Kompliment, Guido!
Westerwelle redet Deutsch mit der BBC
Ey, was ist denn mit Westerwelle los? Noch nicht im Amt, und schon macht er mir eine kleine Freude. Spiegel-Online berichtet:
Eigentlich will der BBC-Reporter nur wissen, wie sich die deutsche Außenpolitik unter einem möglichen Außenminister Westerwelle ändern werde. Diese Frage stellt er bei einer Pressekonferenz der FDP auf Englisch und bittet darum, ausnahmsweise auch in seiner Muttersprache eine Antwort zu bekommen. Wahlsieger Guido Westerwelle stutzt. Nein, eine Ausnahme sei nicht möglich, bescheidet er den Journalisten.
// Auch auf Nachfrage bleibt er hart. Keine Frage auf Englisch, eine Antwort auf Englisch schon gar nicht. “Wir sind hier in Deutschland”, belehrt Westerwelle den Briten. In “Ihrem Land” sei es ja auch üblich, die Fragen in der Landessprache zu stellen.
Der BBC-Mann unternimmt einen zweiten Versuch, diesmal mit Hilfe einer Dolmetscherin. Westerwelles Antwort allerdings bleibt auch in seiner Muttersprache vage. Er werde zum jetzigen Zeitpunkt nicht über Ämter und Positionen reden. Westerwelle wirkt überrumpelt, hilflos, kalt erwischt. Dann fügt er noch hinzu: “Wir können uns gern mal zum Tee treffen und dann Englisch reden.”
(Ende Zitat Spiegel Online)
Westerwelle verteidigt die diplomatischen Umgangsformen zwischen souveränen Nationalstaaten – das wäre Joschka nicht passiert. Dafür erst mal: Hut ab! Natürlich: Es ist bloße Symbolpolitik. Aber immerhin sind es die richtigen Symbole!
Interessant, wie die Springerpresse reagiert: Vor der Sache hätschelte BILD den künftigen Außenminister noch, auf der Titelseite groß der Aufmacher: “Sein Mann gibt ihm die Stärke” (dazu Foto Westerwelle plus Lebensgefährte). Hinterher dann schneidende Kritik auf Welt-Online: altbacken, nationalistisch, reaktionär.
Entlarvend auch die Reaktion der “Berliner Zeitung”, die eher zu rot-rot-grün tendiert. Dort heißt es heute (S. 29), “peinlich, unwürdig und traurig” sei der Auftritt Westerwelles gewesen. Und dann kommt der Vergleich mit einem Werbefilmchen einer Sprachschule, wo eine Spießerfamilie ganz fröhlich den Refrain eines englischen Hits im Radio mitträllert, weil Papa, Mama und die Kinder mangels Englischkenntnissen den Sinn der Worte nicht kapieren: Es geht in dem Song um die Freuden des Analverkehrs. Die Botschaft: Westerwelle soll erst mal Englisch lernen.
Darf man sagen, dass der kleine Scherz mit dem Analverkehr eine schwulenfeindliche Anspielung ist? Offensichtlich wird der homosexuelle Politiker nur so lange von dieser Szene gehätschelt, wie er sich dem angloamerikanischen Imperium unterwirft. Bei der kleinsten Abweichung ist Schluß mit lustig. Dieser ganzen Blase geht es nicht um die Freiheit des Privatlebens oder die freie Wahl der Sexualität, sondern nur darum, diese als Element zur Zerstörung der Nationen und Kulturen zu mißbrauchen. Wer sich nicht dafür instrumentalisieren lässt,muss mit homophober Abstrafung rechnen – und zwar nicht von den Rechten, sondern von den postmodernen Yuppies.
Darf man hoffen, dass Guido so weitermacht? Natürlich nicht. Aber einen kleinen Wunsch an den künftigen Außenminister hätte ich doch: Keine Küßchen für Hillary Clinton! Schluß mit dem Geknutsche, das Joschka mit der Schabracke Madelaine Albright eingeführt hat. Und wenn Hillary fordert: “Germans to the Afghan Front!”, sollte ein deutscher Außenminister selbstbewußt antworten: “Diese Sprache verstehe ich leider nicht.”









<a
September 30, 2009 at 12:23
ich verstehe jetzt wirklich nicht, wofür “Guido” jetzt ein Kompliment verdient hätte. Nur weil ein Politiker auf der deutschen Sprache besteht, kann man noch lange nicht behaupten , er ließe sich nicht für die Zerstörung von Kulturen und Nationen missbrauchen.
September 30, 2009 at 12:46
Ich würde die Äüßerungen nicht zu hoch hängen, Westerwelle wird sich schon mit dem angloamerikanischen Imperium arrangieren, schließlich will er jetzt “Weltpolitiker” werden. Aber es zeigt auch, wie schnell jemand als “nationalistisch” gebrandmarkt wird, schließlich war es auch die “Welt” die nach der 1.Veranstaltung der Volksinitiative im Stil der “Antifa” gegen Elsässer und die Teilnehmer der Versammlung hetzte…..BILD lügt!!!!
September 30, 2009 at 14:11
Die haben schon gut vorgesorgt. Ob nun Westerwelle oder Özdemir, einer von beiden, das war so gut wie sicher, würde Außenminister werden und, welche Zufall, beide sind inzwischen BilderbergMember.
Da läuft nichts aus dem Ruder, leider.
Aber träumt ruhig weiter.
September 30, 2009 at 14:37
Ich erinnere mich da an einen hochpeinlichen Auftritt von Joschka bei einer Pressekonferenz, es war, glaube ich, in Jordanien oder Israel.
Joschka sprach wie ueblich ein miserables selbstverliebtes Englisch. Das war schwer auszuhalten.
Ploetzlich hoert man die Dolmetscherstimme ihm leise zurufen: Sprechen Sie bitte Deutsch!
Joschka ueberhoert das und macht mit seinem daemlichen Englisch weiter. Da reiszt dem Dolmetscher der Geduldsfaden und er bruellt: Sprechen Sie Deutsch!
Das waere ein Unterschied zwischen Westerwelle und Joschka. Doch ist er wirklich signifikant?
Die Herrschenden haben schon lange realisiert, dass das Volk durch den Einbruch der globalistischen Kultur verunsichert ist. Anglizistische Auswuechse sollen deshalb vermieden werden. Das Ganze ist eine von oben installierte Welle mit der gleichen Zielsetzung wie der karnevaleske Hurra-Patriotismus zur WM oder die Kampagne “Du bist Deutschland!”
Das Volk soll ich kulturell stabilisieren, damit es still haelt, wenn sein Lebensniveau sinkt.
Was wir aber brauchen, das ist ein Patriotismus, der die Globalisten das Fuerchten lehrt, ein durch und durch beunruhiger und aufwuehlender Patriotismus, dessen erste auszenpolitische Tat der Bruch mit den USA und die Hinwendung zu einem eurasischen Projekt sein wird.
September 30, 2009 at 15:44
Westerwelle hat auf Deutsch geantwortet, weil er kaum Englisch kann.
Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=lLYGPWQ0VjY
Und die Deutschtümelei hier ist ja mal die Härte. Gibs zu, Jürgen. Du betreibst Satire.
September 30, 2009 at 18:15
@Pirat: Warum soll man denn auch Deutschland Englisch sprechen? Egal ob ers kann oder nicht. Trotzdem ist das noch kein Grund, ihn hochzujubeln – der Herr Westerwelle ist mir hochgradig unsympathisch.
September 30, 2009 at 18:32
Für den “Bruch mit den USA” wäre ich auch, aber soweit würde auch ein Außenminister Gysi in einer REgeirung Wowereit nicht gehen … dafür ist die “Linkspartei” inzwischen schon viel zu “westlich” geworden
Ansonsten kann ich nur sagen, zumindest verglichen mit Joseph Fischer ist selbst ein Westerwelle das kleinere Übel … wie seinerzeit schon sein Parteifreund Kinkel
September 30, 2009 at 18:41
Jürgen Elsässer:
Der einzige Grund für Westerwelles Äußerungen sind hier zu sehen:
Sein Englisch ist ganz einfach nicht das Beste.
September 30, 2009 at 19:08
Für den „Bruch mit den USA“ wäre ich ja ebenfalls, aber soweit würde auch ein eventueller Außenminister Gysi in einer Regierung Wowereit nicht gehen können, aber wohl auch gar nicht wollen … dafür ist die „Linkspartei“ inzwischen schon viel zu „westlich“ geworden
Ansonsten kann ich nur sagen, zumindest verglichen mit Joseph Fischer ist selbst ein Westerwelle das kleinere Übel … wie seinerzeit schon sein Parteifreund Kinkel
September 30, 2009 at 19:17
Egal warum, ich fand die Aktion auch lustig. In einer Welt in der englisch so selbstverständlich ist, daß ein BBC Journalist auf einer deutschen Pressekonferenz auf der englischen Sprache besteht, ist so ein Dämpfer doch etwas korrektes.
Mehr solte man aber nicht reindeuten, denn Guido ist doch 100 % NWO
September 30, 2009 at 20:43
@ Pirat & Sozrev
Genau, und Welle kannte dieses Video und wollte vor laufender Kamera ‘Schlimmeres’ verhüten..
September 30, 2009 at 21:10
Ein bisschen Bocken tun doch die meisten, wie Westerwelle. Allerdings nur einmal alle 4 Jahre, so als Show zum zeigen “seht ihr, wir sind souverän”.
Westerwelle ist doch schon längst eingebunden als “transatlantic fellow” oder wie auch immer diese Steigbügelhalter der amerikanischen Freunde sich hinter den Kulissen nennen.
Bald schon wird er den Befehl entgegen nehmen, noch mehr Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Wie hoch dabei die Kosten sind oder ob überhaupt ein Sinn darin besteht, wird von den MSM schon dahingehend “kommuniziert”.
Oktober 1, 2009 at 00:32
@Guido,
wer Deinen Wahlerfolg ermöglicht hat,
weißt Du.
Für die Mitleser, die denken können –
es waren die Leute,
die nicht die Bauernopfer einer False-Flag-Operation gegen Kinder werden wollen.
Komm in die Spur Guido und räum auf,
Du Bilderberger!
Zeig mal, daß Schwule auch
anständige Menschen sind!
Oktober 1, 2009 at 07:39
“Bald schon wird er den Befehl entgegen nehmen, noch mehr Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Wie hoch dabei die Kosten sind oder ob überhaupt ein Sinn darin besteht, wird von den MSM schon dahingehend „kommuniziert“.”
Eben, und genau das war mehr als vorhersehbar. Warum so viele ihn trotzdem gewählt haben, ist eins der Dinge, die ich wohl nie begreifen werde.
Oktober 1, 2009 at 09:26
Das fängt gut: Der Duisburger Kämmerer hetzt gegen einen “schwulen Außenminister” , und die Web 2.0-Meute grölt sich einen Wolf vor Begeisterung, dass Westerwelle einem britischen Flegel Nachhilfeunterricht gibt. Wenn das der Auftakt für die Opposition gegen Schwarz-gelb ist, dann brauchen sich Merkel & Co. keine Sorgen zu machen.
Oktober 1, 2009 at 10:21
Nachrichten von RP Online vom 30.09.09
Der Vorsitzende des > EU-Militärausschusses General Henri Bentégeat, kritisierte unterdessen den Widerstand europäischer Regierungen, darunter Deutschland, gegen eine Verstärkung der Truppen in Afghanistan. Verteidigungsminister Jung erklärte, Deutschland werde nicht mehr als die zugesagten 4500 Soldaten entsenden.
Dann hier:
Dradio Nachrichten vom 01.10.09
Afghanistan: Bundesregierung plant, Obergrenze für das deutsche Kontingent auf 7.000 Soldaten zu erhöhen
Die Bundesregierung erwägt, bei der Verlängerung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr im Dezember die Obergrenze für das deutsche Kontingent auf 7.000 Soldaten anzuheben. Gegenwärtig liegt sie bei 4.500 Mann. Wie der Deutschlandfunk erfahren hat, sollen diese Planungen den Handlungsspielraum des künftigen Kabinetts auf der angestrebten Afghanistan-Konferenz erhöhen. Diese solle jedoch nicht mehr in diesem Jahr, sondern erst im Februar oder März 2010 stattfinden.
~`~
Oktober 1, 2009 at 10:44
Guido, der Bilderberger.
Großes Kompliment an den
NWO-Steigbügelhalter!
Oktober 1, 2009 at 17:43
@ Umm Hussain :
ohne alle weiteren Kommentare gelesen zu haben:
Ohne daß ich einen neo-liberalen, der schon genügend Müll vom Stapel gelassen hat, zu hoch loben zu wollen:
Das war eine diplomatische Meisterleistung mit der dieser BBC-Mensch abgewatscht wurde. Ich selbst unterhalte mich – aus Gründen der Übung – gerne in der englischen Sprache, aber in dieser Situation (internationale Pressekonferenz) war es das einzig richtige was er tun konnte.
Sicherlich, was die außenpolitik Deutschlands angeht messe ich dem ganzen nicht allzu viel Bedeutung bei, aber es war, wie Elsässer sagt, ein selbstbewußtes Signal des Vasallen entgegen dem Imperium.
Oktober 1, 2009 at 19:50
http://www.raketa.at/index.php?id=7965&rid=237
HiHiHi
Oktober 1, 2009 at 22:13
Lieber Jürgen,
ich denke der Guido, der Ungeliebte, hat dir ne Steilvorlage geschickt für einen Kommentar, der fällig war.
Es geht darum, dass neben aller englischen Selbstverständlichkeit die Amtssprache immer noch Deutsch ist und damit verbunden ist unsere Kultur und unsere Geschichte, in der die Engländer und Franzosen nicht gerade die beste Rolle gespielt haben.
Die Stärkung des Nationalstaates hat auch etwas mit EINER Sprache zu tun, neben natürlich der Kenntnis der eigenen Geschichte und damit meine ich auch der deutschen Geschichte…
Guido war dafür ein Klasse-Vorlagengeber nicht mehr aber auch nicht weniger, danke Guido!
Oktober 2, 2009 at 06:09
Ich hoffe ich klinge jetzt nicht paranoid. Doch das ganze kann auch eine “Psy-Op” sein, um dem Stimmvieh die falsche Vorstellung zu vermitteln, Westerwelle werde als Aussenminister deutsche Interessen vertreten. Mein Verdacht nährt sich vor allen von der Tatsachen, dass es eine ganz ähnliche Situation nach der Wiederwahl von Schröder als Bundeskanzler ebenfalls bei der ersten großen Pressekonferenz nach der Wahl gab. Damals war es ein amerikanischer Journalist, der eine ebenfalls vollkommen einfältige Frage auf Englisch stellte, und der Bundeskanzler simulierte mehrfach ein Nichtverstehen der Fragen.
Die Marionettenspieler wissen. Manchmal muss man einem geprügelten Hund (i.e. dem deutschen Volk) einen Knochen hinwerfen, damit sie sich nicht gegen das Herrchen auflehnen. Dabei kann der Knochen auch völlig abgenagt sein und keinen Nährwert mehr besitzten.
Ich bin schon auf einige dieser scheinbar hoffnungvermittelnden “Psy-Ops” hereingefallen und bleibe deshalb sehr skeptisch.
Oktober 2, 2009 at 06:23
Wie wär es übrigens, die Kommandobefehle dieser Netzseite auf Deutsch umzustellen, um mal mit gutem Beispiel voranzugehen?
Oktober 2, 2009 at 17:06
Offtopic (info)
Es gibt ‘ne neue Partei…
“In der Nacht zum 2.10.2009 die Vereinigte Migrantenpartei Deutschland gegründet”
„Die politisch geduldeten verbalen Verunglimpfungen von Jürgen Rüttgers und Thilo Sarrazin haben uns gezeigt, dass Migranten hierzulande keine politische Gegenstimme haben“, erklärt Georgescu, und: „Die Vereinigte Migrantenpartei Deutschland bietet ab heute die Möglichkeit, die Interessen aller Bundesbürger mit ausländischen Wurzeln zu vertreten“.
Zu folgenden Punkten wird in dem Artikel Stellung genommen:
Gesundheitspolitik
Steuern
Nebentätigkeiten im Parlament
Grundeinkommen für alle, Abschaffung von Hartz IV
Doppelte Staatsbürgerschaft
Quelle:
http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=m2009-10-02-2406&pc=s02
grüsse
Oktober 2, 2009 at 18:25
Migrantenpartei…das ist mit Sicherheit der völlig falsche Weg.
Oktober 3, 2009 at 01:26
Brovo, Herr Elsässer – stimme Ihnen voll bei; so habe ich Guidos Haltung auch gesehen.
Wie die deutsche Sprache systematisch diskriminiert wird, beschreibt B. Bandulet im untenstehenden Beitrag (Kapitel “Auf Deutsch verboten”):
http://ef-magazin.de/2009/09/26/1509-sonderkorrespondenz-deutschlandbrief
Vom Sarrazin-Skandal haben Sie sicher auch gehört?
Hier kann man das Interview in Gänze nachlesen:
http://fact-fiction.net/?p=2990
Die Wahrheit ist leider nicht pc …
Oktober 3, 2009 at 09:35
Auf Westerwelle als Außenminister bin ich wirklich gespannt, v.a. weil er etwas eigenwilliger und unberechenbarer ist. Er hat sich außenpolitisch ja noch gar nicht so richtig positioniert.
Viel schlimmer fände ich da einen Eckart von Klaeden von der Union.
Ich halte Westerwelle jetzt nicht für den Hardliner und er ist auch kein tumber Parteisoldat, wie es sie in der Union (und auch in der SPD) zuhauf gibt.
@Sixty
Ich geb Dir Recht mit Gregor Gysi. Gysi ist zwar ein netter Kerl, aber er hätte niemals das Format, sich gegen die USA zu stellen, wenn es darauf ankäme. Gysi war noch nicht mal bereit, Israel für die Verbrechen an die Palästinenser in Gaza und im Libanon scharf zu verurteilen (wie es eigentlich angemessen gewesen wäre). Da kam er nur mit einem enttäuschenden diplomatischen Gesülze daher, um ja nicht den Verdacht zu erwecken, er sei antisemitisch.
Oktober 4, 2009 at 10:01
Einige Postings hätten auch auf einer Neonazi-Website erscheinen können.
Teutschland, Teutschland über alles ist der Tenor.
Doch Tatsache ist, dass dank der Begeisterung der deutschen Volksgemeinschaft für die Nationalsozialistische Arbeiterpartei die Wissenschaftssprache heute nicht mehr deutsch sondern Englisch ist. Und es scheint, dass die Sprache der Diplomatie auch nicht mehr Französisch sondern Englisch ist.
All das wird nicht einige daran hindern davon zu träumen, dass wieder Teutschland, Teutschland über alles über uns kommt.
Doch die Verhältnisse, die sind nicht so.
Oktober 4, 2009 at 13:02
@Kreuzweis:
Wahrheit nennen Sie diese Hetzrede von Sarrazin?? Die vielen Erfolgsgeschichten von Migranten, ja sogar von Türken und Arabern, die studiert haben und einen hochqualifzierten Beruf ausüben, unterschlägt er dabei völlig. Aber von denen redet natürlich keiner. Der sollte sich mal in meinen Gemüseladen verirren, wenn ich einen hätte…da würde er hochkant rausfliegen!
Oktober 4, 2009 at 13:36
Abgesehen von allem anderen: Anspielungen auf Analverkehr grundsätzlich als schwulenfeindlich auszulegen – schwulenfeindlicher geht’s kaum. Denn in dem Video ist offensichtlich ein Spießerfamilie zu sehen. Da würde Papa vielleicht auch mal gern, wenn er’s verstünde.
Oktober 4, 2009 at 13:36
…und vielleicht auch Mama.
Oktober 4, 2009 at 19:12
Ich empfinde Sarazin auch als einen der übelsten Menschen überhaupt. Er ist einfach unglaublich abstoßend und der wahre Asoziale!
Das ändert aber nichts daran, das Deutschland nicht mehr allzu viele weitere Ausländer aufnehmen kann ohne endgültig unterzugehen.
Vieleicht kommt dann auch allgemein etwas Entspannung in das Thema und man kann mit denen, die hier bereits leben eine echt freundschlaftliche Basis aufbauen.
Alles andere endet in einer Katastrophe.
Oktober 4, 2009 at 19:14
Interessanter Link:
http://www.sovereignty.net/Library/muslim-dem-vid.htm
Oktober 4, 2009 at 21:12
@ hinkelstein: Komisch, jetzt ist der olle Sarrazin schon in zwei Beiträgen Thema, obwohl offtopic. Ich schau mir den Link morgen an., geht grad nicht.Ist das wieder so ein “Hilfe, Islamisierung”- Video?
Wie auch immer – Deutschland MUSS sogar Ausländer aufnehmen, will es nicht untergehen, denn soviel ist sicher, die Deutschen sind viel zu egoistisch , dass sie mehr Kinder kriegen. Nur müssten es eben qualifizierte Ausländer sein. Das Problem ist, dass die nicht nach Deutschland wollen, sondern nach GB oder USA. Warum wohl? Und viele gut qualifizierte Türken wandern ebenfalls ab.
Oktober 4, 2009 at 21:34
@ Peter Koroly
“Einige Postings hätten auch auf einer Neonazi-Website erscheinen können.”
Na und?
Neonaziwebeseiten haben auch ein Impressum.
Ist deshalb jede Seite, die ein Impressum hat, eine Neonaziseite?
“Doch Tatsache ist, dass dank der Begeisterung der deutschen Volksgemeinschaft für die Nationalsozialistische Arbeiterpartei die Wissenschaftssprache heute nicht mehr deutsch sondern Englisch ist.”
Das ist ein Loesungsversuch zur Preisaufgabe: Wie bekomme ich moeglichst viel verlogenen Muell in einen Satz?
Denn:
- Die “deutsche Volksgemeinschaft” hat sich nicht fuer die NSDAP begeistert – diese Partei ist zwar unter Ausnutzung von Besonderheiten der damaligen Verfassung an die Macht gekommen, hatte aber niemals mehr als ein Drittel aller Wahlberechtigten, von der “Volksgemeinschaft” ganz zu schweigen, hinter sich.
- Was die NSDAP angeht, so sollte man nicht ihre heuchlerische Selbstbezeichnung uebernehmen, die den guten Klang der Begriffe “national” und “Sozialismus” zu miszbraucht hat. Man sollte stattdessen konsequent vom “Hitlerfaschismus” sprechen, denn das war es.
- Deutsch war auch vor 1933 nicht DIE Wissenschaftssprache.
Oktober 5, 2009 at 10:13
@hinkelstein: Jetzt habe ich mir dieses Hetzvideo mal angetan, etwa so in der Richtung habe ich mir schon vorgestellt! Islamisierung, Hilfeeeee….
http://www.sovereignty.net/Library/muslim-dem-vid.htm
Nehmen wir mal an, die angegebenen Zahlen stimmen, was ich zumindest für zweifelhaft erachte. Ist ein Land automatisch eine “islamische Republik”, nur weil es muslimische Bevölkerungsmehrheit hat? Marokko, Algerien, Libyen,. Türkei…alles islamische Staaten? Ist doch lächerlich.
Außerdem schürt der Sprecher nur Ängste und geht nicht auf die Ursachen ein, WARUM die Menschen hierin Europa und USA immer weniger Kinder bekommen und die christlichen Kirchen leer bleiben. Vielleicht wäre es zur Abwechslung angebracht, darüber nachzudenken, statt mal wieder auf den Muslimen herumzuhacken. A Call to action…und das wäre? Alle Muslime raus oder wie? Das wird nicht gehen, und das müsste er auch wissen, so es sich um eine ernstzunehmende Person handeln sollte, was ich vehement bezweifeln möchte.
Und selbst wenn es hier keinen einzigen Muslim mehr gäbe:
Gesetzt den Fall, dass die Fruchtbarkeitsrate der “nativen” Europäer sich nicht drastisch erhöhen wird, wonach es nun mal aussieht, würde es dennoch nichts an seiner Schreckensvision ändern, dass Muslime die Mehrheit der Weltbevölkerung stellen werden. Nur dass Europa vollends vergreisen wird, und das kann ja auch keine wirklich tolle Aussicht sein, auch nicht aus wirtschaftlicher Perspektive betrachtet. Also kommen die nativen Europäer nicht darum herum, der Konsumsucht abzuschwören und mehr Kinder zu bekommen, ob nun Muslime hier leben oder nicht. Das wäre doch mal im wahrsten Sinne des Wortes “produktiver”, als gegen eine Bevölkerungsgruppe zu hetzen und diffuse Überfremdungsängste zu schüren, oder?
Oktober 5, 2009 at 10:15
Der Kommentar zum video ist wohl mal wieder unter “anonym”,
Oktober 5, 2009 at 11:46
@Umm Hussain
“Deutschen sind viel zu egoistisch , dass sie mehr Kinder kriegen.”
Ach so, zu egoistisch also. Das ist aber nun lächerlich. Vieleicht haben sie auch nur ein echtes Verantwortungsgefühl und bekommen nicht 5 Kinder die sie nicht ernähren können.
“Nur müssten es eben qualifizierte Ausländer sein. Das Problem ist, dass die nicht nach Deutschland wollen, sondern nach GB oder USA. Warum wohl?
Vieleicht weil hier schon soviel unqualifizierte sind und es keinen paß mit denen macht? Oder weil es so schön ist in USrael ist mit dem Patriot Act?
“Und viele gut qualifizierte Türken wandern ebenfalls ab.”
Stimmt, ich kenne selbst zwei davon und ein Grund ist, das sie es mit ihren eigenen Landsleuten ier nicht aushalten, bzw. ihre Kinder vor denen in Sicherheit bringen wollen.
Finde Ihre Argumentation seltsam, denn sie geht nicht auf die Befürchtungen vieler Menschen hier ein, die mit Sicherheit nicht ALLE unberechtigt sind.
Oktober 5, 2009 at 12:02
@Anonym
“Nehmen wir mal an, die angegebenen Zahlen stimmen, was ich zumindest für zweifelhaft erachte. Ist ein Land automatisch eine „islamische Republik“, nur weil es muslimische Bevölkerungsmehrheit hat? Marokko, Algerien, Libyen,. Türkei…alles islamische Staaten? Ist doch lächerlich.”
Warum ist es lächerlich? Weil sie alle gewisse Unterschiede in ihrer Auslegung eines isamlischen Lebensstiles haben? Ich möchte in keinem der Länder leben, denn meine Tochter ist blond und christlich orientiert.
“Außerdem schürt der Sprecher nur Ängste und geht nicht auf die Ursachen ein, WARUM die Menschen hierin Europa und USA immer weniger Kinder bekommen und die christlichen Kirchen leer bleiben.”
Und?
” Vielleicht wäre es zur Abwechslung angebracht, darüber nachzudenken, statt mal wieder auf den Muslimen herumzuhacken.”
Sicher ist angebracht. Aber ich sehe kein Rumhacken darin sich eine Populationsstatistik anzusehen und dabei Fragen aufzuwerfen. Vieleicht ist angebracht mal darüber nachzudenken wohin es führt, anstatt nur auf Menschen herumzuhacken die das Ernst nehmen?
“A Call to action…und das wäre? Alle Muslime raus oder wie?
Nein, aber ob ein Land noch mehr Menschen aufehmen sollte, obwohl es bereits mit den bereits aufgenommenen keine Gemeinsamkeiten erarbeiten kann. Und kommen Sie mir bitte nicht damit, das es nur an den Deutschen läge.
“Und selbst wenn es hier keinen einzigen Muslim mehr gäbe:
Gesetzt den Fall, dass die Fruchtbarkeitsrate der „nativen“ Europäer sich nicht drastisch erhöhen wird, wonach es nun mal aussieht, würde es dennoch nichts an seiner Schreckensvision ändern, dass Muslime die Mehrheit der Weltbevölkerung stellen werden.
Möglich aber nur Spekulation.
“Also kommen die nativen Europäer nicht darum herum, der Konsumsucht abzuschwören und mehr Kinder zu bekommen, ob nun Muslime hier leben oder nicht.”
Wohl wahr. Ändert aber nichts daran, das die Integration vollkommen gescheitert ist und das wird auch nicht dadurch aufgehoben, das wir hier eine 6-6 Kinder-Familien-Planung einführen.
“Das wäre doch mal im wahrsten Sinne des Wortes „produktiver“, als gegen eine Bevölkerungsgruppe zu hetzen und diffuse Überfremdungsängste zu schüren, oder?”
Logische Zusammenhänge sind Hetze ist und Überfremdungsängste schürt der, der für Überfremdung sorgt, nicht der, der sie befürchtet.
Es gibt eben Menschen die eine wirklich Multi-Kulturelle Gesellschaft und auch Welt preferieren. Dafür sind aber viele Kulturen von Nöten und nicht ein Welt-Einheitsbrei, egal ob der nun islamisch oder europäisch wäre.
Ich würde mich immer dafür einsetzen, Kulturen zu bewahren und wenn ich z.B. Sorgen hätte das die islamische Kultur aufgesogen wird, dann würde ich auch dafür sein diese zu schützen, indem man sie nicht einfach “überwuchert”.
Nazidenken? Wohl kaum!
Oktober 5, 2009 at 12:07
Übringens setze ich mich sehr aktiv für die Muslime in muslemischen Ländern ein, wobei es mir eben auch, neben dem Selbstbestimmungsrecht der Völker auch um Kulturelle Vielfalt geht. Z.B. im Iran oder in Afghanistan, wo USreal eine neue WallStreet-gesteuerte CoacaCola und BurgerKingGesellschaft einführen will.
Bei mir greift die NaziFremdenfeindlichkeitskeule nicht, sorry.
Oktober 5, 2009 at 15:01
also kurz und knapp: was schlagen Sie vor? Ich habe drei Kinder, was ausreicht, um das deutsche Volk zu erhalten
), die sind nicht nur gut ernährt, sondern sogar gut gebildet. Also es geht.
Oktober 5, 2009 at 17:35
@Umm Hussain
“also kurz und knapp: was schlagen Sie vor? Ich habe drei Kinder, was ausreicht, um das deutsche Volk zu erhalten, die sind nicht nur gut ernährt, sondern sogar gut gebildet. Also es geht.”
Ich habe auch keine Lösung parat.
Wie Sie aber selbst schreiben: es geht. Vieleicht sollten all jene, die Ihrem Beispiel nicht folgen, wieder nach “Hause” fahren. Denn wenn es geht, dann liegt es wohl doch nicht an den Umständen in Deutschland, sondern am Willen des Einzelnen.
Oktober 5, 2009 at 19:29
@ Umm Hussain
@ ronin 16
Vorab: Eine besondere Ironie liegt darin, dasz Sarrazin, ein alter franzoesischer Familienname, etymologisch auf “Sarazenen” zurueckgeht…*g*
Aber nun ernsthaft:
Die beste Loesung ist wohl, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Was “Spreu” und was “Weizen” ist, macht sich fest an Faktoren wie “Feindschaft zum deutschen Staat”, “Kriminalitaet”, “Faehigkeit sich zu integrieren”, “Bildungsniveau”.
Letzteres heiszt nicht, dasz man die eigene Identitaet verleugnen mueszte, ganz im Gegenteil: Nur der, der ueber eine gefestigte Identiaet verfuegt, kann Regeln einer fremden Kultur respektieren und beispielsweise ernsthaft eine fremde Sprache lernen.
Hochaggressive Jugendliche ohne Schulabschlusz, die sich in Banden zusammenrotten, sich ueber Diebstaehle und Erpressungen auf offener Strasze finanzieren, und bei denen “Scheiszdeutscher” ein gaengiges Schimpfwort ist, braucht im Grunde niemand.
Insbesondere bei Gewaltverbrechen musz hier – nach Verbueszung einer Gefaengnisstrafe! – sofort abgeschoben werden.
Wenn es ein Hindernis dafuer gibt, dasz eine islamisch gepraegte Kultur tuerkischer und arabischer Migranten endlich als Spielart der deutschen Gegenwartskultur allgemeine Anerkennung findet, dann ist es jener Bodensatz einer verfehlten Einwanderungspolitik.
Anders als Sarrazin sollte man aber, wenn man darueber spricht, viel Sensibilitaet an den Tag legen.
Der Beitrag von Sarrazin war kontraproduktiv. Darueber gibt es, glaube ich, keinen Zweifel.
Noch kontraproduktiver aber ist die Art und Weise, wie nun die Sau durchs Dorf gejagt wird.
Sarrazin darf in keinem Fall ein politisches Amt jenseits der Finanzpolitik wahrnehmen.
Wenn ich die Signale aus Bruessel richtig deute, soll die EU in den naechsten Jahren fuer eine verstaerkte Einwanderung geoeffnet werden, um das Lohnniveau weiter zu druecken.
Wellen allgemeiner Erregung wie jetzt ueber die Sarrazin-Aeuszerung dienen moeglicherweise nur als Einstimmung in das, was da an EU-Einwanderungsrichtlinien auf uns zukommt.
Und jetzt nochmal die Frage ins Plenum: Weisz eigentlich jemand, was er in der Bundesbank so treibt?
Oktober 5, 2009 at 19:52
Hier der (fast) gesamte Wortlaut vom “Sarazener”. Das liest sich zumindest zum Teil etwas anders:
„Man muss aufhören, von ‚den’ Migranten zu reden. Wir müssen uns einmal die unterschiedlichen Migrantengruppen anschauen. Die Vietnamesen: Die Eltern können kaum Deutsch, verkaufen Zigaretten oder haben einen Kiosk. Die Vietnamesen der zweiten Generation haben dann durchweg bessere Schulnoten und höhere Abiturientenquoten als die Deutschen. Die Osteuropäer, Ukrainer, Weißrussen, Polen, Russen weisen tendenziell dasselbe Ergebnis auf. Sie sind integrationswillig, passen sich schnell an und haben überdurchschnittliche akademische Erfolge. Die Deutschrussen haben große Probleme in der ersten, teilweise auch der zweiten Generation, danach läuft es wie am Schnürchen, weil sie noch eine altdeutsche Arbeitsauffassung haben. Sobald die Sprachhindernisse weg sind, haben sie höhere Abiturienten- und Studentenanteile usw. als andere. Bei den Ostasiaten, Chinesen und Indern ist es dasselbe. Bei den Kerngruppen der Jugoslawen sieht man dann schon eher ‚türkische’ Probleme; absolut abfallend sind die türkische Gruppe und die Araber. Auch in der dritten Generation haben sehr viele keine vernünftigen Deutschkenntnisse, viele gar keinen Schulabschluss, und nur ein kleiner Teil schafft es bis zum Abitur. […] Je niedriger die Schicht, um so höher die Geburtenrate. Die Araber und Türken haben einen zwei- bis dreimal höheren Anteil an Geburten, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Große Teile sind weder integrationswillig noch integrationsfähig. Die Lösung dieses Problems kann nur heißen: Kein Zuzug mehr, und wer heiraten will, sollte dies im Ausland tun. Ständig werden Bräute nachgeliefert: Das türkische Mädchen hier wird mit einem Anatolen verheiratet, der türkische Junge hier bekommt eine Braut aus einem anatolischen Dorf. Bei den Arabern ist es noch schlimmer. Meine Vorstellung wäre: generell kein Zuzug mehr außer für Hochqualifizierte und perspektivisch keine Transferleistungen mehr für Einwanderer. In den USA müssen Einwanderer arbeiten, weil sie kein Geld bekommen, und werden deshalb viel besser integriert. Man hat Studien zu arabischen Ausländergruppen aus demselben Clan gemacht; ein Teil geht nach Schweden mit unserem Sozialsystem, ein anderer Teil geht nach Chicago. Dieselbe Sippe ist nach zwanzig Jahren in Schweden immer noch frustriert und arbeitslos, in Chicago hingegen integriert. Der Druck des Arbeitsmarktes, der Zwang des Broterwerbs sorgen dafür. Das sind Dinge, die man nur durch Bundesrecht ändern kann. Für Berlin ist meine Prognose düster, was diese Themen betrifft. Aber es kann in einer Stadt, in der man prächtig leben kann, gleichzeitig kompakte und wachsende, ungelöste Probleme geben. Genauso wird es in Berlin werden. […] Die Integration hat Stufen. Die erste Vorstufe ist, dass man Deutsch lernt, die zweite, dass man vernünftig durch die Grundschule kommt, die dritte, dass man aufs Gymnasium geht, dort Examen macht und studiert. Wenn man durch ist, dann braucht man gleiche Chancen im öffentlichen Dienst. So ist die Reihenfolge. Es ist ein Skandal, dass die Mütter der zweiten, dritten Generation immer noch kein Deutsch können, es allenfalls die Kinder können, und die lernen es nicht wirklich. Es ist ein Skandal, wenn türkische Jungen nicht auf weibliche Lehrer hören, weil ihre Kultur so ist. Integration ist eine Leistung dessen, der sich integriert. Jemanden, der nichts tut, muss ich auch nicht anerkennen. Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für siebzig Prozent der türkischen und für neunzig Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin. Viele von ihnen wollen keine Integration, sondern ihren Stiefel leben. Zudem pflegen sie eine Mentalität, die als gesamtstaatliche Mentalität aggressiv und atavistisch ist. […] Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung. Ich habe dazu keine Lust bei Bevölkerungsgruppen, die ihre Bringschuld zur Integration nicht akzeptieren, und auch, weil es extrem viel Geld kostet und wir in den nächsten Jahrzehnten genügend andere große Herausforderungen zu bewältigen haben. […] Man stößt gegen viele Mauern der politischen Korrektheit, aber man merkt, dass der Ton an Deutlichkeit zunimmt, wir haben noch nicht verstanden, dass wir ein kleines Volk sind. Wir verstehen uns immer noch als ein großes Volk. 1939, als der Zweite Weltkrieg begann, hatte Deutschland 79 Millionen Einwohner, die USA 135, Russland 160 und England 50. Die Proportionen haben sich völlig verschoben. Wenn von unseren 80 Millionen praktisch dreißig Prozent im Rentenalter sind, sind wir bereits eine relativ kleine Bevölkerung. Wir sind näher an den Holländern und Dänen als an den USA. Dass diese kleinen Völker ihre Ausländer heute mit viel radikaleren Programmen als wir forciert integrieren, hat einen guten Grund. Heute muss man Sprachtests in den Botschaften machen, davor darf man gar nicht einreisen. Sie haben spät angefangen, aber sie haben wenigstens angefangen. Wenn die Türken sich so integrieren würden, dass sie im Schulsystem einen anderen Gruppen vergleichbaren Erfolg hätten, würde sich das Thema auswachsen. Der vietnamesische Kioskbesitzer wird immer gebrochen Deutsch sprechen, weil er erst mit dreißig eingewandert ist und ungebildet war. Wenn seine Kinder Abitur machen oder Handwerker werden, hat sich die Sache erledigt. Türkische Anwälte, türkische Arzte, türkische Ingenieure werden auch Deutsch sprechen, und dann wird sich der Rest relativieren. So aber geschieht nichts. Die Berliner meinen immer, sie hätten besonders große Ausländeranteile; das ist falsch. Die Ausländeranteile von München, Stuttgart, Köln oder Hamburg sind viel höher. Aber die Ausländer dort haben einen geringeren Anteil an Türken und Arabern und mischen sich über breite Ausländergruppen. Zudem sind die Migranten in den Produktionsprozess integriert. Während es bei uns eine breite Unterschicht gibt, die nicht in Arbeitsprozesse integriert ist. Doch das Berliner Unterschichtproblem reicht weit darüber hinaus. Darum bin ich pessimistisch. Wir haben in Berlin vierzig Prozent Unterschichtgeburten, und die füllen die Schulen und die Klassen, darunter viele Kinder von Alleinerziehenden. Wir müssen in der Familienpolitik völlig umstellen: weg von Geldleistungen, vor allem bei der Unterschicht. Ich erinnere an ein Dossier der ‚Zeit’ dazu. Es berichtet von den zwanzig Tonnen Hammelresten der türkischen Grillfeste, die die Stadtreinigung jeden Montagmorgen aus dem Tiergarten beseitigt — das ist keine Satire. Der Neuköllner Bürgermeister Buschkowsky erzählt von einer Araberfrau, die ihr sechstes Kind bekommt, weil sie durch Hartz IV damit Anspruch auf eine größere Wohnung hat. Von diesen Strukturen müssen wir uns verabschieden. Man muss davon ausgehen, dass menschliche Begabung zu einem Teil sozial bedingt ist, zu einem anderen Teil jedoch erblich. Der Weg, den wir gehen, führt dazu, dass der Anteil der intelligenten Leistungsträger aus demographischen Gründen kontinuierlich fällt. So kann man keine nachhaltige Gesellschaft bauen, das geht für ein, zwei, drei Generationen gut, dann nicht mehr. Das klingt sehr stammtischnah, aber man kann das empirisch sehr sorgfältig nachzeichnen.“
Oktober 5, 2009 at 19:55
Man will ihn fertig machen, aber nicht weil er ein asozailes Wesen hat (was one Zweifel stimmt), sondern weil er mit seiner Ant-MuliKulti-Haltung dem endgültigem Zerstören der BRD widerspricht?
Oktober 5, 2009 at 20:05
Ein interessantes Köfferchen. Der außenpolitische Kurs der FDP?
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/
Oktober 6, 2009 at 09:00
“Man will ihn fertig machen, aber nicht weil er ein asozailes Wesen hat (was one Zweifel stimmt), sondern weil er mit seiner Ant-MuliKulti-Haltung dem endgültigem Zerstören der BRD widerspricht?”
Die BRD zerstört sich selber, da brauchts die Migranten nicht, siehe mein Beitrag zu “Faschismus”. Und H.T.´s Hinweis war schon interessant – man hat wohl einen Aufhänger gesucht, ihn wegen etwas eigentlich ganz anderem fertigzumachen, denn wie gesagt interessiert es normalerweise niemanden in der Bank, ob gegen Ausländer gehetzt wird. Etwas Ähnliches soll ja auch mit Ulfkotte gelaufen sein, der wird auf islamophoben Seiten plötzlich überall verrissen, selbst auf PI, weil er wohl mal was gegen USA rausgefunden haben soll. Das macht mir diese beiden Herren aber nun mal nicht sympathischer.
Oktober 6, 2009 at 11:38
@ ronin 16
Danke fuer den vollstaendigen Artikel.
Ich sehe Sarrazin nun kritischer als vorher. Seine ganze Haltung entspricht noch am ehesten der pro-zionistischen, pro-kapitalistischen Rechten.
Die Aeuszerungen sind in ihrem Kontext noch unbrauchbarer als isoliert.
Er lobt die “altdeutsche Arbeitsauffassung” – man fuehlt sich ja wirklich ins Kaiserreich zurueckversetzt. Ein Pickelhaube und so ein Wilhelm II – Baertchen wuerde ihm auch ganz gut stehen. Nur muesste er dafuer noch etwas zunehmen, der ausgedoerrte Mephistopheles!
“In den USA müssen Einwanderer arbeiten, weil sie kein Geld bekommen, und werden deshalb viel besser integriert.”
Nicht nur Einwanderer. Alle muessen dort schuften, bis sie nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht, nur um die allernoetigsten Beduerfnisse abzudecken, Krankenversicherung NICHT inklusive.
Und darauf laeufts hinaus, auch bei Sarrazin.
Das eingesparte Geld wird dann den Banken in den Rachen geworfen – oh wie ekelhaft!
“Der Druck des Arbeitsmarktes, der Zwang des Broterwerbs sorgen dafür.”
s.o.
“Wenn man durch ist, dann braucht man gleiche Chancen im öffentlichen Dienst.”
Aber schoen die Quotenknuten und die PC hochhalten!
“Zudem pflegen sie eine Mentalität, die als gesamtstaatliche Mentalität aggressiv und atavistisch ist.”
Diese Mentalitaet ist “gesamtstaatlich” um einiges besser als unser kastriertes Ziviligesellschaftswischiwaschi.
“Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung.”
Tja, da hat Sarrazin wohl das antisemitische Klischee, wonach Juden besonders schlau seien, reproduziert. Damit bewegt er sich in antideutschen Argumentationsstrukturen.
“Wir haben in Berlin vierzig Prozent Unterschichtgeburten, und die füllen die Schulen und die Klassen, darunter viele Kinder von Alleinerziehenden. Wir müssen in der Familienpolitik völlig umstellen: weg von Geldleistungen, vor allem bei der Unterschicht.”
Hier liegt der Hase im Pfeffer! Es geht nicht um die Einwanderer, es geht um die “Unterschichten”, also alle, die gerade nicht an den Fleischtoepfen sitzen.
“Der Neuköllner Bürgermeister Buschkowsky erzählt von einer Araberfrau, die ihr sechstes Kind bekommt, weil sie durch Hartz IV damit Anspruch auf eine größere Wohnung hat. Von diesen Strukturen müssen wir uns verabschieden.”
… um dann natuerlich auch die deutsche Frau, die ihr sechstes Kind bekommt, auf die Strasze zu setzen.
Moeglicherweise habe ich mich geirrt und das Ganze war nur ein wohlueberlegter Testballon, wie weit man gehen kann.
Sarrazin eignet sich vielleicht doch als Feind, der uns eint.
Oktober 6, 2009 at 19:59
Gern H.T.
“Hier liegt der Hase im Pfeffer! Es geht nicht um die Einwanderer, es geht um die „Unterschichten“, also alle, die gerade nicht an den Fleischtoepfen sitzen. ”
Korrekt, er macht sich sicher auch in der Eugeniker-Fraktion sehr gut.
Auch interessant das er speziell die osteuropäischen Juden nennt.