Elsässers Blog

16.10. Berlin: Wer schoss MH17 ab? Mit Wolfgang Eggert. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54/55, 19 Uhr

Raus aus dem Euro: So geht’s!

Think Tank der Bundesregierung spielt Szenarien durch. Von Jürgen Elsässer


Die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) gehört zu den wichtigsten Think Tanks der Bundesregierung. Umso bemerkenswerter, wie cool die Experten in einer neuen Studie mögliche Krisenszenarien für bankrotte Euro-Staaten durchspielen. Eines davon ist die Wiedereinführung nationaler Währungen, und zwar aus purer Not und sozusagen im Handgemenge. Da das pdf-Dokument kein copy und past zulässt, will ich es mal kurz zusammenfassen: Demnach kündigt das betroffene Land nicht die Mitgliedschaft in der Euro-Zone, sondern stoppt “nur” die Bedienung ausländischer Schulden. In der Folge und zur Strafe hat das Land keinen Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten mehr. Um wenigstens die inländischen Kosten – etwa die Löhne für Staatsbedenstete, Energie für Krankenhäuser etc. – bezahlen zu können, führt   die Regierung quasi als Notgeld eine eigene Papierwährung ein, praktischer Weise unter dem Namen der nationalen Vor-Euro-Währung. Der Euro gilt weiter als Tauschmittel der Reichen, Staat und Normalos zahlen wieder mit nationalem Geld.

Griechenland könnte schon bald gezwungen sein, diesen Weg zu gehen: Wie von Euro-Kritikern vorhergesagt, kämpft das Land nicht trotz, sondern WEGEN der “Erfolge” bei der Haushaltssanierung mit einem sich verschärfenden wirtschaftlichen Einbruch. Griechenland spart sich kaputt, unter dem Diktat von Brüssel und dem IWF! Welt-Online schreibt: “Von April bis Juni schrumpfte die Wirtschaft im Vergleich zum Vorquartal um weitere 1,5 Prozent, teilte die staatliche Statistikbehörde am Donnerstag in Athen mit. In den beiden Quartalen zuvor war die Wirtschaftsleistung jeweils um 0,8 Prozent zurückgegangen. Die neuen Zahlen legen nahe, dass die Wirtschaft 2010 insgesamt stärker einbrechen könnte als um die bisher von der Regierung vorausgesagten vier Prozent. (…)  Die Arbeitslosigkeit lag neuen Zahlen der Statistikbehörde zufolge bereits im Mai bei 12 Prozent – vor einem Jahr waren es 8,5 Prozent. Insgesamt sind mehr als 600 000 Menschen arbeitslos. Auch im Handel verschärft sich die Rezession. Dem griechischen Einzelhandelsverband ESEE zufolge lagen die Umsätze im wichtigen Sommerschlussverkauf der vergangenen Wochen noch einmal zwölf Prozent unter den ohnehin schon schlechten Zahlen von 2009. In einigen Stadtteilen von Athen habe mittlerweile ein Viertel der Einzelhandelsgeschäfte geschlossen, so der Verband. Giorgos Kasimatis, Präsident der Handelskammer der wirtschaftlichen wichtigen Hafenstadt Piräus, sagte der Zeitung Kathimerini, mehr als 100 000 griechische Geschäfte könnten schließen und bis zu 150 000 Arbeitsplätze verloren gehen. Das würde die Arbeitslosigkeit um weitere drei Prozent steigen lassen.”

Fazit: Die EURO-Krise geht weiter. NICHTS IST GELÖST! Die Wechselkurse zu Yen und Dollar fallen schon wieder.

Deshalb: Kommt zur Volksini-Aktionskonferenz “DER EURO VOR DEM ZUSAMMENBRUCH – WEGE AUS DER GEFAHR” mit Hankel, Schachtschneider, Otte, Mross, Farage und anderen am 25. 9. – Anmeldung JETZT unter http://www.euro-konferenz.de !

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16 Responses

  1. Roy Lanek sagt:

    x J.E.

    Because your time is valuable ;)

    Try to import the PDF document into a cross-platform word
    processor such abiword, or OpenOffice.org; then you can
    copy-paste. (I have tried with abiword, on Linux, and it works — actually there is no warranty that the trick ALWAYS works.)

    Beware also that those who have produced the document, and have disabled copy-paste, have done so intentionally very likely => caveat emptor.

  2. armin sagt:

    Habe das pdf-dokument gerade auf

    http://finkenwarderbote.blogspot.com/p/downloads.html

    reingelstellt.

  3. Beeskow sagt:

    Oder andersherum:
    Euro und EZB bleiben bestehen, der Euro wird wichtiger Funktionen beraubt wie Börsenfähigkeit, Kapitalbildung, Grunderwerb, Erwerb bestimmter Luxusgüter, EU-Außenhandelsfähigkeit u.v.a.m. . Wird damit zu so etwas wie ein allgemeiner Warenbezugsschein.
    In konzertierter Aktion kreieren EZB, Fed und BoE einen New Euro, New Dollar und New GPD mit einer neuen supranationalen Kontrallinstanz. Um die “Unabhängigkeit” des neuen Geldes zu prätendieren, behalten die “drei” Währungen ihren Namen, werden aber fest aneinander gekoppelt. Das Ausgabegebiet muss nicht mit den Nationalstaaten übereinstimmen. Eintausch des New Moneey nur gegen Kapital, Grund und Boden etc. pp. oder zu horrenden Kursen gegn die Altwährung.
    Damit gewönne der Westen seine Schlagkraft gegnüber dem sich herausbildendem asiatischen Markt zurück und könnte zum “Letzten Gefecht” blasen.

  4. Wolf Thom sagt:

    http://www.steinbergrecherche.com/

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,712524,00.html

    18.08.2010
    Umfrage
    Neun von zehn Deutschen fordern neue Wirtschaftsordnung

    ddp
    Graffito an Hauswand in Bayern: Eine Mehrheit der Deutschen sieht es genauso
    Die Krise scheint überwunden, doch sie hat die Einstellung der Deutschen nachhaltig verändert: Eine große Mehrheit sieht den Kapitalismus laut einer Umfrage inzwischen äußerst skeptisch – und sehnt sich nach einer neuen Wirtschaftsordnung.

    Hamburg – Es sind bemerkenswerte Zahlen: 88 Prozent der Deutschen wünschen sich eine “neue Wirtschaftsordnung”. Der Kapitalismus sorge weder für einen “sozialen Ausgleich in der Gesellschaft” noch für den “Schutz der Umwelt” oder einen “sorgfältigen Umgang mit den Ressourcen”. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ergeben, aus der die “Zeit” zitiert.

    18.08.2010
    Absturz der griechischen Wirtschaft
    Erst Depression, dann Explosion
    Von Corinna Jessen, Athen

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,712089,00.html

    16.08.2010
    Wohlfahrt
    Auf dem Weg nach unten
    Von Thomas Schulz

    Fotostrecke: 12 Bilder
    APWährend sich Amerikas Superreiche selbst dafür feiern, dass sie Milliarden spenden, geht es dem Rest des Landes schlechter denn je. Selten zuvor hatte die USA so viele Langzeitarbeitslose. Die Kluft zwischen den Ärmsten und der Spitze der Gesellschaft hat sich dramatisch geöffnet.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,711867,00.html

  5. Radi sagt:

    soeben ist der zweite offene Brief an die Bundesregierung von Prof. Hankel bei mir eingetroffen. Prof. Hankel hat ja zusammen mit Prof. Schachtschneider und Prof. Starbatty Verfassungsklage gegen die Gesetztesverstöße bezüglich Griechenlands gegen das sozialistisch, globalistische Merkelregime eingereicht.
    Hier:

    viele Grüße

    Radi

  6. Roy Lanek sagt:

    Apropos Greece & Papandreou [with reference older intros & replies]:

    http://www2.irna.ir/fr/news/view/menu-306/1008186543214640.htm

    Le président grec ne reçoit pas Benjamin Netanyahu
    Téhéran.Irna.18 Août 2010

    Le président de la République grecque, Carolos Papoulias n’a pas reçu le Premier ministre du régime israélien Benjamin Netanyahu, dans le cadre de sa visite en Grèce pour montrer son opposition au régime israélien.

    Benjamin Netanyahu qui est arrivé lundi à Athènes a rencontré le premier ministre Georges Papandreou et le leader du parti de droite, Nouvelle démocratie, eux seuls ont accepté de s’entretenir avec le premier ministre extrémiste du régime de Tel-Aviv, alors que la plupart des dirigeants des partis d’opposition en Grèce ont également refusé de rencontrer le premier ministre du régime israélien, arrivé lundi en Grèce, suscitant la colère et l’indignation des citoyens de ce pays.

    Etc.

  7. Wolf Thom sagt:

    http://www.jungewelt.de/2010/08-19/044.php

    19.08.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9Inhalt

    ——————————————————————————–

    Eine Frage der Leere
    Unter Beschuß von IWF und EU: Selbst zaghafte deutsche Maßnahmen zur Finanzmarktregulierung ziehen Sperrfeuer auf sich
    Von Dieter Schubert

    Was ist denn jetzt passiert? Aktienhändler an New Yorker Börse verfolgt Anfang August die Kursentwicklung
    Foto: AP
    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat das deutsche Verbot von ungedeckten Leerverkäufen kritisiert. Nach dieser Maßnahme der BRD habe sich »die Effizienz und die Qualität der Märkte deutlich verschlechtert«, heißt es in einem am Montag in Washington veröffentlichten Bericht des Fonds, den dieser im Auftrag der EU-Kommission erstellt hat. Auch ein künftiges europaweites Verbot werde nur wenig positive Effekte bringen, schlußfolgerten die IWF-Experten. Die Wahrscheinlichkeit sei sehr hoch, daß mit Finanzinnovationen – also undurchsichtigen Konstrukten der Banken und Broker – auch ein solch großflächiges Verbot umgangen werde.

    Das klingt wie ein Appell, den Waldbrand nicht zu löschen, bis alle Feuerwehrleute der Welt vor Ort sind, und die Flammen außerdem ja ohnehin bald wieder neu auflodern würden. Und es ist eine bewährte Argumentation zur Verhinderung jeglicher wirksamer Regulierung der Zockerindustrie. »Nationale Alleingänge wirken in hochintegrierten Märkten unnötig verzerrend und ungenügend«, zitierte das Handelsblatt am Dienstag aus dem IWF-Papier.

    Um dem außer Kontrolle befindliche Finanzkapital das weitere ungehemmte Spekulieren und Manipulieren wenigstens zu erschweren, wäre es schon wünschenswert, daß Regierungen weltweit koordiniert dagegen vorgehen. Allerdings entspringt dieser Wunsch einer gewissen Naivität im Hinblick auf die ökonomischen Interessen von Staaten und Staatengruppen.

  8. Wolf Thom sagt:

    Nicht aufzuhalten – virtuelles Geld!
    19.8.2010 von MM.

    Prepaid-Kreditkarte erlaubt unkompliziertes und sicheres Einkaufen

    PAYANGO Prepaid Visa Card beliebt nicht nur bei Jugendlichen

    http://www.deutscher-freiwirtschaftsbund.de/

  9. Wolf Thom sagt:

    Montagsdemo-Splitter vom 16. August 2010: Weitere Feiern zu “Sechs Jahre Montagsdemo”
    19.08.10 – 150 Menschen feierten auf dem Marienplatz in München mit “Musik, dem bewährten offenen Mikrofon, Leckereien, Sekt und als besonderem ‘Schmankerl’ der Versteigerung eines T-Shirts mit Unterschriften der Profis von ‘1860 München’, gespendet von ‘unserem’ ehemaligen 1860er Spieler Fredi, der nach Kräften die Montagsdemo unterstützt”.

    http://www.rf-news.de/2010/kw33/montagsdemo-splitter-vom-16.-august-2010-weitere-feiern-zu-sechs-jahre-montagsdemo

  10. Wolf Thom sagt:

    http://www.jungewelt.de/2010/08-20/003.php

    20.08.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9Inhalt

    ——————————————————————————–

    USA am Wendepunkt
    Wirtschaftliche Schwäche, Erwerbslosigkeit, schwacher Dollar und Schuldenberge bedrohen die Supermacht ebenso wie die ungehemmte Bereicherung einer winzigen Minderheit
    Von Rainer Rupp

    Wie in der Wirtschaftskrise Anfang der dreißiger Jahre: lange Schlangen von Arbeitssuchenden
    Foto: AP
    Die US-Regierung wird das Fiskaljahr 2009/2010, das bis Ende September läuft, voraussichtlich mit einem Haushaltdefizit von 1,5 Billionen (1500 Milliarden) Dollar abschließen. Das sind etwa elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Bereits im Vorjahr hatte die Regierung ein Etatdefizit vermeldet. Laut National Debt Clock (nationale Schuldenuhr), die ständig den aktuellen Stand kalkuliert, belief sich der Anteil der öffentlichen Verschuldung am US-BIP auf über 62 Prozent. Bis zum Jahre 2020 rechnet das Haushaltsamt des US-Kongresses mit weiteren Defiziten der Bundesregierung – eine Billion Dollar im Jahresdurchschnitt. Die US-Verbindlichkeiten werden also weitaus schneller wachsen als das BIP. Dabei ist selbst im günstigsten Fall nur mit einer langsamen wirtschaftlichen Erholung zu rechnen.

    Die Tatsache, daß die USA in den kommenden Jahren praktisch unaufhaltsam auf griechische Verhältnisse zusteuern, verunsichert die Käufer und Halter US-amerikanischer Schatzbriefe (T-Bonds) zunehmend. Auch die Auslandsverschuldung des wirtschaftlich stärksten Landes der Welt ist laut National Debt Clock bereits auf 94,4 Prozent des BIP geklettert. Hinzu kommt, daß angesichts des drohenden Rückfalls in die Rezession die US-Notenbank Fed erneut mit »quantitativen Erleichterungen«, also mit der Gelddruckerpresse, gegensteuern will. Verstärkt wurde das Mißtrauen gegen den Dollar dadurch, daß China als größter Geldgeber der USA wiederholt als Nettoverkäufer von T-Bonds aufgetreten ist.

  11. Wolf Thom sagt:

    Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!
    So manches Mal habe ich mich gefragt, warum Journalisten in den BRD-Medien so willfährig ihre Meinung dem Willen der Mächtigen und Herrschenden unterwerfen. Seien es die großen Zeitungen oder die öffentlich-rechtlichen Sender – der multikulturelle Einheitsbrei, die Geschichtslügen und das hohe Lied von den „kulturellen Bereicherern“ wird auf allen Kanälen gesungen.

    Während in 60 Jahren BRD für viele Journalisten die Wahrheit und Glaubwürdigkeit zum Fremdwort wurde, haben sich in dieser Zeit insbesondere die öffenlich-rechtlichen Sender zu Sprachrohren für Volksverdummung gewandelt. Jede unbequeme Wahrheit, öffentlich geäußert, kann zum Verlust des Arbeitsplatzes führen – man denke an Eva Herman. Der Verkauf der eigenen Meinung, seines Gewissens, die journalistische Prostitution wird aber bestens dotiert. Frei nach dem Motto -Jede meinung hat seinen Preis. Und der kann sehr hoch sein.

    Nehmen wir einen Fernsehintendanten. Zum Beispiel die WDR-Fernsehintendantin Monika Piel. Im Jahre 2009 erhielt sie 308.000 Euro erfolgsunabhängiges Gehalt, während ihre fünf vom Rundfunkrat gewählten Direktoren etwa so viel bekamen wie der Bundespräsident – zwischen 190.000 und 206.000 Euro. Bei Piel kamen noch 23.000 Euro Prämie und 21.000 Euro „Sachbezüge“ hinzu. Summa summarum etwa 350.000 Euro.

    Und da erwartet noch jemand eine eigene Meinung, Wahrheitsliebe und Ehrlichkeit? Wo leben wir denn? Solche Summen können nur zur Bestechung für jene gedacht sein, die das „dumme Volk“ ruhig und bei Laune zu halten haben. Und für diesen “guten Zweck” zahlen wir unsere Beiträge an die GEZ, die künftig jeder Haushalt – selbst wenn er weder Rundfunk noch Fernsehen besitzt – zu berappen hat. Dann lässt sich auch leichter an der Abgabenschraube drehen, denn Journalisten sind anspruchsvoll und in gewisser Hinsicht auch traditionell – ganz nach dem mittelalterlichen Motto des Hofnarren: Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!

  12. Wolf Thom sagt:

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33154/1.html

    ür ein “gutes” Wirtschaftswachstum und eine “neue” Wirtschaftsordnung

    Florian Rötzer 19.08.2010
    Eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung soll die Zustimmung zur Sozialen Marktwirtschaft demonstrieren – es darf gezweifelt werden
    Ungefesselter Kapitalismus und freier Markt gefallen den Deutschen und den Österreichern nicht mehr sonderlich. Nach einer [extern] repräsentativen Emnid-Umfrage bei 1001 Deutschen und 1000 Österreichern im Auftrag der Bertelsmann Stiftung scheinen die Menschen die Finanz- und Wirtschaftskrise als Zeichen dafür verstanden zu haben, dass am Wirtschaftssystem etwas geändert werden muss. Ob nun grundsätzlich, radikal, mit kleinen oder großen Reformen, bleibt freilich im vermutlich bewusst im Dunklen.

  13. Wolf Thom sagt:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=6553#h04

    4.Prekäre Jobs gefährden Sozialsystem
    Die IG Metall hat in der Debatte über die Rente ab 67 an die Politik appelliert, die prekäre Beschäftigung in den Blick zu nehmen. Die wachsende Zahl prekärer Jobs führe dazu, dass viele Menschen nur noch Armutsrenten erhielten, sagte der zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, FR-online.de. Die Finanzierung des gesamten Sozialsystems werde gefährdet, wenn immer mehr Menschen gebrochene Erwerbsbiografien und unsichere, schlecht bezahlte Jobs hätten. Denn dadurch fließt weniger Geld in die Sozialkassen. Deswegen müsse man alles tun, damit gerade junge Menschen reguläre Arbeit finden. Es sei „zynisch“, die Rente mit 67 nur mit der höheren Lebenserwartung zu begründen. Man müsse auch fragen, ob die Menschen tatsächlich zwei Jahre länger arbeiten könnten. Manche Beschäftigte könnten dies, für einen Großteil der Arbeitnehmer sei dies jedoch nicht möglich. Deswegen sei es zwar zu begrüßen, dass die SPD-Spitze ihre Position zur Rente mit 67 deutlich geändert habe. Ihr Vorschlag greife aber zu kurz. Das „starre System Rente mit 67“ sei falsch.
    Quelle: FR

  14. Wolf Thom sagt:

    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33165/1.html

    Aufschwung XL oder Rezession und Deflation?
    Ralf Streck 23.08.2010

    Während man in Deutschland auf ein hohes Wachstum hofft, steigt weltweit die Angst vor Rezession und Deflation
    Zweischneidiger könnten die Informationen kaum sein, die aus dem bundesoffiziellen Deutschland gerade verkündet werden: Da wird vom Aufschwung XL schwadroniert und das prognostizierte Wachstum für Deutschland im laufenden Jahr auf 3% angehoben. Gleichzeitig wächst an vielen Märkten die Angst vor einem Rückfall in die Rezession und in Japan ist das fast schon wieder soweit. Die Zinsen für scheinbar sichere Staatsanleihen sinken auf Rekordtiefs, weil eine mögliche Deflation bei der Flucht in diese Anlageform eingepreist wird.

    http://krisenzeit.blogspot.com/2010/04/buch-gerald-horhan-investment-punk.html

    Gerald Hörhan / Investment Punk
    Warum ihr schuftet, aber wir reich werden
    EAN 9783990010082 / 208 Seiten
    edition a (2010) / 19,50 Euro

    Wer reich sein will, muss bereit sein, ein Punk zu sein.

    Es kann passieren, dass dir der 34jährige Gerald Hörhan bei einem dieser Punkrock-Festivals begegnet, bei denen man in Matsch versinkt und literweise Bier fliesst. Mit Sicherheit würdest du dann nicht erwarten, dass er Eigentümer und Vorstand eines international erfolgreichen Corporate Finance Unternehmens ist. Gerald B. Hörhan ist ein Investment Banker. Er hat bereits bei McKinsey & Co in Frankfurt und an der Wallstreet für JP Morgan gearbeitet – auch diese Melange macht ihn zu dem, was er als Investment Punk bezeichnet.

    Kürzlich ist im Wiener Verlag edition a [*] sein erstes Buch erschienen. Schon optisch tanzt dieser Einband unter all den Neuerscheinungen im Frühjahr angenehm aus der Reihe. Es fällt auf, es reizt und schon nach den ersten Seiten wurde jede Erwartung bestätigt.

    Auf der Piazza schimpft das Prekariat über die Verwertungsgesellschaft und am Stammtisch sieht man die fondgestützte, private Altersvorsorge den Bach runtergehen. Schuldig sind stets der Kapitalismus und dessen Paladin – der Investment Banker. Solchen Schuldzusprüchen kann Gerald Hörhan wenig bis keine Substanz abgewinnen und gleich zu Beginn des Buches erklärt er ausführlich, wieso dem so ist. Es mag erschreckend klingen, aber seine Thesen leuchten stets ein und das zuzugeben bedeutet keineswegs, mit den Ungerechtigkeiten eines Systems einverstanden zu sein.

    Gleichermaßen ist dieses Buch auch ein Abgesang auf den Mittelstand, dessen Dekonstruktion überwiegend selbstverschuldet ist. So mancher Leser darf sich empfindlich berührt fühlen, denn Hörhan ist schonungslos. Es ist nichts anderes als ein Leben im Hamsterrad, dass viele von uns führen. Einem vermeintlich sicheren Job als Angestellter folgt ungezügelter Konsum. Das Haus in der Peripherie, die Designer – Einbauküche und der Neuwagen – alles auf Pump, alles finanziert. Das dies alles nichts mit Investition, aber sehr wohl mit Schuldendienst zu tun hat und wie es möglich ist, einen alternativen Weg einzuschlagen wird in Investment Punk auf unterhaltsame und kurzweilige Art erörtert. Für mich ist dieses Buch schon jetzt, dass Sachbuch 2010 überhaupt.

  15. Wolf Thom sagt:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,713921,00.html

    26.08.2010
    Studie zu Arbeitslosen
    Nur wenige Hartz-IV-Empfänger faulenzen

    AP
    Mutter mit Kind: Viele Hartz-IV-Empfänger haben mit der Kinderbetreuung genug zu tun
    Als motiviert und arbeitswillig schätzen sich die meisten Hartz-IV-Empfänger ein. Eine Studie zeigt: Die Arbeitslosen kümmern sich um ihre Kinder, pflegen Angehörige oder bilden sich fort. Wer auf Jobsuche ist, hat allerdings wenig Chancen. Auch eine härtere Gangart würde daran nichts ändern.

    Nürnberg – Sie kümmern sich um ihre Kinder, pflegen Angehörige, bilden sich weiter, nehmen an Fördermaßnahmen teil – oder arbeiten und brauchen trotzdem Arbeitslosengeld II für den Lebensunterhalt: Mehr als die Hälfte der fünf Millionen Hartz-IV-Empfänger zwischen 15 und 64 Jahren fangen mit ihrer Zeit etwas an. Das zeigte eine repräsentative Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

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    Sie basiert auf Befragungen von mehr als 10.000 Hartz-IV-Empfängern, also auf Selbstauskünften, und trägt den Titel: “ALG-II-Bezug ist nur selten ein Ruhekissen” ( pdf). Die Überschrift fasst auch das Ergebnis im wesentlichen zusammen.

    Demnach sind nur etwa 60 Prozent der Arbeitslosengeld-II-Empfänger überhaupt verpflichtet, sich eine Arbeitsstelle zu suchen. Und die große Mehrheit von ihnen tut das auch: sie bemühen sich tatsächlich um einen Job, “teils auf vielfältige Weise”, betonten die Arbeitsmarktexperten.

    Doch die Erfolgsaussichten seien gering – nur etwas mehr als ein Viertel der Jobsuchenden sei in dem Befragungszeitraum von vier Wochen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden. Nach Ansicht der Experten ist das ein Zeichen dafür, dass es nicht an mangelnder Motivation liege, wenn Langzeitarbeitslose ohne Job blieben und auf staatliche Hilfe angewiesen seien. Die meisten Hartz-IV-Empfänger sind der Studie zufolge sogar bereit, auch eine schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen.

    Es gibt sie, die Arbeitslosen, die sich nicht kümmern, aber es sind wenige

    Mehr als 80 Prozent der Bezieher von Arbeitslosengeld II haben es allerdings schwer auf dem Arbeitsmarkt: Sie sind oft schlecht ausgebildet bzw. haben nur geringe Qualifikationen vorzuweisen, sind gesundheitlich angeschlagen, haben einen Migrationshintergrund oder sind alleinerziehend.

    Die Aufstocker sind die größte Gruppe unter den Hartz-IV-Empfängern: Der Studie zufolge hat fast ein Drittel, 29,3 Prozent, der Befragten einen Job und erhält ergänzende Unterstützung. Ähnlich viele, nämlich 28,8 Prozent kümmern sich um Kinder, die jünger sind als sieben Jahre. Das sind vor allem Frauen.

    ANZEIGEZugleich gebe es aber auch rund 350.000 Menschen, die sich der Verpflichtung entziehen einen Job zu suchen. Denn sie müssen sich weder um Kinder oder um die Pflege von Verwandten kümmern noch bildeten sich selbst weiter. “Diese Gruppe besteht zu großen Teilen aus älteren Hilfebedürftigen und beschreibt sich als gesundheitlich stark eingeschränkt”, heißt es dazu in der Zusammenfassung der Studie. Die Analyse deute darauf hin, dass es “sich dabei mehrheitlich um Entmutigte handelt und um Personen, bei denen die Arbeitsfähigkeit hergestellt oder geklärt werden muss.”

    Die Motivation der meisten Hartz-IV-Empfänger sei hoch, stellen die Forscher fest: “Sie weisen der Arbeit einen hohen Stellenwert zu”. Sie empfehlen zur besseren Vermittlung keine “härtere Gangart gegenüber den Grundsicherungsempfängern”, wie sie schreiben, sondern ein “individuelles Eingehen” auf die persönliche Situation. Dafür brauche es allerdings mehr Personal.

    In Deutschland gibt es den Angaben zufolge derzeit mehr als 6,4 Millionen Hartz-IV-Empfänger, rund 5 Millionen sind zwischen 15 und 64 Jahren alt.

    otr/dpa/AFP

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