COMPACT-Editorial: Mit Asterix gegen die Besatzer

COMPACT Nummer 2 mit Schwerpunktthema “Deutschland – das besetzte Land”. Ab morgen, Montag 7.3., an ausgewählten Kiosken


Auszug aus dem Editorial von Chefredakteur Jürgen Elsässer
Asterix und die Römer

Wir befinden uns im Jahr XXI der Neuen Weltordnung. Ganz Europa ist von den Truppen des Imperiums besetzt … Ganz Europa? Nein! Eine von unbeugsamen Galliern gebildete Redaktion hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten.

Auf eine solche Einleitung kommt der Chefredakteur, wenn er sich auf den Schwerpunkt dieses COMPACT-Heftes vorbereitet und dabei die Zeit mit Comic-Heften vertrödelt. Die Situation eines besetzten Landes und die Herausforderungen für die Eingeborenen hat tatsächlich niemand besser beschrieben als der französische Texter René Goscinny und sein Zeichner Albert Uderzo. Die beiden hatten nämlich keineswegs nur die Historie im Sinn, als sie Asterix und Obelix kreierten. Vorderhand spielen die Geschichten in der Zeit des Römischen Reiches, und im ersten Band erinnert die Darstellung von Cäsars Legionären an die Nazi-Besatzer. Doch der Reiz der Serie bestand gerade darin, dass sie schon seit ihren Anfängen 1959 nicht beim Kleinen Latinum des nostalgischen Antifaschismus stehen blieb und die bösen Teutonen östlich des Rheins ins Visier nahm. Vielmehr war das antike Imperium, das den braven Dorfbewohner mit immer neuen Zumutungen und Feldzügen das Leben schwer machte,  ganz offensichtlich ein Vorläufer des Neuen Roms jenseits des Atlantiks. „Wir wollten etwas typisch Französisches machen, weil wir damals in einer Zeit lebten, die komplett von den Comics und den Zeichnungen der Amerikaner beherrscht wurde“, erinnert sich Uderzo. Unverkennbar spielten die beiden Künstler mit ihrem Häuptling Majestix auf den damaligen Staatspräsidenten Charles de Gaulle an, und der Zaubertrank, der den Galliern jede Schlacht mit den Römern zu einem Spaziergang machte, war nichts anderes als die force de frappe, die Atombombe. Mit ihr in der Hinterhand setzte der General den Austritt Frankreichs aus der NATO-Militärstruktur durch.

(Weiterlesen in COMPACT Nummer 2. Inhaltsverzeichnis einsehen, Einzelheft bestellen oder gleich abonnieren unter www.compact-magazin.com )

COMPACT ist ab morgen am Kiosk erhältlich. Leider noch nicht an allen … Die Chancen, das Heft zu bekommen, sind an den Bahnhöfen und großen Kiosken am besten …


  1. Mike F.

    Ich finde es generell interessant, wie häufig versteckte Botschaften in den Asterix-Comics vorhanden sind.

    Hier einige Beispiele:

    Der große Graben

    Ein Dorf wurde durch einen Graben in zwei Hälften geteilt. Die Bewohner der einen Hälfte waren plötzlich mit denen der anderen Hälfte verfeindet. Am Ende der Geschichte stellte sich heraus, wie lächerlich diese vorübergehende Feindschaft war, da es ein stiller Krieg unter Brüdern war. So ähnlich verlief es auch mit der deutschen Teilung.

    Obelix GmbH&Co.KG

    Bei dieser Geschichte wurde zwar der Kapitalismus richtig durch den Kakao gezogen, aber auch dahinter steckten viele Fakten.

    Streit um Asterix

    Ein verlogener Römer namens Destructivus verbreitet unter den gallischen Dorfbewohnern Lügen und hetzt sie gegeneinander auf. Sowas ähnliches kennt man auch von unseren Politkern und unseren amerikanischen Besatzern.

    Da soll mal einer sagen, Comics hätten keinen hohen geistigen Anspruch.

  2. Linkspatriot/*PaLI* ("Patriotische Linke")

    @Jürgen:
    Ich hatte Dir ja versprochen, dass ich mich melde, so bald das neue Compact-Magazin hier bei mir in Hannover eingetrudelt ist. Ist nun geschehen, ich habe bereits einige der guten und interessanten Artikel durchgearbeitet.
    Herrlich die Metapher “Asterix und die Römer” zum Imperium Americanum. Du gestattest, dass ich daraus zitiere, was Du so treffend als politische Zustandsbeschreibung abgegeben hast: “Der patriotische Gedanke, der in Frankreich lange bei der Linken besser aufgehoben war als in der kollaborationsanfälligen Rechten, ist bei den hiesigen Achtundsechzigern nie angekommen”.
    Bemerkenswert auch, dass im Heft unter “Zitaten” ein Kurztext mit “Patriotische Linke” überschrieben ist. Es geht darum, dass sich im Saarland die “Linkspartei” für Bundeswehrstandorte ausspricht.
    Das neue Heft ist eine Plattform für “Patriotische Linke” und bietet guten “Stoff” zur Information und als Argumentationshilfe.
    Über gutes Inhaltliches hinaus müsste sich “nur” noch das Begehr erkennen lassen, eine VI-Gruppenstruktur zu initiieren. Z.B. VI-Patriotische Linke?!?!

  3. Ludwig

    Das Heft Nr. 2 ist ein absoluter “Kracher”. Ich habe keinen einzigen Artikel gefunden, der mich nicht interessiert. Das Titelthema ist sehr gut aufbereitet. Sehr aufschlußreich fand ich “Guttenbergs Ent-Rüstung” von Gert Schulze-Meyer sowie die Artikel von Rolf Stolz und Udo Schulze. Nicht zu vergessen “Invasion der Heuschrecken”.

    Bei Henkel bin ich immer hin- und hergerissen, ich weiß wirklich nicht, wie ich diese Person einschätzen soll. Allerdings kann ich seine Aussage, dass sich zur Parteigründung nicht genügend Geldgeber finden lassen, nicht ganz glauben.

    Außerdem großes Lob für das Compact Büchlein “Weg mit dem Zins” von Andreas Rieger. Es ist vergangenen Samstag bei mir eingetrudelt und bereits verschlungen. Das sollten mal einige Kirchenleute und Christdemokraten lesen, um sich an das christliche Zinsverbot zu erinnern. Obwohl die 9,5 Thesen der Paulskirche sowie die Bibelstellen waren für mich nicht wirklich neu, jedoch schön dies auch mal aus muslimischer Sicht zu lesen. Es wird Zeit, die Banken und Finanzen wieder unter Kontrolle zu bekommen, ansonsten wird es bald richtig Zappenduster. Gold und Silber wird ja großes Thema für Compact Heft Nr. 3, oder ?

    Weiter so Herr Elsässer, Sie sind auf dem richtigen Weg.

  4. juergenelsaesser

    Ludwig: Danke für die Blumen!! – Ja, COMPACT-Nummer 3 hat im Mai den Schwerpunkt DER GOLD-RAUSCH, wahlweise DER GOLD-KRIEG.

  5. Mike F: Der Comic “Asterix” nimmt sich auf witzige Art ernster Themen an. Das Dauerthema ist natürlich die Besatzung durch fremde Mächte. Schon als Kind fühlte ich mich durch die Römer immer an die Amerikaner von heute erinnert.
    In “Obelix & co.kg” wird auch anschaulich dargelegt, wie der Kapitalismus die menschlichen Beziehungen zerstört.

    “Die Trabantenstadt” erinnert mich an die zionistischen Siedlungen in Palästina.
    usw..
    Und der Destructivus erst…

  6. Louise

    Bei Bogoslov.ru /Journalistik kann man lesen, was in D.
    ueber Ostkirche geschrieben worden ist.
    -betreff Artikel ueber die orth. Nonne.
    Es wird Sie reuen nicht ein wenig Licht gebracht zu haben
    in dieses Kapitel.
    Ich glaube der Ausspruch aus der Antike, es war noch niemand gluecklich, der schlecht gehandelt hat, macht
    verstaendlich, wie schoen ein Leben als Nonne sein kann, wenn man diese Rezeption hat der Religioesitaet, Christus, 10 Gebote.

  7. Louise

    Bruellend wie ein Loewe soll der Widersacher umherlaufen
    (Bibelstelle, weiss nicht wo) bei denen, die sich der Lehre Christi zugewandt haben,
    Neid Versuchung werden der Dame zusetzen – Ich glaube nicht der Aufklaerung (?) die meint den Widersacher gibt es nicht.
    Frau Piepengras hat sich nicht informiert ueber die Ostkirche/alte Westkirche.

  8. Anonymous

    Damit Sie nicht lange suchen: “Russische Kirche in deutschsprachigen Medien” steht bei Artikel.
    Fuer andere, die es interessiert auch.




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