Die Grünen: Make Love AND War

Stoppt Renate Künast! Über Politroboter und androgyne Androiden


Nehmen wir einmal an, ein Astronaut aus dem Jahre 1980 käme nach einer kleinen Space-Odyssee jetzt  wieder in die Bundesrepublik zurück. Vermutlich wähnte er sich in einem Paralleluniversum oder zumindest auf einem anderen Planeten, so vieles hätte sich geändert. Würde er nicht bereits an der Mobilfon-Seuche, aufdringlichen Internettigkeiten und dem Schmuddel-Naddel-TV verrückt werden, so mit Sicherheit an der Involution des Parteiensystems. Über dessen wichtigste Koordinaten hätte sich zur Zeit seines Abfluges in etwa sagen lassen: Die CDU ist für die Industrie und den Profit, die Grünen sind für das Leben und für die Umwelt. Immerhin hatten in jener Zeit die christdemokratischen Ministerpräsidenten Stoltenberg und Albrecht die Atomanlagen in Brokdorf und Gorleben gegen den Widerstand der Bürgerinitiativen geradezu durchprügeln lassen, Späth und Strauß hatten es in Wyhl (und später Wackersdorf) ebenfalls versucht und erst nach jahrelangem Streit davon abgelassen. Die Grünen andererseits blockierten nicht nur Raketenabschußstationen und Atomkraftwerke, sondern schützten auch Maikäfer, Weinbergschnecken und anderes bedrohte Getier durch kleingärtnerisches oder parlamentarisches Engagement.

Zwanzig Jahre später schickt ein grüner Außenminister die Bundeswehr in weltweite Kriegseinsätze, ein grüner Umweltminister gibt der Atomenergie eine Bestandsgarantie bis 2030 und eine grüne Gesundheitsministerin läßt eine knappe halbe Million Kühe als Sondermüll verbrennen. Noch viel verstörender aber ist die Mutation der CDU/CSU: Hatte sie in den siebziger und achtziger Jahren der Atom- und Energielobby standhaft die Treue gehalten, obwohl dies vor allem nach Tschernobyl Wählerstimmen kostete, so genügten jetzt ein halbes Dutzend kranke Kühe, damit sie ihre älteste Klientel, die Bauernschaft, zum Abschuß freigab.

Niemand kann sich heute mehr auf irgend etwas verlassen – die Union verrät die Bauern, die SPD die Gewerkschaften, die Grüne Partei die Atomkraftgegner, und bald wird es die PDS mit den Ossis genauso machen. Darin mag der Hauptgrund liegen, wieso die Menschen immer nervöser, paranoider, asozialer werden. Eigentlich muß man sich wundern, daß es nicht viel mehr Selbstmörder, Amokläufer und Neonazis gibt. Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, daß die 60er und 70er Jahre ihr Revival erleben. Die Nostalgie gilt der guten alten Übersichtlichkeit, als die Welt noch von der Polarität Ost/West, links/rechts und Mann/Frau konstituiert wurde und jeder und jede irgendwo sein Plätzchen hatte, wenn auch meistens nicht auf der Belle Etage. Heute hingegen muß der Mensch flexibel sein, man wird mit lebenslangem Lernen terrorisiert, muß alle paar Jahre den Beruf und die sexuelle Orientierung wechseln und nach Möglichkeit transgender sein. Am Schluß hat keiner mehr einen Arbeitsplatz, sondern jeder ist sein eigener Subunternehmer, die Freundin wird wegrationalisiert, und der Orgasmus kommt von Lara Croft. Auch die politischen Parteien müssen mit der Mode gehen, das Programm wird durch die Performance ersetzt und die größte Zielgruppe finden sie nicht mehr auf dem Gewerkschafts- oder Kirchentag, sondern im Container von Big Brother. Die neuen Charaktermasken des Kapitals sind entsprechend: Dominierten bisher gutmütige Patriarchen wie Kohl oder autoritäre Vaterfiguren wie Schmidt, an deren Seite man ein ganzes Leben lang treusorgende Ehefrauen wie Hannelore oder Loki bewundern und bemitleiden durfte, so regieren uns jetzt Leute mit sogenannten “gebrochenen Biographien”, zum Beispiel Schröder, Fischer und Scharping, die mindestens einmal im Jahrzehnt die Gesinnung oder zumindest die Frau, pardon: Lebensabschnittsgefährtin, wechseln. Aber auch ihre Tage sind gezählt, es drängelt bereits die nächste Generation an die Schalthebel der Macht: Seelen- und geschlechtslose Politroboter wie Renate Künast oder Fritz Kuhn, im Kopf einen Mikrochip und im Mund ein Maschinengewehr, androgyne Androiden, denen die antifaschistische Moralhuberei ihrer Vorgänger vollständig abgeht und die die Imperative der Kapitalverwertung exekutieren, ohne mit der Wimper zu zucken.

Dieser Text ist ein Auszug aus:

Jürgen Elsässer, Make Love and War. Wie Grüne und 68er die Republik verändern, Bonn 2002, 172 Seiten, 14.50 Euro ( zu bestellen auch über info@juergen-elsaesser.de)


  1. hjv

    also … ja – wirklich witzig
    ABER
    auch ein bischen faul. haette der juergen elsaesser uns nicht wenigstens eine modernisierte variante anbieten koennen?

    (uebrigens – das gegen frau künast – das fand ich gemein!)
    und – aehm – waren wir nicht alle irgendwann man bei den -gruenen- ?

    ist und war das nicht einfach eine wichtige station auf dem weg der politischen sozialisierung ?

  2. Bernard Gumble

    Zitat: “und bald wird es die PDS mit den Ossis genauso machen.”
    Bald? Seit wann koaliert die SED-Nachfolgepartei schon mit der SPD in Berlin? Seit wann führen deren Spitzendarsteller schon Sachzwänge für alles unsoziale, das sie mittragen, an? Da sei nur mal an das “Sozialticket” der Linken-Ex-Sozialsenatorin erinnert, die es einführte. Alle Hartz-IV-Betroffenen, die in eine Arbeitsgtelegenheit richtig: Beschäftigungsmaßnahme vermittelt werden, müssen so zusätzlich die Hälfte dieses jetzt unausweichlich gewordenen Ausweises selbst bezahlen, obgleich die Regelsätze vom BVG als zu niedrig gerügt wurden.
    Der Artikel insgesamt gefällt mir!
    Wenn jedoch viele, viele Hartz-IV-Betroffene weiter freundlich, aber auch entnervt sagen, sie interessieren sich nicht für Politik, ist das in dieser Staatsform durchaus erlaubt, ja sogar erwünscht, damit es noch länger so weiter gehen kann…
    Selbstmörder und Amokläufer, so unterdrückte Studien, stehen in engem Zusammenhang zu Antidepressiva, unregelmäßiger Einnahme, Absetzen, Umstieg. Nicht umsonst versuchen viele Patieten derartiger Dauermediaktion, ihre verschriebenen Präparate zu verkaufen, um halbwegs ungefährliches, halbsynthetisches Zeug dafür zu bekommen, dessen Ausgangsstoffe aus Afgh. und Kol. kommen. Gerade in ihrem schönen Kreuzberg passiert das viel.

  3. http://www.oedp.de

    http://www.freiwirte.de

    http://www.humanwirtschaft.org

    http:;//www.zeit-fragen.ch

    Hartz-IV-Reform: Griff in die Trickkiste?
    Di 21.Sep. 12:57
    Ursula von der Leyen

    Ursula von der Leyen (CDU) hat wenig Zeit. Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales muss Hartz IV auf den richtigen Weg bringen. Schließlich hat das Bundesverfassungsgericht bereits im Februar die Neuberechnung der Regelsätze angemahnt. Eine neue Formel soll die Karlsruher Richter zufrieden stellen. Bislang sind die Bezüge der 6,5 Millionen Langzeitarbeitslosen an die Rentenerhöhungen gekoppelt. Zur Neukalkulation der Sätze schwebt der CDU-Politikerin offenbar eine „Mix-Berechnung” vor, die sich zu 70 Prozent nach dem Preisniveau und zu 30 Prozent nach der Lohnentwicklung richtet.
    Künftig soll die Höhe der Sozialleistungen also entsprechend der Entwicklung von Löhnen und Preisen steigen. Hätten die Betroffenen tatsächlich mehr von einer solchen Regelung? Die Opposition kritisiert die Reform und warnt vor „Tricks”.

    Derzeit liegt der volle Regelsatz für einen Hartz-IV-Empfänger bei 359 Euro im Monat. Wie hoch dieser nach der Reform ausfallen wird, soll erst in der kommenden Woche festgelegt werden. Dann liegen die Daten des Statistischen Bundesamts über die Entwicklung der Lebenshaltungskosten vor, die als Grundlage für die Berechnung dienen. Außerdem sollen sich die Regelsätze weiter am Einkommen des unteren Fünftels der Bevölkerung orientieren.

    Neu an der geplanten Regelung ist, dass Kosten für den Nahverkehr stärker berücksichtigt werden. Des Weiteren bekämen Langzeitarbeitslose die 10 Euro Praxisgebühr pro Quartal sowie Internetkosten erstattet.

    Die Opposition zeigt sich besorgt, dass Stütze-Empfänger durch die angestrebte Reform auf den ersten Blick finanziell zwar besser da stünden. An anderer Stelle jedoch müssten diese wiederum mit Einbußen rechnen: „Wenn bei dieser Operation herauskommt, dass Langzeitarbeitslose zwar etwas mehr Geld zur Verfügung haben werden, aber ihnen gleichzeitig durch das Kürzen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen die Chance genommen wird, aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen, dann würde am falschen Ende gespart”, äußerte SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil gegenüber der „Braunschweiger Zeitung” seine Bedenken. Er könne von der Leyen „nur davor warnen, Tricks anzuwenden, um die Regelsätze künstlich niedrig zu rechnen”.

    Außerdem warf Heil der Arbeitsministerin vor, bei der Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils „viel Zeit vertrödelt” zu haben. Durch die Reform steige jetzt der Druck auf die Politik, einen flächendeckenden Mindestlohn einzuführen, so Heil. „Diese Regierung hat nicht begriffen, dass das Verfassungsgerichtsurteil ein Paradigmenwechsel für die Politik ist: Das Existenzminimum darf nicht politisch heruntergerechnet werden, es braucht eine klare Grundlage – und es ist offenbar höher zu veranschlagen als bisher. Wenn man dann das Lohnabstandsgebot einhalten will, geht das nur über einen gesetzlichen Mindestlohn.”

    Von ihrer Idee, eine Bildungschipkarte für Kinder aus Hartz-IV-Familien einzuführen, ist von der Leyen abgerückt. Eine andere Lösung dafür sieht sie offenbar in Formularen oder Gutscheinen bei Jobcentern. Die Politikerin besteht weiterhin darauf, einen Teil der Sozialhilfe als Sachleistungen auszuzahlen. Auch das beanstandet die Opposition: „Statt Kindern eine echte Teilhabe an Bildung zu ermöglichen, kommt sie nun mit dem alten Gutscheinsystem daher, das aus gutem Grund längst abgeschafft wurde”, sagte NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD). Mit Gutscheinen oder Bildungschipkarten würden Kinder aus Hartz-IV-Familien stigmatisiert.

    Dagegen gibt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, von der Leyen bei diesem Vorhaben Recht. Es sei richtig, auf Sachleistungen zu setzen und nicht immer gleich auf Bargeld. Allerdings machte er die Hoffnungen von Hartz-IV-Empfängern zunichte, dass sie künftig mit höheren Regelsätze rechnen könnten: „Manche reden schon von 400 Euro im Monat oder mehr. Dazu wird es nicht kommen”, sagte er den Dortmunder „Ruhr Nachrichten”. Eine Erhöhung sei auch nicht zwingend. „Unbedingt erforderlich ist, dass der Bildungsbedarf von Kindern künftig bei Hartz IV abgedeckt wird.”

    Am 20. Oktober soll das Kabinett einen Gesetzentwurf zur Hartz-IV-Reform beschließen. Die neuen Sätze sollen zum 1. Januar 2011 gelten.

    Was meinen Sie: Käme es mit dem Gesetzesentwurf von der Leyens tatsächlich zur einer echten, gerechten Hartz-IV-Reform? Oder wird bei der geplanten Neuregelung die Chance verpasst, Grundlegendes in der Republik zu ändern, beispielsweise die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns?

  4. Schön formuliert und leider viel zu wahr.
    Der Astronaut würde sich auch wundern, dass die Gesellschaft noch mehr abgestumpft ist und es keine höheren Werte mehr gibt. Hoffnung macht allerdings die letzte Umfrage unter Jugendlichen bei der Werte wie Familie einen erstaunlich hohen Stellenwert hatten. Die Natur läßt sich nunmal nicht weggendern ;) und gleichschalten.

  5. Das

    Gibt es nichts wichtigeres??? Was macht eigentlich Loddar?

  6. ZwischenAllenStühlen

    @schwarzrotgold:

    Die Natur kennt keine höheren Werte. Ganz im Gegenteil: (Höhere) Werte sind dazu da, als Bestandteil der Kultur einer Gesellschaft genau das zu tun: “Die Natur gleichschalten”. Was die Natur von sich aus macht, braucht keine höheren Werte. Natur ist unmoralisch. Gesellschaft baut auf Natur auf und steht immer in einem gewissen Spannungsverhältnis zu ihr. Kultur und Werte sind genau dazu da, in diesem Verhältnis Natur zu überformen und in gesellschaftliche Bahnen zu lenken. Und die Geschichte der Menschheit ist der klare Beweis dafür, das das geht (insofern haben Sie Unrecht). Das ist zwar nicht beliebig, d.h. mit “der Natur” geht längst nicht alles (insofern haben Sie recht). Aber “die Natur” zeichnet sich gerade durch ihre eine Vielzahl von Möglichkeiten eröffnende Vielfalt, ihre Formbarkeit, Anpassungsfähigkeit und Wandelbarkeit aus. Ganz so einfach ist es also mitnichten!

    Und mit den Werten? Naja, (individuelle) Freiheit ist ein solcher “höherer Wert”! Und dieser Wert findet in der menschlichen Natur eine äußerst stabile Basis. Meine Natur hat jedenfalls immer gejubelt, wenn ich diesen Wert gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Missachtung durch andere Menschen (z.B. Familie) verteidigt habe!

  7. @Schwarzrotgold,

    hast Du diese Umfrage selber gemacht? Hast Du Dir selber die Mühe gemacht, Dich mit Jugendlichen zu unterhalten?

    @Lars,

    Du hast ja völlig Paste&Copy gemacht. Von Yahoo abgeschrieben. Wo es das Startpost für deren Blog ist. Wo ist Deine eigene Meinung?

    ——–

    Es gibt auf diesem Planet schon noch Menschen, die an den alten Werten festhalten. Nur darf man bei der Suche eben nicht auf der Kö in Düsseldorf oder mitten in New York suchen. Aber südostasiatische Länder oder sogar immer noch viele Teile von Afrika wären da eine Wahl. Doch, das sind ja die Bösen, die so arm sind. Zu uns kommen wollen um unseren Sozialstaat abzuzocken…
    Ich habe diese Woche die Gelegenheit gehabt, mit 2 Menschen aus Afrika auf Augenhöhe zu sprechen. Und es ist sehr interessant, was man dann erfährt. Die finden selber inzwischen, daß Teile von Europa irgendwie kalt geworden sind. Und damit meine ich nicht das Wetter.
    Frühere Erfahrungen mit Südostasiaten bestätigen mir nur das, was ich diese Woche gelernt habe…
    Und ich kann nur sagen, je weiter weg Deutschland für mich geographisch war, desto weniger habe ich es vermißt. Die Leute dort rennen Dingen hinterher, die total unwichtig sind.
    All das, was man für kein Geld der Welt bekommen kann, schätzen sie nicht.

  8. Roy Lanek

    “Make Love and War.” (And drink beer.)

    [Sarcasm:] Still good. Plus, the Oktoberfest (see below) is
    getting the most distinguished, majestic coverage by rian.ru!!!

    Compare with:

    Iraq’s child mortality rate has increased by 150 percent since
    1990, when U.N. sanctions were first imposed. By 2008, only 50 percent of primary school-age children were attending class, down from 80 percent in 2005, and approximately 1,500 children were known to be held in detention facilities.

    In 2007, there were 5 million Iraqi orphans, according to
    official government statistics. More than 2 million Iraqis are
    refugees and almost 3 million internally displaced. 70 percent of Iraqis do not have access to potable water.

    Unemployment is as high as 50 percent officially, 70 percent
    unofficially. 43 percent of Iraqis live in abject poverty. 8
    million Iraqis require immediate emergency aid. 4 million people lack food and are in dire need of humanitarian assistance. 80 percent of Iraqis do not have access to effective sanitation. Religious minorities are on the verge of extinction.[4]

    In a recent Oxfam-designed survey, 33 percent of women had received no humanitarian assistance since 2003; 76 percent of widows did not receive a pension; 52 percent were unemployed; 55 percent had been displaced since 2003; and 55 percent had been subjected to violence – 25.4 percent to random street violence, 22 percent to domestic abuse, 14 percent to violence inflicted by militias, 10 percent to abuse or abduction, 9 percent to sexual
    abuse and 8 percent to violence inflicted by multinational
    forces.[5] Iraq has a dysfunctional parliament, rampant disease, an epidemic of mental illness, and sprawling slums. The killing of innocent people has become part of daily life.^1

    Oktoberfest Beer Rivers^2

    Interesting facts:

    * The world’s major beer festival (confirmed by the Guinness Book
    of Records)
    * Attended by some 6 million people
    * Around seven million liters beer are drunk
    * 1.5 million roast chicken and sausages, 84 bulls are eaten
    * 650 beer spots are open
    * Additional 363 souvenir shops are open
    * 200 attractions and concert halls work
    * 70’000 beer mugs are carried away by visitors

    1.
    http://www.globalresearch.ca/index.php?context=viewArticle&code=ADR20100919&articleId=21097

    2. http://www.en.rian.ru/infographics/20100920/160654586.html
    [roy: richly illustrated page, in the style encyclopedia - Snow Queen]

  9. @ZwischenAllenStühlen
    Ich meinte nicht das die Natur höhere Werte verkörpert, allerdings das zB Gendering widernatürlich ist und die Familie im Gegensatz zur gegenderten Gesellschaft sehr wohl einen höheren Wert darstellt.
    Das Du Familie nicht als solches siehst ist traurig, aber eine persönliche Sache. Glaube mir, Familie ist etwas sehr wichtiges, irgendwann wirst Du das verstehen. Und ja OK es gibt diese kaputten Familien, die sind natürlich eine Ausnahme und wahrscheinlich auch nur Symptom einer kaputten Gesellschaft. Wieviele Singles kennst Du, wieviele glückliche Familien? Familie ist leider “out”, dabei ist sie der kleinste Rahmen eines Zusammenlebens und Zusammenhalts!

    @MGC51
    Studie ist vom sächsischen Sozialministerium!
    http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/7694314.html
    Nicht immer gleich losmeckern ;)

  10. Steppenwolf

    Aus: „Zahltag, Junker Joschka!“
    (10-zeilige Artikelreihe von Jutta Ditfurth, 1999):

    Etwa 1986 überbrachte man mir das Ansinnen des US-Außenministeriums, mich “näher kennenlernen” zu wollen. Meine klare Abfuhr gefiel nicht, so nutzte man meinen Aufenthalt in Washington, wo ich auf Einladung einer Universität einen Vortrag über die deutsche Innen- und Außenpolitik hielt, für ungebetene Annäherungen. Es kam – unter Beobachtung der deutschen Abteilung der CIA – zu heftigen Auseinandersetzungen mit Vertretern des US-Militärs, des Außenministeriums und des Reaganschen Think-tanks: Ich griff z.B. die US-Außenpolitik in Nicaragua an und die Nato. Dennoch wurde ich aufgefordert, eine Studie über meine Partei zu erstellen. Ich lehnte ab, und mir wurde vorgehalten, daß zwei Grüne, einer davon Lukas Beckmann, ihre Arbeit bereits angeboten hatten.

  11. aribert

    Das Problem sind die Wahllisten .
    Das Problem fuer den Politiker ist nicht , dass er vom Waehler geliebt werden muss , sondern von der eigenen
    Partei .
    Das befoerdert Charaktereigenschaften bei den Politikern , die zu diesem Verwandlungskuenstlern fuehren .
    Die Leitung der Partei legt die Wahllisten fest und wer nicht passt wird elegant befoerdert , an die hinterste Stelle .
    Das ist weder politischer Wettbewerb , noch demokratisch .
    Gute Leute gibt es in allen Parteien .
    Das Zauberwort fuer den politischen muendigen Entscheider lautet : T R A N S P A R E N Z .
    Die herrschende Intransparenz gehoert zum Geschaeftsmodell dieses nichtreformfaehigen Systems
    und gehoert deshalb abgeschafft .

  12. ZwischenAllenStühlen

    @schwarzrotgold:

    Was das englische Wort “gender” bedeutet war mir soweit klar. Ausgehend von diesem Verständnis wäre für mich eine “gegenderte Gesellschaft” eine Gesellschaft, zu deren Grundmerkmalen es gehört, daß geschlechtsspezifische Rollen, Rechte, Pflichten, Normen, Zuschreibungen, Zwänge, Privilegien, etc. eine wesentliche oder dominierende Rolle spielen und über Kultur/Politik reproduziert/tradiert werden. Also so eine Art Geschlechter-Apartheid-Gesellschaft, in der der höhere Wert “Mensch” zurücktritt zugunsten separater Wertigkeiten “Frau” oder “Mann”. Das will ich auch nicht, sehe aber darin erstmal keinen grundsätzlichen Widerspruch zu Familie oder Natur. Bezüglich funktionaler Geschlechterrollen ist die Natur im Allgemeinen ausserordentlich flexibel, da gibt’s nichts was es nicht gibt. Und menschliche Gesellschaften haben ebenfalls gezeigt, daß die unterschiedlichsten Formen sozialer Geschlechtlichkeit auch über lange Zeit möglich sind. Von einer widernatürlichen sozialen Geschlechtlichkeit würde ich nur dann sprechen, wenn die sie reproduzierende Gesellschaft unter den gegebenen natürlichen Bedingungen gar nicht längerfristig existenzfähig ist. Also wenn die wie auch immer gegenderte oder entgenderte Gesellschaft mit und vor allem wegen ihrer geschlechtlichen Rollenverteilung gegenüber den sich durchaus auch gravierend ändernden natürlichen Bedingungen so grosse Widersprüche aufbaut, daß sie schlicht vor die Hunde geht, ausstirbt, sich abschafft.

    Und da sind wir auch schon ;-) bei der Familie. Der Wesenskern von Familie ist wohl die Eltern-Kind-Beziehung. Und da ist die Natur in der Tat weniger flexibel. Wenn es ein höchstes Prinzip, Gesetz oder was auch immer in der belebten Natur gibt, dann das: Mach genug Kinder und grab ihnen nicht das Wasser ab. Ich will ja nicht kindisch werden, aber Leben ist eben in allererster und -letzter Instanz der Zwang zu Überleben, sonst bleibt es halt nicht am Leben. Da nehme ich mir die Freiheit der Einsicht in die Notwendigkeit und ich bin gern bereit, diesen Zwang emphatisch zum höchsten Wert zu erklären. Die Natur zeigt uns auch recht gut, an wen sich diese unabänderliche Logik richtet: 1. die Population, 2. die Art, 3. die Biosphäre. Insofern könnte/würde ich dir zustimmen, daß dieser höchste Wert auch allen wichtig sein sollte und alle aufgefordert sind, dafür zu sorgen, daß die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht in diesem Sinne widernatürlich sind oder werden. Die natürlichen Adressaten sind grob gesagt Elterngenerationen gegenüber Folgegenerationen. Alle anderen hohen oder höheren Werte sollten in erster Linie zu diesem höchsten Wert in einer vernünftigen Beziehung stehen. Das heisst z.B. für “Familie” oder “individuelle Freiheit”, daß sie sich im Zweifelsfall unterordnen müssen.

    Familie als “kleinster Rahmen eines Zusammenlebens und Zusammenhalts” hat in der Natur wie auch in der Gesellschaft ihren Platz. Feine Sache das. Die meisten Menschen lieben ihre Kinder und kümmern sich um sie. Mach ich auch so, funktioniert! Das ist eben durch die Natur so tief eingraviert, daß ich es nicht substanziell gefährdet seh’. Gefühlsmässig erscheint es mir erstmal merkwürdig oder bedenklich, wenn wir dafür sozusagen “extra” eine höheren Wert brauchen. Aber okay, hat schon ‘n gewissen Sinn. Das ist aber echt das Allermindeste, der wahrlich kleinste Rahmen, so wichtig oder nötig er auch sein mag. Deswegen kann ich die wieder zunehmende “Wert”-Orientierung auf Familie nicht so recht bejubeln. Das erscheint mir eher als Symptom einer kaputten Gesellschaft, daß wir in einer regressiven Bewegung das Menschliche, Soziale in immer kleiner werdenden Rahmen suchen müssen. “Familie ist leider „out“” ist demgegenüber erstmal eher das Symptom gesellschaftlicher Besserung! Auf Gedeih und Verderb nur oder hauptsächlich auf die Familie angewiesen zu sein ist im Allgemeinen eher das Schicksal von Menschen unter miesen gesellschaftlichen Bedingungen. Denen bleibt im Zweifelsfall eben gar nichts anderes übrig als diesem höheren Wert zu folgen. Ich finde, Familie wird eigentlich erst so richtig schön, wenn ihr nicht einfach nur der blanke Zwang sozialer/ökonomischer/politischer Verhältnisse zu Grunde liegt, oder? Aber was hat das ganze mit Gendering zu tun? Nochmal bei Wikipedia nachgeschaut – Nun gut: Gleichstellung/Gleichberechtigung/Gleichwertigkeit von Mann und Frau in der Gesellschaft – und? Widernatürlich wäre es, von Männern das gebähren und säugen von Kindern zu verlangen. Aber sorry, falls das irgendwer meint – das kann ich nicht ernst nehmen. Oder sollte ich etwa fahrlässig den höheren Wert Familie geschädigt haben, als ich als Vater meinem Kind die Windeln gewechselt, Brei zubereitet oder die Wäsche gewaschen habe?
    Sorry, das’s so lang geworden ist!

  13. ZwischenAllenStühlen

    Zur Entspannung hier noch was Lustiges zum Thema Gendering, aus der wundersamen Welt der VolksvertreterInnen. :-) Keine Idee ist so vernünftig, daß sie nicht durch unsinnige, extremistische Interpretation ad absurdum geführt werden könnte. Geschlechtsspezifische Fahrradrahmen auf Verkehrsschildern:

    http://sprusko.blogspot.com/2010/09/keine-wertarbeit-nirgends-577.html

    Männer weinen nicht, oder? Aber mir kommen die Tränen vor Lachen! ;-)

  14. @ZwischenAllenStühlen
    Kann Dir nicht widersprechen, allerdings stößt mir das staatliche gelenkte Gendering auf, dass immer mehr dazu führt, dass (natürliche) Unterschiede beseitigt werden und Kindern ihre Geschlechterrolle bewußt ausgeredet wird. Da gibt es einige Beispiele. http://www.youtube.com/watch?v=4DdN7g0MTqU&feature=player_embedded Mehr müsste ich jetzt raussuchen, aber es gab einiges zum Kopfschütteln, dabei ist es nun einmal Tatsache, dass Jungs Autos und Mädchen Puppen lieben (Ausnahmen bestätigen die Regel) Jungst mögen blau, Mädchen rosa. Sobald diese an und für sich natürlichen Dinge versucht werden, durch Regeln geändert zu werden, beginnt das von mir gemeinte Gendering.

    Noch ein Beispiel zum Wert Familie (auch wenn mir das jetzt Minuspunkte einbringt): Homosexualität – steht im Widerspruch zur Familie und würde (ins extrem gezogen) eine Gesellschaft auslöschen. Nun habe ich kein Problem damit, dass jeder nach seiner Fasson glücklich werden soll, aber warum Homosexualität öffentlich zelebriert werden muß kann nich nicht verstehen. Vor kurzem hatte ich gelesen, dass in der Erziehung im Kindergarten und Grundschulen, bewußt der Weg zur Homosexualität dargestellt werden soll, als etwas letztlich gute. Ich möchte das nicht werten, das steht keinem zu, aber es ist aus gesellschaftlicher Sicht nicht in Ordnung.

    Und gerade die Grünen (und hier komme ich wieder zum Ausgangsbeitrag) sind die Genderer und Homoehen-feierer schlechthin.

  15. @ schwarzrotgold:

    “Vor kurzem hatte ich gelesen, dass in der Erziehung im Kindergarten und Grundschulen, bewußt der Weg zur Homosexualität dargestellt werden soll, als etwas letztlich gute.”

    Damit nicht genug.

    In Holland ist man schon soweit, die Kinder diesbezüglich zu indokrinieren und nennt das “Toleranztest”:

    “Homo-Eltern in Hollands Schulbüchern
    Die Niederländer waren weltweite Vorreiter in Sachen Homo-Ehe und Adoption von Kindern durch Schwule und Lesben. Nun gehen sie einen Schritt weiter: Homosexuelle tauchen in Schulbüchern auf. Konservative sind entsetzt. von Thomas Burmeister

    Papa und Papa kaufen ein Meerschweinchen. Die Zoohandlung gibt auf den Preis von 17,95 Euro einen Rabatt von 20 Prozent. Wie viel müssen Jans Väter bezahlen? So oder ähnlich werden künftig Aufgaben in niederländischen Mathematik-Lehrbüchern lauten. Auch in Erdkunde, Fremdsprachen und anderen Fächern soll an Hollands Schulen nicht mehr an der Realität homosexueller Paare und Eltern vorbeiunterrichtet werden.”

    http://www.ftd.de/lifestyle/:toleranztest-homo-eltern-in-hollands-schulbuechern/50154981.html

    Ich frage mich, wann hier Homosexualität zur Pflicht gemacht wird, um “dazuzugehören”.
    Ein Verwandter meines Mannes, keinesfalls religiös, fragte kopfschüttelnd, was wir denn für einen komischen Außenminister hätten, dass der sogar seinen Freund “heiratet”, und ob die Türkei das zu akzeptieren habe, wenn sie in die EU will. Abgesehen davon, dass m.Meinung nach die Türkei da gar nicht reinsoll (anderes Thema), muss man sich als Deutscher im Ausland für eine solche “Führung” geradezu schämen.

  16. katharina

    @fatimaoezoguz

    Vor drei Jahren hat sich ein 17jähriger Schüler von mir vor den Zug geworfen. Er stammte aus einer türkischstämmigen Familie und konnte derselben seine Homosexualität in keiner Weise mitteilen geschweige denn verständlich machen. Wer sollte sich hier jetzt schämen?

  17. @Katharina: Ich verstehe jetzt den Zusammenhang nicht. Wenn sich einer vor den zug wirft – was schon schlimm genug ist – warum muss man dann Homosexualität als das Nonplusultra propagieren?

  18. ribi

    fatima: ich mag sie, aber ich würde mich als türke schämen, eine führung zu haben, welche im ausland zur nicht-integration aufruft- und einen mp hat, der versucht, die clevere trennung von religion und staat zu zerstören! westerwelle hat einige schlechte seiten, ihr seht nur die sexualität bei ihm! sie sind keine türkin, deshalb ist der bekannte gemeint!

  19. juergenelsaesser

    ribi: Wie ignorant sind Sie eigentlich? hat fatima nicht x-mal auf diesem blog erklärt, dass sie keine Türkin ist, sondern Deutsche, und das von Geburt an?!! Geht das ENDLICH in ihren Quadratschädel rein?

  20. Ribi: Abgesehen davon, dass der Beweis dafür , dass Erdogan das so gesagt hat, noch aussteht:

    Und welches Staatssystem die Türken “clever” finden, müssen wir doch ihnen überlassen, oder? Übrigens hat Erdogan selbst bei säkular eingestellten Türken viele Sympathien.

  21. katharina

    @fatimaoezoguz

    Gerne schildere ich Ihnen, wo ich den Zusammenhang sehe:

    Guido Westerwelle disqualifiziert sich auf allen möglichen Gebieten, als Parteivorsitzender der FDP und nicht zuletzt als Außenminister auf vielfältige Weise.
    Was seine sexuelle Orientierung angeht, tut er jedoch meiner Wahrnehmung nach, genau das, was Sie von Homosexuellen – die Sie ja, wenn ich mich richtig erinnere, irgendwie nicht prinzipiell ablehnen? – einfordern: er stellt sich und seinen Partner nicht zur Schau, er trennt das Private vom Beruflichen, er heiratet in aller Stille und ohne großes Getöse, er tanzt nicht auf irgendeinem Christopher Street Day, er küsst nicht in der Öffentlichkeit usw. Insofern weiß ich nicht, was es da in Bezug auf seine Homosexualität zu “schämen” geben soll.

    Was meinen ersten Beitrag angeht: die tief verwurzelte Ablehnung von Homosexualität quält in vielen muslimischen Familien diejenigen Familienmitglieder, die diese sexuelle Orientierung bei sich feststellen. Wenn dies zur Suiziden führt, sollte sich meiner Meinung nach, die jeweilige Familie “schämen” und zwar weil sie einem ihrer Mitglieder das Leben so schwer gemacht hat, dass er sich dasselbe genommen hat.

  22. individualist

    @fatima:

    sie haben da einige punkte genannt, die ich eigentlich auch so sehe. mit der modischen homosexualität. ich habe in meinem bekanntenkreis, und auch bei entfernteren leuten, oft meine ansicht zu dem thema geäußert, und wurde darauf als “intolerant”, unmodern, und uncool beschimpft. es ist katastrophal, wenn die jugendlichen und junge erwachsene in meinem alter nur noch die “spielregeln ” der “neuen weltordnung” kennen und ich kriege schon manchmal richtig horror vor der zukunft und den generationen, die da angezüchtet werden. HORROR.

  23. ribi

    lieber jürgen: lesen sie doch mal den text von mir durch. ich meine ihren( fatimas) bekannten!lese ich einen text nicht zu ende, besteht das problem, das missverständnisse auftauchen!

    katharina: es kann nicht genug engagierte lehrerinnen geben. insbesondere unter weiblichen, aber natürlich nicht nur, lehrkräften kommt es oft vor, dass weit über die normale arbeit hinaus gefühl, verstand und einsatz gezeigt wird!

  24. “lieber jürgen: lesen sie doch mal den text von mir durch. ich meine ihren( fatimas) bekannten!lese ich einen text nicht zu ende, besteht das problem, das missverständnisse auftauchen!”

    Tja, wo er ribi Recht hat, hat er Recht. Auch wenns nett gemeint war von Ihnen, Herr Elsässer…ich habe nichts dazu gesagt, weil ich annahm, Sie haben es auf ribis Anregung hin nacheditiert.
    Leider verführen Blogs / Foren zum oberflächlichen Lesen, das stelle ich bei mir auch oft fest.
    zum Thema: Es geht mir nicht um Einzelschicksale, sondern darum, dass H. zunehmend als etwas besonders Erstrebenswertes dargestellt ist, liebe Katharina, und das zerstört auf Dauer die Familie. Ich schaue ja gerne Krimis. Und in letzter Zeit stelle ich vermehrt fest, dass da immer irgendwas von Homosexualität erwähnt wird, auch wenn es völlig am Rande ist und mit der eigentlichen Handlung gar nichts zu tun hat, und das kommt mir halt nicht so ganz “koscher” vor.

  25. juergenelsaesser

    ribi: Ich bitte um Entschuldigung, Sie haben Recht!

  26. katharina

    @fatima oeoguz

    Sie gründen ihre generellen Gesellschaftsprognosen auf den Inhalten von Krimiserien. Kann ich gut verstehen. Geht mir genauso! Und wissen Sie was: in den Krimis die ich so gucke, stammen die richtig Bösen immer aus Russland, Serbien oder dem Baltikum, nie aus dem Iran oder der Türkei. Sie sind allesamt sowas von heterosexuell und überhaupt nicht religiös. Und deren Familien sind wirklich in Takt. Muss ich sagen. Es wird gemordet und gedealt für das Wohl der Familie! Also wenn schon nicht religiös, dann wenigstens heterosexuell! Oder so ähnlich…

    Übrigens, Frau Oezoguz (und nun ohne jede Satire), mir geht es immer um Einzelschicksale.

  27. @Katharina:

    Da schauen Sie wohl andere Krimis als ich. Ich habe nur einen einzigen Film gesehen, wo ein Serbe die Hauptrolle spielte.
    in denen, die, die ich meine, sind alle Protagonisten, Täter, Opfer, Zeugen usw. rein deutsch. Und ganz nebenbei, dass man es kaum merkt, kommt Homosexualität zur Sprache.

  28. ribi

    jürgen: ist in ordnung, hätte ich fatima als ausländerin bezeichnet, wäre ihr angriff übrigens in ordnung gewesen!aber auch ich verstehe, wenn die dame 100-mal erklärt, dass sie deutsche ist. teilweise tat sie es ziemlich heftig, mag gründe haben!

    fatima u. katharina: seht nicht so viele krimis oder lest nicht so viele, sonst r müssen euch eure männer beruhigen( spass!!!!!!!!!!!!!!!!!)

    fatima: ich sehe keine hervorhebung der homo-beziehungen, eher eine normalisierung!jeder mah aber einen anderen blickwinkel haben!ich sehe die liebe zum eigenen geschlecht auch nicht als etwas erstrebenswertes, aber auch nicht als etwas, das sich ändert lässt! die niedrige geburtenrate in der brd dürfte wohl kaum daher rühren!!zu den krimis: ich bemerke eher einen trend zur weiblichen ermittlerin. als mann denke ich, da gibt es schlimmeres!!

  29. ZwischenAllenStühlen

    @schwarzrotgold:

    “stößt mir das staatliche gelenkte Gendering auf, dass immer mehr dazu führt, dass (natürliche) Unterschiede beseitigt werden und Kindern ihre Geschlechterrolle bewußt ausgeredet wird.”

    Ein kleines Bäuerchen soll mir recht sein ;-) Aber wie kommst Du auf die Idee, daß es überhaupt möglich wäre, mit ein paar staatlichen Maßnahmen natürliche Unterschiede zu beseitigen? Völlig ausgeschlossen! Natürliche, wesentliche Unterschiede kann selbst der totalste, repressivste Staat nicht beseitigen. Geschlechterrollen, also soziale, gesellschaftliche Ideen, wie ein Mann oder eine Frau sind oder sein sollen, ergeben sich ja erst aus der Sozialisation. Ich kann nicht sehen, wie und wo denn Kindern irgendwas bewusst ausgeredet wird. Die blosse Erwähnung oder Darstellung der Tatsache, daß eine Frau nicht nur Krankenschwester, sondern auch Kanzlerin sein kann oder daß nichts dagegen spricht, wenn ein Mann gern “Krankenbruder” werden möchte vollzieht doch nur nach, was in (fast) allen Bereichen der Gesellschaft schon Wirklichkeit ist. Die Vermeidung von (un)bewusstem Einreden ist noch längst kein bewusstes Ausreden. Kein Grund zu Panik oder auch nur ernsthafter Sorge!

    “dabei ist es nun einmal Tatsache, dass Jungs Autos und Mädchen Puppen lieben (Ausnahmen bestätigen die Regel) Jungs mögen blau, Mädchen rosa. Sobald diese an und für sich natürlichen Dinge”

    Ehrlich, es fällt mir schwer, das ernst zu nehmen. Was um Himmels Willen weiss die Natur denn über Autos? Ne Puppe ist erstmal ne Puppe, auch wenn sie sich Action-Figur nennt. Und ist es nicht ziemlich Wurst, welche Farbe(n) ein Mensch mag? Es gibt Farbpsychologie und Farben wirken auf unser Gemüt/Unterbewusstsein. Deswegen sind unsere Ampeln rot und grün – für beide Geschlechter. Sollen wir jetzt Ampeln “gendern”? Für die Blau/Rosa-These bräuchte ich schon empirisches/statistisches/wissenschaftliches Material, das diese Idee für männliche/weibliche Kinder unabhängig von Kontinent, Kultur usw. belegt. Und selbst wenn da ein nennenswerter Unterschied herauskäme (undenkbar ist das nicht), kann er nicht besonders wichtig sein. Die Menschen haben 100.000 Jahre im Allgemeinen weder blau noch rosa gehabt, weder für Jungs, noch für Mädchen. Wir haben’s überlebt! ;-)

    “Noch ein Beispiel zum Wert Familie (auch wenn mir das jetzt Minuspunkte einbringt): Homosexualität – steht im Widerspruch zur Familie und würde (ins extrem gezogen) eine Gesellschaft auslöschen.”

    Na, ob’s einen Widerspruch zu Familie darstellt, da bin ich mir nicht so sicher (siehe schwule/lesbische Päärchen und Eltern). Single sein ist aber auf jeden Fall ein viel größerer Widerspruch zu Familie! Ein nennenswerter Widerspruch besteht zur Fortpflanzung. Der besteht allerdings beim Single-Sein auch. Im Gegensatz zum Single-Sein gibt’s aber bei Homosexualität nichts zu ziehen, schon gar nicht ins extreme. Homosexualität ist weder ansteckend noch anerziehbar! Und die Natur hat damit offensichtlich auch keine grösseren Schwierigkeiten. Entwarnung! Kein Problem!

    Das aus meiner Sicht einzig nennenswerte Problem ist eine dauerhaft zu niedrige Geburtenrate. Das ist dann wirklich ein Widerspruch zu Natur. Den Lösungsansatz sehe ich dabei aber nicht darin, daß man auf bewusst/gewollt Kinderlose los geht oder eine individuelle Gebährpflicht ausruft. Die Rate, die Summe muss stimmen! Wie sich das verteilt ist schon weniger wichtig, obwohl ich ein extremes Ungleichgewicht nicht begrüssen würde. Ohne ins Detail zu gehen, habe ich aber auch da vollstes Vertrauen in die Natur: Wenn die gesellschaftlichen Bedingungen/Voraussetzungen stimmen, geht das den richtigen Weg! Das hat ja sogar die DDR hingekriegt!

  30. ZwischenAllenStühlen

    @fatimaoezoguz:

    “In Holland ist man schon soweit, die Kinder diesbezüglich zu indokrinieren und nennt das „Toleranztest“”

    Nein, tut man nicht! Habe die angegebene Quelle gelesen. Die “Financial Times Deutschland” bzw. ihr Autor Thomas Burmeister nenne das “Toleranztest”.

    “Ich frage mich, wann hier Homosexualität zur Pflicht gemacht wird, um „dazuzugehören“.”

    Einfache Antwort: NIE! Wäre ja völliger Blödsinn! Das wird noch nicht mal auf dem Christopher Street Day zur Pflicht gemacht.

    “Ein Verwandter meines Mannes, keinesfalls religiös, fragte kopfschüttelnd, was wir denn für einen komischen Außenminister hätten, dass der sogar seinen Freund „heiratet“, und ob die Türkei das zu akzeptieren habe, wenn sie in die EU will.”

    Einfache Antwort: JA! Mit oder ohne EU. In den internationalen Beziehungen wird es auch weiterhin kein Vetorecht gegenüber Familienstand oder sexueller Orientierung von Ministern oder sonstigen Repräsentanten geben ;-)

    “Abgesehen davon, dass m.Meinung nach die Türkei da gar nicht reinsoll…”

    Sehe ich auch so.

  31. Jetzt fängt man auch an, das auf Muslime hin auszuweiten, wie im Film “Shahada”:

    Qurbani erzählt drei Geschichten auf einmal – lose miteinander verknüpft, indem die drei Protagonisten alle die Berliner Moschee des liberalen Geistlichen Vedat (Vedat Erincin) besuchen. Sonst haben sie wenig miteinander zu tun: Vedats Tochter Maryam (Maryam Zaree), ein gut gelauntes Partymädchen, das sich nach einer Abtreibung zur fundamentalistischen Glaubenskriegerin zu wandeln scheint; der junge Nigerianer Samir (Jeremias Acheampong), der damit klarkommen muss, dass er sich in seinen Arbeitskollegen Daniel (Sergej Moya) verliebt hat; und der Polizist Ismail (Carlo Ljubek), der mit Frau und Kind das perfekt integrierte Leben lebt, bis ihm die Frau begegnet, die er vor Jahren einmal versehentlich angeschossen hat.

    http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,720283,00.html

    So will man uns also “integrieren”. Ohne mich!

  32. Roy Lanek

    [scherzoso, ma non troppo] Juergen Elsaesser = hyperrealist … I am tempted to say: Hyperrealism artist, in contrast to the (Israeli) infamous *art students* :-)

    i) Osama Bin Laden Raises Terror Threat Level To Green^1,2

    ii) go to http://www.floridaoilspilllaw.com/, the *authoritative* site on the Gulf of Mexico oil spill (I am following the URL since months). There, you can observe (scientifically correct, perfectly plausible and even expected) remarks on DNA mutations (microbes, fishes, etc.) daily, at times, hourly.

    Hmmm. Does it not, after the *flops* of SARS and influenza, make a *wonderful alibi* for the sudden apparition of a (*design*) super-bug, or killer virus in … ?!, I don’t know, say one-two years, when BP will have a maximum of chances to successfully challenge legal responsibilities for it?

    Let’s recall that virus are at a pre-stadium of the living beings, and that they are different from, e.g., microbes; meaning that BP could say: — hey, we are not to blame for mutated virus — (or: — oh yes?, prove it — as the minimum).

    Also let’s not forget that geological fractures etc. do not develop, manifest themselves in the order of the days generally.

    1. where green = *Gruen*, as in *Die Grünen: Make Love AND War*

    2.
    http://911blogger.com/news/2010-10-01/osama-bin-laden-raises-terror-threat-level-green
    Glenn Zarmanov
    10/01/10
    WeAreChangeNewJersey.COM

    [T]he enemy of America seems to pop up conveniently whenever the government is hyping national defense or the need to pass new carbon tax legislation. It’s an interesting coincidence that these two agendas should coincide in the form of Osama Bin Laden’s latest warning, which as usual has not been confirmed to be really him.

    http://www.msnbc.msn.com/id/39454620/ns/world_news-mideastn_africa/
    10/1/2010 7:13:39 AM ET [B]in Laden an environmentalist? Tape says so Al-Qaida leader proclaims that climate change is worse than war

    CAIRO — [A]l-Qaida has released a new audio tape of Osama bin Laden in which the leader of the terror network calls for the creation of a relief body to aid Muslims harmed in natural disasters and wars. In a copy of the message provided by the U.S.-based SITE Intelligence Group, bin Laden also criticizes governments in Muslim countries for spending more money on armies than on their citizens.

    [T]he message was approximately 11 minutes long and was included in a video showing still images of bin Laden and images of natural disasters, the SITE institute said.

    “[T]he number of victims caused by climate change is very big … bigger than the victims of wars,” the voice on the audio tape said according to the AFP news agency.

    [T]he tape comes after similar messages from al-Qaida figures that accused the Pakistani government of failing to provide for its people after massive floods in the country killed hundreds and left some 8 million people homeless.

    [T]he authenticity of the tape could not be immediately verified. [roy: "immediately verified," 8-) ]

  33. Roy Lanek

    – continued –

    http://www.waynemadsenreport.com/
    October 4, 2010

    [W]hat do the global banking shysters do when workers protest in streets throughout Europe? They bring out the phony “Al Qaeda” terrorist threat. Fear is the only weapon of the oppressors. The only way to fight back is to make the oligarchs fearful. Instead of waving teabags in the US, people everywhere should wave nooses outside the oligarchs’ homes, clubs, and offices.

    Where waynemadsenreport.com is referring to:

    http://www.guardian.co.uk/world/2010/oct/03/european-travel-advice-terror-threat
    Britain upgrades European travel advice due to rise in terror
    threat
    Sunday 3 October 2010

    [T]heresa May reiterates US advice to citizens travelling in
    Europe, warning of ‘high terror threat’ in Germany and France [...]

    Etc.

  34. Wahrscheinlich ist es egal, wie viel Gutes man erreichen will, da es zu allem auch schlechte Seiten gibt, die man dadurch förmlich anzieht und andere darüber herfallen. Von daher lässt sich über alles diskutieren, ob gut oder schlecht oder beides.




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