Das “deutsche 9/11″
Elsässer zur CIA-Steuerung der “Sauerland-Gruppe”. Interview in Islamischen Zeitung
Interview vom 14.08.2009
? Vier junge Moslems sollen einen großen Terroranschlag in Deutschland vorbereitet haben. Am 4. September 2007 wurden sie im Sauerland festgenommen, und fast zwei Jahre lang haben sie eisern geschwiegen. Seit dem 10. Juli aber purzeln die Geständnisse. Kann sich Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble freuen?
Elsässer: Und wie. Aber nicht, weil er mit seiner Terrorwarnung Recht gehabt hat. Vielmehr kann er stolz sein, wie gut die Geheimdienstoperation Sauerlandzelle, von seinen CIA-Freunden und ihm eingefädelt, geklappt hat.
?Geheimdienstoperation? Fritz Gelowicz, der Kopf der Gruppe, hat im Laufe seiner Aussage mehrfach darauf hingewiesen, niemand aus der Vierergruppe sei „vom Geheimdienst ferngesteuert“ worden, sie hätten alles selbst gemacht, selbst geplant.
Elsässer: Gelowicz kam zwar vor Gericht sehr sympathisch rüber – ruhig, freundlich, mit klarem Blick, manche schwäbische Mama wäre bei dem gern Schwiegermama -, aber, bei allem Respekt, er ist nicht gerade ein helles Köpfchen. Und er war ja der Chef des Quarttets, wie duster muss es dann im Oberstübchen der anderen aussehen? Diese jungen Männer haben sich bei der Vorbereitung des Anschlages so doof angestellt wie Woody Allan in dem Film „Woody der Unglücksrabe“. Kriminelle Energie hatte die Hauptfigur, aber eben auch zwei linke Hände, und oben waren ein paar Schräubchen locker. Solche Leute sind ein gefundens Fressen für die Instrukteure der Geheimdienste, die ständig nach Dummies suchen, die sie verheizen können.
? Instrukteure der Geheimdienste kamen in den Aussagen von Gelowicz nicht vor!
Elsässer: Natürlich nicht. Weil er nicht helle genug war, sie zu erkennen. Gelowicz denkt wohl, ein Geheimdienstler stellt sich so vor wie 007: „Gestatten, mein Name ist Bond, James Bond – im Geheimdienst ihrer Majestät.“ Aber so läuft das nicht. Ein Geheimdienstler, der solche wilden jungen Männer wie Gelowicz führen soll, wird sich als der wildeste von allen präsentieren, als besonders gefährlicher Terrorist, als Betbruder von Osama bin Laden undsoweiter. Wer das im Fim besichtigen will: „Der Mann, der zu viel wußte“, lief letzten Winter in den Kinos, zeigt, wie die CIA eine Konkurrenzfirma zu Al Qaida aufbaute, mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle. Bevor ein junger Mensch auf dumme Gedanken kommt, sollte er diesen Film sehen oder mein Buch* lesen.
? Wo sehen Sie denn die Geheimdienstler bei der Sauerlandgruppe?
Elsässer: Überall! Sie tanzten ständig um die vier herum! Es gab keine Station in ihrer Reise, wo die Geheimdienste nicht waren! Eigentlich wollten die vier – neben Gelowicz noch Adem Yilmaz, Daniel Schneider und Attila Selek – zum Kämpfen in den Irak. Gelowicz macht auch plausibel, wieso er das wollte: Nach dem 11. September 2001 wurde die US-Kriegführung gegen die islamische Welt immer brutaler, und dann wurde – aus seinem unmittelbaren Umfeld in der Ulmer Moschee heraus – auch noch Khaled el Masri von der CIA verschleppt. Dagegen wollte er was tun, aber nicht durch Terrorismus, sondern indem er sich dem Widerstand im Irak anschließen wollte.
Vollständiges Interview ist hier.









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August 15, 2009 at 10:46
Es scheint mir zumindest nicht abwegig, dass der sogenannte “irakische Widerstand” bzw. ein Teil davon genauso CIA-infiltriert ist. .
August 15, 2009 at 11:12
Wenn Dummheit und Fanatismus eine Allianz eingehen, wird es äußerst gefährlich.
Ali Ibn Abu Talib (Schwiegersohn des Propheten Muhammad) sagte:
“Ein kluger Feind ist besser als ein dummer Freund, weil dieser dir in seiner Dummheit schadet, obwohl er dir nützen will.”
Im übrigen halte ich es für mehr als denkbar, dass auch ein Teil des sogenannten “irakischen Widerstandes” CIA-infiltriert ist.
August 16, 2009 at 00:05
Fetter Artikel in der Islamischen Zeitung.
Wie geht’s mit Melvüt K. weiter?
Die Geheimdienste werden doch nicht zuschauen wie er ihnen auf den Wohnzimmerteppich macht.
Jetzt wo er als fünftes “Mitglied” der Gruppe per Haftbefehl gesucht wird.
Gut möglich das die vier jetzt Eingesperrten beim Urananreichern in den U-Haft Zellen ertappt und dann bombardiert werden.
Melvüt K. sprengt sich mit einem Sprengstoffgürtel auf einem Schrottplatz in die Luft weil er gegen die Abwrackprämie ist und beweist sich als echter Terrorist.
Bin mal gespannt was es irgendwann zu lesen gibt.
grüsse
August 16, 2009 at 16:16
sehr fleissig…trotz Vortrag und gesprächen auf dem GeoPol. treffen in Leipzig. Ein kleine Korrektur…ich denke bei dem erwähnten Film mit Leonardo DiCaprio handelt es sich umRidley Scott’s “Der Mann der niemals lebte”
Trailer:
August 23, 2009 at 19:48
Passt zum Thema………
Karlsruhe, Gründonnerstag(07.04) 1977
Michael Buback, der Sohn des Ermordeten Generalbundesanwaltes in einem Ausschnitt aus einem Interview das er dem Deutschlandfunk am 22.08.2009 gegeben hat:
(…) “Das Kritische ist ja, dass Verena Becker einerseits eine dringend tatverdächtige Person ist und gleichzeitig eine Informantin des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Das sind ja Ungeheuerlichkeiten, an die wir uns auch erst gewöhnen müssen. Vieles von dem, was ich jetzt weiß, hätte ich ja selbst vor zweieinhalb Jahren überhaupt nicht für möglich, nicht für denkbar gehalten”.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1021330/
Es ist auf jeden Fall lohnend sich das Interview welches im DLF-Link schriftlich wie in Audioform vorliegt zu Gemüte zu führen.
Auch nachfolgender 3Sat-Film ist informativ.
grüsse