Eine Demonstration islamischer Gruppen gegen Imperialismus und Zionismus wird als “antisemitisch” attackiert
Morgen (12. September) findet nicht nur die grosse Demo gegen den Orwell-Staat “Freiheit statt Angst” statt (hingehen!), sondern auch eine Demonstration islamischer Gruppen zum Al Quds-Tag. Da ich selbst verhindert bin, wird mein Mitstreiter Stephan dort eine Rede halten – allerdings nicht im Namen der Volksinitiative, die bekanntlich andere Schwerpunkte hat (vgl. unsere erfolgreiche Demo gegen den Lissabon-Vertrag letzten Samstag).
Im Internet wird die Al Quds-Demo als antisemitisch angegriffen, die ueblichen Verdaechtigen rufen zur Gegendemo auf. Ich frage mich aber, was an diesem Demoaufruf – unten dokumentiert – antisemitisch sein soll.
Besonders gut gefaellt mir folgende Passage im Aufruf:
“Ob Muslime, Christen, Juden, Konfessionslose, ob Links oder Rechts, keiner ist mehr vor brutalen Übergriffe sicher. Auf die Bundesrepublik Deutschland findet ein wirtschaftlicher Übergriff des internationalen Finanzkapitals statt, wodurch ein Großteil der Bevölkerung allmählich in die Armut getrieben wird. Wir müssen alle Hand in Hand, einen akzeptablen Widerstand gegen die globalisierte Ungerechtigkeit aufbauen.”
Was ist daran antisemitisch? Ich bitte meine Leserschaft um eine SACHLICHE Debatte, durchaus Pro- und Contra. Dieses Pro- und Contra duerfte dann in den Weiten des Wordwideweb ziemlich einzigartig sein …
(Hier beginnt der Aufruf)
Gerechtigkeit, Vernunft, Menschlichkeit
Es gibt unterschiedliche Bezeichnungen für das PROBLEM unserer Weltgemeinschaft: „das internationale Finanzkapital“, „Imperialismus“, (arab.)„Istikbar“, „der große Satan und seine Verbündeten“, „globalisierte Macht“ usw. Man mag es bezeichnen, wie man möchte. Die Basen des PROBLEMS liegen in den USA, England und Israel. Das Volk Palästinas bekommt seit über 60 Jahren die unmenschliche Dimension dieser Machtkonstellation am intensivsten zu spüren.
Die Brutalität, die das israelische Militärregime seit fast drei Jahren in dem größten Freiluftgefängnis derWelt, im Gaza-Streifen, praktiziert, verdeutlicht, was die Weltgemeinschaft von der Herrschaftsideologie des Zionismus im 21. Jahrhundert zu erwarten hat. Unbedingte Loyalität zum Zionismus hat sich zum Bindekitt der EU entwickelt und damit versuchen die Zionisten schrittweise die Kontrolle über die EU-Strukturen zu erlangen. Wer von Verschwörungstheorie und Antisemitismus
spricht verschließt die Augen vor Tatsachen.
Tut etwas gegen:
- die Kriegstreiber in Palästina, Afghanistan, Pakistan, Irak und Libanon
- die globalisierte Ungerechtigkeit, internationale militärisch-wirtschaftliche Gewalt
- die Bevormundung und Entmachtung europäischer Völker durch den Europarat
- die Verursacher der Wirtschaftskrise und die Zerstörung von Existenzen
- die Unterdrückung und Ausbeutung vieler Nationen
- die Belagerung des Gaza-Streifens
- den Lissabonvertrag
Das PROBLEM ist global, daher muss der Widerstand dagegen auf internationaler Eben stattfinden. Die Islamische Revolution leistet nun seit 30 Jahren erfolgreich dem PROBLEM in allen Kernbereichen einen Widerstand, wodurch sich in verschiedenen Ländern, je nach Art u. Weise der Unterdrückung, militärische, zivile oder wirtschaftliche Widerstände geformt und gefestigt haben, die wiederum zur barbarischen Reaktionen der selbsternannten „Herren der Welt“ geführt haben. Man braucht nur einen Blick auf die Kriegsschauplätze zu werfen.
Ob Muslime, Christen, Juden, Konfessionslose, ob Links oder Rechts, keiner ist mehr vor brutalen Übergriffe sicher. Auf die Bundesrepublik Deutschland findet ein wirtschaftlicher Übergriff des internationalen Finanzkapitals statt, wodurch ein Großteil der Bevölkerung allmählich in die Armut getrieben wird. Wir müssen alle Hand in Hand, einen akzeptablen Widerstand gegen die globalisierte Ungerechtigkeit aufbauen. Wir dürfen uns durch den Missbrauch der Religionen und Ideologien nicht spalten lassen, während die Gegner der Gerechtigkeit immer enger zusammenrücken. Die Kriterien zur Bildung der Bündnisse müssen überdacht werden. Die Völker müssen zusammenhalten, um ein würdiges Leben in Gerechtigkeit und Frieden für alle neu organisieren zu können. Die UNO, die mit Demokratie nicht das Geringste zu tun hat, muss genauso wie alle anderen internationalen Gremien neustrukturiert werden.
Am Qudstag rufen wir dazu auf, diese internatonale Allianz für Gerechtigkeit kund zu tun. An diesem Tag sollen sich in Berlin all diejenigen, die sich eine bessere, menschlich vertretbare und gerechte Welt wünschen, gegen die Pläne der Strategen des PROBLEMS verbünden.
Datum: Am Samstag, den 12. September 2009,
Uhrzeit: 13:30 Uhr
Ort: Am Adenauerplatz, (Über den Ku´damm bis zum Wittenbergplatz)
Ab 16:00 Uhr die Schlusskundgebung









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Danke, dass Sie das auch hier reingestellt haben. Dass Sie verhindert sind, ist wirklich sehr schade!
Ich habe die große Hoffnung, dass das ewige reflexartige “Antisemitismus”-Geheule langsam mal von den Leuten durchschaut wird. Aber was will man erwarten – wenn sogar die Volksinitiative als antisemitisch beschimpft wird von manchen Wirrköpfen, dann kann es ja bei der Quds-Demo wohl kaum anders sein.
Ich hoffe weiterhin, dass sie so friedlich und diszipliniert abläuft wie in den Vorjahren, und ich hoffe auf mehr Beteiligung, auch von Nichtmuslimen, von denen viele erfreulicherweise auch an den Protestdemos gegen das israelische Massaker in Gaza teilgenommen haben. Dann bitte auch morgen – denn Gaza darf nicht in Vergessenheit geraten, es hängt sowieso alles miteinander zusammen, die Finanzkrise, Lissabonvertrag usw., man darf die Dinge nicht isoliert voneinander betrachten.
Grüße