Hilflose Hetze der Prosecco-Linken gegen Anti-Euro-Konferenz
Zur Pleite der linken Anti-Krisen-Proteste und zu einem bemerkenswerten Artikel im “Neuen Deutschland”
Angesichts der größten Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg pfeift die etablierte Linke auf dem letzten Loch. Die Nachrichten von gestern müßten ihren Führern zu denken geben: Bei der Berliner Demonstration “Wir zahlen nicht für Eure Krise” versammelten sich selbst nach Veranstalterangaben nur 4.500 Leute. Seit Sommer trommelten die großen Organisationen – DIE LINKE, attac, ein riesiges Demo-Bündnis von Gewerkschaftsgruppen bis zu den selbsternannten Antifas – für diesen Termin. Ebenfalls gestern vermeldete die linksradikale Tagszeitung “Junge Welt”, dass der sog. “Bankenaktionstag” am 18. Oktober von den Veranstaltern komplett abgeblasen wurde. An diesem Tag sollten die großen Privatbanken blockiert werden. Die Aufrufer fürchten mangelnde Beteiligung. Hinzu kommen die stagnierenden bis fallenden Umfragewerte der Linkspartei, während Grüne und SPD zulegen.
Das Desaster der Linken hängt unmittelbar damit zusammen, dass sie sich von der Bevölkerung und ihrer eigenen Basis entfernt haben. Jeder Pisa-Schüler weiß besser als die Linksschickeria, dass der gegenwärtige Raubkurs des Großkapitals über das Euro-System läuft. Statt “Wir zahlen nicht für Eure Krise” müßte es doch heißen: “Wir zahlen nicht für die EURO-Krise”! Aber das Themas Euro wird von der Linken genauso tabuisiert wie von den übrigen etablierten Prteien. Genauso verhält es sich mit dem Thema Nationalstaat. Gerade die einfachen Leute haben begriffen, dass der Nationalstaat in die Pflicht genommen werden muss, um sie vor den Wirbelstürmen der Globalisierung zu schützen. Aber das gilt derpolitisch-korrekten Linken bereits als Nationalismus.
Diese beiden Lehrstellen – Euro und Nationalstaat – wurden dagegen auf der Aktionskonferenz “Der Euro vor dem Zusammenbruch – Wege aus der Gefahr” thematisiert, und es ist bemerkenswert, dass unsere reltiv kleine “Volksinitiative” zu diesem Anlaß die besten Experten und knapp 700 Zuhörer mobilisieren konnte. Dass die Mainstream-Medien diesen Event totgeschwiegen haben, ist der eine Skandal. Dass die linken Medien sich diesem Boykott angeschlossen haben, kennzeichnet ihe Versumpfung. In der “Jungen Welt”, dem “Neuen Deutschland”, dem “Freitag”, der “Taz” konnte man nach der Konferenz KEIN WORT über deren Referate und Diskussionen lesen.
Besonders mit Ruhm bekleckert hat sich das “Neue Deutschland”, das zwar vor der Konferenz ordentlich hetzte, aber hinterher jede Berichterstattung vermied. Der Artikel ist unten in Gänze dokumentiert. Bemerkenswert ist dreierlei: Die denunziatorische Methode, sich nicht mit den Inhalten von Konferenz und Referenten zu befassen, sondern die Leute anzuschwärzen, weil sie angeblich anrüchige Kontakte haben. Das ist die Kontaktschuld- und Sippenhaft-Konstruktion, die totalitäre Systeme schon immer auszeichnet. Zum anderen der Hinweis am Ende des Textes, dass die bürgerlichen Referenten vielleicht gar nicht auf der Konferenz auftreten würden, wenn sie mehr über Schachtschneider, Farage, Elsässer wüßten (wozu der Artikel gerne beigetragen hätte). Natürlich erfuhren die ND-Leser im Nachhinein nicht, dass ALLE angekündigten Referenten OHNE AUSNAHME gekommen sind. Zum dritten zählt der Artikel sorgfältig alle Redner auf und verteilt die entsprechenden Noten – aber ausgerechnet einen nicht, nämlich den ausgewiesenen Sozialisten und früheren DDR-Staatssekretär Klaus Blessing – überdies auch ein Autor des “Neuen Deutschland”. Die Nennung dieses einen Namens hätte natürlich das ganze bösartige Konstrukt des Pamphlets unterminiert, deswegen durfte er nicht auftauchen.
Die Methode, bestimmte Inhalte nicht argumentativ zu behandeln, sondern politisch-korrekt zu denunzieren, wird die Linke ihrer eigenen Basis entfremden. Dies zeigt das Beispiel Sarrazin, wo die Linkspartei in die besinnungslose Hetze der anderen Parteien einstimmte – aber 29 Prozent ihrer Wähler in Umfragen angaben, sie stünden hinter Sarrazin. Das war ein höherer Wert als bei jeder anderen Partei. Meine Prognose: Dieser nicht-politisch-korrekte Teil der linken Wählerschaft wird der Linkspartei davonlaufen und sich einem linkspatriotischen Projekt, wie es die Volksinitiative verkörpert, auf die eine oder andere Weise anschließen. Kein Wunder übrigens, dass das ND auch den jüngsten Wahlsieg von Chavez in Venezuela madig macht – denn der praktiziert genau jenen Linkspatriotismus, den die Euro-Linke fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.
So, nun der ND-Artikel, ungekürzt im Original, und ebenso mein anschließender Brief an die ND-Chefredaktion, der bis heute nicht beantwortet wurde.
(ND, 22. September 2010)
Zweifelhafte Stars
Bei der Konferenz der »Volksinitiative« in Berlin kommen ausgewiesene Rechte zu Wort
Von Carsten Hübner
Am 25. September soll in Berlin-Oberschöneweide die Konferenz »Der Euro vor dem Zusammenbruch« stattfinden. Veranstalter ist die »Volksinitiative« um den Journalisten Jürgen Elsässer. Erwartet werden vor allem Redner aus dem rechten und esoterischen Spektrum.
Rettung vor dem Untergang im Bündnis mit Esoterikern und Rechtspopulisten?
Foto: photocase.com/Funbug
Der Brite Nigel Farage gehört fraglos zur Prominenz der europäischen Rechten. Seit mehreren Wahlperioden sitzt der ehemalige Konservative und Mitbegründer der nationalistischen »United Kingdom Independence Party« im Brüsseler Parlament. Seine europafeindlichen Ausfälle sind dort ebenso Legende wie die postwendenden Repliken des sozialdemokratischen Fraktionschefs Martin Schulz. Aktuell führt Farage zusammen mit dem Italiener Francesco Speroni von der rassistischen Lega Nord die Rechtsaußenfraktion »Europa der Freiheit und Demokratie«. Ihr gehören auch die Abgeordneten der »Wahren Finnen«, der nationalistischen »Slowakischen Nationalpartei« und der islamfeindlichen »Dänische Volkspartei« an.
Dass ausgewiesene Rechte wie Farage am kommenden Sonnabend auf Einladung der »Volksinitiative« (VI) in der Berliner Reinbeckhalle zu Wort kommen, ist kein Versehen, sondern Programm. »Anders als bei ähnlichen Anlässen werden Experten aus verschiedenen politischen Richtungen gemeinsam auftreten«, heißt es in einem vorab verbreiteten Pressetext, der vom Verleger und Veranstaltungssponsor Kai Homilius unterzeichnet ist. Bei Homilius gibt der ins nationalistische Fahrwasser geratene VI-Frontmann Jürgen Elsässer unter anderem seine »Compact«Taschenbuchreihe heraus.
Wer bereit ist, für die Aktionskonferenz 35 Euro zu berappen, an der Tageskasse sind es sogar 50 Euro, bekommt aber nicht nur den »glänzenden Redner« Farage geboten, sondern auch den emeritierten Staatsrechtsprofessor Karl Albrecht Schachtschneider und den Wirtschaftswissenschaftler und regelmäßigen Autor der nationalkonservativen Wochenzeitung »Junge Freiheit«, Wilhelm Hankel. Schachtscheider, Gründungsmitglied des nationalliberalen »Bund freier Bürger«, ist seit Jahren als Wanderprediger gegen Europa unterwegs. Berührungsängste nach rechts hat er dabei nicht. Außer Peter Gauweiler (CSU) stellte er seine Expertise in der Vergangenheit auch der rechtspopulistischen Gruppierung »pro Köln« und der rechtsextremen österreichischen FPÖ zur Verfügung. Darüber hin-aus ist er nach Angaben der sächsischen NPD-Landtagsfraktion im Jahre 2005 als ihr Sachverständiger bei einer Anhörung zum EU-Verfassungsvertrag aufgetreten.
Zu den angekündigten Rednern gehören aber auch dubios anmutende Vertreter der Esoterikszene wie Andreas Clauss von »Novertis«. Als »gemeinnützige Treuhandstiftung für ganzheitliches und autarkes Leben« hat sie sich vor allem der »Förderung von Projekten im Bereich der »Freien Energie« verschrieben. So wird auf den Internetseiten der Stiftung zum Beispiel ein Gerät namens »Time Waver« beworben, das mittels einer »quantenphysikalischen Schnittstelle beliebige Informationen und Schwingungsmuster in das Informationsfeld des Menschen übertragen« könne. Der Konferenz-Veranstalter preist die »Novertis« als einen Weg, »wie Sie Ihr Vermögen dem kollabierenden Finanzsystem entziehen und in gemeinnützigen Stiftungen als rettendem Hafen anlegen können«.
Dass von der Internetpräsenz der Stiftung unter der Rubrik »Alternative Nachrichten« Verweise auf das Neonazi-Portal »Altermedia«, die Seite des Rechtsextremisten Michael Winkler oder zur »Jungen Freiheit« führen, wirft weitere Fragen auf. Ebenso wie die Seite »hartgeld.com« des Referenten Walter K. Eichelburg, die sich selbst als »meistgelesene deutschsprachige Website für Gold, Silber, Krisenvorsorge« anpreist und aktuell mit der islamfeindlichen Fotomontage »Merkel to Mars« aufmacht. Dort werden die Kanzlerin und SPD-Chef Gabriel in Raumanzügen gezeigt. Im Hintergrund ist eine Ansammlung von Moscheen und das Kanzleramt zu sehen, über dem eine Bundesfahne mit Halbmond weht.
Ob avisierte Referenten wie der Wormser Professor Max Otte (Hedgefondsmanager und Leiter des »Instituts für Vermögensentwicklung GmbH« in Köln), der »Börsenguru des Fernsehens« Michael Mross (N24 und CNBC) oder Edgar Most (ehemals Vizepräsident der Zentralbank der DDR und in den neunziger Jahren Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank) vor diesem Hintergrund tatsächlich auf der Aktionskonferenz auftreten, wird sich erst noch zeigen. Die Veranstalter um Jürgen Elsässer jedenfalls erwarten rund 500 Teilnehmer. (Ende des ND-Artikels)
Email von Jürgen Elsässer an die ND-Chefredaktion. Abgeschickt am Montag, 27.09.2010. Betreff: “Eure Berichterstattung zur Euro-Konferenz”
Liebe Karlen und lieber Jürgen!
Das ND hat einen ausführlichen Vorbericht zu unserer Euro-Konferenz aus der Feder von Carste Hübner gebracht (“Zweifelhafte Stars”, ND 22.09.2010). Zur Qualität und zum Strickmuster will ich mich nicht weiter äußern. Reden wir nur über die journalistische Sorgfaltspflicht:
a) Wer einen Vorbericht bringt, sollte auch einen (Nach-)Bericht bringen: Am Sonnabend hat die Konferenz stattgefunden, besucht von immerhin 670 Leuten. Ist nicht berichtenswert, was dort referiert wurde? Und wäre das ND nicht verpflichtet gewesen, den selbst gestellten Untersuchungsauftrag aus dem letzten Absatz von Hübners Artikel (Ob bestimmte Promis teilnehmen, “wird sich erst noch zeigen”) auch auszuführen? Oder wollt Ihr Eure Leser im Unklaren darüber lassen, dass – entgegen Hübners Unkerei – restlos alle Redner angetreten sind?
b) Hübner erwähnt und bewertet alle angekündigten Redner und spart dabei nicht mit Polemik. Geschenkt. Interessant ist, dass er einen der angekündigten Redner nicht erwähnt: Klaus Blessing, Mitglied der Linkspartei, des OKV und früher DDR-Staatssekretär. Das hat Hübner entweder aus Schussligkeit vergessen oder – was ich eher annehme – bewusst weggelassen, weil das seinen ganzen roten Faden (vulgo: Elsässer bringt rechte Demagogen mit ahnungslosen Experten zusammen) ziemlich durcheinandergebracht hätte.
Dies zumindest sollte im ND richtiggestellt werden. Wie ich von Genossen Blessing weiss, hat er Euch sein Redemanuskript überlassen. Wenn Ihr das abdruckt und dazuschreibt, zu welchem Anlass er gesprochen hat, wäre das geschehen.
Und der Rest? Würde mich schon interessieren, wie Ihr das seht.
Beste Grüße,
J.E.









<a
September 30, 2010 at 12:11
Zitat: „Dass die linken Medien sich diesem Boykott angeschlossen haben, kennzeichnet ihe Versumpfung.“
Jürgen, das ist so nicht richtig.
Das traditionsreichste und meistgelesene sozialistische Medium, Die Rote Fahne, hatte im Vorfeld, während der Konferenz (Übernahme der RT-Video-Berichte) und im Nachgang berichtet.
Also bitte unterscheiden zwischen der subjektiven Linken im Umfeld der SED/PDS/Linke und dem sozialistischen Magazin Die Rote Fahne, links ist nicht gleich links.
Gruss Stephan Steins
Herausgeber Die Rote Fahne
September 30, 2010 at 12:20
Stephan Steins: Ein Lob der Roten Fahne! Natürlich ist links nicht gleich links!! Es geht um die Prosecco- und Euro-Linke!
September 30, 2010 at 12:23
Das Linke Milieu bleibt das, was es immer war: der nützlichste Idiot der Finanzoligarchie. Und gerade weil diese politischen Scharlatane noch immer allzu vielen Gutgläubigen das Gegenteil vorzumachen verstehen, sind sie noch gefährlicher als die Erfüllungsgehilfen anderer Couleur.
September 30, 2010 at 13:41
nannte man die nicht früher toscana-fraktion? das problem in allen debatten ist doch, dass der andere- ob gwollt oder nihct, in schubladen gesteckt wird. wer einfache kritik an bestimmten verhaltensweisen von migranten etc. als rassismus bezeichnet, erweist seiner vielleicht löblichen absicht keine ehre, sondern verniedlichst den begriff und macht ihn zum kampfbegriff. will man ein europa der menschen, nicht der banken, müssen auch menschen die möglichkeit haben, dieses zu gestalten- wird wohl ein traum bleiben!
September 30, 2010 at 14:56
So geht es jedem Abweichler in Deutschland, egal ob er aus “der Linken” oder aus dem Unionsmilieu kommt. Man muss sich nur ansehen, wie z.B. die konservativen (Ex-)Politiker Geißler, Todenhöfer und Gauweiler von den Vertretern ihrer Heimatparteien im günstigeren Fall als Durchgedrehte belächelt, im schlechteren Fall als Verräter denunziert werden, nur weil sie lautstark ihrem Gewissen folgen, statt die aktuell von Big Brother für die jeweilige Geschmacksrichtung (CDUCSUFDPSPDGrüneLinke) zertifizierte Parteiphrase nachzuquatschen.
Zum Thema Nationalstaat: Das ist für mich die _Kernfrage_ im Zusammenhang mit der “Volksinitiative”. Meiner Ansicht nach steht und fällt die “Volksinitiative” (die ich sonst rundum für eine gute Sache halte, sonst würde ich hier nicht posten) abhängig davon, wie folgende Frage beantwortet wird:
Was genau bedeutet “Nation” bzw. “Nationalstaat”?
Ich gestehe, dass ich — wie viele meiner Zeitgenossen — zunächst einmal das Gruseln bekomme, weil spontan Assoziationen an Kaiser Wilhelm, Pickelhauben und Arisierung geweckt werden, wenn ich diese Worte höre.
Persönlich bin ich sehr an diesem Thema interessiert, weil einige meiner Freunde (und inzwischen auch Verwandte) “Migranten” sind. Diese nicht immer ganz freiwilligen “Migranten” haben z.B. als ehemalige Sowjetbürger am eigenen Leib erfahren, was passiert, wenn aus einer ehemaligen “Union” plötzlich “Nationalstaaten” werden und die Bewohner anfangen, die jahrzehntelangen Mitbewohner anderer Nationalität zu schikanieren und zu vertreiben. Kurz und unhöflich gesagt: Ich habe keinen Bock auf Pogrome und Vertreibungen.
September 30, 2010 at 16:14
Es ist wirklich eine Unverschämtheit wie das “Neue Deutschland” und andere Linksfaschisten gegen die unabhängige Internet-Medien hetzen: Unfähig zum eigenständigen Denken und nicht in der Lage irgend etwas konstruktives aus die Beine zu stellen.
Solche Medien haben nur noch eine Verblödungsfunktion im Dienste der NWO.
September 30, 2010 at 16:59
Armin: Bei aller Kritik – das ND sind keine Linksfaschisten.
September 30, 2010 at 17:33
“…Aber das gilt derpolitisch-korrekten Linken bereits als Nationalismus.”
Das erklärt aber noch nicht den Erfolg der Grünen, die kaum weniger dumm schwätzen und den Leuten mit ihren fatalen Hysterie immer mehr abverlangen – und dennoch Zuspruch erhalten.
September 30, 2010 at 17:34
“Die Methode, bestimmte Inhalte nicht argumentativ zu behandeln, sondern politisch-korrekt zu denunzieren, wird die Linke ihrer eigenen Basis entfremden. Dies zeigt das Beispiel Sarrazin, wo die Linkspartei in die besinnungslose Hetze der anderen Parteien einstimmte – aber 29 Prozent ihrer Wähler in Umfragen angaben, sie stünden hinter Sarrazin. Das war ein höherer Wert als bei jeder anderen Partei.”
Auf welche Umfragen kannst Du dich da berufen ?
September 30, 2010 at 17:44
Matthias Grässlin: Die Umfrage ist hier:
http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E8729F9F015FF4FE799E2440420BE011C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
September 30, 2010 at 18:12
http://www.volksprotest.de
Die Partei der wahren Ökologen und des Mittelstandes:
http://www.oedp.de
http://www.humanwirtschaft.org
http://www.freiwirte.de
September 30, 2010 at 18:13
die linke enttäuscht mich zunehmend. aber etwas anderes gibt es ja (noch) nicht…
September 30, 2010 at 19:32
Es geht noch schlimmer:
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=9477&Itemid=65
Ich verhehle nicht, und das habe ich hier ja mehrfach kundgetan, dass mir der eine oder andere Referent wegen ihrer Einstellung zu anderen Themen äußerst suspekt ist, aber das war ja nicht das Thema der Konferenz. Sätze wie:
“Wer sich mit Farage an einen Tisch setzt, lässt sich auch auf die rassistische „Lega Nord“ aus Italien, die rechtsextreme griechische Partei LAOS, die „Dansk Folkeparti“, die „Wahren Finnen“ und die „Slowakische Nationalpartei“ ein. ”
sind kontraproduktiv, weil sie Kausalketten herstellen, die so nicht zutreffen.
Wie ein kommentator schon zutreffend anmerkte:
“Der Autor sollte sich mal damit beschäftigen, warum zb. Christoph Hörstel und Elsässer in “Compact” zusammen auftreten. Oder will er nun daraus auch Hörstel Islamfeindlichkeit anhängen?”
September 30, 2010 at 19:33
Etwas off-topic, aber: Seitdem im E-Mail-Newsletter der Linken ganz oben rechts das Antlitz von Klaus Ernst prangt, denke ich verstärkt über den Austritt nach. Da hat das Funktionärsunwesen wirklich ein passendes Gesicht bekommen.
September 30, 2010 at 21:07
“Was genau bedeutet „Nation“ bzw. „Nationalstaat“?
Ich gestehe, dass ich — wie viele meiner Zeitgenossen — zunächst einmal das Gruseln bekomme, weil spontan Assoziationen an Kaiser Wilhelm, Pickelhauben und Arisierung geweckt werden, wenn ich diese Worte höre.”
Soviel zum Thema erfolgreiche Umerziehung (“re-education”).
September 30, 2010 at 21:17
Die journalistische Karriere (bzw. deren Ende) von Herrn Elsässer zeigt ja, dass es in der BRD klar gezogene Linien gibt, deren Überschreitung mit dem Verlust der bürgerlichen Existenz (mitunter sogar mit Gefängnis) bestraft wird. Deshalb ist die Feigheit der Medien sich mit dem Tabuthema Nationalstaat auseinanderzusetzen, nachvollziehbar. Obwohl ich keinen Zweifel habe, dass die Mehrheit der Journalisten (sofern Deutsche) willige Verräter an ihrem eigenen Volks sind, muss man natürlich auch auch sehen, dass die meisten Menschen nicht zum Karriereselbstmord neigen.
Übrigens finde ich das Motto der Linken-Demo “Wir zahlen nicht für Eure Krise” gar nicht einmal so schlecht. Nur ist das alles nur leeres Gerede, da in der etablierten Linke niemand den Willen oder Mumm hat, die Hintergrundmächte zu attackieren, welche für die Finanzkrise verantwortlich sind.
September 30, 2010 at 21:44
Bevor irgendwelche Missverständnisse aufkommen, möchte ich noch betonen, dass ich es Herrn Elsässer hoch anrechne, dass er die Tabus verletzt hat, und die unangenehmen Konsequenzen für seinen Gesinnungswandel in Kauf genommen hat.
Ich wollte im obigen Kommentar also keineswegs dem Opportunismus das Wort reden, sondern nur darauf hinweisen, was für ein unfreies Land die BRD geworden ist.
September 30, 2010 at 22:07
Ich bezweifle stark, daß eine Bild-am-Sonntag-Umfrage eine seriöse Quelle ist.
Bild, Spiegel und die Bertelsmann-Stiftung haben das Sarrazin-Projekt ja überhaupt erst lanziert und promoviert.
Aber gestehen wir einmal zu, bei dieser Umfrage sei alles mit korrekten Dingen zugegangen:
Glaubst Du ernsthaft, der faschistoid schäumende Volksverhetzer Sarrazin hätte mit diesen achtzehn Prozent & überhaupt das Zeug zum Bundeskanzler ?
Oktober 1, 2010 at 00:09
@Anti-Antideutscher schrieb: “… [Zitat aus meinem Posting] … Soviel zum Thema erfolgreiche Umerziehung („re-education“). …”
Wie ich im Absatz darunter angerissen habe: Es ist eine Tatsache, dass es beim Zerfall oder bei der Zerstörung künstlicher Großreiche und Völkergemeinschaften (UdSSR, Jugoslawien, Irak …) _immer_ zahlreiche Opfer durch nachfolgende “ethnische Säuberungen”, Pogrome oder Vertreibungen gab. Ich kann bis jetzt nicht erkennen, warum es bei einer Rückkehr Deutschlands oder anderer EU-Staaten zum Nationalstaat anders sein sollte.
Das wesentliche an meiner Frage hier war (und jetzt in absolutem Klartext): Wie gedenkt Ihr, dem vorzubeugen, wenn Ihr zum Nationalstaat zurückkehrt? Und was bedeutet “Nation” und “Nationalstaat” für Euch? Da Du Dich als “Anti-Antideutscher” bezeichnest, scheinst Du Dich mit der Frage beschäftigt zu haben und kannst mir vielleicht eine vernünftige Antwort geben.
Oktober 1, 2010 at 00:26
Statt auf die Thematik einzugehen werden die Teilnehmer irgendwie schlecht gemacht. Wo sind die sogenannten Experten von der “politisch korrekten” Seite, welche die Ausführungen der Referenten wie Schachtschneider, Hankel, Otte, Hamer etc. glaubhaft entkräften können?
Es gibt Sie nicht, weil die Ausführungen stimmen. Der Euro ist nicht nur ein Teuro, sondern wird uns alle ärmer machen.
Oktober 1, 2010 at 07:53
Dieser Artikel zeigt uns , dass das ND nicht mehr unabhaengig ist . Man kann sogar sagen , dass das ND ein
Verkuender der herrschenden Staatsraeson ist .
Welchen Hebel muss man haben , um das ND so zu positionieren ???
Wenn alles nicht so ernst waere , koennte man sich ueber derlei einfach gestrickte Artikel nur laecheln .
Wenn das ND nicht anders kann , empfehle ich auf diesem Niveau weiterzumachen und die Rebellion unter der Maske der Heuchelei ( gemeint sind diese dilettantische Artikel ) zu
verstecken.
Oktober 1, 2010 at 08:07
@Matthias Grässlin:
Ich zweifle nicht an der Richtigkeit dieses Prozentsatzes. Die Zahl 18 % dürfte sogar noch sehr niedrig gegriffen sein. Das beweist nur, dass auch die Basis der Linken für Hetze und Populismus empfänglich ist, was höchst menschlich ist, egal wie man es bewerten mag. Es beweist außerdem, dass die Masse der Menschen recht denkfaul ist und lieber auf Schwächere eindrischt, statt die wahren Ursachen der Krise zu hinterfragen, aber auch das ist wohl normal. Die Deutschen in ihrer Mehrheit waren schließlich auch unter Hitler nicht alle rassistische Bösewichter, sondern ließen sich aufhetzen. Aber wirtschaftliche Krisen sind immer ein guter Nährboden für populistische Thesen gegen politisch, religiös, weltanschaulich oder sonstige “Missliebige”, weil man einen Sündenbock braucht. Man darf bei all dem ja nicht vergessen, dass in dem Buch auch die deutschen Benachteiligten nicht gerade gut wegkommen.
Der Islamhass ist quer durch ALLE Bevölkerungsschichten und politische Orientierungen der kleinste gemeinsame Nenner, aber das reicht wohl kaum auf Dauer aus.
Dass Springer und Bertelsmann das alles befeuert haben, interessiert hier sowieso niemanden mehr, erst recht nicht , wer Sarrazins Ghostwriter sind, die kaum jemand kennt.
In der Krise haben solche Thesen jedenfalls immer Hochkonjunktur.
Jetzt muss nur noch ein false-flag-Anschlag von “Islamisten” in Deutschland gelingen, und dann geht die Jagd los.
Ich könnte aus dem Stand mindestens 20 Statements aus einschlägigen Foren / blogs bringen, die sich so ein Szenario sehnlichst herbeiwünschen, damit man endlich einen Grund hat, “die Musels” zu verjagen.
Eins muss man den Veranstaltern und Referenten der Konferenz jedenfalls zugute halten:
Sie hatten ein POSITIVES gemeinsames Ziel, statt vereint auf Benachteiligte jeder Art einzudreschen, wie es zur Zeit von Links bis Rechts Mode ist
Oktober 1, 2010 at 08:12
“Diese nicht immer ganz freiwilligen „Migranten“ haben z.B. als ehemalige Sowjetbürger am eigenen Leib erfahren, was passiert, wenn aus einer ehemaligen „Union“ plötzlich „Nationalstaaten“ werden und die Bewohner anfangen, die jahrzehntelangen Mitbewohner anderer Nationalität zu schikanieren und zu vertreiben. Kurz und unhöflich gesagt: Ich habe keinen Bock auf Pogrome und Vertreibungen.”
Die gibt es doch jetzt schon in der EU, nämlich gegen Roma. Vor allem in Ländern Osteuropas, die der EU einverleibt wurden. Ich glaube auch nicht, dass es in einen souveränen Staat automatisch Pogrome und Vertreibungen geben MUSS. Die Gefahr dafür ist zwar groß, aber das hat ganz andere Ursachen.
Oktober 1, 2010 at 08:15
Zitat Jürgen:
“Dieser nicht-politisch-korrekte Teil der linken Wählerschaft wird der Linkspartei davonlaufen und sich einem linkspatriotischen Projekt, wie es die Volksinitiative verkörpert, auf die eine oder andere Weise anschließen. Kein Wunder übrigens, dass das ND auch den jüngsten Wahlsieg von Chavez in Venezuela madig macht – denn der praktiziert genau jenen Linkspatriotismus, den die Euro-Linke fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.”
Sehr sehr richtig! Genau jetzt muss sich aber aus der VI heraus eine offen linkspatriotische Bewegung als Alternative heraus kristallisieren und dies möglichst als Partei. Es geht allenthalben nicht nur darum, die nicht politisch korrekte Linke aufzufangen, sondern auch Bestrebungen wie die “liberal-bürgerliche”, pro-zionistische Partei “Die Freiheit” (Rene Stadtkewitz u.a.) das Wasser abzugraben. Wie Fatima schon richtig schreibt, sollte man nicht Konstrukte herbeiführen, die quasi allen Mitwirkenden oder Referenten bei allen Unterschieden “Rechtsextremismus” unterstellen, sondern man sollte die Gemeinsamkeiten herausstellen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Leichen so mancher Mainstream-Linker im Keller hat. Die sollen mal nicht überall und bei jedem nach einem “Nazi” suchen, sondern erstmal vor der eigenen Türe kehren. In der Tat sind Chavez, Kim Jong Il und andere Staatschefs Protagonisten eines gelebten, selbstverständlichen und linken Patriotismus, ja, ohne Patriotismus wäre dieser Sozialismus dort gar nicht begründ- und durchführbar. Doch die übliche Scheuklappen-Denke verfemt diesen patriotischen Sozialismus und beleuchtet wieder einen strikten anti-nationalen Kurs, der zuvorderst natürlich auf das entsetzlich böse Deutschland angewendet wird. Dass Blessing unter den Tisch des ND fiel, ist dabei Programm. Ich kann jedem nur empfehlen, dessen Buch “Die Schulden des Westens” zu studieren. Übrigens wird auch stets verheimlicht, dass auch und gerade die DDR ausgesprochen patriotisch ausgerichtet war und dies mitnichten einen Widerspruch zum theoretischen Sozialismus und praktiziertem Internationalismus darstellte. Bei allen punktuellen Unterschieden von Interessenten einer Art VI-Partei sollte dennoch (oder gerade deshalb!) solch ein Projekt aus der Taufe gehoben werden. Denn roboterhafte Erscheinungen eines Einheits-Linken, der sich nur noch durch einen ewiggestrigen Antifaschismus definiert, bedarf es nicht mehr. Aber die bröckeln ja langsam ab. Zeit, lieber Jürgen, denen eine politisch funktionsfähige Plattform zu bieten…
Oktober 1, 2010 at 09:17
Zur Ergänzung, weil ich es gerade ganz aktuell gelesen habe, nochmals folgende Sätze. Sie stammen von dem Historiker Peter Brandt, seines Zeichens immerhin Sohn eines gewissen Willy Brandt. Die Zeilen zeigen deutlich auf, dass es von links doch noch anderes, respektive besseres gibt:
In einem Interview sagte Brandt:
“Wenn man Nation als den höchsten, gar absoluten innerweltlichen Wert versteht, dann ist Nation und Linkssein in der Tat schwer vereinbar. Zudem ist das Nationale bei Sozialdemokraten oder Linkssozialisten, die immer auch globale bzw. menschheitliche, eben inter-nationale Ziele im Auge haben, anders politisch konnotiert als bei Konservativen oder Rechtsliberalen. Aber zu behaupten, Linke und Nation seien per se unvereinbar, ist Unsinn. Der nationale Zusammenhang ist nach wie vor ein wichtiges Element unseres Daseins – sowohl für den einzelnen wie für das politische Kollektiv. Selbst wenn man dafür eintritt, dass Europa auf eine supranationale Einigung zustrebt -wie ich es tue-, selbst dann kann die Bauform Europas realistischerweise nur der Nationalstaat sein, ein europäisches Spezifikum, dessen Entstehung nicht zufällig mit der Herausbildung der Verfassungsstaatlichkeit und letztlich der Demokratie historsich verknüpft war.”
Recht bemerkenswert. Peter Brandt schrieb ja auch bereits 1981 das anschauliche Buch “Die Linke und die nationale Frage”. Ebenso schrieb er 1982 in einem Sammelband einen Beitrag zum Thema “Patriotismus von links”. Darauf lässt sich aufbauen…
Oktober 1, 2010 at 10:27
Liebe Fatima Oezoguz,
vielen Dank für Ihre Antwort, zu der ich nur feststellen kann: Sie haben vollkommen recht !!
Herzliche Grüße aus Offenbach
Oktober 1, 2010 at 11:43
Ein weiteres Beispiel, wie ein paar Namen zusammen in einem Artikel genannt und miteinander in Beziehung gesetzt werden, um ominöse “Querfronten” zu konstruieren, die es in dem gegebenen Fall gar nicht gibt:
Das hat nichts mit dem Thema der Konferenz zu tun, soll nur veranschaulichen, was für einer Methode sich solche Artikel gern bedienen. Nämlich alles in einen Topf werfen, kräftig umrühren, und fertig ist die Suppe.
“(…)Die deutsche Rechte und fundamentalistische Muslime – eine partielle Querfront
Die deutschsprachige Internet-Plattform “Muslim-Markt” wird betrieben von dem Verein “Islamischer Weg e.V.”, hinter dem vor allem die Brüder Yavuz und Gürhan Özoguz, Iran-nahe Schiiten stehen. “Muslim-Markt” zeigt anschaulich die Querfronten auf, die zwischen Islamisten und der extremen deutschen Rechten bestehen. Neben allerhand honorigen Personen finden sich als Interviewpartner von “Muslim-Markt”[iv] auch rechte bis rechtsextreme Protagonisten wie Alfred Mechtersheimer von der Deutschlandbewegung, “Oberrabbiner” Friedman (Alibijude für alle Antizionisten), Norman G. Finkelstein (Alibijude für alle Antisemiten), Andreas Molau (NPD-Funktionär), Gerard Menuhin (Schreiber in dem DVU-Blatt “Deutschen National-Zeitung”), Arne Hoffmann (Autor des Buches “Warum Hohmann geht und Friedman bleibt”), Jamal Karsli (Iran-naher Konspirologe, ehemaliger Grünen- bzw. FDP-Abgeordneter) oder der Ex-Professor Michael Friedrich Vogt (u.a. Dokumentarfilmer der Doku “Geheimakte Heß”, Mitglied der Münchner Burschenschaft Danubia)(….)”
http://www.hagalil.com/archiv/2009/01/12/dmz/
Oktober 1, 2010 at 11:46
Zitat: “Bei der Berliner Demonstration „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ versammelten sich selbst nach Veranstalterangaben nur 4.500 Leute.”
Wer gestern Tagesschau gesehen hat, hörte von lediglich 1.500 TeilnehmerInnen, also etwa so viel wie beim sog. Marsch für das Leben. Da wird die ganze Tragik deutlich, und, warum man die für den 18.10. geplante Aktion ersatzlos gestrichen hat.
@ Lars:
Komm uns bitte nicht mehr mit der ÖDP – die benutzen die längst enttarnte Lüge vom anthropogenen Klimawandel noch 1 J nach Climate Gate, und haben von den Konferenzteilnehmern am Tisch entsprechende Reaktionen erfahren.
Noch dazu: wer sich positiv auf Rüdiger Nehberg beruft, hat den Sinn der Pressezensur in der DDR nicht voll erfasst: Die politisch Verantwortlichen haben darin die praktische Ausführung eines Schutzauftrages gesehen, ihre Bevölkerung vor Dünnbrettbohrern wie einem Bäckerlehrling mit abgebrochener Ausbildung zu schützen. Ferner missionieren ÖDP-Midglieder meiner Erfahrung nach fanatisch, auch mit vollem Mund, auch während sie essen, sind mit freundlichen Worten kaum zu stoppen. Natürlich treten sie sie für makrobiotische, vegane Ernährung ein. Erwachsene Menschen…
Oktober 1, 2010 at 13:42
@Sarah Wiggum: ” … Ferner missionieren ÖDP-Midglieder meiner Erfahrung nach fanatisch, auch mit vollem Mund, auch während sie essen, sind mit freundlichen Worten kaum zu stoppen. Natürlich treten sie sie für makrobiotische, vegane Ernährung ein. Erwachsene Menschen …”
Ich bin zwar nicht der Adressat Ihrer Polemik, möchte aber doch folgendes anmerken: Ihr Erfahrungshorizont scheint sehr eingeschränkt zu sein. Als ÖDP-Mitglied bin ich Raucher (halbschwarz selbstgedreht), esse, was mir schmeckt, und rede außerordentlich selten mit vollem Mund, weil das den Genuss beim Essen schmälert. Mein Missionseifer hält sich in Grenzen. Dafür habe ich eine Menge Fragen.
Irgendwie erinnert mich ihre Schreibe an die “Argumente”, die ich in den 70ern als Jugendlicher zu hören bekam, etwa in dem Stil: Linke haben lange fettige Haare, sind faul und ungewaschen, ihre Sinne sind durch Rauschgift, vorehelichen Sex und ungenehmigte Demonstrationen vernebelt und sie werden allesamt vom Osten bezahlt, um unserem schönen Staat zu schaden.
Bitte etwas differenzierter, dann wird’s auch ein bisschen glaubwürdig.
Oktober 1, 2010 at 13:53
Auch etwas sehr aufschlußreiches zum Thema “Linke und Nation”:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article9996382/Verfassungsschutz-warnt-vor-Anschlaegen-am-3-Oktober.html
Ein Artikel wo der Verfassungsschutz vor Anschlägen sog. “Anti-Deutscher” am Tag der Deutschen Einheit warnt! Das Verhältniss gewisser etablierter Linker und insbesondere der sog. “Anti-Deutschen” zur eigenen Nation ist mehr als Pervers und verdreht. Beinahe krankhafter Selbsthass als Gegenstück zu übersteigertem nationalen Selbstbewusstsein, ergo Nationalismus? Eine aus libertärer Sicht völlig unzureichende Lösung bzw. kein erfolgversprechender Ansatz. Es sollte doch jedem Einzelnen freigestellt bleiben in welchem Maße er sich zu seiner Heimat bekennt oder eben nicht. Daraus abzuleiten etwas Besseres als der jeweils Andere zu sein ist unvernünftig und führt nur zu Spannungen und unnötigen Aggressionen.
Die Berichterstattung des ND zur “Euro-Aktionskonferenz” ist daher ganz verständlich, ganz “normal” aus Sicht dieser eben. Das er journalistisch schlecht recherchiert und in einem verleumderischen Stil geschrieben ist, dass ist eine andere, traurige Tatsache.
Mann darf gespannt sein in wie weit J.E. darauf eine Antwort erhält!
Oktober 1, 2010 at 13:57
Anti-Anti-Deutscher schrieb:
“Übrigens finde ich das Motto der Linken-Demo „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ gar nicht einmal so schlecht. Nur ist das alles nur leeres Gerede, da in der etablierten Linke niemand den Willen oder Mumm hat, die Hintergrundmächte zu attackieren, welche für die Finanzkrise verantwortlich sind.”
Ja, das hat seine Gründe im Parteienvermögen, welches zum Wohle der Partei-Granden an der Versklavung des gemeinen Fußvolkes durch die Finanzoligarchie aktiv beteiligt ist.
Ich hätte da ein 1989/90 selbsterlebtes Beispiel parat, was das Zeug für einen Bestseller-Krimi hat. Die belächeln heute sämtliche Akteure auf der politischen Bühne in Deutschland von der beschaulichen Schweiz aus und ziehen nach wie vor die Fäden, an denen die Marionetten tanzen.
Oktober 1, 2010 at 16:50
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33423/1.html
Spanien wird wegen Generalstreik herabgestuft
Ralf Streck 01.10.2010
Nachdem Millionen zeigten, dass die Sparpolitik auf harten Widerstand stößt, nahm auch die letzte Ratingagentur Spanien die Bestnote ab
In Spanien wiederholt sich das Spiel, das schon in Griechenland gespielt wurde. Wenn die Bevölkerung mit Generalstreiks zeigt, dass harte Sparkurse von sozialdemokratischen Regierungen auf harten Widerstand stoßen, dann stufen die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit des Landes herunter. Sie verschlimmern damit die finanzielle Situation, weil das die Zinsen für die Staatsschulden in die Höhe treibt. Genau das hatte Standard & Poor’s (S&P) im Dezember 2009 mit Griechenland und damit den Stein so richtig ins Rollen gebracht, der schließlich nur noch durch ein Rettungsnetz der EU und des IWF gebremst werden konnte.
Oktober 1, 2010 at 17:12
Jürgen Elsässer ist der einzige von “links”, der die richtigen Schlüse gezogen hat: Es geht hier darm, einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, um die drohende Katastrophe (Bankenoligarchie, One world usw.) abzuwenden.
Ich selbst bin dem Islam gegenüber und seinen Trägern hier in Deutschland gegenüer sehr ablehnend eingestellt, das gebe ich ganz klar zu erkennen, dennoch stimme ich Frau Oezuguz und Hern Elsässer zu, der Kampf der Kulturen ist nur ein großangelegtes Ablenkungsmanöver, ein inszenierter Konflikt, nichtsdestotrotz ein realer, wie zahllose Opfer von Migrantengewalt am eigenen Leibe erfahren durften.
Dieser Kulturkonflikt wurde in den letzten Jahrzehnten vorbereitet und jetzt immer weiter intensiviert. Dadurch, daß die Wortführer der islamisch-vorerasiatischen Welt wie z.B. Erdogan und des us-beherrschten europäischen Kulturraumes nicht unternehmen, um den Konflikt zu entschärfen haben sie eigentlich schon einen Selbstläufer in Gang gesetzt.
Und so springen sich Moslems und Christen bzw. Atheisten, Inländer und Ausländer, Mann und Frau, “rechts” (im Sinne von Konservativ) und “links” (im Sinne von sozialistisch), Alt und Jung, arm und “im bescheidenen Wohlstand lebende” (nicht REICH) usw. an die Kehle. die Grenzen wurden so gezogen, daß eine friedliche Beilegung dieser atomisierten Konflikte nicht möglich scheint.
Die Frage ist nun, kommt man allseits zur Vernunft und bündelt das wenige, was noch übrig ist aus dem linkspatriotischensowie dem gemäßigt nationalistischen (rechten) Lager?
Ich denke nicht, daß dies passieren wird, zu stark ist schon die Unterwanderung durch gut bezahlte, über endlose ressourcen verfügende Aufhetzer, Agenten udn Betüger. Wenn ich es jemandem zutrauen würde, dies Volksfront zu führen, dann wäre es Jürgen Elsässer.
Oktober 1, 2010 at 17:41
@ fatima
“Der Islamhass ist quer durch ALLE Bevölkerungsschichten und politische Orientierungen der kleinste gemeinsame Nenner….”
lassen sie doch mal kirche im dorf. wenn überhaupt ist der hass auf deutsche von migranten aus moslemisch orientierten gesellschaften an vielen orten mehr als deutlich zu sehen und zu fühlen. wenn sich dagegen (viel zu lascher widerstand) regt, so ist das wohl natürlich. islamhass gibt es kaum, sorge vor immer mehr übergriffe auf deutsche und frei herumlaufende gewalttäter trotz verurteilung, die gibt es zur genüge. wenn da irgendwann mal hass draus wird wundert es mich allerdings nicht.
….Ich könnte aus dem Stand mindestens 20 Statements aus einschlägigen Foren / blogs bringen, die sich so ein Szenario sehnlichst herbeiwünschen, damit man endlich einen Grund hat, „die Musels“ zu verjagen.”
und ich könnte aus dem stand 20 reale begebenheiten aufzählen bei denen 2kartoffeln” und “opfer” durch die straßen gejagt wurden, bevor sie sdchwer verletzt oder getötet wurden.
sie verzerren die wirklichkeit und schaffen damit zustände die sie jetzt noch phantasieren, werte fatima!
Oktober 1, 2010 at 18:51
“Stimme von irgendwo”"Ich selbst bin dem Islam gegenüber und seinen Trägern hier in Deutschland gegenüer sehr ablehnend eingestellt, das gebe ich ganz klar zu erkennen..”
Das ist zwar bedauerlich, aber Ihr gutes Recht. Solange dem keine entsprechenden Taten fölgen. Immerhin sind Sie ehrlich, das ist heutzutage selten.
Ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich vielem mindestens ebenso ablehnend gegenüberstehe, was hier wenn nicht schon als “Leitkultur”, so doch als “normal” gilt. Etwa wie die Anerkennung von Prostitution als regulärer Beruf, Sexualisierung des gesamten öffentlichen Lebens, in dem für alles Mögliche mit nackten Frauen geworben wird, steigende Scheidungsraten, Kinderfeindlichkeit, Pornographie, als “Meinungsfreiheit” getarnte Blasphemie und so fort.
Ich stimme Ihren sonstigen Ausführungen zu, bis auf eine Ergänzung:
“ein inszenierter Konflikt, nichtsdestotrotz ein realer, wie zahllose Opfer von Migrantengewalt am eigenen Leibe erfahren durften.”
und was auch viele Muslime schon an Diskriminierung erfahren mussten, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, und die vielen sonstigen vor allem dunkelhäutigen Ausländer, die Nazigewalt zum Opfer fielen.
Oktober 1, 2010 at 19:44
http://www.volksprotest.de/
Sind unsere Regierungspolitiker
eine Gefahr für Deutschland?
Man kann es kaum glauben wie unsere windigen Politiker bewusst uns Bürger schädigen und erkennbare Gefahren zugunsten der Profigier einiger Konzerne aushebeln. Seit Jahren reden uns die gleichen Politiker ein, wie hoch doch die Terrorgefahr in Deutschland ist. Die größte Gefahr sind die ungesicherten Atomkraftwerke, deren Laufzeit nunmehr zum Teil bis ins Jahr 2040 verlängert werden, obwohl wir schon heute sämtliche Atommeiler hätten schließen können. Seit über 10 Jahren ist dieser Politikerbande bekannt, das neben der Windkraft und Solarenergie auch saubere Energie aus Wasserkraft über Unterwasserkabel aus Norwegen in fast unbegrenzter Menge geliefert werden könnte. Die Wasserkraftenergie aus Norwegen könnte dazu noch über 30 % günstiger an Endverbraucher und Industrie abgegeben werden. Wir könnten also unseren Strom über 30 % günstiger aus umweltfreundlicher Wasserenergie beziehen. Können wir dieser Profitpolitik noch folgen? Schauen sie sich diesen Beitrag der ARD an und sie werden feststellen welche Interessen die Schwarzgelben verfolgen und Deutschland in einer vermeidbaren Gefahr von Atommeilern belassen. Video anschauen
Aber nicht nur in der Energiepolitik folgen Politiker nur der Profitgier der Multis.
+++
Werden Millionen
Deutsche arbeitslos?
Ab 01.01.2011 können Millionen Osteuropäer in Deutschland offiziell arbeiten und deren Familien Sozialleistungen wie z.B. Hartz IV und Kindergeld erhalten. Es wird auch mit einem erheblichen Lohndumping in allen Bereichen der Wirtschaft gerechnet. Allen Bürger der OST-EU-Ländern wie Estland, Lettland, Litauen, Polen, die Tschechische Republik, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Malta und Zypern können in Deutschland ihre billige Arbeitskraft anbieten. Dabei kann der Lohn für Bürgern aus Osteuropa auch nur bei 3 Euro Stundenlohn liegen, da sie eine Lohnaufstockung (Steuergelder) durch die ARGEN bzw. Arbeitsagentur erhalten. Alle Bürger aus den genannten Ost-Ländern brauchen auch keine Arbeitserlaubnis mehr und haben sogar Anspruch auf eine Wohnungsausstattung. Der EU-Wahnsinn wird hier besonders deutlich! Was denkt sich diese Bundesregierung dabei? Fast stillschweigend wird verhindert das die Öffentlichkeit davon erfährt, denn die Wahlen in NRW würden erheblich anders ausfallen, wenn die Bürger wüssten was ihnen durch Billigarbeiter aus den EU-Ost-Ländern bevorsteht. Werden wir bald alle Ein-Euro-Jober sein bzw. Hartz-IV erhalten?
Neuste Meldungen:
Alle ca. 1,8 Millionen Kurzarbeiter erhalten von ihren Arbeitgebern kein Weihnachts- und Urlaubsgeld mehr. Fast unbemerkt hat das die Bundesregierung auf dem kleinen Dienstweg beschlossen.
Oktober 1, 2010 at 22:06
@ Steffen Barth
Danke für die interessanten Hintergrundinformationen. Sie könnten aber durchaus noch ausführlicher werden!
Und wenn Sie meinen, dass Sie einen interessanten Polit-Thriller über die Hintergründe des Transfers des SED-Parteivermögens schreiben können, dann tun Sie das doch bitte.
Oktober 2, 2010 at 14:50
lieber Rolf: wo sind deine Fragen?
Ich habe nicht polemisiert, würde all das nicht über Linke sagen, von dem sie meinen, es stünde in demselben Kontext. Lediglich habe ich die ÖDP-Frau aus Potsdam nicht nach ihrem Namen gefragt, würde sie aber wieder erkennen.
Hab noch ne Frage an dich: warum benutzt die ÖDP immer noch die Klimalüge, wo doch seit 1 J die Skandale über den IPCC, Pachauri und das Institut an der East Anglia Uni überall kursieren?
Lies mal hier http://bit.ly/baL2MX
Oktober 2, 2010 at 23:21
@Sarah Wiggum fragte:
“Hab noch ne Frage an dich: warum benutzt die ÖDP immer noch die Klimalüge …”
Kurze Antwort: Keine Ahnung.
Extra für Dich auch gerne eine etwas längere Antwort: Ich habe mich vor einiger Zeit nach einer Partei umgesehen, in der ich Mitglied sein kann, ohne dass mir täglich davon schlecht wird. Bei meinen Kriterien beschränke ich mich hier auf wenige Punkte:
1. Direkte Demokratie, mein politisches Grundthema.
Dabei geht es mir persönlich natürlich nicht wirklich um “Nichtrauchervolksbegehren” — die können meiner Ansicht nach höchstens Probeläufe für wirklich Wichtiges sein, z.B. für eine Volksabstimmung über den Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan –, sondern um eine Änderung der gesamten politischen Ordnung in Richtung “direktdemokratisches System”.
2. Unzufriedenheit mit dem “derzeit herrschenden Wirtschaftssystem”.
Was dieses Thema angeht, oute ich mich hiermit als Linksaußen. Ich habe allerdings aus den 70ern eine gewisse Allergie gegen die autoritäre Linke (damals KPD, KPD/ML, KBW, …) und ihre Abspaltungen und Neuauflagen zurückbehalten. Für diese stellte ich damals je nach Laune entweder einen Anarchisten (was ich durchaus nicht negativ empfinde) oder einfach einen Kleinbürger, aber auf jeden Fall einen Feind dar. In der ÖDP findet eine Diskussion über Wirtschaftsthemen statt, die m.E. vielversprechend ist.
3. Ablehnung der EU in ihrer jetzigen Form.
Ich glaube, das muss man hier im Forum nicht weiter erläutern. Es ergibt sich eigentlich auch aus den oben genannten Punkten.
Also: Die ÖDP zeigt mir bei meinen Grundthemen vielversprechende Ansätze und wirkt auf mich nicht autoritär. Dabei kann ich Meinungsverschiedenheiten darüber, ob sich das Klima in Abhängigkeit vom CO2-Anteil der Luft verändert, problemlos verschmerzen.
Oktober 4, 2010 at 09:47
@Stephan Steins & juergenelsaesser
“Ein Lob der Roten Fahne! Natürlich ist links nicht gleich links!! Es geht um die Prosecco- und Euro-Linke!”
Na, einen gemeinsamen politischen Gegner gibt es ja schon mal
Hab mir die DRF mal angeschaut. Herr Steins/DRF haben der VI/JE offensichtlich zumindest medial Tür und Tor geöffnet. In einer ganzen Reihe von Punkten scheint es bei Ihnen ja auch durchaus konvergente Vorstellungen zu geben (aus meiner Sicht in positiver, aber auch negativer Hinsicht). Würde mich daher interessieren, ob es zu den Fragen/der Kritik von Herrn Steins unter
Imperiale Rechte, nationale Rechte, Finanzkapital und Volksinitiative, 31.3.2009
http://die-rote-fahne.eu/viewtopic.php?t=233
eine Antwort/Debatte von Seiten JE/VI gibt. Insbesondere was den Abschnitt “Volksinitiative” und die Fragen nach Charakter und Perspektive der VI betrifft.