Pro-Finkelstein-Protestveranstaltung 26.02.
“junge Welt” trotzt den “linken” Zionistenfreunden
Auf Druck der Israellobby innerhalb und außerhalb der Partei DIE LINKE wurde der prominente Buchautor Norman Finkelstein von Veranstaltungen in Berlin und München ausgeladen. Erfreulicherweise trotz die Tageszeitung “junge welt” diesem Trend und lädt zu einer Ersatz- und Protestveranstaltung am kommenden Freitag ein. Befremdend ist, dass kein prominenter Vertreter der “Linken in der LINKEN” seine Teilnahme zugesagt hat. Alle Leser dieses blogs und alle Freunde der Volksinitiative sind zur Teilnahme und zum Mitdiskutieren aufgerufen! Es folgt der Ankündigungstext aus der “Jungen Welt”.
Einladungstext jW:
Für Koreferate und die Diskussion sind eingeladen:
– Nidal Bulbul hat als Kameramann in Gaza gearbeitet und wurde dort schwer verletzt.
– Yahav Zohar ist aktives Mitglied von ICAHD, einer israelischen Nichtregierungsorganisation, die sich gemeinsam mit Palästinensern gegen die Häuserzerstörung in den besetzten Gebieten engagiert.
– Herman Dierkes: Der Duisburger Linke-Politiker sah sich aufgrund einer Erwähnung der Abschlußerklärung des Weltsozialforums, in der die Boykott-Kampagne gegen Israel befürwortet wird, im vergangenen Jahr einer massiven Hetzkampagne ausgesetzt, die bis in seine Partei hinein reichte. Kürzlich ist von ihm zusammen mit Sophia Deeg das Buch »Bedingungslos für Israel? Positionen und Aktionen jenseits deutscher Befindlichkeiten« erschienen.









<a
Februar 24, 2010 at 19:04
Der morgige Tagesspiegel berichtet:
Linke streitet wieder über Israel
“Der Vizechef der Bundestagsfraktion, Jan van Aken, protestierte gemeinsam mit den Abgeordneten Christine Buchholz, Sevim Dagdelen und Wolfgang Gehrcke sowie Ex-MdB Norman Paech gegen die Entscheidung der parteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem Israelkritiker Finkelstein keinen Raum für einen Vortrag in Berlin zur Verfügung zu stellen.”
“Die Innenpolitikerin Ulla Jelpke sah in der Linkspartei „hysterische Propagandatrupps“ gegen Finkelstein am Werk.”
tagesspiegel.de/politik/deutschland/Israel-Norman-Finkelstein-Linke…
Februar 24, 2010 at 23:08
Zeit-Fragen schrieb:
http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1482
http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_116c/T07.HTM
LIebe Grüße
HS
Februar 25, 2010 at 10:38
Begrüßenswert ist, dass von Gaza die Rede sein soll und nicht von den Befindlichkeiten der sog. deutschen Linken und ich hoffe, dass man sich daran hält.
Gaza, das was dort nach dem 27. Dezember 2008 passierte, muss in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden. Die Informationsblockade zu Gaza und zur israelischen Besatzung und was sie für die Menschen k o n k r e t für Folgen hat, für ihr alltägliches Leben (kein Zement für den Wiederaufbau der Häuser, der zerstörten Schulen, der Moscheen, der Krankenhäuser, weil die Israelis Baumaterial nicht nach Gaza lassen), kein Schulmaterial, keine Schulbücher, keine Spielsachen für die Kinder, nur die allerwichtigsten Medikamente lassen sie hinein, aus ‘Sicherheitsgründen’. Dann: Ägypten baut jetzt die Schandmauer, um die Versorgung durch die Tunnel am Raffah-Übergang zu unterbinden. Israel bombardiert die Versorgungstunnel, Israel führt nach wie vor gezielte Tötungen in Gaza durch, nicht nur in Dubai, wo sie ausgerechnet den Hamas- Veranwortlichen für die Gazaversorgung, Mahmoud Al-Mahboud, ermordeten, Israel überschwemmt Teile des Gazastreifens…Die Liste ist schier endlos.
Darüber und wie man Gaza und den eingeschlossenen helfen kann, denen ein Warschauer Ghetto auferlegt wurde, denen eine Leningrader Blockade auferlegt wurde, darüber muss endlich diskutiert werden.
Nehmen wir uns an ‘Viva Palästina’ ein Beispiel. Konkrete Hilfsaktionen sind angesagt, weniger theoretische Diskussionen. Die auch, o.k.
In Gaza passiert ein Völkermord in Zeitlupe, wie neulich ein palästinensischer Kommentator sagte. Israel ist ein Völkermordregime und muss vor den Internationalen Gerichtshof.
Helft Gaza!! Spendet für Gaza! Verbreitet die Wahrheit im Freundeskreis, überall, wo sich eine Gelegenheit ergibt.
Es lebe die Junge Welt, die sich nicht einschüchtern lässt!
Februar 25, 2010 at 10:51
Da zeigt sich mal wieder deutlich wie die Deutsche Linke in Sachen Israel bzw. Zionisten auseinandergeht! Hier trennt sich sozusagen die Spreu vom Weizen! Mann kann nur hoffen das sich der Gedanke durchsetzt das antiimperialistische Ansätze gleichbedeutend sein müssen mit antizionistischen Grundsätzen!
Februar 25, 2010 at 12:10
@schnehen, großartig !Deinem Kommentar, möchte ich mich gerne anschließen.
Jemand der unerschrocken und mutig auf die Kriegsverbrechen der Israelis seit über einem Jahr aufmerksam machte, war Walter Hermann, Initiator der Klagemauer am Kölner Dom. siehe:
http://www.galerie-arbeiterfotografie.de/galerie/reportage-2008/index-2008-12-30-koeln-klagemauer-gaza.html
Er wurde mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Auch konnte er bisher über 20.000 Unterschriften sammeln, die sich gegen die Rüstungslieferung der BRD nach Israel aussprechen.
Auch diese Mahnung und Erinnerung, die in Deutschland einmalig ist, ist mittlerweile einer Hetz- und Diffamierungskampagne von Prozionisten ausgesetzt.
Auch der Kölner Stadtanzeiger scheut sich nicht, eine mediale Hinrichtung Walter Hermanns zu initiieren. http://www.ksta.de/html/artikel/1264185879440.shtml
Wen wundert´s ? Unsere Medien sind gleichgeschaltet, aber das ist ja nichts Neues.
Aufgrunddessen war es insbesondere wichtig, dass Walter Hermann das wahre Gesicht des krieges zeigte, was die Mainstreammedien entweder verschweigen, verharmlosen oder vertuschen. Was micht besonders empört ist, dass sich auch die Kölner Linke dem Vorwurf des Antisemitus gegen Walter Hermann, wie schon die anderen Ratsparteien, anschließen.
Dieses Verhalten ist einfach nur noch als beschämend und feige zu bezeichnen. Für mich ist die Linke Partei auch aufgrund der anderen Vorfälle, sowohl für die kommende Landtagswahl als auch überhaupt unwählbar geworden. Sobald sich die Parteimitglieder für die kommende Landtagswahl an ihren Ständen
präsentieren, werde ich sie mit einigen für sie sicherlich unangenehmen Fragen konfrontieren.
Februar 25, 2010 at 14:23
@ Gerina: Danke für den Beitrag. Die mediale Hinrichtung Walter Hermanns habe ich schon woanders gelesen. Ein weiteres Opfer des zionistischen PC-Terrors. Die Grünen widersprechen sich selbst:
“Sehr deutlich ist auch die Antwort der Grünen. Die „Klagemauer“ sei zu einem Instrument „einseitiger und verbohrter Kritik an Israel verkommen. Deshalb nimmt in der Politszene auch kaum noch jemand Walter Herrmann ernst.Doch das gilt leider nicht für PassantInnen aus der ganzen Welt, die Köln besuchen.“ ”
Wenn ihn “keiner noch ernst nimmt”, warum dann diese Medienhetze? Warum dann diese Angst, dass ein Köln-Tourist vielleicht doch mal ins Grübeln kommt, wenn Hermann doch nicht “ernstzunehmen” ist? Es müsste mehr so mutige Bürger geben, wenn wir viele sind, kann man uns nicht mehr so einfach mundtot machen. Daher verdient jeder , der sich dem zionistischen Terror entgegenstellt, unsere Solidarität. Leider wird solchen Leuten noch in den Rücken gefallen, wie im Falle Hermann die Linken. Ein wahres Trauerspiel.
Februar 25, 2010 at 17:55
Etwas off-topic, dürfte aber viele hier interessieren:
Fall Neda – Zu dick aufgetragen
Analyse des Videomaterials vom “Tod der Neda” durch einen medizinisch Sachverständigen
http://www.arbeiterfotografie.com/iran/index-iran-0049.html
Februar 25, 2010 at 23:53
Hej Trolls!
Februar 26, 2010 at 02:46
Finkelsteins Reaktion auf die kampagne gegen ihn war taktisch Klug! Er hat Deutschlands Meinungskultur mit einem coolen Statement schwer in Frage gestellt.
Dennoch, man sieht was für böse Kräfte am Wirken sind und wie weit sie in die LINKE/linke reichen!
Jetzt kann nur noch die VI kontroverses diskutieren, provizieren und offenlegen, die LINKE/linke jedenfalls hat in weiten Teilen kapituliert.
Februar 26, 2010 at 11:25
@Nadi:
“Jetzt kann nur noch die VI kontroverses diskutieren, provizieren und offenlegen, die LINKE/linke jedenfalls hat in weiten Teilen kapituliert.”
Genau so sieht das aus! Die LINKE hat in großen Teilen die komplette Position der Gutmenschen und Zionisten-Freunde übernommen. Es gibt aber auch in dieser Partei noch hoffnungsvolle “Einzeltäter”, was sich z.B. am “offenen Brief” in Richtung “Rosa-Luxemburg-Stiftung” zeigte. Den hatte u.a. Sarah Wagenknecht mit verfasst und unterschrieben. Dennoch sollte, ja muss die “Volksinitiative” genau in diese leer gewordene Kerbe springen, um die progessiven, oppositionellen und konsequent antiimperalistischen Menschen und Gedanken “aufzufangen”. Dies bedingt allerdings auch, dass sich die VI programmatisch, taktisch und organisatorisch genau festlegt und auch zu expandieren trachtet. Momentan scheint mir JE ein “Einzelkämpfer” zu sein, dem Respekt zu zollen ist ob seines Mutes, die VI konzipiert und durchgesetzt zu haben. Doch dann gibt es nur noch Artikel, Kommentare und Bücher-Werbung. Und der inhaltliche Schwerpunkt liegt immer mehr bei religiösen Aspekten, besonders was den Islam angeht. Ich sprach schon einmal hier von einer Schieflage; ich sage dazu nur: weniger Religion – mehr Politik! Nur noch die NZZ der Schweiz schrieb in Bezug auf die VI-Initiative, bzw. des Schweiz-Buches, von einer “linksnationalen” Ausrichtung, doch ich frage mich gerade: wo ist diese geblieben?!?! Mein hohes Begehr liegt in einer Etablierung linkspatriotischer Ideologismen, und wer sollte dafür nicht geeigneter sein, als die Volksinitiative?! Denn im Ursprung steht ja sie selbst dafür! Natürlich weiß ich um das profunde, konkrete und aktive Engagement der VI und JE, insbesonders jetzt wieder beim Thema Iran und Finkelstein-Debatte. Die VI sehe ich z.Zt. etwas ambivalent, aber ihre Existenzberechtigung ist eigentlich nicht in Frage zu stellen. Daher bin ich ja auch noch am Start und rufe mal so nebenbei hier in den virtuellen Raum, ob es noch Interessenten an einer “linkspatriotischen Fraktion” sozusagen unter dem Schirm der Volksinitiative gibt, ich sage also bewusst im Kontext mit der VI?!?! Gruß an alle und ein nettes WE…
Februar 26, 2010 at 11:38
Wir machen jetzt regelmäßig Veranstaltung im Rahmen von COMPACT in Berlin, jeden zweiten Freitag im Monat, und hoffen, dass da auch unsere überregionalen Ansprechpartner dazustoßen:
12.3. Christoph Hörstel stellt sein COMPACT-Buch zu Afghanistan/Pakistan vor
9.4. Domenico Losurdo stellt sein COMPACT Buch DIE DEUTSCHEN vor – gegen den Antinationlismus!
14.5. Jürgen Elsässer aktualisiert sein COMPACT-Buch GEGEN FINANZDIKTATUR im Lichte der aktuellen Griechenland und Euro-Krise. Da wird’s Linksnationalismus bis zum Abwinken geben …
Jeweils 20 Uhr, Russisches Haus, Fridrichstr. 176 – 179
Februar 26, 2010 at 11:43
Das nenne ich mal eine umfangreiche und detaillierte Antwort, lieber Jürgen! Werde mir also Mühe geben, baldigst mal zu einer Veranstaltung nach Berlin zu kommen. Hast mich wieder motiviert(-: Und “Linksnationalismus bis zum Abwinken” höre ich nur allzu gerne. Ich sehe, wir verstehen uns…
Februar 26, 2010 at 11:44
>> Jetzt kann nur noch die VI kontroverses diskutieren, provizieren und offenlegen <<
Nur noch die VI?
Ein gesundes Selbstbewusstsein habt ihr, das muss man euch lassen.
Februar 26, 2010 at 12:07
Man darf gespannt sein – auch wenn ich bei “Nationalismus” immer ein wenig Bauchschmerzen bekomme. Solange er sich nicht gegen andere richtet, wie in der Vergangenheit geschehen, solls mir egal sein.
Februar 26, 2010 at 13:16
Fatima:
Auch mir geht es so. Von Nationalismus halte ich überhaupt nichts, von der Wahrnehmung und Verteidigung nationaler Interessen, wenn damit die Interessen der arbeitenden Bevölkerung gemeint sind, also der überwiegenden Mehrheit, halte ich schon etwas. Die Wahrnehmung nationaler Interessen muss aber Hand in Hand gehen mit Brüderlichkeit, mit der Solidarität für andere Nationen, die eine antiimperialistische Orientierung haben und die vom Imperialismus unterdrückt werden, kurz: Sie muß mit Internationalismus verbunden werden. Keine Wahrnehmung nationaler Interessen auf Kosten anderer Nationen, keine Wahrnehmung nationaler Interessen ohne Internationalismus!
Es kann keine Solidarität mit Nationen geben, die selbst andere Nationen auf arrogante Weise herumscheuchen.
Das heißt nichts anderes, als das der Begriff ‘Wahrnehmung nationaler Interessen’ mit Inhalt gefüllt werden muss. Unterlässt man das, gerät man leicht in das üble Fahrwasser des Nationalismus, der, auch wenn er sich ‘links’ gibt, in jedem Fall abzulehnen ist.
In China z. B. ist der internationalistisch orientierte Kommunismus von Kräften wie Mao Tse-tung damals zu einem Nationalkommunismus umfunktioniert worden. Das führte dann so weit, dass die Maoisten Vietnam in seinem Abwehrkampf gegen den US-Imperialismus die Solidarität aufkündigten und die verbrecherischen Khmer Rouge gegen Vietnam unterstützten und dann 1979 sogar selbst Vietnam überfielen.
Der Nationalismus ruiniert alles: Den Sozialismus, den Kommunismus, die antiimperialistische Orientierung eines Landes. Er führt zwangsläufig zurück ins Lager der Reaktion.
Denn Nationalismus bedeutet, die eigene Nation ü b e r die anderer zu stellen, sie für besser, für wertvoller, zu erachten. Dieser Nationalismus ist immer ein Waffe der Reaktion, um die bestehenden Klassenunterschiede, die objektiv existieren, zu verwischen und um die Menschen vor den Karren volksfeindlicher, reaktionärer und aggressiver Kräfte wie die des Finanz- und Industriekapitals zu spannen.
Man darf dieses Spiel nicht mitspielen. Tut man es, erhält man Beifall von der falschen Seite und man kann leicht instrumentalisiert werden.
So weit ich das beurteilen kann, hat die Volksinitiative diese Gefahr nicht oder noch nicht erkannt. Aber vielleicht wacht sie ja noch auf.
Februar 26, 2010 at 13:38
Der Islam ist anders in seiner Ausrichtung als andere Religionen.
“Weniger Religion-mehr Politik”, verstehe ich aus deiner Sicht sehr gut. Das Christentum hats den Menschen unseres Landes nicht wirklich leicht gemacht, in Jesus mehr zu sehen als nur den geduldigen Prediger.
Der Islam aber bietet nicht nur innere Ruhe an, sondern offeriert auch Gesellschaftsmodell, das sich sehen lassen kann.
“Unterdrückt nicht und lasst euch nicht Unterdrücken” diese prophetische Aussage liegt allen Muslimen im Ohr.
Der Islam kann sehr einmischend sein, schaut nicht weg und bietet ganz konkret anfassbare Lösungen an. Vergesst die Taliban und die Wahabitenattitüden, die khomeinische Revolution hat wesentlicheres zu Tage gefördert als nur das Beten und Fasten!
@INFO
In Syrien haben sich die Hamas, die Hezbollah, der Iran und Syriens Staatspräsident zusammengeschlossen um gegen den bevorstehenden Krieg Israels gegen Gaza/Iran eine einheitliche Front zu bilden.
Februar 26, 2010 at 15:01
Halb offtopic:
Immerhin hat die Linke hier sowas wie Rückgrat gezeigt:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,680472,00.html
Was bei Afghanistan klappt, klappt aber leider nicht unbedingt auch bei Israel.
Februar 26, 2010 at 16:06
@schnehen:
“Die Wahrnehmung nationaler Interessen muss aber Hand in Hand gehen mit Brüderlichkeit, mit der Solidarität für andere Nationen, die eine antiimperialistische Orientierung haben und die vom Imperialismus unterdrückt werden, kurz: Sie muß mit Internationalismus verbunden werden. Keine Wahrnehmung nationaler Interessen auf Kosten anderer Nationen, keine Wahrnehmung nationaler Interessen ohne Internationalismus!”
Genau diese Ausrichtung sehe ich aber bei der Volksinitiative jetzt. Ich wollte mit meinen “Bauchschmerzen” jetzt nicht die Volksini kritisieren, sondern einfach nur darauf hinweisen, welche Gefahren Nationalismus haben KANN, nicht muss. Um Missverständnisse auszuräumen, auch den türkischen Nationalismus finde ich reichlich überzogen.
@Nadi: Du hast mit deinen Ausführungen natürlich Recht, aber das ist aus der Vergangenheit der Kirche im Mittelalter heraus verständlich. Es gab Kriege, Hexenverbrennungen, fürchterliches Unrecht. Jede Religion ist oft missbraucht worden und wird es noch, keine Frage. Aber das ist mit anderen Ideologien genauso. Auch mit der sogenannten Demokratie!
Aber eine Ideologie, Partei oder was auch immer, die allein materiell ausgerichtet ist, kann ich nur eingeschränkt befürworten.
Februar 26, 2010 at 20:57
@Nadi
Salam! Haletuntschetore?
Auch ich finde es schön, dass der Iran, Syrien, die Hezbollah und die Hamas stärker zusammenrücken und jetzt eine einheitliche Front gegen den gemeinsamen Feind bilden wollen. Wird eine Seite von Israel angegriffen, werden die anderen Brüder militärischen Beistand leisten. Nur so kann man Israel beeindrucken. Schwäche versteht es nicht.
Israel wird es sich zweimal überlegen, schon wieder loszuschlagen. Wahrscheinlich werden sie sich jetzt auf zwei Dinge vorerst ‘beschränken:
a. Auf die Führung eines psychologischen Krieges, Spionage, militärische Überflüge, Siedlungsbau, Kulturraub (Vereinnahmung islamischer Stätten, wie jetzt geschehen, bis hin zur Al Aksar-Moschee) …
b. Auf gezielte Tötungen à la Dubai, z. B. im Libanon und in Gaza, um führende Köpfe des Widerstands zu beseitigen.
Ich finde, dass man noch einen weiteren Schritt in Richtung Einheit gegen das zionistische Gebilde gehen sollte:
Die große Mehrheit der lateinamerikanischen Staaten hat neulich eine neue Organisation gegründet – unter Ausschluss der USA und Kanadas. Der Iran, Syrien, die Türkei, der Libanon und vielleicht noch ein paar andere Staaten sollten eine neue, große antizionistische Organisation gründen, die auch einen militärischen Beistandspakt umfassen könnte, um Israel noch stärker im Nahen und Mittleren Osten zu isolieren.
Aber vielleicht ist das ja der nächste Schritt – inschaallah!
Khodafez!
Februar 27, 2010 at 12:31
“Der Iran, Syrien, die Türkei, der Libanon und vielleicht noch ein paar andere Staaten sollten eine neue, große antizionistische Organisation gründen, die auch einen militärischen Beistandspakt umfassen könnte, um Israel noch stärker im Nahen und Mittleren Osten zu isolieren.”
Das sehe ich genauso. Und die Türkei sollte endlich ihr Bestreben einstellen, unbedingt in die EU zu wollen, da hat sie als muslimisches Land nichts verloren, aber viel zu verlieren! Sie hat ja schon die Visumspflicht für Syrer aufgehoben – zum Ärger des Westens.
Februar 27, 2010 at 17:06
Türkei ist cool. Auch nicht anders als Griechenland, nur weniger Schulden. Gute Küche. Ordentlicher Fußball.
Februar 28, 2010 at 13:10
kosinksky: gute küche haben griechen auch, ohne die würde es keine europäische kultur geben! wo der fussball gut ist- . hier kein thema, dann müssten deutsche, italiener, latinos etc. hier alleine schreiben, die griechen und die schulden, durch die angriffe der investmentbanken auf griechenland sucht man sich das schwächste glied, um den euro treffen zu können, eine gemeinsame währung mit verschieden starken staaten, kann nicht gut-gehen!die schwächeren werden so verstärkt die hilfe der starken benötigen, da ihnen die eigne währungshoheit genommen wurde. sie können die währung nicht mehr auf ein passendes verhältnis gegenüber deutschland einstellen! es darf nicht vergessen werden: anders als z.b. polen etc. liebten die griechen die amerikaner selten, zu eindeutig was ihnen z.b. in der zypersproblematik angetan wurde! auch dürfte das durchschnittsverhalten griechischer einwanderer innerhalb europas weitaus friedfertiger und anpassungswilliger als das der türken sein, obwohl türken weitaus westlicher sind als andere moslems!
fatima: als anti-europäerin sehen sie dast immer nur die auswirkungen für die türkei, nie für die europäer( ihre angebliche heimatkultur ist ja auch europäisch). die eu-aufnahme der türkei würde uns alle überfordern. egal ob einwanderung, landwirtschaftssubventionen, kulturunstimmigkeiten,völlig unterschiedliche betrachtung historischer ereignisse! bin kein fan der derzeitigen eu. bei einem festhalten am euro, würde die aufnahme der türkei europa zerfetzen!
Februar 28, 2010 at 17:16
zurück zum eigentlichen Thema, war eigentlich jemand auf der Veranstaltung, wenn ja, wie wars?
März 1, 2010 at 09:12
fatima kann sich selbst verteidigen, aber bevor sie sie’s nächste Mal attackieren, sollten sie sich auf diesem blog über ihre positionen informieren. sie ist nämlich deutsche und gegen den eu- beitritt der türkei. und was nun? gibt’s auch eine klitzekleine entschuldigung Ihrerseits?
März 1, 2010 at 13:08
@J.E.:
“sie ist nämlich deutsche und gegen den eu- beitritt der türkei. ”
Exakt. Aber wohl aus dem “falschen” Grund, in den Augen mancher jedenfalls…
März 1, 2010 at 13:17
jürgen: würde mich, sollte ich gemeint sein, entschuldigen, wenn gefühle verletzt wurden! sie ist aber eher gegen einen beitritt von der türkischen seite her!ich bin von der europ. seite her gegen einen beitritt bzw. eigentlich bin ich sogar gegen die eu im heutigen sinne, eher für eine freihandelszone, aber aus heutiger sich wäre die aufnahme eine weitere selbstzerstörung der eu! dass sie, was ihr gutes recht ist, gegen europa im westlichen sinne eingestellt ist, ist herauszulesen!
März 4, 2010 at 18:29
!
Landesverband Hamburg der Linksjugend ['solid] distanziert sich vom Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom und anderen Verbandsgliederungen der Linksjugend ['solid] in der Causa Norman G. Finkelstein
http://www.steinbergrecherche.com/08dielinke.htm#inakzeptabel