“Neues Deutschland” contra Volksinitiative

Rechtzeitig zu unserer Demonstration gegen das deutsch-israelische Kriegskabinett am 30.11. in Berlin

Die Tageszeitung “Neues Deutschland”, mein Brötchengeber bis Januar 2009, hat in ihrer heutigen Ausgabe ein längeres Stück gegen die “Volksinitiative” veröffentlicht. Desinformation pur – in einigen Punkten sogar gegendarstellungsfähig. Interessanter als der Inhalt ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Warum gerade jetzt? Der Artikel kommt als Bilanz der Volksinitiative “ein Jahr nach ihrer Gründung” daher. Doch die Gründungsveranstaltung der VI war am 10. Januar 2009. Der Artikel ist also sieben Wochen zu früh. Aber er kommt gerade rechtzeitig zu einer Aktion, die am Anfang gleich attackiert wird: Die Volksinitiative veranstaltet zusammen mit “Neuer Mitte” und Quds-AG eine Protestdemonstration gegen die Sitzung des deutsch-israelischen Kriegskabinetts am kommenden Montag (30.11.) in Berlin (Beginn 11 Uhr; weitere Details morgen auf diesem blog). Soll die Polemik das ND-Publikum, in alter DDR-Tradition durchaus kritisch gegenüber der israelischen Kriegspolitik eingestellt, im Vorfeld von der Teilnahme abschrecken, indem die Volksinitiative als einer der Organisatoren diffamiert wird? Lesen Sie selbst:

Politische Sackgasse

Ein Jahr nach Gründung bewegt sich Elsässers »Volksinitiative« in einem unappetitlichen Milieu

Von Carsten Hübner

Die »Volksinitiative« steckt bereits ein Jahr nach ihren ersten Gehversuchen in einer politischen Sackgasse. Statt in der Mitte der Gesellschaft tummelt sich ihr Wortführer Jürgen Elsässer mittlerweile in einem unappetitlichen Milieu von Verschwörungstheoretikern, Islamisten und extrem Rechter. Mit dem proklamierten »Bündnis von Gauweiler bis Lafontaine« hat das ebenso wenig zu tun wie mit dem Anspruch der kaum mehr als zwei Dutzend Mitglieder aus verschiedenen linken Strömungen, Begriffe wie Volk und Nation wieder ins Zentrum der Politik rücken zu wollen. Wenn am 30. November gegen die gemeinsame Sitzung des deutschen und des israelischen Kabinetts in Berlin protestiert wird, dann ist neben den Islamisten der pro-iranischen »Quds-Arbeitsgruppe« auch Jürgen Elsässer mittenmang. Die Beteiligung der »Volksinitiative« an der Demonstration hält er für »ein Muss«. Auf seinem Internet-Blog will er sich an der Mobilisierung beteiligen. Dass es dabei nur vordergründig um deutsche Waffenexporte geht, liegt zumindest nahe. Denn die fragwürdige Kooperation hat inzwischen Tradition.

Erst Ende Oktober sprach ein Vertreter der Quds-AG auf Einladung des Homilius-Verlages bei der Präsentation des Buches »Iran – Fakten gegen westliche Propaganda«, das von Elsässer herausgegeben wurde. Dort bezeichnete er es als Aufgabe »eines jeden Menschen, der sich eine bessere Welt wünscht«, die iranische Republik »vor jeglichem Angriff zu schützen«. Ajatollah Khomeini, der nach der Flucht des Schahs im Jahre 1979 mehrere Tausend Anhänger der kommunistischen Tudeh-Partei als Spione der Sowjetunion inhaftieren und hinrichten ließ, sei »ein Mann Gottes« gewesen, so der Sprecher der Quds-AG.

(…)

Den Vorwurf, er habe das Lager gewechselt oder betreibe zumindest eine Querfrontstrategie, bei der die Trennschärfe zur extremen Rechten verloren gegangen sei, kontert er dennoch regelmäßig mit dem Verweis, mit der NPD nichts zu tun haben zu wollen. »Kaum sagt man ein kluges Wort, und schon gilt man als Nationalist«, sei das Raster seiner Kritiker. Doch längst argumentiert Elsässer nicht mehr wie einer, der mit seiner »Volksinitiative« ein Bündnis von Lafontaine bis Gauweiler befördern will, sondern wie ein ausgemachter Reaktionär. Bei der Political Correctness handele es sich »um ein amorphes System von Denkverboten, um die hysterische und stupide Warnung vor der Wiederholung der Vergangenheit in deutscher Prägung« und ohne Kollektive wie »Nation, Staat, Religion oder Familie« sei der Widerstand gegen das transnational organisierte Kapital zum Scheitern verurteilt.

Dass diese Kollektive einem Reinheitsgebot unterliegen, versteht sich von selbst. Zum Adoptionsrecht für Homosexuelle etwa ließ er wissen: »Was im Augenblick läuft, sind nicht Maßnahmen gegen Schwulendiskriminierung, sondern Maßnahmen zur Zerstörung der Familie.« Kinder bräuchten Bezugspersonen mit polaren Geschlechtermerkmalen. »Wenn aber Leute ›Mamma und Papa‹ spielen, die selbst keine gefestigte Geschlechtsidentität haben, werden die Heranwachsenden in ein sexuelles und seelisches Chaos gestürzt«, warnt Elsässer.

Weiterlesen hier.


  1. Lutz Dorawa

    Weiter so “Neues Deutschland”!

    Je mehr Ihr über die Volksinitiative und Jürgen Elsässer publiziert, desto bekannter werden wir.

    Je bekannter wir werden, desto größer werden die Möglichkeiten für Euch, die Menschen hinter der Volksinitiative kennen zu lernen. Um so größer wird die Freude sein, Bild um Bild revidiert zu sehen.

    Reflexhaftes Beissen sieht anders aus, es werden die ersten Herbststürme aufziehen, wer schon mehrere Stürme erlebt und überlebt hat, wird für diesen Artikel ein leichtes Lächeln überhaben. Der Wind wird schärfer, auch für die Gegenseite. Hier muß gedankliche Überzeugungsarbeit geleistet werden, Kritiker müssen sich mit Gegenkritikern zusammensetzen.

    Wegen Zeitmangel…der eingeschlagene Weg der Volksinitiative ist richtig, Jürgen! Weiter so!!

    Lafontaine…der liegt mir politisch ein wenig quer im Magen. Auf eine baldige Genesung!

  2. Argus

    “leave me alone – U have just proved that -
    most people keep their brains between their legs!”
    wußte schon Steve Morrissey vor Jahren.
    Was das ND da fabriziert hat, ist das Quieken der getroffenen Schw**ne, muß im Zusammenhang mit dem Artikel über Lafontaine und seine innerparteilichen Gegner stehen.
    Zitat ND »Was im Augenblick läuft, sind nicht Maßnahmen gegen Schwulendiskriminierung, sondern Maßnahmen zur Zerstörung der Familie.« Elsässer schwulenfeindlich? Das ist unhaltbar – ehemalige Kollegen und Vorgesetzte wissen es besser. Wer sich so reinkniet wie JE gestern, die Mechanismen des SpOn, und was für Beachtung auch der im Küchenkabinet genießt, so den Schlamm in die Wunden der Hintermänner dieser Kampagne wider Lafontaine reibt, findet natürlich Beachtung, wenn auch keine wohlwollende.
    Gute Besserung Oskar!

  3. “Soll die Polemik das ND-Publikum, in alter DDR-Tradition durchaus kritisch gegenüber der israelischen Kriegspolitik eingestellt, im Vorfeld von der Teilnahme abschrecken, indem die Volksinitiative als einer der Organisatoren diffamiert wird? ”

    Das Fragezeichen erübrigt sich da wohl…genau das soll dieser Rundumschlag bewirken, das ist mehr als durchschaubar. Alles, was irgendwie dem Mainstream, auch dem linken, gegen den Strich geht, soll wahlweise als rechtsextrem, nationalistisch oder gar “reaktionär” (Familie) diffamiert werden. Nicht zu vergessen auch neuerdings “islamistisch”, wegem der Quds-AG.

  4. marc

    Zu den Gründern der Volksinitiative gehören doch auch Linke, z.B. Peter Feist von der Marxistischen Initiative.
    Warum hört man von denen nichts zu diesen Vorwürfen wie im “Neuen Deutschland”, immer nur von Jürgen Elsässer?
    Warum gibt es von der Volksinitiative keine kollektiven Erklärungen, sondern eigentlich nur individuelle Artikel und Stellungnahmen?
    Warum macht die Volksinitiative nicht mal eine Erklärung mit anderen Linken zu diesen Querfront-Vorwürfen und zu den Hintergründen?
    Warum nutzt die Volksinitiative nicht linke Medien, um eine konstruktive Debatte voran zu treiben? Z.B. auch, um Aktionen/Demonstrationen anzukündigen und zu organisieren.
    Fragen über Fragen, die auf Defizite hinweisen, die dem politischen Gegner viel Raum für seine Propaganda überlassen.

  5. @marc: Ich möchte das linke Medium sehen, das das zulassen würde. Die haben doch Elsässer allesamt “ausgesperrt”. Die VI wird da geradezu als Tabuthema behandelt, bzw. überhaupt nicht.

  6. robert

    Ich möchte nicht wissen, wieviel Braune am Kriegsende im Osten ganz schnell rot wurden.
    Der Schwarze Kanal und Neues Deutschland hätten Goebels wahre Freude bereitet. Doch im Ernst, die Holocaust-Keule würde keiner der in den KZ vernichteten Juden in die Hand nehmen. Aber alle ducken sich bis hin zu den sog. Linken. Die alten Schablonen passen nicht mehr. Eine Mauer bleibt Mauer, ob in Berlin oder in Jerusalem. Unrecht bleibt Unrecht, ob gegenüber Juden oder gegenüber Palestinesern.
    Zur Familie ist zu sagen, dass es vor nicht all zu langer Zeit Teil der antikommunistischen Propanda war, der Kommunismus zerstöre die Familie: Ist von der Leyen Kommunistin geworden. Das Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein entsteht in einer intakten Familie, gesunde Familien sind die Keimzelle eines gesunden Gesellschaft. Von der Leyen propagiert und praktiziert die (dem Kommunismus angelastete) Vergesellschaftung der Erziehung.
    Die Puzzleteile der NWO ist zahlreich und vielfältig, in allen Lebensbereichen. Den Neonazis arbeiten diejenigen in die Hände, die vernünftige Auffassungen und Rechte in einen Topf schmeißen, nicht diejenigen die vernünftige Auffassungen vertreten. Und im übrigen rekrutieren sich die Rechten aus dem wachsenden Reservoir Jugendlicher, die von Familie und Gesellschaft allein gelassen werden. Ich hoffe, dass endlich eine breite Debatte des ganzen Volkes sich entwickelt jenseits der alten Schubladen, und der Ruf:
    “Wir sind das Volk” erneut einen machtvollen Sinn erhält. In diesem Sinne wünsche ich der Volksinitiative Erfolg.

  7. Jungkonservativer

    Ein bessere Werbung für Elsässer hätte trotz der unterstelungen Altes Deutschland gar nicht machen können.

    Weiter so!

  8. Moonwalker

    Sind die weichgespülten ND-Leute denn jetzt völlig bekloppt? Anstatt sich zu freuen, dass sich links etwas tut und auf die Straße geht, wird palavert und diffamiert! Ich muss meiner Schwiegermutter wohl doch schleunigst das ND-Abo ausreden – diese Zeitung hat es nicht verdient zu überleben! Wie verhält sich eigentlich die “Junge Welt”?

  9. @marc
    Wieso sollte sich die VI durch die sattsam bekannten linken Mainstreammedien wieder in irgendeine altbekannte Schublade stecken lassen, in dem sie dort publiziert? Und vor allem: Wollen diese überhaupt etwas mit der VI und JE zu tun haben? Wohl kaum! Schließlich weicht die VI von ihrer altbekannten Doktrin ab, dagegen wehren diese sich verbissen.

    Ein solcher Rundumschlag zeigt nur wie verzweifelt das ND bzw. dessen Umfeld ist. Nur weil einer aus der orthodoxen Ideologie gewisser marxistischer, sich links gebender Kreise ausschert wird er auf einem medialen Scheiterhaufen verbrannt! Ist das deren Demokratieverständnis? Na dann kann es ja Heiter werden wenn diese “Demokraten” eines Tages uns regieren wollen!

    Ich denke diese Anfeindungen sollten eher als Ansporn gesehen werden genau auf diesem Weg weiterzumachen. Wie will man den die alten Denkschranken und die PC überwinden wenn man sich von deren Erfindern und Wächtern eingrenzen lässt auf eine bestimmte politische Nische? Garnicht, genau! Und das dürfte auch der tiefere Grund für diese Attacken sein.

    Mal abgesehen von den vielen bezahlten Lohnschreibern die schlichtweg das tun was von ihnen verlangt wird. Ohne dabei mal selber nach zu denken……

  10. Sixty

    Ein weiteres Anzeichen dafür, wie sehr die Linkspartei und ihr politisches Umfeld sich dem Fetisch der “Political Correctness” hingeben. Die können es offensichtlich gar nicht mehr abwarten, sich ins “rot-rot-grüne” Regierungsbett zu begeben, und sind schon jetzt immer stärker bereit, den dafür geforderten Preis zu bezahlen (der natürlich auf Bundesebene sehr viel höher sein wird als auf Landesebene).
    So wie ich ihn bisher wahrgenommen habe, vertritt allerdings auch Lafontaine diese Option, denn er ist, ohne ihm zu nahe treten zu wollen, auch (immer schon) sehr “machtbewußt”.

  11. “Mal abgesehen von den vielen bezahlten Lohnschreibern die schlichtweg das tun was von ihnen verlangt wird. Ohne dabei mal selber nach zu denken…”

    Wer selber denkt, dem geht es wie J. Elsässer. Denn gerade damit dürfte es beim Autor nicht so weit her sein, sonst wäre ihm nämlich ein gravierender Widerspruch in der Argumentation aufgefallen,falls man das “Argumentation” nennen kann.

    Einerseits prangert er an, dass J. Elsässer mal was Gutes über Prof. Schachtschneider gesagt hat, dem er übelnimmt, dass er seinerseits bei der islamophoben Gruppierung “Pro Köln” referiert hat. Andererseits meckert er, dass J. Elsässer zusammen mit einer “islamistischen” Vereinigung, der Quds-AG, eine Demonstration veranstaltet. Ja was denn nun?
    ND schwer verwirrt….

  12. me.

    Is noch Platz auf’m Scheiterhaufen :)

    “Reißen wir den Heuchlern per Excellenz die Maske vom Gesicht!!”

    Stellungnahme zum Militärmanöver des Irans

    “In ihrer neuen NATO-Strategie vom April 1999, in Washington angenommen, wurde mit einem Federstrich der NATO-Vertrag zwischen den Mitgliedstaaten von 1949 selbst, der sich ausdrücklich auf die Einhaltung der Prinzipien der UNO-Charta, also der Gewaltlosigkeit in den gegenseitigen Staatenbeziehungen, verpflichtete, zunichte gemacht. Nicht mehr die Verteidigung der eigenen Grenzen der Mitgliedstaaten, nein, der Ersteinsatz von Atomwaffen auch gegen nicht Kernwaffen besitzende Staaten in der ganzen Welt wurde nun als neue NATO-Strategie angenommen und verabschiedet.”

    IRNA – Islamic Republic News Agency, 22.11.2009
    Übersetzung aus dem Französischen von Dr. Hans-Jürgen Falkenhagen
    mit einer Stellungnahme von Dr. Hans-Jürgen Falkenhagen und Brigitte Queck

    grüsse

    Quelle:
    http://www.schattenblick.de/infopool/politik/ausland/panah572.html

  13. chüblädälärii

    End The Arab Occupation of jews Land!!!!
    Waffen für israel!!!!
    Elsässer uf`d frässi und sinä Bolschewistischä
    SA!!

  14. Der Beitrag in Neues Deutschland ist so viel Aufmerksamkeit nicht wert. Die Antwort darauf werden wir am 30.Nov. vor dem Kanzleramt dem Netanyahu geben zwar ziemlich laut! Mit ND sowie den zionistischen Frontorganisationen brauchen wir uns nicht zu beschäftigen. Das sind nur Kanonenfutter und wir müssen das Kommandozentrale attackieren. Am Montag wird der nächster Krieg im Nahen Osten geplant und die Höhe der finanziellen Beteiligung Deutschlands festgelegt. Wer für den Frieden ist soll es wissen, dass man sich dafür nicht auf dem Couch im Wohnzimmer einsetzen kann. Also lasst den Unsinn mit dem ND und kümmert euch um die Zukunft unserer Welt, die nicht von der globalen Ungerechtigkeit bestimmt werden darf. Seit 1981 haben wir jährlich eine Demonstration gegen die Verbrechen Israels und Leute von ND haben wir dabei nicht gesehen, es sei denn mit einem “B” davor!

  15. me.

    @ chüblädälärii
    Regel dich mal runter und gib hier nicht den McCarthy ;(

    I] http://www.youtube.com/watch?v=zmtCEHFGbhk

    II] http://www.youtube.com/watch?v=TlhwbdzalV4

    grüsse

    ( I] = Videokunst vom Feinsten )

    Wo ist eigentlich “Syd Barret” hin ?

  16. Ingo

    Mit diesen Ausgrenzungsstrategien und der ständigen unsachlichen Polemisiererei gegen Jürgen Elsässer stellt sich die heutige etablierte “Linke” doch nur selbst ein politisches und intellektuelles Armutszeugnis aus. Mehr ist dazu wirklich nicht mehr zu sagen!

  17. me.

    Psst… ND. Das ist jetzt ne Verschwörungstheorie von einem ganz bekannten Verschwörungstheoretiker.
    (Fast so bekannt wie Freeman oder J.E)

    Mittwoch, 25. November 2009

    Paul Craig Roberts war stellvertretender Finanzminister in der Regierung Reagan.

    Er ist Verfasser von „Supply-Side Revolution: An Insider‘s Account of Policymaking in Washington“ (Revolution der Anbieterseite:
    Bericht eines Insiders über Politik in Washington),

    von „Alienation and the Soviet Economy“ (Entfremdung und die sowjetische Wirtschaft) und von „Meltdown: Inside the Soviet Economy“ (Kernschmelze: Innenansicht der sowjetischen Wirtschaft),

    sowie gemeinsam mit Lawrence M. Stratton von „The Tyranny of Good Intentions: How Prosecutors and Bureaucrats Are Trampling the Constitution in the Name of Justice“ (Tyrannei der guten Absichten: Wie Strafverfolger und Bürokraten die Verfassung im Namen der Gerechtigkeit mit Füßen treten).

    Er war Co-Redakteur der Kommentarseite des Wall Street Journal und Mitherausgeber der National Review.

    Paul Craig Roberts sagt:

    “Mohammed wurde behandelt wie ein Gefangener von Hitlers Gestapo oder Stalins KGB. Und jetzt sind wir dabei, ihn in einem Schauprozess fertig zu machen.”
    (….)
    “Hitler brauchte seine Zeit, um die deutschen Gerichte zu korrumpieren. Hitler musste zuerst neue Gerichte einrichten, wie Präsident George W. Bushs Militärtribunale, die keine Beweise brauchten, denen statt Beweisen Gerüchte, geheime Beschuldigungen und durch Folter erreichte Geständnisse genügten.”
    (…)
    “Jeder Amerikaner sollte darüber beunruhigt sein, dass die Administration Obama beschlossen hat, Mohammeds Gerichtsverfahren für die endgültige Korrumpierung des amerikanischen Justizsystems zu verwenden. Wenn das Gerichtsverfahren gegen Mohammed vorbei ist, wird ein amerikanischer Joe Stalin oder Adolf Hitler in der Lage sein, Amerikas Gründungsväter wegen Hochverrat und Terrorismus zu verurteilen. Niemand wird sicher sein.”

    http://principiis-obsta.blogspot.com/2009/11/ein-prozess-der-uns-alle-schuldig.html

    rofl

  18. @Quds-AG: Das ist schon richtig, nur dient der Artikel dazu, alle potentiellen Teilnehmer, die ebenfalls mit dieser deutsch- israelischen Regierungssitzung alles andere als einverstanden sind, davon abzuschrecken. Wer will schon mit Rechten zusammen was machen?

  19. Es ist irgendwie bezeichnend für die Herrscherkaste und dessen Handlangern in den Mainstreammedien das jeder der sich halbwegs vernünftig zu gewissen politischen Sachverhalten äußert und sich darüber hinaus auch noch gegen die Globalisierung stellt, ja sogar den One-World Wahn der globalen Elite ablehnt, umgehend als Antisemit, Rechtsextremist und Menschenfeind schlechthin gebrandmarkt wird! Also ob die Globalisierungsfanatiker und Finanzkapital Marionetten alles Menschenfreunde in Reinkultur wären! Das ist psychologische Kriegsführung und völlige Verdrehung der Tatsachen in Vollendung! Das sich gerade die orthodoxe Mainstreamlinke so hysterisch über JE und die VI “erregt” ist beinahe komisch, wenn die Thematik doch nicht so bitter ernst wäre….

  20. me.

    Campo Antiimperialista

    Demonstration am Montag, 30.11. 2009 in Berlin
    Beginn: 11 Uhr
    Treffpunkt: [wird morgen bekannt gegeben]

    Israel Kriegsschiffe schenken? Nein Danke! PDF Print E-mail
    Wednesday, 25 November 2009
    Gegen Merkels Hilfe für Israels Aggressionspolitik!
    Am 30. November findet in Berlin eine gemeinsame Sitzung der Bundesregierung mit dem israelischen Kabinett statt.
    Israels Regierung hat allein im Sommer 2006 und zum Jahreswechsel 2008/09 schwerste Kriegsverbrechen im Libanon und Gazastreifen verübt. Jeder Krieg forderte weit über 1000 Tote, davon mindestens ein Drittel Kinder und Jugendliche. Israel setzte unter Anderem weißen Phosphor ein und griff eindeutig zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen und UN-Gebäude an.
    Damit nicht genug, findet derzeit ein massiver Ausbau der illegalen Siedlungen unter gleichzeitiger Vertreibung der arabischen Bevölkerung aus Ostjerusalem statt.
    Gegen den Iran und Libanon droht die israelische Regierung in letzter Zeit immer schärfer mit neuen Kriegen.

    Und nun lädt die Bundesregierung die Verantwortlichen nach Berlin zu einer gemeinsamen Sitzung ein – damit nicht genug, fordert Israel Deutschland auf, ihm zwei hochmoderne Kriegsschiffe zu schenken!
    In der Vergangenheit zahlte der deutsche Steuerzahler bereits mit 300 Millionen Euro für drei U-Boote, die atomar bestückbar sind und den Israelis zur Jahrtausendwende geschenkt wurden.

    Um den Missbrauch deutscher Steuergelder für die Anheizung der Kriege in der Region zu beenden und für einen gerechten Frieden einzutreten fordern wir:

    - Schluss mit der deutschen Unterstützung für die israelische Kriegs- und Aggressionspolitik!
    - Keine Waffengeschenke und -exporte an Israel!
    - Abbruch der diplomatischen Kontakte, solange Israel das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser nicht anerkennt!

    Frieden in Nahost ist nur auf der Basis von Gerechtigkeit und gleiche Rechte für alle möglich. Solange den Palästinensern das Selbstbestimmungsrecht verweigert wird, haben sie allen Grund und alle Legitimität Widerstand gegen den israelischen Kolonialismus zu leisten. Wenn zwei Völker das gleiche Territorium beanspruchen, gibt es nur eine gerechte Lösung: ein demokratischer Staat für alle!

    Initiativ e.V. Duisburg
    Antiimperialistische Koordination

    http://www.antiimperialista.org/content/view/6363/52/

    mit ebensolchen grüsse

  21. Linkspatriot

    Die Gutmenschen-Linke im Dunstkreis von Linkspartei, ND, JW, konkret oder taz sollte sich selbst mal fragen, wer heutzutage eine authentische, konsequent antiimperialistische Generallinie verfolgt. Nicht die o.g. Pseudo-Linken, welche für sich den Alleinvertretungsanspruch einer progressiven Weltanschuung erheben, stehen für einen zukunftsträchtigen Kurs, sondern die flexiblen, modernen, auf die heutige Lage angepassten Vorstellungen und Handlungen z.B. einer Volksinitiative. Wer in ewiger Eindimensionalität als Nenner nur die verstaubte Vostellung des “Antifaschismus” vor sich her trägt, befindet sich im Gestern. Im Heute stehen aber die, welche den neuen Faschismus im Gewande anderer gewisser Kreise erkennen und dadurch ihr Anti- als realistische Opposition definieren. Wie übrigens die Mainstream-Linke tickt, dürfte auch brandaktuell daran zu erkennen sein, wie man das Treffen in dieser Woche zwischen Ahmadinedschad und Chavez in Caracas bewertet. Sicherlich nicht einhellig positiv! Doch wurde dort konsequent der Imperialismus gegeißelt, so dass sich hier auch wieder der Kreis zum Thema der Demo am 30.11. schließt. Zu dem Treffen in Venezuela sollte die VI sich auch zu Wort melden. Mögen sich zur Demo möglichst viele Leute einfinden…

  22. @me
    isch ja güet.
    Dä Israelis chriegsschiff schänkä?Aber ja !!

  23. Moonwalker

    Dem alten schwäbischen Störenfried “chüblädälärii” gehört endlich mal ganz gewaltig eine auf’s Maul, gelle? Sei doch mal konstruktiv Du alter Sack! Und vor allem rede/schreibe mal Hochdeutsch!

  24. Antizensor

    Warum engagiert sich die Linkspartei gegen den Afghanistan- Krieg, schweigt jedoch beharrlich, wenn es gilt die grausamen Kriegsverbrechen Israels im Januar 2009 in Gaza zu verurteilen?

    Warum protestiert die Linkspartei nicht gegen
    Mauer und Apartheit des Besatzerstaates in Nahost?

    Warum laviert die Linkspartei bei diesem Thema?

    Sind Menschenrechte für diese Partei etwa teilbar?

    Was denken die Parteimitglieder wirklich?

    Darf man Verbrechen Verbrechen nennen?

    Fragen über Fragen…

    Die Partei Die Linke sollte sich schleunigst einen Standpunkt erarbeiten.

    P.S.
    Im Denunzieren, Weglassen, Verfälschen und
    Ausgrenzen der Meinung Andersdenkender
    marschiert das ND inzwischen im Gleichschritt mit dem Mainstream.

  25. @Antizensor:

    Genau diese Fragen würde ich denen gern mal stellen. Auch wenn die Linke ja schon ihren Standpunkt bezüglich Afghanistan gewaltig in Richtung Mainstream “korrigiert” hat.

    “Im Denunzieren, Weglassen, Verfälschen und
    Ausgrenzen der Meinung Andersdenkender
    marschiert das ND inzwischen im Gleichschritt mit dem Mainstream.”

    So etwas nennt man “gleichgeschaltet”, wenn ich mich recht erinnere.

    Vielleicht sollte Herr Elsässer mal einen Artikel schreiben “Die gleichgeschaltete Linke” oder so in dem Stil…

  26. chüblädälärii

    @moonwalker
    Schwäbisch?Nein!
    Mir auf`s Maul?Nein!
    Alter Sack?Nein!
    Rede/Schreibe Hochdeutsch!OK

  27. @Umm Hussain schrieb:…Wer will schon mit Rechten zusammen was machen?

    Wer hat von Rechten geredet? Sei sicher, dass sie sich nicht mal in unserer Nähe blicken lassen. Aber manche Ewiggestrigen,wie bei ND, die die Ereignisse von 1979 immer noch nicht analysieren können, brauchen weitere 30 Jahre, um eventuell die heutigen Ereignisse zu verstehen! Das alles übersteigt anscheinend ihrer geistigen Kapazität. Jemanden, der schläft kannst du wecken, aber diese Sorte Linken tun nur so als wenn sie schlafen würden. Deswegen kannst du sie nie wecken.

  28. pacito

    @antizensor:
    Offenbar verstehst du die Welt nicht mehr, warum die Linkspartei nur laviert und nicht Tacheles redet.
    Der wahre Grund liegt doch darin, dass die Linkspartei das gar nicht tun kann oder darf.
    Denn dies würde den US Interessen zuwider laufen. Warum ist dies so emminent wichtig? Weil die USA immer noch die Besatzungsmacht Deutschlands sind.
    Nimm doch das doch endlich mal zur Kenntnis.

  29. Ingo

    Ich denke, man muss hier erst mal den Begriff “Linke” klären…

    Denn eigentlich ist die hiesige, sogenannte “Linke” ja schon spätestens im Jahre 1968 gestorben, und die (hart formuliert) proto – und pro-imperialistische American Freefucking Freedruging Freedom-Worshipping Freedom-”left” übernahm das antideutsche, und somit ja zwangsläufig auch militant antisowjetische bzw. antirussische und antieuropäische Zepter*..oder kurz: 1968 war nicht links, sondern die us/gb-implementierte, reaktionäre antieuropäische Gegenthese zu allen wahrhaft linken Absätzen!!

    *Lord Ismey über die Aufgabe der NATO: “to keep the Russians out, and the Germans down…” Die 68er-”Revolte” hatte ja ein sehr ähnliches Ziel…”To destabilize the Russians, and to keep France and West-Germany down for Eternity”…

  30. Samstag, den 26. Juni 2010, 13.00 bis 15.00 Uhr
    Am Potsdamer Platz
    Wir rufen zu einer Solidaritäts-Kundgebung für die Frauen und Kinder in Gaza und in ganz Palästina auf!
    Millionen Frauen und Kinder werden seit Jahren von dem zionistischen Apartheidregime in Geiselhaft genommen, getötet und verletzt. Ihnen wird die Lebensgrundlage entzogen, in dem sie in immer kleiner werdenden Gebieten eingezäunt, eingemauert und zusammengepfercht werden.
    Wasser, Nahrungsmittel und Medikamente, ja gar Schulmaterial, Bücher und Papier für die Kinder werden ebenso wenig zugelassen wie dringend benötigte Baumaterialien für die vom Militär zerstörten Häuser.
    Diese Palästinenser leben tagtäglich unter menschenunwürdigen Umständen und dürfen ihr eigenes Schicksal nicht selbst bestimmen. Etwa 11.000 ihrer Männer und Söhne, gar Kinder, befinden sich in israelischen Gefängnissen. Die Fischerei in palästinensischen Gewässern, die Landwirtschaft und die industrielle Produktion wird ihnen untersagt. Das ist eine völkerrechtswidrige, rassistische Politik, die von den USA und der EU unterstützt und mit deutschen Steuergeldern mitfinanziert wird.
    Wer die Unterdrückung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit stillschweigend hinnimmt, macht sich mitschuldig. Unsere Protestaktionen sind ein Minimum an Solidarität mit den Frauen und Kindern in Palästina. Unterstützen sie die Anti-Apartheid-Bewegung der verschiedenen islamischen und nichtislamischen Gruppen in Berlin.
    Freiheit für Palästina !
    Anti- Apartheid- Bewegung

    Frauengruppe der Quds AG

  31. Wir rufen zu einer Solidarität für die Frauen und Kinder in Gaza und in ganz Palästina auf!
    Millionen Frauen und Kinder werden seit Jahren von dem zionistischen Apartheidregime in Geiselhaft genommen, getötet und verletzt. Ihnen wird die Lebensgrundlage entzogen, in dem sie in immer kleiner werdenden Gebieten eingezäunt, eingemauert und zusammengepfercht werden.
    Wasser, Nahrungsmittel und Medikamente, ja gar Schulmaterial, Bücher und Papier für die Kinder werden ebenso wenig zugelassen wie dringend benötigte Baumaterialien für die vom Militär zerstörten Häuser.
    Diese Palästinenser leben tagtäglich unter menschenunwürdigen Umständen und dürfen ihr eigenes Schicksal nicht selbst bestimmen. Etwa 11.000 ihrer Männer und Söhne, gar Kinder, befinden sich in israelischen Gefängnissen. Die Fischerei in palästinensischen Gewässern, die Landwirtschaft und die industrielle Produktion wird ihnen untersagt. Das ist eine völkerrechtswidrige, rassistische Politik, die von den USA und der EU unterstützt und mit deutschen Steuergeldern mitfinanziert wird.
    Wer die Unterdrückung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit stillschweigend hinnimmt, macht sich mitschuldig. Unsere Protestaktionen sind ein Minimum an Solidarität mit den Frauen und Kindern in Palästina. Unterstützen sie die Anti-Apartheid-Bewegung der verschiedenen islamischen und nichtislamischen Gruppen in Berlin.

    Freiheit für Palästina !
    Anti- Apartheid- Bewegung

  32. Aufruf zur Antikriegsdemonstration zum Qudstag
    am Samstag, den 4. September 2010

    Treffpunkt: 14.30 Uhr am Adenauerplatz
    Wegstrecke ab 15.00 Uhr: über Kudamm, Joachimstaler Strasse, Kantstrasse bis Savigny-Platz (Abschlusskundgebung)

    Der Weltkrieg ist voll im Gange, was nun?

    den neuen Teil des dritten Weltkrieges gegen den Iran verhindern und die laufenden Teilkriege beenden!
    Terror und Gewalt stoppen, Vertrauen und Frieden verbreiten!
    Hass und Feindschaft bekämpfen, Vernunft sprechen lassen!
    Die kriegstreibenden Politiker/innen abwählen. Die Demokratie retten!
    Vor allem Millionen Menschenleben retten!

    Die Antikriegsdemonstration am Qudstag ist der Marsch für den Frieden. Die „Herren der Welt“ suchen anscheinend, nach alten Rezepten aus denm 20. Jahrhundert, den Ausweg aus der selbstverschuldeten Krise in dem Krieg. Die Vernunft sagt uns, dass die Wirtschaft dem Wohlstand und das Militär der Sicherheit für die Menschen dienen soll. Aber wenige tausend unter uns 6,5 Miliarden Menschen verfügen unberechtigter Weise über den größten Teil der materiellen Macht.
    Seien es Politiker, Staatsmänner u. Staatsfrauen oder die Mächtigen der Wirtschaft. Sie scheinen fest entschlossen, schrittweise einen dritten Weltkrieg mit Millionen von Toten und weiteren verheerenden Folgen zu führen.
    Ein Krieg, der schon 2001 begann und ettapenweise fortgeführt wird. Afghanistan, Irak, Libanon, Palästina, Pakistan, Jemen, Sudan und nun Iran.
    Was für ein Zufall, dass alle Teilkriege vom Westen, also von den „freiheitlich demokratischen“ Staaten und ihrem Vorposten in der islamischen Welt, nämlich von Israel, ausgehen. Wiederum rein zufällig wird Krieg gegen die islamischen Länder geführt! Sind wir schon bei der Inszinierung der „Clash of civilizations“?
    Oder befinden wir uns bereits mitten in den neuen, modernen Kreuzzügen? Dabei ist eins sicher: der erste Verlierer des dritten Weltkrieges ist die Demokratie, die dem blutigen Wahnsinn der Mächtigen geopfert wird.
    Wir dürfen unser eigenes Schicksal und das der gesamten Menschheit nicht den bösen Kriegstreibern überlassen!
    Aus diesem Grunde appelieren wir an alle Buergerinnen, sofern sie noch bei gesundem Menschenverstand sind und nicht von den Medien verzaubert wurden,
    an der diesjährigen Qudsdemonstrationen in Berlin teilzunehmen.

  33. AKTUELLES
    Interview der Quds AG mit seiner Exzellenz, dem Botschafter der
    Islamischen Republik Iran in Deutschland,
    Herrn Ali Reza Sheikh Attar über den israelisch-iranischen Konflikt und der Rolle Deutschlands

    7. September 2010

    Quds AG: Hat die islamische Republik Iran jemals eine militärische Aktion gegen Israel durchgeführt?

    Botschafter: Die Islamische Republik Iran ist niemals militärisch gegen Israel vorgegangen. Die Islamische Republik Iran ist überzeugt, dass das israelische Regime wegen der Unterdrückung, die von ihm ausgeht, von innen zusammenbricht und dass es im Ausland nach Abenteuern sucht, um seinen Zusammensturz hinauszuzögern. Die Erfahrungen der letzten 60 Jahre sind ein Beweis dafür. In diesen 60 Jahren ist es immer das israelische Regime gewesen, das seine Nachbarn angegriffen und den Ländern der Region wiederholt mit militärischem Angriff gedroht hat.

    Quds AG: Hat die islamische Republik Iran vor den Staat Israel militärisch anzugreifen? Oder, wenn sie dazu militärisch in der Lage ist, Israel zu vernichten? Zum Beispiel durch eine Atombombe? Wenn Iran rein theoretisch eine Atombombe besitzen würde, würde Iran diese Bombe auf Israel werfen, um den Staat Israel oder die Bevölkerung in diesem Gebiet zu vernichten?

    Botschafter: Nach Meinung der Islamischen Republik Iran sind die Produktion, die Lagerung und der Einsatz von Massenvernichtungswaffen nach islamischem Recht verboten, und da die Regierung islamisch ist, haben Massenvernichtungswaffen in der iranischen Militärdoktrin keinen Platz. Die Islamische Republik Iran hat auch in der Praxis während des auferlegten irakisch-iranischen Krieges, in dem das Regime von Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen gegen das unschuldige iranische und irakische Volk einsetzte, bewiesen, dass es sich an diese Meinung hält. Die Islamische Republik Iran glaubt, dass alle Menschen aus humanitären Gründen dazu verpflichtet sind, die Unterdrückten zu unterstützen und verlangt lediglich das Ende der Besatzung und Unterdrückung, die Einkehr von Gerechtigkeit und die Abhaltung eines Referendums, bei dem die ursprünglichen Einwohner Palästinas anwesend sein sollen, damit sie das Schicksal Palästinas selbst bestimmen können. Natürlich kann die Besatzungsmacht in diesem Prozess nicht das Recht haben, über das besetzte Land zu entscheiden. Die Islamische Republik Iran respektiert die Entscheidung des palästinensischen Volkes zur Bestimmung ihres Schicksals.

    Quds AG: Hat die Islamische Republik Iran einen Judenhass? Ist die Republik eine antisemitische Republik?

    Botschafter: Die Iraner (Perser) waren, historisch betrachtet, das erste Volk, dass die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft befreiten, und die iranischen Könige werden in den heiligen Schriften der Juden lobend erwähnt. Außerdem lebt seit Jahrhunderten eine beachtliche Minderheit von Juden (ca. 20.000) in Iran, und diese 20.000 Personen haben einen Abgeordneten im iranischen Parlament, obwohl in Iran im Durchschnitt auf 200.000 Personen ein Abgeordneter kommt. Dutzende von Synagogen, die den Juden als Gebetsstätte dienen, existieren an verschiedenen Orten Irans. Diese erhalten vom Staat finanzielle Unterstützung, und verschiedene jüdische Kultur- und Wohltätigkeitsvereine sowie wissenschaftliche Vereinigungen sind in Iran aktiv. Diese Vergangenheit und Gegenwart steht in keinem Zusammenhang zum Antisemitismus. Der Antisemitismus ist grundsätzlich eine Erscheinung, die in Europa entstanden ist.

    Quds AG: Hat die islamische Republik , oder Teile des Staates, irgendwelche Pläne zur Vernichtung der Juden? Z.B. die Juden Israels ins Meer zu werfen?

    Botschafter: Wie bereits ausgeführt, gab und gibt es in Iran keinen Antisemitismus. Wogegen Iran sich wendet, sind Besatzung und Rassismus. Wir glauben, dass heute sogar die Juden unterdrückt werden und dass das zionistische Regime das Gefühl, bedroht zu sein, in den Juden schürt und dadurch versucht, seine kriegstreiberische Politik zu rechtfertigen. Doch mit Kriegstreiberei, Besatzung und Repression hat dieses Regime verhindert, dass die Menschen in dieser Region ein ruhiges, friedliches Leben führen können. Ebenso wie Iran in der Vergangenheit dazu beigetragen hat, dass die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft befreit wurden, so unterstützt Iran auch heute die Befreiung aller Palästinenser – gleich, ob sie Moslems, Christen oder Juden sind, – aus der Unterdrückung durch die Zionisten, und aus eben diesem Grunde ist die Abhaltung eines Referendums, an dem alle ursprünglichen Einwohner Palästinas teilnehmen, der beste Weg zur Schaffung von Frieden, Stabilität und Entwicklung in der Region.

    Quds AG: Warum hat die Islamische Republik Iran sofort nach dem Sieg der islamischen Revolution die Beziehungen auf allen Ebenen zu den Regimen in Südafrika und zu Israel abgebrochen?

    Botschafter: Wenn wir die Gemeinsamkeiten zwischen dem südafrikanischen Regime und Israel genau betrachten, dann verstehen wir den wahren Grund für den Abbruch der Beziehungen und der gemeinsamen Politik zwischen Iran und diesen beiden Regimen. Die Gemeinsamkeiten beider umfassen Rassismus und Besatzung, und der Abbruch der Beziehungen mit rassistischen Besatzerregimern steht im Einklang mit dem islamischen Recht und ist logisch. Es muss die Frage gestellt werden, warum manche Länder mit rassistischen Besatzerregimen Beziehungen aufnehmen und dadurch die Besatzung und den Rassismus legitimieren und sich daran Beteiligen?

    Quds AG: Das zionistische Regime Namens Israel hat keine definierten Grenzen, keine Verfassung, eine rassistische Staatsdoktrin, ist ein Apartheidregime, kein von dem UNO-Sicherheitsrat bestätigtes Existenzrecht (nur durch Vollversammlung für ein bestimmtes Gebiet in Palästina anerkannt), setzt sich über alle UNO-Beschlüsse hinweg, respektiert kein Völkerrecht und kein internationales Recht, übt regelmäßig Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus, besetzt fremdes Territorium der Nachbarstaaten, erklärt jeden Mensch auf der Welt, der einen jüdischen Großvater hat zum Staatsbürger, auch wenn er mehrere andere Staatsbürgerschaften besitzt usw. aber verlangt von der ganzen Welt die Anerkennung seines Existenzrechtes. Dies verlangt immer vehementer die deutsche Bundesregierung von allen Bürgern und Vereinigungen in Deutschland, sonst verlieren sie ihre Rechte und werden diskriminiert und benachteiligt. Die Situation in Deutschland wird in dieser Hinsicht immer unerträglicher und immer mehr Freiheiten werden unter dem Vorwand der Nichtanerkennung des Existenzrecht Israels beschnitten. Was meinen Sie warum die Bundesregierung diese undemokratische Innenpolitik gegenüber eigenen Bürgern und gegen das Grundgesetz verfolgt?

    Botschafter: Muss man diese Frage den Verantwortlichen in Deutschland stellen? Natürlich wird bei der Beantwortung dieser Frage die historische Verantwortung Deutschlands für die Ermordung von Juden im Zweiten Weltkrieg erwähnt, doch dies überzeugt nicht. Denn erstens ist jeder für seine eigenen Taten verantwortlich, und die heutige Generation in Deutschland hat keine Verbrechen gegen Juden begangen, wofür sie die Verantwortung tragen müsste. Zweitens fühlt sich Deutschland wegen der Unterdrückung, die die Juden während des Krieges erfuhren, für sie verantwortlich. Darum handelt es sich hier um das Verantwortungsgefühl gegenüber einem Unterdrückten. Nun muss man sehen, wer heute unterdrückt wird. Da in den letzten 60 Jahren das palästinensische Volk unterdrückt worden ist, so ist Deutschland eigentlich dafür verantwortlich, die Unterdrückten in Palästina zu unterstützen. Drittens kann die Verantwortung für die Unterstützung der Juden nicht bedingungslos sein und kann nicht die Unterstützung von Kriegstreiberei, von militärischer Bedrohung anderer Länder, von Besatzung und Repression des palästinensischen Volkes, von Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen, die durch den Angriff auf die Hilfsflotte erfolgt sind, einschließen. Die bedingungslose Unterstützung Israels hat den unterstützenden Staaten neue Verantwortung auferlegt und erlegt ihnen diese auch weiterhin auf.

    Quds AG: Kennen Sie Artikel 26 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland? Deutsche Politiker bedrohen politisch aktive natürliche und juristische Personen mit Konsequenzen aus diesem Artikel, falls sie kein öffentliches sich deutlich von den Erklärungen der iranischen Regierung abgrenzendes Bekenntnis zum Existenzrecht Israels ablegen. Was meinen diese Politiker mit dieser Formulierung? Welche Erklärungen der iranischen Regierung sind damit gemeint?

    Botschafter: Die iranische Regierung hat stets mit Nachdruck die Beendigung der Unterdrückung, der Repressionen, der Besatzung und die Abhaltung eines Referendums aufgrund des Selbstbestimmungsrechts als eines international anerkannten Rechts zur Einsetzung einer vom palästinensischen Volk – bestehend aus Muslimen, Christen und Juden, anerkannten Regierung gefordert. Diese Politik verweigert keinem legitimen Staat das Existenzrecht, doch wie bereits erwähnt kann sie keine Staaten anerkennen, die durch Rassismus und Besatzung entstanden sind.

    Quds AG: Vielen Dank für das Interview, Herr Botschafter.




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