Israel-Lobby verhindert Iran-Debatte

Stoppt die Diktatur der politisch Korrekten! Von Jürgen Elsässer

Ein neuer Fall von Zensur: Leser dieses Blogs erinnern sich, dass Anti-Deutsche und Zionisten im Oktober letzten Jahres eine Diskussion im Club Voltaire in Frankfurt/M. verhindern wollten und im Februar 2010 eine Veranstaltung zum Jahrestag der iranischen Revolution in Hamburg. Beide Versuche scheiterten.

In einem aktuellen Fall hatten sie Erfolg, und dieser Fall zeigt, welche bedeutende Bedrohung für die Meinungsfreiheit der Tugendterror der politisch Korrekten geworden ist. In Osnabrück sollte eine Podiumsdiskussion zwischen dem Hochschulprofessor Mohssen Massarrat und dem iranischen Botschafter stattfinden. Das ganze war als Streitgespräch angelegt: Massarat ist einerseits ein langjähriger Unterstützer der Anti-Kriegs-Bewegung in Deutschland, andererseits ein scharfer Kritiker des sogenannten “iranischen Regimes”. Im letzten Jahr hat er sich sehr engagiert für die iranische Opposition eingesetzt und gegen die Repressionsmassnahmen Stellung bezogen. Meine Leser erinnern sich, dass ich anderer Meinung war und bin.

Massarrat ist aber, im Unterschied zu anderen iranischen Oppositionellen, ein Demokrat und Ehrenmann. Dies beweist, dass er selbst es war, der die Pro- und Contra-Veranstaltung in Osnabrück vorbereitet und dafür einen schwergewichtigen Kontrahenten eingeladen hat: den iranischen Botschafter Ali Reza Sheikh Attar. Attar seinerseits ist auch für einen offenen Dialog und hat seine Teilnahme zugesagt. Massarat contra Attar – das wäre eine spannende Debatte gewesen, da hätte Argument gegen Argument gestanden, und das Publikum hätte sich seine eigene Meinung bilden können. Demokratie vom feinsten!

Aber es sollte nicht dazu kommen, weil Antideutsche und Zionisten im Vorfeld die Veranstaltung verhindert haben (s- unten). Das zeigt das wahre Gesicht dieser “politisch korrekten” SA: Es geht ihnen nicht um den Schutz unserer Freiheitsrechten vor islamischen Fundamenmtalisten – sondern um die Zerstörung unserer Freiheitsrechte! Sie wollen nicht die Werbung für den den Iran verhindern – sondern schon die blosse Auseinanderrsetzung um den Iran! Diese Leute sind wirklich totalitär und eine Bedrohung für die Demokratie! Vor allem: “Hier ist erneut ein Netzwerk aktiv, das seit Jahren unter den verschiedensten Bezeichnungen, wie z. B. die pro-israelische Initiative „Stop the Bomb“, offensiv den Versuch unternimmt, den Iran zu dämonisieren, um einen möglichen israelischamerikanischen Krieg gegen dieses Land als legitim erscheinen zu lassen und den Boden für die Beteiligung anderer Staaten an einem solchen Krieg propagandistisch vorzubereiten.” (Massarrat)

Im folgenden im Wortlaut der Brief (Massmail), in dem Prof. Massarat den Vorgang in eigenen Worten schildert:

Prof. Dr. Mohssen Massarrat Osnabrück, 18. Juni 2010
Stellungnahme
anlässlich der Kampagne gegen eine öffentliche Diskussions-Veranstaltung
mit dem Botschafter der Islamischen Republik Iran in Osnabrück


Die Volkshochschule der Stadt Osnabrück und der Fachbereich
Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück hatten den Botschafter der
Islamischen Republik Iran, Ali Reza Sheikh Attar, zu einer Podiumsdiskussion
„Wohin bewegt sich der Iran?“ für Dienstag, 22. Juni 2010, nach Osnabrück
eingeladen, an der auch ich mitwirken sollte. Unmittelbar nach Bekanntgabe dieser
Veranstaltung gelang es einem „Solidaritätsbündnis für die iranische
Freiheitsbewegung“, einer mir bisher nicht bekannten Initiative, mit massiven
Drohungen und Einschüchterungen die Volkshochschule Osnabrück zur Absage der
geplanten Veranstaltung zu veranlassen. Wer auch immer hinter dieser anonymen
Initiative sich verbergen mag, sie kann sich ihres Erfolgs erfreuen, aus der
Anonymität heraus einen Anschlag auf die Demokratie in Deutschland verübt zu
haben. Es ist offensichtlich wieder so weit, mit Drohungen und Diffamierungen eine
offene und kontroverse Diskussion unmöglich zu machen.
Im Schreiben an die Veranstalter plädierte die Initiative dafür, „einem Verbrecher“
und „Vertreter des offenen Islamismus und eliminatorischen Antisemitismus“ keine
Bühne zu geben. Auch andere Gruppen, wie beispielsweise der sogenannte
„Zentralrat der Ex-Muslime“, sowie Einzelpersonen wendeten sich mit fast gleichem
Wortlaut und gleicher Forderung ebenfalls an die Veranstalter. Es ist offensichtlich:
hier ist erneut ein Netzwerk aktiv, das seit Jahren unter den verschiedensten
Bezeichnungen, wie z. B. die pro-israelische Initiative „Stop the Bomb“, offensiv den
Versuch unternimmt, den Iran zu dämonisieren, um einen möglichen israelischamerikanischen
Krieg gegen dieses Land als legitim erscheinen zu lassen und den
Boden für die Beteiligung anderer Staaten an einem solchen Krieg propagandistisch
vorzubereiten. In den Protestschreiben wird daher bewusst mit Begriffen wie
„Massenmörder“, „Djihadisten“, „faschistisches Regime“ o. ä. gearbeitet. Auffällig ist
auf jeden Fall, dass diese Initiativen unter dem Deckmantel der „Verteidigung von
Menschenrechten“ und der „Solidarität mit der iranischen Freiheitsbewegung“ sich
gegen jedwede Beziehung mit dem Iran und gegen jedweden Dialog mit Vertretern
des iranischen Regimes richten, offensichtlich deshalb, weil damit ihre
Dämonisierungsstrategie nicht zum Tragen käme. Nein, diesen Leuten geht es mit
Sicherheit nicht um die Demokratie im Iran, mehr noch: sie scheuen nicht davor
zurück, die Demokratiebewegung im Iran für ihre Zwecke der psychologischen
Vorbereitung eines Krieges zu instrumentalisieren, der für lange Zeiten die
Grundlagen einer demokratischen Entwicklung im Iran und im Mittleren und Nahen
Osten zerstören würde.
Es ist sehr bedauerlich, dass auch einzelne exiliranische Gruppen sich derartigen
Kampagnen gegen die Islamische Republik Iran, wenn auch unbewusst,
anschließen. Tragisch ist auch, dass die geistige Haltung dieser Gruppen nicht die
Lösung, sondern Teil des Demokratieproblems im Iran ist. Wer heute aus der
Opposition heraus die Vertreter der anderen Seite pauschal als „Verbrecher“ und
„Mörder“ bezeichnet und einen Dialog mit ihnen verweigert, der wird – einmal an der
Macht – Andersdenkenden ebenfalls das Existenzrecht streitig machen. Wo aber ist
dann der Unterschied zwischen ihnen und denjenigen, die sie heute vorgeben,
wegen ihrer diktatorischen Gesinnung bekämpfen zu wollen?
Iranerinnen und Iraner haben schon einmal Leuten vertraut, die zunächst Demokratie
versprachen, dann aber im Namen des Islams ihre eigene Diktatur errichtet haben.
Das iranische Volk wird angesichts dieser eigenen bitteren Erfahrungen den Irrtum
sicherlich nicht wiederholen und nicht erneut jenen hinterherlaufen, die eine andere,
diesmal antiislamische Diktatur errichten wollen. Die geistige Haltung beider Seiten -
derjenigen, die heute im Iran an der Macht sind und Andersdenkende nicht dulden
und derjenigen, die morgen zu denselben Mitteln greifen werden – ist ein und
dieselbe und auch zutiefst antidemokratisch. Wer es aber mit dem Aufbau eines
demokratischen Iran Ernst meint, der darf das Existenzrecht der heute Herrschenden
in einem demokratischen Iran nicht streitig machen. Dies impliziert aber unweigerlich,
die demokratische Kultur schon jetzt zu praktizieren und den Dialog mit ihnen selbst
dann nicht zu verweigern, wenn diese sich antidemokratisch verhalten und
außerstande sind, Andersdenkende zu dulden.
Ich weigere mich jedenfalls, mich dem Diktat einer obskuren Strömung zu beugen,
die das Ziel verfolgt, die Islamische Republik Iran zu dämonisieren und die Kritik an
der israelischen Besatzungs- und Gewaltpolitik zu tabuisieren. (Ende des Briefes)

——–

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  1. Pirx

    Dialog scheint mir da zwecklos. Was wir bräuchten, wäre ein “Schwarbuch Antideutsche”.

  2. chicano

    “Massarrat ist aber, im Unterschied zu anderen iranischen Oppositionellen, ein Demokrat und Ehrenmann.”

    welche anderen meinen sie?

  3. Dr.Klaus Landfried

    Elsässer sei Dank für den Bericht und das Zitat. Dass man einen klugen und ehrenhaften Mann wie Massarat derart nötigt (ich gebrauche das Wort bewusst), ist eine Schande für unser Land. Die Hasenfüße in der VHS Osnabrück sollten schlecht schlafen angesichts dieser mehr als peinlichen Absage. Das zeigt einmal mehr, dass gewisse Leute von demokratischem Dialog nur etwas halten, wenn “Rechtgläubige”, also Unterstützer des israelischen Großmachtstrebens, die Richtung bestimmen. Wer das Bemühen Irans, endlich einmal frei von angelsächsischem Imperialismus und seinem Griff nach den Rohstoffen des Landes sich entwickeln zu können, unterstützen will, auch wenn er die gegenwärtige Regierung dort kritisiert, sollte jetzt seine Stimme erheben. Leider erkennen viele nicht, dass zwischen dem rechtmäßigen Anspruch auf Entwicklung der friedlichen Kernenergie-Nutzung und dem nur unterstellten (und auch abzulehnenden) Bau einer Atombombe ein himmelweiter Unterschied besteht. Dass Israel selbst mehr als nur wahrscheinlich eigene Atomwaffen besitzt, scheint niemanden mehr zu interessieren. Allenfalls die NZZ (Neue Zürcher Zeitung) wagt manchmal etwas dazu zu schreiben, gleich wieder freilich von einem ängstlichen Kommentar begleitet.

  4. Das klingt weniger nach SA als nach GeStaPo. Es muß verhindert wertden, daß die Hilfstruppen des israelischen Geheimdienstes, denn nichts anders sind die (anti)deutschen Pimpfe, sich neu formieren können. Sie sind nun doppelt agressiv und gefährlich, wie ein verwundetes Tier in Bedrängnis. Dieser Anschlag auf die Demokratie ist ein Zeichen dafür, daß es zu einem tieferen Abgleiten dieser Cliquen in den totalen Extremismus kommen wird. Eine unvermeidbare ERscheinung ihres Todeskampfes. Sie haben massiv an Boden verloren in der LINKEN und der Linken insgesamt. Vielelieicht wollen sie sich aber auch nur einem Präsidenten Gauck als Leibstandarte anbieten.

  5. schnehen

    Man kann mit den üblichen Medien nicht die gesamte politische Szene unter Kontrolle halten und ihr ‘political correctness’ verordnen, zumal der Einfluss dieser Meinungsterroristen heute zurückgeht. Die zurückgehenden Auflagen beweisen das. Also braucht man schlagfertige Netzwerke und Sturmtruppen wie die zionazistischen Kreise, wie ‘Stop the Bomb’ und so was, zu denen auch die Antideutschen gehören. Antideutsche sind ja Zionisten, die sich in die linke Szene eingeschlichen haben und die dort wegen der ideologischen Schäche dieser Linken Duldung finden.

    Aber es gibt Anzeichen, dass diese ziofaschistischen SA-Trupps an Einfluss verlieren: Eine erfreuliche Entwicklung zeigt sich in den letzten Wochen in der ‘Jungen Welt’, in der eine ganze Serie von israelkritischen und propalästinensischen Artikel erschienen ist, und auch die Haltung gegenüber dem Iran scheint sich zu ändern, wenn ich mich an Werner Pirkers Kommentare erinnere. Werner Pirker muss man hier wirklich mal lobend erwähnen. Claudia Wangerin: Von ihm können Sie was lernen! Er würde nie einen so niveaulosen Spruch wie ihren, dass ‘Ahmadinejad ein Fundi ist’ machen. Schön, dass Sie hier wieder mitlesen, ‘böse Atheistin’!

    Neulich las ich ein Interview mit dem jüdischen, aber antizionistischen Historiker Ilan Pappe in der JW. So etwas hat es sonst nicht gegeben. So etwas zu lesen, ist allererste Sahne, Jürgen, und dazu dann noch einen Slivovitz!

    Der Grund, weshalb die proisraelischen Netzwerke jetzt zunehmend aktiv werden, ist ihre Sorge, dass Israel zunehmend kritischer auch in Deutschland gesehen wird. Das hat sie alarmiert und das lässt sie in die Gegenoffensive gehen. Sie haben Angst, dass ihnen die Felle davon- schwimmen und bekommen die Panik.

    Käme es übrigens zu einem fairen Streitgespräch zwischen Attar und Massarrat, dann würde Attar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Sieger vom Platz gehen.
    Die Kritiker der iranischen Regierung, wozu ja auch Massarrat gehört, haben keine soliden Argumente. Wenn er sagt, dass im Iran ‘Andersdenkende nicht geduldet werden’, dann ist das schlichtweg falsch. Im iranischen Parlament sind Reformer, Prinzipalisten und andere vertreten, die der Regierung Ahmadinejad kritisch gegenüberstehen und die natürlich geduldet werden. Aber seien wir mal ehrlich: Wer hat schon einmal eine Debatte im iranischen Parlament erlebt? Der Iran verfügt im Unterschied zu Deutschland über eine lebendige Diskussionskultur. Man erfährt davon hier nur nichts.

    Man braucht sich nur die Diskussionen im iranischen Auslandssender PressTV anzusehen. Es gibt derer sehr viele, und sehr häufig sind zionistische Vertreter eingeladen und an den Auseinandersetzungen beteiligt. So etwas wäre in Israel, aber auch hier umgekehrt völlig undenkbar, dass Verteidiger des Iran oder selbst iranische Vertreter in Diskussionssendungen eingeladen werden. Richard Millet, ein zionistischer politischer Journalist, wird z. B. regelmäßig eingeladen. Aber diese Leute haben einen sehr schweren Stand gegen die andere Seite, und gehen regelmäßig ob der Dürftigkeit, der mangelnden Logik und Faktennähe ihrer Argumente wie begossene Pudel als Verlierer vom Platz. Und auch Massarrat würde als Verlierer vom Platz gehen. Und deshalb darf eine solche faire Diskussion gar nicht erst stattfinden. Die Dämonisierung des Iran könnte Schaden nehmen.

  6. chicano

    “Antideutsche sind ja Zionisten, die sich in die linke Szene eingeschlichen haben…

    gibts eigentlich auch noch was anderes als zionisten. ich meine außer den leuten die ihrer meinung sind?

    und wer hat eigentlich die antideutschen erfunden? also einer der erfinder hat hier ganz schön was zu sagen.

    was ist mir den antideutschen migranten die offen den hass auf die deutschen raushöngen lassen? auch zionisten?

  7. CLaudia Wangerin von der jW ist keine Antideutsche oder Zioinistin und braucht deshalb auch nicht so angegangen zu werden. Im Gegensatz zu vielen anderen, die gekommen und gegangen sind, ist sie politisch links aktiv geblieben. Und was ist so schlimm daran ein “Fundi” zu sein? Wären euch Realos wie Joschkar Fischer lieber? ;-)

    Druck rausnehmen in der inhaltlichen Auseinandersetzung. Der Druck wird anderswo dringend benötigt. Auf der Straße, in den Betrieben. Sonst mach ich Gegendruck. :-)

  8. Niebel darf nicht nach Gaza. Die zionistischen Anführer hoffen sicherlich, sich mit der öffentlichen Demütigung eines FDP-Ministers wieder in Deutschland beliebt zu machen. Und Niebel versteht die Welt nicht mehr.

    http://derstandard.at/1276413545910/Israel-laesst-deutschen-Minister-nicht-nach-Gaza

  9. Edeltraud Lademann

    schnehen, Sie haben Recht: Wer einen Wettkampf absagt, gibt sich schon verloren!
    Über das Mobbing von Wahrheitssuchern und -findern, die dies auch noch in die Öffentlichkeit bringen, macht Claus Wolfschlag auf “sezession” einen interessanten Vorschlag: Ähnlich wie sich der “Weiße Ring” für Opfer und deren Perspektive interessiert und einsetzt, sollten sich auch politische Opfer organisieren für eine sinnvolle Hilfe und gegenseitige Unterstützung. http://www.sezession.de/16019/bitte-ich-will-da-nicht-mehr-mitmachen.html Dazu empfehle ich auch die von Ellen Kositza angeregte Debatte zu lesen. http://www.sezession.de/16003/du-machst-nicht-mehr-mit.html

  10. Linkspatriot

    @chicano:
    Ob nun “schnehen” direkt meint, dass die Antideutschen Zionisten sind, oder nur die Arbeit für sie besorgen, ist doch nebensächlich. Entscheidend ist, dass sie am gleichen Strang ziehen und selbige Ziele verfolgen. Von daher bestehen schon Analogien. Außerdem hat “schnehen” nur allzu Recht damit, dass dies nur geschehen kann, weil die Linke ob ihrer Schwäche dies duldet, bzw. eben keine Linke ist. Vielleicht sollte dies von der prozionistischen “Linken” nur ausgelotet werden. Was die “antideutschen Migranten” angeht, lieber “chicano”: natürlich gibt es tagtägliche Gewalt von Macho-Migranten gegen Einheimische und dies muss entschieden bekämpft werden, doch gilt auch hier wie oben, dass nämlich diese Gewalttäter -eher unbewusst denn bewusst- das Geschäft derer betreiben, die ebenfalls oben schon beschrieben sind. Nicht umsonst partizipieren ja Leute wie Wilders und Le Pen davon, welche über beste Kontakte nach Israel verfügen. Die Linke hierzulande, wie auch die Migranten, müssen nun eindeutig Partei ergreifen. Ist die Linke weiterhin anti-deutsch und gebären sich weiterhin viele Migranten mit der Faust oder dem Messer gleichlautend, so haben es die Antideutschen und Pro-Zionisten einfach. Es muss endlich auch diesenorts eine patriotische Linke entstehen, welche denen eine Plattform bietet, die tatsächlich innen- wie außenpolitisch eine antiimperilaistische Linie verfolgt. Da ist dann kein Platz mehr für ausländische Gewalttäter und zions-gläubige Anti-Deutsche. Und dann vergibt man auch nicht mehr seitens staats-masochistischer “Linker” (Thälmann und Radek würden sich im Grabe rumdrehen!) “Prämien” für abgebrochene BRD-Auto-Fähnchen, sondern freut sich einfach -entpolitisiert- über das Weiterkommen unserer WM-Mannschaft ins Achtelfinale und weiterhin guter Spiele der DVR Korea, deren mitnichten die halbe Mannschaft vermittels “Asyl” abhanden gekommen ist, wie der hämische “Blätterwald” schon wieder verlauten ließ…P.S. und wehe dem “Linken”, der sich Morgen drohend meiner DVRK-Fahne oder Mittwoch meiner BRD-Fahne nähert; treibe nicht umsonst Sport(-;

  11. ribi

    chicano: du solltest leute, die den iran demokratietheoretisch über deutschland stellen, nicht aufwerten! allerdings: nur in der diskussion ist es möglich, die andere seite zu entlarven-. was ist in einer demokratie schlimm daran, wenn miteinander gesprochen wird! der hier angesprochene politologe scheint wirklich der menschlichkeit, solidarität und demokratie verbunden zu sein! sein artikel bzw. seine rede über die arbeitszeitverkürzung war bemerkesnwert! keine einschränkung der demokratie, diskussion mit jedem, der diskutieren will! ich hoffe, du meinst mit antu-deutschen migranten nicht alle ausländer, nur weil spanier ihren fussball über den deutschen stellen, sind die sicher nicht gemeint!

  12. Pirx

    Ich greife meinen letzten Beitrag noch einmal auf und möchte Jürgen Elsässer vorschlagen, eine kritische Analyse der Antideutschen herauszubringen, wobei mir der Rahmen der Compact-Reihe am geeignetsten erscheint. Ggf. verbunden mit einer Kritik des Antiislamismus.

  13. juergenelsaesser

    Pirx: Immerhin widme ich in meinem Buch “Nationalstaat und Globalisierung” eines von sechs Kapiteln den Antinationalen/Antideutschen

  14. schnehen

    @Chris Sedlmaier

    Ich habe nirgends behauptet, dass die ‘böse atheistin’ eine Antideutsche ist, ich habe nur von einer ‘niveaulosen Bemerkung’ gesprochen, wenn sie Ahamdinejad abfällig als ‘Fundi’ bezeichnet und ihr eine gründliche Diskussion angeboten, worauf sie nicht geantwortet hat und habe ihren Kollegen Pirker gelobt. Lassen wir doch mal die Kirche im Dorf.

  15. @ ribi: WEn hast du dennschon enlarvt? Und von welchem Larvenstadium zu welchem? Ich habe bisher nichts mitbekommen davon. Es gibt nix zu enlarven, weil alle hier ganz offen ihren Standpunkt vertreten. Auf jedenfall ist aus Ihren Beiträgen bisher kein Prachtvoller SChmetterling der Genialität emporgestiegen. Die Friedensfrage ist sehr wohl auch eine Demokratiefrage, weil wie Oskar LAfontaine immer wieder betont der “Demokratiegehalt” einer Gesellschaft nicht nur von der Wahl der Qual abhängt, sondern in einem höheren Maße davon, ob die Politik auch im Intersse der Mehrheit gemacht wird. Und dazu gehört gewiß nicht Krieg zu führen. Und der Iran hat seit 1988 keinen Krieg geführt und nur eine größere Geheimdienstliche Intervention am laufen hat. Die BRD 2.0 aber schon 2 Kriege mit über 160.000 Toten und dazu etliche Militärsiche Missionen u. a. auf dem Balkan und nicht zu vergessen die Wühlarbeit der Geheimdienste u. a. gegen Iran, Irak und Ukraine. In der Grundsätzlklichen Völkerrechtstreue, kann man sagen, daß der Iran wenigstens ordentlich das Grenzabkommen mit dem Irak aufgekündigt hatte, das war 1969, lange bevor es zu größeren militärischen Handlungen gekommen ist. Die BRD hat weder in Jugoslawien noch in Afghanistan völkerrechtskonform gehandelt und tut dies bis heute nicht. Siehe illegale Anerkennung des NATO-besetzten Teil Süd-Serbiens als eigenständiger “Staat”.

  16. @Jürgen Elsässer:

    Schöner Artikel, dieser Satz hier trübt aber leider meinen ansonsten guten Eindruck:
    ” Es geht ihnen nicht um den Schutz unserer Freiheitsrechten vor islamischen Fundamenmtalisten – sondern um die Zerstörung unserer Freiheitsrechte! ”

    Glauben Sie wirklich, “islamische Fundamentalisten” , wer immer das sein soll und was immer die jetzt vertreten, möchten irgendwelche ” Freiheitsrechte” in Deutschland bedrohen? Bei solchen Formulierungen krieg ich echt Bauchschmerzen. Man braucht ja nur wieder die Kommentare von chicano und ribi zu lesen, teilweise auch Linkspatriot, so dass die Diskussion wieder auf innerdeutsche Migrantenproblematiken gelenkt wird. Solche Aussagen laden ja auch geradezu dazu ein. Ich dachte, es sollte um Iran gehen?

  17. juergenelsaesser

    Fatima: Ich zitiere nur die Selbstdefinition dieser Leute.

  18. schnehen

    “Und der Iran hat seit 1988 keinen Krieg geführt” schreibt Sedlmair.

    Wann man diesen Satz genau liest, ist er eine Beleidigung des Iran, denn er suggeriert oder lässt zumindest offen, dass der Iran den Krieg gegen den Irak angefangen haben könnte. Richtig ist, dass der Iran 1980 vom Irak unter Saddam Hussein angegriffen wurde, der damals von den USA, den anderen Westmächten und der Sowjetunion unterstützt wurde und sogar mit chemischen Waffen aus deutscher Produktion vom Irak angegriffen wurde, also mit Massenvernichtungsmitteln, und darauf nicht in ähnlicher Weise reagiert hat! Richtig ist, dass der Iran schon über 400 Jahre kein anderes Land mehr angegriffen hat. Wenn das die anderen Staaten genauso gehandhabt hätten, hätten wir glaube ich heute weniger Probleme.

  19. J.E.:
    Ok, dann entschuldige ich mich, wenn ich Sie falsch verstanden habe, aber das wurde nicht so deutlich, weil Massarats Stellungnahme erst weiter unten zitiert wird. So wirkte es auf mich, als wäre das wirklich Ihre Befürchtung.
    Massarat meint allerdings – in völliger Verkennung der Tatsachen- einige Exiliraner schlössen sich “unbewusst” dieser Kampagne an, und ich glaube, dass sie das in völligem Bewusstsein tun.
    @ schnehen:
    “Käme es übrigens zu einem fairen Streitgespräch zwischen Attar und Massarrat, dann würde Attar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Sieger vom Platz gehen.”

    Vielleicht wusste man das und wollte es darauf nicht ankommen lassen? Nicht sein kann, was nicht sein darf, nicht wahr? Ich habe Herrn Scheikh – Attar (Achtung, Doppelname!) ja in Hamburg auf der Mississippi Queen erlebt, wie ruhig und sachlich er auf jegliche noch so dummen Anwürfe entgegnete, darüber wurde auf diesem blog auch berichtet. Daher glaube ich auch, dass er “als Sieger vom Platz gehen würde”, wie Sie sagen. Dass Massarat die I.R.I. als “Diktatur im Namen des Islams” beschreibt, spricht aber auch nicht gerade für ihn, und sachliche Argumente sehen nun mal anders aus.

  20. @chrissedlmair:

    Vielleicht wolltest du ja nur sagen “der Iran war seit 1988 in keinen Krieg mehr verwickelt”. Deine Formulierung “Krieg geführt” klingt es in der Tat so, als habe Iran den “0. Golfkrieg” begonnen, was aber nun mal erwiesenermaßen nicht der Fall ist. Es war lediglich ein Verteidigungskrieg, der ihm vom Westen mit Saddams Hilfe aufgezwungen wurde.

  21. schnehen

    Die Israel-Lobby hat sich auch jetzt wieder in der TAZ und auch in der ‘Jungen Welt’ zu Wort gemeldet. Die JW druckt die Stellungnahme des Generalsekretärs der Jüdischen Gemeinde, Stephan Kramer, ab, in der er die Mitglieder des humanitären Hilfskonvois für Gaza (Mavi Marmara) wüst beleidigt, sie als ‘Judenhasser’, ‘Heuchler’, ‘Dschihadisten’ und radikale Islamisten hinstellt, die aus einem ‘Hass auf Israel’ und die Juden heraus tätig waren. Er lobt das israelische Kommando ausdrücklich und rechtfertigt die Morde als Abwehrkampf gegen die ‘Attacken der Angreifer’, die einen ‘Dschihad’ gegen die Israelis an Bord geführt hätten, usw. usf.

    In der JW hat sich anscheinend wieder die BAK Shalom-Fraktion zu Wort gemeldet und ‘aus Gründen der Ausgewogenheit’ (es erschienen zuletzt eine ganze Reihe guter Artikel und Interviews zum Palästinaproblem, u.a. mit Ilan Pappe) darauf bestanden, dass die Stellungnahme abgedruckt wird.

    Eine zweite Sache fiel mir auf: Unter der Überschrift ‘Wieder Hinrichtungen im Iran’ berichtet die gleiche Zeitung von der Hinrichtung des Anführers der Terrorgruppe Jundullah, Abdul Malik Rigi. Er wird dort beschönigend als ‘Rebellenführer’ bezeichnet (er hatte vor einer Kamera die Köpfung eines Gegners vorgenommen!), und dann heißt es zum Schluss der Notiz: Laut IRNA (iranische Nachrichtenagentur) habe er die Verantwortung für verschiedene Anschläge, die Opfer gefordert hätten, übernommen.

    Ich sehe darin erstens eine Verharmlosung (‘Rebellenführer’) und zweitens wird eine Tatsache zur Meinung einer Nachrichtenagentur umgefälscht: Rigi hatte vor laufenden Kameras seine Untaten eingestanden. Seine Anschläge, die er mit Unterstützung des CIA und der Nato, die ihm in Afghanistan einen Stützpunkt gegen den Iran einrichteten und ihn mit Waffen versorgten und ihn sogar aufforderten, sein Operationsgebiet von Sistan-Belutschistan im Südosten Irans nach Teheran zu verlegen, forderten im Iran insgesamt 154 Opfer, vor allem unter der Zivilbevölkerung. Rigi hat alles zugegeben und sich sogar vor den Angehörigen der Opfer ebenfalls vor laufenden Kameras entschuldigt, Reue gezeigt und gesagt, dass er seine Taten aus ‘Fanatismus’ und ‘Hass’ heraus begangen habe.

    Facit:

    Es gibt in der JW Kräfte, die mit der Wahrheit auf Kriegsfuß stehen und prozionistisch und antiiranisch eingestellt sind. Werner Pirker sprechen Sie ein Machtwort gegen diese Lobby! Die JW sollte sich nicht zum Deppen der Zionisten machen und sauber zwischen Fakten und Stellungnahmen unterscheiden. Wenn sie ihre Stellungnahmen loswerden wollen, können die Zionisten sich an so ziemlich alle deutschen Zeitungen wenden, die ihren rassistischen Schmarn sofort abdrucken würden. Das Ansehen der JW leidet darunter.

  22. ribi

    chris: ich bin nicht hier, um jemanden zu entlarven! es soll hier diskutiert werden, jeder soll denken ,was er möchte!es gab keine mordanschläge auf verleger eines bestimmten buches- europaweit?fraien müssen sich dort nicht verhüllen, selbst wenn sie es nicht möchten? aber demokratie ist ja nur, wenn moslems sich über ihre belange unterhalten dürfen!!

    was soll das mit dem schmetterling der genialität, liegt der vielleicht im verrrat der eigenen kultur- deshalb mit recht als einsteiger in die politik gescheitert!

  23. juergenelsaesser

    ribi: Diskutieren Sie an der Sache und hören Sie auf mit dem Gemotze! Sie äußern sich im Thread “Isreal-Lobby verhindert Iran-Debatte”! Wenn Sie ein Beispiel haben für “Iran-Lobby verhindert Israel-Debatte” – her damit! Ansonsten kann man auch einfach mal schweigen.

  24. Erasmus von Rotterdam

    “ribi: Diskutieren Sie an der Sache und hören Sie auf mit dem Gemotze! Sie äußern sich im Thread „Isreal-Lobby verhindert Iran-Debatte“! Wenn Sie ein Beispiel haben für „Iran-Lobby verhindert Israel-Debatte“ – her damit! Ansonsten kann man auch einfach mal schweigen.”

    Darauf trinke ich eine! Und außerdem, wer meint, der “fundamentalistisch-islamisch-jihadistische Terrorismus” oder die jungen “Macho-Islamisten” (Pfeiffer-Studie) seien Systemzerstörend, sollten bei Pi-News vorbeischauen. Hier herrscht noch Niveau…

  25. schnehen

    Die Israel-Lobby muss entlarvt werden und muss ihren Heiligenschein verlieren. Man kann sie z. B. entlarven, indem man zeigt, wie sie in Israel selbst, im israelischen Parlament, der Knesset, vorgeht. Die israelische Abgeordnete Hannah Zoavi, die sich an der ‘Mavi Marmara’ beteiligte (Stephan Kramer von der ‘Jüdischen Gemeinde’ würde sagen, dass sie eine ‘Dschihadistin’ und ‘Judenhasserin’ ist, denn so bezeichnet er in seiner letzten Stellungnahme die Teilnehmer des Hilfskonvois), wurde bei ihrer Ansprache von wütenden Zionisten als ‘Verräterin’ bezeichnet und physisch bedroht. Nach ihrer Rede erhielt sie Morddrohungen, die sie wiederum publik machte und kündigte an (man bewundere ihren Mut und man verachte die Feigheit derer, die hierzulande dieser Lobby nachgeben und Veranstaltungen absagen!), sich an weiteren Konvois für Gaza und seine notleidende Bevölkerung zu beteiligen. SO tritt man dieser Lobby entgegen!

    Von Beirut aus wird demnächst ein weiteres Hilfsschiff für Gaza, an dem sich nur Frauen an Bord finden, ablegen. Israel hat schon angekündigt, das Schiff nicht durchzulassen und hat mit harten Maßnahmen gegen die Besatzung gedroht und die Besatzer als ‘Hisbollah-Leute’ verleumdet, was die muslimische Widerstandsorganisation, die 2006 den ersten Krieg gegen Israel gewann, umgehend zurückwies.

    Der Zionismus ist heute das größte Krebsgeschwür der Internationalen Gemeinschaft, das weiter wuchern wird, wenn wir es nicht aus dieser Gemeinschaft entfernen.

    Ein türkischer Journalist wies gestern auf PressTV darauf hin, dass, bevor der Zionismus und die Zionisten in den Mittleren Osten kamen, Christen, Juden und Muslime friedlich zusammenlebten. All dies habe sich in den vergangenen Jahrzehnten geändert und überall, wo es Spannungen zwischen den Menschen zu schüren gilt, machen sich Zionisten und Mossad-Leute ans Werk. Heute schüren sie die Spannungen zwischen der Türkei und dem Irak, indem sie die kurdische PKK militärisch unterstützen, um daraus Profit zu schlagen. Sie wollen den Irak und die Türkei gegeneinander aufhetzen. Ihnen gefällt nicht der neue Kurs der türkischen Regierung und so rächen sie sich dafür, dass die Türkei heute die Muslime, die vom Zionismus bedroht werden, tatkräftig unterstützt. Die PKK tötete 12 türkische Soldaten durch Anschläge.

  26. Mutti

    @ schnehen

    “In der JW hat sich anscheinend wieder die BAK Shalom-Fraktion zu Wort gemeldet und ‘aus Gründen der Ausgewogenheit’ (es erschienen zuletzt eine ganze Reihe guter Artikel und Interviews zum Palästinaproblem, u.a. mit Ilan Pappe) darauf bestanden, dass die Stellungnahme abgedruckt wird.”

    Falsch! Unter der Rubrik “Abgeschrieben” veröffentlicht die jW sowohl Stellungsnahmen, die befürwortet werden, als auch welche, die sie ablehnt. Z.B. kommt es auch vor, dass in dieser Rubrik Stellungnahmen des Arbeitgeberverbands oder der FDP abgedruckt werden. Kriterium ist nicht inhaltliche Übereinstimmung, sondern offenbar, was man für relevant erachtet. Wenn z.B. BAK Shalom-Erklärungen oder jetzt die von Kramer abgedruckt werden, dann um zu zeigen, welche Position der politische Gegner vertritt. Und damit keine Missverständnisse aufkommen, wird die Rubrik auch “Abgeschrieben” genannt, womit deutlich wird, dass man es nicht selbst geschrieben hat, sondern hier die Meinung anderer dokumentiert. Ich finde es gut, dass die jW auch regelmäßig in dieser Rubrik Antideutsche Positionen dokumentiert, denn dann weiß man immer, was die Spinner gerade wieder ausbrüten.

  27. chicano

    @
    fatima

    “Glauben Sie wirklich, „islamische Fundamentalisten“ , wer immer das sein soll und was immer die jetzt vertreten, möchten irgendwelche “ Freiheitsrechte“ in Deutschland bedrohen?

    Ich dachte, es sollte um Iran gehen?”

    genau diese für mich unlogischen fragen erzwingen genau die kritik die sie und viele andere hier nicht lesen wollen. denken sie man kann das einfach ewig unter den teppich kehren? damit machen sie sich in meinen augen unglaubwürdig und stärken das unbehagen und das misstrauen also das gegenteil von dem was sie wollen (?)

    es gibt dieses fundamentalistische freiheitsabbauende spiel überall auf der welt!

    kleines (extrem harmloses beispiel. will ja nicht gleich die dicken dinger auftischen) beispiel. http://www.rp-online.de/panorama/ausland/62000-Frauen-im-Iran verwarnt_aid_872002.html

    das ist für unendliche viele menschen unnehmbar. die unterdrückung der frauen weltweit ist eine dufte sache. so könnte man wenns weltweit schule machen würde mal eben über den daumen gepeilt 50% der weltbevölkerung eintüten. eintüten heißt für mich sie in ihren rechten beschneiden! guter schnitt für eine einzige aktion oder?

    immer wieder zu erwähnen das sei ja nicht deutschland bringt herzlich wenig.

    @
    linkspatriot

    “Ob nun „schnehen“ direkt meint, dass die Antideutschen Zionisten sind, oder nur die Arbeit für sie besorgen, ist doch nebensächlich.”

    ob jemand mit absicht und entsprechender gesinnung etwas tut oder aus unwissenheit jemandem in die hände spielt ist lange nicht das selbe. wer hat sie denn erfunden die antideutschen? war das auch ein zionist?

    “Was die „antideutschen Migranten“ angeht, lieber „chicano“: natürlich gibt es tagtägliche Gewalt von Macho-Migranten gegen Einheimische und dies muss entschieden bekämpft werden, doch gilt auch hier wie oben, dass nämlich diese Gewalttäter -eher unbewusst denn bewusst- das Geschäft derer betreiben, die ebenfalls oben schon beschrieben sind.”

    ja klar unbewußt weil viel bewußtsein kann da nicht vorhanden sein. wo ist denn die bekämpfung? und es geht nicht nur darum sondern sondern um vieles mehr! was ist mit den plakaten von moslems in europa wo drauf steht: sharia for europe oder freedom go to hell oder nuke israel? ws ist denn damit? reicht es da immer zu sagen das sind geheimdienstaktionen? das ist unverantwortlich und für mich sind genau die die das verharmlosen lupenreine antideutsche und antifreiheitliche.

    “Nicht umsonst partizipieren ja Leute wie Wilders und Le Pen davon, welche über beste Kontakte nach Israel verfügen.”

    da werden noch ganz andere von provitieren. leider! ich sag ja durch leugnung übler umstände werden sich die rechten auffangbecken füllen. man kann menschen nicht für alle ewigkeit in ihrem empfinden und ihrer meinung unterdrücken ohne das gegendruck entsteht und dann auch übler und irrationaler gegendruck bis hin zum faschismus.

    “Ist die Linke weiterhin anti-deutsch und gebären sich weiterhin viele Migranten mit der Faust oder dem Messer gleichlautend, so haben es die Antideutschen und Pro-Zionisten einfach.”

    da geben ich ihnen eigentlich recht aber in meinen augen übersehen sie dabei wieder etwas wesentliches (liegt wohl daran das sie sich selbst als links sehen und damit wohl menschlichkeit meinen aber links ist nicht menschlich. nie gewesen leider mit ausnahmen natürlich) die linke ist nicht nur antideutsch sondern antifreiheitlich und kann sich noch immer nicht eingestehen was für üble dinge in der ddr geschahen. selbst stalin wird da noch verharmlost bis verherrlicht als großer krieger gegen den deutschen faschismus. alles nur eklig verlogen!

    “Es muss endlich auch diesenorts eine patriotische Linke entstehen, welche denen eine Plattform bietet, die tatsächlich innen- wie außenpolitisch eine antiimperilaistische Linie verfolgt.”

    nee es müssen gerechte menschen sich zusammenfinden und für freiheit und gerechtigkeit kämpfen aber dafür muss man erstmal den splitter aus dem eigenen auge reissen und nicht immer einäugug auf eine seite eindreschen wie hier endlos zelebriert. wenn sie soas dann links nennen wollten ok aber das wär was grundlegend neues und da wär ich sofort dabei.

    @
    ribi

    “chicano: du solltest leute, die den iran demokratietheoretisch über deutschland stellen, nicht aufwerten!”

    wie meinst du das? habe ich das getan? das täte mir leid!

    “allerdings: nur in der diskussion ist es möglich, die andere seite zu entlarven-. was ist in einer demokratie schlimm daran, wenn miteinander gesprochen wird!”

    nichts meiner meinung nach wenn denn wirklich miteiander gesprochen wird.

    “der hier angesprochene politologe scheint wirklich der menschlichkeit, solidarität und demokratie verbunden zu sein! sein artikel bzw. seine rede über die arbeitszeitverkürzung war bemerkesnwert! keine einschränkung der demokratie, diskussion mit jedem, der diskutieren will!”

    auf jeden fall.

    “ich hoffe, du meinst mit antu-deutschen migranten nicht alle ausländer, nur weil spanier ihren fussball über den deutschen stellen, sind die sicher nicht gemeint!”

    da kannst du dir aber sicher sein.

  28. chicano

    “Heute schüren sie die Spannungen zwischen der Türkei und dem Irak, indem sie die kurdische PKK militärisch unterstützen, um daraus Profit zu schlagen. Sie wollen den Irak und die Türkei gegeneinander aufhetzen. Ihnen gefällt nicht der neue Kurs der türkischen Regierung und so rächen sie sich dafür, dass die Türkei heute die Muslime, die vom Zionismus bedroht werden, tatkräftig unterstützt.”

    ist die pkk ist etwa sogar eine erfindung der zionisten? die würden gar nicht kämpfen um ihre belange ohne die zionisten?

    so kann man natürlich auch den kampf von leuten zu einer farce herunterspielen und selbst deren freiheitskampf (für sie ist das einer) dafür benützen um den guten alten sündenbock für alles übel der welt zu verurteilen. (ja ich wage es zu bezweifeln das die zionisten ab allen übeln der welt verantwortlich sind denn wäre sie so mächtig warum haben sie dann so viele probleme?)

    und würden die kurden eine andere behandlung erfahren womit könnten dann die zionisten noch ködern.

    in der not frisst der teufel fliegen.

  29. chicano

    ich nehme keinem seine menschlichkeit ab der nur immer und immer wieder eine seite verurteilt und die fehler anderer parteien verharmlost oder ganz abtut. welchen sinn soll so eine einseitige diskussion denn haben?

    die israelis machen ohne ende üble und verabscheungswürdige dinge. ja! nenns zionismus oder ungerechtigkeit oder dummheit oder unmenschlichkeit. es ist gut dagegen stellung zu beziehen aber sinnlos wenn auf der anderen seite unrecht ausgeblendet wird.

    unglaublich das intelligente menschen das nicht sehen bzw. sehen wollen. wohl weil sonst weltbilder bröckeln und man an sich selbst auch diese unmenschlichkeit erkennen müsste.

    mal laut nachgedacht.

  30. schnehen

    @fatima

    Ich sehe das genauso. Saddam Hussein war damals, 1980, noch ein Verbündeter der USA und Donald Rumsfeld wurde von Saddam freundlich empfangen wie der Chef der MKO auch. Die USA, die anderen großen westlichen Staaten, einschließlich Westdeutschland und sogar die damalige Sowjetunion, in die Saddam unmittelbar nach dem Überfall auf den Iran reiste und sich für die Unterstützung Leonid Breshnews bedankte, waren Saddams Geld- und Waffengeber. Westdeutschland unter Helmut Schmidt spezialisierte sich auf die Lieferung von Nerven- und Senfgas, das Saddam geliefert wurde für den Einsatz gegen die Kurden im Nordirak sowie im Iran. Also man versorgte ihn mit Massenvernichtungsmittel, solange er ein Verbündeter des Westens war, und später tat man so, als führe man deswegen gegen ihn Krieg, weil er Massenvernichtungsmittel habe, als er kein Verbündeter des Westens mehr war und in Kuwait einmarschiert war.

    Als die Marionette Saddam später einen unabhängigeren Kurs steuerte und gegen Israel motzte, ließ man ihn fallen und Israel verlangte, gegen ihn vorzugehen, zerstörte erstmal das einzige irakische Atomkraftwerk und bestand später darauf, im Irak einen ‘Regime Change’ vorzunehmen, was zwar unter Vater Bush nicht möglich war (der war noch etwas israelkritischer), aber dafür unter seinem Söhnchen Bush, der sich dadurch ‘auszeichnete’, dass er in seinem Leben nicht ein einziges Buch gelesen hatte. Neben dem Ölmotiv war dies der zweite wichtige Grund für die Invasion des Irak. Es war Israels Krieg, genauso wie es der Krieg der USA war. Aber das war später. Vorher brauchte man Saddam gegen die Islamische Republik und Khomeni, weil man selbst 1979 im Iran (siehe Jimmy Carters Reinfälle) dort mit dem ‘Regime Change’ gescheitert war. Also hetzte man den Irak gegen den Iran, mit all den Folgen für die iranische Bevölkerung. Noch heute müssen sich 60.000 Iraner einer Behandlung wegen der Spätfolgen des Gaskrieges in Krankenhäusern unterziehen. Niemand hier spricht davon. Im Gegenteil: Es gibt ‘Linke’, die sich heute wieder zu Saddam bekennen, weil er ja den ‘USA Widerstand geleistet hat und ein Sozialist war’! Es gibt schon Sachen…

  31. Ich bin nicht hier um den Iran-Irak-Kreig zu diskutieren. Aber FAKT ist, daß der Iran vor 1980 die ganze Zeit militärische Aktionen gegen den Irak durchführt, die auch Todesopfer forderten unter iraksichen Grenzsoldaten, Zivilisten weiß ich jetzt nicht. Der Irak hat das Grenzabkommen, das der Iran 1969 aufgekündigt hat, weiter befolgt und wurde dafür militärsich vom Iran bestrraft. Im übrigen hat die USA nicht zu Gunsten von Saddam intervneiert. Hauptunterstützer war die UdSSR. Die USA sind erst pampig geworden, als der Iran seine Agressionen auf Kuwait ausgedehnt hat, davor haben sie schön abgewartet welchen Profit sie daraus ziehen können. Der Irak war zu beginn des Kriegs kaum ein militärsich ernst zunehmneder Gegner für den Iran, der eine 3mal stärkere Wirtschaft und 4mal mehr Bevölkerung hatte, somit war der Versuch eines Angriffs mit allem was zur Verfügung steht die einzige Chance für den Irak, seine Grenzen zu verteidigen. Durch sowjetische Militärhilfe konnte die drohende Niederlage abgewendet werden. 1988 war die iranische Luftwaffe de facto vernichtet, ebenso die Panzerverbände. Nur die schwere Artillerie blieb verschont. Der Irak hat auf Gebietsansprüche verzichtet und das international vorgeschlagene Waffenstillstandsabkommen als erstes akzeptiert. Und zwar in einer Situation der militärtechnischen Überlegenheit. Der Auslöser liegt nicht im Regime der islamischen Revolution, die sogar von Baghdad begrüßt wurde, sondern in der ständigen Bedrohung des Irak durch das Schah-Regime. Resultat war ein Desaster von dem nur die USA, die Zionisten und ihre arabisch-feudalistischen Lakaien profitert haben. Aber eine einseitige Schuldzuweisung an den Irak hält einer genauen Untersuchung. Die mir bekannten Quellen führen über eine Untersuchung des Halabja-Giftgasangriffs sehr wohl zu Aussagen, die dem Iran den Einsatz von Giftgas in diesem Krieg anlasten. Das Arsenal des Irak bestand zu über 60% aus sowjetischen und chinesischen Waffen und Systemen, während US und UK zusammen weniger als 2% zum Arsenal beitrugen So. Die BRD hat beide beliefert. Das iranische Militärarsenal stammte größtenetils aus Schah-Zeiten und damit aus britischen und US-amerikansichen Beständen. Übrigens war einer der Drahtzieher des Krieges auf iranischer Seite ein gewisser Herr Moussavi. ;-) Den REst könnt ihr euch selbst zusammenreimen. Mehr sage ich dazu auch nicht. Aber es ist ein Grund, warum ich Ahmadinejad unterstütze, der mußte den Kopf für Moussavi (ab 81 Premier im Iran) hinhalten in einer der sinnlosesten militärischen Auseinandersetzungen des 20. Jh. Und auf Grund all dieser Faktoren ist es unverzichtbar, daß endlich beide Seiten die Grenze bedingungslos anerkennen und auch nicht geheimdienstlich intervnieren, wie es seit 2003 wieder der Fall ist.

  32. schnehen

    @Chris Sedlmair

    Wenn ich deinen Beitrag lese, habe ich das Gefühl, dass du das Saddam-Regime in Schutz nimmst, seine Giftgasangriffe gegen die eigene Bevölkerung im Norden des Irak ausklammerst bzw. sie sogar dem Iran selbst paradoxerweise anlastet, sowie die barbarischen Angriffe Saddams, ebenfalls mit Giftgas (eine Mischung aus Nerven- und Senfgas), das dann, nachdem die Iraner Kermanshah zurückerobert hatten, gegen eine wehrlose iranische Bevölkerung eingesetzt wurde, wodurch ganze Dörfer und Städte im Iran ausgelöscht wurden.

    Natürlich haben die Iraner einen Krieg gegen den Irak geführt, aber man darf einen Abwehrkampf nicht in einen Angriffskrieg umfälschen, so als wollte man den Abwehrkampf der Sowjetunion gegen die Hitlerarmee zu einem ‘allgemeinen Krieg’ erklären, wie das heute bürgerliche Historiker tun, um die Aggression der Hitlerfaschisten zu relativieren. Wer nicht klar sagt, wer einen Krieg anfängt und wer sich verteidigt, macht sich zum heimlichen Bündnispartner des Aggressors.

    Es gibt keinen Zweifel darüber, das der Irak vom Westen vor dem Konflikt mit dem Iran hochgerüstet worden war, eben zu dem besagten Zweck. Hier hat vor allem Frankreich eine sehr negative Rolle gespielt, dass sowohl Israel die Atomtechnologie lieferte (schon in den 50iger Jahren nach dem Suez-Krieg!), als auch den Irak mit den modernsten Waffen versorgte, sodass sich Saddam stark genug fühlte, den Iran, der durch die Revolutionswirren geschwächt war, anzugreifen. Später, 1990, fühlte er sich wiederum stark genug, Kuwait zu überfallen. Wie stark die USA den Irak unterstützten gegen den Iran beweist auch der Abschuss eines iranischen Passagierflugzeugs durch das US-Militär gegen Ende des Krieges, bei dem 300 Menschen starben, wofür die US-Militärs später Auszeichnungen erhielten.

    Auch die angeblich ‘marxistische’ MKO durfte von irakischer Seite, vom Camp Ashraff aus, das Saddam den antiiranischen Terroristen mit westlicher Zustimmung zur Verfügung stellte, ihre Feldzüge gegen den Iran führen und drang besonders gegen Ende des Krieges tief in iranisches Gebiet vor, um das Ruder doch noch zugunsten des Irak herumzureißen. Der Iran verlor durch den Krieg über eine Million Menschen. Ganze Regionen waren verwüstet und verseucht. Eine ganze Generation wurde durch den Krieg gegen den Irak vernichtet.

    Du scheinst dem Iran eine Mitschuld an diesem Krieg zu geben, was den historischen Tatsachen widerspricht. Der Iran hat einen heroischen Abwehrkampf gegen eine internationale Koalition geführt und stand praktisch ganz allein dar. Er hat sich aus eigener Kraft behauptet, was zeigt, wie stark die Islamische Revolution damals schon im Iran und bei den Iranern verankert war und erst Recht heute.
    Heute hat der Iran Bündnispartner, wozu neuerdings auch die Türkei gehört und eine neuerliche Aggression ist von irakischer Seite heute nicht mehr möglich. Israel muss das schon selbst machen und wird einmal mehr scheitern, wie es 2006 im Libanon gescheitert ist.

    Du solltest dich intensiver mit historischen Fakten vertraut machen und für die Opfer von Kriegen Partei ergreifen, zumal als ‘Linker’.

  33. ribi

    jürgen:sorry, wenn es wie gemotze klingt! habe die beispiele mit den verlegern genannt! sehe es aber so: jeder darf diskutieren, keine tabus! weder christen- noch moslems oder juden haben die weisheit, menschlichkeit gepachtet!von mir wird man aber nie hören, dass israel zu verschwinden hat, sorry!ich gehe übrigens auf ihre hinweise und anmerkungen ein, sie selber beantworten mir keine frage!

    chicano: meinte nur, dass man durch zu starkes eingehen bestimmte kräfte aufwertet! bist du noch woanders forumsmäßig aktiv? da könnte man auch kontakt halte

  34. chicano

    @
    fatima

    „Glauben Sie wirklich, „islamische Fundamentalisten“ , wer immer das sein soll und was immer die jetzt vertreten, möchten irgendwelche “ Freiheitsrechte“ in Deutschland bedrohen? ”

    glauben SIE WIRKLICH das sie das nicht wollen?
    dann sehen sie sich bitte mal beispielsweise diesen clip an. dann werde sie SEHEN wie die wirklichkeit aussieht.

    und alle anderen auch die immer gebetsmühlenartig jeden mit sonstwas für titeln belegen der es wagt am gutmenschenpathos zweifel anzumelden und sich sorgen macht.

    @
    ribi

    “ich gehe übrigens auf ihre hinweise und anmerkungen ein, sie selber beantworten mir keine frage!”

    darf ichs sagen? das beobachte ich schon länger nicht nur von jürgen. bei ihm versteh ichs noch bei der umfangreichen moderation aber bei anderen…na ja.

    “chicano: meinte nur, dass man durch zu starkes eingehen bestimmte kräfte aufwertet! bist du noch woanders forumsmäßig aktiv? da könnte man auch kontakt halte”

    dann hatte ich dich richtig verstanden und geb dir recht
    mach doch mal nen vorschlag wegen einem forum dann komm ich da vorbei.

  35. chicano

    der ist auch nicht schlecht. besonders um die 11te sekunde herum wirds richtig “lustig”. sehnsucht nach hitler ist schon relativ crazy oder? scheint niemanden zu stören im demonstrationszug. falls der pawlovsche sich wieder regt und reflexartig meint das wäre ja nur ein “cia oder mossadagent” in dem clip.

    wer aufs dejavus dieser art steht oder nicht dagegen aufsteht wird schon wissen was er tut. diese mentalität war letzlich die “mutter israels”. dieses israel das heute selbst ein unrechtsstaat geworden ist oder?

    so mehr schreibe ich nicht dazu sonst kriege ich wieder den zionistenstempel oder sollte ich sagen zionistenknebel. ein ding das immer wieder die gleichen programme ablaufen um leute mundtot zu machen: antisemitenkeule, islamophobiekeule und jetzt die neueste erfindung die zionistenkeule.

    peace leute

  36. You defend the Washington/Tel Aviv line, or you are out of work

    by Paul Craig Roberts

    The propagandists for the Israel Lobby, who occupy the Wall Street Journal editorial page while pretending to be journalists, are determined to remove Helen Thomas from the annals of journalism. In case you have already forgotten, a few days ago the distinguished career of Helen Thomas, the 89-year-old doyen of the White House Press Corps, was ended by the Israel Lobby, which made an issue about her opinion that immigrant Jews should leave Palestine and go back to their home countries.

    The White House Correspondents’ Association fell in line with the demands of the Israel Lobby, and the cowardly president of the organization added the association’s disapprobation to that of the neoconservative cabal.
    Having removed Helen Thomas from the journalism scene, the Israel Lobby is now working with its agents on the Wall Street Journal editorial page to eliminate the Helen Thomas Award for Lifetime Achievement from the Society of Professional Journalists.

    A nonentity in the world of journalism, James Taranto, apparently is associated with the Wall Street Journal editorial page, although Wikipedia reports that he was incapable of graduating from journalism school at California State University, Northridge. On a Wall Street Journal web site, Taranto writes: “We’ve been calling Thomas ‘American journalism’s crazy old aunt in the attic’ for years,” and he asks who would now accept the Helen Thomas award after Ms. Thomas revealed she really was crazy by criticizing Israel.

    http://www.foreignpolicyjournal.com/2010/06/16/helen-thomas-in-appreciation/comment-page-2/#comment-10022

  37. Schnehen: Zum Thema Giftgas in Halabja und dem Kreig insgesamt:

    Claims of Saddam’s Genocide Far from Proven
    Robin Miller, Media Monitors Network

    February 11, 2003

    Is it really true that Saddam Hussein “gassed his own people” while committing genocide against Iraqi Kurds, images that have become woven into the fabric of the American perception of Iraq?

    Human Rights Watch, the respected New York City NGO, has long championed these claims. According to its reports, “at least 50,000 and possibly as many as 100,000 persons, many of them women and children, were killed out of hand between February and September 1988,” the victims being Iraqi Kurds “systematically put to death in large numbers on the orders of the central government in Baghdad.” Iraq allegedly used chemical weapons in “forty separate attacks on Kurdish targets” during a campaign that HRW characterizes as genocide. The most prominent of these purported attacks was the March 1988 “chemical assault” on the town of Halabja, in which the number of dead, according to Human Rights Watch, was “in excess of 3,200,” or perhaps “up to 5,000,” or even “as many as 7,000.”[1]

    Horrifying claims, these, but how much of this is true?

    We know that both Iran and Iraq used chemical weapons against one another in their eight-year-long war, which ended with an August 20, 1988, cease-fire. Most of Iraq’s alleged assaults on the Kurds took place while this war was raging, although Human Rights Watch claims the attacks extended into September. Iraq has acknowledged using mustard gas against Iranian troops but has consistently denied using chemical weapons against civilians.

    We also know that Iraq, for what it called security reasons, forcibly relocated–within Iraqi Kurdistan–Kurds living in certain areas, much as Israel has done with the Palestinians and the U.S. did in Vietnam.

    What Happened at Halabja?

    The only verified Kurdish civilian deaths from chemical weapons occurred in the Iraqi village of Halabja, near the Iran border, where at least several hundred people died from gas poisoning in mid-March, 1988. We know that Iran overran the village and its small garrison of Iraqi troops; what is contested is who was responsible for the deaths–Iran or Iraq–and how large the death toll was.
    http://www.uruknet.info/?p=8549

    Weitere Artikel:
    What happened in Kurdish Halabja?

    1. DR. Ibrahim Aloush – http://www.albasrah.net, Did Iraq attack Halabja with chemical weapons in 1988?
    2. Stephen C. Pelletiere – NYTimes, A Glimpse of The Past: A War Crime or an Act of War?
    3. Jude Wanniski, Saddam Hussein Did Not Commit Genocide
    4. Carlton Meyer, Saddam never gassed his own people
    5. Jude Wanniski, In Defense of Saddam Hussein:
    6. Jude Wanniski, Defending Saddam, Not President Bush
    7. Jude Wanninski, What Happened at Halabja?
    8. Ghali Hassan, What do Fallujah and Halabja have in Common?
    9. Robin Miller – Media Monitors Network, Claims of Saddam’s Genocide Far from Proven
    10. Raju Thomas- Times of India, Report Suppressed: Iran Gassed Kurds, Not Iraq
    11. Xymphora, More on Jeffrey Goldberg
    12. Jude Wanniski, A Fair Trial for Saddam?

    13. in italiano
    14. Sanjay Suri, Saddam può chiamare la CIA in sua difesa:

    http://www.uruknet.info/?p=-4&bh=2

  38. schnehen

    @Chris Sedlmair

    Warum stellst du hier einen englischsprachigen Text hinein? Du könntest seinen Inhalt kurz auf Deutsch zusammenfassen und hier in eigenen Worten hineinstellen. Aber dann wären es deine eigenen Worte!

    In dem Text wird die Behauptung aufgestellt, dass der Iran Giftgas angewendet haben und in Frage gestellt, dass Saddam Hussein Massenmorde an Kurden und Iranern durch Giftgasattacken begangen haben soll. Es wird eine nachträgliche Reinwaschung eines Massenmörders betrieben.

    Vielleicht hattest du Angst diese antiiranische Hetze hier in eigenen Worten zu wiederholen? Aber du blamierst dich auch so.

    Ich habe die Bilder gesehen von den Toten in den iranischen Dörfern, die durch Saddams Giftgasattacken umgebracht wurden, ich habe die Leichen von vergasten Kindern und Frauen gesehen. Auf PressTV gab es dazu eine ausführliche Dokumentation. Der Journalist Nadar Moktari berichtete, wie er die Zeit des Krieges gegen den Irak miterlebte und dass von seinen Klassenkameraden, keiner mehr lebt. Er ist der einzig Überlebende. Alle sind Opfer des Krieges, den Saddam gegen den Iran geführt hat – mit westlicher Unterstützung – geworden. Die Iraner werden das nie vergessen, aber trotzdem den Irakern, die ja selbst Opfer der Massenmorde Saddam Husseins wurden, versöhnlich die Hand entgegenstrecken. Und sie haben es schon längst getan. Nur es gibt heute noch eine Reihe von Baathisten, die diese ausgestreckte Hand zurückweisen und die von Versöhnung nichts wissen wollen und die wieder eine Anhängerschaft haben, auch im Westen.

    Noch heute begeben sich Iraner in die Krankenhäuser, um die Folgen dieser Attacken behandeln zu lassen und es sind Zehntausende. Der Iran hat nicht mit gleicher Münze heimgezahlt, weil es islamischen Prinzipien widersprochen hätte, ebenfalls Massenvernichtungsmittel gegen eine muslimische Zivilbevölkerung anzuwenden und heute behauptet im Irak niemand mehr (außer ein paar unverbesserliche Baathisten, die heute mit Saudi Arabien zusammenarbeiten), dass der Iran damals Giftgas gegen die Iraker angewendet hat. Niemand behauptet heute mehr, dass es keinen Massenmord an den Kurden im Nordirak mit Tausenden von Toten, seitens Saddam gegeben hat.

    Es ist übrigens das gleiche islamische Prinzip, das dazu führt, dass der Iran auf die Herstellung von Atomwaffen verzichtet, weil es sich um eine Massenvernichtungswaffe handelt, die unschuldige Menschen tötet.

    Alle Versuche, die Geschichte umzufälschen, sind vergeblich.

  39. ribi

    chicano: vielleicht wäre es möglich, beim hausmeister die mail-addressen abzugeben- und dann kontakt miteinander aufzunehmen?? ! freiheit für alle, diskussion mit jedem, gewaltfreiheit, solidarität und gerechtigkeit!du siehst, ich habe keine berührungsängste! gehe die fatima nicht so an, sie ist weitaus offener als bestimmte andere kräfte!

  40. “gehe die fatima nicht so an, sie ist weitaus offener als bestimmte andere kräfte!”

    Wie Sie ja schon mal gesagt haben, entsteht ein bestimmtes Bild eben auch durch die schriftliche Kommunikation. An sich bin ich nämlich recht verträglich…Herr Elsässer hat eine Begegnung mit mir ja auch überlebt ;-)

  41. chicano

    @ribi

    ich gehe niemanden an. habe nur geantwortet auf fatimas worte: “„Glauben Sie wirklich, „islamische Fundamentalisten“ , wer immer das sein soll und was immer die jetzt vertreten, möchten irgendwelche “ Freiheitsrechte“ in Deutschland bedrohen?”

    und beispiele geliefert die deutlich zeigen das die frage von fatima ne nebelkerze vom feinsten ist. wenn nicht mit absicht dann unabsichtlich. das weiß ich nicht und wills auch gar nicht mehr wissen. entweder nebelkerzen oder es wird eben ausgesessen bis der thread in der versenkung verschwindet.

    OT: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Juedische-Taenzer-beschimpft-und-mit-Steinen-beworfen

    wieder mal cia und mossad in aktion?
    möchte nicht wissen was ZU RECHT los wäre wenn das gegen eine andere ethnie in alemana gehen würde aber so ist das natürlich voll in ordnung und der gute alte addi hitler wird wohl noch geklont oder was?

    ribi mir reichts hier und es ist sinnlos. die meinungen stehen festgemeißelt: israel ist der teufel und hamas sind die engel. türkische regierung ist supi und kurden sind terroristen. im iran werden homosexuelle nicht gegängelt und die frau ist dort freier als bei uns. fundamentalistischer islam ist keine bedrohung in europa und ich bin zionist. ansonsten wird hier von den großen wortführern und megapostern auf unbequemes nicht geantwortet wie du feststelltest und wenn dann mit beschimpfung oder irgendeiner keule. (jürgen ausgenommen der ist ja bis über die ohren in arbeit) man kann seine kräfte kaum besser zerstreuen daher ist jetzt definitiv schluss.

    hab echt genug gesehen hier und meine emailaddi nützt auch nix denn du kennst meine meinung ja bereits. ich halte mich wieder an meine getthobrüder öle opas flinte und warte auf den großen zapfenstreich.

  42. juergenelsaesser

    chicano: Wenn’s Ihnen hier reicht, dann gehen Sie und belästigen uns nicht weiter. Sie hatten alle Chancen, aber …

  43. Nadi

    “….Iranerinnen und Iraner haben schon einmal Leuten vertraut, die zunächst Demokratie
    versprachen, dann aber im Namen des Islams ihre eigene Diktatur errichtet haben.
    Das iranische Volk wird angesichts dieser eigenen bitteren Erfahrungen den Irrtum
    sicherlich nicht wiederholen und nicht erneut jenen hinterherlaufen, die eine andere,
    diesmal antiislamische Diktatur errichten wollen. Die geistige Haltung beider Seiten -
    derjenigen, die heute im Iran an der Macht sind und Andersdenkende nicht dulden…”

    Die Gruender der islamischen Republik haben niemals Demokratie versprochen, sondern ein islamisches Staatswesen. Hinter der islamischen Revolution, stand wegen ihrer gerechten Formulierungen, der Grossteil aller damaligen anti Shah Bewegungen wie Tudeh oder die Terrorgruppe “Volksmudjahedin” die damals noch frenetisch die Revolution Imam Khomeinis feierten. In einem einmaligen Referendum stimmten die ueberwaeltigende Mehrheit der Iraner fuer eine islamische Republik, das wird aber gerne vergessen wenn Menschen wie Massarat sprechen, die dann versuchen, die islamische Volksbewegung von der historischen Wirklichkeit abzukoppeln und so tun als waere die Revolution von einigen wenigen begangen worden ohne die Zustimmung des Volkes im Iran.
    Doch als dies geschah, wurde die Buechse der Pandorra geoeffnet und der Startschuss fuer einen grossangelegten Propagandafeldzug gegen das neue Befreiungsmodell eroeffnet.
    Sofort wurde der Iran mit Krieg ueberzogen und die neuen islamischen Vertreter ermordet oder propagandistisch verteufelt.
    Wer hier von fehlender Meinungsfreiheit berichtet, sollte sich die Liveuebertragungen im damaligen jungen islamischen Staat 1981 bis 1984 ansehen, wo etwa Kommunisten und Nationalisten mit Gelehrten wie Shahid Mortahari zusammensassen und oeffentlich im Fernsehen(!)Disput fuehrten.
    Heute geht es im Iran heis her, Iraner sagen ohne Angst ihre Meinung in die Kameras oder veroeffentlichen ihre Positionen in Tageszeitungen. Ich vermute mal,
    keiner der Schreiber hier hat auch nur eine iranische Seite besucht um mal zu schauen wie es dort eigentlich hergeht. Moussavuanhaenger gegen Ahmadinejadverteidiger, pro und contra.
    Wuerde die Regierung des Iran “brutal” verfolgen oder zensieren, sie haette wie Montazeri nicht am Leben gelassen, der bis zu seinem Tod gegen die Fuehrer und das System gehetzt(!) haben. Wuerde Iran jede Meinung im keim ersticken, wuerde sie sofort die antiregierungsseiten Moussavis und Karroubis schliessen lassen und auch die Giftseiten des Rafsandjanis Clans verbannen, doch sie laufen alle seit vielen Monaten ohne Beeintraechtigung seitens der “Herrscher”. Massarat bedient sich wie die meisten Exilanten nur noch von den sogenannten Oppositionsgruppen und deren Geschichten, wann war denn dieser nette Mann das letzte mal im Iran? Es ist nicht alles gut gegangen im Iran und es hat viel Leid und Irrtum gegeben aber hat nicht jede Revolution Lehrgeld bezahlen muessen, bevor sie gereift ist?
    Erst seit der Amtszeit Ahmadinejads setzt man sich AUCH mit den Irrtuemern der Revolution auseinander.
    Massarat redet so als sehe er schon der Zerfall des islamischen Systems ohne zu bemerken, das die Revolution gerade erfrischt wurde durch die neue Wiederwahl Ahmadinejads und der Geist des Islam neue Fruechte im Iran traegt.
    Auch die Revolutionsanhaenger haben dazu gelernt und aus vergangenen Fehlern gelernt.
    Die Daemonisierung der islamischen Revolution steht ganz oben auf der Agenda der Iranfeinde, zu denen auch einige Blogger hier gehoeren, die gerne aus dem zusammenhang gerissene Dokus posten in der Hoffnung den Iran damit “entlarven” zu koennen.
    Aber die islamische Revolution ist ein Modell hinter die es sich Lohnt, geschaut zu haben. Sie stellt eine Alternative zu den vorhanden Revolutionsbewegungen dar, deren Dynamitaet laengst nicht mehr erkennbar ist.
    Ich weis nicht wer “gewonnen” oder”verloren” haette in diesem Disput aber eins ist sicher, die Vertreter des islamischen Systems haben keine Scheu, sich zu Wort zu melden!
    Es spielt fuer Iran ueberhaupt keine Rolle ob diese Rebellen eines “zukuenftigen besseren Irans” das Treffen torpediert haben, denn an der Qualitaet der islamischen Revolution hat sich deswegen nichts geandert. Aus allen konflikten der juengsten Zeit ist Iran und die Regierung gestaerkt hervorgegangen.

  44. Dann brauche ich ja nicht mehr darauf zu antworten, von wegen “Nebelkerze”.
    Viel Spaß noch bei den Ghettobrüdern undbeim Ölen von Opas Flinte.

  45. @ schnehen: Die Texte beziehen sich nicht auf iranische Dörfer und den Einsatz von Giftgas im Krieg durch den Irak auf iranischem Terrtorium habe ich nicht bestritten. Im übrigen habe ich auch gesagt, daß ich den Iran selbst dann gegen den Imperialismus verteidigen würde, wenn er Atomwaffen entwickeln würde. Auch habe ich nicht behauptet, daß der Irak objektiv richtig gehandelt hat und dadurch “der Gute” in diesem Konflikt war. Der Iran hat sich aber im Krieg gegen den Irak durch die Zionisten mit Waffen versorgen lassen. Ich deute die Geschichte nicht um, sondern verwehre mich gegen die im Mainstream vorhanden Umdeuteung, die herrschende Idee, die Idee der herrschenden, die Du leider auch mitträgst. Wobei wir ganz schnell bei der Frage sind “Wem nützt es?”. Warum ist in der offiziellen westlichen Geschichtsdarstellung der Irak der Hauptschuldige. Dokumentiert dies in Deinen Augen nicht die Interssenslagen zu jener Zeit? Der baathistische Irak war immer Hauphindernis No.1 in der Durchsetzung imperialistischer Interssen in dieser Region. Daß die erste Invasion erst 1991 erfolgte, ist kein Zufall. Erst nach dem Ende der UdSSR und dem daraus resultierenden Vakuum konnte die weitere Geschichte irakisch-imperialistsicher Auseinadersetzungen diesen Verlauf nehmen. Der Irak war eben nicht der Freund der USA, sondern deren schlimmster Feind. Nur der Freundschaftsvertrag mit der UdSSR hat den Irak vor der Rache für die Ölverstaatlichung in den 70ern beschützt. Kuwait war nur der willkommene Anlaß. Die Politik des Irak war ab 1990 auf eine neuformierung der arabischen Staatn in eine Konfrontationsstellung mit den USA zu bringen, weil das die einzige Überlebenschance für den Irak war. Im Irak befinden sich nach neuesten Forschungen die größten Ölreserven der ganzen Welt. Ca. 1/3 mehr als bisher angenommen wurde. Die Baathisten ahnten sowas wohl schon länger. Wie auch immer: Ein weiterer Hinweis ist ein Artikel, den ich ca 2004 gelesen habe. Seit 1985 war es ein politisches Prioritätsziel, das Saddam-Regime zu delegitimieren, seine moralische Autorität in den Entwicklungsländern zu untergraben. Die war nämlich überprportional zur politischen bedeutung des Landes. Der Irak unterstützte u. a. ANC, Viet-Cong, PFLP, diverse Antiimperialistisdhe Gruppen in den westlichen Staaten, Löste mit seiner Anerkennung der DDR das Ende der Hallstein-Doktrin aus, und leisdtete als Entwicklungslandd selbst noch massiv Entwicklungshilfe. In Indien gibt es heute noch ein Dorfm, das seinen Namen trägt “Saddam Beach”. WEr behauptet, daß der baathistische Irak ein Zögling der USA sei ala Pinochet ist entweder völlig ahnunglos und plappert wirres Zeug nach, ohne mal die iraksiche Seite zu hören oder ist bewußter Teil des historischen Revisionismus im Intersse des Imperialismus. Auf jeden Fall hat dies nichts mit den wahren Verhältnissen zu tun. Dieser Konflikt zwischen der arabischen Halbinsel und Persien/Iran ist alt und eine Schwachstelle einer globalen Völksfront gegn den Imperialismus. WEr das nicht versteht oder ignoriert, wird nie begreifen warum eigentlich vernunftbegabte politische Führer der beiden Nachbarn bereit sind sich mit dem Imperialismus zu Verbünden oder zumindest in dessen Windschatte Vorteile gegen den Nachbarn zu verschaffen. Diese Offene Flanke ist eine ernstzunehmende Schwäche.

    PS: Den Text zusammenfassen geht kaum, er ist ohnehin sehr komprimiert und dicht. Ich hätte ihn komplett übersetzen müssen, aber so sehr liebe Ich Dich nun auch wieder nicht. ;-)

  46. Wilhelm Tell

    @fatima: Er ist doch bald wieder unter neuem Nicknamen da und alles geht von vorne los…

  47. schnehen

    Es ist bedauerlich, dass Anti-Iranhetze, die mit Geschichtsfälschungen einhergeht (‘Der Iran hat die Kurden im Nordirak vergast – Saddam ist unschuldig’ – so der von Chris Sedlmair hier hineingestellte Text) auch von links betrieben wird, was wieder einmal mehr zeigt, dass es linke Kräfte gibt, die mit den Neocons und den Zionisten zusammen, wenn es um den Iran und seine Revolution geht, ins gleiche Horn stoßen, und wieder einmal mehr zeigt sich, wie verwirrt und desorientiert diese Linken sind. Mich wundert, dass man dem Iran oder seiner Revolutionsregierung von damals nicht auch noch unterstellt, die eigene Bevölkerung mit Senf- und Nervengas eingedeckt zu haben.

    Ich hatte über ein ganzes Jahr lang eine Diskussion mit einem sehr jungen, sog. Antiimperialisten, der heute für die AIK schreibt, eine in Österreich tätige antiimperialistische Gruppe, und der immer wieder mit solchen Geschichten ankam und nicht müde wurde, Saddam Hussein und heute die Baathisten im Irak, die inzwischen von Saudi Arabien gesponsert werden und für die meisten Anschläge im Irak verantwortlich sind und dabei logistisch von den USA unterstützt werden, zu verteidigen.

    All meine Bemühungen und Hinweise, darunter auch der, den Nadi hier bringt, dass es 1980 im Iran ein Referendum für die Revolution gegeben hat, in dem sich über 90% für die Islamische Revolution aussprachen, wurden von ihm nicht geglaubt, weil er ein gläubiger Baathist war, der sich für sehr fortschrittlich und sogar für proislamisch hielt.

    Das heutige iranische Regime wurde als ‘Mullahregime’, als ‘Theokratie’ und natürlich als ‘reaktionär’ bezeichnet, wo die Revolution angeblich von ‘Mullahs’ dem Volk geraubt wurde. Die Trotzkisten, mit denen wir diskutierten, waren der gleichen Meinung. Er verstieg sich sogar zu der Behauptung, die er irgendwo aufgeschnappt hatte, dass ‘Israel damals den Iran unterstützt’ habe gegen Saddam und dass Iman Khomeni ‘kleine Kinder in Minenfelder laufen ließ’.

    Die ‘Junge Welt’, das Sprachrohr der Linken, hat jetzt ihre Spalten für Gaza und den Antizionismus geöffnet, was sehr begrüßenswert ist, obwohl sie den Zionisten in ‘Abgeschriebenes’ immer noch eine Plattform gibt wie neulich Stephan Kramer von der ‘Jüdischen Gemeinde’, der dort hetzen durfte. Sie sollte das Gleiche auch tun in Bezug auf den Iran tun und mit derselben Ausführlichkeit über die Islamische Revolution und die Situation im Iran heute berichten, statt unbesehen, das wiederzugeben, was von ‘Grünen’ kommt.

    Claudia Wangerin – wie wär’s wenn Sie einen Anfang machen würden?

  48. ribi

    fatima: mir fällt nur auf, dass sie auch bei streitigkeiten immer stillvoll bleiben- und den anderen mensch sein lassen! ich teile ihre meinungen oftmals nicht, sehe aber keine genrelle ablehnung meiner person oder überzeugungen, dies ist pisitiv! ja,würde man von angesicht zu angesicht miteinander diskutieren, dies scheint sicher, würden die debatten weniger hart und aggressiv sein! es kannaber sein, dass frauen weniger hart in einer debatte sind, obwohl generell mag dies auch nicht so sein!

    chicano: mir würdest du fehlen! du müsstest eigentlich bleiben, um ein gegengewicht zu bilden!

  49. Hans

    “die Baathisten im Irak, die inzwischen von Saudi Arabien gesponsert werden und für die meisten Anschläge im Irak verantwortlich sind und dabei logistisch von den USA unterstützt werden”

    Na ja, bei allem Respekt, aber vom Irak und den heutigen Verhältnissen dort haben Sie doch recht wenig Ahnung. Abgesehen von “Al-Qaida”, die etwa für ein Prozent der Anschläge verantwortlich sind (die aber die höchsten Opferzahlen unter den Zivilisten fordern), wo Ihre Beschreibung wirklich Sinn macht, ist der bewaffnete Widerstand im Irak von keinem Staat gesponsert, weder Saudi-Arabien noch USA. Der irakasche Widerstand wird auch nicht von Baathisten dominiert.
    Der irakische Widerstand ist – wie selbst US-Geheimdienste eingestanden haben – ein Volkswiderstand und eben kein Stellverterterkrieg anderer Staaten (abgesehen von IRAN!, die neben den USA die eigentliche Besatzungsmacht sind und die US-Besatzung praktisch erst ermöglicht haben. Es ist vor allem der Politik der iranischen Regierung zu verdanken, dass es bis heute im Irak noch zu keiner nationalen Einheitsfront gegen die Besatzung gekommen ist, denn die würde am Ende auch die iranischen Staatsvertreter aus dem Land werfen. Soviel zum iranischen Antiimperialismus!). Der irakische Widerstand kommt von unten, auch wenn alte Baathisten vor allem im militärischen Bereich führende Rollen spielen, ist dies ein “autonomer” Volkswiderstand auf demokratisch-islamischer Grundlage. Und gerade wegen der besonderen Qualität wird der irakische Widerstand von keinem arabischen Regime unterstützt. Vor solchen Bewegungen haben die autokratisch-diktatorischen arabischen Regime Angst. Aber wenn Sie Beweise haben, dass Gruppen wie die Islamic Army of Iraq, Jaami, die 1920er Revolutions-Brigaden, Hamas in Iraq, Jaish Al Mujahedeen, Hezb Allah Iraq, Naqshabandiya, Rashideen etc. Gelder von der saudischen oder der US-amerikanischen Regierung erhalten, dann bitte her damit!

  50. schnehen

    @ Chris Sedlmair

    Zitat 1:

    “Der baathistische Irak war immer Haupthindernis Nummer eins bei der Durchsetzung imperialistischer Interessen in dieser Region.”

    Zitat 2:

    “Der Irak war nicht der Freund der USA, sondern deren schlimmster Feind.”

    Daraus folgt für dich:

    Saddam Husseins Irak war fortschrittlich, antiimperialistisch und US-feindlich. Deshalb wurde der Irak 1991 von den USA und ihren Verbündeten angegriffen und dann 2003 noch einmal. Weil dem so war, muss man ihn auch heute noch unterstützen und du tust es.

    1.) Untersuchen wir zuerst, ob der Irak ‘fortschrittlich’ unter Saddam Hussein war.

    1. Im Süden des Irak vertreibt das Saddam-Regime ab 1991 im Zuge der Entwässerung des Marschlands und zur Trockenlegung der Sümpfe im Euphrat-Tigris-Delta die schiitische Bevölkerung. 150.000 Schiiten fliehen in den Iran. Ist es fortschrittlich Menschen zu vertreiben, wenn es um die Durchsetzung eines Projekts geht? Nein, es ist menschenverachtend, aber nicht fortschrittlich.

    2. 1990 überfällt Saddam Husseins Irak mit stillschweigender Billigung der USA den Kuwait und macht das Land zur 19. Provinz. Tausende kuwaitischer Soldaten werden Opfer der Aggression. Ist es fortschrittlich, ein fremdes Land zu überfallen, dessen Grenzen man vorher noch garantiert hatte, und Tausende Menschen in Folge der Aggression zu töten? Es ist nationalistisch und barbarisch, aber nicht fortschrittlich.

    3. 1980: Saddams Truppen fallen in den Iran ein. Der Überfall findet die Zustimmung der USA und anderer Staaten, einschl. der UdSSR. Es folgt ein achtjähriger Krieg, in dessen Verlauf, Saddam Giftgas gegen die iranische Zivilbevölkerung einsetzt. Dies ist nicht fortschrittlich, sondern gleichfalls barbarisch und ein Massenmord in einem muslimischen Land, das seit 400 Jahren kein anderes Land mehr überfallen hat und keine Bedrohung für den Irak darstellte.

    Saddam Hussein, auch wenn er sich ‘Sozialist’ oder ‘Baathist’ nannte, war also nicht fortschrittlich, sondern ein menschenverachtender irakischer Nationalist, der sich, um sein Expansionsstreben zu befriedigen, auch westliche Hilfe in Anspruch nahm, um ein anderes muslimisches Land, entgegen muslimischen Prinzipien und entgegen internationalen Rechts, zu überfallen.

    2.) Untersuchen wir, ob Saddam das Haupthindernis für US-imperialistische Interessen in der Region war. Stimmt diese Behauptung?

    Wenn er ‘antiimperialistisch’ war, warum überfällt Saddam den Iran, in dem es erst ein Jahr vorher eine antiimperialisische, islamische Revolution und die Vertreibung der CIA gegeben hat? Cui bono? Warum nimmt er westliche Militärhilfe an, z. B. aus Westdeutschland und Frankreich, darunter Kampfgaslieferungen? Warum lässt er sich aus Frankreich Raketen liefern?

    Es lag im westlichen Interesse den Iran und seine Revolution, die von innen heraus nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte, von außen anzugreifen, und man bediente sich eines Werkzeugs, das den Namen Saddam Hussein sowie den Namen MKO (Volksmujahedin, Camp Ashraf) trug und man scheiterte erneut.

    Es kann also nicht stimmen, dass er ‘das Haupthindernis Nr. 1′ für imperialistische Interessen war. Richtig ist vielmehr, dass er von einem bestimmten Zeitpunkt an, besonders ab 1990, in einen Gegensatz zu den Westmächten gerät, besonders aber auch zu Israel, das verlangt, nun endlich gegen diesen Störenfried vorzugehen. Der Westen reagiert mit seinen Irakkriegen und sieht darin eine willkommene Gelegenheit, die Region im Interesse Israels und eigener strategischer und Ölinteressen noch stärker als vorher unter Beschlag zu nehmen und die Verstaatlichung des Öls im Irak wieder rückgängig zu machen.

    Damit sind beide Behauptungen, dass Saddam Hussein fortschrittlich und ein antiimperialistisches Hindernis war, widerlegt.

    Es ist weiterhin unumstritten, dass Saddam Giftgas gegen das eigene Volk anwandte, wodurch über 8000 Kurden umkamen. Die Versuche, dieses Verbrechen den Iran anzulasten, sind vergeblich und dumm. Dies erklärt, dass heute viele Kurden im Norden des Irak den USA wohlwollend gegenüberstehen. Saddam hat also durch seinen Gaskrieg gegen das eigene Volk dem US-Imperialismus in die Hände gespielt.

    Auch hieraus ergibt sich, dass er nicht das ‘Haupthindernis Nr. 1 für Imperialisten in dieser Region’ gewesen sein kann, sondern im Gegenteil ein Zuträger für deren Interessen.

    Aus all dem ergibt sich, dass eine Unterstützung Saddam Husseins und der Baathisten, die heute zu einem Verbündeten der USA gegen die irakische Zentralregierung geworden sind (was unbestritten ist), nicht nur nicht angebracht sein kann, sondern direkt eine proimperialistische Position darstellt.

    Wenn sog. Linke heute diese proimperialistische Position beziehen, machen sie sich zum nützlichen Idioten der Imperialisten.

  51. Israel hat doch nicht den Iran unterstützt, weil sie den IRan mögen, sondern um den Krieg zu verlängern. Schnehen, denk doch mal erstmal nach, bevor du pampig wirst und dieh die gesamthewit meiner Aussagen, seit wir hier. Ich habe über Jahre, genauer von 2003 bis 2006 ein Nachrichtenprojekt Namens Iraq News Network betrieben, täglich 4-8 Stunden hunderte von Quellen verschiedenster Ideologischer Prägung nach Nachrichten, Hintergrundreportagen, Widerstandsmeldungen, historische baathistsiche Texte usw durchforstet, die ausgewerrtet und relativ gute Prognosen liefern können. Diese Projekt hat mich als Geringverdiener/Arbeitsloser finanziell und gesundheitlich aufgerieben. DArum mußte ich es einstellen. Mit hat keine Sau auch nur mit einem Cent geholfen. Keine Antiimperialisten, keine Arber, keine Muslime haben mich mich unterstützt, aber bedeint haben sich 500-1000 Besucher pro Tag, in Spiteznzeiten 1500. Völlig unanbhängig. Mein Standpunkt ist durch die auswenrtung von zigtausenden von Texten (10-50 pro Tag) fundiert und gehört weder Saddam’s Baghdad nocht Theran Ich war auch mitbegründer und passiver Unterstützer des Deuschen Solidaritätskommittees Freier Irak. Was hast du gemacht, außer die Version Theran’s nachzuplappern?

  52. By the way: Ich halte den namantlichen und persönlichen Verleumdungsattacken der Antidetuschen per Flublätter, Mails, Zeitungen, Internet, Morddrohungen schon seit 2000 stand, und Du?

  53. chicano

    “Der irakische Widerstand ist – wie selbst US-Geheimdienste eingestanden haben – ein Volkswiderstand und eben kein Stellverterterkrieg anderer Staaten (abgesehen von IRAN!, die neben den USA die eigentliche Besatzungsmacht sind und die US-Besatzung praktisch erst ermöglicht haben. Es ist vor allem der Politik der iranischen Regierung zu verdanken, dass es bis heute im Irak noch zu keiner nationalen Einheitsfront gegen die Besatzung gekommen ist, denn die würde am Ende auch die iranischen Staatsvertreter aus dem Land werfen. Soviel zum iranischen Antiimperialismus!). ”

    und das stimmt absolut und zu 99,9%!

  54. schnehen

    @Chris Sedlmair

    Du lenkst von der Sache ab. Es kann ja sein, dass du sehr viel gelesen hast und sehr viel durchlitten hast. Übrigens: Warum betonst du das? Wer bescheiden ist, betont so etwa nicht. Aber die Frage ist, was ist wahr und was ist nicht wahr.

    Hat Saddam gegen den Iran und die Iraner Giftgas angewendet und Zehntausende damit getötet? Ja oder Nein?
    Die Antwort lautet ja.

    Hat er gegen die eigene Bevölkerung völkerrechtswidrig Senf-und Nervengas eingesetzt? Die Antwort lautet wiederum ja.

    Allein das sind zwei monströse Verbrechen. Er ist ein Kriegsverbrecher, ein Massenmörder. Wer so einen Verbrecher gut findet und im Nachhinein versucht zu rehabilitieren, kann noch so viel gelesen haben. Er hat vielleicht viel gelesen, aber leider wenig verstanden.

  55. juergenelsaesser

    schnehen/chris: Wie lange soll das Match Irak : Iran noch gehen? Wir sind, glaube ich, schon in der Nachspielzeit einer insgesamt recht ruppig geführten Partie. Würde vorschlagen, Ihr klärt das mal bei einer Tasse Pilsener. Oder hat der Streit auch AKTUELLE Relevanz?

  56. JE: Nein. Aber er hört nicht auf. Ich woltle ja garnicht. Natürlich hat es keine.

    @ Schnehen: Du hast gehört: Sperrstunde. Ich habe das nicht betont. Das INN Projekt habe ich glaube zum ersten Mal hier erwähnt und es mußte erwähnt werden, weil damals keiner außer die AIK bereit war auch nur einen Milimeter vom eigenen Leerbuch abzurücken und andere Gedanken zuzulassen. Wenn es mir um mich gegangen wäre hätteich die ganze Zeit gejammert. Aber hier ging es einfach um Faktenwissen und die Fähigkeit diese Fakten zu größeren Zusammenhängen zu verknüpfen um die darus resultierende theorie falsifizieren zu können. Der Irakische Widerstand hat den Regimen in Syrien und Iran den Arsch gerettet, sonst wären die Besatzer weitermarschiert. Ich wollte auf den dreifachen Verrat am iraksichen Widerstand hinweisen: Der Verrat durch die Friedensbewegung, die nichts handfesters vorgaben, als “Kein Blut für Öl!”, “Hände weg vom Irak” und Angst hatte mit dem Irak in verbindung gebracht worden zu sein oder als zu radikal zu gelten, wenn. Schnittmenge gab es mit dem Zweiten Verat: Dem Verrat durch die deutsche Linke, die noch eine Schuld aus der Rettung der DDR vor der Hallstein Doktrin, der dritte Verrat war der druch den Iran. Obwohl der irakische Widerstand in seinem Kampf auch ohne es selbst zu wollen, den Iran vor den USA und “Israel” schützte und dieser aber Rücksichtslos seine eigenen Hegemonialinterssen durchstzte.

    Trotzdem ist der Iran antiimperialistsch, aber ebenfalls Gefangener dieses historischen Konflikts. Wie übrigens auch Teile der arabischen Nationalisten, die die Grünen Freizeitrevoluzzer im Iran unterstützen, die vom Kriegs-PM Moussavi angeführt wruden. Derjenige, der diesen Konflikt beenden kann, hat den SChlüssel zur (Selbst)befreiung der gesamten Region gefunden. Und da der Irak nicht frei und souverän ist, liegt der Ball in der iranischen Hälfte.

    Jetzt ist Schluß. Zumindest von meiner Seite.

  57. schnehen

    @JE

    Tut mir leid, Jürgen Elsässer. Es handelt sich hier nicht um ein Fußballspiel, sondern um den Versuch, einen Massenmörder wieder hochzuloben, so ähnlich wie es die Maoisten mit dem Massenmörder Mao Tse-tung oder die Stalinisten mit dem Massenmörder Stalin tun. Und es ist bezeichnend, dass sich an dieser Stelle wieder jemand zu Wort meldet, der eigentlich gar nicht mehr hier sein wollte, und der in Sedlmairs Anti-Iran-Hetze fröhlich mit einstimmt, und der unverfroren wie er ist, pro-Israel wie er ist, den Iran als ‘Besatzungsmacht’ verleumdet.

  58. schnehen

    Ich wollte noch hinzufügen: Die aktuelle Relevanz besteht darin, dass von ‘links’, hier durch den ‘Linken’ Sedlmair die Hetze gegen den Iran mitgetragen wird. Und wenn hier von einer ‘iranischen Besatzungsmacht’ die Rede sein soll, dann frage ich, wo die iranischen Besatzungssoldaten stehen. Es gibt keine Besatzungsmacht ohne Besatzungssoldaten. Ich sehe dort keine, aber immer noch über 100.000 US-Soldaten.
    Und ich sehe jede Menge israelischer Besatzungssoldaten auf der West Bank, an den verschiedensten Checkpoints stehen. Und auch das hat eine aktuelle Relevanz.

    P.S. Ich wusste gar nicht, dass man Pilsener aus einer Tasse trinkt. Ist das die ‘unruppige’ Art, Bier zu trinken?

  59. juergenelsaesser

    schnehen: Die Diskussion über die Vergangenheit – wie man diese oder jene Person einschätzt, als Massenmörder oder als Held – ist absolut steril und wird nur Leute auseinanderbringen. Und zwar deswegen, weil wir diese Vergangenheit nicht erlebt haben, und die Quellenlage oft unübersichtlich ist. – Ich bin dafür, nur über die Gegenwart und Zukunft zu sprechen. Also durchaus über die Rolle des Iran im Irak. Aber bitte sine ira et studio. Und man darf dem guten Chris nicht die Sünden anderer Kommentatoren dieses blogs anhängen.

  60. schnehen

    Ich will nur noch ein Letztes dazu sagen und dann schweige ich:

    Wer heute glaubwürdig sein will, muss sich von Massenmördern klar distanzieren. Wir verfügen heute über ein ausreichendes Wissen und über genügend Dokumente, um zu wissen, wie wir welche Persönlichkeiten einzuschätzen haben.

    Ich kann in einer Diskussion zur Vergangenheit nicht etwas ‘Steriles’ erkennen. Sieh’ dir die Dokumentationen auf ‘Russia Today’ über die Blockade Leningrads an oder auf PressTV die Dokus zum Iran-Irak-Krieg, zu 9/11, zum Mord an B. Bhutto, zum Putschversuch in Venezuela oder zu anderen Ereignissen. Sie werden gebracht, um die Menschen mit Wissen zu wappnen und um Lehren für heute aus der Vergangenheit ziehen zu können. Dieses Wissen und die Diskussion darüber, zu unterdrücken, halte ich für falsch. Der Blogger Freeman macht das auf seiner Seite: ‘Alles Schall und Rauch’ sehr konsequent und hat inzwischen gerade deshalb eine breite Anhängerschaft gewonnen.

    Ich halte es auch für falsch, alles zu relativieren und zu sagen: ‘Ach ja, die Quellenlage ist so furchtbar unübersichtlich, wie steigen wir da durch!?’ Wenn das richtig wäre, weshalb dann überhaupt den Versuch machen, sich mit den heutigen Verhältnissen auseinanderzusetzen und Bücher zu schreiben? Dann könnte man mit dem gleichen Recht sagen: ‘Ach ja, das ist alles viel zu unübersichtlich! Es ist nicht möglich, da durchzusteigen, was auf den Finanzmärkten los ist. Also lassen wir’s! Überlassen wir es den Experten!’

    Warum gab es dann hier eine Diskussion über die 68iger- Revolte? Die hätten wir dann angesichts dieser unübersichtlichen Quellenlage und der Gefahr, Leute auseinanderzubringen, auch nicht führen dürfen. Aber wir haben sie geführt und das war gut so. Auch ich habe hier durch die Diskussionen hinzugelernt, auch wenn es mal hart hergegangen ist, und habe meine frühere antipatriotische Haltung revidieren müssen. Ich bin froh, dass man mich hier manchmal sehr hart angegriffen hat, denn dadurch bin ich ins Nachdenken gekommen.

    Ich vertrete den Standpunkt, dass die Welt, die heutige, aber auch die vergangene, erkennbar ist, dass der forschende Mensch, der, der um die Wahrheit bemüht ist, in der Lage ist, die Welt zu erkennen, wenn er seinen Verstand bemüht, seine Logik, und sich die Informationen, über die wir heute massenweise verfügen dank des Internets, besorgt. (Punto final).

  61. Aufgrund der üblen Hasstiraden und Verleumdung gegen meine Person muß ich nochmal Antworten, ich hoffe es ist das letzte Mal

    schnehen: Damit hast du Dich für mich (…)

    (Rest gelöscht, um des lieben Friedens willen, Chris. Ich hoffe auf Dein Verständnis. Ich teile völlig Deine Einschätztung, dass die Verleumdungen gegen Dich nicht korrekt waren; umgekehrt warst Du aber auch ruppig. So, und jetzt Friede …)

  62. chicano

    nur des verständnisses halber. warum haben sie meine antwort an ribi nicht durchgehen lassen? was fanden sie daran beanstandenswert? es hätte schnehen vielleicht nebenbei auch erkennen lassen das er bullshit schreibt was mich betrifft. die hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt..

  63. juergenelsaesser

    chicano: Sie haben hier geschrieben, dass Sie fertig mit diesem blog sind, dass sie das alles furchtbar finden – und dann wollen Sie, dass ich Sie weiter veröffentliche? Für wie blöd halten Sie mich?

  64. ribi

    chicano: sage, dass du wieder dabei bist- und gut ist! jürgen ist weitaus toleranter als dauerpolitische spassbremsen vor ort- der lässt manches durchgehen!

  65. Homayoun H.

    Sehr geehrter Herr Elsässer,

    diese Pseudo-Oppositionellen Krebsgeschwüre (wie Stop the Bomb) im Ausland werden weder im Iran von Iranern (ob nun Grün oder nicht Grün) ernst genommen, noch von der Mehrheit der Auslandsiraner. Ich bin Iraner der damals Moussavi gewählt hatte und ich weiss wovon ich rede, da ich mit sehr vielen Iranern im Inland und Deutschland zutun und Kontakt habe (die auch meist NICHT Ahmadinejad gewählt haben).

    Nur weil diese und andere “Initiativen” im Internet präsent sind und von Israel unterstützt werden um irgendwelche Veranstaltungen abzublasen, macht sie das nicht wichtiger und effektiver als sie sind. Und glauben Sie mir, die Iraner die in Deutschland oder sonstwo auf der Welt mit einer Israelflagge auf Demos spazieren, kann man an EINER Hand (optimistisch an 2 Händen und einem Fuss) abzählen.
    Es sind immer wieder die selben komischen Gesichter.

    Diese ganzen Aktionen sind nicht an die Iraner gerichtet. Sie sind an Sie (Europäer) gerichtet. Denn Sie wissen ganz genau, sie haben bei allen Iranern auf gut Deutsch verschissen (entschuldigen Sie den Ausdruck, aber mir fällt
    nichts treffenderes ein). Genau so könnte man z.B. die MKO nennen. Im Iran (und bei Iranern im Ausland) ist diese Terrorgruppe verhasster als alle grauenvollen Mullahs im Iran zusammen. Die MKO will Sie (Europäer) einlullen und nicht
    uns Iraner. Ich könnte endlos weitere Beispiele nennen. Aber das alles wissen Sie sicher selbst.

    Es ist wie Sie sagen: Versuch der Vorbereitung einer Grundstimmung im Ausland, die dann einen Angriff auf Iran, legitimieren soll. Bleibt nur die Frage, ob Israel dann wirklich das Risiko eingehen will oder ob Israel damit leben wird, dass da ein Ahmadinejad ist der ab und zu auf Israel schimpft und ein paar Hisbollahs unterstützt, aber letztendlich keine größere Gefahr für Israel ist als ein palästinensischer Junge der ein paar Steine wirft. Ich denke die Israelis sind Schlau genug um nicht diesen letzten Schritt (Angriff)durchzuführen. Dafür leben Sie einfach nicht weit Genug vom Ort des Geschehens weg (ansonsten hätten Sie wahrscheinlich schon längst den gesamten Nahen Osten inkl. Iran bombardiert).

    Gruß,
    Homayoun

  66. Homayoun H.

    Sehr geehrte Frau Oezuguz,

    Sie schreiben: “und ich glaube dass sie das in völligem Bewusstsein tun”

    Dazu müsste man wissen, ob diese Exilgruppen sich tatsächlich bewusst sind, dass diese o.g. Kampagnen das Ziel haben, die Grundstimmung zu einem Krieg vorzubereiten, oder ob sie glauben sie helfen dabei ihren Gegner (die iranische Regierung) zu schwächen. Beim Letzteren kann man ihnen nur Dummheit vorwerfen, aber keine bewusste Aktion.

    Ich habe tatsächlich einige wenige Iraner gelesen, die sogar damit einverstanden wären, wenn z.B. iranische Atomanlagen
    bombardiert werden würden. Aber auch diese Iraner kann man an einer Hand abzählen. Diese wären sich dann tatsächlich bewusst was sie da tun. Aber da sie meiner Meinung psychisch Krank sind und eigentlich keinen Bezug mehr zu Iran haben, sollte man sie auch nicht als Exilopposition betrachten.

    Ich persönlich glaube eher, die Meisten tun es unbewusst, in dem Sinne dass sie einfach zu Blöde sind um zu merken was sie da eigentlich unterstützen. Überschätzen Sie nicht die Intelligenz einiger Exiliraner in Deutschland. Die “intellektuelle
    Elite” der Exiliraner residiert mit Sicherheit nicht in Deutschland! Und wenn sie Intelligent sind, dann sind sie so zerfressen vom Hass gegen die Mullahs und tun deshalb manchmal unlogische Dinge. Ob das ihre Mitschuld (Hilfe zur Selbstzerstörung) verringert, sei mal dahingestellt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Iraner (bewusst) dazu beitragen, ihr eigenes Land (ob nun mit oder Mullahs) zu zerstören!

    Nun aber etwas anderes:

    Sie schreiben: “vielleicht wusste man das und wollte es nicht darauf ankommen lassen”.

    Nun, seien Sie sich aber auch wiederum hier nicht sicher, ob der iranische Botschafter “gewonnen” hätte, nur weil er auf Sie einen besonnenen und ruhigen Eindruck gemacht hat, in dem er auf einige hysterische Vorwürfe “cool” reagiert hat.

    Herr Massarat ist Keiner, den man mit ein paar Standardantworten abwimmeln kann und er wäre ein ebenbürtiger “Gegner” von Herr Attar gewesen! Jemand wie Massarat, der selbst die anderen Exiliraner kritisiert, hätte mit Sicherheit keine “dummen Vorwürfe a la Mississipi Queen” vorbereitet, sondern Fragen die es in sich haben und er wäre mit Sicherheit eben so besonnen und Cool wie Attar!

    Wäre es dazu gekommen, dann wäre meine Prognose: 50:50 !

    Was Sie nicht verstehen Frau Oezuguz, ist: Sie unterstellen mit solchen Aussagen (oder Fragen die eigentlich Aussagen sind) nämlich der gesamten iranischen “Opposition” (und/oder regimekritischen Individuen), dass sie in allen Punkten Falsch liegen und dass auf Alles eine korrekte
    und wahrheitsgemäße Antwort aus Iran bereitsteht um “besonnen” abgefeuert zu werden und somit der “Sieger” immer fest steht.

    Frau Oezuguz, auch Sie müssen lernen: Iran und Iraner sind viel komplizierter als dass man sie in Schubladen, in Schwarz oder Weiss Kategorien, in Richtig oder Falsch, usw. stecken könnte.

    Gruß,
    Homayoun

  67. Spectator

    Lächerlich-Schauderhaftes aus Follywood:

    JERUSALEM, 8. Juni (UPI) — “Osama bin Laden und seine führenden Helfershelfer verstecken sich in einer Gebirgs-Ortschaft im Nordwesten des Iran, und die Türkei weiß davon, hieß es am Dienstag aus nachrichtendienstlichen Quellen.

    Wie die Website “Debkafile” des militärischen Nachrichtendienstes berichtet, ist sich der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan bewußt, daß bin Laden, dessen erster Stellvertreter Ayman al-Zawahiri und fünf andere hochrangige al-Qaida-Führer seit den letzten fünf Jahren unter dem Schutze Teherans gelebt haben.

    Das “Informations-Leck”, wonach Erdogan sich des Aufenthaltsortes bin Ladens bewußt sei, verfolgt die Absicht, der Obama-Regierung das Ausmaß der Verbindungen Erdogans zum Iran vor Augen zu führen, berichtet Debkafile.

    Der Aufenthaltsort des al-Quaida-Führers wurde von einer kuwaitischen Zeitung festgestellt, die Sabzevar als die Stadt identifizierte, in der bin Laden sich versteckt gehalten hat.

    Die abgelegene Stadt mit ungefähr 250000 Einwohnern ist laut Debkafile wegen des gebirgigen Umlandes und einer Salzwüste schwer zugänglich.

    Bis vor kurzem glaubte man den al-Quaida-Führer in der pakistanisch-afghanischen Grenzregion.”

    Quelle: http://www.upi.com/Top_News/US/2010/06/08/Bin-Laden-said-to-be-in-Iran/UPI-68711276014380/

    S. auch:
    http://www.debka.com/article/8841/

    http://www.foxnews.com/world/2010/05/03/usama-bin-laden-living-comfortably-iran-documentary-asserts/

    http://www.dailymail.co.uk/news/worldnews/article-1272931/Osama-bin-Laden-Iran-claims-Feathered-Cocaine-documentary.html

  68. schnehen

    “Genauso könnte man die MKO nennen. Im Iran ( … ) ist diese Terrorgruppe verhasster als alle grauenvollen Mullahs zusammen.”

    In Paris demonstrierten Anhänger dieser Terrorgruppe gegen den Iran völlig ungehindert, und man höre und staune: Wer beteiligte sich an der Demonstration? José Maria Aznar (der spanische Oppositionsführer) sowie John Bolton, der ehemalige US-Botschafter bei den Vereinten Nationen. Aznar unterstützt übrigens nicht nur diese Terrorgruppe, sondern ist auch in subversive Aktionen der Geheimdienste gegen Hugo Chavez verwickelt.

    Inzwischen hat die EU die Terrorgruppe, die sich einen marxistischen Anstrich gibt und wie eine Sekte funktioniert, von der Terrorliste heruntergenommen und ihre führenden Köpfe können völlig ungehindert in Europa auftreten.

    Während des Iran-Iraq-Krieges (1980-88) benutzte Saddam Hussein die Gruppe, um doch noch den Krieg gegen den Iran zu gewinnen. Man stellte ihr an der iranischen Grenze ein Camp zur Verfügung (Camp Ashraff), von dem aus sie ihre Terroranschläge gegen den Iran unternahm, mit Tausenden Toten. Vor gut einem Jahr unternahm die jetzige irakische Regierung (Nouri al-Maliki) den Versuch, das Camp zu schließen. Die Schließung scheiterte am Einspruch der USA. Man braucht die Terroristen wie die Terrorgruppe Jundullah oder den Ableger der PKK, die PJAK, im verdeckten Krieg gegen den Iran. Die PKK wird heute von israelischen Militärberatern unterstützt und darf in Deutschland mit zu Demonstrationen aufrufen.

    Auch die Jundullah unter Führung der Rigi-Brüder, die jetzt im Iran hingerichtet wurden, wurde von den USA, von Israel und sogar von der NATO unterstützt. Jup de Hopstätter, der ehemalige Nato-Oberbefehlshaber, hat den Terroristen Rigi sogar persönlich empfangen. Man stellte der Jundullah an der Grenze zum Iran einen Stützpunkt für Anschläge zur Verfügung und empfahl der Gruppe, ihr Operationsgebiet auf Teheran auszuweiten. Als Rigi (der ältere Bruder) von Dubai nach Kyrgystan zur US-Base Manas (von dort aus wird der Nachschub nach Afghanistan organisiert) unterwegs war, wurde sein Flieger von den Iranern abgefangen, er gefangen genommen und er packte dann im iranischen Fernsehen aus, mit wem er alles Verbindungen hatte, um seinen Kopf zu retten.

    Die USA unterstützen und finanzieren den Terrorismus gegen den Iran. Bush stellte dafür ein Budget in Höhe von 400 Millionen US $ zur Verfügung, den Obama übernahm.

    Die USA=the biggest terrorist in the world. Bald wird man sagen können: The biggest loser in the world, nicht nur bei der WM.

  69. Back to topic

    BAK Shalom angezählt

    Unter der Knute der deutschen Staatsräson wird Krieg zu Frieden

    26.06.10

    von ‘solid

    Eine Antikritik der Positionen des BAK „Shalom“ der Linksjugend ['solid] zur Free-Gaza-Flottille

    Die Free-Gaza-Flottille war noch nicht in der Nähe des Gazastreifens, als der „antideutsche“ Bundesarbeitskreis „Shalom“ der Linksjugend ['solid] bereits eine Pressemitteilung publizierte, um die Bundestagsabgeordneten der LINKEN Inge Höger und Annette Groth sowie den ehemaligen außenpolitischen Sprecher der Fraktion der Partei DIE LINKE im Bundestag, Norman Paech, für ihre Teilnahme an der Hilfsgüter-Flotte scharf zu verurteilen. Anders als der Bundessprecher des BAK, Benjamin-Christopher Krüger, seinen GegnerInnen in und außerhalb der Partei sowie des Jugendverbands unterstellt, sind also nicht diejenigen vorgeprescht, die ihre Solidarität mit Inge Höger, den anderen TeilnehmerInnen der Free-Gaza-Flotte und der Aktion geäußert habeni, sondern der BAK „Shalom“ selbst – vom 29.5. bis zum 10.6. hat der BAK respektive Benjamin Krüger fünf Stellungnahmen in verschiedener Form publiziert. Wer hat hier also schnell geschossen?
    Aber damit nicht genug. Auf einige begrüßenswerte und erfreuliche Kritik unserer GenossInnen des Landesverbands Nordrhein-Westfalen (NRW) sowie auf die staatlich legitimierte Tötung von AktivistInnen der Flottille durch israelische Eliteeinheiten reagierten der BAK „Shalom“ und sein Mitglied und Sprachrohr Herr Krüger in völlig intolerierbarer Manier.

    http://scharf-links.de/90.0.html?&tx_ttnewstt_news=10943&tx_ttnewsbackPid=56&cHash=f8502242d1

  70. @Chris: Ich kann den Link leider nicht öffnen. Da kommt immer:

    “Keine news_id übergeben”

  71. schnehen

    Ob zu früh vorgeprescht oder nicht, ist belanglos. Es geht um das Inhaltliche, was jener Benjamin-Christoph Krüger und seine BAK-Leute über die Gaza-Flottille gesagt und geschrieben haben. Ich habe in Erinnerung, dass das Unternehmen von den pro-Israel Zionisten, die immer noch in der Linkspartei geduldet werden (so als wenn zur Zeit des Kampfes gegen das südafrikanische Apartheidregime man weiße Rassisten in einer linken Gruppierung geduldet hätte und von oben protegiert hätte. Das wäre damals undenkbar gewesen!) als ‘Publicity Show’, als eine PR-Kampagne gegen Israel bezeichnet worden ist, schon bevor die Marvi Marmara von den Israelis bei Nacht und Nebel, um 3.15 Uhr morgens, in internationalen Gewässern geentert wurde und bevor die neun türkischen Besatzungsmitglieder (darunter einer mit einem amerikanischen Pass) ermordet wurden.

    Es ist zwar begrüßenswert, dass BAK-Shalom jetzt der Wind entgegenweht, aber besser wäre es, Leute wie Benjamin-Christoph Krüger sofort aus der Partei wegen parteischädigenden Verhaltens auszuschließen, mitsamt seinem zionistischen Anhang. Das hätte schon nach dem isralischen Massaker in Gaza (1400 Tote, darunter 400 Kinder) vor anderthalb Jahren passieren müssen.

    Nur Taten zählen.

  72. “In Paris demonstrierten Anhänger dieser Terrorgruppe gegen den Iran völlig ungehindert, und man höre und staune: Wer beteiligte sich an der Demonstration? José Maria Aznar (der spanische Oppositionsführer) sowie John Bolton, der ehemalige US-Botschafter bei den Vereinten Nationen. Aznar unterstützt übrigens nicht nur diese Terrorgruppe, sondern ist auch in subversive Aktionen der Geheimdienste gegen Hugo Chavez verwickelt.”

    So wirklich erstaunlich ist das ja nicht, er rührt ja auch fleißig die Werbetrommel für Israel. Eine iranische Teilnehmerin hat sich übrigens beschwert, die iranische Opposition erhalte zu wenig Unterstützung aus dem Westen. Wo lebt die Dame eigentlich?

    http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=2792851&

    @Homayoun:

    “Was Sie nicht verstehen Frau Oezuguz, ist: Sie unterstellen mit solchen Aussagen (oder Fragen die eigentlich Aussagen sind) nämlich der gesamten iranischen „Opposition“ (und/oder regimekritischen Individuen), dass sie in allen Punkten Falsch liegen und dass auf Alles eine korrekte
    und wahrheitsgemäße Antwort aus Iran bereitsteht um „besonnen“ abgefeuert zu werden und somit der „Sieger“ immer fest steht. ”

    Danke für Ihre sicherlich überaus gut gemeinten Belehrungen. Aber auch Sie müssen lernen, dass nicht jede Kritik von der iranischen Regierung abgeschmettert wird, egal von wem sie kommt. Selbst Ayatollah Khamenei sagt ja, dass erst 10 % der Ziele erreicht wurden. Wo ist das Problem?

    Grüße

  73. Homayoun H.

    Sehr geehrter Schnehen,

    ja, ist alles bekannt. Das geht am Thema vorbei, deshalb mein letzter Beitrag diesbezüglich:

    Was man wissen sollte, ist dass außer ihren eigenen alten Anhängern bei den Verantalltungen in Paris, alle anderen bezahlt sind. So hat die MKO beispielsweise letztes Jahr in Polen Studenten die Reise mit Bussen, Verpflegung, Hotels, etc. nach Paris bezahlt. Diese Studenten wussten zuvor überhaupt nicht was die MKO ist. Sie wollten nur mal raus aus Polen und nach Paris ! Die Sache flog auf:

    http://wyborcza.pl/1,86871,5401830,A_Paris_Party_With_the_Mujahideen.html

    Und so machen sie es überall entweder mit Studenten oder mit ärmeren Leuten die sonst nicht nach Paris könnten.

    Aber die absolute Krönung in diesem Zusammenhang ist, dieses Zitat von dem Führer der MKO in einem Spiegelinterview:

    Zitat Rajavi: [...] Und so wenig populär ist das Regime, daß nach unserer Abreise nur rund 5000 obendrein noch bezahlte Demonstranten vor der französischen Botschaft aufgeboten werden konnten.

    Gruß,
    Homayoun

  74. Homayoun H.

    Sehr geehrte Frau Oezoguz,

    das Problem ist ihre bedingungslos zustimmende Haltung bezüglich der iranischen Regierung, die sich nunmal direkt oder indirekt in ihren Aussagen niederschlägt. Das Problem ist, dass man die gravierenden Probleme im Iran nicht mit der Haltung “sicherlich gibt es auch Kritikpunkte, aber……” jedes mal zu kleinen Problemchen die ja eigentlich nicht so Schlimm sind, verharmlosen kann, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

    Mit dem selben Enthusiasmus den Sie oder ich (zurecht) jedes noch so kleine Detail bezüglich der iranischen Opposition unter die Lupe nehmen sollten, um ein einigermaßen korrektes differenziertes Bild zu bekommen, die so nicht in den westlichen Medien vermittelt wird, müssen (oder sollten) Sie und Ich auch die iranische Regierung unter die Lupe nehmen!

    Ansonsten wiederholen wir die gleichen Fehler, die ein großer Teil der iranischen Opposition macht, nämlich nur das zu sehen, was sie wollen.

    Ich habe in mühevoller und teilweise schmerzhafter geistiger Arbeit gelernt, diesen Weg einzuschlagen.

    Beispiel: ich persönlich halte Ahmadinejad z.B. in vielen Punkten für den besten verfügbaren Präsidenten im Iran, er ist nicht korrupt wie Rafsanjani und Co., er hat Prinzipien im Gegensatz zu Karoubi, er ist Jemand vom Volk und zwar von
    der Masse des Volkes. Andererseits ein Risikofaktor für das Leben meiner Landsleute im Iran. Auch wenn Er bezüglich Israel (z.B.) recht hat, spielt er doch ein gefährliches Spiel mit dem Leben der Iraner, da Niemand wirklich weiss wozu Israel im Stande ist, wenn bei denen die Sicherung durchbrennt. Und mit der aktuellen Regierung in Israel (Netanjahu, Lieberman, etc.), ist das Risiko noch einmal weiter erhöht.

    Er ist der Präsident IRANS, und nicht der Präsident Islams.
    Er hat in erster Linie Verantwortung gegenüber allen Menschen im Iran, und dann erst gegenüber allen anderen Belangen. Sie sitzen sicher in Deutschland, und sehen ihn und seine Regierung als die letzte Bastion des wahren fundamentalistischen Islams. Ich sitze auch sicher in Deutschland, aber mache mir Sorgen um meine Famillie und meine Landsleute.

    Deshalb, erwarte ich von Ihnen mehr Objektivität, damit weitere Diskussionen sinnvoll werden.

    Ihre Antwort: “Khamenei sagt, nur 10% der Ziele sind erreicht” ist eine weitere Bestätigung meiner Bedenken. Dazu müsste man nämlich wissen, was denn genau diese 90% der Ziele sind, die noch nicht erreicht wurden. Das führt aber hier wieder am Thema vorbei. Aber wenn Sie unbedingt möchten, dann können wir auch darauf eingehen.

    Das sind übrigens keine Belehrungen, sondern eine freundliche Aufforderung. Ich entschuldige mich, falls dies Falsch rübergekommen sein sollte.

    Gruß,
    Homayoun

  75. juergenelsaesser

    Homayoun: Ich finde, Sie führen eine konstruktive Diskussion, und ich schätze Ihre Fähigkeit zur Differenzierung. Ich glaube, es könnte spannend werden, wenn Fatima oder andere darauf eingehen.

  76. Ok keine Antwort ist auch eine, Herr Elsässer, dann will ich mal darauf antworten, aber ich habe Sie ja gewarnt:-)

    Salam Homayoun

    erst mal alle Glückwünsche zur Geburt von Amir ul Mu´minin (a.s).

    Nun Sie unterstellen mir “bedingungslose Zustimmung bezüglich der iranischen Regierung. So mag es in der Tat aussehen, denn wenn ich Kritikpunkte habe, bespreche ich die nicht so gerne dort, wo es sowieso jede Menge Kritiker gibt, sondern eher gegenüber Leuten, wo es die Chance gibt, dass sich auch etwas ändert, wobei das nicht öffentlich geschieht.
    Wenn ich hier im Web gegenüber der ohnehin meist feindlich gesonnenen deutschen Umwelt nun auch noch in die allgemeine Kritik mit einstimme, was ist damit gewonnen? Der Iran steht gerade bei den Mächtigen dieser Welt und auch in der westlichen Presse am Pranger, und dann möchte ich wenigstens ein geringfügiges Gegengewicht bilden.
    Aber damit Sie beruhigt sind, es gibt wirklich das eine oder andere, was mir am Iran nicht so gefällt:

    Das zentralistische System, das Landflucht fördert, weil die Leute natürlich auch gute Schulen, Krankenhäuser haben wollen, also Infrastruktur. Das ist aber allgemein ein Problem der Länder dieser Region. Soweit ich gehört habe, möchte Dr. Ahmadinejad das ebenfalls ändern.

    Die Schwerfälligkeit der Behörden, ebenfalls keine iranische Besonderheit, sondern eher eine orientalische, auch in Sachen Planung und Organisation gibt es noch viel Nachholbedarf. Imam Ali (a.s) sagte:
    “Die meisten Vorhaben scheitern an mangelnder Planung.”

    Weiterhin gibt es dort gewisse Normen und Konventionen, die mit dem Islam nicht direkt etwas zu tun haben, aber auch das findet man in jedem Land.

    Sie sagen, Dr. Ahmadinejad habe bezüglich Israel “Recht”, spiele aber mit dem Leben der Iraner. Erstens wüsste ich gerne, was Sie konkret damit meinen, denn das mit der vielzitierten Auslöschung Israels ist ja mittlerweile widerlegt. Zweitens scheinen die Iraner das ganz anders zu sehen. Bei meinen mehrmaligen Besuchen dort stellte ich eine enorme Zustimmung gegenüber seiner Politik fest, vor allem bei den Armen. Kritik kommt vorwiegend von den Reichen, und warum wohl?

    Was sollte er statt dessen denn tun, um Israel gnädiger zu stimmen? Sollte man das überhaupt, wird es nicht höchste Zeit, dem Westen hinsichtlich seiner Doppelzüngigkeit von Demokratie, Menschenrechten usw. einen Spiegel vorzuhalten, wie er das tut?

    Ziele der Revolution wären u.a. die Ausrottung der Korruption und wirtschaftliche Gerechtigkeit. Im islamischen System ist es z.B. gar nicht vorgesehen, dass eine geschiedene / verwitwete Frau überhaupt außerhalb des Hauses arbeiten muss. Leider müssen das viele noch, auch weil die Einkommen nicht ausreichen, das muss natürlich anders werden, auch wenn sich schon vieles verbessert hat.

    Warum machen Sie sich Sorgen um Ihre Familie, weil ein Krieg kommen könnte? Erstens glaube ich das nicht unbedingt, und zweitens – von Beginn der Revolution an hat man das Land nicht in Ruhe gelassen, erst der aufgezwungene Krieg, danach ging es munter weiter mit Sanktionen und Embargos, bis heute. Das wird auch so weitergehen, und ich persönlich glaube, dass der Einmarsch in den Irak und Afghanistan nur dazu diente, Iran einzukesseln. Und mit dieser Ansicht bin ich keineswegs allein.
    Abgesehen davon, dass ich gern im Iran leben würde, wenn es möglich wäre: Glauben Sie mal nicht, wir seien in Deutschland “sicher”. Absolute Sicherheit gibt es sowieso nicht, eines Tages sterben wir, ob wir hier, in Iran oder Timbuktu leben. Wissen Sie eigentlich, dass Israel Rakten hat, die auch Europa erreichen können?

    “Er hat in erster Linie Verantwortung gegenüber allen Menschen im Iran, und dann erst gegenüber allen anderen Belangen. Sie sitzen sicher in Deutschland, und sehen ihn und seine Regierung als die letzte Bastion des wahren fundamentalistischen Islams.”

    Dass der Staatspräsident vor allem für den Iran verantwortlich ist, weiß ich auch. Aber trotzdem ist Ihr Hinweis hilfreich zur Erinnerung daran, dass Imam Khamenei die maßgebende Instanz dort ist, das wird im Westen nämlich gerne vergessen.
    Das mag für Sie und erst recht für die anderen Blog-Leser hier äußerst komisch und versponnen klingen, aber Sie haben Recht, ich sehe Imam Khamenei in der Tat als den Vertreter von Imam Zaman. Was verstehen Sie eigentlich unter dem Kampfbegriff “fundamentalistisch”?

    khoda hafez

  77. Homayoun H.

    Sehr geehrter Herr Elsässer,

    danke für die faire Chance eines Dialogs (und die Blumen).

    Sehr geehrte Frau Oezoguz,

    zu ihrem ersten Absatz

    Erstens: Meine Unterstellung basiert auf das was sie schreiben. Eine andere Möglichkeit der Beurteilung von Personen gibt es im WWW oder auch im persönlichen Gespräch nicht. Sie können auch nicht in meinen Kopf hineinschauen, deshalb orientieren Sie sich an dem was ich schreibe und sage.

    Zweitens: diese Haltung, nämlich Kritik nur dann auszuüben, wenn man unter mehr oder weniger Gleichgesinnten ist, ist nichts weiter als ein Monolog. Ein ernsthafter Dialog und eine Diskussion, entsteht erst wenn man mit Menschen redet die teilweise komplett andere Ansichten haben, aber trotzdem offen sind für Dialoge! (wie z.B. gerade zwischen uns bei Herrn Elsässer). Ich könnte auch mit meinen gleichgesinnten Freunden eine gemütliche Runde haben, stattdessen rede ich mit Ihnen, dessen Ansichten und Meinungen so ziemlich das “Kurioseste” (was an sich nicht zwangsläufig Schlecht oder Falsch sein muss) sind, was ich bisher kennenlernen durfte.

    Drittens: ich musste leicht schmunzeln, da z.B. hier bei Herrn Elsässer wo Sie auch schreiben, keineswegs mehr Kritiker von Ahmadinejad schreiben als Gegner. Deshalb können Sie hier auch nicht von Herrstellung eines Gegengewichts sprechen. Es sei denn, Sie meinung die deutsche Medienlandschaft allgemein. Und ihre eigenen Seiten, da haben Sie auch keinen einzigen Kritiker (was auch ihr gutes Recht ist, und was sie natürlich mit dem Argument des Gegengewichts begründen könnten).

    Viertens: Auch wenn Sie den Westen allgemein bzw. Deutschland meinen, so finde ich persönlich das Argument, sie müssen so handeln um ein Gegengewicht herzustellen als Falsch. Man muss immer das schreiben, was man denkt. Etwas zurückzuhalten, zu veschweigen, usw. nur um eine gewisse mediale Präsens zu stärken (oder zu schwächen), ist meiner Meinung nach immer der falsche Weg und das kostbare Opfer ist immer die Glaubwürdigkeit! So geschieht es z.B. bei vielen oppositionellen iranischen Seiten, wo man nur die Beiträge veröffentlicht und gepostet sehen will, die dem dortigen allgemeinen Konsens entsprechen. Diese oppositionellen Seiten, haben manchmal die gleiche Begründung wie Sie, nämlich dass die iranische Regierung viel stärker ist als die Opposition, also muss man so vorgehen. Sie sehen worauf ich hinaus will?

    Fünftens (und das ist der wichtigste Punkt): wenn ich mir ihre Kritikpunkte anschaue (und dann noch zusätzlich ihren Zusatz: “das gibt es auch in jedem anderen land”), dann bin ich keineswegs beruhigt, sondern eher noch mehr beunruhigt als zuvor schon. Das wäre so, als würde ich sagen: “Ich kritisiere die Banken auch, aber nur weil Ackermann’s Krawatte nicht richtig sitzt”. Entschuldigen Sie, aber Sie können doch nicht allen Ernstes behaupten, Landflucht und Schwerfälligkeit von Behörden sind die einzigen Kritikpunkte die man an diesem Regime haben kann? Ich möchte jetzt wirklich nicht meine Kritikpunkte vorbringen, ansonsten müsste ich ein Buch schreiben. Aber jeder vernünftige Mensch (gleich welcher politischer und religiöser Gesinnung)
    weiss wovon ich rede.

    Nun zum Rest ihrer Antwort (was für mich persönlich sehr enttäuschend war):

    Was ich über die Gefahr seitens Israels und das Spiel mit dem Feuer von Ahmadinejad schrieb, hat nicht das Geringste mit dieser einen Aussage Ahmadinejads zutun. Angenommen Ahmadinejad hätte diese Aussage (ob nun falsch übersetzt oder nicht) garnicht erst gesagt. Trotzdem wären wir Heute genau da wo wir heute sind. Israel und USA suchen schon seit Ewigkeiten nach Kriegsgründen um Iran das gleiche Schicksal zu bescheren wie seine Nachbarn Links und Rechts.
    Ich und meine Landsleute haben wirklich keine Lust als Nachfolger der Iraker und Afghanen zu enden, nur damit eine Frau Oezoguz in Deutschland ihren Imam hat. Ist das für Sie wenigstens etwas nachvollziehbar?

    Ihre Besuche im Iran in allen Ehren, aber ich habe dort jahrelang gelebt (und bin auch nicht ein Reicher aus Nord-Tehran). Aber auch dieser Punkt, hat nicht die geringste Auswirkung auf die Gefahr, von der ich schrieb. Natürlich mögen viele ärmere Iraner ihn dort. Speziell aus den ländlichen Gegenden. Das ist auch gerechtfertigt, denn er hat ihre Situation verbessert. Das heisst aber nicht, dass diese ärmeren Menschen, auch in der Lage sind, komplizierte weltpolitische Zusammenhänge (und die Gefahr aus Israel) richtig zu deuten und deshalb zu differenzieren, was am Verhalten von Ahmadinejad Lobenswert sei und was nicht. Für diese Menschen zählt nur, wer ihre Situation vor Ort kurzfristig verbessert. Und das war und ist Ahmadinejad.

    Sie schreiben doch selbst öfters, dass Israel grundlos Menschen umbringt und auch unberechenbar ist, was völlig richtig ist. Ich kenne kein gefährlicheres Land weltweit als Israel. Nicht mal die USA kommt da heran (denn meiner Meinung nach war der Irak-Krieg auch aus Israel “befohlen”).
    Ein Kleines Beispiel, was passieren kann wenn Verrückte am Abzug sind, hatten wir doch erst vor kurzem bei der Hilfflotte, oder nicht? Warum wollen Sie in Bezug auf Iran, plötzlich diese Tatsache leugnen? Ist es nicht vielleicht doch deswegen, weil Herr Ahmadinejad etwas vertritt, was alles andere (inkl. das Leben der Iraner) als unwichtig erscheinen lässt? Ist Ahmadinejad für Sie doch nicht genau das ich schrieb, nämlich die letzte Bastion des wahren Islams und gegen den Westen? Sind Sie bereit in diesem Punkt etwas Ehrlichkeit zuzulassen und zu schreiben: ja, eigentlich steht das über das Leben der Iraner? Wenn Sie das täten, dann wären Sie zumindest in ihrer Denkweise Glaubwürdig. Was man dann davon halten soll, wäre dann eine andere Frage.

    Unter dem Begriff Fundamentalistisch wollte ich zunächst nur ihre eigene wertungsfreie Interpretation benutzen.
    Also keine Sorge, mir geht es bei diesem Thema nicht um die “bösen Moslems” oder die üblichen Parolen, usw. Diese Themen interessieren mich persönlich nicht.

    Gruß,
    Homayoun

  78. juergenelsaesser

    Homayoun: Hoffe, ich gab Ihnen nicht zu viel Vorschlußloorbeeren. Beispielsweise gefällt mir der folgende Satz nicht:
    “Ich und meine Landsleute haben wirklich keine Lust als Nachfolger der Iraker und Afghanen zu enden, nur damit eine Frau Oezoguz in Deutschland ihren Imam hat. Ist das für Sie wenigstens etwas nachvollziehbar?”
    Müssen solche persönlichen Spitzen und Diffamierungen sein? Bleiben Sie bitte sachlich!

  79. Homayoun H.

    Sehr geehrter Herr Elsässer,

    ich gebe zu, das könnte man als eine unbegründete Unterstellung sehen und nehme diese Formulierung in der Form zurück und entschuldige mich.

    Ich hoffe nur, Frau Oezoguz reduziert meinen Beitrag jetzt nicht darauf.

    Ich werde versuchen, mein iranisches “Temperament” zu zügeln, damit ich hier weiterschreiben darf.

    Gruß,
    Homayoun

  80. Homayoun H.

    Sehr geehrte Frau Oezoguz,

    p.s. ich sehe gerade, es könnte zu Missverständnissen in bezug auf einem Punkt gekommen sein. Und zwar als ich schrieb, Ahmadinejad habe eigentlich “recht” mit dem was er sagt.

    Damit meinte ich seine Meinung, dass Israel ein Unrechtsstaat ist, dass grauenvolle Dinge getan hat und tut. Also gemeint war seine allgemeine Haltung in Bezug auf Israel. Diese Meinung teilen übrigens auch die meisten Iraner im Iran. Und auch weltweit gibt es diese Meinung.

    Was ich meinte ist, auch wenn er recht hat, so muss er in dem was er tut und sagt, VERNÜNFTIG bleiben und wie ein verantwortungsvoller Präsident sein Land schützen, denn sein Gegner ist ein Land, dass bewiesenermaßen NICHT VERNÜNFTIG ist. Manchmal muss man Kompromisse eingehen und nicht impulsiv handeln, um schlicht und einfach in dieser Region zu überleben (denn der Iran-Faktor kommt noch hinzu. Ansonsten könnte Er z.B. in Alaska wahrscheinlich sagen und tun was Er will).

    Das nur als Ergänzung zu meinem Beitrag.

    Gruß,
    Homayoun

  81. Werter Herr Homayoun,

    nur ganz kurz: Es tut mir Leid, wenn ich Ihren Erwartungen nicht entsprechen konnte. Leider sind Sie kaum auf meine Fragen eingegangen, z.B. was nun konkret Ahmadinejad oder die Regierung insgesamt so falsch macht in Ihren Augen, nur “dass Sie darüber ein Buch schreiben könnten”. Was hätten Sie denn gern gehabt, was ich kritisieren muss? Dass dort vieles der Ziele noch nicht umgesetzt wurde, habe ich schon mehrfach auf diesem blog betont, mindestens 100 mal, wenn Sie schon länger mitlesen, wovon ich fast ausgehe .
    Außerdem bin ich dafür bekannt, dass ich ziemlich unverblümt sage, was ich denke, das kann hier glaub ich jeder bestätigen.

    Iran ist die letzte Bastion nicht unbedingt gegen “den Westen”, sondern vor allem gegen das aggressive Finanzkapital.

    Abgesehen davon, dass ich nicht denke, dass Iran ein Schicksal wie Afghanistan oder Irak drohen würde, weil es militärisch und auch moralisch ganz anders gerüstet ist, was denken Sie denn, was Iran tun sollte, um nicht Opfer israelischer Aggression zu werden? Israel anerkennen, nicht mehr gegen Rassismus / Zionismus stellen? Welchen “Fehler” haben Irak / Afghanistan dann gemacht, dass sie so mit Krieg überzogen wurden?

    So und damit möchte ich schließen, da das den Rahmen dieses blogs sprengen würde. Abschließend möchte ich noch auf Imam Hussain hinweisen, den Sie als Schiit auch als Vorbild haben müssten.
    Sein Motto war”Hayhat minna-z-zilla – niemals akzeptieren wir Demütigung”. Und so verfährt Iran jetzt.

    eltemase doa
    khodahafes

  82. katharina

    @Homayou H

    Ich verfolge Ihren Austausch mit Frau Oezoguz mit großen Interesse.

    Noch interessanter würde es jedoch werden, wenn Sie Ihre Kritikpunkte deutlich nennen würden; zumindest vielleicht einige Auszüge aus dem Buch, welches Sie schreiben müssten? Somit könnte dann der ernsthafte Dialog entstehen bzw. fortgeführt werden, den Sie ja auch einfordern.

    Rhetorische Formulierungen/Fragen wie ” Ist es nicht vielleicht doch deswegen…” oder “Ist Ahamdinejad für Sie doch nicht genau das…” sowie ” Sind Sie bereit…” und
    “Wenn Sie das täten, dann wären Sie…” sind für einen solchen Dialog nicht hilfreich.

  83. schnehen

    @Hamayoun

    Sie schreiben:

    “Ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn Verrückte am Abzug sind, hatten wir erst neulich mit der Hilfsflotte. Warum wollen Sie in Bezug auf Ahmadinejad plötzlich diese Tatsache leugnen.”

    Wenn ich Sie recht verstehe, sind Sie der Meinung, dass Ahmadinejad mit der zionistischen Regierung, die Sie als ‘verrückt’ bezeichnen, gleichzusetzen ist, dass er also Ihrer Meinung nach, nicht nur ein Verbrecher, sondern auch ein ‘Verrückter’ ist und dass das obendrein für Sie eine ‘Tatsache’ ist. Habe ich Sie da richtig verstanden? Falls nicht, korrigieren Sie mich bitte.

    Ich gehe einmal davon aus, dass ich Sie richtig verstanden habe, dass Sie meinen, Ahmadinejad, der iranische Präsident, der bei den letzten Wahlen über 62% der Stimmen erhielt (die Stimmen wurden nachgezählt und es waren nach der Nachzählung sogar noch etwas mehr), sei ein ‘Verrückter’. Dieser Verrückter hat während des Krieges gegen den Irak eine Abteilung der Revolutionsgarden kommandiert und sich Verdienste erworben. Wenn er in die Provinz fährt und eine Rede hält, bekommt er eine Zustimmung, von der hier im Westen unsere ‘freiheitlichen’ Politiker nur träumen können.

    Dieser ‘Verrückte’ unterstützt mit ganzer Kraft den Freiheitskampf der Palästinenser und tut alles, um ihn materiell und ideell zu unterstützen. Tun dies ‘Verrückte’?

    Diese Art von Sachlichkeit Ihrerseits erinnert mich an das Interview, das die Frau von Mir H. Mousavi, Sahrah Ravnavad (habe ich den Namen richtig buchstabiert?), neulich in der französischen Zeitung Le Monde gab. Sie haben diesen Herrn Mousavi gewählt und werden die Interviews seiner Frau im Ausland sicherlich mitbekommen. Dieses Interview wurde über zwei große Seiten in der französischen Zeitung gebracht, und sie ließ sich über den Iran in ähnlich unsachlicher Weise aus, bezeichnete den Iran als ein einziges ‘Gefängnis’, in dem es absolut keine Freiheit gäbe. Obwohl sie dieses schmähende Interview gab, wird ihr im Iran nichts angetan. Sie darf also völlig offen so etwas sagen, darf über die eigene Regierung herziehen. Und sie tat dies scheinbar genüsslich, hatte ich den Eindruck.

    Ich glaube, wenn Sie das nachmachen, werden Sie kaum auf Verständnis für Ihre Position hier stoßen, ausgerechnet den Mann, der inzwischen auch im Ausland über ein hohes Ansehen verfügt, als einen Verrückten zu bezeichnen und ihn zu verleumden. Er wird in der westlichen Presse und in anderen Medien schon zur Genüge verleumdet. Dann sollten Sie es hier nicht auch noch tun.

    Sehen Sie: Von der Reaktion, von den Westmächten sind immer schon diejenigen islamischen und andersgläubigen Staatsmänner und Präsidenten, die einen unabhängigen Weg eingeschlagen sind, als ‘Hitler’, als ‘Verrückte’ und als ‘Diktatoren’ bezeichnet worden. Schon Nasser wurde in den 50oger Jahren als ‘zweiter Hitler’ bezeichnet, später Saddam Hussein, als er nicht mehr westlichen Interessen dienen wollte, Hugo Chavez, der venezolanische Präsident, der Ihren Präsidenten übrigens sehr schätzt, wird ständig von den US-Medien als ‘Verrückter’ bezeichnet und jetzt auch Präsident Mahmud Amadinejad, der mutig, z. B. vor den Vereinten Nationen, den USA und Israel die Stirn geboten hat. Wer hat heutzutage diesen Mut? Es sind nur ganz wenige.

    Deshalb diese Propaganda, die Sie sich doch nicht zueigen machen wollen? Wer den USA und Israel mutig die Stirn bietet wird in den westlichen Medien fertiggemacht. Das kennen wir zur Genüge und das wissen auch Sie sehr wohl.

    Wenn Sie schon bei Ihrem zweiten Beitrag es nicht schaffen, sachlich zu bleiben und gegenüber Frau Oezoguz beleidigend werden, wofür Sie sich erfreulicherweise entschuldigt haben, dann frage ich mich, wie es bei den folgenden Beiträgen sein wird. Warten wir es ab.

  84. juergenelsaesser

    Schnehen: Hamayoun hat nirgends geschrieben, dass Ahmadinedschad ein “Verrückter” ist. Das ist eine überzogene Reaktion Ihrerseits, die auch nicht weiterbringt.

  85. juergenelsaesser

    Fatima bekommt auf diesem blog den Fairness-Pokal. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie jemals ausfallend oder pampig wurde! Die Herren der Schöpfung mögen sich eine Scheibe abschneiden. Im übrigen, sagt der Hausmeister, kann die Iran-Diskussion hiermit ruhen. Wir finden sicher bald Gelegenheit, in einem AKTUELLEN Zusammenhang darauf zurückzukommen.

  86. juergenelsaesser

    Homayoun: Danke für die Klarstellung. Hoffentlich liest es Schnehen auch … Ansonsten hat das Thema jetzt Pause.

  87. Homayoun H.

    Sehr geehrte Frau Oezoguz,

    ich werde bei Gelegenheit “mein Buch” schreiben. Herr Elsässer möchte aber anscheinend dass es bei anderen aktuelleren Anlässen geschieht. Und wie Sie schreiben, es würde den Rahmen des Themas sprengen. Und nein, ich lese nicht lange hier. Wenn Sie es genau wissen wollen, seit wenigen Tagen. Ich lese nur gerade das Buch von Herrn Elsässer und bin auch dann auf dem Blog aufmerksam geworden. Ich habe aber auch auf ihrer eigenen Seite (Muslim-Markt) einiges gelesen.

    Nur noch eins: Ich bin kein sonderlich religiöser Mensch. Deshalb interessiert mich persönlich das Motto eines Imams nicht. Das Zitat “Niemals akzeptieren wir Demütigung” ist allerdings eine gute und allgemeingültige Aussage die jeder Mensch beherzigen sollte, ändert aber nichts an dem was ich sagte.

    Sehr geehrter Herr Elsässer,

    meine Klarstellung war auf einen anderen Punkt bezogen, deshalb sollte ich eine weitere Klarstellung bezüglich “Verrückte” schreiben.

    Sehr geehrte Schnehen,

    mit “Verrückte”, war nur die israelische Regierung (+ Soldaten) gemeint. Ich weiss nicht wie Sie bei diesem Satz auf Ahmadinejad kommen. Damit war ein Beispiel gemeint, wie Verrückt Israel sogar bei einer Kleinigkeit wie eine Hilfsflotte reagieren kann, ganz zu Schweigen davon falls Israel sich RICHTIG in die Ecke gedrängt fühlt (Prognose bzgl. Iran!)

    Ich glaube eher, Sie haben noch nie Jemanden gesehen der zwar damals Moussavi gewählt hat, aber Heute nicht automatisch sofort auf Ahmadinejad schimpft, sobald dessen Name genannt wird. Deshalb muss ihre Reaktion eine art unbewusste automatische Abwehrreaktion gewesen sein, was ich aber nachvollziehen kann (oder aber Sie haben mich einfach missverstanden, was jetzt geklärt sein müsste).

    Meine Kritik an Ahmadinejad, hat auch nicht das Geringste mit der “westlichen” Kritik gemeinsam. Meine Kritik werden Sie nirgends in den westlichen Medien finden, da das Leben der Iraner im Westen UNINTERESSANT ist.

    Wobei mein Hauptproblem, eigentlich das gesamte System und die Verfassung ist (unabhängig vom jeweiligen Präsidenten), aber da ich mich damit “arrangiert” habe und Realist bin, gehe ich zunächst nur auf die jeweilige Person/Regierung ein. Wenn Sie es nämlich genau wissen möchten, halte ich das gesamte System für mindestens Reparaturbedüftig.

    Gruß,
    Homayoun

  88. Wie sehr der Israel-Lobby wohl das Wasser bis zum Hals steht, zeigt ja die neueste Propagandaoffensive im Fernsehen. Gleich heute, wo der Normalbürger endlich wieder Zeit und Muße dazu hat, da es bis Samstag kein WM-Spiel gibt, gibt es zwei israelische Propaganda-Sendungen:

    „Von Auschwitz bis Entebbe“, Arte, 20.15 laut Zeitschrift, Internet 21.05

    „1976 befreien israelische Einheiten in Entebbe, Uganda, rund hundert Geiseln eines deutsch-palästinensischen Terrorkommandos. Die Flugzeug­entführung weckt finstere Erinnerungen an den Holocaust… – Hintergründe und politische Brisanz von „Israels Kampf gegen den Terror“.“

    Wahrscheinlich soll damit jegliche Gräueltat Israels wieder legitimiert werden. Wir werden es aufnehmen, da wir so spät nicht mehr wach sind.

    Dann noch im ARD „Die jüdische Lobby“ um 22.45 laut meiner Zeitschrift (im Internet steht 23. 15)

    „Beherrscher der Wall Street, der Medien, Hollywoods, Strippenzieher der Weltpolitik: Eine allmächtige jüdische Lobby ist das Stereotyp antisemitischer Verschwörungstheorien. Eine „Spurensuche in Amerika“ räumt mit Vorurteilen auf und liefert überraschende Einblicke in die US-Politik.“

    Das zeigt doch nur, dass immer mehr Bundesbürger sich des zunehmenden Einflusses der zionistischen Lobby bewusst werden, da muss natürlich medial gegengesteuert werden, in dem man alles als „Antisemitismus“ verdammt. Und das gerade jetzt?

  89. schnehen

    @Fatima

    Danke für die Hinweise. Zur Israel-Lobby in den USA kann ich empfehlen, für die die Englisch können:

    1. Paul Findley, ‘They dare to speak out’;
    2. Alan Hart, ‘Zionism – The Real enemy of the Jews.” (3 Bände).

    Besonders der Titel von Findley beschäftigt sich eingehend mit dem Wirken der Israel-Lobby in den USA schon zu Eisenhowers und JF Kennedy’s Zeiten.
    Harts dreibändige Abhandlung zum Palästina-Konflikt ist brilliant und eine wahre Fundgrube für Leute, die sich von unseren Medien nicht hinters Licht führen lassen wollen. Ich weiß nicht, ob es diese Bände schon auf Deutsch gibt. Ich habe neulich in der Buchhandlung auch noch ein anderes Buch in deutscher Sprache entdeckt, das den Titel ‘Die Israel-Lobby’ trägt, aber ich weiß nicht mehr, von wem es ist.

    Ignoriert die Medien – seht PressTV (‘The voice of the voiceless’) oder AlJazeera!

  90. Schnehen: Ich wollte auch nicht für diese Sendungen werben, sondern nur anhand dessen zeigen, wie sehr die Israelis wohl kalte Füße gekriegt haben, dass sie jetzt so eine Propagandaoffensive starten….

  91. Homayoun H.

    Sehr geehrter Schnehen,

    das Buch von dem Sie sprechen ist höchstwahrscheinlich das Buch von Mearsheimer (Prof. an der Uni Chicago) und Walt (Prof. an der Harvard Uni) welches ich gerade vor mir habe. Sehr empfehlenswert.

    Den Erfolg den das Buch in USA hatte (ich glaube das Buch war zeitweise Nr.1 in den Verkaufscharts), erkläre ich mir nicht nur durch die hervorragende Recherche, die auf Fakten und nichts als Fakten basiert, sondern darauf weil es einen Aspekt anspricht, welches viele Amerikaner wohl mehr interessierte, als das Leben von Palästinensern: nämlich die bedingungslose Unterstützung Israels seitens der USA, die zur Folge hat dass die USA einen großen Schaden davon tragen und diese Unterstützung den US-Interessen keineswegs gerecht wird sondern schadet und letztendlich auch Israel schadet. Irgendwie Grotesk dass es (meiner Meinung nach) dadurch (also durch eine eher egoistische Sicht) so viel Erfolg hatte, aber im Prinzip egal, solange
    die Menschen wenigstens davon erfahren.

    Das Buch war so erfolgreich, dass die Israel Lobby sich genötigt sah sofort ein “Gegenbuch” zu veröffentlichen.
    Dieses Buch landete allerdings auf den unteren Plätzen der Verkaufscharts. An dem Author und Namen kann ich mich “leider” nicht mehr erinnern.

    Und natürlich wurden dann Mearsheimer und Walt (wie gesagt, hoch angesehene Politikwissenschaftler, die beide an bekannten Unis lehren) dann auch als Antisemiten bezeichnet, usw. Ist ja nichts neues.

    Gruß,
    Homayoun

  92. schnehen

    @Homayoun

    Ja, das muss das Buch sein, das ich in der Buchhandlung gesehen habe. Das zeigt auch, wie Fatima feststellte, dass den Zionisten heute der Wind ins Gesicht bläst, obwohl sie fast die gesamte Medienmacht haben, die gerade jetzt äußerst aktiv wird, um das lädierte Ansehen Israels wieder aufzupolieren. Mit Zionisten meine ich jetzt nicht ‘Juden’, sondern die internationalen Kräfte, die den israelischen Staat unterstützen und die neokolonialistische Rolle, die er im Nahen und Mitteren Osten für die USA spielt. Das sind sehr viele Christen und Nichtgläubige, darunter Medienzaren wie Rupert Murdoch.

    Die Israel-Lobby ist in den USA so stark, dass niemand Präsident werden kann, der nicht einen Kniefall vor dieser Lobby, die sich AIPAK nennt, gemacht hat. Diese Leute sind so reich und so clever organisiert, dass sie es angesichts des korrupten US-Wahlsystems schaffen, jeden hoffnungsvollen Kandidaten für einen Sitz im Senat oder im Kongress durch ihre ‘großzügigen’ Zuwendungen an sich zu binden.

    Sind dann die Wahlen vorüber und die Senatoren, Kongressabgeordneten oder Präsidenten im Amt, verlangen sie eine rückhaltlose Unterstützung Israels in der konkreten Politik.

    Alan Hart zeigt in seinem Buch ‘Zionism – the Real Enemy of the Jews’ wie die Israel-Lobby Präsident Kennedy unter Druck gesetzt hat, denn sein Wahlkampf wurde von der Israel-Lobby mitfinanziert. Kennedy war jedoch jemand mit Rückgrat, der den Versuch unternahm, Israels Atomprogramm, das damals schon einige Jahre alt war, abzuwürgen. Er hat es nicht geschafft, sein Anliegen durchzubringen, denn am 22. November 1963 wurde er in Dallas/Texas erschossen. Sein Nachfolger, Lyndon Beynes Johnson, drehte sofort seine Außenpolitik um, schickte Truppen nach Vietnam, die Kennedy dort nicht haben wollte und erlaubte den Israelis, ihr Atomprogramm fortzusetzen und 1967 einen Feldzug für Großisrael zu führen.

    Obwohl die IDF das Spionageschiff der USA, ‘Liberty’, versenkte (um einen Kriegsgrund gegen Ägypten zu konstruieren), unterstützte Johnson, der eng mit der Israel-Lobby zusammenarbeitete, jenen Krieg voll und ganz.

    Johnson, der als Vizepräsident nach der Ermordung Kennedys Präsident wurde, war ihr Mann, der ihnen aus der Hand fraß.

  93. Homayoun H.

    Sehr geehrter Herr Schnehen,

    ich gebe Ihnen nun mal etwas Ungewöhnliches zum Nachdenken (bzgl. Iran, Shah, Revolution, jüdische Lobby, usw.). Und betrachten Sie dies ganz sachlich und unabhängig von der berechtigten Kritik/Abneigung/etc. den man mit Sicherheit gegenüber dem damaligen Shah haben kann/soll.

    Und da Sie englisch können, fangen wir mal hier an: (ab 0.40 !)

    Sagen Sie mir dann was Sie davon halten.

  94. ribi

    schnehen: das findley-buch ist auch schon auf deutsch erschienen! der autor hatte wohl wie auch fulbright nachteile durch aipak!!

    fatima: ein titel wie israel-lobbby wäre passender als jüdische lobbby!

  95. schnehen

    @Homayoun H.

    Ich habe ein ungutes Gefühl bei dem Video und glaube, dass wir es eventuell nicht mit dem Shah von Iran, Reza Pachlevi, zu tun haben, sondern mit einem Schauspieler. Aber das ist nur so ein Gefühl, denn ich habe in Erinnerung, dass er mit einem iranischen Akzent sprach, und von dem merkt man in dem ‘Interview’ überhaupt nichts. Er kommt sehr sympathisch rüber und das kann Absicht sein. Nur sein Englisch ist nicht perfekt (‘medias’ statt media usw.), was aber noch nicht heißt, dass es sich hier wirklich um den Shah handelt.

    Davon ab.

    Wenn er dies tatsächlich gesagt hat, dann hat er hier ausnahmsweise einmal 100%ig Recht, denn genauso ist es: Nur man muss dazu sagen, dass es die Zionisten sind, wozu auch viele Christen gehören, die die Israel-Lobby ausmachen und dass es viele Juden gibt, die in den USA leben und die nicht zu dieser Israel-Lobby zählen und ihr sogar, gerade in letzter Zeit, recht kritisch gegenüberstehen.

    Auf jeden Fall ist diese AIPAC-Lobby (American Israel Public Affairs Committee) so mächtig und sind ihre Positionen in den Staaten so verfestigt, dass sie fast das gesamte Repräsentantenhaus unter Kontrolle haben. Es gibt einige rühmliche Ausnahmen wie Dennis Kucinich, der nicht dazu gehört und der immer wieder mutig seine Stimme erhebt und andere. Neben dem MIC (Military Industrial Complex, wozu das Pentagon, die Rüstungsfirmen und die Lobbyisten plus die Geheimdienstleute gehören) ist dies die stärkste Lobby in den USA. Einige Präsidenten haben ihr die Stirn geboten, besonders Eisenhower und Kennedy. Eisenhower schaffte es sogar, Israel 1956 zum Rückzug vom eroberten Sinai zu zwingen und den Krieg gegen Ägypten zu beenden.

    Aber nicht nur in den USA beherrscht die Israel-Lobby das politische Geschehen: Genauso in anderen europäischen Ländern, besonders in Großbritannien, Deutschland und Frankreich. In England hat diese Lobby alle Parteien, mit Ausnahme von George Galloways ‘Respect Party’ und ein paar kleine sozialistische Gruppen, darunter die Trotzkisten, an der Kandarre, einschließlich die Partei von Nigel Farage, die UKIP, einen Herrn, den Elsässer jetzt eingeladen hat und der sogar für die Bombardierung des Iran ist, was ganz auf der Linie der Israel-Lobby liegt.

    In Deutschland haben sie sogar die linke Szene unterwandert über die Anti-Deutschen und die BAK Shalom in der Linkspartei. Ihr wichtigster Stützpunkt in Deutschland ist die zionistische ‘Jüdische’ Gemeinde.

  96. Noch ein Beispiel politischer Korrektheit, so dass wieder eine Veranstaltung schnell mal neue Räume suchen musste:

    http://germanmediawatch.posterous.com/tut-uns-allen-leid-herr-ozoguz

    die haben sie doch nicht alle….




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