junge Welt: “Kinder statt Inder”
Eine Leiche schnappt nach Luft. Von Jürgen Elsässer
Wer sagt denn, dass die Linke klinisch tot ist? Der Leichenbestatter war eigentlich schon bestellt, da beginnen die Lider zu flackern. Jetzt aber her mit dem Sauerstoffzelt! Vielleicht ist doch noch was zu retten?! Ich beginne schon mal mit Mund-zu-Mund-Beatmung bei meinem alten Kollegen Klaus Fischer (so viel Männerliebe muss sein …).
Der hat nämlich in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung “junge Welt” einen bemerkenswerten Kommentar geschrieben, der eigentlich den alten Rüttgers-Titel “Kinder statt Inder” im Titel tragen müsse. Völlig richtig weist Fischer darauf hin, dass der Import ausländischer Fachkräfte eine Profitmaximierungsmaßnahme des Großkapitals ist und die Herkunftsländer über “brain drain” aussaugt, weil das billiger ist als die Qualifizierung inländischer Fachkräfte.
Ist das schon die Reaktion darauf, dass 29 Prozent der Linkswähler die Sarrazin-Thesen gut finden? Spürt man jetzt selbst bei der “jungen Welt”, dass man mit dem Multikulti-Schmu nicht mehr weiterkommt? Auf ins Offene, Freunde!
Hier Fischers Kommentar im Auszug:
Die Heuchler sagen, Deutschland und Europa brauchen Fachkräfte. Nein, das Kapital braucht sie. Es braucht sie, weil seine Institutionen – Unternehmen, Stiftungen und der von ihm gelenkte Staat – zu wenig heranbilden. Es ist billiger, Ingenieure und Ärzte aus Indien oder der Ukraine abzuwerben. Auch die These von der alternden Bevölkerung ist kein Argument. Hat sich doch die Bundesrepublik als unwillig und unfähig erwiesen, die zweite und dritte Generation ehemaliger »Gastarbeiter« zu integrieren.
»Brain Drain« galt schon in den 70ern als Synonym für die Ausbeutung unterentwickelter Staaten durch kapitalistische Großmächte. Auch die BRD stand damals am Pranger. Heute wird diese Form der Piraterie von den Anstreichern als zivilisatorische Großtat gefeiert. Individuelle Freiheitsrechte sind gut. Besonders gut sind sie für das weltweite Kapital. Denn sie garantieren den ungehinderten Handel mit der Ware Arbeitskraft. Diese Rechte einseitig einzufordern, ohne die Interessen von Völkern und Staaten zu beachten, ist keine moralische Übung, sondern eine ökonomische Kampfansage.
Wer im Senegal ein besseres Leben will, der möge zu uns kommen, sagen die Gutmenschen. Nur qualifiziert muß er sein. Was aus Afrika wird, ist schließlich nicht unser Problem. Die jungen, hungrigen, starken Leute ohne Ausbildung, die es aus den unterentwickelten Regionen zu uns schaffen, sperren wir vorerst ins Lager. Und da die Wirtschaft in Europa hochflexibel ist, bekommen auch die manchmal ihre Chance. Inzwischen haben sich Billigindustrien in Spanien, Italien oder Griechenland etabliert, die »illegale« Zuwanderer gern als Lohnsklaven auspressen.
(Ende junge Welt-Auszug)









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Oktober 28, 2010 at 12:32
Richtig, ohne Kommentar und ohne “Wenn” und “Aber”.
Oktober 28, 2010 at 12:34
Erstens ist es richtig und nötig, dass endlich deutsche Unternehmen, kleine, mittlere und große, “ältere” Fachkräfte (also über 45 Jahre) der verschiedenen Qualifikations-Niveaus, also z.B. Facharbeiter wie Ingenieure, die sie aus oft fadenscheinigen Gründen (“zu alt”) entlassen hatten, wieder oder neu einstellen und/oder ihnen eine Weiterqualifizierung ermöglichen. Gerade hier dürfen auch die BA-Mittel nicht nur nicht gekürzt werden, sondern müssen verstärkt werden. Da handelt es sich schätzungsweise um mehr als 70 000 Menschen.
Zweitens ist es richtig und nötig, gerade um dem Verlust an Fachkräften in den Ländern Osteuropas, Asiens und Afrikas nicht noch größer werden zu lassen, vermehrt junge Menschen aus diesen Ländern bei uns auszubilden und erste Berufserfahrungen sammeln zu lassen, vor allem auch in unternehmerischer Selbständigkeit zu trainieren, dann aber mit einer fairen finanziellen “Starthilfe” auszustatten, um in ihren eigenen Ländern am Aufbau mit zu arbeiten, u.a. unterstützt durch von Deutschland oder der EU finanzierte Zukunftsprojekte.
Drittens sollten Fachkräfte aus den angesprochenen Ländern nur dann (in der Regel für mehrere Jahre, mit Familie) bei uns arbeiten und Erfahrungen sammeln können, wenn dies im Tandem geschieht: für jede ausländische Fachkraft verpflichtet sich eine deutsche, für die entsprechende Zeit ins das betreffende Ausland zu gehen. Damit wird interkulturelles Verstehen gestärkt, das Netzwerk der betroffenen Unternehmen und Personen (auf beiden Seiten) erweitert und dem “Ausbluten” der anderen Länder ein Riegel vorgeschoben.
Oktober 28, 2010 at 13:09
„Das Imperium, respektive das international organisierte Kapital, die imperiale Oligarchie verfolgt mit ihrer Politik der Migrationsströme nach Deutschland und Europa im Wesentlichen zwei Ziele: Zum Einen sollen billige Arbeitskräfte vor Ort zur Verfügung stehen, die man ansonsten nur in ferneren Regionen des Globus, und somit zu höheren Kosten, für Produktion und Dienstleistungen ausbeuten könnte. Gleichzeitig werden dadurch die hiesigen Löhne gedrückt und tarifliche Vereinbarungen und Standards unterlaufen.
Dieser Strategie ist auch mit sozialistischer und gewerkschaftlicher Gegenwehr, bspw. der Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn, nur schwer zu begegnen, da grosse Teile dieser ausländischen Arbeitskräfte in Schattenwirtschaften angesiedelt werden, die sich den offiziellen Rechtsnormen entziehen.“
aus Die Rote Fahne:
„Neues Deutschland“ und Einwanderungspolitik: Pseudo-Linke verteidigt imperiale Mythen
http://Die-Rote-Fahne.eu/headline42678.html
Oktober 28, 2010 at 13:42
das mit der lohnsklaverei sehe ich ähnlich. billige arbeitskräfte bedeuten, dass der unternehmer nicht rationalisieren muss, er muss die produktivität nicht erhöhne, hat billigen nachschub, die gesellschaft kann sich da dann um die kümmern, welche auf der strecke bleiben! ärzte und dipl. ings aus afrika zu holen halte ich für asozial, diese länder brauchen ihre fachkräfte, um sich zu entwickeln!gerade die fdp, welche die gesellschaft politisch nur mit der forderung noch einseitigen exporterfolgen und der steuersenkung beglückt, fordert bald sicher sogar starßenkehrer zu holen, die gäbe es hier ja nicht- dank des demogr. wandels etc. wie joachim jahnke mit recht in seinen globalisierungskritischen büchern schreibt, ist es in zukunft eher möglich, dass ingenieurarbeiten verlagert werden, china und indien sind ganz heiß drauf!dem fass den boden schlägt natürlich die forderung nach der 45-stunden-woche durch den prof. zimmermann aus! gibt es die fachkräfte doch angeblich nicht, wie sollen die denn dann 45-stunden arbeiten!
Oktober 28, 2010 at 13:53
Der Spruch “Auch eine blinde Sau, findet mal eine Eichel” trifft hier vielleicht ganz gut. Ohne natürlich auch der jungen Welt und deren Redaktion die Fähigkeit absprechen zu wollen das sie Lernfähig wären. Doch so ganz glauben kann man den Sinneswandel wohl erst wenn die jw über einen längeren Zeitraum einmal kontinuierlich die Berichterstattung ändert. Wobei ich an dieser Stelle nicht unterschlagen möchte das ich in den letzten Monaten in der online Ausgabe der jw auch zunehmend gut geschriebene, vernünftig aufgebaute und gut recherchierte Artikel gelesen habe. Vielleicht ja wirklich der Beginn eines Wandels, da man nun auch verstärkt im “traditionellen Flügel der Linken” merkt das man mit der altbackenen Rethorik so nicht mehr das eigentliche Klientel erreicht.
Oktober 28, 2010 at 14:12
da kommt einem das grausen
Oktober 28, 2010 at 15:51
Das Unwort ” Gutmenschen” hätte der Journalist gerne weglassen können. Das Wort ist genauso dämlich wie ” geiles Moped”, “coole” Kaffeemaschine.
Ausserdem ist das Thema von der Antiimperialistischen Linken schon vor über einem Jahrzehnt aufgeklappt worden. Wenn nicht noch vorher. Aber nichts dagegen wenn es immer wieder in Erinnerung gerufen wird. Das ist gut so.
Aber was passiert (oder passiert nicht) morgen ?! In Deutschland. In der Tat, ein Treppenwitz.
↓
http://www.nachdenkseiten.de/?p=7186#h07
Oktober 28, 2010 at 16:32
Ist echt interessant
Oktober 28, 2010 at 22:11
Guter Artikel, aber leider inzwischen absolut untypisch für die “Junge Welt”.
Oktober 28, 2010 at 23:01
Heuer haben wir – trotz anderslautender Jubelpersermeldungen über 5 Mio Arbeitslosen , bei ca. 0,4 Mio offenen Stellen ; d.h. 9 von 10 bekommen keinen Job, und wenn sie noch so gebildet und fortgebildet sind und sich die Hacken ablaufen und sich die Finger mit Bewerbungen wundschreiben …. UND das ist von den ‘Grauen Herren’ genau so gewollt!
In der Tat, wir brauchen keine Einwanderung, weder im niedrig-qualifizierten Bereich (da haben wir mehr als genug – s.o.) noch im normal- oder hochqualifizierten ( da sollen die Firmen/Konzerne ausbilden!! Die Anwerbung von ausländischen Fachkräften ist eine moderate Form des Neokolonialismus, da diese Leute in ihren Ländern zur Entwicklung gebraucht werden.) Keine Einwanderung UND die Verpflichtung zur friedlichen Entwicklung (mind. 0,7% des BIP) weltweit beizutragen (keine Waffen!!), das sind für mich zwei Seiten der gleichen Medaille.
Oktober 29, 2010 at 00:12
Dem Inhalt des Artikels kann ich voll zustimmen, aber wer oder was genau ist denn ein “Gutmensch”? Können Sie mir das mal präzise erklären oder ist das einfach nur ein modisches, nicht näher definiertes Schwafelwort, das immer dann verwendet wird, wenn man eigentlich gar nicht so genau sagen kann, über wen man eigentlich redet?
Oktober 29, 2010 at 09:51
Mit Verlaub – die “junge Welt” ist doch das einzige Blatt, das man in diesem Land noch guten Gewissens lesen kann, ohne seinem Hirn Schaden zuzufügen. Im Vergleich zu den bürgerlichen und “grünlichen” Drecksblättern ist diese Zeitung ein Juwel. Pirker, Rupp, Fischer etc. reden Tacheles und legen den Finger in die klaffenden Wunden dieses Systems. Schade nur, dass es der jW und dem Verlag wirtschaftlich nicht sonderlich gut geht. Aber durch die Solidarität der Leser und Unterstützer ist ihr Überleben nun hoffentlich für weitere 15 Jahre gesichert.
Oktober 29, 2010 at 12:00
Meine Gedanken zu diesem Thread..
Wir sollten anfangen, nicht immer darüber nachzudenken, was Wir **nicht** wollen, sondern darüber nachzudenken, was **Wir wollen**!
Oktober 29, 2010 at 12:25
@Klaus Landfried, angesichts der etwas weltfremden Vorstellungen hofft man, daß es sich nicht um DEN Klaus Landfried handelt.
Aus den etwas geschraubten, unrealistischen Ideen (erste Berufserfahrung sammeln lassen, finanzielle Starthilfe, Austausch zum “interkulturellen Verstehen”) ergibt sich zumindest, daß eine beggar-thy-neighbour-Politik ausgerechnet den schwächsten Ländern schadet.
Kleiner Scherz am Rande:
Wir haben eine Staatsquote von rd. 45%. Ich freue mich schon darauf, wenn “älteren Fachkräfte” und Zuwanderern mit drittklassigem Studium aufgrund ihrer “Anerkennung” endlich Karrieren im Öffentlichen Dienst eingeräumt werden. Da wird sich Genosse Amtmann aber freuen, wenn ihm die radebrechenden ausländischen Akademiker zur Hand gehen.
Oktober 29, 2010 at 18:10
Ich meine, daß dieses Unwort, “Gutmensch”, aus vollem Kalkül etabliert worden ist, um die Menschen die weder bösartig noch hinterlistig, weder berechnend noch hassend, weder egoistisch noch rassistisch usw. sind. Also vernünftig denkenden, logisch einordnenden, praktisch den “normalen” Menschen, zu stigmatisieren, diffamieren, verächtlich machen. Das alles ohne viel Federlesen, mit einem einzigen Wort. Indem man diesen Menschen einfach “Gutmensch” nennt, kann man ihn gesellschaflich wie auch politisch kaltstellen, fertigmachen, ja vernichten!
Oktober 29, 2010 at 19:33
Wer eine schöne Beschreibung für einen politisch korrekten Gutmenschen sucht möge hier schauen – trifft den Nagel auf den Kopf.
http://www.wahrheiten.org/blog/2010/09/14/ein-tag-im-leben-eines-politisch-korrekten-gutmenschen/
Oktober 30, 2010 at 00:32
@Sixty: Volle Zustimmung! Die inhaltliche Qualität der Jungen Welt hat leider nachgelassen. Inhaltlich natürlich absolut richtig, der Artikel, er zeigt auf, wie perfide entsprechende gross- und finanzkapitalistische Kreise agieren! Es dürfte auch die Intention vorhanden sein, die Arbeiterschaft durch diese Migration, der keine Integrationsangebote folgen,szu spalten, um ihre Angehörigen gegeneinander ausspielen zu können…
Oktober 30, 2010 at 11:17
@ miggirl:
Das ist jetzt irgendwie die Zeit der Kampfbegriffe.
Als da wären
- Gutmensch (ich gebe zu, den ab und an auch benutzt zu haben).
Darunter verstehe ich eher irre Psychologen, die einen Kinderschänder nach 2 Jahren eine “gute Führung” bescheinigen und bewirken ,dass man ihn wieder auf Kinder loslassen kann. Der Gutmensch heult: “Der ARme hatte ja eine soooo schwere Kindheit”.
- multikulti , von dem mir noch keiner so recht definieren konnte, was das sein soll. Wie ich das sehe:
“Die Schiiten aus Delmenhorst sind für linke Multikulti-Ideale nicht brauchbar, das wissen sie. „Es war nie echte Multikultur erwünscht, sondern nur eine kulturelle Verarmung der deutschen Kultur durch Einfuhr dessen, was gottlose Menschen als Kultur bezeichnen“, sagt Yavuz. Dies gelte für grelle Bauchtänzerinnen und Klischees aus „Tausendundeiner Nacht“, jedoch nicht für den islamischen Wertekanon, der dem klassischen deutschen gar nicht so unähnlich sei. „Integration heißt, der Gemeinschaft mehr zu nutzen als zu schaden“, so Yavuz und Gürhan. „Und der Islam nützt Deutschland garantiert mehr als die gegenwärtige Gottlosigkeit.“2
http://www.muslim-markt.de/Service/zeitungsartikel/jungefreiheit.htm
Oktober 30, 2010 at 18:49
Sevim Dagdelen, eine der wenigen wirklich fähigen Abgeordneten der Linken, hat neulich im Bundestag zu diesem Thema ne wirklich gute Rede gehalten. Tenor der Rede war, dass viel mehr Geld in die Integration und Ausbildung der hier lebenden ausländischen Mitbürger investiert werden muss, und dass es keinen akuten Fachkräftemangel in der Industrie und Wirtschaft gibt
http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_v_f_514_de/od_player.html?singleton=true&content=837434
Was leider nicht zur Sprache kam, ist, dass mit mit dem Abwerben hochqualifizierter Fachkräfte natürlich Druck auf den hiesigen Arbeitsmarkt ausgeübt werden soll, um auch bei den Ingenieuren und den IT-Spezialisten die Löhne zu senken. An einer Vollbeschäftigung ist die deutsche Wirtschaft doch gar nicht interessiert. Es ist für die dt. Exportwirtschaft doch immer besser, wenn es einen Überhang an qualifizierten Fachkräften gibt.
Was mit den ganzen Arbeitslosen (es sind ja deutlich mehr als die knapp 3 Millionen, von denen immer die Rede ist) und Hartz IV- Bezieher wird, interessiert die Wirtschaftsbosse herzlich wenig. Die sollen nach Möglichkeit so wenig wie möglich kosten und durch staatlich verordnete Zwangsarbeit die Löhne nach unten drücken.
Für mich gibt es schon noch einen Unterschied zwischen den derzeitigen Lieblingen des Mainstreams, den Grünen und den Linken.
Die Linken haben z.T. noch die kritische Distanz zum Kapital und seiner Verführung, wobei ich mehr Hoffnung in Leute wie Oskar Lafontaine, Sahra Wagenknecht, Ulrich Maurer, Diether Dehm, Sevim Dagdelen, Heike Hänsel, Christine Buchholz und Jan van Aken setze, als in die “Realos”, die sich nur allzu gern der SPD und den Grünen anbiedern.
Oktober 30, 2010 at 20:33
Einige Kommentatoren fragen immer wieder, was der sog. Gutmensch ist. Nachfolgend versuche ich darauf einzugehen:
1. Als der Kommunismus in 1989 zusammenbrach, ist der Gutmensch geboren worden, europaweit.
2. Damit war bewiesen, dass die sog. freie Marktwirtschaft den totalen Sieg verbuchen konnte. Die USA als Hegemonialmacht hatte endgültig gesiegt. Nun wollten alle Amerikaner sein, richtige Kapitalisten eben und MultiKulti, das gehört ja zu den USA wie das Gelbe zum Ei.
3. Alles privatisieren! Gibt Cash für den Staat, der Service wird besser und die Preise gehen runter.
4. Wir in Europa wollen auch einen “melting pot” werden. Die Amis sind ja spitze. Nie mehr Ausländer abweisen, es geht uns ja sooo gut.
5. Die doofen Nationalstaaten in Europa haben ausgedient. Warum überhaupt noch souveräne Staaten haben, wenn die da oben in Grosseuropa (Brüssel) eh alles richtig machen? Lieber wollen wir Konsumenten (früher waren wir Bürger) den Anschluss an Grosseuropa mit seinen Funktionären jetzt. Denn da ist 24 Stunden Shoppen angesagt.
Der 2. Teil folgt
November 1, 2010 at 23:17
Ein Gutmensch ist jemand, der die Menschen nicht so sehen will, wie sie sind, sondern wie er sie gerne hätte.
Meistens handelt es sich um alt gewordene Kindsköpfe, die sich das Lebensmotto von Pipi Langstrumpf “Widiwitt-bumbumm, ich male mir die Welt, wie sie mir gefällt” zueigen gemacht haben.
So ist der Gutmensch ist zu seinem natürlichen Nächsten, der “buckligen Verwandschaft”, oft recht garstig und unduldsam, denn deren dunkle Seiten bereits erfahren müssen.
Dafür malt er sich bunte Menschen aus fernen Ländern als den besseren “Nächsten” aus, der nur noch lieb und hilfsbedürftig ist.
Denn Gutmenschen haben oft auch nocht einen pervertierten Brutpflegetrieb, denn sie gerne an ‘armen’ Immigranten – oder auch als “Tierschützer” – ausleben …
November 1, 2010 at 23:38
Vor ca. 20 Jahren herrschte ein großer Mangel an Pflegekräften im Gesundheitsbereich. Der Lohn, die Arbeitszeiten und das Ansehen waren schlecht – zu wenige wollten diesen Beruf ergreifen.
Nach den Marktgesetzen hätte also der Lohn für diesen Beruf steigen müssen. Doch auf was verfielen die Sozis(!!) und die Gewerkschaften(!!!)? Sie forderten Lohndrücker ins Land zu holen! Man forderte vom Staat eine Initiative, um Krankenschwestern aus Polen und dem restlichen Ostblock anzuwerben!
Toll – wie solidarisch, dachte ich mir damals!
Die kranken Untermenschen in Polen oder weiter hinten sollen sehen, wie sie mit dem restlichen Pflegepersonal zurande kommen …
November 2, 2010 at 11:08
Kreuzweis: Der Pflegenotstand herrscht immer noch, sogar mehr noch als zuvor, und das wird nicht besser werden, weil immer mehr immer älter werden.
Kein Wunder, dass nicht viele diesen Beruf ergreifen wollen – Arbeitszeiten, Lohn und die Arbeit selbst sind immer noch wenig attraktiv. Aber es werden auch bestehende examinierte Kräfte nicht eingestellt, weil die zu teuer sind. Sollen sich doch Polinnen mit einem Hungerlohn begnügen und sehen, wie sie die immer zeitintensivere Arbeit hinkriegen….