Elsässers Blog

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COMPACT 7/2011: Who the Fuck is Alice?

Auszug aus der Printausgabe: Alice Schwarzer und das exaltierte Leiden am Frausein. Oder: Wieviel Privates steckt in den Kampagnen einer Männerhasserin?

Schwerpunkt der COMPACT-Juli-Ausgabe ist “Der gedemütigte Mann: Raubtier-Feminismus – Nein danke!” Einer der Artikel widmet sich der Protagonistin dieser Spezies, Alice Schwarzer. Sichern Sie sich COMPACT durch ein Abo! Von den bisher erschienen vier Ausgaben sind zwei vergriffen!! Abonnenten bekommen das Heft früher, zahlen kein Porto – und sichern die langfristige Existenz und Expansion eines einzigartigen publizistischen Experiments.

Nun zum Auszug aus Heft 7/2011

Who the Fuck is Alice

Von Michail A. Xenos

Alice Schwarzer und 373 weitere Geschlechtsgenossinnen gaben vor vierzig Jahren der Menschheit kund, dass sie abgetrieben hatten. Nicht wirklich hatten die alle abgetrieben, aber wirksam. Zumal für Schwarzer, denn der Bericht darüber in jener Ausgabe des Magazins Stern vom Juni ’71 katapultierte die damals junge Journalistin an die Spitze der sogenannten Frauenbewegung und in die Mitte einer gerade ideologisch mutierenden Medienwelt. Wobei jener obskure Widerspruch zwischen Wirksamkeit und Wirklichkeit, zwischen dem Errungenen und dem Fassbaren, den Weg der Journalistin seither kennzeichnen sollte.

Und diese Diskrepanz, die im Lauf ihres Siegeszuges immer auffälliger wurde, nährte denselben Widerwillen, der sich auch immer dann regte, wann Alice Schwarzer jene zwei gewissen Wörter von sich gab, mit denen sie die Vertretung einer Gemeinschaft suggerierte, deren Betreuung und Führung sie durch unsichtbare Hand erhalten haben wollte: die Wörter “wir Frauen”.

Denn sie weiß, dass Frauen in Wirklichkeit das meiste von dem abweisen, was sie ihnen eingeben will. Nicht selten ließ das Unbehagen der aufdringlichen Frauenflüsterin über den kärglichen Gehorsam ihrer vermeintlichen Schutzbefohlenen Frust in der EMMA raus. Sie kann sich wohl errechnen, dass sich das Gros der Frauen eher hinter den Thesen Eva Hermans wiederfände als im eigenen exotisch-progressistischen Minderheitenkult.

(…)
Nur ist es nicht die Rache der Söhne, wenn die Feministin in blutrauscherischem Jubel der Amerikanerin gedenkt, die ihren Mann in einem Akt von Selbstjustiz entmannte, und über den weiteren Ausbau solcher Zweckentfremdung des Küchenmessers reißerisch frohlockt: “Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen…”

Es ist auch nicht der Söhne Rache, wenn Emma, die Grenze zum Schäbigen missachtend, eine Bilderreihe unvorteilhafter Gemächte den Konterfeis prominenter Männer zugesellt und zum “totaaaaal verrückten” Pimmelraten aufruft. Als Gegenschlag auch noch dafür, dass die Bild-Zeitung, für die sie heute schreibt, dasselbe einmal mit Frauenbusen betrieben haben soll.

(…)
Wie muss sie ihn gleich gehasst haben, den Mann mit den roten Socken, der als späterer Verteidiger Kachelmanns antrat und alsbald das Kind beim Namen nannte und fragliche Auslegungen “radikalfeministische Theorien” kritisierte! Das ist der richtige, dachte ich, der ich mich seit langem dafür einsetze, Antifeminismus zur Artikulation zu verhelfen (anstatt bloß Unrecht gegen Männer zu beklagen). Ja, er wird’s richten – arme Schwarzer, er trägt die Wirklichkeit in den Saal. Und diese ist für den Feminismus Salzsäure.

(…)
* Von Michail A. Xenos ist das Buch Medusa schenkt man keine Rosen. Eine untypische Einstimmung in das ‘Jahrhundert der Frau’. (Verlag manuscriptum, 2007, 343 Seiten, 19.80 Euro) erschienen. Er betreibt die Website http://www.maskulist.de .

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6 Responses

  1. friedrich sagt:

    Ich kann dem! Maskulisten nur zustimmen. Auch ich bin über die etablierte Misandrie geschockt gewesen und bin es noch.

    Wenn ich so in die MSM gucke, jeden Tag zutiefst diskriminierende Werbeschaltungen sehe, wo Männer sich selber ohrfeigen, gegen Wände laufen, Jungen und Männer von Mädchen und Frauen mit Wasser überschüttet werden, Gegebene Ohrfeigen an der Tagesordnung sind und das alles, als Zeichen des Zeitgeistes, dann sehe ich, es muss noch viel getan werden und sei es nur um unserer Jungen willen.

    Nebenher würde es mich interessieren, ob an den Gerüchten, dass die Fernsehquoten der Frauen WM, sagen wir einmal vorsichtig, geschönt wurden, etwas dran ist? Wäre eine Titelstory wert.

    Wundern würde es mich nicht. Zappt man kurz rein sieht man immer nur halbgefüllte Stadien und das soll dann zu Zuschauerzahlen führen wie ein Championsleague-Finale? Wer’s glaubt, soll es glauben. Ich tue es nicht – ich lasse mich aber auch nicht umerziehen :)

  2. juergenelsaesser sagt:

    friedrich: die tickets werden von großen firmen aufgekauft, die sie an schulklassen verschenken, die dann mit bussen angekarrt werden …

  3. Greif sagt:

    Das sind die wirklichen heißen Eisen. Bin sehr dankbar, daß die im Compact-Magazin angepackt werden.

  4. Föhnix sagt:

    Die Geschlechterdebatte reagiert.

    Antje Schrupp:
    “Lacht Tränen über Jürgen Elsässer: http://bit.ly/lI2U4P (Achtung, heavy Sexism!)”

    Ist doch schön, wenn man über seine angeblich sexistischen Feinde lachen kann. So weit geht Christa Sima in ihrer ziemliche trockenen Antwort allerdings nicht:

    “@antjeschrupp die Zeitung gehört verboten!”

    Ah ja, ist klar. Feminismus ist ja auch demokratisch, dialogbereit, pluralistisch, weiblich-einfühlsam und natürlich enorm emanzipatorisch.

  5. Sun sagt:

    Alice ist eine “Frau” voller Frust, die im Popo der Bildzeitung einen HEIDEN-Spass hat ;)

  6. franz@yahoo.com sagt:

    @ juergenelsaesser
    friedrich: die tickets werden von großen firmen aufgekauft, die sie an schulklassen verschenken, die dann mit bussen angekarrt werden …

    Ich glaube Friedrich bezog seine Kritik auf die propagierten Einschaltquoten an die 14 Millionen glaube ich, und die im Netz laut werdende Kritik, dass diese Zahlen in der Form nicht stimmen können – darum “geschönt” – und nicht auf die Kritik an den, trotz Gratistickets, nur halbvollen Stadien.

    Wissen Sie dazu etwas? Stimmen die veröffentlichten Zuschauerzahlen?

    @ Frau Schrupp
    Wenn Sie noch weiter solchen Zores veranstalten, werde ich mich einmal daran machen, die Dekonstruktivisten zu dekonstruieren. Soll doch in einer postmodernen Gesellschaft jeder erfahren, was Sie und andere so im gleichstellungsfeministischen Sinne von sich geben; ob es den Menschen gefallen wird, das ist eine andere Frage. Aber umerziehen kann man immer nur die Dummen, die noch an normative Kraft des Systemes, der Wissenschaft glauben. Gelle.

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