung will den Euro-Rettungsschirm zu einer permanenten Einrichtung machen. Der Bundestag könnte dann weitere Milliarden-Zahlungen nicht mehr stoppen. Die Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler (FDP) und Klaus-Peter Willsch (CDU/CSU) sind dagegen.
(nun Auszüge aus einem Papier der beiden Abgeordneten im O-Ton)
Der von der Bundesregierung am 11. März 2011 in Brüssel eingeschlagene Weg “zur Änderung des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union hinsichtlich eines Stabilitätsmechanismus für die Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist – Ratsdok. 17620/10 (EUCO 30/10, Anlage I) -”
- ist der Weg zur Ausweitung des bestehenden Eurorettungsschirms, die der Deutsche Bundestag nie wollte,
- ist der Weg zur unbefristeten Verlängerung des Eurorettungsschirms, die der Deutsche Bundestag nie wollte,
- ist der Weg zur qualitativen Veränderung der Europäischen Wirtschaftsverfassung, die der Deutsche Bundestag nie wollte.
Alle drei Wege sind und bleiben falsche Wege. Denn es ist nach wie vor richtig, was unsere Frau Bundeskanzlerin in ihrer Regierungserklärung am 27. Oktober 2010 bezüglich des derzeitigen Rettungsschirms klargestellt hatte:
“Er läuft 2013 aus. Das haben wir auch so gewollt und beschlossen. Eine einfache Verlängerung kann und wird es mit Deutschland nicht geben, weil der Rettungsschirm nicht als langfristiges Instrument taugt, weil er Märkten und Mitgliedstaaten falsche Signale sendet und weil er eine gefährliche Erwartungshaltung fördert. Er fördert die Erwartungshaltung, dass Deutschland und andere Mitgliedstaaten und damit auch die Steuerzahler dieser Länder im Krisenfall schon irgendwie einspringen und das Risiko der Anleger übernehmen können.”
Diese Worte sind nach wie vor richtig. Die Lage hat sich nicht geändert. Offensichtlich wird jedoch, dass im Mai 2010 der politisch falscheste Satz des noch jungen 21. Jahrhunderts im Deutschen Bundestag gesprochen worden ist: “Scheitert der Euro, dann scheitert Europa!” (…)
Welches Europa da gerade scheitert, wird indes nicht hinterfragt, denn es könnte auffallen, dass es das Europa der Planwirtschaftler und Bürokraten ist.
Die Alternativlosigkeit verbietet, über die Ziele einer liberalen Europapolitik nachzudenken, über Rechtsstaatlichkeit in Europa, über den Schutz der individuellen Freiheit, über eine freiheitliche Wirtschaftsverfassung, denn: “Scheitert der Euro, dann scheitert Europa!”
Wir dürfen natürlich auch nicht darauf hinweisen, dass wir am 21. Mai 2010 im Deutschen Bundestag ((bei der Verabschiedung des ersten Euro-Rettungsschirmes, Anm. Redaktion)) zwei Drittel des Steueraufkommens des Bundes für die Staatsschulden anderer Länder verpfändet haben, und dass dies ohne einen Parlamentsvorbehalt und ohne eine rechtliche Grundlage in den europäischen Verträgen vom Deutschen Bundestag durchgewunken wurde.
Noch im Jahr 2009 hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Lissabon-Urteil das Budgetrecht des Parlaments zum Kernbereich demokratischen Lebens gezählt. Sowohl das Demokratieprinzip als auch das Wahlrecht seien verletzt, wenn die Festlegung über die Art und Höhe der den Bürger betreffenden Abgaben in wesentlichem Umfang supranationalisiert würden.
Wir dürfen nicht aussprechen, dass der Deutsche Bundestag bei der nunmehr geplanten “Verstetigung” des Euro-Rettungsschirms sein Königsrecht der freien Haushaltsplanung und -verabschiedung verliert. Wir dürfen nicht beklagen, dass wir als Bundestagsabgeordnete unserer eigenen Entmachtung zustimmen sollen. Nein! Nein! Nein! Gute Europäer müssen wir sein!
Wir dürfen nicht laut darüber nachdenken, dass das heutige Europa auf dem Weg in die monetäre Planwirtschaft und den politischen Zentralismus ist und dass Planwirtschaft und das Brechen der Europäischen Verträge nicht alternativlos sind. Wir dürfen die Hauptursachen der Überschuldungskrise unserer Staaten und Banken natürlich nicht benennen: die Geld- und Kreditschöpfung aus dem Nichts und die Möglichkeit, staatliches ungedecktes Zwangspapiergeld unbegrenzt vermehren zu können. Dass ohne diese Alchemie des Geldes kein weltweites Schneeballsystem aus ungedeckten zukünftigen Zahlungsverpflichtungen hätte entstehen können, dürfen wir natürlich auch nicht sagen. Es könnte ja erkannt werden, dass dieses Schneeballsystem nur möglich ist, weil der Staat aus Gründen der leichteren Finanzierung von Staatsausgaben den Banken Privilegien verliehen hat, die gegen die Grundprinzipien jeder marktwirtschaftlichen Ordnung verstoßen. (…)
——— weiterlesen in COMPACT 5/2011 ———————









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Juli 22, 2011 at 13:39
Nun, ich finde es ja grundsätzlich Mutig wenn einzelne Abgeordnete ihr Verpflichtung noch ernst nehmen und sich tatsächlich ihrem Wähler verpflichtet sind, ganz egal von welcher Partei sie sind. Aber das die Herren Schefflers und Willsch mit ihren Bedenken, Anträgen etc. sicherlich keinen Millimeter etwas daran ändern werden was die große Mehrheit des Bundestages letztendlich beschließt.
….
Der Auspruch „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa!“ ist freilich völlig daneben, eher müsste es heißen “Europa scheitert mit dem Euro!” Doch so viel Mut und wohl auch Intelligenz bringt unsere Regierung eh nicht auf…
Monetäre Planwirtschaft, dass ist Mal ein Wort
Juli 22, 2011 at 15:56
ich sage nur HALLO, wie ließt sich noch der
—- ESM-Vertragstext? —–
ich denke, wie die gründung einer mafia-organisation mit aboluter immunität, gegen jegliche staats-rechtsverfolgung, ausgestattet mit absoluter EU-Wirtschaftskontrolle. um es zu verdeutlichen, der verwaltungsrat könnte ebenso tausende zivilisten, wenn sie wollten, in den tod schicken und wir dürften nicht mal deren gut gebügelten falthosen zerknittern………..sonst noch fragen?
Euro = „Monetäre Planwirtschaft“
Juli 22, 2011 at 16:04
Hilfe : ich bin ausge -MERKELT !!
jedes Volk verdient, was es sich gefallen lässt
Juli 22, 2011 at 18:32
Wg. Euro-Rettung: Telefonate Obama => Merkel
Wer weiss hier was?
Spiegel Online, Leserbeitrag von Ghost12: >>Mindestens viermal, vermutlich aber unmittelbar vor JEDEM Bail-out hatten die telefoniert, Obama hat immer an die “Rettung” appelliert, da ansonsten das “Weltfinanzsystem” zusammenbrechen würde. Merkel war stets gehorsam.<<
Die finanziellen Reserven Deutschlands, jedes einzelnen Sparers, werden schneller abgesaugt als man hinsehen kann.
Die meisten glauben immer noch, es geht nur um Hilfe für Griechenland, Portugal oder Spanien; vielen ist mittlerweile klar, dass dies nur ein Vorwand für die Hilfe für die Banken ist. Fast alle betrachten diese Bailouts jedoch als ein rein europäisches Problem.
Aber noch kaum einer sieht, dass wir (und andere Goldesel) hier das Finanzsystem der USA "retten" sollen, die erstens als Volkswirtschaft einen guten Teil ihrer Defizite über das Casino wieder hereinspielen, und die zweitens als Staat USA einen guten Teil ihrer Steuereinnahmen dem Casinobetrieb verdanken.
Meine Frage alle, natürlich auch an Herrn Elsässer:
Können Sie sich noch erinnern oder rekonstruieren, wann Obama wegen diverser (Euro- oder Banken) "Rettungen" bei Merkel angerufen hat?
Wissen Sie evtl. noch vor welchem Bailout-Gipfel das war?
Worum es ging, was dort gesagt worden ist, was Obama, Merkel oder andere da gesagt haben???
Selbst wenn es nur vom Hörensagen ist.
Wie auch immer wie das Ergebnis dieser Recherche ausfällt, dazulernen werden wir dabei auf jeden Fall.
Juli 22, 2011 at 19:09
Das hat nichts mit Planwirtschaft zu tun. Das ist gewöhnlicher Kapitalismus wie er seit Jahrhunderten existiert. Gewinne werden privatisiert und Verluste sozialisiert. Aber diese Tatsache können sich CDU und FDP aus ideologischen Gründen natürlich nicht eingestehen.
Finanzkrise in Europa 1857:
“Um die Preise zu halten, und so die eigentliche Ursache des Unheils abzuwehren, mußte der Staat die Preise zahlen, die vor dem Ausbruch der Handelspanik galten, und Wechsel diskontieren, die nichts anderes mehr repräsentieren als ausländische Bankrotte. Mit anderen Worten, das Vermögen der gesamten Gesellschaft, welche die Regierung vertritt, hätte die Verluste der privaten Kapitalisten zu vergüten. Diese Art Kommunismus, wo die Gegenseitigkeit völlig einseitig ist, erscheint den europäischen Kapitalisten ziemlich anziehend.”
http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_339.htm
Rettung der maroden Banken in den 30ern:
http://www.jungewelt.de/2011/07-09/009.php
CDU/FDP-Altschuldenbetrug:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/art141,1883768
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9223499.html
Juli 22, 2011 at 23:53
Das ist die europäische Entsprechung zur amerikanischen FED – ganz einfach: Überstaatlich, unantastbar, unkontrollierber; und das in einer Demokratie!!!!
Ist doch alles kein Geheimnis, dass das mit Griechenland langer Hand geplant war und die amerikanischen Ratingagenturen teilweise Beteiligungen von Bilderbergern darstellen. Als Konsequenz haben unsere Bilderberger den Zentralismus forciert.
Fehlen nur noch Afrika, Asien und Südamerika. Über Brasilien sind sie schon auf einem guten Weg; Afrika wird zwischen den USA und China aufgeteilt und das Reich der Mitte wird schon auch noch in den Plan der NWO zu integrieren sein.
Warum die Menschen einfach nicht verstehen können, dass diese “Freiheit” uns in den Zentralismus führt.
Juli 23, 2011 at 00:00
Bill Gates und die Plutokraten-Konsorten werden es mit der Überbevölkerung schon richten. Wäre nicht das erste Mal, dass verseuchte Medikamente ausgegeben werden. Hauptsache Gates tritt bei Lanz auf und lässt sich als Held feiern, weil er einen Teil seines Vermögens für seine! Zwecke verwendet. Dass er immer noch als einzelne Person Vermögen besitzt, wovon hundert Tausende Menschen leben könnten, macht nichts und wenn zwei Menschen das ganze Geld hätten und der Rest hungern müsste und einer einen Teil davon spenden würde, wäre er immer noch der große Held für Lanz und die Mainstream Schäfchen
Juli 23, 2011 at 03:21
„Monetäre Planwirtschaft“ … aber nur im Sinne einer geplanten Destruction
Juli 23, 2011 at 11:33
@ Harry
Was Sie sagen, ist richtig: Während die BRD-Bundesbank eine durch Rechtsaufsicht kontrollierte staatliche Organisation mit klarem gesetzlichem Auftrag war, ist das wuchernde Gewirr von EU-Beschlüssen, überstaatlichen schleichenden Verfälschungen, IWF-Gekungel und EU-Zentralbank, das mittlerweile Eigentum, Wirtschaft und Geld jedes EURO-Staates entwertet, ein einziges Verwirrspiel.
Kaum noch einer durchschaut zu wessen Gunsten die Früchte deutscher Arbeit wegfließen als reißender Strom, in dem auch künftige Generationen von Deutschen versinken (wenn es denn künftige Generationen gäbe).
Aber zur FED gibt es einen gravierenden Unterschied:
Die FED ist ein Syndikat profitorientierter Banken, die sich die Lizenz zum Gelddrucken erschwindelt haben. Braucht der Staat Geld, so schöpft die FED aus dem Nichts den gewünschten Betrag und verleiht ihn gegen Zinsen (!!!)
an die Administration (durch Ankauf von Anleihen).
Das gesamte Aufkommen aus der (übrigens ungesetzlichen!) US-Einkommenssteuer fließt als Zinsen an die FED!
Daß dieser ungeheure Betrugsskandal nicht klar bekannt ist, ist das vielleicht zweitbeste Beispiel für eine Geschichtslüge, die es gibt. Henry Ford sagte einmal: “Wenn die Bürger durchschauten, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution vor morgen früh!”
Das gleiche geschieht in der EU: erst wurde uns der EURO aufgedrückt (“Maastricht = Versailles ohne Krieg”), dann wurde die BRD-Bundesbank “sozialisiert” (also enteignet), und nun wird die Verwirrung des Kleinen Mannes über das Geldsystem hierzulande nach EU-Manier in Szene gesetzt, für das in den USA die Geschichtslüge der Geheimhaltung des FED-Betrugs existiert.