SPD-Debakel: Stoppt Wowi jetzt!
Auswertung der Bundestagswahl 2009 und Ausblick auf 2013
1. Die Große Koalition und Rot-Grün vorher waren so schlimm, dass Schwarz-Gelb sich schon anstrengen muss, noch schlimmer zu werden. Die Panikmache, wie sie Steinmeier betrieben hat, kam beim Wähler zurecht nicht an. Sein Auftritt nach der Wahl war oberpeinlich, der Mann muss weg.
2. Schlimmer als Schwarz-Gelb könnte die jetzt anstehende Linkswende der SPD werden, wenn sie von Wowereit geführt wird: Also die Vorbereitung eines Rot-rot-grünen Bündnisses, dasWoWis Berliner Motto ab 2013 auf Bundesebene wiederholt: Arm, aber sexy; Proleten in die Armut schicken, aber Geld für Minderheitenlobbies und Gendermainstreaming verpulvern; Karnevalisierung der Kulturen.
3. Positiv könnte sich die anstehende Linkswende der SPD entwickeln, wenn sie von Leuten wie Platzeck geführt wird. Der blieb in Brandenburg fast ohne Verluste, weil er sich um Volksnähe bemüht, das glatte Gegenteil von WoWi.
4. Die Linkspartei dürfte sich über JEDE Linkswende der SPD freuen und gar nicht kapieren, dass zwischen Viariante 2.) und 3.) ein fundamentaler Unterschied besteht. Wenn Lafontaine nicht aufpasst, treiben Ramelow und Co. die LINKE in die Arme von Wowereit.
5. Die PIRATEN schnitten mit 2 Prozent gut ab, aber nicht sehr gut. Weiter wachsen können sie nur, wenn sie von einer virtullen Nischenpartei zu einer Alternative in der analogen Welt werden.









<a
September 27, 2009 at 22:11
Ich hätte heute auch gerne an den Wahlen zum Parlament eines Staates BRD teilgenommen.
Ich habe nur ein kleines Problem:
Die BRD hat mir bis heute in keinem
Dokument bestätigt,
daß ich dem Staat BRD angehöre.
In meinem PERSONALausweis wird
mir bestätigt,
daß ich dem Staat”Deutsch” angehöre.
Da heute keine Wahlen des Staates “Deutsch”
stattfanden, bin ich zur BRD-Wahl gegangen und habe meinen Stimmzettel ungültig gemacht.
Das wäre ja sonst Betrug.
Da ich keine Staatsangehörigkeit “Bundesrepublik Deutschland” besitze,
darf ich auch nicht das
Parlament des Staates BRD wählen.
War das mit der Wahlbenachrichtigungskarte
etwa ein Versehen oder war das gar nicht die
Wahl zum Parlament eines Staates?
An was für einer Wahl habt Ihr denn teilgenommen?
Wer von Euch ist Staatsangehöriger der BRD?
September 27, 2009 at 22:16
Bravo schafsblödes Wahlvolk!
Mit Volldampf aufs Riff & Leb wohl Deutschland
September 27, 2009 at 22:17
Piraten haben 0,5 % mehr geholt als die Grünen 1980 bei ihrer ersten Bundestagswahl.
(gelesen auf fefes blog)
grüsse
September 28, 2009 at 01:10
Ein glücklicher Westerwelle – das ist hart, wirklich hart.
Man kann nur hoffen das der Druck in der SPD – den es rein Naturgesetzlich geben müsste – zur Explosion kommt und diese Partei wieder zu sich selbst findet.
Ansonsten sollte sie sich auflösen. Die partizipieren nur noch vom Mythos einer “sozialdemokratischen Volkspartei”, und das schon seit langen Zeiten.
Mal abwarten, wenn das Land sich weiter Links-Rechts spaltet und mal wieder ne Kriese vom Himmel fällt,dann kommt die “Weltrevulotion” in Gang – im Sinne der Einweltler, versteht sich.
September 28, 2009 at 01:12
sollte “Krise” heissen
September 28, 2009 at 07:03
Scheiß-Piraten! Warum mussten die sich auch unbedingt zur Wahl stellen? Für Westerwelle mache ich sie persönlich verantwortlich. Scheiß-Linke. Weil deren Gerontokraten, die wahrscheinlich noch nicht einmal wissen, wie man “Internet” schreibt, den Piraten-Trend so komplett verpennt haben …
September 28, 2009 at 08:02
War der Gysi doch tatsächlich so frech, mit Blick auf die reinen Prozentsätze zu behaupten, die Linke hätte im Osten ein sehr gutes, im Westen ein nicht ganz so gutes Ergebnis geholt.
Doch 8 Prozent in einem bevölkerungsstarken Flächenland wie Niedersachsen sind absolut mehr Stimmen als 20 Prozent in Thüringen und also auch mehr Abgeordnete.
Die Wahl in Brandenburg (- 0,8 % in Worten: MINUS null Komma acht Prozent) zeigt wie auch schon in Sachsen, daß die Ex-PDS im Osten stirbt.
Wo die Linke wächst, das ist im Westen und damit wächst auch der Einfluß von Lafontaine.
Wir sollten uns jetzt ganz genau die personelle Zusammensetzung der Linksfraktion im Bundestag ansehen.
Ich würde tippen, daß die Leute von Lafontaine in der Mehrheit sind. Wenn ich die Zeit finde, bereite ich eine ausführlichere Einschätzung vor und schicke sie rund.
September 28, 2009 at 09:56
“Proleten in die Armut schicken, aber Geld für Minderheitenlobbies und Gendermainstreaming verpulvern; Karnevalisierung der Kulturen.”
Spielst du jetzt normale Arbeiter gegen einander aus? “Ey du, du verdienst so wenig, weil dein Nachbar schwul sein kann ohne Angst haben zu müssen”. Das Kapital freut sich über deine homophobe Propaganda.
September 28, 2009 at 11:21
Gysi ist ein Schwätzer, der zuweilen ziemlich nervtötend sein kann. Es gibt ja kein Mikro, in das er nicht reinsabbelt. Schrecklich finde ich auch Leute wie Petra Pau, Katja Kipping oder Lothar Bisky. Das sind doch keine Aushängeschilder der Partei, keine Politprofis, die man in Talkshows reinsetzen kann. Die haben auch kein bisschen Durchsetzungsvermögen.
Diese Leute haben auch nichts in der Birne. Die strotzen nur so vor political correctness und Klein-Katja kapiert auch nicht, dass ihr bedingungsloses Grundeinkommen, für das sie sich so stark macht, nichts anderes ist, als eine Zementierung der Armut für eine breite Bevölkerungsschicht, weil die Löhne deutlich sinken werden und die Arbeit ihren Wert verliert. Gleichzeitig aber führt das BGE zu einer Preissteigerung, weil die “Kapitalisten” ja das geschenkte Geld abschöpfen wollen.
Nee, die Linke braucht deutlich bessere Politiker an der Führungsspitze – Lafontaine, Wagenknecht, Bartsch, Ramelow (von dem ich auch enttäuscht bin), Ernst, Dehm und Maurer sind viel zu wenig. Gerade Diether Dehm und Ulrich Maurer würde ich gerne häufiger im Fernsehen sehen.
Es muss sich was tun und hoffentlich rekrutiert Lafontaine guten Nachwuchs und bildet sie auch ideologisch aus. Ohne ihn als Chefstrategen läuft leider gar nicht viel bei den Linken.
September 28, 2009 at 14:02
@ Wahlfrage!
Gut wenn solche Spinner wie du nicht wählen!! Danke!!!!
September 28, 2009 at 15:49
@ pirat
“Homophobie” ist ein Kampfbegriff aus dem rhetorischen Arsenal der Neuen Weltordnung. Eine solche Wortwahl verbitte ich mir! Das nur vorab.
„…weil dein Nachbar schwul sein kann ohne Angst haben zu müssen“.
Das kann er schon lange, spaetestens seitdem der Schwulenparagraph aus unserem Strafrecht gestrichen wurde, das war, so glaube ich, Anfang der 70er.
Wir brauchen kein Gender mainstreaming und keine Minderheitenpolitik.
Heute muss der durchschnittliche Hetero Angst haben, dass ihm nicht in der falschen Situation mal ein Schwulenwitz entfaehrt, weil ihn das mitunter den Job kosten kann.
“Das Kapital freut sich über deine homophobe Propaganda.”
Nee nee. Das Kapital freut sich je mehr, je weniger Bausteine der von allen geteilte Konsens einer Gesellschaft aufweist, je staerker sie in die verschiedensten Minderheiten zerfaellt und je weniger WIDERSTAND sie deshalb den internationalen Finanzinvestoren entgegensetzen kann.
Das Thema “Homosexualitaet” muss raus aus der Politik und zwar schleunigst!
Dafuer eintreten hat nichts mit “Homophobie” zu tun. Die sexuelle Orientierung ist Privat- und Geschmackssache und nichts fuer die Politik.
September 28, 2009 at 16:27
@ Pirx. Stimmt so nicht. Auch wenn alle Piraten für Links gestimmt hätten oder für Grüne(wie gruselig), hätte es nicht gereicht.
Regierung
27,3 – CDU
06,5 – CSU
14,6 – FDP
_____________
48,8 ———–
Opposition
23,0 – SPD
11,9 – LINKE
10,7 – GRÜNE
_____________
45,6 ———–
+
02,0 – Piraten
_____________
47,6 ———–
grüsse
http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/index.html
September 28, 2009 at 18:27
@ me.
Danke für die Info, hab mich da auf ein frühes Hochrechnungsergebnis bezogen (später wollte ich gar nicht mehr hinschauen
September 28, 2009 at 19:59
Mal wieder wahre Worte Herr Elsässer. Allerdings traue ich weder der SPD noch der Linken zu, sich gegen die NWO zu stellen.
September 28, 2009 at 20:04
@HT:
sie leiden an ödipalen Komplexen und haben Angst vor allem, was ihr Sexualempfinden bedroht, was?
Und zu “NWO”: an Verschwörungstheorien habe ich mit 12 geglaubt. Sie armer, verwirrter Einzelgänger.
September 28, 2009 at 20:21
@Bernd
Du gibst keine Antwort.
Du wirst nur persönlich beleidigend.
Welche Staatsangehörigkeit besitzt Du ?
Kennst Du Jemanden, der
Staatsangehöriger der BRD ist?
September 28, 2009 at 20:37
Die Kurzanalyse dieses katastrofalen Wahlausgangs kann eigentlich nur lauten, dass man nüchtern erkennen muss, dass jeder 2.Deutsche ein Anhänger einer Klassengesellschaft nach US-Vorbild ist. Krankenversicherungen werden bald komplett privatisiert sein oder jeder Arztbesuch wird 10 € oder mehr kosten, der Staat wird immer mehr zum “Hampelmann” der internationalen Hochfinanz und deutsche Rentner und Arbeitslose müssen um ihre paar Euros fürchten müssen, die Vermögenssteuer wird sicherlich rapide gesenkt werden, Reiche werden nun noch reicher , weil sich ja “Leistung lohnen” muss usw., usf……Die Gesellschaft wird sich teilen und so polarisieren, aber wahrscheinlich brauchen wir das, um endlich auf zu wachen….Die “Volksinitiative” muss zusammen mit Hörtsels “Neuer Mitte” in 4 Jahren zur Wahlalternative werden, vielleicht kann man an dieser Vision arbeiten….
September 28, 2009 at 22:22
“Du gibst keine Antwort.
Du wirst nur persönlich beleidigend.
Welche Staatsangehörigkeit besitzt Du ?
Kennst Du Jemanden, der
Staatsangehöriger der BRD ist?”
Wieso sollte er mit Argumenten kommen? Man diskutiert auch nicht mit Leuten, die an Kornkreise und UFOS glauben. Vertane Zeit.
September 28, 2009 at 23:19
Pirat hat geschrieben:
“@HT:
sie leiden an ödipalen Komplexen und haben Angst vor allem, was ihr Sexualempfinden bedroht, was?”
Viel mehr fällt dem Großmaul nicht ein.
Hoffe mal, daß der Schwachkopf nicht repräsentativ für die Piraten steht.
September 29, 2009 at 10:38
Ich sehe gerade, dass Norman Paech nicht mehr in der neuen Linksfraktion vertreten sein wird.
Weisz jemand von euch, was da passiert ist?
Hat ihn der Mobbing-Meister und Ausputzer der Israellobby Henryk M. Broder auf dem Gewissen?
Nach meiner bisherigen Einschaetzung sieht es fuer Lafontaine nicht ganz so gut aus wie erwartet.
Einige Leute sind nicht mehr angetreten (worden?) und auch die Linke im Westen hat ihre Trojaner.
September 29, 2009 at 12:20
“Viel mehr fällt dem Großmaul nicht ein. ”
Lies doch mal Freud. Woran liegt denn sonst deine panische Angst vor Männern, die Männer lieben? Wenn nicht an einer dominanten Mutter?
Früher nannte man das Spießer. Mh, und heute auch.
September 29, 2009 at 12:43
@ Pirat
Ist das langweilig. Ist das beschissen langweilig!
Immer noch die alte Strategie, einfach von der Sachdiskussion ablenken und die Person angreifen.
Meiner Auffassung nach ist nun der Fall gekommen, dass der Moderator den komplexen Oedipus und Phobiedetektor, der sich zur Abwechslung mal “Pirat” nennt, des Forums zu verweisen. Der muellt uns sonst nur wieder die Diskussion zu.
Der Quark, den er ablaesst, ist so abgestanden und faul, dass es nicht einmal mehr Spass macht, ihn zu analysieren.
Mein ganz persoenlicher Rat an den homonormativen Vogel: Such dir eine queer-Kneipe, wo man dich versteht. Dort kannst du sicher gut diskutieren.
September 29, 2009 at 13:25
@ H.T.:
“ich sehe gerade, dass Norman Paech nicht mehr in der neuen Linksfraktion vertreten sein wird.
Weisz jemand von euch, was da passiert ist?”
Nun er hat sich sehr für Gaza eingesetzt, möglicherweise hängt es damit zusammen. Offiziell heißt es “aus Altersgründen”, aber das fällt mir schwer zu glauben. Er hat vor einigen Monaten einen Vortrag darüber gehalten, der sehr gut war, auch auf einer Protestkundgebung in Hamburg hat er gesprochen, auf der ich selber anwesend war.
Hier versucht der werte Herr Broder Norman Paech mal wieder Antisemitismus anzuhängen:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/norman_paech_recht_auf_widerstand_kein_recht_auf_verteidigung/
Bei all seinem Engangement in Gaza habe ich aber noch irgendwas davon im Kopf, dass er mit J. Elsässer nicht über die Volksinitiative reden durfte…
Grüße
September 29, 2009 at 16:42
“dass jeder 2.Deutsche ein Anhänger einer Klassengesellschaft nach US-Vorbild ist. ”
so siehts wohl aus, traurig aber wahr. Das Problem ist doch der Egoismus, da die meisten nur nach eigenen kurzfristigen Interessen wählen. Manche Muslime wählen gern grün, weil sie denken, die Partei käme ihren Interessen am meisten entgegen – ohne dabei zu berücksichtigen, dass die Grünen für den Afghanistaneinsatz gestimmt haben, also eine Kriegspartei sind.
Mitarbeiter von Atomendlager-Stätten sind froh, dass sie ihre Arbeitsplätze behalten. Das ist erst einmal oberflächlich betrachtet verständlich, aber leider zu kurz gesprungen, denn sie sehen dabei nicht, dass ihre eigenen Kinder davon Krebs bekommen könnten oder die der kommenden Generationen.
Die Soldatenfamilien freuen sich, dass der Afghanistaneinsatz fortgesetzt wird und es weiterhin ordentlich Kohle dafür gibt.
Dass diese Politik auch deutschen Interessen zuwiderläuft, interessiert dabei wenig. Die Liste könnte man ewig lange fortsetzen.
September 29, 2009 at 17:31
Jetzt ist die “Piratenpartei” auch noch PC, oh je
Im übrigen kann ich J. E. hier nur voll zustimmen … “Rot-Rot-Grün” unter einem Kanzler Wowereit wäre eine Neuauflage von Schröder-Fischer plus Gysi, Pau & Co und eine ziemlich schlimme Alternative zu “Schwarz-Gelb” … sollte sich Lafontaine darauf einlassen, wäre er wohl wieder bald draußen
Und halbwegs vernünftige Sozialdemokraten findet man wohl nur noch in Brandenburg, Mecklenburg und im Saarland …. aber die sind auf Bundesebene eindeutig in der Minderheit.
September 29, 2009 at 20:44
@ Pirat
Ich weiß nicht, ob die Substanzlosigkeit
Deiner Kommentare durch eine vorübergehende Mangelernärung
verursacht wird oder durch fehlende
Intelligenz.
September 29, 2009 at 20:52
@ Sixty
Halbwegs vernünftige Sozialdemokraten sind auch in der Linksfraktion in der Minderheit, nicht nur in der SPD. Ich gehe gerade die einzelnen Abgeordneten durch und ich kann nur sagen: Sieht nicht gut aus für Oscar.
Intrigieren, das haben die SED-Genossen gründlich gelernt. Ihre Netzwerke reichen auch in die Westverbände. Ich rechne mit einem Putsch gegen Lafontaine in dieser Legislaturperiode.
Ich würde ihm von Herzen wünschen, daß er das Ruder rumreißt, aber so wie die Machtverhältnisse innerparteilich aussehen, wird ihm das kaum gelingen.
Dabei geht die Mehrheit jener 12 % auf sein Konto, das dürfte klar sein.
Oscar, der alte Fuchs, braucht sicher keinen Rat, trotzdem würde ich ihm folgendes raten:
Er sollte recht rasch versuchen, die Stimmung in der Fraktion auszutesten und sehen, wie viele auf seiner Seite stehen oder sich auf seine Seite ziehen lassen.
Je früher die Verhältnisse geklärt sind, desto besser für ihn.
Bekommt er keine Mehrheit, sollte er – vielleicht auch mit einigen vernünftigen SPDlern? – eine eigene Fraktion bilden (für 5 % der Abgeordneten dürfte es reichen) und bei den nächsten Wahlen GEGEN die EX-PDS UND Wowi antreten.
Die Gysipartei scheitert dann an der 5%-Hürde, denn auch im Osten genießt Lafontaine große Sympathien im Wahlvolk.
Gysi und Pau wären in politischer Quarantäne entsorgt.
Und die SPD mit Wowi wird erfahren, was ein echter historischerTiefststand ist.
Mit einer eigenen Partei wäre Lafontaine obendrein das ganze Herumgereite auf der SED-Vergangenheit los.
Hat jemand bessere Prognosen und Ideen?
September 29, 2009 at 22:28
@H.T 20:52, Ideen? Immer!
40 Rote
40 Weiße
(vom Feinsten)
20 Leute
1 Feuer
Sofas, Sessel, Stühle, Teppiche
Oskar Lafontaine, Dietmar Dath, Diether Dehm und Peter Gauweiler
und Zeit bis Sonnenaufgang
~’~
September 30, 2009 at 10:19
@wahlfrage:
Apropos mangelnder Substanz: warst du nicht die Person, die glaubt, dass das deutsche Reich immernoch besteht?
@H.T:
wieso sollte ich auf Ihre Aussagen sachlich antworten? Wenn Sie in der Tat glauben, dass Schwule spätestens seit Änderung des Strafrechts ein freies Leben haben, ist Ihnen auch nicht mehr zu helfen.
Aber mal was konstruktives: was haben Sie eigentlich gegen die neue Regierung? Die vertritt doch ähnlich konservative Ansichten wie Sie auch.
September 30, 2009 at 13:35
@ Wahlfrage und Pirat
(ihr zwingt einem quasi dazu Recherchen anzustellen. Hoffe das trägt zum Frieden bei)
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/970576/
Das muss man ganz gelesen haben.
Wahlfrage zielt vmtl. auf eine Aussage des Verfassungsgerichtes ab.
Und haut Euch
September 30, 2009 at 18:54
>Halbwegs vernünftige Sozialdemokraten sind auch in der Linksfraktion in der Minderheit, nicht nur in der SPD. Ich gehe gerade die einzelnen Abgeordneten durch und ich kann nur sagen: Sieht nicht gut aus für Oscar.<
Das sehe ich auch so …. aber ansonsten muß ich hier doch nochmal betonen, daß die West-Landesverbände der Linkspartei (abgesehen vom Saarland) politisch noch "kränker" sind als die im Osten … entweder "linksalternativ" oder (wie z.B. NRW) sogar linksradikal dominiert … auch für die Linkspartei gilt, daß die Landesverbände Brandenburg und Meck-Pomm noch die vergleichsweise "seriösesten" sind … und zumindest ein Teil der "alten SED-Genossen" ist auch nicht einfach mit Gysi, Bisky, Pau, Zimmer & Co. gleichzusetzen.
Oktober 1, 2009 at 08:43
@ Sixty
Was heißt schon linksradikal? Wenn jemand Durchblick hat und gute Forderungen vertritt hat, kann er im Grunde nicht radikal genug sein!
Sarah Wagenknecht aus NRW ist doch eine gute Frau und Ulla Jelpke im Prinzip auch. Inger Höger dagegen will “die Frau” (zwangs)befreien und beglücken, indem sie für die Abschaffung (!) des Ehegattensplitting eintritt. Die ist nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich.
Es führt leider kein Weg daran vorbei, jeden einzelnen Abgeordneten zu prüfen: Welche Forderungen vertritt? Welche Biographie hat er? Mit wem ist er vernetzt?
Es stimmt natürlich, daß prinzipiell nicht alle SED-Genossen mit Gysi, Bisky, Pau, Zimmer & Co. gleichzusetzen sind. Aber kannst du mir ein Beispiel nennen?
Ich bin etwas mehr als die Hälfte aller Abgeordneten durch und sehe aus dem Osten zur Zeit nur Steffen Bockhahn aus Rostock, der vielleicht aus dem “Ost-Block” ausbrechen könnte.
Er hat zwar einen peinlichen Webauftritt, wo er mit seinen nicht einmal besonders herausragenden Abschlußnoten protzt, erhebt aber zumindest keine falschen Forderungen, ist verheiratet mit Kind, seine Frau ist in Elternzeit. Obwohl recht jung (Jg 78), hat er es als Direktkandidat geschafft. Wirkt irgendwie gut geerdet und so ganz anders als die Kipping-connection, zu der er auch keine (sichtbare) Verbindung unterhält.
Oktober 1, 2009 at 16:00
Gute Nachricht:
In Thueringen wird Ramelow NICHT Ministerpraesident!
Die SPD hat sich fuer eine grosze Koalition entscheiden.
Bartsch und der Landesverband Sachsen (!) der Linken schreien Zeter und Mordio.
Ramelow kann sich nun nicht als Minister, geschweige denn als Ministerpraesident aufspielen.
Das ist gut fuer Lafontaine. Leider stinkt es im Saarland nach “Jamaika”, aber falls es Lafontaine nun doch gelingen sollte, im Saarland eine Regierung auf die Beine zu stellen und sei es nur als stellvertretender Ministerpraesident, haette er viel gewonnen.
Oktober 1, 2009 at 16:41
>Was heißt schon linksradikal? Wenn jemand Durchblick hat und gute Forderungen vertritt hat, kann er im Grunde nicht radikal genug sein!<
Nanu, du bist doch eigentlich eher ein "Linkskonservativer", und jetzt liest man so etwas von dir
), Propagierung des Klassenkampfes, platter undifferenzierter "Antikapitalismus" und Befürwortung einer Planwirtschaft. Da kann man insbesondere bei der NRW- und der HH-Linkspartei, aber auch bei anderen West-Landesverbänden vieles in der Richtung finden.
Ich finde allerdings, daß man schon zwischen "radikal" im grundsätzlichen Sinne und zwischen "linksradikal" (und natürlich auch rechtsradikal) im speziellen Sinne unterscheiden sollte. "Linksradikal" heißt für mich u.a. prinzipielle Gegnerschaft zum "bürgerlich-demokratischen" Staat, Nichtanerkennung seines Gewaltmonopols, grundsätzliche Feindschaft zur Polizei (bzw. den "Bullen"
Ich bin allerdings auch der Meinung, daß man z.B. zwischen Sahra Wagenknecht und Ulla Jelpke deutlich differenzieren muß. Erstere ist als aus dem Osten stammend weitaus weniger "PC" als letztere, und außerdem hat sie als "Kommunistin" auch andere Schwerpunkte als J., die einerseits viel stärker "linksalternativ" geprägt ist, sich andererseits aber auch eindeutig mehr auf dem Gebiet "Bürgerrechte" (über-)profiliert.
Oktober 1, 2009 at 16:45
>Es stimmt natürlich, daß prinzipiell nicht alle SED-Genossen mit Gysi, Bisky, Pau, Zimmer & Co. gleichzusetzen sind. Aber kannst du mir ein Beispiel nennen?<
Da fallen mir z.B. die Namen Hans Modrow, Dagmar Enkelmann, Gesine Lötzsch, Kerstin Kaiser oder auch Klaus Höpcke ein.
Oktober 1, 2009 at 21:52
@ me
Guter Link. Danke dafür.
Oktober 2, 2009 at 06:08
Auswertung betr. »SPD«: Diese Partei hat sich selbst kaputt gemacht, sie sollte sich ehrlicherweise besser auflösen und Platz machen für Leute, die etwas bewegen wollen. Peinlicher sind nur noch die Grünen.
Apropos – wir hoffen doch mal, dass Ihr wunderschöner neuer Hintergrund-Botticelli nix mit einer Verschwörung mit dem »internatationalen Finanzkapital« zu tun hat: Illuminaten-Lucifer (Venus) zu tun hat… ; )
Oktober 2, 2009 at 10:27
@ Sixty
Klaus Hoepecke – zugegeben!
Modrow – zugegeben! Doch der hat schon lange nichts mehr zu melden. Aus der Rosa Luxemburg – Stiftung hat man ihn rausgemobbt.
Dagmar Enkelmann ist mir negativ aufgefallen, als sie das vielleicht etwas verworrene, aber in der Substanz nicht allzufalsche Gruszwort von Christian Klar an die Rosa Luxemburg Konferenz ganz billig als “altlink” abgekanzelt hat. Sie haette auch einfach schweigen koennen. Auszerdem hat sie eine gender mainstreaming – Aktion, die mit aller Gewalt Frauen in Maennerberufe wie Kanalarbeiter oder Soldat draengen will, den sog. girls day, aktiv unterstuetzt.
Gesine Loetzsch hat ein blasses Profil. Als sie mit der Pau zusammen im Bundestag sasz, hat sie zwar keinen ganz so fuerchterlichen, aber deswegen immer noch keinen guten Eindruck hinterlassen.
Kerstin Kaiser scheint halbwegs in Ordnung zu sein.
Das dazu.
Lafontaine wird versuchen muessen, solche Leute auf seine Seite zu ziehen. Ich bin gespannt, wer in den naechsten Wochen und Monaten in welche Richtung Farbe bekennt.
Leider veroeffentlicht das “Forum demokratischer Sozialismus” nur die Namen der drei Sprecher, nicht der sonstigen Mitglieder. Warum wohl?
Und nun zu “Linksradikal”. Ich weisz natuerlich, worauf du anspielst. Doch “die prinzipielle Gegnerschaft zum bürgerlich-demokratischen Staat, die Nichtanerkennung seines Gewaltmonopols, die grundsätzliche Feindschaft zur Polizei (bzw. den “Bullen” )”, all das ist Zeichen einer bestimmten Jugendkultur, die im Grunde nicht politisch ist, bestenfalls platt anarchistisch.
“Propagierung des Klassenkampfes,” – das ist falsch, wenn es folkloristisch verstanden wird: da die stets geleckten, Cohiba-rauchenden Kapitalisten, auf der anderen Seite die Arbeiter in zerrissenen Kleidern und mit kohleverschmierten Gesichtern.
Sagt man aber, dass z.B. jeder, der nicht von seinen Zinsen leben kann, zur Klasse der Unterdrueckten gehoert und alle, die von ihren Zinsen leben koennen, zur Klasse der Ausbeuter gehoeren, dann bin ich fuer Klassenkampf im Rahmen von Recht und Gesetz. Und wie!
“platter undifferenzierter “Antikapitalismus”" und Befürwortung einer Planwirtschaft.”
Planwirtschaft und Volkseigentum an den Produktionsmitteln darf natuerlich nicht kurzgeschlossen werden. Das machen nur buergliche Oekonomen und linke Spinner. Das sind zwei verschiedene Dinge!
Alles kommt darauf an, eine Ordnung zu errichten, die auf dem freien Markt, freier Konkurrenz etc. UND einem hohen Anteil Volkseigentum an den Produktionsmitteln beruht.
Und a propos “linskonservativ”: ich bin in erster Linie konservativ und da es in der Weltgeschichte kein revolutionaereres Prinzip gegeben hat als den Kaptialismus (= das Privateigentum an industriellen Produktionsmitteln), bin ich notwendigerweise antikapitalistisch. Und all das durchaus radikal, das heiszt ernsthaft und “an die Wurzel gehend”.
Oktober 2, 2009 at 19:08
>Diese Partei hat sich selbst kaputt gemacht, sie sollte sich ehrlicherweise besser auflösen und Platz machen für Leute, die etwas bewegen wollen.>
Nun ja … eine Partei mit solch einer langen Tradition wird sich wohl kaum einfach so “auflösen” … das würde ich auch nie von ihr verlangen
Ich wäre ja schon froh, wenn der “linke Flügel” nicht von Wowereit, Gabriel (oder womöglich sogar wieder Ypsilanti) & Co. angeführt wird … aber wie es aussieht, wird es genau dazu kommen,
Oktober 2, 2009 at 19:10
>Peinlicher sind nur noch die Grünen.<
Das ist allerdings wahr
Oktober 2, 2009 at 19:33
>Modrow – zugegeben! Doch der hat schon lange nichts mehr zu melden. Aus der Rosa Luxemburg – Stiftung hat man ihn rausgemobbt. Leider veroeffentlicht das „Forum demokratischer Sozialismus“ nur die Namen der drei Sprecher, nicht der sonstigen Mitglieder. Warum wohl?Und a propos „linskonservativ“: ich bin in erster Linie konservativ und da es in der Weltgeschichte kein revolutionaereres Prinzip gegeben hat als den Kaptialismus (= das Privateigentum an industriellen Produktionsmitteln), bin ich notwendigerweise antikapitalistisch. Und all das durchaus radikal, das heiszt ernsthaft und „an die Wurzel gehend“.>
1989/90 in der DDR wäre ich auch “konservativ” gewesen … diesen Begriff aber im (Gesamt-)Deutschland der sog. “sozialen Marktwirtschaft” (die ja letztlich auch nur eine wenn auch weitgehend abgemilderte Variante des Kapitalismus ist) zu verwenden, halte ich dann aber doch für fragwürdig und auch mißverständlich und mit dem Begriff “antikapitalistisch” irgendwie nicht so recht kompatibel
Oktober 2, 2009 at 19:37
>Modrow – zugegeben! Doch der hat schon lange nichts mehr zu melden. Aus der Rosa Luxemburg – Stiftung hat man ihn rausgemobbt.>
Ui, übel …. da weißt du mehr als ich, aber ich bin ja auch ein Wessi
>>Leider veroeffentlicht das „Forum demokratischer Sozialismus“ nur die Namen der drei Sprecher, nicht der sonstigen Mitglieder. Warum wohl?<
Dieser Verein repräsentiert die "linksökologisch-rotgrüne"-Fraktion innerhalb der Linkspartei und profiliert sich in besonderem Maße als "PC" ….
http://www.forum-ds.de/article/1842.verlorene_zeit.html
"Wenn Fortschritt räumlich wieder stärker angebunden werden soll, dann weist der Green New Deal dafür die Richtung."
http://www.forum-ds.de/article/1846.am_bedarf_vorbei_gesellschaftliche
_umbrueche_und_das_beispiel_der_linkspartei.html
Oktober 3, 2009 at 14:59
@ Sixty
Zur causa Modrow/RLS
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=60403537&top=SPIEGEL
Ich habe es damals in der jW gelesen.
Oktober 3, 2009 at 19:11
Ramelow bekennt Farbe!
Wie die Tagesschau meldet, hat er gesagt, es ginge “nicht um einen sofortigen Abzug aus Afghanistan. Das wäre eine Flucht wie damals aus Vietnam.”
Oscar Lafontaine soll sofort dementiert haben.
Jetzt geht der Machtkampf also schon los.
Abgesehen davon, frage ich mich, was Ramelow an der wohlverdienten Niederlage der US-Aggressoren in Vietnam so schlecht findet?
Oktober 4, 2009 at 10:22
@ H.T.:
Was für ein Heuchler. Ich selber habe die Talkshow leider nicht sehen können, aber mir wurde berichtet, dass er Renate Künast just deswegen angegrifffen haben soll “wir haben ja jetzt eine “Friedens-” Partei…”, darauf hin soll sie einen Wutanfall vor laufender Kamera gekriegt haben. Und jetzt so etwas!
“Abgesehen davon, frage ich mich, was Ramelow an der wohlverdienten Niederlage der US-Aggressoren in Vietnam so schlecht findet?”
da hat er sich glaub ich auf fatale Art offenbart, wo er wirklich steht. An Lafontaines Stelle würde ich ein Parteiausschlussverfahren in Erwägung ziehen. Kann ja wohl nicht wahr sein…
Oktober 5, 2009 at 11:28
Schaut euch mal das an:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article4737875/Personenschutz-fuer-Matschie-nach-Morddrohung.html
Matschie hat eine Morddrohung dafuer erhalten, dasz er nicht mit Ramelow regieren will.
Dasz das einer von den Weicheieren im “Forum demokratischer Sozialismus” oder einer vom Linksfluegel der SPD gewesen sein soll, kann ich nicht glauben.
Wenn wir aber mal davon ausgehen, dasz das strategische Hauptziel des internationalen Finanzkapitals, was Deutschland angeht, darin bestehen duerfte, zu verhindern, dasz Lafontaine Einflusz auf die Politik gewinnt, dann haben wir ein Motiv.
Ramelow als Landesminister oder gar als Ministerpraesident, das wuerde die Opportunisten in der Linkspartei staerken und Lafontaine den Weg verbauen.
Das Finanzkapital hat ein vitales Interesse daran, dasz Ramelow Ministerpraesident wird.
Oktober 5, 2009 at 21:21
>Künftig solle die parteinahe Rosa-Luxemburg-Stiftung stärker gesamtdeutsch agieren<
Was nichts anderes heißt als den (abgesehen vom Saarland) linksalternativ geprägten West-Landesverbänden noch mehr Einfluß zu verschaffen, dabei ist der eh schon viel zu groß.
Oktober 6, 2009 at 10:54
@ Sixty
Also die Westverbaende moegen auch ihre Schwaechen haben, aber sie sind aufs Ganze gesehen doch besser als die Ostverbaende.
Die Realos im Osten unterhalten Beziehungen zu linksalternativen Alt68ern aus dem Westen, die teilweise noch auf die 90er Jahre zurueckgehen. Diese Alt-PDSler in den Westlandesverbaenden konnten durch die WASG nicht verdraengt werden und haben einen ueberproportional hohen Einflusz.
Trotzdem: In vielen Landesverbaenden, z.B. in Baden-Wuerttemberg oder in Niedersachsen, ist die Substanz in Ordnung, Bayern und NRW dagegen scheinen mir schon halb unterwandert.