Mit dem Oberkapitalisten gegen den Euro-Putsch
Zu COMPACT-Nummer 2: Interview mit Hans-Olaf Henkel
In der Nummer 2 von COMPACT gibt es ein langes Interview mit Hans-Olaf Henkel. Der langjährige Chef des BDI, sozusagen der Boss der Boss, hat sich vom Euro-Befürworter zum Euro-Gegner gewandelt und will den Ausstieg Deutschlands aus der Gemeinschaftswährung, am liebsten in Form eines Nord-Euro zusammen mit anderen Hartwährungsländern, zur Not auch in Form der Rückkehr zur D-Mark.
Viele meiner linken Genossen fragen sich, warum ich einen Oberkapitalisten wie Henkel so freundlich interviewe. Tatsächlich finde ich den Mann klasse und verzeihe ihm alle früheren Fehler, wenn er so weiter macht. Übrigens fühle ich mich auch durch das “Kommunistische Manifest” bestärkt (dank an PGS!). Dort schreibt Karl Marx:
“In Deutschland kämpft die Kommunistische Partei, sobald die
Bourgeoisie revolutionär auftritt, gemeinsam mit der Bourgeoisie
gegen die absolute Monarchie, das feudale Grundeigentum und
die Kleinbürgerei.”
Tatsächlich handelt es sich bei der Hewrausbildung der EU um eine Refeudalisierung der Politik. Die Demokratie in den nationalen Republiken wird aufgehoben. Es bildet sich eine UdSSR heraus, allerdings nicht auf sozialistischer, sondern auf finanzkapitalistischer Grundlage. Der Geldadel herrscht als absolute Monarchie sans phrase mittels einer hoch vergüteten Bürokratenkaste, die an Ludwig XIV. erinnert – und das Zeitalter an den Vorabend der französischen Revolution. Deswegen: Wenn sich die Bourgeoisie gegen diese feudale Klasse erhebt, ist das hervorragend. Die Linken, die bei Verstand sind, müssen sie unterstützen. Hauptwiderspruch ist nicht mehr der zwischen Links und Rechts, sondern zwischen Republik und Geld-Monarchie, zwischen Demokraten und Imperialisten.
COMPACT Nr. 2 mit dem Henkel-Interview kann man hier bestellen oder abonnieren.









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März 10, 2011 at 18:49
Wenn Sie meinen. ich traue solchen Typen grundsätzlich erst mal wenig! Und bevor ich jemanden “Klasse” finde, muss er mehr aufweisen als das, was Henkel bis jetzt geboten hat.
März 10, 2011 at 19:46
Das Heft gibt es ab 10.03. in Dresden am Hauptbahnhof, bin gerade beim lesen, super
März 10, 2011 at 19:48
Naja, wir befinden uns seit der Gründung des dt. Reiches in sozialistischer Planwirtschaft mit gefräßigem Sozialstaat und bolschewistischen KanzlerInnen. Henkel ist gar kein Kapitalist, nur ein Verbandsfunktionär – leider zieht es viele Reiche in andere Länder, dank des hohen Spitzensteuersatzes hier in der BRDDDR. Mehr Reiche – und niedrigere Steuern bedeuten mehr Wohlstand für alle – weil mehr Geld und bessere Rentabilität für Investitionen da wäre. Aber da keiner in hier diese richtigen Gedanken fasst, wird die NWO triumphieren bzw. hat sie das lange schon.
März 10, 2011 at 21:23
Ich weiß nicht mehr, was man noch unter “Rechts-Links” verstehen könnte, also stellt dieser “Gegensatz” bestimmt nicht den Hauptwiderspruch dar. Die Begriffe “Demokraten” und “Imperialisten” erscheinen mir aber unscharf. Weithin sind Systeme eingerichtet, die als “Demokratie” firmieren, aber tatsächlich den Interessen der Hochfinanz, der “Dreihundert Familien”, dem Imperialismus als Vasallen dienen. Der Imperialismus scheint mir auch nur ein Werkzeug der winzigen Herrscherklasse zu sein. Etwa dient das US-Imperium keinesfalls den Interessen der US-Bevölkerung sondern wieder der Oligarchie der Herrschenden.
Der Hauptwiderspruch scheint mir zwischen jenen Gruppen zu bestehen, die den Interessen der Nationen als Kulturträger gleichgültig oder feindlich gegenüberstehen, also jenen, die jegliche Politik daraufhin optimieren, ob sie der Ausbeutungs-Macht und den ökonomischen Interessen der winzigen Herrscher-Clique nützlich oder schädlich sind; andererseits jenen, die die Kulturnationen und deren Volksgemeinschaft fördern und so letzlich dem Einzelnen Geist, Gerechtigkeit und Wohlstand sichern wollen.
März 10, 2011 at 21:39
Treffender und bündiger kann man die Entwicklung nicht analysieren.
Das “Projekt Mittelalter” der Herrschenden für ihre Büttel – mit den Repressionsmitteln der Neuzeit.
Hexenprozesse und Pranger inklusive, für die, welche wider die Religion der political correctness und des Neoliberalismus lästern.
Die meisten “Linken” scheinen allerdings inzwischen, mit einer gewissen Lust, mehr auf die Apokalypse zu warten, als durch eigenes handeln noch agieren zu wollen.
Geistig haben sie sich also schon die Grundhaltung des Mittelalters, den Fatalismus, zu eigen gemacht.
Von dieser Linken wird kein Widerstand kommen.
Der Widerstand wird von den Aufrechten und Denkenden kommen – egal welcher politischen Couleur.
März 10, 2011 at 22:30
Zitat:
“Tatsächlich handelt es sich bei der Herausbildung der EU um eine Refeudalisierung der Politik.”
Genau so ist es…
Heute bettelt die nationale Politik geradezu um die Gunst des Volkes.
Die Brüsseler Junta macht dagegen , was sie will: sie befragt kein Parlament, sie ist gottgleich.
Die heutigen nationalen Bettelpolitiker werden von der Firma Rothschild, Sorros etc gefördert, bekannt gemacht und das nur unter der Maßgabe , die Bevölkerung zum Opferkalb zu degradieren.
Die wirklich Herrschenden sind weiterhin Anbeter des Goldenen Kalbes und klassische Vertreter des Feudalismus.
Man betet das Opferkalb Volk an, weil es geschlachtet werden muß (!)
Jeder Feudalismus endet irgendwann im Absolutismus.
Der Fall Guttenberg zeigt ja deutlich die Methode:
Klein Gutti wird Groß Gutti, dann verbrannt um wieder wie Phoenix aus der Asche aufzusteigen.
Auf diese Weise werden die Führungs’kasper’ kontrolliert und gesteuert.
Die Feudalisten verstehen ihr Handwerk der Volksverdummung glänzend.
März 11, 2011 at 00:57
Ein Nord-Euro ist nicht nur eine Halbheit, er wäre ein genauso großes Unrecht wie die Euro-Einführung und würde die Länder Europas noch mehr voneinander wegführen, als es der Euro getan hat!
Was wir brauchen ist eine kompromisslose Ablehnung des Euro, eine kompromisslose Forderung nach Abschaffung des Euro, Rückkehr zu den jeweiligen alten nationalen Währungen und natürlich Austritt aus der NATO.
Das wird nur GEGEN und nicht mit der Bourgeoise gehen, da die EU ja vor allem vom deutschen Kapital geleitet ist und eine deutsch-französische imperialistische Unterdrückung Europas darstellt.
Wie Lenin schon früh festgestellt hat: Ein einiges Europa unter Sozialistischer Führung und Überwindung der nationalen Borniertheit ist ein erstrebenswertes Ziel! Aber ein von 1 bis 2 großen Imperialistischen Staaten unterdrücktes Europa – das ist ein Rückschritt in die Zeit des Kolonialismus und solange Europa imperialistisch geführt ist, kann es keine gerechte Einheit Europas geben.
Ein Europa der Sowjetrepubliken ist das Ideal, jedoch muss dazu erst der Imperialismus der EU und der NATO überwunden werden und überhaupt bürgerlich-demokratische Verhältnisse hergestellt werden, denn das ist die Ausgangsbasis für eine proletarische Revolution!
März 11, 2011 at 01:37
Hallo Jürgen,
dieser Artikel, verzeihen Sie mir, ist völliger Nonsens.
Ich habe das Interview nicht lesen können, da ich bisher compact nicht in meiner Stadt finden konnte.
Allerdings durfte ich in meiner Alma Mater Henkel hören.
Das war zuletzt vor 18 Monaten.
Wir haben auch das ZEW in unserer Stadt, an dessen Tagungen ich ab und an, je nach Referent und Thema, mithöre.
Hans-Olaf Henkel ist DER Feudalherr der neuen Gesellschaft!
Nun sollte man sich mit den Begrifflichkeiten auseinandersetzen.
In der Feudalgesellschaft, in der der Großteil der Bevölkerung Landwirtschaft betrieb, also Bauern, gab es die Kaste der Lehnsherren (Feudalherren), die diesen Bauern das Land geliehen haben.
In der Diestleistungsgesellschaft, gibt es kein Feudalwesen mehr.
Es gibt Menschen, die für Konzerne arbeiten, also auf dem Acker, und Leute die ihnene diesen Acker verleihen, also die Konzerneigner, Vorstände und Aufsichtsräte, die untereinander quer verbandelt sind und ihren Zehnten fordern, der weit mehr als 10% des Ertrages ausmacht.
Wie damals, es heißt nur anders.
Wenn jetzt ein Olaf Henkel, der Vogt der Herrschenden, merkt, dass sich das transatlantische Feudalwesen nicht mehr lohnt, da andere Gutsherren aus dem Osten über mehr Scholle verfügen, und die alten nicht regelmäßig gedüngt haben, wird er versuchen seine kleine Scholle zu retten.
(-> kleinbürgerlicher Reflex)
Selbstverständlich tut er das “nur” im Sinne seines “Vaterlandes” respektive Scholle.
Dieser Mann hat die krasseste Form der Privatisierung und der offenen Finanzmärkte an unserer Universität, die als die beste in ganz Deutschland für BWL gilt , gepredigt.
Er hat mitgespielt und das ganze Puppentheater weitervermittelt. Die Saat sitzt schon jetzt teilweise in den Führungsetagen, als Feudalherren, und fordert Frohndienste.
Ich bin kein Befürworter der zentralistischen EU und der damit verbundenen Souveränitsabge der Nationalstaaten.
Aber Marx hätte niemals mit Henkel gefrühstückt, weil Engels das niemals bezahlen würde!
Henkel ist kein Revoluzzer, weil er den jetztigen Euro ablehnt und ihn gegen einen neuen Euro der wirtschaftskräftigen austauschen möchte.
Er ist ein Mann des Kapitals, diesem verschworen und überzeugt von der “libertären”, neoliberalen Wirtschaftsordnung, in der “Bauern” abzuliefern haben und auch als solche angesehen werden.
Sein Einwand gegen den 27-Staaten-Euro ist keine revolutionäre Forderung, sondern der Versuch weiterhin Gewinnmaximierung zu betreiben.
Griechen, Spanier, Portugiesen, Iren, Italiener, Deutsche…alles “Bauern”.
MfG
März 11, 2011 at 01:52
“Naja, wir befinden uns seit der Gründung des dt. Reiches in sozialistischer Planwirtschaft mit gefräßigem Sozialstaat und bolschewistischen KanzlerInnen. Henkel ist gar kein Kapitalist, nur ein Verbandsfunktionär – leider zieht es viele Reiche in andere Länder, dank des hohen Spitzensteuersatzes hier in der BRDDDR. Mehr Reiche – und niedrigere Steuern bedeuten mehr Wohlstand für alle – weil mehr Geld und bessere Rentabilität für Investitionen da wäre.”
Sagen Sie mal, haben Sie was genommen?
Sowas hört man ja nicht mal von Friedrich Merz.
Ich empfehle Ihnen, in das Gelobte Land der Freien Marktwirtschaft, aka as Yankeeland, auszuwandern.
“Tatsächlich handelt es sich bei der Herausbildung der EU um eine Refeudalisierung der Politik. Die Demokratie in den nationalen Republiken wird aufgehoben.”
Ich glaub nicht, daß die Demokratie “aufgehoben” wird … das würde ja bedeuten, daß es keine “freien Wahlen” mehr geben würde.
Oder erliegt J. E. hier womöglich einer Idealisierung der bürgerlich-parlamentarischen Demokratie ?
“Es bildet sich eine UdSSR heraus, allerdings nicht auf sozialistischer, sondern auf finanzkapitalistischer Grundlage.”
Mag sein … in Russland haben wir die übrigens schon seit Jelzin … soweit sind wir hier zumindest NOCH nicht.
“Wenn sich die Bourgeoisie gegen diese feudale Klasse erhebt, ist das hervorragend. Die Linken, die bei Verstand sind, müssen sie unterstützen. Hauptwiderspruch ist nicht mehr der zwischen Links und Rechts, sondern zwischen Republik und Geld-Monarchie, zwischen Demokraten und Imperialisten.”
Na ja … WENN die Bourgeoisie das tut, dann schon … scheint mir aber eher die Ausnahme zu sein, und beim Herrn Henkel bin ich mir da auch nicht so sicher. Wenn ein “Oberkapitalist” gegen den Euro ist, macht ihn das noch lange nicht zum “Antiimperialisten”.
März 11, 2011 at 07:42
Ich stimme meinen Vorschreibern im wesentlichen zu, auch wenn sich alle in Nuancen unterscheiden, was wohl auf jeweils unterschiedliche Richtungen zurückzuführen ist, aus der man eben kommt und zur Erkenntnis gelangt. Man kann es gar nicht oft genug sagen, die alten Gräben ,üssen zugeschüttet werden. Das funktioniert aber nur, wenn niemand an politischen Extremen hängt, die für konsensorientierte Menschen unerträglich sind.
Das bekannteste Beispiel ist der bei vielen Rechten verbreitete Rassismus. Solange dieser als Zielvorstellung bestehen bleibt, sind diese Personen nicht in einen Kompromiß einzubinden. GENAU AUS DIESEM GRUND unterstützt der Geheimdienst extreme und irrationale Ansichten innerhalb der nationalistischen Gruppe, um diese konsensunfähig zu machen. Ähnliche Sollbruchstellen gibt es in der liberalen Weltanschauung. An sich müßte es leicht sein, sich mit Liberalen zu verbrüdern, da sie ja, wie der Name andeutet, eher freigeistig sind. Seit aber die Liberalität mit unzulässigen Maximalforderungen z.B. im Bereich der Schwulentoleranz und des Genderkonfusionismus überfrachtet ist, die über jede Maß hinausgehen, kann man als konservativer Mensch sich dort nicht mehr “andocken”.
Das nicht logisch abzuleitende Bekenntnis zu einem Raubtierkapitalismus nach amerikanischer Art wiederum macht Liberale für die Linken unattraktiv
Im Bereich der revolutionären Linken gibt es vergleichbare Komplexe und Altlasten, die ja auch von Herrn Elsässer immer wieder ans Licht geholt und aufgelöst werden.
An sich sollte “links” für “gerecht” stehen (einer Denklinie links – sozialistisch – sozial – am Mitmenschen orientiert/nicht egomanisch – gerecht folgend), so wie “rechts” für “Kultur” (einer Denklinie rechts – konservativ – traditionell – Tradition = Kulturgut folgend) und “liberal” für “freiheitlich”.
In der offiziösen Politik sind diese Begriffe schon fast zu ihrem Gegenteil verkommen, “links” bedeutet da “Tyrannei/Stalinismus/DDR”, rechts bedeutet Nazi und liberal gibt sich neoliberal – us-imperialistisch.
So gehts echt nicht weiter…
März 11, 2011 at 10:41
Artur: Mit wem wollen Sie den Euro-Ausstieg durchsetzen, wenn nicht mit Henkel? Oder wollen Sie gar nichts durchsetzen, sondern lieber “klein, aber fein” bleiben?
März 11, 2011 at 10:44
Marxist: Sie vertreten einen Maximalismus, der ins Nichts führt.
März 11, 2011 at 10:58
also von henkel bin ich nicht überzeugt. DEFINITIV.
März 11, 2011 at 11:17
..irgendwo: “…der bei vielen Rechten verbreitete Rassismus”.
Ihr Denken wird klarer werden, wenn Sie darangehen, die verwendeten Begriffe erstmal inhaltlich zu bestimmen, zu definieren.
Was ist das denn, “die Rechten”??
Wenn es sowas gäbe, es müßte mir schon begegnet sein. Meinen Sie vielleicht die marginalisierte und vom VS betriebene Systempartei NPD?
Na, da kämpfen Sie gegen einen selbstgebauten Popanz.
Und was bedeutet “Rassismus”, den Sie so lauthals in die Debatte werfen? Vermutlich ist dieser Begriff für Sie nichts weiter als ein unreflektiertes Schimpfwort wie “Nazi” oder “Hurensohn”. Der Begriff müßte doch eigentlich eine Ideologie bedeuten, die von irgendeiner “Rasse” ausgeht, vielleicht mit dem Zusatz, den Angehörigen dieser “Rasse” stünde es zu, den Rest der Welt zu dominieren, zu erobern, auszubeuten, völkerzumorden. Es gibt zwar durchaus Leute mit Suprematiedenken, aber ihre Gruppe ist gewöhnlich nicht eine “Rasse”, Ausnahme vielleicht einige Radikalzionisten, die “Juden” über Gentests bestimmen.
Und haben Sie dort, wo Sie gespensterhaft “die Rechten” zu verorten ansetzen, jemals was von “Deutscher Rasse” gehört, oder von Suprematiedenken?
März 11, 2011 at 11:23
@
März 11, 2011 at 10:41
Artur: Mit wem wollen Sie den Euro-Ausstieg durchsetzen, wenn nicht mit Henkel? Oder wollen Sie gar nichts durchsetzen, sondern lieber „klein, aber fein“ bleiben?
———
artur war wahrscheinlich erschreckt, mit wem da allianzen eingegangen werden, aber was solls, wer einen panzerschrank knacken möchte, bedarf entsprechendes werkzeug. mit taschenmesser und feuerzeug kommt man nicht weit.
März 11, 2011 at 11:38
“An sich sollte „links“ für „gerecht“ stehen (einer Denklinie links – sozialistisch – sozial – am Mitmenschen orientiert/nicht egomanisch – gerecht folgend), so wie „rechts“ für „Kultur“ (einer Denklinie rechts – konservativ – traditionell – Tradition = Kulturgut folgend) und „liberal“ für „freiheitlich“.”
Bravo, so sehe ich es auch. Und ob ein Henkel nun gerade für Gerechtigkeit steht?
März 11, 2011 at 11:43
Heft 2 ist wieder prima gelungen und die Widersprüche dieser Welt sind im Blog (außer @Marxist) mehr oder weniger zutreffend. (Das Heft 2 gibt es sogar im Zeitschriften/Lottoladen im abgelegenen Marzahn-Ost.)
Solange die Mehrheit des Wahlvolkes aber an Wahlen, sowohl in jedem einzelnen Staat als auch an EU-Wahlen glaubt, wird es vorläufig so bleiben, wie es Bertold Brecht formulierte: “Hinter der Trommel blöken die Kälber.
Das Fell für die Trommel liefern sie selber.”
Und auch damit trifft er den Zustand unserer gegenwärtigen Welt:
“Immer schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten.
Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge.
Aus der Welt geht der Schwächere
und zurück bleibt die Lüge.”
Das klingt fatalistisch, aber so sehe ich die Realität.
März 11, 2011 at 13:10
mfg
“artur war wahrscheinlich erschreckt, mit wem da allianzen eingegangen werden, aber was solls, wer einen panzerschrank knacken möchte, bedarf entsprechendes werkzeug. mit taschenmesser und feuerzeug kommt man nicht weit.”
dann kann man auch mit dem teufel gegen dämonen kämpfen?
März 11, 2011 at 13:25
jürgen: wo sie sich von ihm unterscheiden, ist die tatsache, dass er die amis vergöttert! ihr interview und die ganze zeitschrift= extra-klasse!!!!!!!!!!!!!!!!!kennen sie rolf stolz persönlich? er ist mir früher nur als ausländer-bzw.islamkritiker aufgefalllen und organisierte die linke dt.-diskussion!!
März 11, 2011 at 17:48
@
chicano
dann kann man auch mit dem teufel gegen dämonen kämpfen?
———-
das ist möglich, solange sie den teufel kontrollieren.
es sei denn, jemand überweist elsässer 2 milliarden auf sein ohnehin überfülltes spendenkonto, dann bedarf es wohl nicht länger henkel als werbeträger.
März 11, 2011 at 18:26
@Jürgen
Selbstverständlich trete ich für ein gerechteres und kontrolliertes Finanzsystem ein.
Henkel will jetzt plötzlich den Ausstieg aus dem Euro in einen Euro 2 oder D-Mark oder Henkel?
Meiner Meinenung nach ändert das gar nichts an der Wurzel des Problems.
Dann werden Staatsschulden eben wieder in D-Mark gemacht, in Europa hat jeder seine eigene Währung, die Henkels Freunde an der Wallstreet besser gegeneinander ausspielen können.
Die Leute werden weiterhin mit Zinsen unter Kontrolle gehalten und die “Elite”, zu der ich auch Henkel zähle, sahnt weiter ab.
Den Henkels ist es egal, wie die Währungen heissen, solange
sie sie kontrollieren und die Profiteure dieses perversen Finanzschwindels sind.
Die Banken, die gesamte Finanzwirtschaft, deren asozialste Elemente sich nunmal an der Wallstreet/New York und in London befinden, sind das größte Übel, welches man an der Wurzel packen und überwinden muss.
Mit Henkel wird das niemals passieren.
März 11, 2011 at 19:19
steht nicht Olaf Henkel auf der Gehaltsliste bei der “Bank of America” ?
Olaf Henkel=Janus / Der Römische Gott mit den zwei Gesichtern.
März 11, 2011 at 19:48
“Aber Marx hätte niemals mit Henkel gefrühstückt, weil Engels das niemals bezahlen würde!”
Aber Radek hat 1919, während eines kontrollierten Freigangs aus seiner Gefängniszelle, z.B. mit Rathenau und dessen Adjuntes Fritz Deutsch (Generaldirektor der AEG) gefrühstückt.
Henkel soll aufpassen – nicht daß es ihm am Ende ergeht, wie weiland dem Alfred Herrhausen.
März 11, 2011 at 20:22
muslim: chicano macht das!
März 11, 2011 at 21:02
als Abonnent habe ich das Interview auch gelesen. Ich finde es einfach interessant, mal die gewandelte Position von Henkel kennenzulernen. Ob man jetzt den “Oberkapitalisten” gut finden soll, das finde ich irrelevant. Compact hat einfach mal einen Denkanstoß gegeben. Jürgens Lob “klasse” kann
ich nicht nachvollziehen. Die von ihm zitierte Marx-Stelle ist
doch etwa von 1850. Seitdem hat sich die Bourgeoisie doch enorm gewandelt. Ob die noch eine revolutionäre Rolle spielen können, bezweifle ich.
Trotzdem, warum nicht eine Negativ-Koalition anstreben?
Ist ja alles noch offen. Eine Regierungskoalition etwa wie bei den GRÜNEN wird ja nie dabei entstehen können, insofern können sich einige Mitdiskutierer hier beruhigen.
Auch mir leuchtet der Widerspruch zwischen Demokraten und Imperialisten ein. Trotzdem gibt es nach wie vor den
zwischen Kapital und Arbeit, in seiner heutigen Gestalt
natürlich, nicht wie zu Marxens Zeiten.
März 11, 2011 at 21:11
“Henkel soll aufpassen – nicht daß es ihm am Ende ergeht, wie weiland dem Alfred Herrhausen.”
kann mir nicht vorstellen, das henkel, wem auch immer, schulden erlassen würde.
März 11, 2011 at 22:24
juergenelsaesser
März 11, 2011 at 20:22
muslim: chicano macht das!
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klar, hab auch ne kiste mit monopoly geld irgendwo herumfliegen
März 11, 2011 at 23:39
@arthur
Meiner Meinenung nach ändert das gar nichts an der Wurzel des Problems.
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man kann nicht immer direkt zum ziel marschieren, indirekt wird gegen ein riesiges mafia-system gesteuert. alleine die zentralisierung erstmal zu stoppen, zu behindern wäre ein gigantischer gewinn.
henkel wird als wellenbrecher genutzt, damit vielleicht eine tsunami-welle ausgebremst, aufgebrochen werden kann.
etappensiege sind die politische realität.
der sieg eine armee, unter anderem, hängt mit der verfügbaren schlagkraft zusammen. reicht die schlagkraft nicht aus, muß dies durch taktik ausgeglichen werden, genau das tut elsässer.
März 12, 2011 at 05:12
Der Euro hat uns vor einer noch größeren Krise bewahrt. Daher muss – auch gegen grauhaarige Populisten – an der Gemeinschaftswährung festgehalten werden.
Alles andere wäre rückwärtsgewandte Kleinstaaterei.
März 12, 2011 at 11:23
@volker:
halten Sie Deutschland und Frankreich für Kleinstaaten??
Über den Erfolg einer Währung entscheidet nicht politischer goodwill, sondern makroökonomische Zusammenhänge.
Haben Sie schon mal von dem Konstruktionsfehler des EURO
gehört (siehe z.B. Max Otte)?
März 12, 2011 at 12:20
Volker: “… Euro hat uns vor einer noch größeren Krise bewahrt. …muß … an der Gemeinschaftswährung festgehalten werden. Alles andere wäre rückwärtsgewandte Kleinstaaterei…”
Maastricht ist “Versailles ohne Krieg”, na, und den Krieg (WKIII) kriegen wir noch obendrauf, sobald die Rettung des Dollars dies zu erfordern scheint. Kleinstaaterei? Seit der Begründung der EU, erst recht seit der Einführung des Teuro, ist der Schlachtruf der Eurokraten nichts anderes als “Le boche payerat tous!”. Und seit der Rettung ganzer Staaten und Regionen (der Banken sowieso!!) durch die Wirtschaftskraft der BRD-Bevölkerung ist dies noch auf die Spitze getrieben. Wer hätte gedacht, daß es noch schlimmer kommen kann?! Aber schon morgen wird ein jeder einsehen müssen, daß der “Nettozahler” die Schar der “Empfänger” nicht mehr alimentieren KANN, selbst wenn man ihn durch Machtmittel zu zwingen versucht.
Merken Sie nicht, daß Ihr Votum “gegen Kleinstaaterei” ein Votum für AUSBEUTUNG ist?!!
März 12, 2011 at 12:34
Konzerene sind eigentlich nie Kapitalisten, da sie den Wettbewerb nicht mögen und ihn abwürgen wollen.
Henkel forder statt Papierwährung A (Euro) nun eine Papierwährung B (DM2.0). Es ist jedoch vollkommen egal, ob man vom Währungssystem A oder B ausgebeutet wird.
Die Amis haben ja auch noch eine nationale Währung und stehen noch schlechter dar.
März 12, 2011 at 14:52
Libertärer: Diese Art von Maximalismus führt jede Revolution – egal ob sozialistisch, libertär oder sonstwie – in die Isolation.
März 12, 2011 at 20:08
Bei allen Einwänden und Fürsprachen gegen bzw fü die EU, muss man feststellen, das dieses Konstrukt auf 2 Staaten ausgerichtet ist und von ihnen geführt wird.
Deutschland und Frankreich.
Kein anderer zahlt mehr ein, “Nettozahler”, kein anderer profitiert aber auch so stark davon.
Die “Rettung” Griechenlands war kein Almosen an das griechische Volk, sondern eine Zugabe an das internationale Bankenkartell.
Genauso sieht das mit anderen Staaten aus, die angebliche Hilfen erhalten, diese jedoch in ganz anderen Kanälen verschwinden.
Sehr gut beschrieben beim Aschermittwoch der Kabarettisten 2011 im Bayrischen Rundfunk.
Mir ist bei den angesprochenen Themen teilweise die Kinnlade auf den Tisch gefallen.
Ist noch bis zum 16.3. in der Mediathek des BR verfügbar.
Lisa Fitz hat es knallhart auf den Punkt gebracht und es wurde nichteinaml rauszensiert!
http://mediathek-video.br-online.de/o16/br/b7/player/public/b7mediathek.html
Geht über 2 Stunden, aber amüsant und empfehlenswert!
Viel Spass damit.
März 12, 2011 at 20:15
Bitte einfügen: Lisa Fitz komtt 2 mal vor, aber der Knaller ist ab 1:13:00 zu sehen!
Bombastisch.
März 13, 2011 at 19:56
@Elsässer
“Tatsächlich finde ich den Mann klasse und verzeihe ihm alle früheren Fehler, wenn er so weiter macht.”
Bei aller grundsätzlichen Zustimmung zu diesem Artikel: Henkel hat keine “Fehler” gemacht. Vielleicht aus seiner heutigen Sicht eines Rentners, der seine Schäflein im Trockenen hat, bemerkt hat, daß er eigentlich deutscher Patriot ist.
In seiner früheren Rolle als BDI-Präsident hatte er nur die Interessen seiner Klasse vertreten, dafür gesorgt, daß die D-Mark abgeschafft und durch den Euro ersetzt wurde. Auch die deutsche Industrie profitiert durch den Euro – vor allem durch die Exporte in die südeuropäischen Länder, wo es nun keine für deutsche Exporteure ungünstigen Wechselkurse mehr gibt.
Henkel hatte also damals im Sinne des deutschen Produktionskapitals richtig gehandelt – und V e r b r e c h e n an den Interessen des deutschen Volkes begangen. Heute kommt ihm – und Elsässer – das als “Fehler” vor!!!
Ebenso dürfte Henkel heute – wie Altbundeskanzler Helmut Schmidt – die Anwerbung von Gastarbeitern – als “Fehler” sehen. Auch dafür müssen in der BRD BDI-Präsidenten und Bundeskanzler eintreten; womit sie auch in diesem Falle V e r b r e c h e n am deutschen Volk begehen.
März 13, 2011 at 22:35
Herr Elsässer,
es ist ja schön, dass sie so eine namhafte wie Henkel für ein Interview bekommen konnten, aber…
1. In dem Interview stand meiner Meinung nichts neues als das bisher durch Henkel proklammierte.
2. Was soll man sich durch Henkel erhoffen? Das er vom Saulus zum Paulus geworden ist hilft auch niemand. Einen Volksaufstand wird er nicht anführen. Aber selbst die Gründung einer Partei hält er ja für zwecklos. Anscheinend ist er nur zum Bücher schreiben gut, die man dann kaufen soll. davon haben wir schon genug.
Solange nur geredet wird und sich keiner die Hände schmutzig machen will, sprich mal wirklich was verändern will, wird nichts passieren.
Ich kann nur wiederholen – das Interview war stark enttäuschend.
Schade dass sie nicht mehr gebohrt haben.
März 15, 2011 at 21:54
« Ein Kapitalist braucht eine Bilanz | Merkt denn niemand etwas? »
USA: Utah will Gold als Zahlungsmittel
USA: Utah will Gold als Zahlungsmittel | Drucken |
07.03.2011
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Gold- und Silbersensation in den USA: Das Parlament des US-Bundesstaates Utah stimmte mit einer großen Mehrheit für die Einführung von Gold- und Silbermünzen als offizielles Zahlungsmittel. Andere US-Bundesstaaten wollen folgen. Rückkehr zum Goldstandard?
Sensation in den USA: Die Abgeordneten des State House in Utah stimmten für die Einführung von Gold und Silber als gesetzliches Zahlungsmittel. Die Abstimmung pro Edelmetalle erfolgte mit großer Mehrheit. 47 Abgeordnete stimmten dafür, nur 26 dagegen!
Einen solchen Vorgang gab es in den USA seit 80 Jahren nicht. Kommt es nun zur zur Goldrevolution? In den USA gab es einen offiziellen Goldstandard von 1873 – 1933, danach wurde Gold im Privatbesitz verboten und erst nach 1971 wieder erlaubt.
Der Gesetzbeschluss im US-Bundesstaat Utah ist offenbar erst der Anfang: Bisher planen 13 Staaten in den USA ebenfalls die Wiedereinführung von Gold- und Silbermünzen als gesetzliches Zahlungsmittel. Die Abstimmungen stehen zwar noch aus, im Allgemeinen wird aber damit gerechnet, dass das Ergebnis ähnlich ausfällt wie in Utah.
Kleiner Wehrmutstropfen: die Edelmetallmünzen werden nur dann als Zahlungsmittel akzeptiert, wenn sie von der staatlichen Münze stammen. Dies dürfte aber in der Praxis kaum Auswirkungen haben. Schon wird öffentlich darüber debattiert, ob einzelne Staaten in den USA zum Goldstandard zurückkehren, um sich gegen einen schwachen Dollar zu schützen. .
Nach der Abstimmung in Utah muss nun noch der Senat und der Gouverneur das neue „Goldgesetz“ unterzeichnen.
April 6, 2011 at 01:12
Genialer Text eines irischen Bloggers:
Time for a German Day of Rage.
http://irishsavant.blogspot.com/2011/04/time-for-german-day-of-rage.html?zx=9a5bc304969cd9d0
“Germans, have your Day of Rage. Tell all of your detractors to take a flying fuck. Tell the rest of Europe that you’re fed up of paying for everything, and of having the Nazis flung in your faces when you don’t divvy up sufficiently to meet the requirements of the wasters at Europe’s periphery. Tell them to stick it. And if they don’t like it, go back to the Mark and let them go to hell.”