Daimler-Bosse wollen C-Klasse in den USA produzieren
Die Daimler-Bosse wollen die Produktion des meistgekauften Modells, der C-Klasse, in die USA auslagern. Dort sind die Löhne billiger. Vor allem: Mit dem absehbren weiteren Absinken des Dollarkurses wird der Export aus Deutschland (auf Euro-Basis) zu teuer. Eine idiotische Rechnung: Wenn der Dollar kollabiert, werden sowies alle Kurse Achterbahn fahren. Nichts ist dann mehr prognostizierbar. Für eine kriminelle Währungsspekulation opfern die Nadelstreifen-Nieten tausende Jobs im Großraum Stuttgart – die bestqualifizierten Teile der Arbeiterklasse werden auf die Straße geworfen, die weitstentwickelte Fertigungstechnik wird liquidiert.
Die vaterlandslosen Gesellen sind die Großkapitalisten. Demgegenüber haben die Arbeiter ein Interesse an Nation und Nationalstaat. Wie ich in einem meiner letzten Bücher (“Nationalstaat und Globalisierung”) schrieb:
“Mein Plädoyer für den Nationalstaat halte ich also nicht, weil ich Nationalist, sondern weil ich Demokrat bin. Ich beschwöre auch nicht, wie einst die Krupps, das gemeinsame Boot, um die Krauses schneller rudern zu lassen – sondern weil ich weiß, daß ohne dieses Boot die Krauses ersaufen, während die Krupps ohne Probleme auf ein anderes umsteigen. Während für das große Kapital der Nationalstaat ein lästiger Kostenfaktor geworden ist, bietet er für die mittleren und unteren Klassen mehr Schutz und mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten als jede andere gesellschaftliche Organisationsform. Verteidigung der demokratischen und sozialen Republik oder deren Auflösung im postdemokratischen und neoliberalen Ultraimperialismus – so steht die Frage zu Anfang des 21. Jahrhunderts.“
(Ab heute bin ich auf einer geopolitischen Konferenz in Moskau. Bis zum Wochenende könnte es bei der Aktualisierung des blogs zu Unregelmäßigkeiten kommen).









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d’accord Herr Elsässer!
Das habe ich schon während meines DDR-Lebens im Staatsbürgerkundeunterricht oder beim Physik-Studium im Studienfach “Marxismus/Leninismus” gelernt und verstanden: “Das Kapital ist wie ein scheues Reh.” – wenn die Aussicht auf Profit nicht mehr hoch genug erscheint, flüchtet es in andere verheißungsvollere Gebiete. Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste! Dumm nur, dass diese Einsicht immer noch nicht bei der Masse der Bürger in diesem Lande angekommen ist und keine Konsequenzen gezogen werden. Es scheint den meisten noch zu gut zu gehen.