Wir Raucher contra Ökos und Grüne
Smoker of all countries, unite!
Bitte meine Leser von Leipzig bis Leipheim um Entschuldigung, dass es hier auf dem blog derzeit nur copy & pasta gibt. Das liegt nicht an meiner notorischen Faulheit, sondern dass ich voll im Stress bin bei der Vorbereitung der Konferenz gegen den Euro-Wahn, den die Volksinitiative am kommenden Samstag 25.9. in Berlin veranstaltet. Jetzt anmelden und eine der letzten Karten sichern.
Der folgende Text ist gut 13 Jahre alt und dennoch hochaktuell: Die Grünen wollen stärkste Partei werden und den Kanzler stellen. Hilfe!! Wer sich nicht für Politik interessiert, möge wenigstens die Auswirkungen im Privaten bedenken, von denen im folgenden die Rede ist … Überdies zeigt der Text, dass Elsässer seinen guten Prinzipien über alle Brüche hinweg die Treue gehalten hat …
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Raucher aller Länder…
Um die grüne Bewegung zu verfluchen, hätte es wahrlich keines Grundes mehr bedurft. Ihre wirklichen Erfolge hat sie nicht gegen das Kapital errungen, sondern gegen die wenigen Bequemlichkeiten, die dessen totalitäre Agenturen uns früher gelassen hatten. Der Streß bei der Mülltrennung, das schlechte Gewissen beim Sonnenbaden, das Denunzieren noch der leckersten Speisen sowie die verbreitete Phobie vor unsichtbaren Gefahren hat den Charakterpanzer der ohnedies schon genußunfähigen Deutschen noch mehr versteift. Die Ruinierung der linken Diskussionskultur – seit die Jungs und Mädels mit dem Selbstgestrickten Ende der siebziger Jahre auftauchten, mußte jede Sitzung erst einmal mit einer halbstündigen Debatte über das Rauchverbot beginnen – droht nun auch der bürgerlichen Politik: Die 49 bündnisgrünen Bundestagsabgeordneten haben 136 Quislinge aus den anderen Parteien für die Einbringung eines sogenannten Nichtraucherschutzgesetzes gewonnen. Die Nachrichtenagenturen berichten, daß der Donnerstagabend im Bundestag mit seinen “teilweise scharfen Töne den bevorstehenden erbitterten Streit ahnen ließ”. Wenn doch nur Holger Börner mit seiner Dachlatte zurückkäme, um die Damen und Herren Mittelständler daran zu erinnern, daß den fünf Millionen Arbeitslosen ihr “erbitterter Streit” am – pardon – Arsch vorbei geht!
Im übrigen: Kennt irgend jemand einen Revolutionär, der nicht geraucht hat? John Reed aus allen Löchern dampfend beim Sturm aufs Winterpalais, Che trotz Asthma mit der dicken Havannah im Dschungel, schließlich Mao, Deng und Sartre, die alle steinalt geworden sind? Der Grund liegt darin, daß ein guter Revolutionär Spaß am Leben haben muß; dieser Spaß besteht aber genau darin, seinen Körper nicht für Gott und Kapital zu konservieren, sondern möglichst kunstvoll für die eigenen Lüste zu verbrennen. Selbstverständlich findet man auch unter den Nichtrauchern galante Libertins. Man erkennt sie meist daran, daß sie der dreisten Lüge von den Gefahren des sogenannten Passivrauchens in aller Öffentlichkeit entgegentreten. Wenn es beispielsweise heißt, daß bei mitrauchenden Ehepartnern bestimmte Krebserkrankungen um ein Drittel häufiger auftreten, werden in aller Regel die absoluten Zahlen unterschlagen: Statt zehn wurden 13 Erkrankungen festgestellt – bei insgesamt 100 000 Testpersonen, die Rate stieg also im Mikrobereich von 0,01 auf 0,013 Prozent.
Der ideelle Gesamtkapitalist, und nicht die Reemtsma GmbH, ist das Problem: Er dramatisiert die Risiken unserer Konsumweise, um von einer notwendigen Veränderung unserer Produktionsweise abzulenken – und um den Individuen, in diesem Fall den Rauchern, die Kosten für den Gesundheitsschutz aufzubürden, die bisher er getragen hat.
„Junge Welt“, 22. 2. 1997









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September 22, 2010 at 13:18
Nice try. Anyway:
Che trotz Asthma mit der dicken Havannah im Dschungel …
Cigars smoking is not like cigarettes smoking: the smoke of the cigars is not inhaled (in the lungs).
By the way, Ernesto smoking cigars in the forest (Dschungel)
might not have been the very best idea. E.g., the Vietminh tell with amusement (and not much exaggeration quite likely) to have been able to detect US soldiers around in the forest also from the smell of (among others) Colgate they were spreading — good.
September 22, 2010 at 15:58
Letzthin las ich, dass die Stadtbehörde von New York ein generelles Rauchverbot auch im Freien (Strassen, Pärke etc.) baldmöglichst einführen will.
Wann werden die Ökos und Grünen diesen neusten Furz auch hier initiieren wollen? So nach dem Motto: alles Gute kommt aus den USA.
Der Passivrauchquatsch ist genauso eine Lüge, wie es die Schweinegrippe oder die vom Menschen gemachte sog. Klimaerwärmung ist.
Übrigens der Ausdruck Passivrauch hat seinen Ursprung im 3. Reich. Hitler war bekanntlich ein fanatischer Tabakgegner.
Des weiteren war er Antialkoholiker und Vegetarier. In gewissem Sinn war er eigentlich auch ein sehr früher Ökofritze.
September 22, 2010 at 20:11
“Bundesregierung in Sachen Hartz IV bildungsresistent”
21.09.10 – Das überparteiliche Personenwahlbündnis “AUF Gelsenkirchen” nimmt mit einer Presseerklärung von heute Stellung zu den aktuellen Plänen der Bundesregierung bezüglich der Hartz-IV-Regelsätze:
Die Pläne der Bundesregierung zur Umsetzung der Auflagen des Bundesverfassungsgerichts offenbaren eine weit gehende Unfähigkeit, selbst nach höchstrichterlichen Entscheidungen, dazu zu lernen!
Trotz der eindeutigen Auflage, nachvollziehbare und exakt überprüfbare Berechnungsgrundlagen festzusetzen, nimmt die Regierung bereits wieder Kurs auf einen selbst rechtlich untragbaren Zustand. Konkret bereits bekannt ist die kommunal festzulegende Obergrenze für die Erstattung von Unterkunftskosten als Pauschale.
“Für die einzelnen wird das letztlich überwiegend auf eine Mittelkürzung hinauslaufen und zudem zu Konkurrenz und Streitigkeiten, nicht zuletzt zwischen den Kommunen führen”, urteilt Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete von AUF Gelsenkirchen und schließt sich mit ihrer Kritik uneingeschränkt der des Mieterbundes an.
http://www.mlpd.de/
September 22, 2010 at 20:34
Nicht nur Hitler war ein Ökofritze, Naturschutz war festes Programm der Nationalsozialisten. Es war herrlich anzuhören, wie Trittin auf dem Grünen-Kongress rhetorische Hakensprünge vollführte, als er zu erklärten versuchte, warum das grüne Umweltschutzprogramm so eins zu eins auch von den Nationalsozialisten stammen könnte, die Grünen aber trotzdem nicht mit den Nationalsozialisten gemein hätten. Merke: Nicht jede Autobahn ist autobahn
http://www.bmu.de/reden/archiv/14/trittin/doc/703.php
September 22, 2010 at 23:57
Aha, ums Rauchen gehts also! Ihre Entschuldigung in Ehren, aber Rauchen macht doch auch Krebs, oder? Ich weiß nicht, ob Sie in der Lage sind zu erfassen, dass Politik fake ist. Gelogener Quatsch, dem sich auch noch erliche, wahrhaftig denkende Mitbürger selbst hier zum Clown der Meinungsbilder machen lassen. Ich bin überzeugt von Ihrer negativen Haltung gegenüber des Euro. Aber ganz und gar nicht von Ihrer Kenntnis bzgl. der WAHREN Geschichte.
September 23, 2010 at 00:59
Ihr meint also, es ist “verdächtig” wenn ein Weltverbesserer nicht quarzt, auf Alk verzichtet und Tiere mehr liebt als Menschen? Aha! Und die Natoinalsozialisten haben den Naturschutz großgeschrieben? Gewiss, hab mal gelesen, dass denen eine Vorreiterrolle im Artenschutz gebührt! Die meisten Gesetze dazu stammen aus der Zeit nach 1933. Vielleicht gab es sogar Emissionsschutzbestimmungen, wenn sie Menschen durch den Schornstein jagten? Feiner “Ökofritze Adolf”!
September 23, 2010 at 12:57
Bin zwar Nichtraucher, aber trotzdem Genussmensch! Mit dem Artikel haben Sie mir echt aus der Seele geschrieben. Die Grünen wollen uns doch auch noch unser letztes bisschen Genuss austreiben, echte Spaß- und Genussverderber eben.
September 23, 2010 at 13:08
Super Thema! Gut, daß Herr Elsässer das gerade jetzt bringt! Es ist nämlich kaum 1 Quartal her, daß freeman auf seinem blog wegen des immer mehr um sich greifenden Rauchverbots in der Schweiz schon FÜR extra Zuschläge von Rauchern zu ihren Krankenkassenbeiträgen eingetreten war.
Die Passivrauch-Verteufeler haben übrigens leichtes Spiel mit ängstlichen Passivrauchern. Die sind oft alt, wenn sie krank sind, und alles, was der Arzt bei einem älteren Menschen an Krebs in Atmewegen findet, wird auf Passivrauchen zurück geführt. Gegenbeweise? Führt sie doch selbst! Heißt es dann.
Mir ist ein älterer Ex-Betriebsrat, Ex-SPD-mittlere Ebene-Angehöriger bekannt, der seinen Exgenossen extra böse ist fürs früher bei Sitzungen Kette rauchen. Tatsächlich ist die Beweisführung, wie bei vielem in der jüngeren Vergangenheit Behauptetem sehr schwierig, wer kritisch forscht, wird unterdrückt, an der VÖ gehindert. Seuchen, gegen die man nichts findet, finden will, machen Menschen besonders viel Angst, lassen sie vieles tun, so läßt sich auch die Resonamz für die Gebärmutterhalskrebs-Impfung erklären. Die Grünen hatten sogar mal Huflattich als Ersatz für Tabak propagiert. Dumm nur, daß eine andere Pflanze dem sehr ähnlich sieht, die nicht Genuß sondern krank macht.
September 23, 2010 at 16:13
Und, wie viel hat Reemtsma, BAT und Philip Morris für diesen Text bezahlt?
Aus einer Nichtraucherinitiative Kritik an den Grünen abzuleiten ist schon sehr absurd.
Elsässer sollte bedenken, dass gerade die Initiative in Bayern ein Zeichen für Demokratie ist, schließlich hat die CSU wieder zurückgerudert, ist dafür aber gleich vom Bürger bestraft worden.
September 23, 2010 at 16:25
stadtneurotiker: darauf steck ich mir gleich noch eine an!
September 23, 2010 at 17:32
Man sollte aber auch nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Umweltschutz ist schon ein wichtiges Thema. Und auch wenn jeder das Recht haben sollte, seine Gesundheit nach eigenem Gutdünken zu ruinieren, sollte man das Rauchen nicht als einen heroischen Akt des Widerstandes hochstilisieren (für die Fußballfans “hochsterilisieren).
Das Problem mit den Ökos bei den Grünen ist meiner Ansicht nach vornehmlich dieses: Sie merken einfach nicht (nach über drei Jahrzehnten Parteigeschichte), dass sie nur die nützlichen Idioten einer Parteiführung sind, die mit Ökologie wenig, mit pathologischen Deutschenhass aber sehr viel zu tun haben.
Um den anti-deutschen Charakter der Grünen zu illustieren, mögen einige Zitate genügen:
· Anfang der neunziger Jahre verkündete der deutsch-französische Europa-Abgeordnete von Bündnis90/Die Günen, Daniel Cohn-Bendit, einer der führenden linken Politiker, sinngemäß folgendes:
“Wir, die Grünen, müssen dafür sorgen, so viele Ausländer wie möglich nach Deutschland zu holen. Wenn sie in Deutschland sind, müssen wir für ihr Wahlrecht kämpfen. Wenn wir das erreicht haben, werden wir den Stimmenanteil haben, den wir brauchen, um diese Republik zu verändern.” [...]
Claudia Roth: “Deutsche sind Nichtmigranten, mehr nicht!”
Grünenvorstand, München:
„Es geht nicht um Recht oder Unrecht in der Einwanderungsdebatte, uns geht es zuerst um die Zurückdrängung des deutschen Bevölkerungsanteils in diesem Land.”
Joschka Fischer: „Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden. ”
„Deutsche Helden müsste die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen.“
Jürgen Trittin: „Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.”
Wenn man sich diese Äußerungen über die Zunge gehen lässt, und darüber nachdenkt, warum die Medien solche unglaublichen Entgleisungen totschweigen, während sie ein ohrenbetäubendes Gehaul bei vergleichsweise harmlosen Äußerungen einer Frau Steinbach anstimmen, dann kann einem ganz anders werden…
September 23, 2010 at 17:52
Anti-Anti: Ich glaube, die Zitate stimmen alle. Trotzdem wäre eine exakte Quellenangabe schön!
September 23, 2010 at 18:29
Es ist über 50 Jahre her, dass ich meine letzte Zigarette geraucht habe. Damals im Alter von 12 Jahren während einer Klassenfahrt in der Burgruine in Wassenberg. Ich erkannte für mich persönlich: Das Rauchen bringt mir absolut nichts.
Wer jetzt glaubt, ich müsse ein Befürworter des Nichtraucherschutzes sein, liegt völlig daneben. Das Rauchen anderer hat mich nie gestört, auch wenn ich passiver Mitraucher war.
Aus Sympathie mit den verfemten Rauchern bin ich sogar in den Raucherclub einer Kölner Kneipe eingetreten.
Das Rauchen wird der Gesundheit abträglich sein, wie so Vieles. Andererseits wird die Schädlichkeit des Rauchens maßlos übertrieben. Dies zeigt die Lebenserfahrung deutlich genug.
September 23, 2010 at 18:31
http://www.cicero.de/97.php?ress_id=4&item=5310
Wenn es ums Vaterland geht, ist auch eine Brennelementesteuer, wie sie die Bundesregierung vorsieht, völlig deplaziert. Denn wer um Wohl und Wehe der Nation ringt, dem schickt man nicht den Steuereintreiber. Man empfängt ihn im Bundeskanzleramt.
Nun haben die AKW-Helden einen Vertrag mit Deutschland vorgeschlagen: 30 Milliarden Euro für einen Fonds zur Modernisierung der Energiewirtschaft sind sie bereit zu investieren, sofern die Brennelementesteuer nicht kommt.
Die Feudalherren hinter ihren Kühltürmen wissen, was dem Lande frommt: Sie bestimmen, was mit ihrem Geld geschieht – basta!
Und wenn Berlin nicht will, wie die Atomprovinz befiehlt? Was dann geschieht, kommentierte die Financial Times Deutschland so: „Atomkonzerne erpressen Regierung. Sofortiger Ausstieg aus Kernkraft angedroht. Energieversorger wollen Brennelementesteuer verhindern.“
Ein Schelm, wer da denkt, es gehe um die Verwandlung abgeschriebener Atomklitschen in Gelddruckmaschinen.
Und um was geht es wirklich? Im Gebiet von Tschernobyl werden wir fündig: 218.000 Quadratkilometer sind seit dem GAU von 1986 radioaktiv belastet – mit mehr als 37.000 Becquerel pro Quadratkilometer. Waldbrände können den verseuchten Staub erneut in den Himmel pusten, und Winde die Wolke nach Westen, nach Osten, nach Norden oder nach Süden wehen.
Was das mit dem deutschen Ausstieg aus dem Atomausstieg zu tun hat? Es hat zu tun mit dem Restrisiko, das jedem Atomkraftwerk anhaftet. Es ist ein Risiko, wie es keine andere Technik mit sich bringt – nicht der Öltanker, nicht die Bohrinsel, nicht der Staudamm.
Klassische Risiken führen, wenn sie eintreten, zu klassischen Katastrophen: zu Überschwemmungen, Verschmutzungen, Verheerungen, zu Hunderten, ja Tausenden Toten. Doch ist die klassische Katastrophe geschehen, ist sie vorbei: Es wird aufgeräumt und aufgebaut, bis die Schäden behoben sind.
Der GAU in einem Atomkraftwerk dagegen bedeutet: Katastrophe ohne Ende.
Tschernobyl geschah nicht am 26. April vor 24 Jahren, Tschernobyl geschieht immer noch, Tschernobyl wird in 24 Jahren noch geschehen, auch in 48 Jahren – über Generationen und Generationen hinweg. Im Westen Russlands gelten heute 19 Regionen als radioaktiv kontaminiert.
Wenn das Restrisiko eintritt, bezahlt die Bevölkerung dafür mit Schilddrüsenkrebs und Missbildungen bei Neugeborenen. Wo vor dem GAU 2,7 Millionen Menschen lebten, leben heute noch 1,7 Millionen. Für eine demokratisch-zivilisierte, für eine verantwortungsbewusste Gesellschaft wären die verseuchten Regionen Russlands vollständig unbewohnbar.
Selbstverständlich kann so etwas in Deutschland nicht und nie und nimmer passieren. In Frankreich auch nicht. In der Schweiz erst recht nicht. Weshalb es im Grunde untersagt werden müsste, sich auch nur vorzustellen, was wäre, wenn jenes Unvorstellbare plötzlich Realität würde: Weite Gebiete Deutschlands unbewohnbar, Frankreichs Rebgebiete im Rhônetal auf immer abgeschrieben, die bewohnbare Schweiz womöglich halbiert.
Alles unstatthafte Polemik! Purer Pamphletismus! Öko-Populismus! Was aber, wenn es einfach nur Ethik wäre?
Wie war das doch bis 2008? Omnipotente Banker spielten ihr weltweites Powerplay um exorbitante Profite. Unbehindert von jeder Ethik. Unbehindert auch von einer Politik, die ethische Fragen zu stellen gewagt hätte. Wer sich dennoch erkühnte, verfiel Hohn und Spott, nicht zuletzt durch die Bilanz-Fetischisten der Publizistik.
Erst nach der Katastrophe auf dem globalen Finanzmarkt haben wir gelernt, die richtigen Fragen zu stellen, nämlich ethische. Genau: im Nachhinein! Wie es im entgrenzten Kapitalismus üblich ist – wenn überhaupt zugelassen.
Bis zum Eintritt der Katastrophe frönt man dem Zynismus. Am besten getarnt als „Interesse des Landes“, zum Beispiel jetzt gerade, wo mit euphemistischen Termini wie „Laufzeitverlängerung“, „CO2-frei“ und „Brückentechnologie“ ein rhetorisches Verwirrspiel betrieben wird.
Der Berliner Tagesspiegel lieferte dazu den perfidesten Titel: „Brände von Tschernobyl – der Mythos lebt.“
Tschernobyl ein Mythos? Eine Sage? Ein Märchen gar aus ferner Zeit? Tschernobyl ist das Gegenteil eines Mythos.
Tschernobyl ist jetzt.
http://www.oedp.de
http://www.berndsenf.de
http://www.freiwirte.de
September 23, 2010 at 19:54
Die obigen Zitate von Anti-Anti kenne ich. Es sind Zitate von Fanatikern.
Bei den Hardcore Antitabaklern handelt es sich genau gleich um fanatische Fundamentalisten.
Bei Hitler handelte es sich eben auch um einen Fanatiker.
Merkt jemand was? Es sollte doch schon längst klar sein, dass wir in einer Periode des Fundamentalismus leben. Und dabei handelt es sich mitnichten nur um den islamischen Fundamentalismus.
September 23, 2010 at 22:01
Ja, mancher Nichtraucher ist ein wenig harsch gegenüber Rauchern.
Ja, die Grünen haben auch teilweise komische Ansichten, wie jede andere Partei auch.
Aber mal ernsthaft, Rauchverbote mit einem nicht vorhanden Kanzleranspruch zusammenzubringen ist nicht nur weit hergeholt, es ist intellekuell geradezu peinlich.
September 23, 2010 at 23:20
> darauf steck ich mir gleich noch eine an
I am curious (no *social engineering*): Gauloises, Gitanes,
Boyards?
September 23, 2010 at 23:22
@ Elsässer
Hatte heute wenig Zeit. Ich mache mich morgen auf Quellensuche und berichte über meine Funde bzw. Nichtfunde.
September 23, 2010 at 23:40
Sicherlich stinken die Grünen nach Faschismus. Und sind deren Ideen heuchlerisch in Bezug auf Nutzen für die Umwelt. Doch dies zum Anlaß zu nehmen auf die Umwelt zu scheißen, finde ich sehr unsympatisch. Und dass Sie, Herr Elsässer, sich in diesem Artikel so egoistisch zeigen, finde ich sehr schade, da ich Ihre Arbeit sonst sehr gut finde.
Unabhängig davon ob Passivrauchen schädlich ist oder nicht, betrachte ich es als mein Recht nicht in vollgequalmten Räumen unterwegs zu sein. Bin deshalb sehr froh, dass in Lokalen Rauchverbot herrscht. Und auch viele Raucher finden das toll.
Mit dem Anzünden einer Zigarette dringen Sie in meinen privaten Bereich ein und das will ich einfach nicht. Was Sie wiederum zu akzeptieren haben. Ich furze ja auch nicht in überfüllten Räumen rum. Einfach nur aus Anstand und Rücksicht auf andere Anwesende.
Haben Sie nicht einmal gesagt, dass sie alle Schichten ansprechen wollen? Warum schließen sie dann die Ökos aus und benutzen das Wort überhaupt als Schimpfwort? Ich gehe zu 95% bei Ihren Thesen mit. Auch in Bezug auf die Grünen. Betrachte mich jedoch als einen Öko. Ich versuche nur Bio einzukaufen, bin Veganer (Perversling also, laut Ihren Büchern) und auch wenn ich weiß, dass an CO2-Problematik und Peak-Oil nix dran ist, finde ich Solartechnik und Elektroautos dennoch interessant und förderungswürdig. Und sehr viele Ökos die ich kenne, sind in Bezug auf Grüne ebenfalls aufgeklärt. Jedoch stoßen Sie diese mit solchen Artikeln ab.
September 23, 2010 at 23:42
Sascha: Sie haben ja Recht. Ich will dran arbeiten, nicht immer so abzulästern über die Ökos. Es gibt auch dort solche und solche.
September 23, 2010 at 23:43
roy: das ist mir zu politisch. Wer gauloises raucht, will die gitanes abschieben, schreibt die faz.
September 23, 2010 at 23:44
es ist ja okay wenn Ihnen Ihre Gesundheit egal ist, aber ich möchte, dass man respektiert, dass ich meine bewahren möchte.
September 23, 2010 at 23:46
freut mich dass sie das so sehen, bin dann beruhigt
September 24, 2010 at 13:10
Die Raucher haben sich immer furchtbar aufgeregt, wenn ich als Gegenmassnahme Räucherstäbchen angezündet habe.
Alles eine Sicht der Dinge. Keiner riecht gerne den Rauch oder Pfurz des Anderen.
September 24, 2010 at 16:09
“Elsässer sollte bedenken, dass gerade die Initiative in Bayern ein Zeichen für Demokratie ist…”
Absolut richtig. Aber für die Propagandisten der “direkten Demokratie” ist auch die eben nur dann gut, wenn sie den eigenen Interessen entgegenkommt. Naja, das ist nur menschlich. Ob es vertretbar ist, ist wiederum eine ganz andere Frage.
@Sascha: Da bin ich ganz Ihrer Meinung, ich finde den abfälligen Ton, in dem der Artikel gehalten ist, auch nicht so toll, vor allem, da er nicht dem sonsigen Niveau von J. Elsässer entspricht. Ich würde mich nicht als Öko bezeichnen, da die manchmal ganz schön fanatisch rüberkommen und nicht alles Öko ist, was sich so nennt, und Vegetarier zu werden schaff ich einfach nicht, geschweige Veganer, dazu bin ich zu genusssüchtig.
Aber trotzdem respektiere ich jeden, der nicht den persönlichen Genuss über alles stellt.
Ich komme gerade (aus dem leider viel zu kurzen) Türkeiurlaub, und da ist in ALLEN öffentlichen Gebäuden Rauchverbot, was ich sehr begrüße. Wer sich unbedingt krankrauchen will, soll das bitte in seinen vier Wänden oder unter freiem Himmel tun, ohne andere zu belästigen.
@Lina:”Nicht nur Hitler war ein Ökofritze, Naturschutz war festes Programm der Nationalsozialisten.”
Das ist als Argument so tauglich wie wenn man trotz Regen behauptet, dass die Sonne scheint, nur weil die Nazis behaupten, es regnet. Meine Güte….
“Im übrigen: Kennt irgend jemand einen Revolutionär, der nicht geraucht hat?”
Gleich mehrere , denen die von Ihnen aufgeführten “Revolutionäre” nicht mal ansatzweise das Wasser reichen können:
Jesus, Mohammad, Mahatma Ghandi, Ayatollah Khomeini, um nur ein paar zu nennen.
Nur weil man nicht raucht, bedeutet das nicht, dass man keinen Genuss am Leben hätte. Was da so “genussvoll” sein soll, konnte mir noch niemand erklären.
Allerdings bei der ganzen Polemik gegen das Rauchen wird eine weitere Droge völlig unterschätzt, nämlich der Alkohol. Aber daran verdient der Staat wohl zu gut.
September 24, 2010 at 18:47
Knirsch, Knirsch…
Tja, meine Suche nach den Quellen der obigen Zitaten gestaltete sich doch etwas weniger erfolgreich als ich gedacht hatte.
Und ich bin keineswegs so naiv, Netz”zitate” für bare Münze zu nehmen. Ich dachte, die “Zitate” seien zuverlässig, da das Fischer-”Zitat” schon lange im Netz kursiert, und in der Regel auch mit einer Quellenangabe versehen ist, nämlich Fischers Buch “Risiko Deutschland” (das andere Zitat soll übrigens 1982 in der Frankfurter Sponti-Postille “Pflasterstrand” stehen). Also dachte ich dieses Zitat sei seriös, und die diesmal fehlende Quellenangabe sei nur den salopperen Gepflogenheiten des Netzes geschuldet, und bei den anderen Zitaten verhalte es sich ähnlich, weshalb ich auf die Schnelle eine Auswahl aus meinem Netzfund traf.
Doch heute musste ich feststellen, dass das Fischer-”Zitat” keineswegs so seriös ist, wie ich annahm, und die anderen “Zitate” werden wirklich tausendfach im Netz wiederholt, jedoch leider immer ohne Quellenangabe, weshalb sie letztlich für die politische Auseinandersetzung keinen Wert haben.
Ich habe mir eine elektronische Kopie von “Risiko Deutschland” besorgt (wer macht sich eigentlich die Mühe, so ein Machwerk einzuscannen?) und musste feststellen, dass das “Zitat” keineswegs in diesem Buch vorhanden ist. Tatsächlich wurde es zurechtgezimmert, und zwar aus einem “Welt”-Kommentar von Miraim Rau, welche Fischer diese angesichts der massenhaften Einschleusung von Ukrainern im Jahr 2005 Fischer diese Haltung unterstellte, wobei sie auch auf den Buchtitel Bezug nahm:
http://www.welt.de/print-welt/article423170/Risiko_Deutschland_Joschka_Fischer_in_Bedraengnis.html
Ich habe zwar nach wie vor keinen Zweifel, dass die Grüne Parteiführung eine strikte anti-deutsche Haltung vertritt, und dass die ökologischen Themen nur zum Zwecke des Stimmenfanges vorgeschoben sind (glaubt jemand, der Trittin oder gar der Özdemir sehen sich Heinz-Sielmann-Filme an?), muss jedoch sagen, dass die von mir angeführten Zitate zur Illustration dieser Einschätzung leider nicht brauchbar sind.
September 25, 2010 at 01:47
Anti-Anti: Danke Ihnen auf jeden Fall für die Mühe! Dranbleiben, bitte!
September 26, 2010 at 14:35
Noch etwas zum Ihrer Lobeshymne aufs Rauchen, Herr Elsässer:
Grundsätzich ist es ja durchaus menschlich und normal, sich seine Sucht schönzureden. Was ich aber nie verstehen werde:
Sie propagieren doch ständig Freiheit hier, Freiheit da. Wie verträgt sich das damit, dass man sich zum Sklaven seiner Sucht macht? Der Mensch wurde frei erschaffen!