Bittere Medizin gegen die „linken“ Kollaborateure des Imperialismus: In 7 Tagen erscheint die erste Ausgsgabe von COMPACT, hrsg. von Jürgen Elsässer
Es gibt ja durchaus Demonstranten gegen Ahmadindschad, die besten Glaubens sind, etwas Gutes zu tun: für eine Demokratisierung des Iran, gegen Folter und Hinrichtungen, für mehr Pluralität und Meinungsfreiheit, bei Beibehaltung des antiimperialistischen Kerns und der nationalen Souveränität des Landes. Gute Genossen, wie zum Beispiel Mohssen Massarat, der derzeit das Internet mit seinen Analysen pro Moussavi versorgt. Das Problem ist nur: Diese ehrlichen Reformer werden ausgenutzt von den in der Protestbewegung dominanten Fraktionen, die im Auftrag oder wenigstens im Sinne des Imperialismus unterwegs sind. Kurz und gut: Sie sind die nützlichen Idioten der Feinde des Iran.
Übertrieben? Lesen Sie aus erster Hand, was sich auf der Demonstration in Hamburg am 20. Juni (angeblich 4000 Teilnehmer) abgespielt hat. Die Demonstrationsleitung solidarisierte sich mit deutschen Hardcore-Zionisten, die Reklame für Israel machten – für Israel, das in den vergangenen Jahren mehrfach einen Angriff auf Iran inclusive Atomwaffen angekündigt und gefordert hat. Iranische Linke der Gruppe SoL, die das kritisierten, wurden von der Demo ausgeschlossen. Geht es noch perverser?
Man kann nur jedem, der es ernst meint mit fortschrittlichen Reformen im Iran, raten, sich von solchen Aufmärschen fernzuhalten.
Originalbeitrag von SoL aus indymedia:
Aufgrund der aktuellen Proteste gegen das Mullah-Regime im Iran fanden sich verschiedene exiliranische Gruppen in der Iranischen Linken Plattform Hamburg zusammen und organisierten für den Samstag eine Kundgebung gegen das „islamische und faschistische Regime im Iran“. Neben der iranischen Linken, Antiimperialisten und Kommunisten waren auch deutsche Zionisten mit kleinen Israel-Fähnchen und -Buttons anwesend, also alles was das antideutsche Herz begehrt und zum partyzionistischen Lifestyle gehört.
Nach mehrmaliger Aufforderung an die Veranstalter, diese Kräfte auf ihrer Kundgebung nicht zu tolerieren, geschah erstmal nichts. Erst als ein Genosse eine Rede zu Palästina hielt, sammelten sich die antideutschen Grüppchen zusammen und es kam zu einem Handgemenge. Daraufhin bespuckte ein Antideutscher eine ältere Frau. Dies konnten wir nicht tolerieren.
Die Polizei versuchte einen unserer Genossen festzunehmen, was durch das entschlossene Handeln von uns verhindert wurde. Unser Genosse verließ, obwohl er von den Organisatoren gebeten wurde zu bleiben, daraufhin die Kundgebung, um die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen. Etwas später kam eine Person der Gruppe Peyvand zu uns und schloss uns im Namen der Organisatoren von der Kundgebung aus. (…)
Eine iranische Linke, die mit Zionisten zusammenarbeitet oder sie auf ihren Veranstaltungen toleriert, hat keine fortschrittliche Perspektive mehr. Wer mit Zionisten hantiert, holt sich auch den Imperialismus ins Boot. Im Nahen und Mittleren Osten spielt Israel eine tief reaktionäre und imperialistische Rolle, seien es die vergangenen Kriege, die von Israel ausgingen oder die Gefahr von neuen. Israel im Bündnis mit den USA gestaltet die Region nach seinem Willen und akzeptiert bis heute keine Grenzen für sich!
Frieden oder Freiheit gibt es nicht mit den Imperialisten, seien es deutsche, israelische oder nordamerikanische. Das Beispiel des Irakkrieges zeigt, dass es keine Befreiung durch imperialistische Intervention geben kann! Dort paktiert die „Irakische Kommunistische Partei“ mit den USA und entzieht sich so ihrer gesellschaftlichen Basis, anstatt sich an die Spitze des irakischen Widerstandes zu setzen und die Imperialisten aus dem Land zu jagen.
Die Imperialisten bedrohen die Länder dieser Region, wenn sie sie nicht schon direkt besetzt oder zu ihren Vasallen gemacht haben. Deshalb ist eine klare Positionierung gegen sie für den dortigen Kampf unentbehrlich. Wer also zusammen mit den Imperialisten das iranische Regime bekämpfen will, fällt hinter den Status Quo zurück, weil er die imperialistische Besatzung legitimiert. Man muss sich also sowohl gegen das mörderische Mullah-Regime als auch gegen den Imperialismus stellen!
(…)
Stellungnahme der Sozialistischen Linken – SoL – www.sol-hh.de
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Hier eine Stellungnahme der „anderen Seite“ – also derjenigen, die die Israelfans verteidigen und SoL ausgeschlossen haben:
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Das Warten hat ein Ende, und das Herumärgern mit den politisch-korrekt zurechtgeschliffenen Linksblättchen Junge Welt und ND auch: Anfang Juli erscheint das erste Booklet in der Reihe COMPACT:
Jürgen Elsässer (Hrsg.), GEGEN FINANZDIKTATUR. Die Volksinitiative – Grundsätze, Konzepte, Ziele.
Im Oktober erscheint in der Reihe COMPACT:
Andrea Ricci, GAZA. Kriegsverbrechen und Geheimwaffen der israelischen Armee.
Mehr dazu: http://www.kai-homilius-verlag.de/vp/12.10/index.php
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COMPACT erscheint jeden Monat neu: Im August schreibt Knut Mellenthin, der bekannte Autor von Junge Welt und anderen, über Obama. Im September geht es um Winnenden, was an der Polizeiversion nicht stimmt, aus der Feder von Andreas Hauß, zusammen mit Matthias Bröckers einem der 9/11-Bestsellerautoren bei Zweitausendeines.Im Oktober der oben erwähnte Gaza-Band.
Die Bücher haben jeweils ca. 110 Seiten, werden brandaktuell produziert und zum Kampfpreis von 7.50 Euro auf den Markt gebracht. Angestrebt wird der Aufbau eines breiten Abonnentenstamms. – Mehr Informationen in den nächsten Tagen, u.a. die Abokonditionen. Hier erstmal einige Ausführungen zum Konzept der COMPACT-Reihe:
COMPACT: Was verboten ist, macht uns gerade scharf
In Zeiten der Krise versuchen die Regierenden, ihre Untertanen stärker zu kontrollieren. Früher machten sie das mit plumper Zensur, heute wollen sie vor allem unsere Kommunikation beherrschen: Krieg heißt Frieden, Sklaverei wird Freiheit genannt und Unwissenheit als Stärke gerühmt. Indem man die Sprache verarmt, schränkt man das Denken ein und macht Kritik zahnlos: Wer ein Wort wie „Volk“ ausmerzt, verhindert eine Diskussion um die Weiterentwicklung der Demokratie, die ohne diesen Grundbegriff nicht vorstellbar ist. Wer den Begriff „Konzentrationslager“ auf die deutsche Vergangenheit beschränkt, wird die Realität von Abu Ghraib und Guantanamo nicht beschreiben können. Wer vom „Zionismus“ nicht reden darf, muss auch vom Faschismus schweigen.
COMPACT wird die Dinge beim Namen nennen. Was verboten ist, macht uns gerade scharf – das ist das Motto dieser Schriftenreihe. Im ersten von mir herausgegebenen Band, den Sie gerade in den Händen halten, geht es um Volk und Volksinitiative. Im zweiten werden die US-Konzentrationslager Thema sein, die auch der neue Präsident nicht schließen wird. Im Herbst werden wir uns den zionistischen Kriegsverbrechen in Gaza widmen. COMPACT ist das Gegengift zur politischen Korrektheit, also zur Ideologie der Neuen Weltordnung, die in den Massenmedien und auch in der linken Presse zum unantastbaren Tabu geworden ist.
Nur ein Einwand gegen unser ehrgeiziges Projekt ist vorstellbar: Die ewigen Skeptiker werden sagen, man könne kein neues Printmedium am Markt platzieren, schon gar nicht in Zeiten der Wirtschaftskrise. Außerdem könne man rebellische Inhalte längst kostenlos lesen, im Internet. Diese Entwicklung mag tatsächlich für Tageszeitungen eine Gefahr sein, die mit der Schnelligkeit der elektronischen Medien nicht Schritt halten können. Aber gut recherchierte Bücher, anhand derer der Leser die Inhalte der www-Wundertüten überprüfen können, werden durch die Blogger-Inflation nicht überflüssig, sondern noch notwendiger. Die COMPACT-Bände, das verspreche ich Ihnen als Herausgeber, werden nie politisch korrekt, aber immer in den Fakten korrekt sein – und dabei aktuelle Themen so schnell aufgreifen, wie man das ansonsten nur von Zeitschriften kennt.
Natürlich hat es Aufklärung nicht leicht, vor allem in diesem Land. “Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung, als ihre wirklichen Feinde,” erkannte schon Napoleon Bonaparte. Als Gegenrezept empfahl Karl Marx: „Es handelt sich darum, den Deutschen keinen Augenblick der Selbsttäuschung und der Resignation zu gönnen. Man muß den wirklichen Druck noch drückender machen, indem man ihm das Bewußtsein des Drucks hinzufügt, die Schmach noch schmachvoller, indem man sie publiziert. (…) Man muß das Volk vor sich selbst erschrecken lehren, um ihm Courage zu machen.“
Voila: COMPACT wird dem Volk Courage machen – wenn Sie, die Leser, uns dafür die finnziellen Mittel verschaffen. Mit anderen Worten: Abonnieren Sie JETZT!
Jürgen Elsässer, Herausgeber
Publizist, Buchautor und Mitbegründer der
"Volksinitiative".




Verehrter Herr Elsässer,
Zum ersten Mal in diesen Tagen muss ich Ihnen – in Teilen wenigstens- leider widersprechen.
Ich wäre ja sehr vorsichtig, die Herren Mussavi und Massarat als „gute Genossen“ zu bezeichnen.
„für eine Demokratisierung des Iran, gegen Folter und Hinrichtungen, für mehr Pluralität und Meinungsfreiheit,“
Der Iran ist das demokratischste und pluralistischste Land, das ich – bisher jedenfalls – kenne. Wer streut eigentlich diese Gerüchte, dass man keine Meinungsfreiheit dort hätte? Das Einzige was wirklich verboten ist sind Beleidigungen wie die Mohammad- Karikaturen. Ist es diese „Freiheit“, die Sie wollen? Und Todesstrafe muss es für gewisse Verbrechen nun mal geben, die gibt es übrigens in vielen Ländern, interessiert auch keinen.
Peter Scholl-Latour äußerte mal bei einer Talkshow, dass Iran die einzige Demokratie in der Region sei – und nicht etwa Israel, wie hier gern behauptet wird.
Was den SoL-Text angeht:
„Man muss sich also sowohl gegen das mörderische Mullah-Regime als auch gegen den Imperialismus stellen!“
Der Ausdruck „morderisches Mullah – Regime“ lässt leider auch nicht auf allzuviel Kenntnis des Iran schließen. Auch das ist ein Umsturzaufruf, auch wenn sie nicht mit USrael sympathisieren , also kein Stück besser als die Propaganda gewisser Mainstream-Medien und Politiker.