Zur WM mit Schwarz-Rot-Gold
Ein neues Sommermärchen – Ja, bitte!
Die WM naht – und die heissen Fußballabende unter den Großbildschirmen auf öffentlichen Plätzen. Zeit, einen Kommentar zum “Sommermärchen” 2006 rauszuholen, der damals in “Junge Welt” für schöne Diskussionen gesorgt hat …
Ein Sommermärchen
Endlich spricht mal wieder jemand von der GEW. Oder gehört die jetzt auch zu ver.di? Egal. Jedenfalls hat die Lehrergewerkschaft kurz vor den Sommerferien ihre Bataillone zum Kampf gegen den Nationalismus gerufen. Durch das Absingen der deutschen Hymne bei der WM, so GEW-Chef Ulrich Thöne, werde die »Stimmung des Nationalsozialismus und der deutschen Leitkultur« transportiert. Das Deutschlandlied sei ein »furchtbares Loblied auf die deutsche Nation«, dagegen sollten an »allen Schulen« Argumentationshilfen verteilt werden. DFB-Chef Theo Zwanziger was not amused: Die GEW solle sich um den Schulsport kümmern, im übrigen sei ihre Kritik »in keinster Weise« nachzuvollziehen – gutes Deutsch ist selten die Stärke der fleißigen Hymnensinger. Auch die Bild-Zeitung nutzte die Chance, gegen die »miesepetrigen« Gewerkschafter zu polemisieren, die »die WM-Laune verderben«.
Zähneknirschend muß man der Springer-Presse Recht geben. Die GEW hat wirklich alles getan, um die Vorurteile über Linke zu bestätigen: Wenn andere Party machen, grübeln sie lustfeindlich herum; besserwisserisch sind sie, daß es knallt; bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit holen sie den Nazi-Teufel aus der Kiste und erschrecken die Kinderchen.
Macht die junge Welt jetzt auch auf schwarz-rot-gold? Schreibt hier ein zweiter Matthias Matussek, der zur Promotion seines Buches »Wir Deutschen« und dem doppeldeutigen Untertitel »Warum die anderen uns gernhaben können« derzeit durch alle Talkshows gereicht wird? Kehrt der »Schwarze Kanal« zu seinen Ursprüngen zurück – zu jenem, naja, Patriotismus, den Karl-Eduard von Schnitzler immer gegen den NATO-Separatismus der Bonner Republik hochgehalten hat? Und hat Elsässer nicht genau das an Ede immer kritisiert?
Hat er. Aber die Zeiten haben sich geändert, und nur gestreßte Oberstudienräte oder KONKRET-Mitarbeiter haben das nicht mitbekommen. Wer gleich nach der Wiedervereinigung mit deutschen Fahnen aufmarschierte, war meist schon auf dem Sprung zum Ausländeranzünden. Nach den Spielen der Beckenbauer-Truppe bei der WM 1990 war man als Dunkelhäutiger (nicht nur) in Vorpommern und Schwäbisch-Sibirsk seines Lebens nicht sicher. Das ist heute vollkommen anders: Die WM 2006 ist bisher eine einzige Party, und obwohl die deutschen Städte so intensiv geflaggt sind wie zuletzt 1943, zeigen sich die Landsleute von ihrer freundlichsten Seite. Schwarz-rot-gold gibt es nämlich mittlerweile, anders als schwarz-weiß-rot und den Nazi-Lumpen, nicht nur an Fahnenmasten und Hauswänden, sondern auch als Miniröcke, Hawaiigirlanden, Irokesenschnitt und Bratwurst-Serviette. Das Dollste aber: Die eifrigsten Dreifarbenjubler sind die hiesigen Türken. Da ihr eigenes Team die WM-Qualifikation nicht geschafft hat, stehen sie nun voll hinter ihrer Wahlheimat. Berlin-Kreuzberg ist ein Meer von deutschen Fahnen, und im berüchtigten Neukölln ist der Kampf der Kulturen stillgelegt zugunsten eines fußballerischen Miteinander. Jürgen Klinsmann und Michael Ballack sorgen mehr für die Multikulti-Integration als Claudia Roth und Daniel Cohn-Bendit.
Deutschland – ein Sommermärchen? Tatsächlich hat sich unter dem Druck der Einwanderung die Zusammensetzung und das Selbstverständnis der Deutschen seit 1990 beträchtlich verändert. De jure gibt es noch Unterschiede zur Staatsbürgernation Frankreich, de facto muß man sie mit der Lupe suchen. Das bedeutet nicht, daß man mittels Nationalismus nicht noch eine Menge dummes Zeug rechtfertigen kann. Doch die durchaus blutigen Kriege der letzten zehn,15 Jahre wurden nicht zum Ruhme der Nation geführt, sondern – pervers, aber wahr – mit der supranationalen Durchsetzung der Menschenrechte begründet. Vor diesem Hintergrund sollte der Hype der Nationalsymbole die Rechten nicht zufriedenstimmen und die Linken nicht ängstlich: Das alles ist genausowenig ernst gemeint wie der Fankult um den Papst oder die neue Anbetung des Familienglücks. Die wirklichen Gefahren, aber auch die wirklichen Chancen liegen woanders.
(jW, 17.06.2006)









<a
März 22, 2010 at 12:20
…stimmt! Die wirklichen Gefahren, aber auch die wirklichen Chancen liegen woanders:
Die EU-Diktatur ist die wirkliche Gefahr und wird uns jahrzentelang schaden!
Der Austritt aus der EU ist die Chance:
http://www.eu-austritt.blogspot.com
März 22, 2010 at 13:18
Seit Chile `62, spätestens seit Argentinien `78 ist bekannt, daß eine Fußballweltmeisterschaft entweder gar nicht auf der Südhalbkugel stattfinden sollte oder, wenn, dann in Ländern, die, wie Brasilien, nahe am Äquator liegen. Südafrika im Juni/Juli ist vor allem eines: ein beschissen kaltes Land – von den sonstigen Unwägbarkeiten gar nicht zu reden. Außerdem sehnt man sich nach den Zeiten zurück, als das Bild der Stadien von proletarischen Kuttenfans bestimmt wurde. Ich kann diese albernen, zappeligen Party- und Modefans, die schon 2006 die Party-Meilen und Public Viewing Places bevölkerten, nicht mehr sehen.
März 22, 2010 at 13:38
Naja, manches am Artikel stimmt, manches ist Unsinn.
“Tatsächlich hat sich unter dem Druck der Einwanderung die Zusammensetzung und das Selbstverständnis der Deutschen seit 1990 beträchtlich verändert.”
Ach ja? Welcher Einwanderer hat denn “Druck” ausgeübt, dass die Deutschen ihre Fahne nicht mehr schwingen dürfen, oder wie ist das gemeint? Außerdem fand die Einwanderung schon weitaus früher statt.
März 22, 2010 at 13:50
Fatima: Druck der Einwanderung, nicht der Einwanderer …
März 22, 2010 at 14:42
@J.E:
Ich weiß, aber das kommt nun mal leicht so rüber, jedenfalls für die, die solche Aussagen gern mal falsch verstehen und den Schuldigen bei den Einwanderern vermuten.
März 22, 2010 at 15:45
Fatima: Das Problem ist, dass man die Sprache und den Stil verhunzt oder jedenfalls sehr schwerfällig macht, wenn man sie gegen die Missverständnisse der Dummen und Verdummten imprägnieren will.
März 22, 2010 at 15:56
Wie wär’s mit dieser Hymne?
Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Dass ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land.
Dass die Völker nicht erbleichen
Wie vor einer Räuberin
Sondern ihre Hände reichen
Uns wie anderen Völkern hin.
Und nicht über und nicht unter
Anderen Völkern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.
Und weil wir dies Land verbessern
Lieben und beschirmen wir’s
Und das Liebste mag’s uns scheinen
So wie anderen Völkern ihrs.
(B. Brechts Kinderhymne, 1950).
Diese Hymne ist eine Garantie gegen Chauvinismus, das Deutschlandlied nicht, vor allen Dingen nicht seine erste Strophe und die wird Thöne wohl gemeint haben.
März 22, 2010 at 16:18
fussball ist einfach ein wichtiger teil der kultur! auch die hier so geliebten iraner sind fanatisch bei der sache! mal sehen, ob wieder über die bösen italiener geredet wird, wenn deutschland sie wieder nicht schlagen kann!
lieber jürgen: zu den türken, hätten die die quali 2006 geschafft, hätte es sicher keine unterstützung für deutschland gegeben! dieser punkt kommt ja immer, um die türken als die besseren deutschen fans zuzeigen! warum sollten italiener als anhänger einer fussball-weltmacht mit deutschland- einer anderen weltmacht- ein fremdes team bejubeln?die gew hat sicher clevere vorschläge für schulreformen, sollte aber den leuten ihren spass lassen!
März 22, 2010 at 16:37
Ein wenig träumerisch war das jetzt schon von von Ihnen. Ich will es Ihnen nicht nehmen!
Eines nur, in den von Ihnen beschrieben Bezirken wurde nicht wirklich gemeinsam gefeiert. Was Sie so niedlich “Dauerjubeln” nannten, dass hatte teilweise eine ziemlich anderen Charakter. Auch Party-Meilen und Public Viewing-Plätze waren von Übergriffen und unschönen Auseinandersetzungen geprägt. Fragen Sie mal die Sicherheitskräfte vor Ort. Und es waren wieder unsere bekannten Problemgrüppchen, die dabei die maßgeblche Rolle gespielt hatten.
Nähere Umstände will ich Ihnen ersparen, da Sie anscheinend in einer solch schönen Vor-Feierlaune sind. Diese möchte ich Ihnen keineswegs nehmen, werter Monsignore Elsässer. Möge es diesmal so werden, wie Sie das letzte Mal in Erinnerung behalten haben!
März 22, 2010 at 17:33
Schizo. Auf der anderen Seite darf die Bundeswehr an Schulen um Nachwuchs buhlen.
März 23, 2010 at 00:04
Deutschland vor und noch ein Toooooooooor!!!!!
März 23, 2010 at 03:53
Wenn ich Präsident bin ,werd ich Profi – Fussball und andere Massenverarsche verbieten !Schon die Kameras vergessen ,die Schäuble hat überall aufhängen lassen in 2006 ? Von der schweizer FIFA
fang ich jetzt lieber nicht an … kriminelle Ausländer raus …. Sie wissen schon .
Frage :Wieviel von den GEZ – Zwangsabgaben werden diesen FIFA – Teufeln eigendlich in den Rachen geschoben ?…..
Wenn ich`s mir recht überleg ,werd ich doch das Rad verbieten ,dann fangen wir nochmal von vorne an !
März 23, 2010 at 08:13
http://www.jpost.com/International/Article.aspx?id=169601
Und für die Sicherheit sorgen über 30 israelische Firmen.
März 23, 2010 at 09:44
@ribi: Es macht Ihnen sicherlich niemand einen Vorwurf, wenn Sie das italienische Nationalteam bejubeln, auch hier in Deutschland. Nur muss man das Gleiche auch den Türken und Griechen zugestehen.
März 23, 2010 at 13:45
Fussball ist ‘kein wichtiger Teil der Kultur’, wie hier jemand schreibt, der scheinbar eine geringe Meinung von Kultur hat; Fußball ist billiger Zeitvertreib und ‘light entertainment’, mit dem bestimmte Leute heute viel zu viel Geld verdienen. Er ist zu einem großen Geschäft verkommen wie die Olympischen Spiele. Bei den Winterspielen in Kanada protestierten Tausende Menschen, viele Obdachlose, gegen dieses Spektakel, sogar mehrere Male, weil die Aber-Millionen, die dafür ausgegeben wurden, nichts zur Linderung der Wohnungsnot an dem Ort der Spiele beitrugen.
Gab es in den deutschen Medien Bilder von diesen Demonstrationen??
Kultur, wahre Kultur, verbessert den Menschen. Massenspektakel, wie der Fußball heute, hier auch richtig ‘Massenverarsche’ genannt (Mathias), zieht die Menschen herunter, verroht sie, verblödet sie, betäubt sie, macht sie aggressiv und teilweise auch chauvinistisch. Diese Gefahr hat der GEW-Mann Thöne genau erkannt, über den damals in den Mainstream-Medien kräftig hergezogen wurde, z. B. in der Bildzeitung.
Der Fußball heute, der kein echter Sport mehr ist, ist das genaue Gegenteil von Kultur.
Der Imperialismus heute braucht so etwas, um die Menschen bei der Stange zu halten, wie die Römer damals ihre brutalen Gladiatorenkämpfe, um den Zorn der Menschen abzulenken, ihre oft miserable soziale Lage für ein paar Stunden vergessen zu machen, um ihnen ein paar ‘Erlebnisse’ zu verschaffen, die der graue Alltag nicht mehr zur Verfügung stellt.
Dies zu sagen, dies zu durchschauen, hat nichts mit ‘Spielverderberei’ zu tun. Es gibt bessere Spiele, denen man sich in seiner Freizeit hingeben kann und die auch etwas mit Kultur zu tun haben.
März 23, 2010 at 13:48
“Und für die Sicherheit sorgen über 30 israelische Firmen.”
Fatima, (sollte Sie die Anrede stören, lassen Sie es mich bitte wissen) was meinen Sie, möchten sie nicht auch einmal darüber nachdenken, dass Sie mit solch einer generellen und unversöhnlich vehementen Boykotthaltung israelischer Unternehmen gegenüber, sicher auch Unternehmen treffen, die sich bemühen für Gerechtigkeit und Fairness einzustehen, oder die zumindest nicht direkt in Schandtaten involviert sind und diese ablehnen.
Darunter können durchaus auch Sicherheitsunternehmen sein. Sie ahnen ja gar nicht, in was für moralische Gewissenskonflikte solche Unternehmen mitunter geraten können.
Auch aus den Erfordernissen Ihres Glauben heraus, den Sie, wie ich denke, sehr ernst nehmen. Pauschalverurteilungen haben doch noch nie zu positiven Veränderungen geführt, dass betonen Sie doch auch ständig im Hinblick auf z.B. Moslems. Völlig zu Recht, wie ich meine.
Lassen Sie uns doch bitte sehr sachlich bleiben und den Finger in die Wunde legen, aber wirklich nur bei klar identifizierten Zielkoordinaten, denn sonst schaffen wir nur neue und immer neue Fronten. Das nützt aber niemanden, außer denen, die vom “teile und herrsche” zu leben wissen, wie die Maden im Speck!
Ich weiß, es ist schwer wenn man sich erstmal auf ein vermeintliches Ziel eingeschossen hat, doch das kann der Weg nicht sein.
März 23, 2010 at 13:51
fatima: da haben sie mich wohl falsch verstanden oder ich habe mich umständlich ausgedrückt! es war während der letzten wirklich tollen wm so, dass die türken positiv dargestellt wurden, weil sie deutschland bejubelten! nur, war das “eigene” team doch gar nicht dabei! deshalb waren vorwürfe gegen hier lebende italiener, sie würden nicht zu deutschland halten auch so lächerlich, weil italien selber das team im turnier hatte!jeder soll zu dem team halten, welches einem gefällt!
März 23, 2010 at 17:07
Die Kritik an der Lehrergewerkschaft trifft ins Schwarze. Faulheit und fehlende pädagogische Eignung durch Hyperengagement gegen alles, was nach Nation riecht, zu übertünchen, das ist ein unter Oberstudienräten weit verbreiterter Habitus. Insofern ist die Lehrerschaft durchaus repräsentativ für den rot-grünen Mainstream.
Aber mit dem, was Elsaesser zur WM sagt, liegt er dann vielleicht doch nicht ganz richtig. Wir brauchen nicht diesen karnevalesken Schönwetternationalismus, der von den gleichgeschalteten Medien kreiert wurde, um das Volk von der kommenden Not abzulenken und es schon mal mit den bereitgestellten Ersatzbefriedigungen vertraut zu machen. In Zukunft wird es nämlich nicht mehr heißen „Brot und Spiele!“, sondern nur noch „Spiele!“, am besten simulierte Spiele vorm Computer, weil die noch billiger sind.
Im Grunde handelt es sich auch gar nicht um Patriotismus, sondern um die kollektive Identifikation mit einer Mannschaft, die, da sie aus Deutschland kommt, konventionellerweise schwarzrotgoldne Trikots trägt. Und weshalb identifiziert man sich? Um am Spiel teilhaben zu können! Um mal ordentlich Spaß zu haben! Macht doch mehr Spaß, wenn man mit einer Mannschaft mitfiebern kann. Genauso gut kann man für Brasilien im Endspiel sein, wenn die Deutschen mal wieder vorher rausgeflogen sind. Wenn das Spiel vorbei ist, hat diese Art „Patriotismus“ ein Ende. Es gibt ihn überhaupt nicht unabhängig vom Spiel, er ist eine reine Begleiterscheinung der WM ohne eigene Substanz.
Dieser Schoenwetterpatriotismus, den man mit gutem Recht so nennen muß, denn er ist so stabil wie das Wetter, dieses FIFA-gesponserte Nationalstadiumsgefühl, nützt unserem Anliegen nichts, aber auch rein gar nichts. Womöglich schadet es sogar.
Was wir bräuchten, das wäre ein Patriotismus, der die Einheit des Volkes gegen den Angriff des internationalen Finanzkapitals stärkt, ein ernster, ständiger Patriotismus, der die Herren in London und NY das Fürchten lehrt, ein Patriotismus, der die Leute nicht an Sommerwochenenden in die Stadien treibt, wo sie so oder so hingehen würden, sondern ein Partriotismus, der sie mitten im Novemberregen auf die Straße treibt!
Daß die Nationalblödelei zur WM sich in einen solchen Patriotismus transformieren läßt, glaube ich nicht. Der ganze Partynationalismus markiert doch nur eine Schwundstufe echten Nationalgefühls.
März 23, 2010 at 17:59
Kann H. nur vollstens zustimmen, gut auf den Punkt gebracht, wenn auch ungemütlich als These.
März 23, 2010 at 19:09
@H.
Was Sie über den Schönwetterpatriotismus geschrieben haben, gefiel mir sehr. Sehr treffend formuliert!
Aber: Studienräte oder ‘Oberstudienräte’ sind nicht allgemein ‘faul’. Bitte stoßen Sie hier nicht in das alte Gerhard Schröder-Horn von den ‘faulen’ Lehrern. Nach den Arbeitszeitstudien der GEW arbeiten Lehrer heute 50 Stunden pro Woche im Schnitt. Die Belastungen, vor allem die psychischen, werden immer größer.
Lehrer an Gymnasien haben es leichter als solche an anderen Schulen, besonders als solche, die an Haupt- oder Gesamtschulen arbeiten. Es gibt natürlich auch mal den einen nicht so engagierten Kollegen mit der Fächerkomination Kunst-Sport z. B. (keine Korrekturen!). Aber auch die können sehr engagiert sein. Ich könnte unzählige Beispiele nennen.
Lehrer haben es heute sehr schwer, besonders die etwas sensibleren.
März 23, 2010 at 23:37
“Schnehen” schüttet mal wieder als typischer radikaler Fundi-Linker das Kind “(Profi”-)Fußball mit dem Bade aus.
Ich persönlich mag auch nicht diese typischen “Kommerz-Vereine” wie z.B. Chelsea, Bayern München, Wolfsburg oder Hoffenheim, da bin ich doch lieber St.Pauli- und Werder-Fan
Vereinsfußball ist mir sowieso wichtiger als die Nationalmannschaft, aber wenn sie gut spielt und nicht mehrheitlich aus FCB- und HSV-Spielern besteht, dann freue ich mich auch
März 23, 2010 at 23:45
Ja, Jürgen Elsässer scheint mittlerweile wirklich in einem Paralleluniversum zu leben, denn wie @Phillip du Plessiez hier schon richtig angemerkt hat, sind mir von der letzten WM auch sehr viele unappetitliche Geschehnisse in Erinnerung geblieben, über die in den gleichgeschalteten Mainstream-Medien natürlich nicht berichtet wurde, weil das ja die verlogene Jubelperser-Stimmung kaputtgemacht hätte. Ich mag eigentlich Fußball durchaus, aber die bei allen nationalen Fußballgroßturnieren wiederkehrende Mischung aus künstlich angefachter Massenhysterie, patriotischer Verblödung und penetranter Aufdringlichkeit oben genannter Medien kotzt mich an, von der Totalverkommerzialisierung des Fußballs mal ganz abgesehen! Kollektives Fahnenschwingen, alkoholisierte Vollpfosten mit schwarz-rot-goldener Kriegsbemalung und dröhnende, laut hupende Autokorsos find’ ich jedenfalls ungefähr so unterhaltsam und anheimelnd wie einen Magendurchbruch. Und dass die Abneigung gegen solche Dinge einen nach der Logik Jürgen Elsässers zum angeblichen “Miesepeter” machen, hätte Franz-Josef Wagner in der BILD auch nicht besser schreiben können. In diesem Sinne: Freuen wir “Miesepeter” uns schon mal auf den 12.07., denn dann ist dieses ätzende WM-Gekaspere vorbei und wir können noch in Ruhe die wirklich angenehmen Seiten des Sommers genießen!
März 24, 2010 at 07:04
@Sixty
Ich bin also ein ‘typischer radikaler Fundi-Linker’.
Na gut, wenn Sie das mit Ihrer messerscharfen Logik und Menschenkenntnis diagnostiziert haben. Dann bin ich eben jetzt bei ihnen in dieser Schublade.
Wen kümmert’s?
Welche Typen gibt’s denn sonst so noch bei Ihnen in Ihrer Sammlung?
März 24, 2010 at 08:21
Bin zwar auch kein Fußballfan diret, aber trotzdem finde ich diesen spot gut:
März 24, 2010 at 08:48
@Philippe:
“Fatima, (sollte Sie die Anrede stören, lassen Sie es mich bitte wissen) ”
Nein, stört mich nicht.
“was meinen Sie, möchten sie nicht auch einmal darüber nachdenken, dass Sie mit solch einer generellen und unversöhnlich vehementen Boykotthaltung israelischer Unternehmen gegenüber, sicher auch Unternehmen treffen, die sich bemühen für Gerechtigkeit und Fairness einzustehen, oder die zumindest nicht direkt in Schandtaten involviert sind und diese ablehnen.”
Tut mir Leid, aber hinsichtlich israelischer Firmen steht meine Entscheidung fest, solange se sich nicht vom Zionismus distanzieren. Ich kann nicht bei jedem einzelnen nachforschen, wie er es damit hält, und im übrigen war das auch nur eine Feststellung. Wenn ich denn überhaupt in Stadien gehen würde, was ich nicht tue, noch nicht mal ins Weserstadion in Bremen, dann würde ich da aber schon aus diesem Grunde nicht wollen, dass mein Eintrittsgeld für israelische Firmen verwendet wird. Alles, was dem Zionismus nützt, boykottiere ich, und gerade bei Sicherheitsfirmen liegt nun mal der Verdacht nahe, dass die nicht nur für zivile Zwecke wie Fußballstadien beauftragt werden.
Ich kaufe noch nicht mal Apfelsinen der Firma Jaffa.
März 24, 2010 at 09:03
@ schnehen
Das mit den Lehrern war vielleicht etwas ueberspitzt. Es war aber aus eigener Erfahrung gesprochen. An meiner Schule war die faule und inkompetente PC-Fraktion in der Mehrheit. Und auch damals ging es immer wieder um Fußball. Ein voellig unfaehiger Deutschlehrer beispielsweise, kleine Facultas und aufgrund abgesessener Dienstjahre aufgewertet zum Oberstudienrat, fing nach dem WM-Endspiel 90 davon an, Deutschland habe unverdient gegen Argentien gewonnen, der Elfmeter haette nicht gegeben werden duerfen.
Fuehlen Sie sich, falls Sie Lehrer sind, bitte nicht persoenlich angegriffen und rechnen Sie sich einfach stillschweigend zur anderen Fraktion der Aufgeschlossenen und Kompetenten. Die gab es natuerlich auch.
@ Downburst
In Ihrem Beitrag sehe ich die unredliche Absicht, Elsaessers Aussage gegen die von ihm selbst getroffenen Differenzierungen zu vergroebern, so falsch zu verstehen und in den BILD-Zeitungsjournalismus abzudraengen.
Und die hier an Elsaesser geaeußerte Kritik wollen Sie dafuer vereinnahmen.
Dazu sage ich:
Obwohl ich in der Frage nach dem Nutzen und Nachteil von Fußballnationalismus mit Elsaesser nicht ganz uebereinstimme, schaetze ich seine beharrlichen Versuche, aus dem linken Ghetto auszubrechen und Anschluß an das Volk zu gewinnen, das echte, konkrete, nicht das von Linken herbeiphantasierte.
Wenn hier jemand in einem Paralleluniversum lebt, dann Teile der verbliebenen jw-Redaktion, aber gewiß nicht Elsaesser.
März 24, 2010 at 14:10
es ist doch wieder typisch, dass “dauer-politische” spassbremsen dem “dummen volk “mal wieder nicht das vergnügen nicht gönnenwollen. ich kann schnehen beruhigen, italiener, nicht araber waren 2006 das opfer dumm-deutscher aggressionen nach dem wm-halbfinale! lehrer sind wichtig, aber sie sind keine hoheitsträger wie z.b. eine steuerfahnderin! auch sollte die schulpflicht endlich durch eine bildungspflicht ersetzt werden!faule lehrer müssen genauso kündbar sein- wie faule bankangestellte! was kultur ist bestimmt immer noch jeder selbst! alles ist ein geschäft, zumindestens wenn es im großen rahmen organisiert ist!
fatima: viele dieser privaten sicherheitsfirmen sind problematisch, da braucht man gar nicht auf us-oder israelische firmen zu blicken, die bereits als “kriegsdienstleister” agieren! es reicht bereits sich die firmen anzusehnen, die 2006 dabei waren! es soll mehrere brutale übergriffe auf fans gegeben haben!
März 24, 2010 at 15:42
@ribi
Sie toben hier wieder erneut Ihre Vorurteile aus.
Bin ich eine ‘Spaßbremse’, wenn ich den Fußball, besonders den heutigen Profifußball, kritisch sehe? Wenn ich schlicht und einfach feststelle, dass dieser Fußball heute für Geschäftsinteressen und auch für Zwecke des Chauvinismus missbraucht wird und ihn nicht unter der Rubrik ‘Kultur’ einzuordnen vermag?
Was Kultur ist und was nicht, bestimmt nicht jeder selbst. Das ist ein Irrtum. Dann könnte ich auch sagen: Ich nehme gerne Drogen, weil es Spaß macht, ich saufe gerne – das ist für mich meine Saufkultur, meine Haschkultur oder meine Fußballkultur.
Noch mal:
Kultur erhebt den Menschen, verbessert ihn – Kultur im gut verstandenen Sinne. Die heutige Fußball-Unkultur verblödet den Menschen, zieht ihn runter, brutalisiert ihn, verroht ihn. Deshalb wird er in unserem System so angepriesen und am Montag sind die Zeitungen voll davon. Man will keine kultivierten Menschen, man will verrohte Menschen, die Bild lesen und sich keine Gedanken machen und ‘Ausländer raus’ grölen. Die sind erwünscht. Die braucht man als Systemträger, nicht aber die kultivierten, die kritischen, die eine potenzielle Gefahr für das System darstellen.
Und was Spaß anbelangt, lieber Herr ‘Ribi’ … wissen Sie, was das größte Vergnügen ist?
Das Nachdenken.
März 24, 2010 at 16:01
Hallo Fatima
“Tut mir Leid, aber hinsichtlich israelischer Firmen steht meine Entscheidung fest, solange se sich nicht vom Zionismus distanzieren. Ich kann nicht bei jedem einzelnen nachforschen, wie er es damit hält,”
Ich finde es ein wenig schade, dass gerade von Ihnen zu hören! Man muss bei JEDEM EINZELNEN nachforschen, wenn man ein Urteil und eine Sanktion verhängen möchte, sonst trifft man unweigerlich Unschuldige, nicht wahr?
“Alles, was dem Zionismus nützt, boykottiere ich”
Das was Sie oben geschrieben haben, nützt dem Zionismus, denn immer wenn Unschuldige leiden müssen, besteht die Gefahr das sie sich radikalisieren, dass wissen Sie doch!
“und gerade bei Sicherheitsfirmen liegt nun mal der Verdacht nahe..”
Ein Verdacht ist kein Beweis und in einer Demokratie nicht tauglich um irgendein Strafmaß zu bemessen. GOTT SEI DANK.
Denken Sie nochmal über das nach, was Sie geschrieben haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass Sie einsehen werden, dass dies keine Haltung sein kann, die zum Guten führt, auch wenn es rein menschlich gesehen, verständlich ist. Aber Sie wissen auch wie furchtbar es ist, wenn man behaupten würde, ich kann nicht jeden Moslem einzeln auf Radikalität überprüfen, nicht wahr?
Sie wissen, dass es falsch ist, darum begannen Sie auch mit “Tut mir leid”. Es ist manchmal so schwer, aber wir dürfen uns davon nicht einfangen lassen!
März 24, 2010 at 16:12
@ H.
“In Ihrem Beitrag sehe ich die unredliche Absicht, Elsaessers Aussage gegen die von ihm selbst getroffenen Differenzierungen zu vergroebern, so falsch zu verstehen und in den BILD-Zeitungsjournalismus abzudraengen.
Und die hier an Elsaesser geaeußerte Kritik wollen Sie dafuer vereinnahmen.
Dazu sage ich:
Obwohl ich in der Frage nach dem Nutzen und Nachteil von Fußballnationalismus mit Elsaesser nicht ganz uebereinstimme, schaetze ich seine beharrlichen Versuche, aus dem linken Ghetto auszubrechen und Anschluß an das Volk zu gewinnen, das echte, konkrete, nicht das von Linken herbeiphantasierte.
Wenn hier jemand in einem Paralleluniversum lebt, dann Teile der verbliebenen jw-Redaktion, aber gewiß nicht Elsaesser.”
Sie haben mit Ihrer Analyse unbedingt recht, aber lassen Sie den Leuten auch etwas Luft um sich einzupendeln. Gut, dass Sie das so deutlich schreiben.
Vergessen wir aber nicht, bisher war es Tabu darüber reden zu dürfen, jetzt kommt erstmal viel Druck raus. Es wird sich einpendeln und Downburst wird vielleicht schon mit seinen nächsten Zeilen einlenken. Denn was er so beschrieben hat, war zum großen Teil, traurige Realität.
@ Downburst
Vergessen Sie nicht, J.E. hat einiges zu verlieren und es ist tapfer und mutig von ihm, sich zu diversen Themen überhaupt öffentlich, unter Real-Namen zu äußern. Er tut dies meiner Einschätzung nach nicht unbeding zu seinem persönlichem Vorteil. Also, auf gut Berlinerisch und mit einem Augenzwinkern: Ball flach halten.
@ Ribi
Sie haben sicherlich Recht, es gibt etliche schwarze Schafe in der Sicherheitsbranche. Aber bevor Sie alle pauschal aburteilen, sollten Sie nicht vergessen, was diese Frauen und Männer inzwischen zu leisten haben und vielleicht mal einen Monat in dem Job tätig werden.
März 24, 2010 at 18:10
>Wenn hier jemand in einem Paralleluniversum lebt, dann Teile der verbliebenen jw-Redaktion, aber gewiß nicht Elsaesser.<
Wie wahr … und das gilt praktisch für die gesamte linksalternative/linksradikale Szene.
März 24, 2010 at 22:18
“Sie wissen, dass es falsch ist, darum begannen Sie auch mit “Tut mir leid”. Es ist manchmal so schwer, aber wir dürfen uns davon nicht einfangen lassen!”
eine typisch weibliche dumme Angewohnheit, sich für seine Überzeugungen zu entschuldigen. Danke dass Sie mich daran erinnern, das werde ich in Zukunft unterlassen.
Ich habe nicht “tut mir Leid” geschrieben, weil ich “weiß, dass es falsch ist”, sondern weil ich weiß, dass das mal wieder nicht das war, was Sie von mir erwarten.
Warum soll es dem Zionismus nutzen, wenn ich israelische Firmen boykottiere? Und israelische Firmen kann man nicht mit muslimischen Jugendliche gleichsetzen :
“Aber Sie wissen auch wie furchtbar es ist, wenn man behaupten würde, ich kann nicht jeden Moslem einzeln auf Radikalität überprüfen, nicht wahr?”
März 25, 2010 at 09:15
“ich “weiß, dass es falsch ist”, sondern weil ich weiß, dass das mal wieder nicht das war, was Sie von mir erwarten.”
Nicht ich erwarte von Ihnen, dass Sie, zumindest nicht ohne unwiderlegbaren Beweis, Verurteilungen aussprechen, sondern der Rechtsstaat und der Islam wohl auch. Natürlich bleibt es aber Ihre Sache, dass privat zu halten wie Sie möchten. Nur wundern dürften Sie sich dann eigentliche nicht, wenn dieses Verhalten dann auch andere an den Tag legen.
“Warum soll es dem Zionismus nutzen, wenn ich israelische Firmen boykottiere? Und israelische Firmen kann man nicht mit muslimischen Jugendliche gleichsetzen :”
Mit Verlaub, ich habe das Gefühl, dass Sie mich nicht verstehen möchten, aber vielleicht irre ich mich auch. Daher nochmals die Erklärung:
ich habe unschuldige Moslems, die nichts für die Verbrechen und Terrorakte anderer Moslems können, mit unschuldigen Israelis verglichen, die nichts für die Terrorakte ihrer Regierung können, verglichen. Und ich habe betont, dass man Menschen in die Radikalität treiben kann, indem man ihnen etwas anlastet und sie für etwas bestraft, dass sie nicht begangen haben.
Da Sie dafür scheinbar kein Verständnis aufbringen, sollten Sie dann zumindest Verständnis dafür zeigen, wenn man allen Moslems Sanktionen und Vorverurteilungen angedeihen lässt, da es ja Moslems gibt, die Terroraktionen befürworten und auch ausführen usw.
Es sollte doch einleuchten, dass dies eine ungünstige Entwicklung darstellt, nicht wahr?
Mehr gibt es dazu wirklich nicht zu sagen von meiner Seite.
März 25, 2010 at 10:24
Von meiner Seite nur so viel, , werter Herr Philippe, dass Ihr Vergleich hier doch etwas arg hinkt, jedenfalls meiner Ansicht nach:
“ich habe unschuldige Moslems, die nichts für die Verbrechen und Terrorakte anderer Moslems können, mit unschuldigen Israelis verglichen, die nichts für die Terrorakte ihrer Regierung können, verglichen.”
es geht um Firmen, deren Einkommen eben auch dem Staate zugute kommen, nicht um jeden einzelnen Bürger Israels!
März 25, 2010 at 16:00
“es geht um Firmen, deren Einkommen eben auch dem Staate zugute kommen, nicht um jeden einzelnen Bürger Israels!”
Es geht um Existenzen und nicht nur um die der Unternehmensbesitzer!
Es geht vor allem aber um Ehrlichkeit, die Unschuldsvermutung und damit gegen jede Willkür, alles in allem also um RECHT, dass gewahrt bleiben sollte.
Mehr habe ich dann nicht mehr dazu beizutragen.
März 25, 2010 at 16:14
Sie haben sicherlich Recht, es gibt etliche schwarze Schafe in der Sicherheitsbranche. Aber bevor Sie alle pauschal aburteilen, sollten Sie nicht vergessen, was diese Frauen und Männer inzwischen zu leisten haben und vielleicht mal einen Monat in dem Job tätig werden.
Wo gehe ich auf alle los? ich schrieb an fatima, dass es 2006 bestimmte firmen gab- nachweisbar, die mitglieder von schlägerbanden einstellten- mehr wollte ich nicht sagen! genrerell bin nicht nicht gegen die sicherheitsbranche, obwohl es teilweise problematisch ist, wenn der staat sich überall zurückzieht!sind sie schneeflocke, dann waren wir bereits beim du!?
schnehen: könnte es sein, dass sie vorurteile haben? die meisten fussballfans sind weder rassisten, noch liest jeder bild oder verprügelt seine gattin- oder sonstwas!wer sagt, keine vorurteile gegen moslems, sollte seine auch nicht so ausleben! das mit dem nachdenken, sehe ich auch so, aber: jeder darf denken was er will- keine tabus!für mich ist kritik an israel kein tabu, ich hoffe für sie ist dies bei den moslems etc. der fall!was mich interessiert: stimmen sie mir zu, dass eine moderne demokratie den generalstreik, die volksabstimmung, den sozialstaat und die kündigung unfähiger beamter benötigt? wenn sie gew nah sind, stimmen sie mir sicher zu, dass der beamtenstreik dieses land demokratisieren würde!übrigens: finde ablösesummen von 94 mio. euro auch pervers, aber die frage ist doch, ob nicht schon 5 mio.euro und weniger ebenso pervers wären!1
März 25, 2010 at 18:41
Israel ist ein rassistischer, terroristischer Staat, der die Rechte der Palästinenser mit Füßen tritt und ein brutales Besatzerregime in Gaza und auf der West Bank errichtet hat, wo jeden Tag palästinensische Familien aus ihren Wohnungen vertrieben werden. Die Al Aqsar-Moschee, das drittwichtigste Heiligtum der Muslime, wurde für alle Palästinenser unter 50 Jahren gesperrt, das Bauwerk wird untertunnelt, um es zum Einsturz zu bringen und in unmittelbarer Nähe renoviert man eine Synagoge aus dem 18. Jahrhundert, um die Palästinenser noch mehr zu provozieren. Man reklamiert islamische Kulturgüter, uralte Bauwerke, Schreine und Moscheen, um sie sich anzueignen, setzt sie auf die Liste israelischer Kulturgüter; prostestierende Palästinenser, die sich gegen die Judaisierung Ost-Jerusalems wehren, werden erschossen, wie neulich ein junger Palästinenser. Man verlängert die Apartheitsmauer, die quer durch palästinensisches Land geht, um sich das Land hinter der Mauer anzueignen, darauf Siedlungen zu bauen und um den Widerstand dagegen unmöglich zu machen.
Israel ist ein Apartheitsstaat!
Es gibt heute selbst Juden, z. B. in den Staaten, die einen Boykott des zionistischen Regimes befürworten: auf allen Ebenen, auf der Ebene des wissenschaftlichen Austausches, des Sports, der Diplomatie, der Wirtschaft, der Politik.
Dass ein solcher Boykott legitim ist, ist keine Frage, solange sich das Regime nicht an internationales Recht hält, Massaker gegen Palästinenser verübt wie vor einem Jahr in Gaza und gegen die Palästinenser in Gaza heute einen schleichenden Genozid inszeniert.
Bischof Tutu aus Südafrika ist der Meinung, dass das israelische Regime schlimmer ist als das weißrassistische Regime in Südafrika damals, das ebenfalls international boykottiert wurde – ein Boykott, der das Ende der weißen Herrschaft in Südafrika beschleunigt hat.
Dass ein Boykott israelischer Waren legitim ist, geht auch daraus hervor, dass das Zionistenregime selbst boykottiert, Hilfslieferungen für Gaza, die per Schiff den Streifen ansteuerten, beschlagnahmten und die Besatzung festnahmen. Israel boykottiert die Palästinenser, die ums nackte Überleben kämpfen, schneidet ihnen wichtige Lebenslinien ab, bombardiert die Versorgungstunnel am Grenzübergang Raffah, weigert sich, defekte Stromleitungen zu reparieren, sodass die Bauern in Gaza ihre Felder nicht mehr berieseln können, setzt Teile von Nord-Gaza unter Wasser, führt gezielte Tötungen gegen gewählte Vertreter von Gaza im Ausland durch wie neulich in Dubai usw. usf. Von all dem erfährt man hierzulande nichts.
Denkt mal an die Kinder von Gaza, die das alles ertragen müssen, denen die Zukunft geklaut wird.
Boykottiert israelische Waren! Kein Urlaub in Israel! Durchbrecht die Mediensperre! Informiert euch im Internet über die Lage in den palästinensischen Gebieten!
März 25, 2010 at 20:46
“Wo gehe ich auf alle los? ich schrieb an fatima, dass es 2006 bestimmte firmen gab- nachweisbar, die mitglieder von schlägerbanden einstellten- mehr wollte ich nicht sagen! genrerell bin nicht nicht gegen die sicherheitsbranche, obwohl es teilweise problematisch ist, wenn der staat sich überall zurückzieht!sind sie schneeflocke, dann waren wir bereits beim du!?”
Entschuldigung, dann habe ich Sie falsch verstanden! Ich werde Schneeflocke von Ihnen grüßen, wenn Sie wollen. Sein Blutdruck litt wohl zu sehr in diesem Forum, wenn Sie verstehen was ich meine.
Das Problem des staatlichen Rückzugs aus dem Sektor der Sicherheit, dass sehe ich wie Sie, ist nicht nur äußerst kritisch, sondern fatal!
März 26, 2010 at 09:20
“Bischof Tutu aus Südafrika ist der Meinung, dass das israelische Regime schlimmer ist als das weißrassistische Regime in Südafrika damals,”
Wörtlich soll er gesagt haben, dass das rassistische Südafrika im Vergleich zu Israel geradezu ein Spaziergang gewesen sei. Das wusste ich auch nicht, diese Information habe ich von Herrn Elsässers Verleger, Kai Homilius. Um wieder aufs Thema zu kommen, genau deshalb finde ich es problematisch, wenn ausgerechnet israelische Sicherheitsfirmen zur Sicherheit der WM beauftragt werden. Gibts keine anderen?
August 12, 2010 at 09:10
What nice message