Bombenterror in Moskau

Die Tschetschenen und die westlichen Geheimdienste

Noch weiss man ueber den Bombenterror in Moskau nichts Genaues, aber die tschetschenische Spur ist die naheliegendste. Wobei ueber den Tschetschenenterror nicht reden soll, wer ueber CIA, FBI und MI6 schweigt …

Mehr dazu in meinem Buch “Wie der Dschihad nach Europa kam. Gotteskrieger und Geheimdienste auf dem Balkan” (mit einem Exkurs zum Kaukasus. 220 Seiten, 14.80 Euro – im guten Buchhandel oder direkt ueber info@juergen-elsaesser.de )

Auszuege aus dem Buch Juergen Elsaesser, “Wie der Dschihad nach Europa kam”:

Terrorhelfer


FBI, CIA, BND und die tschetschenischen Kindermörder

Es gibt Leute, die mögen keine Verschwörungstheorien. Es sei hanebüchen und skurill und tendenziell antisemitisch, sagen sie, wenn Autoren wie Bröckers oder von Bülow behaupten, US-amerikanische Geheimdienste hätten überall mitgefingert, vor allem bei 9/11. Diesen Leuten wird der folgende Beitrag auch nicht so richtig Spaß machen, denn hier wird die Verschwörungstheorie fortgeführt und auf die Situation in Tschetschenien angewendet. Auch die dortigen Kopfabschneider und Kindermörder erhielten nämlich, zumindest bisweilen, Unterstützung aus dem Westen.

So gibt es zumindest eine Person, in der sich fast alle Verschwörungstheorien materialisieren. Er war FBI-Informant und hatte Kontakte sowohl zur CIA wie zu Osama bin Laden, killte in Tschetschenien Russen und kämpfte im Kosovo gegen die Serben, traf sich schließlich vor dem 11. September mit einem der wichtigsten Hijacker. Das gibt’s doch nicht? Das gibt sehr wohl: Der Mann heißt Aukai Collins, ist US-amerikanischer Staatsbürger und schrieb über seine Schandtaten sogar ein Buch. “My Jihad. An American’s Journey through the World of Usama Bin Laden As A Covert Operative For The American Goverment” erschien im Jahre 2002 zuerst bei Lyons Press, als Taschenbuch dann bei Pocket Books. Die “Washington Post” nennt es “einen blutrünstigen Bericht über das Training in Osama bin Ladens Lagern in Afghanistan”, was freilich nur die halbe Wahrheit ist, denn es ging nicht nur um Afghanistan.

VIP in der Terror-Szene

Laut seiner Autobiographie war Collins als Teenager Mitglied diverser Verbrechergangs, landete schließlich im Knast in San Diego und konvertierte dort zum Islam. Anfang der 90er Jahre wollte er sich am Dschihad in Bosnien beteiligen, reiste statt dessen aber nach Afghanistan und wurde von dort ins Kampfgebiet nach Tschetschenien geschickt. Genüßlich schildert er im Buch Überfälle auf russische Soldaten, das Abschneiden von Köpfen und andere Scheußlichkeiten eingeschlossen. 1996 kehrte dieser Killer in die Staaten zurück und wurde vom FBI als Informant angeworben. Im folgenden Jahr erhielt er aus der Hand zweier FBI-Agenten den Bronze Star, eine militärische Auszeichnung, – “in Anerkennung seiner Tapferkeit beim Kampf gegen die Russen”, wie er sagt. 1998 trat außerdem die CIA an ihn heran und schlug vor, ihn zurück nach Tschetschenien zu schleusen, wo er im Umfeld des besonders grausamen jordanischen Feldkommandanten Emir Chattab plaziert werden und von dort Informationen liefern sollte. Eine ungewöhnliche Idee: Warum sollte ein überzeugter islamischer Terrorist wie Collins einen anderen überzeugten Islamisten wie Chattab an Ungläubige verpfeifen? Oder ging es der CIA weniger ums Ausspionieren von Chattab als um Zusammenarbeit?

Im selben Jahr will Collins ein Angebot von ganz anderer Seite bekommen haben, nämlich von Al Qaida: Er solle nach Afghanistan fliegen und dort Bin Laden treffen. Wenn das stimmt, war Collins keine kleine Nummer, sondern ein VIP in der Terror-Szene. Doch die CIA, so Collins, war nicht an seinem Treffen mit ObL interessiert, und deswegen lehnte er ab. Statt dessen ging er ins Kosovo und kämpfte gegen die Serben, angeblich nicht im CIA-Auftrag, sondern auf Einladung aus arabischen Staaten. Im weiteren arbeitete Collins für die Antiterrorismus-Einheit des FBI in Phoenix/Arizona und hatte Kontakt zu Hani Hanjour, der am 11. September die Maschine AA77 ins Pentagon gesteuert haben soll. Wieder stellt sich die Frage: Was hatte das FBI davon überzeugt, dass der fanatische Islamist Collins einen Glaubensbruder ausspionieren würde – statt ihm Tipps zu geben, wie er den Fahndern entgehen könnte? Oder war er nicht Beschatter, sondern Kontaktmann? Selbstverständlich kann es für Geheimdienste sinnvoll sein, gerade besonders schlimme Typen als Undercover-Leute zu engagieren, weil man nur so die innersten Zirkel von terroristischen (oder kriminellen) Gruppen infiltrieren kann. Doch das macht natürlich nur Sinn, wenn die Informanten ihren alten Überzeugungen abgeschworen haben – sonst fungieren die IM gleichzeitig als Maulwürfe des Gegners. Aber Collins hat seinen Überzeugungen nie abgeschworen, und gerade deshalb ist es um so verdächtiger, dass er für FBI und CIA von Interesse war. Die schützende Hand der Dienste war es offensichtlich auch, die ihn vor Strafverfolgung bewahrte, als er mit seinen Verbrechergeschichten an die Öffentlichkeit ging. “Amerika bietet Russland Partnerschaft im Kampf gegen den internationalen Terror an, … während ein US-Bürger sich offen brüstet, dass er … russische Soldaten getötet hat”, kritisierte die russische Tageszeitung Isvestija im November 2002. Und weiter: “Verschiedene Muslims wurden in den USA beim kleinsten Verdacht verhaftet, dass sie in Osama bin Ladens Lagern trainiert haben – während gleichzeitig ein Kämpfer, der ganz konkret und offen seine Triumphe im Heiligen Krieg plakatiert, frei bleibt.” Besonders aufschlussreich ist ein Vergleich zum Schicksal von John Walker Lindh, eines Taliban amerikanischer Herkunft und mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft. Obwohl er in Afghanistan zwar gegen die US-Armee gekämpft, aber niemanden getötet hat, wurde er in den USA zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Collins hingegen wurde für seine Morde an russischen Soldaten nie juristisch belangt.

Doppeltes Spiel des Westens

Der Westen spielt in Bezug auf Tschetschenien ein doppeltes Spiel. Einerseits heuchelt man recht und schlecht Solidarität mit Russland, andererseits werden die Terroristen unterstützt – von denen einen nur politisch, von anderen auch militärisch. Präsident Wladimir Putin höchstpersönlich hat in seiner Fernsehansprache nach dem Massenmord von Beslan darauf hingewiesen, dass man bei der Suche nach den Hintermännern nicht nur an Moslems denken sollte:


Einige hätten gern ein großes Stück von unserem Kuchen. Andere helfen ihnen dabei. Sie helfen, weil sie sich von Russland, einer der größten Atommächte, bedroht fühlen. Deshalb, so ihre Argumentation, müsse man diese Bedrohung beseitigen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass überlebende Kinder aus Beslan berichten, die Geiselnehmer hätten “neue NATO-Uniformen in den klassischen Tarnfarben getragen”. Auch die Aussagen des einzigen bisher festgenommenen Geiselnehmers weisen nach Westen: Demnach sei die Aktion vom tschetschenischen Rebellenführer Schamil Bassajew und dem früheren tschetschenischen Präsident Aslan Maschadow angeordnet worden. Hochrangige Mitarbeiter Maschadows aber sind in Berlin, London und Washington wohlgelitten. So hält sich Ilias Achmadow, Maschadows sogenannter Außenminister, seit zwei Jahren in den USA auf und wurde Anfang Juni 2004 dort als Asylbewerber anerkannt. Achmed Sakajew, der Stellvertreter von Maschadow, genießt sei November 2003 Asyl in Großbritannien. Und in Berlin logiert seit geraumer Zeit Said Abumuslimow, Maschadows Sicherheitsberater. Abumuslimow engagierte sich schon in den 80er Jahren im tschetschenischen Untergrundkampf gegen die Sowjetunion. Als Mitarbeiter des frischgebackenen Präsidenten Maschadow befürwortete er 1997 die von den gemäßigten Separatisten abgelehnte Einführung der islamischen Gesetzgebung Scharia, “auch das auf physischer Bestrafung beruhende Strafrecht”, wie er gegenüber der FAZ (18.08.2004) einräumte, also das Abhacken von Händen bei Dieben und die Steinigung von unsittlichen Ehefrauen.

Auf die Frage, ob er den Terror unterstütze, antwortete der Mann ausweichend: “Wir sind keine Terroristen, wir sind Freiheitskämpfer.” Abumuslimows wartet zur Zeit auf die Entscheidung über seinen Asylantrag, was ihn allerdings nicht davon abhält, öffentlich für seine Ansichten zu werben. So wird er am 21. September auf dem Orientalistentag in Halle sprechen. “Tschetschenien – Politik versus Menschenrecht”, lautet das Thema des Scharia-Freundes.

Nach Auskunft von Abumuslimow versuchte das Bundesamt für Verfassungsschutz mehrmals, Informanten unter den etwa 150 in Berlin lebenden Exil-Tschetschenen zu gewinnen. Die Kölner Behörde verweigert jede Auskunft über den Zweck und den Erfolg ihrer diesbezüglichen Kontakte. Suspekt ist die Rolle deutscher Sicherheitsbehörden auch im Zusammenhang mit der Besetzung eines Moskauer Musicaltheaters im Oktober 2002. Dabei waren 130 Geiseln gestorben. Im Vorfeld logierte der mutmaßliche tschetschenische Terrorist Arbi Daudov in Dresden und hielt von dort Telefonkontakt zu konspirativen Wohnungen in Moskau, in denen das Verbrechen vorbereitet wurde. Obwohl die deutschen Sicherheitsbehörden aus Russland gewarnt worden waren, erfolgte kein Zugriff, berichten die Dresdner Neuesten Nachrichten im April 2004. Bei seiner intensiven Reisetätigkeit benutzte Daudov deutsche Visa, die nach einem Tagesspiegel-Bericht auch für andere tschetschenische Verdächtige [extern] ausgestellt wurden.

Offensichtlich haben nicht nur die US-amerikanischen, sondern auch die deutschen Nachrichtendienste einiges aufzuklären.



  1. Russland ist heute stärker geworden. Es hat sich auch in der Finanzkrise ganz gut behauptet, obwohl viele Probleme nicht gelöst sind und im Rahmen des kapitalistischen Systems sich auch nicht lösen lassen, z. B. die Arbeitslosigkeit. Aber dieser zunehmende Einfluss Russlands ist bestimmten Leuten ein Dorn im Auge. Nach wie vor versuchen bestimmte Kreise, Russland militärisch einzukreisen und von innen heraus zu schwächen und zu destabilisieren.

    Zu diesen Kräften gehört auch Saakaschwili, der faschistische georgische Präsident, eine Marionette der USA, dessen Regierung auch von Israel und der EU unterstützt wird und der seine Hände im Spiel haben könnte.

    Im Oktober 2008 überfiel er mit Zustimmung der USA Südossetien und richtete in der Hauptstadt Zhinvali ein Massaker an. Heute sind die USA und ihre Verbündeten fleißig dabei, ihn wieder aufzurüsten, um Revanche für die Niederlage, die der georgische Präsident gegen Russland erlitt (Südossetien ist heute wie Abchasien unabhängig und hat sich aus dem georgischen Verband gelöst) zu nehmen.

    Hier könnte eine Verbindung sein, aber die tschechenische Theorie ist auch durchaus plausibel und was Herr Elsässer schreibt, ist nicht von der Hand zu weisen.

  2. Atheist

    Ein aufschlussreicher Beitrag mit plausiblen Angaben und Fakten – volle Zustimmung Herr Elsässer!

    By the way – habe mir inzwischen das siebte Buch (Die Deutschen) aus der COMPACT-Reihe zugelegt und empfehle diese Reihe im Bekanntenkreis weiter. Sogar im Freundeskreis meines Sohnes (Gymnasium 13. Klasse) – also bei der Jugend! – sind die COMPACT-Bücher im intensiven Umlauf.

    Zum Thema “Terror in Moskau und die deutsche Hofberichterstattung in den Mainstream-Medien” gibt es anzumerken: Die Doppelzüngigkeit und Heuchelei bei den gutbezahlten Schmierfinken und Fernsehnachrichtendeppen ist derzeit nicht mehr zu übertreffen. Während sie bei “terroristischen” Anschlägen im Westen vor Betroffenheit nur so dahinfließen, ist bei der aktuellen Berichterstattung über den Terrorakt in Moskau stets eine gewisse Häme zu spüren und eine offene Schuldzuweisung an Moskau zu hören. Gestern abend z. B. in der ZDF-Nachrichten habe ich kaum meinen Ohren und Augen getraut. Was für eine Perfidie und antirussische Demagogie!!! Für diese Propaganda zahlen wir auch noch Gebühren!

  3. Erst mal mein tiefstes Mitgefühl mit den Opfern dieses schrecklichen Anschlag,mögen die Toten darunter in Frieden ruhen und die Verursacher schwerste Strafe im Dies- und Jenseits erleiden.

    Wie auch die Anschläge in London und Madrid sieht alles verdächtig nach der Handschrift von Al-CiAda aus.

  4. schnehen: da haben sie es, wir stimmmen mal überein! es soll- so dass buch: global brutal bereits vor einigen jahren ein treffen im sudan gegeben haben, wo- angeblich von den amerikanern finanziert-terror-gruppen gegen russlandgehetzt wurden! zur rolle der amerikaner, es bleibt die frage, ob die “verschwörung” weitergeht- oder ob es sich um ein blowback ehemaliger verbündeter handelt. engdahl veröffentlichste vor kurzem interessantenbeitrag zur stärke russlands im energiesektor und die reaktionen washingtons darauf!bestimmte kreise sprachen ja schonmal davon,es muss jetzt noch ein ereignis kommen- dann kam es!

  5. Nich Riviera

    D-Radio ist aufschlussreicher, als man vermutet – wer hat das heute früh noch gehört? Mich erinnerten die Worte eines ehemaligen Tschetschenen-Politikers aus dem Londoner Exil an die Worte des Dalai Lama. Man distanziere sich von Gewalt, werde aber den Kampf um eine unabhängige Republik Tschetschenien nicht aufgeben, das tschenische Volk werde nie…
    alles verbunden mit Schuldzuweisungen an den von Moskau bestellten Interims-Verwalter der Gegend.
    Gerade die westliche Systempresse war schon gestern bestens informiert: es waren 2 Frauen…
    In diesem Jahr jährt sich 7/7 das 5. Mal.

    Den Link zum Beitrag von dradio gibts hier:
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1153815/

    Ich jedenfalls fand die Worte des Namenlosen sehr interessant, mit denen die Erörterung von heute 9:10 abgeschlossen wurde.

  6. Philippe du Plessiez

    Also wirklich!

    “Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass überlebende Kinder aus Beslan berichten, die Geiselnehmer hätten “neue NATO-Uniformen in den klassischen Tarnfarben getragen”.

    Es ist den Tätern auch nicht zuzutrauen, dass sie “cleverer”-Weise die Uniformen trugen, um eine falsche Fährte zu legen, nicht wahr? So dumm müssen Nato-Angehörige nun auch nicht zwingend sein.

    “Warum sollte ein überzeugter islamischer Terrorist wie Collins einen anderen überzeugten Islamisten wie Chattab an Ungläubige verpfeifen? ”

    Weil er auch nur ein Mensch ist? Immerhin möglich, nicht wahr? Sie ahnen nicht wie sehr eine Gesinnung bröckeln kann, wenn es darum geht den eigenen “Arsch” zu retten, da sind auch Moslems nicht unbedingt gegen immun, auch wenn ihr Glaube in der Regel eher davor bewahrt.

    Außerdem, es wird doch immer betont, dass Moslems an solch einem Treiben erst gar nicht teilhaben! Damit würde aber diese These völlig an Gewicht verlieren! Ist also irreführend!

    Um Gottes Willen. Auch wenn wohl kaum irgendetwas geschieht, ohne das gewisse geheimdienstliche Kräfte das “Treiben” tatkräftig unterstützen oder billigen (siehe 911 u.A.), sind sie noch immer auf willge nicht-westliche Agitatoren angewiesen. Es gibt viele Interessengruppen und hin und wieder bilden sie Koalitionen, dass wissen Sie doch. Deuten Sie doch lieber in alle Richtungen, sonst dikreditieren Sie sich selbst in den Augen von Betrachtern dieses Blogs, und zwar als parteiisch. Es ist einfach irreführend so einseitig zu argumentieren und “aufzudecken”, meine Meinung. Oder ist das gewollt, diese einseitige Konzentration?

    “Nach Auskunft von Abumuslimow versuchte das Bundesamt für Verfassungsschutz mehrmals, Informanten unter den etwa 150 in Berlin lebenden Exil-Tschetschenen zu gewinnen. Die Kölner Behörde verweigert jede Auskunft über den Zweck und den Erfolg ihrer diesbezüglichen Kontakte. ”

    Einerseits werden diese Dienste ständig als große Drahtzieher angeprangert, anderseits scheint ihre Macht doch arg begrenzt, nicht wahr? Gerade der russische Geheimdienst ist nun wirklich und ganz sicher nicht auf BND-Informationen angewiesen.

  7. flora

    Was ist eigentlich mit dem American Committee for Peace in Chechnya, ACPC, dem Brzezinski, Richard Perle, Michael Ledeen und viele andere Neocons angehören? Die komplette Liste kann man bei wikipedia nachlesen. John Laughland vom Helsini Peace Committee schrieb 2004 im Guardian einen Artikel über diese Herrschaften.

  8. “Es gibt viele Interessengruppen und hin und wieder bilden sie Koalitionen, dass wissen Sie doch. Deuten Sie doch lieber in alle Richtungen, sonst dikreditieren Sie sich selbst in den Augen von Betrachtern dieses Blogs, und zwar als parteiisch. Es ist einfach irreführend so einseitig zu argumentieren und “aufzudecken”, meine Meinung. Oder ist das gewollt, diese einseitige Konzentration?”

    Kennen Sie J. Elsässers “Terrorziel Europa”? Offenbar nicht, sonst würen Sie nicht genau das tun, was Sie ihm vorwerfen, nämlich einseitig argumentieren. Selbstverständlich gibt es wahabitische Hassprediger, die ungebildete Muslime, die weder von ihrer Religion noch von Poltik irgendeine Ahnung haben, zu Terrorakten anstiften. Nur erwiesen sich die schlimmsten Hassprediger meist als CIA-Agenten, z.B. Reda Sayyam.

  9. pablo

    Vielleicht suchen die Russen nur einen Vorwand,um im Kaukasus Truppenverstärkungen vorzunehmen.Wie bereits mehrfach gesagt,ist Russland eine starke Macht die um ihre Rohstoffe und Einflußsphäre bangen muß.Um Obama nicht zu brüskieren wenn Russland an seiner südlichen Grenze Truppenverstärkungen vornimmt,erscheint mir dieser Anschlag wie gerufen.Wir werden sehen,was die nächsten Wochen bringen.Da die USA den Ton gegen Iran verschärfen,muß mittelfristig mit Kampfhandlungen in dieser Region gerechnet werden.Rußland tut gut daran,seine Grenzen zu sichern.

  10. me.

    J.E, das haut dem Fass den Boden raus…

    Beim recherchieren noch da drauf gekommen:
    http://www.steinbergrecherche.com/tschetschenien.htm

    grüsse

  11. Man kann einfach nur hoffen, dass bei der Fussball-WM in Südafrika im Sommer nichts derartiges passiert. Anzeichen gab es ja beim Afrika-Cup letztes Jahr schon genug.

  12. @m.e.:

    Danke…wieso habe ich da nicht gleich nachgesehen? Auf das Naheliegendste kommt man oft zuletzt.

  13. @pablo

    “Vielleicht suchen die Russen nur einen Vorwand, um im Kaukasus Truppenverstärkungen vorzunehmen.”

    Das würde bedeuten, dass russische Geheimdienste die Anschläge selbst inszeniert haben, um einen Vorwand zu haben.

    Das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

    Erstens hat ihnen Saakaschwili im Herbst 2008 mit seinem Überfall auf Süd-Ossetien, der mit der Bush-Regierung abgestimmt war, selbst schon die Vorwände hervorragend geliefert. Seitdem garantiert Russland die Unabhängigkeit Abchasiens und Süd-Ossetiens und kontrolliert die Grenzen zu Russland, hat Sicherheitszonen rund um die Länder eingerichtet usw.

    Zweitens hat Umarow, der Anführer der nordkaukasischen Al-Qaida die Verantwortung für die Anschläge schon selbst übernommen, die von Selbstmordattentäterinnen ausgeführt wurden.

    Drittens ist die russische Regierung nicht mit westlichen Regierungen wie die der USA gleichzusetzen, die ‘false flag’ -Operationen wie den 11. September selbst inszenieren, um Vorwände zu haben, muslimische Länder anzugreifen und sie jahrelang ihrer Bodenschätze und strategischen Bedeutung wegen besetzt zu halten.

    Russland tickt anders.

  14. me.

    @ fatimaoezoguz

    Zur freundlichen Einsichtnahme, ab Seite 3.

    Alexej Malaschenko referiert u.a auch über das Thema Islam, Wahabismus in Tschetschenien.
    Passt also zum Beitrar vom 31ten/13:37

    http://www.laender-analysen.de/russland/pdf/Russlandanalysen194.pdf

  15. me.

    Scusi, Uhrzeit der Beiträge ist noch auf Winterzeit ;) )

  16. me: hat man doch mit dem kosovo auch so gemacht!




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