Elsässers Blog

21.6..: Jürgen Elsässer berichtet über seine Iran-Reise, 19 Uhr, Berlin-Mitte, Viethaus, Leipziger Straße 54

Bilderberger: Spanien auf der Speisekarte

Diesjährige Konferenz der Wirtschaftsbosse an der Costa Dorada. Von Jürgen Elsässer


Es war schon immer seltsam, wenn nicht verdächtig, dass über die private Wirtschaftskonferenz zu Anfang jedes Jahres in Davos in den Medien breit berichtet wurde, aber die Konferenzen der Trilateralen Kommission und der Bilderberger ignoriert – mit dem Hinweis, das seien private Treffen. Dieses bewußte Wegsehen gab allen denen Recht, die von einer Omerta sprachen, von einem Schweigegelübde  – wie bei der Mafia.
Mittlerweile gibt es aber Mainstream-Medien, die das Schweigen nicht mehr mitmachen, und dazu gehören der britische Guardian und die FAZ. Kann gut sein, dass die sauberen Vor-Ort-Recherchen, die Internet-Guerillas letztes Jahr in Griechenland und dieses Jahr in Spanien geleistetet haben, dazu beigetragen haben. Der Guardian nennt jedenfalls Alles-Schall-und-Rauch lobend.
Die FAZ berichtet in ihrer Montagsausgabe süffisant, aber nicht läppisch. Da will durchaus einer warnen. Zu Anfang heißt es über die Teilnahme des spanischen Premiers:
„Dem spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero muss jemand rechtzeitig das amerikanische Bonmot zugeflüstert haben: „Wenn du nicht mit am Tisch sitzt, stehst du wahrscheinlich auf der Speisekarte.“ So brach er am Wochenende an die katalanische Goldküste auf, um in Sitges der exklusiven Bilderberg-Gruppe zu versichern, dass er nun die finanzpolitischen Hausaufgaben mache, die ihm die europäischen Partner und der Internationale Währungsfonds auferlegt hätten.“
Und weiter: „Zapateros diskreter, nach den Regeln des Bilderberg-Klubs weder bestätigter noch dementierter Auftritt, kam keinen Tag zu früh. Denn abermals drohte Ungemach. Im vorigen Jahr hatte sich die diskrete Runde von Wirtschaftsmagnaten, Medienzaren, ehemaligen und amtierenden Politikern, Militärs und Monarchen in der Nähe von Athen getroffen. Anschließend ging es mit Griechenland bergab.“ Da wird ein Zusammenhang referiert, der es in sich hat!
Die FAZ referiert die Geschichte der exklusiven Vereinigung und berichtet von Merkels früherer Teilnahme: „Die Bilderberger, zu denen auch die Rockefellers und Agnellis, Helmut Schmidt und Henry Kissinger sowie die Spitzen von Coca-Cola, Shell und allerlei Großbanken gehören, pflegen ihre diskreten Jahrestagungen schon seit über einem halben Jahrhundert. Prinz Bernhard der Niederlande hatte nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1954 die Initiative für eine europäisch-amerikanische Begegnung der Eliten ergriffen und in sein Hotel Bilderberg in Oosterbeek eingeladen. Der Name blieb, nur der Ort wechselte fortan. Gewöhnlich wird der Regierungschef des Gastlandes hinzugebeten, so wie Bundeskanzlerin Merkel vor fünf Jahren.“ Vor fünf Jahren – also vor der Bundestagswahl 2005 …
Auch die aktuelle Teilnehmerliste reicht die FAZ in Auschnitten weiter:
„Es entbehrte nicht der Ironie, dass unter den Zuhörern – eingerahmt von den Königinnen Sofía und Beatrix, reichte der Bogen angeblich von Bill Gates über Rupert Murdoch, George Soros, Jean-Claude Trichet, Timothy Geithner und Dominique Strauss-Kahn bis zu Josef Ackermann – auch sein ehemaliger erster Stellvertreter Pedro Solbes saß.“
Über den spanischen Kommunisten Cayo Lara heißt es:
„Er warf dem Sozialisten Zapatero vor, jetzt im eigenen Land vor den „internationalen Finanzterroristen“ in die Knie gegangen zu sein. Die Bilderberger seien nicht die Lösung, sondern das Problem, weil sie schließlich den ganzen Schlamassel angerichtet hätten.“
Die vollständige Teilnehmerliste findet sich bei Alles Schall und Rauch. Frontman Freeman war mehrere Tage in Sitges und hat in Text und Bild berichtet. Bravo!
Was mir bei der Liste auffällt: Von der deutschen Wirtschaft sind die wichtigsten da, mit Ackermann an der Spitze. Aber aus der deutschen Politik sehe ich nur den SPD-Mann Olaf Scholz, keine sehr bedeutende Figur. Was das wohl zu bedeuten hat? Ist Merkel schon out?

Jedenfalls: Dass Spanien das zentrale Thema bei den Bilderbergern war, deutet auf weitere Stürme in der Euro-Zone hin. Deswegen nicht verpassen: Die Veranstaltung “Bye bye,USA? Bye, bye Euro?” am Freitag 11.6. in Berlin, Russisches Haus, Friedrichstraße 176 mit Karuscheit, Elsässer, Feist.

29 Kommentare»

  Steppenwolf hat @ geschrieben

“Ist Merkel schon out?”

Das kann man aus ihrer Abwesenheit nicht schließen, außerdem ist dieser Elitezirkel immer ein wenig seiner Zeit voraus. Es ist eher umgekehrt: wenn ein aktueller Bundeskanzler bei Bilderberg ist, kann das sein nahes Ende bedeuten. Nur zwei Wochen, nachdem Gerhard Schröder als amtierender Bundeskanzler inkognito (nebst Oppositionsführerin Angela Merkel) ein BB-Treffen besuchte, kündigte er die Neuwahlen an, die seine Amtszeit schließlich beendeten.

Aktuelle Regierungschefs nehmen eher selten an BB-Treffen teil (vermutlich um potenzielle Kalamitäten zu vermeiden), wohl aber politische Hoffnungsträger. Seit Helmut Schmidt war JEDER Bundeskanzler vor seiner Kandidatenkür und Wahl bei den Bilderbergern, man könnte deshalb vermuten, sie seien alle dort ausgewählt worden (in der folgenden Quelle fehlt zwar der entsprechende Eintrag von Gerhard Schröder, aber eine andere Quelle gibt an, auch er sei zuvor dort gewesen). Was Olaf Scholz betrifft, so muss man ihn jetzt als einen heißen Kandidaten für eine zukünftige Kanzlerschaft betrachten.

http://www.flegel-g.de/bilderberger-deutsche-01.html

Übrigens freue ich mich, dass man heute endlich öffentlich über Bilderberg reden kann, ohne als Spinner und Verschwörungstheoretiker abgetan zu werden.

  Flora hat @ geschrieben

Jim Tucker, US-Bilderberg-Beobachter von “American Free Press”, hat berichtet, dass die meisten Konferenz-Teilnehmer für einen Militärschlag gegen Iran sind.

Olaf Scholz könnte man doch mal auf einer Stadtteilsitzung befragen. Termine gibt es auf seiner homepage.

  Spectator hat @ geschrieben

Ich stelle folgende Hypothese auf:

Schröder hatte bei dem Bilderberg-Treffen 2005 für den Fall einer Niederlage bei der darauffolgenden Wahl vorgesorgt. Das Bankhaus Rothschild offerierte ihm via Franco Bernabè einen Posten, den er dann 2006 auch annahm, s.

http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E034DA40D93E64E4C9ABEEECEA12CE401~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Damit hat Schröder, der Nobody von ehedem, die höchste Stufe erklommen, die ein homo novus als Marionette der Wuchererkaste erreichen kann. Denn was ist schon ein Bundeskanzler im Vergleich zu einem Rothschild-“Berater“ ?
Man zeigte sich auf diese Weise recht kostengünstig dafür erkenntlich, daß der „Sozialdemokrat“ Deutschland in seiner Amtszeit dem organisierten Finanzverbrechen und seinen neuesten Folterinstrumenten (Hedge Fonds, Finanzderivate, Kreditverbriefung) so willig ausgeliefert hatte.

  schnehen hat @ geschrieben

Deutsche Teilnehmer an Bilderberg-Treffen der letzten 18 Jahre:

Ackermann, Josef
Bertram, Chistoph
Burda, Hubert
Cromme, Herbert
Döpfner, Mathias
Engelen-Käfer, Ursula
Fischer, Joschka
Haussmann, Helmut
Ischinger, Wolfgang
Issing, H. C. Otmar
Keitel, Hans Peter
Klaedan, Eckard von
Kopper, Hilmar
Lamers, Karl A.
Lauk, Kurt J.
Merkel, Angela (2005)
Mosdorf, Siegmar
Nass, Matthias
Perger, Werner A.
Perthes, Volker
Pflüger, Friedbert
Polenz, Ruprecht
Reitzle, Wolfgang
Rühe, Volker
Sandschneider, Eberhard
Scharping, Rudolf,
Schäuble, Wolfgang
Schily, Otto
Schrempp, Jürgen E.
Schulz, Ekkehard D.
Sommer, Theo (Die Zeit)
Späth, Lothar
Strube, Jürgen
Verheugen, Günter
Voscherau, Henning
Weber, Jürgen
Westerwelle, Guido
Wissmann, Mathias
Zumwinkel, Klaus

Seit K. G. Kisiesinger (ehemaliger stellv. Chef des NS-Propagandaministeriums unter Josef Goebbels) waren sämtliche deutschen Bundeskanzler bei den Bilderberg-Treffen:

Kurt Georg Kiesinger 1957, dann BK 1966-69
Willy Brandt ? BK 1969-74
Helmut Schmidt, 1973, 1980, 1983, 1986, BK ab 1974-82
Helmut Kohl 1980, 1982, 1988, BK ab 1982
Gerhard Schröder, 2005, danach nur noch ein paar Wochen BK
Angela Merkel 2005, vier Wochen später neue BK’in
(Quelle, Gerhard Wisnewski, ‘Drahtzieher der Macht. Die Bilderberger – Verschwörung der Spitzen von Wirtschaft, Politik und Medien, S.181f).

@Steppenwolf

Ich dachte immer, dass Siegmar Gabriel (‘Harzer Roller’ aus Goslar, den ich, als er noch Falken-Chef war, dort in der Friedensarbeit kennenlernte) der heiße Kandidat für die nächste Kanzlerschaft sei. Aber jetzt würde auch ich eher auf Olaf Scholz aus HH setzen.
Olaf – hau rein!! Die Sterne stehen günstig. Wir lieben dich!

  Chris Sedlmair hat @ geschrieben

Natrlich ist Mrekel out. Die basteln doch chon am nächsten, mit dem alles anders wird.

  Chris Sedlmair hat @ geschrieben

Ölkatastrophe:

BP will russsiche Tiefseetechnologie um Öl abzusaugen

Die Russen fliegen alle Völker zur “I”SS, die Russen Retten den USA den verölten Arsch…
Da sieht man mal wieder, daß marode sowjettechnik nicht wettbewerbsfähig ist.

http://de.rian.ru/society/20100607/126596288.html

  hibi202 hat @ geschrieben

Nachdem die Dame aus der Uckermark endlich ihre “christlich-soziale Blöße” unbedeckt zur Schau gestellt hat, dürften ihre politschen Tage wohl gezählt sein. Die Pressestimmen zum Sparpaket gingen mit demselben jedenfalls nicht zimperlich um.

Wenn man sich dabei noch die Aktion von Dieter Lehmkuhl vor Augen führt, der sogar in Berlin auf der Straße darum bittet, daß die Regierung endlich Gaben der Vermögenden annehmen möge, um u.a. die soziale Schieflage auszugleichen, aber leider bei der Koalition kein Gehör findet, darf man sich bald über nichts mehr wundern!
Der Deutsche Michel hat zwar das Fell eines Ochsen, aber wenn man ihm zu fest ins Horn petzt, kann er verdammt angriffslustig werden.

Wer bisher die Bilderberger für harmlose Pfadfinder gehalten hat, dürfte seit der Veröffentlichung der FAZ wohl eines besseren belehrt worden sein.

  Chris Sedlmair hat @ geschrieben

(Still) Running Gag

2008: Trefffen in USA… USA Pleite

2009: Treffen in Griechenland… Griechenland Pleite

2010: Treffen in Spanien…

  armin hat @ geschrieben

Das Sparpaket, dass zu praktisch 100% vom Volk zu berappen ist (Wirtschaft gibt ihre Belastungen über die Preise weiter) ist bereits jetzt schon nicht mehr das Papier wert, auf dem es steht:
Die Bundesbank hat gestern geschätzt, dass noch für 338 Mrd. € Leichen in den Kellern der deutschen Banken liegen.
Da mittlerweile die Zinsen für Portugal, Spanien, Italien steigen (FTD-Seite Anleihen) und Griechenland sowie so schon jenseits von gut und böse ist, wird es bald krachen. Mal sehen wo mit sie Gabriel weg schiessen, hat ja sowieso keine gute Figur gemacht.
Und Köhler wußte schon, warum er sich aus dem Staub gemacht hat.
Meine Nachbarn jedenfalls schieben einen dicken Hals und ich füttere sie mit Infos und laßt uns zusammen setzen statt nur wütend auf die Strasse zu laufen.
Mal sehen ob die Ablenkung mit der WM funktioniert, es wird ein spannender Sommer und dank Freeman u.a. haben wir die Bilderberger auf der Speisekarte.

  HAML hat @ geschrieben

Spanien als Kandidat für den Bankrott? Sehe ich so nicht. Spanien ist wirtschaftlich zu groß. Ich muss Herrn Elsässer um Entschuldigung bitten, denn mein Kommentar zu “Bye bye USA” ist falsch. Die USA sind tatsächlich am Ende, angesichts des jährlichen Handelsdefizits von jetzt annähernd 1 Bio. Dollar ! Jedes Jahr! Und das ist noch nicht alles. Die Ölpest, Orkane und vor Allem die Überheblichkeit, setzen natürlich zu.
Nein, Spanien wird noch gebraucht. Die USA werden sich mit den Europäern verbünden müssen, denn so eine große Macht, wie Europa, kann die USA nicht ignorieren, geschweige denn ausschalten. Ich bin mittlerweile überzeugt von einer Allianz und komisch anmutender Toleranz, seitens der USA gegenüber der Europäischen stärke. Mich würde es in naher Zukunft nicht wundern, wenn Obama blöde und hinterfotzige, bzgl. der Zusammenarbeit mit Europa, Reden, Aussagen etc. bringen wird.

  individualist hat @ geschrieben

spanien “wirtschaftlich groß” ?
na ja, na ja… ich weiß nicht.

was exportiert denn spanien “groß” ? zitronen?
wein? oliven?
ein land von ca. 30-40 millionen einw. kann auch ganz, ganz schnell am ende sein. nur bei
solchen ländern wie italien, die ökonomisch +
geografisch (von der fläche her) ein “zwischen-ding” sind, nicht besonders arm und auch nich
besonders entwicket, kann es noch ETWAS LÄNGER dauern als bei spanien…
ich glaub nicht, daß die europäer an spaniens
rettung mehr interesse zeigen werden – sie haben ja gerade den zapatero noch ein bißchen
drangsaliert, daß er endlich mehr spurt mit seinen haushaltskürzungen und spar-orgien.
das einzige was ich bemerke ist, spanien hat ja
in den letzten jahren (noch bei aznar) einen eher prowestlichen kurs verfolgt, mehr als z. B griechenland. aznar wollte ja unbedingt in den
irak zusammen mit seinem kumpan bush ein-marschieren, und derselbe kerl ist jetzt, nach-dem ihn die spanier abgewählt haben, schon länger drüben in usa und lehrt dort an einer uni “transatlantische beziehungen” – was für ein kotzbrocken und “xxxxxxxxx” !!!! er hatte
ja sowieso schon 1999 den nato-krieg gegen jugoslawien in dienstbeflissener manier für seine “vorgesetzten” überm teich mitgemacht.
also wäre spanien jetzt, seit zapatero, mit einer regierung, die nicht mehr so willfährig sein will
das nächste opfer nach dem seit jeher eu- und us-kritischen griechenland. nur daß spanien eben etwas länger auf seine “weg zur schlacht-
bank” warten durfte, weil es noch etwas mehr dem westen, eu und der nato zugeneigt ist. das
wäre eine art “vorbereitete strafe” für die länder
welche sich dem diktat nicht beugen wollen – sie werden gezielt durch spekulationen und zu
massierte konkurrenz, anschließend mit den bekannten spardiktaten und steuern ruiniert !
mir ist das in den sinn gekommen, weil u. a.
fatima oezoguez uns in einem der (wirklich ex-zellenten) artikel in muslim-markt darauf hin-gewiesen hat. ich reime mir jetzt zusammen, daß es abgekartete sache von den europäern war… man muß irgendwie dagegen ankommen

  sassusi hat @ geschrieben

Solange USA Weltweit abnehmer für ihr Papier finden, solange werden sie nur theoretisch Pleite sein und nicht de-facto. Selbst dann nicht, wenn ihr Aussenhandeldefizit um das tausendfache steigen würde..
Das heisst, sobald die US-schnipsel einhellig von allen Ländern gleichzeitig, nicht mehr akzeptiert wird ist der Spuk vorbei!
Sie sind dann, im wahrsten Sinne des Wortes Handlungunfähig.
Sowohl Politisch, wie auch Millitärisch, als auch Wirtschaftlich.

  Frost hat @ geschrieben

Frage an Alle:

Warum gibts seit einem Monat keine Infos mehr auf steinbergrecherche.com

Was ist mit T.I.S. ? Hat er aufgehört?

  Bruce Wayne hat @ geschrieben

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1195261/

Händeschütteln und netzwerken. (Bild: Stock.XCHNG / Philippe Ramakers) Re-Feudalisierung und Privatisierung der Macht?
Zur Bilderberg-Konferenz 2010
Von Detlef Grumbach
Die sogenannten Bilderberg-Konferenzen finden seit 1954 jährlich an wechselnden, möglichst geheim gehaltenen Orten statt. Angeblich sind die Treffen rein privater Natur, doch wenn die Mächtigen aus Wirtschaft und Adel Politiker zum geheimen Gespräch laden, wundern sich auch Menschen, die keinen Verschwörungstheorien anhängen.

  Bruce Wayne hat @ geschrieben

http://www.sueddeutsche.de/politik/streit-nach-sparbeschluss-wirtschaftsfreunde-der-cdu-wollen-an-reiche-ran-1.956025

Streit nach Sparbeschluss
Wirtschaftsfreunde der CDU wollen an Reiche ran
09.06.2010, 13:45 2010-06-09 13:45:22
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CDU-Wirtschaftsratschef Lauk (Foto) und Bundestagspräsident Lammert bringen eine überraschende Idee ein. Kurz nach der Verkündung des Sparprogramms wollen sie einen höheren Spitzensteuersatz. Das ist ein Affront gegen die FDP – die der Union mit Stimmenentzug bei der Bundespräsidentenwahl droht.

Dass die Opposition nicht einverstanden ist mit dem Sparprogramm der schwarz-gelben Koalition, ist keine Überraschung. Doch fast eine Sensation ist, wer sich alles in der Union kritisch äußert.

  Bruce Wayne hat @ geschrieben

http://www.jungewelt.de/2010/06-09/059.php

09.06.2010 / Schwerpunkt / Seite 3Inhalt

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Nur ein Schlagabtausch?
Aber immerhin: Marxisten und linke Theologen kamen bei einer Tagung im westfälischen Münster miteinander ins Gespräch
Von Otto Meyer

  Chris Sedlmair hat @ geschrieben

Was mir wieder übel aufgestoßen ist, daß sich bei einigen DKP-Atheisten eine Art atheistischer Fundamentalismus entwickelt hat. Ich kann nur empfeheln die Marxsche Religionskritik GENAU zu lesen. Die ewigen Dampfplauderer, die sich immer auf das Opium-Zitat berufen, sollten die ganze Passage lesen und sich vor allem kundig machen, ob Opiumerzeugnisse in der Medizin zur linderung tatsächlicher Schmerzen eingesetzt wurde, oder nicht.

  Chris Sedlmair hat @ geschrieben

So. Mit reichts jetz langsam. Ich plädiere nicht für die D-Mark, sondern für eine EU-Weite “argentinische Lösung”: Es gibt einfach keine Kohle für die Banksters, Basta! Wer rummault, wird komplett enteignet! Kapital, Schnauze halten!

http://principiis-obsta.blogspot.com/2009/12/die-ursachen-der-finanzkrise-oder-warum.html

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Chris: Aber es gibt keine Eu-weite Exekutive, die das durchsetzt. Da müssen einzelne Länder vorangehen, wo das Volk die Exekutive, also ihre Regierung, zu einer argentinischen Lösung zwingt. Griechenland z.B.

  schnehen hat @ geschrieben

@Chris Sedlmair

Wieder sehr richtig, was Sie schreiben. Volle Zustimmung. Hier die ganze Passage:

“Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elends und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes. Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung des wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Kern die Kritik des Jammertals, dessen Heiligenschein die Religion ist. Die Kritik hat die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die fantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche. Die Kritik der Religion enttäuscht den Menschen, damit er denke, handle, seine Wirklichkeit gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit um seine wirkliche Sonne bewege. Die Religion ist nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt.”
(K. Marx, ‘Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie).

Hieraus ergibt sich:

Marx geht es um die Verwirklichung des Menschen, damit er von seinen Gaben den bestmöglichsten Gebrauch machen kann, es geht ihm um die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit, um seine Selbstverwirklichung, um das Abschütteln der Entfremdung, und damit um ein humanistisches Anliegen, das er mit allen Religionen, sei es mit den monotheistischen, sei es mit den nicht monotheistischen, gemein hat.

Es gibt, und so sieht es auch Hugo Chavez, der sich als christlicher Sozialist versteht, keinen fundamentalen Gegensatz zwischen Religion und Marxismus.

Marxisten, Christen, Muslime, Juden, alle zusammen gegen die Kräfte des kalten, herzlosen, profitgierigen, menschenverachtenden, den Menschen versklavenden Finanzkapitals oder, was nur ein anderes Wort dafür ist, gegen den Imperialismus, der von den USA angeführt wird.

  Chris Sedlmair hat @ geschrieben

@ JE: Zustimmung. Aber wir sollten nicht immer schauen, daß irgendwer vorangeht, auch wenn die Griechen in ihrem Volkswiderstand und ihrem Bewußtsein weiter sind, ist es unsere Pflicht in Deutschland, voranzugehen, unsere Regierung dazu zu zwingen. Wenn die Grichen schneller sind umso besser, umso einfacher für uns, aber das schielen nach Kämpfen in anderen Ländern ist eine alte (west)deutsche Krankheit der Linken. SIe dient als Rechtfertigung für den eigenen Defätismus. Wenn wir in Deutschland eine argeninische Lösung erzwingen, wird ganz Europa folgen.Deutschland ist die Kreuzung der Nord-Süd und der West-Ost-Verbindung. Mit dem stehen oder Fallen dieser Kreuzung für die eine oder andere Klasse, oder Klassenbündnis steht und fällt ganz Europa. Das Europa des Finanzkaitals kann einen griechischen Umsturz isolieren und aussitzen, aber niemals einen in Deutschland. Und es gibt jenseits des Rheins Kräfte, die sofort zur Stelle sind mit einem eigenen Umsturz, von der Iberischen Halbinsel mal ganz abgesehen, die auch folgen würde. Und in Moskau sitzen seit 1917 die Hüter Europas an den Schalthebeln der Macht. Es kommt auf uns an. Lafontaine sagte, daß DIE LINKE nicht nur Verantwortung für die Menschen in Deutschland hat, sondern für die Linken und die Völker in ganz Europa. Recht hat er und stimmt damit mit Lenin überein, der das schon vor fast 100 Jahren erkannte. Und das Finanzkapital weiß das auch und zwar schon viel länger. Deswegen können wir uns so Kiki-Politik wie das Bündnis in Berlin macht in keinster Weise länger leisten, denn es geht auf die Kosten der Menschen für die wir doch angeblich alle vorgeben zu kämpfen.

  Chris Sedlmair hat @ geschrieben

JE: Ergänzung zu meinen längeren Ausführungen: Darauf zu warten, daß kapitalistische Exekutiven ganz von selbst im Intersse ihres Volkes irgendwie tätig werden ist Blödsinn. Wir müssen auf die Straße und die nationalen Exekutiven durch EU-weite Demosntration des Willens und der Macht des Volkes zwingen. Auch wenn es eine europäische Exekutive gäbe, wäre die zwingende Vorraussetzung um veränderungen wie den “argentinischen Weg” durchzusetzen die selbe. Die Anstrengungen dafür für uns hier in Deutschland sind die selben wie für einen Weg mit DM, aber mit den anderen Europäern an unserer Seite sind wir 450 Mio, der mächtigste Wirtschaftsblock der Welt, der größte Markt der Welt und kein Hedgefonds könnte sich damit messen. Keine Macht der Welt verfügt über ein Militär um im Raum der EU die alten Regeln mit Gewalt durchzusetzen. Das Finanzkapital könnte vermutlich nicht mal ihre Kanalinseln halten. Worauf ich hinaus will ist, daß es so oder so um den ersten Angriff auf die grundsätzliche Kräftekonstellation der Klassen seit 20 Jahren geht. Zögerlichkeit kann jetzt keiner bauchen und auch so ein Gezänk politischer Gruppen nicht. Die Gretchenfrage lautet : “Wie hältst du es mit der Annulierung aller öffentlichen Schulden bei privaten Finanzunternehmen?” und nicht “In welcher Währung hättest du denn gerne Deine Schulden?” oder “In welchem Rot-Ton hättest Du gerne die Weltrevolution? Wir hätten auch noch Schwarz-Rot oder Nationalfarben.”

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Chris: Wir sind uns einig, dass die europaweite Umwälzung im nationalen Rahmen beginnt, oder? Die Differenz ist bei den Inhalten, unter denen man für diese Umwälzung mobilisiert. Dein Vorschlag ist „Wie hältst du es mit der Annulierung aller öffentlichen Schulden bei privaten Finanzunternehmen?“ bzw. “Für eine europaweite argentinische Lösung”. Dafür wird sich niemand engagieren, das ist zu blass. Man muss die nationalen Aspekte schon auch bei den Inhalten der Mobilisierung betonen: Gegen die EU-Diktatur, gegen die Diktatur des internationalen Finanzkapitals – für die nationale Selbstbestimmung der Griechen, Spanier … und der Deutschen.

  sassusi hat @ geschrieben

Rusen Çakir, Presserat bei NTV, der beim Treffen dabei war und interessanter-weise in Türkischen Medien nicht erwähnt wird schreibt;
Die Teilnehmer bestanden zu zwei drittel aus Westeuropa und der rest aus USA und Kanada knapp hundertdreisig teilnehmer.
Die themen waren; Finanzreform, Sicherheit, Cybertechnologie, Energy, Pakistan, Afghanistan,
Ernährungproblem(anm. Mosanto?), Globale erwärmung(anm. was denn sonst!), aufbau Sozialer Netzwerke, Wissenschaft und Pharma, Nuklearwaffen, und EU-USA beziehung.

1/3 der anwesenden waren;
Oberste Regierungsmitglieder und Bürokraten.
Und der rest, oberste Mitglieder der; Industrie, Finanzen, Bildung und Mediensektor.
Desweiteren meint er das zwei abgeordnete aus der Türkei eingeladen war, die aber abgesagt hätten.
Und deswegen währe die Türkei, im gegensatz zu früheren Jahren, auf der ebene nicht vertreten gewesen.
Nebenbei erwähnt er, dass er so zimlich der einzige gewesen sei, der ‘für sich genommen’ unbedeutend auf breiter Flur stand.
Das interessante, meines erachtens ist die tatsache, das er schreibt, das die Agenda der anwesenden der die Weltregieren, nicht im einklang steht mit der,
der Türkische Regierung…(anm. damit gibt er indirekt zu, das es eine Weltregierung gibt und das Erdogan kein doppeltes Spiel treibt)
Es sei ihm noch aufgefallen, das viele teilnehmer, weitab von ihrer eigenlichen tätigkeit über themen im bilde wahren als das, für was sie offiziel standen und vertraten.
Und das sich das Bilderbergtreffen, nach dem kalten Krieg, sozusagen enthäutet hätte und konservativer geworden währe.
Desweiteren sei zu erwähnen, dass obwohl sie sehr oft in der tagespolitik vorkommen, Rusland und China nicht vertreten waren. Genauso Südamerika.
Auch die ehmaligen Ostblockstaten wo sie doch längst integriert währen.

Abschliesend meint Herr Rusen cakir zu wissen,
das er sich nicht zu beschweren brauche wegen der
teilnahme..weil es so konstruktiv und Lehrreich für ihn war. Nur, wolle er auch die sehr strengen regeln einhalten, im bezug auf das treffen, für die er sich ja verpflichtet habe. Und worüber sie gesprochen haben nicht weitergeben zu können, belaste ihn als Jornalisten sehr! http://www.turkishny.com

  Chris Sedlmair hat @ geschrieben

“Ersatzlose Streichung der Staatsschulden!” oder sowas find ich jetzt deutlicher, konkreter, lebensnaher.
“Gegen EU-Diktatur” usw “Selbstbestimmungsrecht” enthält wenig konkretes, zeigt nur eine Grundsätzliche Haltung und steht nur indirekt in einem Bezug zum Thema Finanzmarkt. Die Konzentration aber auf den Komplex “Banken, Resstungsschirme, Staatsverschuldung bei genau den selben Banken” beschäftigt wirklich viele Menschen auf der Straße. Die Leute fühlen sich als Volk gefangen in einem Teufelskreis, ausgeraubt und erpresst. Dieser Teufelskreis ist nur durch die entschädigungslose Enteigung der SChulden möglich. Jedes Kind, das heute ind Deutschland geboren wird, wird völlig unverschuldet mit € 21.000.- Verpflichtungen geboren.Entweder wir streichen die Staatsschulden, oder wir führen Arbeitslager ein. Diese Alternativen hat die Geselloschaft der BRD. Und ich habe ganz üble Vorahnungen über die unterschiedliche Affinität dieser 4 Parteien der Asozialen Front zu dieser oder jener Lösung

  juergenelsaesser hat @ geschrieben

Mensch, Chris: Du hältst Forderungen rund um das Thema Finanzmarkt für konkret, sind sie ja auch. Aber um “das Herz” zu berühren und die Leute zu begeistern, muss eine Prise Patriotismus dazukommen. Das ist nicht abstrakt! Ich gebe Dir ein Beispiel: In Umfragen erhält die Forderung “Deutschland raus aus der NATO” in Spitzenzeiten 15 bis 20 Prozent. Formulierte man dieselbe Frage ein bißchen patriotischer, nämlich “Sind Sie für den Abzug der US-Army aus Deutschland?” stiegen die Zustimmungsraten auf über 60 Prozent!

  schnehen hat @ geschrieben

Eine solche Forderung, ‘Amis raus aus Deutschland!’ würde jedoch von der verhampelmannten Linken nie gestellt werden. Das überlässt man großzügig der NPD, die damit auf Bauernfang gehen kann.

Stellen wir sie hier ruhig einmal laut und deutlich:

Raus mit den britischen und US-amerikanischen Truppen aus Deutschland!. Keine US-Stützpunkte mehr in Deutschland! Wir sind keine US-Kolonie! Wir sind ein souveränes Land! Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland! Ami go home! Für ein neutrales Deutschland! Deutschland kann sich selbst verteidigen! Raus aus der Nato!

  Roy Lanek hat @ geschrieben

** No-nonsense *exercise*: download–and read–some documents from wikileaks.org on (*eau de rose* still) Pi Beta Phi, or Sigma
Phi Epsilon, so to get an idea of the possibilities that exist.

Don’t forget that members of those two *innocent* fraternities should be of the kind *educated*, *intelligent*, and (hello Teddie) intellectually *speculative*.

** On the increasingly counterpunch(-ish).org globalresearch.ca [I block counterpuch.org on my proxy, so to not even have *temptations* in moments of weakness or tiredness] there is:

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=viewArticle&code=20100613&articleId=19706
June 13, 2010

The Post War II New World Order Map: A Proposal to Re-arrange the World after an Allied Victory
Revealed By Irish Historian Thomas Moriarty
by Maurice Gomberg

which is *eau de rose* too. (From this source–a former lawyer and professor of international law at the University of Naples/Italy, and also an expert on Camorra, the regional incarnation of the mafia–lawyer which I have know shortly; and I say “former” because I have been told that he has died in a car accident; okay, so from 2nd hand: –there is a classical topological nomenclature of the mafia: levels low-medium-high; one can point to levels up to medium, perhaps lower-’high’; for the top, it’s another story; who by any reason, chance or disgrace, precisely indicates, as an outsider, a name doesn’t live long after having done it–. Now, *mafia* … Strictly speaking, and not. He
made the example of Giulio Andreotti, which (seen from the perspective of the sharks) was (is) a much more intelligent and able man than, say, an Obama. Andreotti has been categorized by the same lawyer as a man of the upper ‘medium’-level, or of the lower ‘high’-level at best.

Who has seen Werner Herzog’s Aguirre, der Zorn Gottes? Think at Don Fernando de Guzman (if I am recalling correctly) versus Don Lope de Aguirre (Kinski).

** I recommend to read Daniele Ganser.

  Bruce Wayne hat @ geschrieben

http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2010/nr24-vom-1462010/eine-komplette-veraenderung-des-europaeischen-systems-ohne-das-volk-zu-fragen/

Sie sind hier: Startseite > 2010 > Nr.24 vom 14.6.2010 > «Eine komplette Veränderung des europäischen Systems – ohne das Volk zu fragen» Druckversion
«Eine komplette Veränderung des europäischen Systems – ohne das Volk zu fragen»
Interview mit Prof. Dr. Wilhelm Hankel über die Euro-Krise und die Finanzpakete für Griechenland und andere Euro-Staaten

Zeit-Fragen: Herr Professor Hankel, Sie und vier ausgewiesene Fachkollegen haben Anfang Mai nicht nur eine Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die vom Bundestag beschlossene sogenannte Griechenland-Hilfe eingereicht. Sie haben sich auch mit einer Anzeige in einer grossen deutschen Tageszeitung an die Öffentlichkeit gewandt. Was hat Sie bewogen, diesen Schritt zu tun?

Professor Dr. Wilhelm Hankel: Was wir dem Verfassungsgericht zu bedenken geben, geht uns alle an, geht alle Deutschen an, ja alle Europäer. Denn mit den jetzt beschlossenen Hilfen für Griechenland, aber auch für viele andere in ähnlicher Lage befindliche Länder, wird unter dem Vorwand der Humanität, der Solidarität etwas Ungeheuerliches eingeleitet, nämlich eine komplette Veränderung des europäischen Systems – ohne das Volk zu fragen. Und diese Veränderung läuft auf verschiedenen Ebenen. Auf der rechtlichen: Es werden Rechtsbrüche begangen, die einfach ungeheuerlich sind. Aber es wird auch die politische Struktur der EU verändert, was ebenfalls ungeheuerlich ist; denn hier muss ja durch Volksentscheidungen entschieden werden und nicht durch Nacht-und-Nebel-Aktionen von irgendwelchen Regierungen. Und was mich als Ökonom besonders stark umtreibt, ist die Sorge um den Wohlstand unserer Bürger. Diese 3 Motive, diese 3 Ebenen, müssen der Allgemeinheit vorgetragen werden, und natürlich wollten wir indirekt auch den Richtern klarmachen, dass solche Dinge nicht in der juristischen Einsamkeit entschieden werden, die müssen im hellen Licht der Öffentlichkeit diskutiert und womöglich auch abgewehrt werden.


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