Antideutscher Protest gegen Iran-Konferenz mit Hörstel, Steinbach, Elsässer und anderen
Auf der Sicherheitskonferenz in München forderte der US-Neocon Joe Libermann ein „militärisches Eingreifen“, falls neue Sanktionen gegen den Iran nichts fruchten. Die westliche Presse tut alles, um Ahmadinedschads Entgegenkommen in der Urandebatte – das Angebot, außer Landes anzureichern – in sein Gegenteil zu verkehren und alles“Provokation“ hinzustellen. Die Ankündigung, Uran auf 20 Prozent innerhalb des Landes anzureichern, und zwar für medizinische Zwecke, wird zur Vorstufe des Bombenbaus umgelogen, obwohl man für ersteres 20 Prozent, für letzteres weit über 90 Prozent braucht.
Gegen diese Kriegstrommelei richtet sich eine Konferenz am kommenden Donnerstag, die für einen fairen Umgang mit dem Iran plädiert und ausgewiesene Fachleute unterschiedlichster Couleur zusammenbringt. Logisch, dass die Freunde des Krieges gegen eine solche Entspannungspolitik demonstrieren. Ihr Aufruf strotzt vor Hetze und Demagogie. Gegen mich etwa wird ein Zitat in Anschlag gebracht, für dessen Überspitzheit und Mißverständlichkeit ich mich längst öffentlich entschuldigt habe. Aber was soll’s, hier geht es um Kriegsvorbereitung, und da muss gelogen und gehetzt werden.









Februar 8, 2010 at 18:50
Die ‘Argumentation’, die damals, 2003, gegen Saddam Hussein ins Feld geführt wurde, er besitze Massenvernichtungsmittel – wird in fast der gleichen Weise heute gegen den Iran gebraucht. Und dann werden noch andere Sachen, andere Lügen und Nettigkeiten hinterhergeschoben, um das Land, seine Kultur, seine Sitten und Gebräuche, seine hohe Spiritualität herunterzumachen. Man spielt sich auf als kultivierter und zivilisierter, ausgerechnet diejenigen, die vor keinem Massenmord zurückschrecken, die ein rassistisch-zionistisches Regime hochrüsten, damit es wieder in Gaza und anderswo massakrieren und weißen Phosphor über Wohngebieten und Krankenhäusern abwerfen kann.
Die Kriegshetzer, die sich schon im Frühjahr 2002 auf den Überfall auf den Irak geeinigt hatten (vgl. Bush-Blair-Unterhaltung auf Bush’s Ranch in Texas), fielen dann im März 2003, ohne auch nur eine UN-Resolution zustande gebracht zu haben, illegal ins Land ein, zerstörten es, töteten über eine Million Iraker, zwangen vier Millionen zur Flucht ins Ausland und verseuchten 18 (!) Regionen mit Uranmunition. Diese Regionen sind für die nächsten zehntausend Jahre so gut wie unbewohnbar.
Hätte der Irak die A-Bombe besessen, hätten sie sich gehütet. Weil er keine Massenvernichtungsmittel besaß (außer die, die man ihm aus westlicher Produktion für den Krieg gegen den Iran 1980 zur Verfügung stellte, Senf- und Nervengas gegen Kurden und Iraner, das dann auch eingesetzt wurde), sind sie mit ihren eigenen Massenvernichtungswaffen, sprich angereicherten Uranwaffen etc. in das Land eingefallen und haben sogar das altertümliche Museum in Bagdad geplündert, was zeigt, auf welcher kulturellen Stufe sich die ‘zivilisierten’ Westimperialisten befinden.
Hätte der Iran die Atomwaffe, auf die er aus religiös-ideologischen Gründen leider verzichtet, würden sie sich in Acht nehmen. Schon mit Nordkorea, das inzwischen über die Atomwaffe verfügt, geht man freundlicher um.
Es ist traurig aber wahr: Es geht nur darum, was sie sich aus machtpolitischen Gründen herausnehmen können. Aber so sind unsere Imperialisten: feige, primitiv und durch und durch verlogen.
Der Iran braucht die Atomwaffe, schließlich hat Israel sie auch, worüber kein Sterbenswörtchen verloren wird. Man sollte im Iran umdenken.
Februar 8, 2010 at 20:07
Lieber Herr Elsässer,
Ich versuche es kurz zu machen.
Auf Ihrer Website ist das Cover vom „Compact“ 11.10.2009 zu sehen, wo sich Chavez und Achamenidschad umarmen.
Und um genau das geht es! Es handelt sich hier um die Staatschefs von irrsinnig reichen Ländern, welche sich der US Hegemonie nicht unterwerfen wollen. Venezuela ist der grösste Ölproduzent auf dem Kontinent Amerika (nach den USA) mit immensen Reserven an BItumen (allerdings teuer zu produzieren) und Iran ist der 4. grösste Erdölexporteur der Welt mit den 2. grössten Gasreserven.
Mittlerweile hat das „Mainstream Medium“ IEA (International Energy Agency), geführt von den OECD Ländern in einer viel beachteten Studie – da wurden die wichtigsten 800 Ölfelder der Welt ausgewertet – veröffentlicht, dass deren Output jährlich um rund 9% sinkt. Die neuen Erschliessungen mit einberechnet wird der Output immer noch um rund 6,5% sinken, und das pro Jahr!. 6,5% von den heutigen 78 mio. Fass sind ca. 5 Mio. Fass pro Tag, die jährlich verloren gehen. Also müssten alle 2 Jahre ein neues Saudi Arabien gefunden werden, um alleine den Output an Öl konstant zu halten. China und Indien etc. nicht eingerechnet.
Fazit:
Die bisherige rund 50 jährige Wachstumsorgie im Westen aufgrund des billigen Erdöls ist am Ende.
Der Globalisierungswahn aufgrund billiger Energie zum Transport von Waren wird abrupt gestoppt.
Die ersten Leichen schwimmen schon den Bach runter. Z.B. UK. Seit der Output des Nordseeöls um rund 50% eingebrochen ist, müssen die Engländer wieder importieren. Back to the seventies, könnte man sagen, und da waren sie völlig pleite.
Februar 9, 2010 at 00:16
Haben sich schon paar Antideutsche freiwillig bei der Truppe gemeldet, oder lassen die andere für sich sterben?
Stimme nie für einen Krieg wenn du nicht bereit bist selber zu sterben.
Ich meine, man könnte es auch für ein gutes Zeichen von den Antideutschen halten, aber nur im Sinne des mittleren Absatzes
schönen Abend allerseits
Februar 9, 2010 at 01:47
Ich glaube es nach wie vor nicht, dass sie den Iran angreifen. Ein zweites Irak können sie sich nicht leisten. Es sei denn sie wollen einen unbeherrschbaren Flächenbrand. Auh glaube ich nicht, dass es gelingen würde der deutschen Öffentlichkeit einen Krieg gegen den Iran schmackhaft zu machen.
Ich würde dem Iran zumindest moralisch beiseite stehen, wäre da nicht dieser üble Hass auf den Staat Israel, der so unversönlich ist. Warum kann an den Israelis das Stückchen nicht einfach gönnen und alle könnten in Frieden leben und keiner könnte diesen unsäglichen Palästina-Konflikt mehr für seine üblen Machenschaften missbrauchen.
Natürlich, Israel muss Vieles anders machen, aber es braucht auch das Gefühl akzeptiert als Staat zu werden. Es hat furchtbare Fehler begangen, aber es ist auch nicht leicht fehlerfrei zu agieren, wenn man ringsum von Feinschaft umgeben ist, der sich mit jedem Fehler natürlich steigert. Doch hatten sie je die Chance dort friedlich im Staate Israel zu leben? Nein. Das ist schade und die ganze Region würde dadurch doch bereichert werden, man stelle sich nur vor, wie die Welt ein anderes Gesicht bekommen würde, könnte man Palästinenser und Israelis nicht mehr gegeneinander hetzen. Den Judenhass in Teilen der arabischen Welt gab es bereits vor dem Palästina-Konflikt, man sehe sich nur die Sache mit Hitler und dem Moslem-Führer im dritten Reich an. Bitte, man muss schon sagen, dass es dir Juden sehr, sehr schwer hatten und ich finde man sollte ihnen das Land lassen und ganz neu anfangen.
Frau Oetzogut schrieb einmal das die größte Sünde im Islam die Hoffnungslosigkeit sei. Also, dann muss diese utopische Hoffnung auch im Sinne des iranischen, weil muslemischen Volk, sein.
Mögen alle Menschen einmal erkennen, dass wir alle EINE Menschheit sind.
Februar 9, 2010 at 02:55
Für alle die es nicht mitbekommen haben: Welt-Online rief mit einen Artikel von Daniel Pipes Obama zur Bombardierung des Iran auf. Knapp 2 Tage nach Veröffentlichung nahm die Welt diesen Akt der Volksverhetzung wieder vom Netzt, nachdem es noch und noch empörter Kommentare und Ankündigungen zu Strafanzeien gegen die Axel-Spriner-AG kam. Der Artikel ist immer noch im Google-Cache:
http://209.85.135.132/search?q=cache:fSZ16n3l73cJ:www.welt.de/debatte/kolumnen/Brennpunkt-Nahost/article6237465/Barack-Obama-sollte-den-Iran-bombardieren.html+http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Brennpunkt-Nahost/article6237465/Barack-Obama-sollte-den-Ira …
Mal eine Auszug daraus :
„Er braucht eine dramatische Geste, um seine öffentliche Wahrnehmung als Leichtgewicht, Stümper, Ideologe zu verändern, vorzugsweise in einer Arena, wo der Einsatz hoch ist, wo er die Führung übernehmen und wo er die Erwartungen übertreffen kann.
Günstige Umstände für einen Angriff
Es gibt eine solche Gelegenheit: Obama kann dem US-Militär den Befehl geben die iranische Atomwaffen-Kapazitäten zu zerstören. “
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Pipes und die Welt fordern von Obama Massenmord und wahrscheinlich den Anfang des 3.Weltkrieges damit Obama bessere Umfragewerte bekommt. So eine Zynismus ist kaum zu toppen. Hier MUSS es ( von Rechts wegen ) zu eine Strafverferfahren gegen die Axel-Springer-AG kommen.
Februar 9, 2010 at 08:16
Lassen wir sie doch – die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter. Dass die MS- Presse unisono geifert, ist nur ein weiteres Zeichen, wie es sie ärgert, dass nicht alle bereit sind, auf ihren zionistischen Kurs einzuschwenken.
@schnehen:
„Der Iran braucht die Atomwaffe, schließlich hat Israel sie auch, worüber kein Sterbenswörtchen verloren wird. Man sollte im Iran umdenken.“
Bei all Ihrem lobenswerten Engagement, aber dieser Anmerkung möchte ich in aller Entschiedenheit widersprechen!
Massenvernichtungswaffen,egal ob chemisch, atomar oder bakteriell, stehen dem islamischen Ethos diametral entgegen, wie Ayatollah Khamenei mehrfach betonte, und auch Kriegshetzer werden es nicht schaffen, dass die I.R.I. ihre moralischen Prinzipien deswegen über Bord wirft. Es gibt eben Dinge, die sind nicht verhandelbar. Für Frau Merkel ist das die Existenz Israels, für Muslime ihre moralischen Grundwerte. Auch als der Irak Chemiewaffen einstetzte, hat der Iran es nicht getan. Vergeltung ist zwar erlaubt in dem Maße, in dem man angegriffen wurde, aber solche Waffen liegen jenseits der moralischen Vereinbarkeit.
Es geht auch gar nicht um Atomwaffen, es geht nicht um Ahmadinejad, sondern es geht darum, dass die I.R.I. der einzige Staat ist, der sich gegen das westliche Herrenmenschendenken stellt, siehe bereits woanders verlinkten Text des MM, den Sie sicherlich schon gelesen haben. Dort wird detailliert dargelegt, dass USrael immer einen Grund finden wird, die I.R.I. anzugreifen. Seit ihrem Bestehen lassen sie sie doch nicht in Ruhe, sogar mit Krieg wurde sie überzogen. Es ist kaum denkbar, dass derWesten mit Hetze und Bedrohung aufhören wird, selbst wenn die I.R.I. allen Forderungen statt- , bzw. auch ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit aufgibt.
@Elsässer, Hörstel und andere:
Bitte machen Sie weiter mit Ihrem Engagement, auch wenn der Druck zunehmen wird, was feststehen dürfte.
Februar 9, 2010 at 10:41
Off Topic
Aber strengstens empfohlen sich das durchzulesen, auch mit dem Hintergrund des
„Instituts Solidarische Moderne“ die so was ähnliches wie die Vi anstreben:
„Schurkenwirtschaft“ – eine bemerkenswerte Rede vom Oberstaatsanwalt der Anti-Mafia-Direktion Palermo (Finanzkrise XXXII)
„Heute erschien in der FR die Übersetzung einer Rede, die Roberto Scarpinato am 5.2. auf einer Konferenz in Karlsruhe gehalten hat. Zitat: „Die Auswüchse der Wirtschaftskriminalität in den Chefetagen der internationalen Konzerne, die die Weltwirtschaft bestimmen, verursachen weit größere und schwerer zu behebende Schäden als andere Verbrechen“. “
und weiter:
„(…) Der Machtverlust der Politik gegenüber der Wirtschaft, der unkontrollierte Machtzuwachs der privaten Akteure gegenüber der Machteinbuße des Staates, die Gefahr einer versteckten Abhängigkeit des Staates von den Anforderungen des Marktes und seiner Akteure – das sind die Faktoren, denen das organisierte Verbrechen seine wachsende Macht verdankt. Achtet man darauf, wo die Interessen der kriminellen Wirtschaft und die von durch keinerlei Gesetze eingeschränkten Topmanagern zusammenlaufen, dann versteht man, warum eine Gesetzgebung gegen Geldwäscherei scheitern muss – trotz aller Bemühungen der UN und der EU.“
http://www.nachdenkseiten.de/?p=4509
Februar 9, 2010 at 12:03
@fatimaoezogus
Der Irak wurde 2003 überfallen nicht weil er Massenvernichtungswaffen hatte, sondern weil er keine hatte. Der Iran könnte überfallen werden nicht weil er Atomwaffen hat, sondern weil er keine hat.
Die USA haben im kalten Krieg nie gewagt die Sowjetunion anzugreifen, weil sie seit 1949 Atomwaffen hatte.
Wenn der Iran in Ruhe gelassen werden will, muss er sich zu dem Schritt, Atomwaffen herzustellen entscheiden.
Mit moralischen Prinzipien kann man keinen Frieden sichern.
Februar 9, 2010 at 12:11
@fatimaoezoguz
„@Elsässer, Hörstel und andere:
Bitte machen Sie weiter mit Ihrem Engagement, auch wenn der Druck zunehmen wird, was feststehen dürfte.“
Genau. Beides bedingt sich sozusagen, denn neben dem Engagement bringt der E. den Druck gesetzmäßig gleich mit: Seine Antideutschen sinds eben auch, die heute vor der Iranischen Botschaft, am Donnerstag in Hamburg marschieren werden.
Kackiger Zangengriff sozusagen.
Insgesamt gute Rolle im guten Stück.
Februar 9, 2010 at 13:49
Ach ja,die Waffenlager sind wieder übervoll und müssen geleert werden…………Wo?Am besten im Iran,d.h.es wird höchste Zeit für die Waffenlobby,einen neuen Krieg anzuzetteln.
Und die alten Waffen am Besten an die dritte Welt verhökern.
Jooo,so wird ein Schuh draus!!!!!!!!!!!!!!
Februar 9, 2010 at 13:50
@schneeflocke:
Bitte machen Sie nicht den gleichen Fehler der Massenmedien, Judenhass mit Kampf gegen Zionismus zu verwechseln.
Es wäre jetzt völlig offtopic, hier den Palästinakonflikt abzuhandeln, aber ich möchte Sie nur eins fragen, was auch Ahmadinejad und kürzlich Manouchehr Mottaqi fragten:
„Warum muss das palästinensische Volk dafür büßen, was andere Völker den Juden angetan haben, vor allem die Nazis? “
Leider wird in letzter Zeit verstärkt von den Medien versucht, Muslime in die Nähe von Nazis zu rücken.
Dabei wird ausgeklammert, dass auch Muslime in KZs umkamen, „Muselmann“ war die damals gängige Bezeichnung für ausgemergelte Gefangene.
Auf der Seite der Alliierten haben weitaus mehr arabisch- und indisch-stämmige Muslime gegen Deutschland gekämpft als die paar bosnischen SS-Männer für Hitler, die man gern ins Feld führt.
Hier Näheres dazu:
http://www.muslim-markt.de/forum/messages/1379.htm
Februar 9, 2010 at 14:29
„Wenn der Iran in Ruhe gelassen werden will, muss er sich zu dem Schritt, Atomwaffen herzustellen entscheiden. “
Das ist es ja. Er wird NIEMALS in Ruhe gelassen werden. Militärisch vielleicht, aber er wird weiterhin mit Sanktionen belegt werden.
„Mit moralischen Prinzipien kann man keinen Frieden sichern.“
Vielleicht halten Sie mich für verrückt, aber was ich glaube, ist das exakte Gegenteil. Was nicht heißt, dass man schwach sein soll, der Iran ist sehr stark, sonst hätte USA schon längst angegriffen.
Die IRI will dabei mithelfen, eine atomwaffenfreie Welt zu schaffen,das kann sie aber nicht, wenn sie sich selber welche anschafft. Iran ist konsequent, ganz im Gegensatz zu der Heuchelei des Westens, der keinerlei Probleme damit zu haben scheint, dass Israel diese Waffen ERWIESENERMASSEN schon besitzt und auch keinerlei Kontrollen zulässt. Ganz zu schweigen von USA, die diese Bomben bereits EINGESETZT haben. Und ausgerechnet diese beiden sind es, die Iran Vorschriften machen wollen?
Februar 9, 2010 at 17:02
@fatimaoezoguz
Der Iran braucht die Atomwaffen,schliesslich hat Israel sie auch…blablabla!Dums geschwätz!
Wird aber auch höchste Zeit das diesen Trollen ein paar Bomben über die Köpfen fliegt!!
Bomb Bomb Bomb IRAN!!!NOW!!!
Februar 9, 2010 at 17:19
Das steht hier nur zur Abschreckung: Als Dokument, wie kriegsgeil und menschenverachtend die Kriegstreiber sind. Weitere Hetze dieser Art wird gelöscht.
Februar 9, 2010 at 18:04
ich werde hier ja gerne mal als hetzer bezeichnet, da habt ihr einen! ich gehe als realist von einem krieg aus, ohne den zu wollen!
egal wie stark der iran ist, sollte israel iran angreifen, was ich nicht hoffe und in not geraten, wird europa helfen, wird nicht anders gehen! wie ist das mir mykonos oder mit der rusdhie-todesdrohung, kann man auch nicht vergessen!ihr glaubt aber nicht wirklich, dass israel oder die usa angst haben, atomwaffen einzusetzen?es bleibt aber unbedingt festzuhalten: demokratisierung von außen, gerade in einer rohstoffreichen region ist unmöglich! nur fehlende demokratie oder frauenrechte rechen nicht, um eine region in brand zu setzen!
Februar 9, 2010 at 23:28
@ Frau Oezoguz
„Auf der Seite der Alliierten haben weitaus mehr arabisch- und indisch-stämmige Muslime gegen Deutschland gekämpft als die paar bosnischen SS-Männer für Hitler, die man gern ins Feld führt.“
Trotzdem, dass ist keine kleine Sache, so wenig wie Mohammed Amin al-Husseini eine unbedeutende Persönlichkeit gewesen wäre.
http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Amin_al-Husseini
Das hatte und hat alles einen mächtigen Antrieb und ich denke, man kann und darf diese Faktoren nicht ignorieren, ohne ein einseitiges Bild zu zeichnen.
Viel Unheil ist geschehen und Opfer sind auf allen Seiten zahlreich zu beklagen.
Man wird nicht weiterkommen mit einseitigen Schuldzuweisungen. Entweder die Vergangenheit wird begraben und eine Lösung gefunden, die der Gegenwart gerecht wird, oder man besteht weiterhin, auf welcher Seite auch immer, auf „Gerechtigkeit“ oder „Blutrache“.
So wenig wie die Palästinenser für die Greuel der Nazis büßen sollen, so wenig sollen die heutigen deutshen Kinder für die Greuel der Nazis büßen, also auch nicht die heutigen Juden, für was auch immer vor einem halben Jahrhundert in der Region geschehen ist.
Nur eine große „Geste“ der Versöhnung und der Wunsch nach einer gegenwartorientierten Lösung können Entspannung und schließlich etwas ganz Neues entstehen lassen, um das ewige Karussel des Blutvergießens zu beenden.
Würde diese von der arabischen Welt kommen, der Islam würde die Herrschaft antreten, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen.
Aber verzeihn Sie, ich träume grad……
Februar 10, 2010 at 14:51
Eine überwiegende Mehrheit von Muslimen lehn(t)en den NS-Faschismus ab?
Es gibt auch andere Meinungen:
http://islamderneuefaschismus.twoday.net/
Was wissen Iraner über die in diesem Blog aufgestellen Behauptungen?
Februar 10, 2010 at 16:33
@ schneeflocke:
Gerechtigkeit und Blutrache sind doch zweierlei Dinge, das wollen wir hier nicht vermischen. Da Sie ständig von „Vernichten“ reden:
Wurde Südafrika „vernichtet“, nur weil die Apartheid abgeschafft wurde? In Südafrika leben immer noch Weiße, und teilweise besser als je zuvor. Es ist überhaupt nicht die Rede davon, dass in einem Palästina der Zukunft keine Juden leben sollen, sondern vielmehr alle Konfessionen gleichberechtigt miteinander, was heute nun mal eindeutig nicht der Fall ist. Desmond Tutu hat mal gesagt, dass gegenüber dem zionistischen System Israels die Apartheid in Südafrika ein Spaziergang war.
Eine gegenwartsbezogene Lösung kann es geben, nur werden die Zionisten das niemals zulassen:
Rückkehr aller Flüchtlinge, die das auch wünschen, und dann sollen die Palästinenser, egal welcher Religionszugehörigkeit, ihre Regierung per Referendum wählen. Das wäre doch mal direkte Demokratie, die ja gerade auf diesem blog so hochgehalten wird. Nur was der Schweiz zusteht, sollte auch den Palästinensern zugestanden werden, meinen Sie nicht?
Ayatollah Khameneis Friedensplan:
„…Aber für dieses Problem gibt es ein Lösungsweg. Der vernünftige Lösungsweg, der für alle wache Gewissen und alle, die die Werte der heutigen Welt akzeptieren, müssen ihn annehmen. (Dieser Lösungsweg) ist jener, den wir vor 1,5 Jahren vorgeschlagen haben; die Regierung der islamischen Republik häufig in den interlateralen Gespräche und Versammlungen wiederholt hat. Auch jetzt sagen wir dieses und bestehen darauf. Der Lösungsweg ist die Befragung der Bürger Palästinas; all diejenigen, die vertrieben wurden -natürlich jener, die in das Gebiet Palästinas und ihre Häuser zurückkehren wollen. Dies ist eine vernünftige Tatsache. Diejenigen, die in Libanon, Jordanien, Kuwait, Ägypten und anderen arabischen Ländern herum irren. Natürlich die, die wollen, sollen in das Land Palästina und ihr Haus zurückkehren. Wir sagen nicht, dass sie mit Gewalt zurück gebracht werden sollen. Diejenigen sollen befragt werden, die vor 1948, als die illegale Regierung aufgebaut wurde, dort wohnten, seien es Muslime, seien es Christen, seien es Juden. Sie sollen in eine allgemeine Befragung über das zu herrschende Regime entscheiden. Das ist Demokratie. Wieso ist Demokratie (nach Angaben des Westens) für alle gut, aber nicht für das palästinensische Volk? Wieso dürfen alle Völker der Welt in ihr Schicksal einwirken, aber das palästinensische Volk darf es nicht? Niemand bezweifelt, dass das Regime, das heute in Palästina regiert, mit Gewalt, Tricks, List und Druck an die Macht kamen. Das bezweifelt keiner. Die Zionisten sind nicht friedlich an der Macht gekommen. Ein wenig mit List und List, ein wenig mit Druck und Gewalt der Waffen. Folglich ist dieses Regime ein aufgezwungenes Regime. Nun gut, die Bürger Palästinas sollen sich versammeln und wählen. Sie sollen das zu herrschende Regime auswählen. Jenes Regime, jene Regierung soll gebildet werden und diese soll (dann) über diejenigen, die nach 1948 kamen, entscheiden. Was (immer) sie auch entscheiden, wenn sie entscheiden, dass sie bleiben sollen, dann sollen sie bleiben. Wenn sie entscheiden, dass sie gehen müssen, dann sollen sie gehen. Es ist sowohl die Stimme der Bürger, als auch Demokratie, als auch Menschenrecht, als auch kompatibel mit der derzeitigen Logik der Welt. Das ist die Lösung. Nun dieser Lösungsweg muss in die Tat umgesetzt werden. Die Usurpatoren werden nicht mit freundlichen Worten diesen Lösungsweg akzeptieren. So müssen alle Beteiligten in dieser Angelegenheit sich verantwortlich fühlen. Sowohl die arabischen Regierungen, als auch die islamischen Regierungen, als auch die islamischen Völker in aller Welt, insbesondere das palästinensische Volk, als auch die internationalen Organe, jeder hat eine Verantwortung, um (darauf) zu beharren, dass diese logische Lösung vollzogen wird.“
http://www.muslim-markt.de/Palaestina-Spezial/interviews/imamkhameneisfriedensplan.htm
Februar 10, 2010 at 20:20
tja, herr elsässer, sieht so aus als würde es doch keine konferenz geben ! das tut mir aber jetzt aber wirklich leid !
Februar 10, 2010 at 23:09
Zu früh gefreut …
Februar 10, 2010 at 23:52
Liebe Frau Oetzoguz
Ihre Antwort geht mir jetzt wirklich zu weit an den Punkten vorbei, die mir wichtig waren und die vielleicht auch eine Zerreissprobe darstellen mögen.
Ansonsten kann ich solche Vergleiche nicht wirklich anstellen.
Allein der Umstand, dass Israel nicht irgendein Land angegriffen und besetzt hat, sondern in den üblich, willkürlichen Folgen einer Nachkriegszeit, in der immer schon die Sieger die Geschichte schrieben und die Weichen für die neue Zeit stellten, zugesprochen bekommen hat.
Oder stellen Sie sich mal vor, alle Nationen, die nach den 2 Weltkriegen vor einer neuen Weltkarte standen und nicht zufrieden waren, würden die „alten Zustände“ zurückwollen. Wo soll man da anfangen, wo aufhören?
Viele Länder haben furchtbare Erfahrungen gemacht in und nach den Kriegen, aber die Juden haben Palästina nicht besetzt, sondern zugesprochen bekommen. Das mag, nein, es war ganz sicher eine Form des gröbsten Unrechts, so wie es immer Unrecht ist, wenn Kriegsgewinner den neuen Status bestimmen, aber dann bitte schön sollte doch GB die erste Adresse sein für eine Anklage sein.
Ein weiterer Punkt ist, dass Palästina die Zwei-Staaten-Lösung mehrmals zunichte gemacht hat.
Ein dritter Punkt wäre der 6-Tage-Krieg, in dem Israel angegrifen wurde und ich möchte mir nicht ausmalen, was aus den Israelis geworden wäre, hätten sie den Krieg verloren!
Statt dessen erwartet man von ihnen, dass sie die Gebiete, von denen aus sie angegriffen wurden, nachdem sie sich erfolgreich verteidigt hatten, zurückgeben? Entschuldigung, aber da würde wohl jeder General, einer jeden Nation nur lächeln drüber. Das gibt und gab es noch niemals in der Geschichte des Krieges.
Allein diese drei Punkte zeigen uns, dass alles zumindest nicht so einfach ist, wie wir es gern hätten.
Und all das heißt lange nicht, dass ich die Politik und das Vorgehen der Israelis billige, aber ich versuche auch ihren Standpunkt zu verstehen und den gesamten Werdegang miteinzubeziehen.
Auch wenn Sie nicht auf Amin al-Husseini eingegangen sind, all das ist nicht wegzuleugnen und ganz ehrlich, ich wüßte nicht wie die Juden darauf vertrauen sollten glücklich und frei unter einer Palästinensischen Regierung leben zu dürfen. Ich würde es nicht, wenn ich Israeli wäre, auch nicht, wenn ich nach dem Holocost geboren bin.
Sie werden jetzt vielleicht einwenden, dass ich zu Vieles vermischt habe und das es den Rahmen des Blogs sprengen würde all das zu beantworten, aber das sind einige der vielen Schlüsselsteine des Ganzen für mich.
Es wird keinen Frieden geben ohne ein sicheres Israel, so wenig wie es Frieden geben wird, ohne freie Palästinenser.
Mein Gott, man hätte ihnen das Stück „Wüste“ doch lassen können und vergessen wir nicht, dass sie den größten Teil des Gebietes den die Engländer für sie vorgesehen hatten, gar nicht besitzen, es sind davon nur ca. 25%, und das allermeiste davon hatten sie anfangs gegen bare Münze gekauft.
Hat man es ihnen eifnach nciht vergönnt? Mein Gott wo kamen die Menschen her, was hatten sie durchlitten!
Lasst den Juden ihren heiligen Ort, schenkt ihn in Großmut und der Islam wird dem Christentum zeigen, was wirkliche Größe ist.
Klar, ich weiß das es wohl vollkommen sinnlos, dass hier oder anderswo zu schreiben, es mag naiv oder vielleicht sogar vollkommen verrückt klingen. Aber Eines können Sie mir glauben Frau Oetzoguz, ich fühle mit beiden gleichermaßen, den Palästinensern und den Israelis. Ich möchte wirklich nicht, dass eine Seite den Sieg davon trägt, sondern das beide frei und selbstbestimmt leben mögen.
Gott segne Sie
Februar 11, 2010 at 08:05
@Schneeflocke
Sie schreiben:
„Allein der Umstand, dass Israel nicht irgendein Land angegriffen hat…“
Das ist unzutreffend.
Israel hat schon 1956 zusammen mit England und Frankreich den Suezkrieg begonnen, nachdem Nasser den Suezkanal, der von Ägypten gebaut worden war, verstaatlicht hatte und weite Teile der Sinai-Halbinsel besetzt. Es war die Eisenhower-Regierung, die dem Treiben Israels und seiner Verbündeten schließlich Einhalt bot und die verhinderte, dass Kairo besetzt wurde.
Israel hat seit seiner Gründung allein den Libanon neun Mal angegriffen, zuletzt im Sommer 2006, mit der Folge, dass über eintausend libanesische Zivilisten bei den Bombardements ihr Leben verloren.
Israel hat am 27. Dezember Gaza angegriffen, mit der Folge, dass 1400 Palästinenser, überwiegend Frauen und Kinder, getötet wurden…usw. Die Liste der israelischen Aggressionen ist schier endlos.
Sie schreiben:
„Juden haben Palästina nicht besetzt, sondern zugesprochen bekommen.“
Das ist halbrichtig: Sie haben im Mai 1948 einen TEIL Palästina durch eine UNO-Resolution zugesprochen bekommen und den Staat Israel gegründet, dem dann 55% des palästinensischen Gebiets zugesprochen wurde, obwohl die jüdischen Einwanderer nur 30% der Bevölkerung ausmachten.
Aber vorher hatte die Einwanderung unter dem Schutz der Mandatsmacht England und unter ausdrücklicher Billigung Großbritanniens (vgl. Balfour Deklaration von 1917) stattgefunden, die mithalf, z. B. 1936 den Widerstand der Araber und die Streiks gegen die illegale Besetzung Palästinas niederzuschlagen. Schon vor dem ‘Zuspruch’ wurde ein großer Teil der Palästinenser (800.000 Menschen) gewaltsam durch die zionistischen Terrorgruppen Irgun, Haganah und Stern, mit Menachim Begin und David Ben Gurion an der Spitze vertrieben.
Eine gewaltsame Besetzung hat also stattgefunden.
Sie schreiben:
„Palästina hat die Zweistaatenlösung mehrmals zunichte gemacht.“
Auch das ist nachweislich falsch:
Es war kein geringerer als Yassir Arafat, der die Zweistaatenlösung mittrug, obwohl sie vorsah, dass – entsprechend den Osloer Vereinbarungen – die Palästinenser nur 22% des palästinensischen Territoriums behalten sollten. Trotz dieser Vereinbarungen gingen die Siedlungen auf palästinensischem Boden jedoch weiter, was dann zu den beiden großen Intifadas führte. Israel hat die Zweistaatenlösung vereinbarungswidrig zunichte gemacht und lehnt auch heute einen lebensfähigen Palästinenserstaat nach den Worten Netanyahus, die er erst vor ein paar Wochen von sich gab, strikt ab.
Selbst die Hamas hat Israel die Zweistaatenlösung angeboten und die Anerkennung Israels garantiert, vorausgesetzt, Israel würde sich auf die Gebiete vor dem Sechstagekrieg zurückziehen. Sie haben es abgelehnt.
Sie schreiben:
„… der Sechstagekrieg, in dem Israel angegriffen wurde.“
Auch ich habe das lange Zeit geglaubt. Aber es stimmt nicht: Israel hat diesen Krieg im Juni 1967 angefangen, in einer Blitzaktion die ägyptische Luftwaffe völlig zerstört, den Sinai besetzt, wenig später Ost-Jerusalem, die West Bank und die syrischen Golanhöhen, die Israel seitdem besetzt hält. Diese Blitzaktion war von langer Hand vorbereitet worden.
Die UNO-Resolution, die Israel wegen seines Angriffs zum Rückzug aus den besetzten Gebieten, aufforderte, wurde von Israel ignoriert wie alle weiteren Resolutionen der UN, die in die gleiche Richtung gingen.
Das, was sie schreiben, ist nachweislich falsch.
Februar 11, 2010 at 16:29
@Schneeflocke
Sie schreiben:
“Allein der Umstand, dass Israel nicht irgendein Land angegriffen hat…”
Das ist unzutreffend.
Israel hat schon 1956 zusammen mit England und Frankreich den Suezkrieg begonnen, nachdem Nasser den Suezkanal, der von Ägypten gebaut worden war, verstaatlicht hatte und weite Teile der Sinai-Halbinsel besetzt. Es war die Eisenhower-Regierung, die dem Treiben Israels und seiner Verbündeten schließlich Einhalt bot und die verhinderte, dass Kairo besetzt wurde.
„Das am Beginn der 50er Jahre arabische Terrorommandos regelmäßig Israel überfallen hatten, sollte auch Ihnen bekannt sein. 1952 wurde König Farouk etwas unsanft abgesetzt und durch Nasser ersetzt. Ägypten begann aufzurüsten, vor allem mit Waffen aus dem Ostblock und die Lage in der Region verschärfte sich zusehends. Als die Straße von Tiran blockiert wurde und der Suezkanal für aus oder nach Israle fahrende Schiffe gesperrt wurde, stellt dies nach internationalem Recht eine Kriegserklärung dar.
Und Ägypten hatte nicht nur den Suez-Kanal sowie die Meerenge von Tiran für israelische Schiffe geschlossen, sondern auch den sogenannten Bagdad-Pakt von 1955 geschlossen, der faktisch die Schaffung eines vereinten Oberkommandos zwischen Ägypten, Syrien und Jordanien ein Militärbündnis gegen den erst acht Jahre alten jüdischen Staat darstellten.
Wahr ist, dass es vor dem ganzen „Zwischenspiel“ zwei Jahre lang in ständig wachsendem Maße GuerillaAktionen gegen Israel gab, bei denen fast jede Nacht „GuerillaKräfte“ in israelisches Gebiet eindrangen, mordeten, Hab und Gut verwüsteten und die Bewohner terrorisierten. Nein, die in Israel lebenden Juden hatten nun wirklich nichts zu lachen, von Anfang an nicht. Gerade noch der Herzjagd auf alles Jüdische entkommen, fanden sie sich bereits in der nächsten Verfolgung wieder.
Wahr ist natürlich auch, dass Ben Gurions „Hardliner“ blutige Vergeltungsaktionen in im Gazastreifen und Jordanien durchführten, ja in Ägypten gar selbst einen jüdischen Sabotagering aktivierten.“
Israel hat seit seiner Gründung allein den Libanon neun Mal angegriffen, zuletzt im Sommer 2006, mit der Folge, dass über eintausend libanesische Zivilisten bei den Bombardements ihr Leben verloren.
„Zu den Libanonkriegen gibt es aber noch viel, viel mehr zu sagen. Sie reden immer nur von Folgen, aber nicht von Anfängen.
Israel swar bereits seit 1970 Terroraktionen durch die PLO ausgesetzt. 1978 eroberte Israel im Südlibanon die sogenannte „Sicherheitszone“. Diese machte den Nordteil Israels vor Terrorangriffen relativ sicher. Ein von den USA vermitteltes, informelles Einverständnis zwischen Israel und der PLO verminderte zudem noch die Angriffe palästinensischer Kommandos. Allerdings versuchte die PLO jetzt, größere Militäreinheiten im Südlibanon zu stationieren. Dieses Vorgehen und den Anschlag einer radikalen PLOGruppe auf den israelischen Botschafter in London nahm Israels damaliger Verteidigungsminister Ariel Scharon zum Anlaß für einen großangelegten militärischen Vorstoß in den Libanon am 6. Juni 1982 (Wiki)
Es gibt immer zwei Seiten. Ob dann die Reaktionen angemessen und gerechtfertigt sind, ist eine andere Frage.
Wie wir wissen wurde laut UN-Beschluss von 1947 eine Teilung des britischen Mandatsgebiets „Palästina“ in einen israelischen und einen palästinensischen Teilstaat angestrebt. Die arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Libanon, Transjordanien, Saudi-Arabien und Irak lehnten dies ab. Auslöser für den Palästinakrieg war die israelische Unabhängigkeitserklärung vom 14. Mai 1948, worauf die fünf arabischen Staaten einige Stunden später den soeben gegründeten Staat Israel angriffen.
Zu Beginn sahen sich die Israelis chancenlos gegen die arabischen Truppen; Tel Aviv wurde ohne Unterbrechung bombardiert. Die nur unzureichend ausgerüstete IAF konnte jedoch bald Erfolge gegen die arabischen Luftstreitkräfte erringen. (Wiki).
Die Vorgeschichte des Krieges 1982 bildeten Kämpfe zwischen der PLO und dem israelischen Militär, seit Israel im Verlauf der Operation Litani 1978 Teile des südlichen Libanon besetzt hatte. Dies wiederum war vor dem Hintergrund von Massakern an israelischen Zivilisten durch PLO-Kämpfer geschehen, die aus dem Libanon in Israel eingesickert waren (siehe auch Avivim-Schulbus-Anschlag, Ma’alot-Massaker, Küstenstraßen-Anschlag).
Um die im Libanon erstarkte PLO zu schwächen und teilweise zu zerschlagen, begann Israel unter seinem Regierungschef Menachem Begin am 6. Juni 1982 mit einem Angriff auf den Libanon. Militärischer Oberbefehlshaber Israels war der Verteidigungsminister Ariel Scharon. Ziel war die Zerschlagung der militärischen PLO-Organisation durch den Vormarsch bis Beirut, von wo aus die PLO ihre Aktionen koordinierte. In Westbeirut wurden rund 10.000 PLO-Kämpfer von den israelischen Truppen eingeschlossen und zur Kapitulation aufgefordert (Wiki)
Man kann das alles sehr differenziert sehen.“
Sie schreiben:
“Palästina hat die Zweistaatenlösung mehrmals zunichte gemacht.”
Auch das ist nachweislich falsch:
Es war kein geringerer als Yassir Arafat…..
„Ok, dann erstmal Arafat, der übrignes väterlicherseits entfernt mit dem prominenten Jerusalemer Husseini-Clan (»» Faisal Husseini) verwandt ist. Als der ins Exil geschickte Mufti von Jerusalem, Haj Amin al-Husseini1946 (der der Kollaboration mit Nazideutschland schuldig war) nach Kairo kam, wurde Arafat einer seiner freiwilligen Helfer! Durch Unterstützung der Muslimbruderschaft gewann Arafat 1951 die Wahlen zum Vorsitzenden der palästinensischen Studentenföderation.
Etwa 1964 gründete Arafat die Al-Asifa (der Sturm), eine militärische Einheit der Fedayin (arab. »die sich selbst opfern«, Guerilla-Kämpfer), die im Januar 1965 zum ersten Mal militärische Vorstöße nach »» Israel unternahm.
1969 übernahm Arafat den Vorsitz der PLO, eine Position, die er bis zum Juni 2001 innehatte.
Nationacharta der PLO: Das dieser Text aus dem Jahre 1968 mehrfach zur Zerstörung Israels aufruft dürfte Ihnen bekannt sein. Arafat hatte zwar angekündigt diese Abschnitte zu entfernen und einen neuen Text zu formulieren. Dies geschah jedoch seinerzeit nicht und so ist es nicht verwunderlich, dass Kritiker davon ausgingen, dass dieser Umstand die Unaufrichtigkeit der palästinensischen Seite beweise.
Die Schlussfolgerung muss natürlich nicht stimmen, aber verwunderlich ist es nicht, wenn jemand dazu kommt. Bitte berücksichtigen immer auch die spezielle Situation der Juden und was sie gerade hinter sich hatten. Nicht um Verbrechen zu entschuldigen, sondern den Gesamtkontext nicht aus dem Auge zu verlieren, bzw. die psychologische Ausnahmesituation der damaligen Juden.“
Sie schreiben:
“… der Sechstagekrieg, in dem Israel angegriffen wurde.”
Auch ich habe das lange Zeit geglaubt. Aber es stimmt nicht: Israel hat diesen Krieg im Juni 1967 angefangen, in einer Blitzaktion die ägyptische Luftwaffe völlig zerstört, den Sinai besetzt, wenig später Ost-Jerusalem, die West Bank und die syrischen Golanhöhen, die Israel seitdem besetzt hält. Diese Blitzaktion war von langer Hand vorbereitet worden.
Die UNO-Resolution, die Israel wegen seines Angriffs zum Rückzug aus den besetzten Gebieten, aufforderte, wurde von Israel ignoriert wie alle weiteren Resolutionen der UN, die in die gleiche Richtung gingen.
Das, was sie schreiben, ist nachweislich falsch.
„Gut, dann nch etwas dazu: als Reaktion auf die Sperrung der Straße von Tiran für die israelische Schifffahrt, den von Nasser erzwungenen Abzug der UNEF-Truppen aus dem Sinai und den ägyptischer Aufmarsch von 1000 Panzern und fast 100.000 Soldaten an den Grenzen Israels führte Israel am 5. Juni 1967 einen Präventivschlag gegen die arabischen Staaten durch (Wiki)“
Sie können jetzt sagen, dass Wiki keine annehmbare Quelle ist. Es gibt aber unzählige Quellen die das alles untermauern und ja, Sie können sicher ebenfalls unzählige Quellen beisteuern, die das Gegenteil belegen.
Aus diesem Grund muss man eben auch den gesunden Menschenverstand befragen, der wird Ihnen erklären, dass es unsinnig ist den Israelis die Allein- oder auch nur Hauptschuld für all das zuzuweisen, was sich in den Jahrzehnten ereignet hat.
Sie bleiben einseitig, schneien. Sie würden niemals die Wahrheit akzeptieren, falls Sie nicht in Ihr Konzept passt. Glauben Sie es oder auch nicht, Israel ist nicht der alleinige Bösewicht, die andere Seite hat einen ebenso großen Teil dazu beigetragen, dass die Situation heute so ist, wie sie ist.
Den tief sitzenden Hass auf die Juden (der nicht erst in Israel begann) jedesmal dadurch zu leugnen, dass Juden und Araber doch ach so friedlich zusammenlebten und Juden niemals etwas zu befürchten hatten, ist gerade zu grotesk.
Da Sie diese Dinge aber erbarmungslos ausblenden, hat eine weitere Diskussion wohl wenig Sinn. Sie können mir eine Million Vergehen der Israelis aufzeigen und genauso könnten Sie ebenso viele auf der anderen Seite ausmachen, wenn Sie das denn wollten und ertragen könnten. Es ist eben leichter mit einem klaren und dadurch äußerst einseitgigem Weltbild zu leben, schön in schwarz und weiß aufgeteilt, da die Guten, da die Bösen.
Irgendwo in der Mitte wird die Wahrheit liegen. Dort kommt aber nur hin, wenn alle Seiten mal ausschießlich bei sich selbst nachsehen, was falsch gelaufen ist, wo man Versäumnisse angeheuft hat, wo man unmenschlich war, wo man Fehler begangen hat.
Sehen Sie, ich stehe auf keiner der beiden Seiten, ich stehe bei den unschludigen Opfern auf beiden Seiten und daher kann ich mir solch eine einseitge Sündenbock-Geschichte auch nicht als Wahrheit verpacken
Februar 11, 2010 at 17:03
Was Schnehen schreibt ist vollkommen zutreffend.
Insbesondere die Geschichte und die Umstände der Besiedlung Palästinas nach 1917 wird so gut wie nie erwähnt bzw. aufgearbeitet. Die Geshcichte Israels beginnt nicht mit sondern vor dem Holocaust, was man sich dringend klar machen muss.
Februar 12, 2010 at 11:26
Auch Sie bleiben leider etwas einseitig, werte(r) schneeflocke.
Nur weil es Judenhass gibt, gibt es ihnen das Recht, ein Land zu besetzen? Zugesprochen hin oder her, wenn mir jemand etwas „zuspricht“, was ihm gar nicht gehört, und ich das annehme, dann bleibt es trotzdem unrechtmäßig angeeignet, basta.
Die furchtbarsten Pogrome haben übrigens in Europa stattgefunden, nicht in der islamischen Welt.
Februar 12, 2010 at 14:47
„@ Frau Oezoguz
Auch Sie bleiben leider etwas einseitig, werte(r) schneeflocke.
Nur weil es Judenhass gibt, gibt es ihnen das Recht, ein Land zu besetzen? Zugesprochen hin oder her, wenn mir jemand etwas “zuspricht”, was ihm gar nicht gehört, und ich das annehme, dann bleibt es trotzdem unrechtmäßig angeeignet, basta.“
Nun ja, dann ist jeder Staat dieser Erde unrechtmäßig, denn es gibt keinen Staat, der nicht irgendwann seinen Staat auf den Totenköpfen derer aufbaute, die dieses Terrain zuvor „Ihren Staat“ nannten.
Unter diese Kategorie fällt Israel aber auch gar nicht, denn Israel hat das Land ERHALTEN. Ob das eine gute Entscheidung war oder nicht, steht auf einem anderen Blatt, aber zunächst ist es erstmal rechtsgültig in dieser Welt. Kriege führen zu solchen Dingen, vielleicht hätten daran auch die Araber denken sollen, die England den Rücken stärkten um die osmanische Herrschaft endlich abschütteln zu können, denn leier kam es anders als erhofft. Das kann man aber nicht den Juden ankreiden usw..usw..
Wer den damaligen Juden vorwirft, dass sie die Chance ergriffen haben nach Jahrtausenden der Verfolgung wieder eine Heimt zu haben, auch wenn es nur ein Stück brachliegende Wüste war, der ist in meinen Augen pietätlos.
Etwas einseitig muss ich übrigens grade sein, da die tatsächlichen Vergehen und die scheinbaren Vergehen der Juden ja hier sehr einseitig gezeichnet wurden bisher und ich daher keinen großen Bedarf an Israelkritik hier sehe, da sie doch wirkich ausreichend vorhanden ist.
„Die furchtbarsten Pogrome haben übrigens in Europa stattgefunden, nicht in der islamischen Welt.“
Aber ja, dass habe ich auch niemals in Frage gestellt, hat aber mit den Dingen, die wir gerade diskutieren leider nichts zu tun
Es ging den Juden tatsächlich besser in dem Gebiet, dass heute Palästina heißt, als es ihnen in Europa ging zum Schluss. Aber es ging ihnen auch dort nicht gut
Juden waren dort übrigens schon immer Zuhause und nicht erst seit den 30er oder 40er Jahren.
Februar 12, 2010 at 23:52
@schneeflocke
Für mich hat eine Diskussion immer Sinn. Ich ziehe mich nicht wie Sie resignativ zurück.
Ich heiße übrigens nicht ‘schneien’. Nur dies am Rande.
Sie geben sich neutral und sprechen davon, dass ‘auf beiden Seiten Bösewichter zu suchen’ seien. In Wirklichkeit verteidigen Sie in allen Punkten die Position Israels, trauen sich aber nicht, das offen zuzugeben.
Sie sprechen z. B. von ‘arabischen Terroreinheiten’, die zu Beginn der 50iger Jahre Israel regelmäßig überfallen haben sollen, was ich eigentlich ‘wissen sollte’.
Mit Verlaub: Das ist die Sprache der Besatzungsmacht Israel. Mehr noch: Das ist die Sprache aller Besatzungsmächte. Auch in ihrer Frontstellung gegen Nasser verteidigen Sie Israel, das ja damals, 1967, nur einen Präventivschlag geführt hat und wiederholen die ganzen Märchen, die damals schon vorgebracht wurden, um das Vorgehen Israels zu rechtfertigen.
Sie kennen den Spruch:
‘One man’s terrorist is another man’s freedom fighter’?. Für den einen ist es ein Terrorist, für den anderen ein Freiheitskämpfer.
Es kommt auf den Standpunkt an: Wir mich sind die ‘arabischen Terrorkommandos’ Freiheitskämpfer, die schon 1936, nicht erst Anfang der 50iger Jahre übrigens, für die Rückgabe ihres geraubten Landes gekämpft haben und noch kämpfen und immer kämpfen werden bis das Unrecht beseitigt ist. Für Sie sind es ‘Terroristen’.
Das zeigt klar, auf welcher Seite ich stehe und auf welcher Seite Sie stehen.
Für die zionistische Besatzungsmacht ist jeder Widerstandskämpfer und sei es nur ein 12jähriger, Steine werfender palästinensischer Junge ein ‘Terrorist’. Dementsprechend stellt man Kinder in diesem Alter vor Militärtribunale urteilt sie ab und spricht sie des ‘Terrorismus’ für schuldig. Das ist der Rechtsstaat Israel, die ‘einzige Demokratie im Nahen Osten’.
Schon für die Nazis waren Partisanen, die gegen die deutsche Besatzungsmacht gekämpft haben ‘Terroristen’. Für mich waren es russische Freiheitskämpfer. Ich stehe auf der Seite der Unterdrückten und der Freiheitskampf gegen eine Besatzungsmacht rechtfertigt auch Waffengewalt, weil die Besatzungsmacht diese Gewalt gegen die besetzte Bevölkerung selbst anwendet.
Jeden Tag werden heute in Gaza z. B. von den Israelis Palästinenser, z. B. wenn Versorgungstunnel bombardiert werden, von denen aus Lebensmittel und Medikamente nach Gaza kommen, ermordet. Für mich ist das der Terrorismus einer Besatzungsmacht, die auf feige Art und Weise, aus sicherer Entfernung, von Apachee-Hubschraubern aus oder von Panzern aus oder durch das Abfeuern von Raketen Zivilisten oder Widerstandskämpfer aus sicherer Entfernung ermorden. oder sogar von unbemannten Drohnen aus.
Für Sie ist es wahrscheinlich das ‘Recht auf Selbstverteidigung Israels’ gegen die ‘Terrorkommandos der Hamas’.
Es ist alles eine Frage des Standpunktes. Ich stehe klar auf der Seite der unterdrückten Palästinenser und ihres Kampfes um Gerechtigkeit und ihres Rechts auf Rückkehr in ihre Heimat, die ihnen von den Zionisten im Verein mit der britischen Mandatsmacht genommen wurde. Sie stehen klar auf der Seite der Israelis, geben dies aber nicht offen zu und verstecken sich in einer über den Wolken schwebenden gutmenschlichen Neutralität.
Mir können Sie nichts vormachen.
Übrigens blende ich Dinge nicht aus, sondern blende sie ein. Ich blende ein, dass die Ursache für die Probleme heute im Nahen Osten die Besetzung palästinensischer Gebiete durch den Siedlerstaat Israel ist. Davon leitet sich alles weitere ab. Alle Konflikte haben dort ihre Ursache. Ohne diese Ursache anzugehen, kommt man zu keiner Lösung. Deshalb muss Schluss sein mit der Okkupation. Gäbe es diese Besatzung nicht, gäbe es auch keinen Hass gegen den Staat Israel. Jedes freiheitsliebendes Volk, das noch nicht verklavt ist, hasst seine Unterdrücker.
Aber Sie beweinen diesen Hass und reißen ihn aus dem Zusammenhang, als ob die Araber immer schon die Juden gehasst hätten, um zu verschleirern, woher heute der Hass auf den israelischen Staat herkommt.
Sie brauchen sich nur anzusehen, was die Israelis auf der West Bank machen. Jeden Tag. Überall werden die Palästinenser schikaniert und erniedrigt. Vor nicht allzu langer Zeit, verweigerte man einer hochschwangeren Palästinenserin an einem Checkpoint den Durchgang zu einem Krankenhaus. Sie brachte das Kind an Ort und Stelle zur Welt und es starb an dem Checkpoint! Dann wundern Sie sich über den Hass!
Diese Dinge blende ich ein. Sie wollen davon nichts wissen, weil es ja die ‘armen Juden’ sind, die hier wieder schlecht gemacht werden.
Kein Israeli, der an der Besatzung mitwirkt, egal ob an höchster Stelle oder als einfacher Soldat an einem Checkpoint kann sich heute auf den Holocaust und auf Auschwitz berufen für das, was er tut. Kein geschichtliches Ereignis, kein Bibeleintrag (‘auserwähltes Volk Gottes’ usw.) rechtfertigen Mord, Landraub, Siedlungsbau auf femdem Boden oder eine genozidähnliche Politik der Aushungerung gegen anderthalb Millionen Menschen im Gazastreifen, die einer kollektiven Bestrafung für die Wahl der Hamas im Frühjahr 2006 unterzogen werden – eine Vorgehensweise, die sehr stark an das Vorgehen der Nazis im Warschauer Ghetto 1942-1945 erinnert oder an die 900-tägige Hungerblockade der Nazi-Wehrmacht gegen Leningrad.
Sie wissen, wie diese Dinge ausgegangen sind. In beiden Fällen hat der Widerstand über die Besatzung und über die Blockade triumphiert.
Und so wird es auch in diesem Fall sein.
Es ist nur eine Frage der Zeit.
Februar 13, 2010 at 17:46
Ihre ständigen Unterstellungen, mich auf einer bestimmten Seite verorten zu wollen, ist penetrant und verleumderisch, schnehen. Das macht man nur, wenn einem keine Argumente mehr einfallen und diskutieren heißt nicht, für alle Ewigkeit in einer Sackgasse Gas zu geben.
Sie sind es doch der jenigen, der die Schuldigen auf nur EINER, EINZIGEN Seite sieht und nicht ich, also bitte, unterlassen Sie Ihre Beleidungen und Unterstellungen und beziehen Sie sich auf das, was ich schreibe. Das wäre sehr freundlich.
Ich meinte übrigens und natürlich die 20er, 30er und 40er Jahre.
Sehen Sie sich bitte einmal diesen Film an (vorsicht, bestimmt zionistische Propaganda;)), dann können wir weiterreden über Palästina, Palästineser, Juden und Hass, falls Sie dann noch wollen.
Zum Film: „Der ehemalige Mufti von Jerusalem Mohammed Amin al-Husseini – heute eine umstrittene Figur der islamischen Welt – galt in den 20er bis 40er Jahren als bedeutende politische und religiöse Autorität der Palästinenser.
Sein Antisemitismus ließ ihn ab 1937 offen mit den Nationalsozialisten kollaborieren.
So lebte al-Husseini zu Beginn der 40er Jahre in Berlin und unterstützte die Nazis mit seinem Einfluss, den er als religiöses Oberhaupt der arabischen Muslime und als deren politischer Führer genoss. Das Porträt erzählt eine nahezu unbekannte Geschichte.
Die Geschichte von Mohammed Amin al-Husseini, des ehemaligen Muftis von Jerusalem, ist eng verwoben mit der Geschichte des Dritten Reiches.
Der Hass auf die Juden vereinte den Araberführer mit den deutschen Nazis und verschaffte ihm dort Zugang zu höchsten Kreisen.
Als freiwilliger Helfer im NS-Vernichtungsprogramm diente er sich den Nationalsozialisten an.
In der arabischen Welt galt er schon zu Lebzeiten als Legende.
Er wurde verehrt und bewundert von seinen Landsleuten, verachtet und bekämpft von seinen Feinden.
16 JAHRE LANG WAR al-husseini RELIGIÖSES OBERHAUPT DER ARABISCHEN MUSLIME; 30 JAHRE LANG IHR POLISCHER FÜHRER UND LANGE ZEIT AUCH POLITISCHER REPRESENTANT DER ARABISCHEN WELT“:
http://vimeo.com/8098018
Auch interessant und mehr oder weniger passend dazu, dieser WeltArtikel (keine Sorge, ist von der Welt und MUSS daher Lüge sein;)): http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article6035106/Dann-schickte-Allah-Adolf-Hitler.html
Also bitte, ich diskutiere gern weiter mit Ihnen, aber dann ohne persönliche Unterstellungen und Hetze.
Gehen sie sachlich auf die Themen ein, die Sie obigen Links entnehmen können, dann werde ich auch mit Ihnen weiterdiskutieren und das sogar gern.
Februar 13, 2010 at 18:18
Eines noch, weil wir da vollkommen einer Meinung sind, Schnehen und Sie ja Folgendes schrieben:
„Kein geschichtliches Ereignis, kein Bibeleintrag (‘auserwähltes Volk Gottes’ usw.) rechtfertigen Mord…“
Dann setzen sie sich sicher auch dafür ein, dass solch religiös motivierte Morde weltweit geächtet werden, nicht wahr?
„Wegen Beteiligung an den jüngsten Unruhen im Iran ist ein weiterer Oppositioneller zum Tode verurteilt worden. Der Mann habe sich der MISSACHTUNG GOTTES SCHULDIG gemacht, hiess es auf der Website der Justizbehörden. Damit wurden in den Massenprozessen seit der Präsidentenwahl vom vergangenen Juni schon mindestens zehn Todesurteile gefällt.“
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/02/10/International/Neues-Todesurteil-gegen-iranischen-Oppositionellen
Februar 14, 2010 at 11:53
schneeflocke, ich versuchs nochmal: Es geht nicht darum, dass in Palästina keine Juden leben sollen, von wegen, sie wären immer dort „zu Hause“ gewesen. Können sie ja sein. Was nicht sein darf, ist Landbesetzung, Vertreibung, und vor allem kein apartheidsmäßiger „Judenstaat“, genausowenig wie wir einen Muslim.- oder Christenstaat haben wollen. Alle sollen unter einer Regierung, die sie selber gewählt haben, und zwar ALLE, miteinander leben, warum ist das so schwer vorstellbar? Das andere hat Schnehen ja schon gut erklärt, wie ich es nicht besser könnte.
Mit dem kleinen Einwand:
„In Wirklichkeit verteidigen Sie in allen Punkten die Position Israels, trauen sich aber nicht, das offen zuzugeben.“
Das muss nicht so sein, bzw. hoffe ich ,dass es nicht so ist. Ausnahmsweise sind in diesem blog die Israelkritiker in der Mehrheit, da möchte er halt das Gegengewicht bilden ein Stück weit.
Was mir aber doch auffällt, werte(r) schneeflocke:
Sie sagten in der Diskussion über Kriminalität Jugendlicher mit Migrationshintergrund, dass man auch unbequeme Fakten nicht ignorieren darf, wo das war, weiß ich nicht mehr. Ok Zustimmung.
Dann darf man das aber auch hier nicht tun, indem man den israelisch- zionistischen Staat – achtung, nicht „DIE“ JUDEN!) den unterdrückten Palästinensern wie gleichwertige Gegner gegenüberstellt und die Position vertritt, dass „beide Seiten“ ja „irgendwie“ Böses getan haben. Das ist natürlich richtig, nur darf man die Ursachn dabei nicht aus den Augen verlieren. Mehr als 60 Jahre Besatzung und Unterdrückung, was in keinem anderen Staat toleriert werden würde, nur bei Israel hat die Weltgemeinschaft zu gesehen, wie dessen Staatsführer über UN-Resolutionen nur müde lächeln, weil sie genau wissen, dass die keinen nennenswerten Effekt haben. Manchmal habe ich schon den Eindruck, dass Ihre Einschätzung Israels etwas arg „gutmenschlich“ gerät, nach dem Motto „die armen Verfolgten brauchen einen eigenen Staat“.
Februar 14, 2010 at 17:03
@Schneeflocke
Wann habe ich Sie beleidigt? Wann habe ich etwas unterstellt? Wann habe ich ‘gehetzt`’?
Konkret wann?
Sie machen den Versuch, bestimmte arabische Führer mit dem Nazismus in Verbindung zu bringen. Warum machen Sie nicht den gleichen Versuch, wenn es um den jüdischen Weltkongress geht, der in der 30iger Jahren mit der Naziregierung kollaboriert hat?
Viele Muslime wurden von den Nazis verfolgt als sog. Muselmanen landeten sie wegen ihrer muslimischen Religiosität im KZ. Warum reden Sie nicht davon?
Ich kann Ihnen sagen warum:
Weil nach den Dogmen des Zionismus nur die Juden den Holocaust und Auschwitz erlebten. Es ist der Alleinvertretungsanspruch auf Verfolgung, der erhoben wird.
Warum macht man das?
Um h e u t e Israels Vorgehen zu rechtfertigen, um die illegale Besetzung fremder Territorien zu rechtfertigen und um von Israels Verbrechen abzulenken. Es ist die ideologische Flanke einer Besatzungsmacht.
Aber immer mehr Menschen durchschauen dies.
Der jüdische Schriftsteller und Historiker Ilan Pappe beschreibt diese Art zionistischer Propaganda in seinem Buch: ‘Die ethnischen Säuberungen in Palästina’.
Er schreibt dort, dass immer dann wenn die zionistischen Terroreinheiten (Stern, Irgun, Haganah) wieder ein Massaker in einem palästinensischen Dorf angerichtet hatten, sei es in Deir Yassin oder woanders (insgesamt waren es 34) oder wenn sie wieder den Stadtteil, wo Palästineser lebten, unter Beschuss genommen hatten, um die Menschen aus den Häusern zu vertreiben und ihnen Widerstand entgegenschlug, sie nach der Methode ‘shoot and cry’ vorgingen.
Erst schießen und dann herumlamentieren und kreischen: ‘Was haben sie uns angetan!! Wir sind doch die Opfer, wir schießen doch nur zurück!’
„Nie kämpft er sachlich, sondern stets persönlich. Seine stärksten Argumente sind die Beschimpfung des Gegners, die Verdächtigung seiner Motive…“
(Berliner Juden gegen den Zionismus, 1913).
Wenn ein jüdischer Richter namens Goldstone einen Bericht über die Verbrechen der IDF in Gaza verfasst und diese Verbrechen konkret benennt, wie zum Beispiel den Einsatz von weißem Phoshor gegen palästinensische Krankenhäuser (inzwischen hat man es zugegeben!) oder den Mord an Sanitätern, die Verletzten zu Hilfe eilten (all dies ist konkret nachgewiesen), dann machen sie wieder einen Aufstand und schreien:
„Unausgewogen – was war mit der Hamas, was war mit dem Raketenterror der Hamas. Hamas ist Schuld, Hamas ist Schuld!!!!“
Dabei hat jener Goldstone in seinem Bericht auch die Hamas kritisiert, sie sogar der Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.
Sie machen es so ähnlich: ‘Der beleidigt mich, der hetzt, der unterstellt, foul foul! Kreisch kreisch!
MIr können Sie nichts vormachen, anderen vielleicht.
Jetzt dürfen Sie sich wieder beleidigt fühlen.
Februar 14, 2010 at 17:07
Liebe Frau Oezuguz
„Ausnahmsweise sind in diesem blog die Israelkritiker in der Mehrheit, da möchte er halt das Gegengewicht bilden ein Stück weit.“
Verlassen Sie sich darauf, dass Sie das gaz richtig einschätzen.
„Was mir aber doch auffällt, werte(r) schneeflocke:“
Auch dazu nehme ich gern Stellung, bzw. können wir das alles auf den Tisch packen und ausklambüdern. Bevor Sie aber nicht auf die Geschehnisse rund um den Mufti von Jerusalem, bzw. auf die beiden Links eingehen, kann oder möchte ich nicht weitergehen.
Dafür sind diese Aspekte zu wichtig, um zu einer ausgewogenen Gesamtbeurteilung zu kommen.
Möge Gott Ihre Schritte lenken
Februar 14, 2010 at 17:09
p.s. Ohne Ihnen zu Nahe treten zu wollen, Frau Oezoguz, waren meine Zeilen hier ja an Schnehen gerichtet und auch auf seine Antwort diesbezüglich bin ich mehr als gespannt und auch ob er es schafft, einmal mehr als Unterstellungen und Beleidigungen an mich zu senden.
Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht auch über jede Anregung von Ihnen freuen würde
Februar 15, 2010 at 10:35
Werte(r) Schneeflocke,
ich finde es schon etwas – sagen wir seltsam – wenn Sie mir jetzt Vorschriften machen wollen, auf was ich antworten „darf“, bzw. auf was ich eingehen muss Ihrer Meinung nach. Vielleicht merken Sie explizit an, dass Sie nur von bestimmten Usern eine Antwort wünschen, und da nützt auch kein Zwinkersmiley.
Was soll ich zu diesem Mufti da sagen? Dass das jetzt ein Beweis dafür ist, wie antisemitisch doch die Araber sind, und deswegen den Zionismus „verdient“ haben? Selbst wenn er schlimmer als Hitler , Stalin und Pol Pot zusammen gewesen wäre, rechtfertigt das in keinster Weise die Verbrechen Israels!
Der Tagesschau-link ist Propaganda vom Feinsten.
Februar 15, 2010 at 12:15
@schneeflocke
Na, schon wieder in der Opferrolle?
Februar 15, 2010 at 23:01
Danke, keine weiteren Fragen
Februar 15, 2010 at 23:44
„@schneeflocke
Na, schon wieder in der Opferrolle?“
Opfer? Ist das nicht eines der Lieblingswörter einer bestimmten Migrantengruppierung gegenüber den Kartoffeln?
Sie sprechen deren Sprache schon richtig gut, da werden Sie es vielleicht noch weit bringen