Bürgerprotest erfolgreich – ein Vorbild für uns!
In Island tut sich erstaunliches: Das Finanzdiktat des anglo-holländischen Finanzkapitals auf Rückzahlung der Schulden aus der Bankenkrise wird einer Volksabstimmung unterworfen! Eigentlich hatte das Parlament das Knebeldiktat am 30.12.2009 angenommen. Aber der Präsident verweigerte am 5. Januar die Unterschrift und setzt nun ein Referendum an! Bravo! Courage wurde dem Mann gemacht, weil in einer Petition 23 Prozent der Stimmbürger des Landes eine Petition gegen das Diktat unterschrieben. Dagegen wollte der Präsident nicht vorgehen.
Island zeigt, was möglich ist, wenn Bürger zusammenstehen – auch gegen die Parteien. Was war geschehen? Nach monatelangen Demonstrationen gegen die Finanzgangster stürzte die konservative Regierung im Frühjahr 2009. Aus Neuwahlen gingen Sozis und die Links-grüne Allianz als Sieger hervor. Diese Verräter hatten nichts besseres zu tun, als bei der EU um Mitgliedschaft anzubetteln – also die Räuber auch noch zu belohnen. Die Links-grüne Bewegung hatte bei den Wahlen mit 21,7 Prozenz ein Rekordergebnis erziuelt, weil sie vorher immer EU-ablehnend gewesen war. Sie hatten auch die schöne Idee, Island durch eine Währungsunion mit Norwegen (nicht EU-Staat!) zu retten. Doch nach den Wahlen wurde Links-grün eingekauft. Eine Schande! Alles schien verloren! Kommt das britisch-holländische Finanzdiktat durch, muss jeder Bürger bis 2020 jährlich 30.000 US-Dollar an Tilgung und Zins an das Finanzkapital in London und Den Haag/Amsterdam zahlen!!
Und nun diese Wende! Möglich wurde sie durch eine kleine Bürgergruppe namens “Die Bewegung”, die über die Proteste 2008/2009 stark geworden war und derzeit gerade drei Abgeordnete im Parlament hat. Frontfrau Brigitta Jonsdottir hat ihre Ansichten in einem Appell “An die Völker der Welt zur Unterstützung Islands” kunjdgetan, den man auf http://tarpley.net nachlesen kann.
Wann das Referendum angesetzt wird und wie “Die Bewegung” strukturiert ist – keine Ahnung! Aber muss schnell in Erfahrung gebracht werden, denn dieser Volkswiderstand ist vorbildlich für das, was die Volksinitiative auch in Deutschland vorhat.
Weitere Informationen jetzt aus einem Artikel von Bruno Bandulet, der in Zeit-Fragen.ch nachgedruckt wurde.
(Nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers und der beginnenden Bankenpleite in Island, Oktober 2008) Die Federal Reserve, die Bank of England und die EZB liessen die Isländer im Regen stehen. Nicht nur das, die britische Finanzaufsicht konfiszierte das dortige Einlagengeschäft von Kaupthing und trieb deren Tochter Singer&Friedländer, die noch im September geradezu in Geld geschwommen war, in den Bankrott. Andere isländische Vermögenswerte wurden von der Regierung Brown auf der Grundlage des Antiterrorgesetzes von 2001 eingefroren, und ebenfalls am 8. Oktober liess Premierminister Gordon Brown sogar die Isländische Zentralbank und das isländische Finanzministerium auf dieselbe Terrorliste setzen, auf der bereits al-Kaida und die Taliban standen. Der Ruf Londons als Bastion der Rechtssicherheit ist seitdem schwer angeschlagen. Gordon Brown erklärte das Land gleich auch noch für «bankrott», was heute ebenso wenig stimmt wie damals.
Die Regierung in Reykjavik bedient ihre Schulden nach wie vor, sie sind allerdings im Zuge der Krise explosiv gestiegen und werden aus jetziger Sicht bis 2010 einen Höchststand von 140% des BIP erreichen. Davon entfällt schätzungsweise jeweils die Hälfte auf Isländische Kronen und auf Devisen. Auf Drängen Londons versucht die EU mit brutalem Druck, die isländische Regierung und damit ihre Steuerzahler für die Schulden der Banken in einem Ausmass haftbar zu machen, das kein anderer souveräner Staat akzeptieren würde. Vergleiche mit dem Diktat von Versailles und seinen finanziellen Folgen sind nicht zu weit hergeholt. An den Isländern soll offenbar ein Exempel statuiert werden – eine ganze Generation würde finanziell versklavt.









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Wenn sogar die nordischen Isländer heißblütioger werden als die Deutchen erinner ich mich immer an ein Zitat von J. W. Stalin: “In Deutschland kann es keine Revolution geben, weil die Leute dafür den Rasen vor dem Parlament betreten müßten” (oder so ähnlich)