Terror und Putschgefahr
CIA, MI6, Schäuble, “Sauerländer”
Eigentlich steht alles drin in meinem Buch “Terrorziel Europa”, das im September 2008 erschienen ist (Residenz Verlag, 344 Seiten, 21.80 Euro). Eine Zusammenfassung werde ich auch morgen, Samstag, auf dem Geopolitik-Kongress von nuoviso in Leipzig machen und mich der Diskussion stellen. Ort, Zeit etc. steht bei nuoviso.tv – einige wenige Plätze sind wohl noch frei.
Das Buch „Terrorziel Europa – Das gefährliche Doppelspiel der Geheimdienste“ ist eine Enzyklopädie aller europäischen Anschläge und Anschlagsversuche lesen, für
die islamistische Täter verantwortlich gemacht wurden.
Das Frappierende: In fast allen Fällen spielten Agenten
oder V-Männer von Geheimdiensten eine tragende Rolle.
Mit anderen Worten: Kein einziger dieser Morde oder
Mordversuche hätte ohne die Mithilfe der Staatssicherheit
unternommen werden können.
Fast jede der erwähnten Terrorattacken lässt sich auf
zwei europaweit agierende Strukturen zurückführen. Zum
einen auf das Londoner Terrornetz rund um die Finsbury
Moschee, das im zweiten Kapitel vorgestellt wird; zum
anderen auf eine süddeutsche Zelle, die sich zunächst in
Freiburg herausgebildet hat und sich von dort nach Ulm/
Neu-Ulm verlagerte. Darüber informiert das dritte Kapitel.
Während es zum ersten Täterkreis in Großbritannien
– allerdings nicht in Deutschland – bereits einige Studien
gibt, wird der zweite Kontaktring in diesem Buch erstmals
in seiner ganzen Tragweite enthüllt.
Im Einzelnen werden behandelt: die Anschläge auf das
Nahverkehrsnetz in Paris 1995 und in Nordfrankreich 1996
(Kapitel 4); der vereitelte Bombenterror zu Weihnachten
2000 in Strasbourg (Kapitel 5); die Hamburger Zelle um
die angeblichen Flugzeugentführer des 11. September 2001
(Kapitel 6); die Mailänder Zelle (Kapitel 7); die Anschläge
in Istanbul im Jahr 2003 (Kapitel 8); die Ulmer Szene und
die Entführung von Khaled al Masri 2004 (Kapitel 9); das
Madrider Bombeninferno am 11. März 2004 (Kapitel 10);
die Anschläge auf drei U-Bahnen und einen Bus am 7. Juli
2005 in London (Kapitel 11); die sogenannten Kofferbomber
vom Kölner Hauptbahnhof 2006 (Kapitel 12); mehrere
Attentatsversuche in Berlin (Kapitel 13); die 2007 in Wien
festgenommenen sogenannten Cyber-Terroristen (Kapitel
14); und das angeblich im September 2007 vereitelte
deutsche 9/11 (Kapitel 15).
Westliche Nachrichtendienste, vor allem der britische
MI5 bzw. MI6 und die US-amerikanische CIA, blicken auf
eine lange Geschichte der Zusammenarbeit mit moslemischen
und anderen Extremisten zurück. Kapitel 1 gibt
einen Überblick über die Kooperation vom Afghanistankrieg
der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts bis zu der
Epochenwende am 11. September 2001. Kapitel 16 stellt
verdeckte Operationen vor, die von der CIA/NATO-Geheimarmee
Gladio im Kalten Krieg durchgeführt wurden,
und skizziert, wie diese Untergrundarbeit nach 9/11 fortgesetzt
wurde – nunmehr nicht mehr gegen den kommunistischen,
sondern gegen den islamistischen Feind.
In Kapitel 17 wird beschrieben, wie antidemokratische
Fraktionen in den Sicherheitsapparaten durch geduldeten
oder inszenierten Terror im Rahmen einer »Strategie der
Spannung« die Vorbereitungen auf einen gigantischen
Überwachungsstaat vorantreiben. Das abschließende Kapitel
18 diskutiert die Gefahr, dass insbesondere die Hardliner
in der CDU/CSU um Bundesinnenminister Wolfgang
Schäuble versucht sein könnten, solche Planungen putschartig
durchzusetzen.
Keine Entwarnung
Für einen solchen Putsch bräuchte es einen Terroranschlag
auf deutschem Boden. Dessen Wahrscheinlichkeit wächst,
je tiefer die Bundesrepublik sich in den globalen Krieg der
USA hineinziehen lässt.
Entweder der islamistische Widerstand wird, in Vergeltung
der Beteiligung von Bundeswehrsoldaten an Gräueltaten
in Afghanistan oder sonst wo, Ziele auch hierzulande
angreifen. Wer der wahnwitzigen Ansicht ist, Deutschland
werde auf den Höhen des Hindukusch verteidigt, darf sich
nicht wundern, wenn die Rächer der dortigen Opfer in den
Tälern der Alpen zurückschlagen.
Oder, was wahrscheinlicher ist: Die US-geführten Geheimdienststrukturen
werden eine solche Attacke mit
Hilfe moslemischer Dummies selbst durchführen. Das
Ziel: die mehrheitlich kriegsunwillige deutsche Bevölkerung
von der scheinbaren Notwendigkeit des weltweiten
Antiterrorkrieges zu überzeugen.









<a
August 14, 2009 at 11:39
Ich wiederhole mich jetzt mal wieder, aber man kann es nicht oft genug betonen, dass alle Gruppen, die Sie in Ihrem Buch erwähnen, dem wahabitischen Dunstkreis entstammen.
“Wer der wahnwitzigen Ansicht ist, Deutschland
werde auf den Höhen des Hindukusch verteidigt, darf sich
nicht wundern, wenn die Rächer der dortigen Opfer in den
Tälern der Alpen zurückschlagen.”
ein wahrer Muslim ist sich dessen bewusst, dass so Terror gegen Unschuldige ein unmenschliches Verbrechen ist, das krass gegen die islamische Ethik verstößt. Wer so etwas tut, ist Feind des Islams und der Menschlichkeit!
Ich halte die Durchführung eines Anschlags mittels geheimdienst- gesteuerter Dummies ebenfalls für wahrscheinlicher, Gott bewahre uns davor, dass so etwas passiert. Im Irak ist das bereits blutiger Alltag, und das seit Jahren, so dass wir es kaum noch zur Kenntnis nehmen. Mittlerweile werden ja nur noch die traurigen Höhepunkte in der Presse vermerkt, die sich regelmäßig zu hohen schiitischen Feiertagen zutragen.
Grüße
August 15, 2009 at 01:05
what shall we more have to say ?
grüsse