EU half GM gegen Opel

Die Brüsseler Kommission verhindert jede Wirtschaftspolitik im nationalen Interesse und im Interesse der Beschäftigten

Aus meinem aktuellen Artikel für das Printmedim KOPP-exklusiv:

Doch bei dem Detroiter Gaunerstück (das “Zurückholen” von Opel duch GM) stand nicht nur Obama Schmiere – auch in Berlin und Brüssel gab es Komplizen. An erster Stelle ist Neelie Kroes zu nennen, in der Europäischen Kommission zuständig für Wettbewerbspolitik. Sie wacht darüber, dass die Mitgliedstaaten ihre Industriebetriebe nicht durch Subventionen vor internationalen Finanzinvenstoren – vulgo: anglo-amerikanischen Heuschrecken – schützen. Deren Lobbyisten betreuen Frau Kroes und die anderen Kommissare sehr liebevoll. In einer aktuellen Studie des Experten-Netzwerkes „Alter-EU“ heißt es: „Die Kommission scheint ausschließlich am Rat der Finanzindustrie interessiert zu sein.“ Und weiter: „Alle neunzehn Expertengruppen für Finanzpolitik werden nach den Ergebnissen der Untersuchung von Vertreter der Finanzindustrie dominiert.“

Frau Kroes meldete bereit den ganzen Sommer hindurch „Bedenken“ gegen den Plan der Bundesregierung an, Opel aus der desaströsen Unterordnung mit der US-amerikanischen Konzernmutter zu lösen – allein im ersten Quartal 2009 hatte Detroit 1,9 Milliarden Euro anderweitiger Verluste den europäischen Standorten in die Bilanzen  geschrieben – und mit dem österreichischen Zulieferer Magna und der russischen Sber-Bank einen Neuanfang zu wagen. Die Wettbewerbskommissarin unkte, dass bei dieser Entscheidung politische Erwägungen eine größere Rolle spielten als wirtschaftliche. Der ständige Bluttransfer von Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und Eisenach nach Detroit, für einfache Gemüter eine ökonomische Form des Vampirismus, fällt nämlich im Jargon der EU-Verträge unter „Kapitalverkehrsfreiheit“ – und die darf nicht angetastet werden. Die Drohung von Frau Kroes, die deutschen Verträge mit Magna und Sberbank mit einem Kommissarbefehl aus Brüssel zu widerrufen, musste jedenfalls auf die Detroiter Bosse wie eine Einladung gewirkt haben, wieder in das schon verloren geglaubte Great Game um Opel einzugreifen. (weiterlesen im Printmedium KOPP-exklusiv)

Wer gegen diese Machenschaften der Finanzeliten aktiv werden will, muss sofort die Online-Petition für ein “Standort-Sicherungsgesetz” (Opel-Gesetz) der Volksinitiative unterzeichnen:

Hier unterzeichnen!



  1. Sixty

    Ein weiteres Beispiel dafür, wie die EU die Interessen des anglo-amerikanischen Finanzkapitals umsetzt und dafür, wie auch die SPD, die Grünen und große Teile der Linkspartei diese neoliberale Politik unterstützen.

  2. Ingo

    Das kann nicht das Europa sein, das wir wollen!!!

    Sinn und Zweck einer (wie auch immer konkret gearteten) Institutionalisierung der europäischen Kooperation sollte es doch wohl sein, die Stellung Europas und seiner Nationen gegenüber nichteuropäischen Staaten und Wirtschaftsblöcken zu stärken; es sollte dagegen KEIN Zweck sein, es angloamerikanischen Konzernen zu ermöglichen, die europäische Wirtschaft aufzurollen und sie zu schwächen…

    Das Agieren der EU in dieser Hinsicht ist ein bizarrer Unsinn: Anstatt europäische Unternehmen und deren Arbeitnehmer zu schützen, wird Hilfe zu ihrer Zerschlagung geleistet, anstatt den europäischen Wirtschaftsraum vor angloamerikanischen Finanzheuschrecken zu bewahren, wird diesen der rote Teppich ausgerollt.
    Aber wenn es darum geht, in absuder kafkaesker Regulierungswut die Bevölkerungen der einzelnen europäischen Länder zu schickanieren, bis hinunter auf die lokale Ebene, da sind die Eurokraten mutig!!

    Das ist wirklich ein Hohn! Es ist wichtig, diesen Skandal öffentlich anzuprangern und massivsten öffentlichen Druck dagegen aufzubauen!

  3. Was erwartet man von einer Institution deren Hauptziel die Abschaffung der europäischen Nationalstaaten ist? Und dazu noch völlig am Tropf der internationalen Hochfinanz hängt bzw. direkt von diesen “werten Herrschaften” gelenkt wird? Das die einen Deutschen Konzern retten? Paaahhh! Niemals!
    Das ist in der Tat nicht das Europa wo wir wollen! Das ist ein Europa der Technokraten und One-World Fetischisten!
    Die Volksinitiative muss auf diese irrsinnigen Umstände aufmerksam machen, die Massenmedien werden es sicherlich nicht tun.
    Allerhöchstens darf die allseits bekannte BILD-Zeitung zwischendurch mal als eine Art Placebo fungieren und laut dagegen aufschreien, dass war es dann aber auch schon!

  4. pacito

    Man kann es kaum besser formulieren als Ingo.
    Die EU wurde doch als Filiale der Anglo-Amerikanischen Welt Ltd. gegründet.

    Ein Ziel: Die Erschaffung des homogenen, austauschbaren, staatenlosen Konsummenschen, welcher die Taschen der stärksten globalisierten Konzerne füllen soll. Und damit dies kommerziell auch wirklich optimiert wird, soll er sich bei den Banken verschulden. Dieses “Geschäftsmodell” ist zwar gerade daran, die USA wirtschaftlich zu vernichten, aber trotzdem wird es gnadenlos weitergezogen.
    Für jeden “Hafenkäse” erlassen die Herren in Brüssel Gesetze, welche nun bitte wirklich auch lokal gemacht werden könnten. Aber nicht mal das Bisschen wollen die Zuhälter in Brüssel den “national souveränen” Staaten gönnen. Gewerbetreibende von Bäcker, Metzger bis zum Landmaschinenmechaniker werden von immer mehr Schikanen aus “unserer” Haupstadt Brüssel gegeisselt. Das Ziel ist klar: Sie sollen aufgeben und sich als Lohnsklaven bei den Megaunternehmen verdingen.

    Das andere,politische Ziel: Deutschland einbinden, damit es wirtschaftlich nicht zu stark wird. Aber das kennen wir ja schon seit Jahrzehnten.

  5. Lutz Dorawa

    Meine Herren..was tun wir also? Konkrete Vorschläge bitte..

    Das war gemein..und hinterhältig ;-)

  6. Konkrete Vorschläge:

    -Aufklärungsarbeit auf allen Ebenen intensivieren.
    Das heißt bloggen, Flyers, rund eMails, Video-Clips, Social Networks und ähnliches

    -Entsprechende Flyers verteilen bzw. erstellen.

    -Im Bekannten und Freundeskreis auf diese Umstände aufmerksam machen und zur weiteren Information auf diesen Blog bzw. die VI Seite verweisen (Dieser Punkt dürfte beinahe noch wichtiger sein als die davor!)

    Nur mal kurz DREI konkrete Vorschläge!
    Zufrieden? :-)

  7. Ingo

    @Beobachter: Stimme dem absolut zu!!
    Man darf sich niemals entmutigen und niemals unterkriegen lassen, und muss beharrlich daran mitarbeiten, öffentlichen Druck aufzubauen. Es gilt, nötigenfalls auch klein anzufangen und zielstrebig seine Standpunkte zu vertreten! Denn wenn man erkannt hat, wie skandalös die Zustände sind, so ist man sogar dazu verpflichtet, sie anzuprangern und aktiv daran mitzuwirken, sie zu überwinden!

  8. me.

    Münte alias Cosi fan tutte




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